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Polenta-Pizza mit Pilzen

 

Wir verabschieden den kulinarischen Winter mit einem letzten deftigen Rezept:
Das Maisgries ersetzt den Hefeteig, statt Tomaten gibt’s gemischte Pilze und für den Kick sorgt der Taleggio

Für zwei Personen:
350 g gemischte Pilze
80 g Polenta
100 g Taleggio
50 g Parmesan
30 g Butter
Instant-Brühe
1 Knoblauchzehe
1 Bund Petersilie
Estragon, Thymian, Rosmarin
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Pilze ohne Wasser vorsichtig abbürsten, aber meistens werden sie ja schon so sauber verkauft, dass man unten nur noch am Strunk etwas wegschneiden muss. Kleine Exemplare ganz lassen, größere halbieren, vierteln oder gegebenenfalls sogar achteln.
Zwei EL Olivenöl in einer Pfanne auf Dreiviertelhitze bringen und darin dann die Wald- und Wiesenbewohner portionsweise ohne viel darin rumzurühren schön goldbraun anbraten. Und bitte nur so viel Pilze nehmen, damit grade eben der Pfannenboden bedeckt ist, sonst ziehen die obenliegenden Wasser und aus anbraten wird in Flüssigkeit kochen.
Die garen Pilze dann in eine Schüssel geben und mit der letzten Fuhre auch die kleingehackten Blätter eines Bundes Petersilie sowie eine durchgepresste Knoblauchzehe und je eine Prise Estragon, Thymian und Rosmarin.

In derselben Pfanne jetzt zirka 450 ml Wasser aufsetzen, auf der Polentapackung steht genau drauf, wie viel Flüssigkeit man für die jeweilige Griessorte braucht. Mit einem Brühwürfel oder ähnlichem daraus eine leichte Brühe herstellen und sobald sie kocht, 80 g Polenta langsam reinrieseln lassen. Dabei mit der anderen Hand ständig rühren, und: nur in eine Richtung, sonst gibt’s Klümpchen!

Den Brei einmal kurz aufkochen lassen, dann auf die kleinste Hitze reduzieren und die Polenta sich selbst überlassen. Das Gries braucht nun etwas Zeit, um auszuquellen. Wie lange genau steht ebenfalls wieder auf der Packung, meistens reichen so zirka zehn Minuten. Ab und zu umühren.

In der Zwischenzeit die Grillschlange im Ofen auf 225 Grad vorheizen und das Backblech ganz leicht mit Olivenöl einölen.
50 g Parmesan fein reiben und 100 g Taleggio schon mal in ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden.

Sobald das Polentagries ausreichend gequollen ist, noch den geriebenen Parmesan und 30 g Butter in Flöckchenform gut unterrühren. Die jetzt zähflüssige Grimasse aufs Backblech giessen und mit einem leicht befeuchteten Löffel zu einem Fladen verstreichen. Den Rand etwas dicker lassen.
Die Taleggioscheiben drauflegen und so lange unter den heißen Grill stellen, bis der Käse Blasen wirft. Dann rausnehmen und die Kräuterpilze drauf verteilen, noch einmal eine Minute unter den Grill und fertig.

Manchmal sträubt sich die Polenta, sich jetzt leicht vom Backblech zu lösen. In diesem Fall muss man vorsichtig und kreativ mit einem Pfannenwender umgehen, aber egal, wie es am Ende aussieht, es schmeckt trotzdem wirklich ausgezeichnet.

Alle unsere Rezepte von A-Z gibt’s hier.

7 Kommentare

  1.   Koehler

    ….“80 g Polenta langsam reinrieseln lassen. Dabei mit der anderen Hand ständig rühren, und: nur in eine Richtung, sonst gibt’s Klümpchen!“

    Errm- links oder rechts herum rühren ????? jaa-nun…

    Was mag (pardon: wird!) Herr Artois nur dazu sagen….. lol 😉

  2.   Valerie

    Liebe, lieber Koehler.

    Geben Sie die Polenta einfach ganz ketzerisch in kaltes Wasser und kochen dann langsam unter gelegentlichem Rühren auf. So gibts garantiert keine Knöllchen.

    Gruss von Valerie

  3.   René Artois

    Der hat gerade eine feine cremige Suppe aus einer fein geschnitteten angedünsteten Zwiebel, zwei kleingewürfelten Tomaten, einem Pfund roter Linsen und ausreichend Wasser geköchelt, püriert und serviert; dem ist es vollkommen schnurz, ob rechts- oder linksrum: Hauptsache „rührt Euch!“. Klingt gut, wird demnächst probiert. Aber jetzt muß ich mein Gratin à la Normande aus dem Ofen nehmen. Mahlzeit! Wo ist der Cidre? 😉

  4.   Tiroler

    Hier handelt es sich wohl um die klassische überbackene Polenta. Warum man dieses seit langem bekannte, einfache und schmackhafte Gericht plötzlich als „Pizza“ bezeichnet, ist mir schleierhaft. Dann müsste der ähnlich geformte Kartoffelpuffer jetzt wohl auch als Pizza bezeichnet werden, am liebsten als „Pizza germanica“, um sie von der mediterranen Pizza zu unterscheiden.

  5.   René Artois

    Ach, Tiroler, der Thorsten will doch nur spielen 😉


  6. Wenn man das „Maisgries“ durch den Maisgrieß ersetzen würde,wäre es
    ein tolles Rezept.

  7.   M.B.

    Da hat sich wohl jemand sehr stark an „Kräuterolenta mit Pilzen“ (S. 264, Yotam Ottolenghi „Genussvoll vegetarisch“, ISBN 978-3-8310-1843-7, Dorling Kindersley Verlag GmbH) orientiert um nicht zu sagen abeschrieben… Wenn man schon fremde Ideen als eigene verkauft, kann man wenigstens erwähnen, was bzw. wer einen dazu inspiriert hat.

 

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