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Lachs auf Linsensuppe

 


Eine sehr feine Vorspeise für die Angestellten des El Bulli. (Dem ehemals besten Restaurant der Welt)

Für zwei Personen:
300 g Lachsfilet
400 ml Fischfond
150 g kleine Linsen
3 Kirschtomaten
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
5 Stängel Petersilie
10 Haselnüsse
Olivenöl
Thymian, Rosmarin, Lorbeerblatt
Salz

Als erstes den Lachs aus der Kühlung nehmen, um ihn auf Zimmertemperatur zu bringen.

Dann 10 Haselnüsse klitzeklitzeklein hacken und in einer mittelheißen Pfanne – ohne Öl – unter ständigem Rühren hellbraun anrösten. Die jetzt sehr lecker und aromatisch riechenden Haselnüsse sofort in ein kaltes Gefäß umfüllen, sonst bräunen sie noch nach und werden dunkelbraun und bitter.
In dieses Gefäß noch die kleingeschnittenen Blätter von drei Petersilienstängeln sowie eine durchgepresste Knoblauchzehe geben, dann noch zwei ordentliche Schuss Olivenöl dazu und alles zu einem feinen Pesto mörsern oder stabmixen.

Anschließend eine weitere Knoblauchzehe und zwei Schalotten schälen, kleinst hacken und gegebenenfalls auch zermörsern bzw stabmixen.
Einen EL Olivenöl in einer Pfanne auf mittlere Temperatur erhitzen und darin dann das Knoblauch-Zwiebel-Püree anbraten. Je eine Prise Thymian und Rosmarin sowie ein Lorbeerblatt dazugeben und unter öfterem Rühren warten, bis die Masse hellbraun wird.
Inzwischen die drei Kirschtomaten klein hacken und dann dazugeben. Alles auf kleinster Hitze vor sich hin köcheln lassen, falls die Geschichte zu trocken wird, ab und zu mal Esslöffelweise Wasser dazugeben.

Einen Topf Wasser ohne Salz aufsetzen, und die Linsen darin nach Packungsaufschrift garen. Für dieses Rezept eignen sich vor allem sehr kleine, feine Linsen wie die französischen „Le Puy“ oder die schwarzen „Beluga“ aus Kanada.

Dann – wenn nötig – den Lachs enthäuten, die Gräten mit einer Pinzette  entfernen und das Fischfilet in Würfel mit einer Seitenlänge von drei Zentimetern schneiden.
Die restlichen Petersilienblätter fein hacken.

Jetzt die Tomatensaucen-Pfanne mit 400 ml Fischfond ablöschen, einmal kurz aufkochen lassen, und dann die abgetropften Linsen dazu leeren. Ein EL Haselnusspesto unterrühren und die Suppe auf Salz abschmecken, zehn Minuten leise weiter köcheln lassen.

Die Lachswürfel salzen und auf die Linsen setzen, nach einer Minute vorsichtig wenden.

Nach einer weiteren Minute sind die Lachswürfel genau richtig, dann sofort alles auf tiefe Teller verteilen, mit kleinst gehackter Petersilie und noch je einem Klacks Haselnusspesto garniert servieren.

22 Kommentare


  1. Linsen in allen möglichen Varianten….habe ich in den vergangenen
    Wochen ausprobiert.
    Belugalinsen sind noch übrig von einem Rezept mit Espresso/Sahne Sauce,Karotten/Lauch Julienne und Gambas 🙂

    Linsen und „Fischiges“…geht gut zusammen !

  2.   hoeckt

    Coole Kommentare. Wenn die empfohlenen Linsen nicht genehm sind, wie wäre es mit gelben Linsen? Sie haben eine ähnliche Gardauer wie der Lachs und schmecken mit etwas Ingwer, Chili und Koriander köstlich.

  3.   Duchemin

    Das Rezept ist sehr gut, wie das gesamte Adria Kochbuch „Das Familienessen“, das aber auch gar nichts mit der Molekularküche zu tun hat, sondern eine Vielzahl günstiger, einfacher, schmackhafter Rezepte bietet.

  4.   kaetzchen

    Sehr lecker, gabs gestern Abend bei mir und grade die zweite Portion zum Lunch. Da ich keine Beluga Linsen bekommen habe (auch wenn sie aus Kanada kommen, die gibt’s hier nicht) hab ich rote Linsen genommen, die brauchen auch nicht lange. Und mit kanadischem Lachs ein wahres Gedicht, eigentlich viel zu schade ums alleine zu essen 🙁
    Und den Rest des Pestos kann man mit Nudeln am nächsten Tag essen.


  5. Wenn wir schon so schön beim Variieren sind:
    Linsen „tom yum“ unter Fisch oder Garnelen sind auch sehr lecker.
    Ich geh dann mal wieder welche einweichen, meine kuko-linsen aus Ossiland sind leider alle.


  6. Wo ist das Problem? Schon Luther wusste doch, daß das Essen nur dann richtig gut war, wenn alle Esser anschließend richtig rülpsen und furzen können.


  7. Habe am Schluß noch einen Schuß Noilly Prat dazugegeben…war gut 🙂


  8. Das glaube ich! Noilly Prat ist eh immer gut. Wie heißt es so schön: Ich koche gern mit Wein. Und manchmal gebe ich auch etwas davon ans Essen …

  9.   Gritzilla

    Ich habs gekocht und fand es sehr ungewöhnlich und lecker.


  10. Im El Bulli wäre der Fischfond in die Kirschtomaten injiziert worden, welche anschließend mit auf genau 8.35 Grad gekühlter Lachsgelantine ummantelt werden, beträufelt mit flüssigem Linsenextrakt. Die Tomaten würden an Haselnussnebel serviert werden und der Kellner würde einen Tropf an den Tisch rollen, um das Ganze mit rauchigem Gletscherwasser zu besprenkeln, welches einer in der Nähe gelegenen Felsenhöhle entstammt, die nur vermittels eines Tauchgangs zu erreichen ist.
    Die übrigen Zutaten würden irgendwann 10, 20 Gänge später auftauchen 😉

 

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