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Forellenfilet mit Pfifferlingen

 

Ein feiner, leichter und frühherbstlicher Hauptgang. Wer Glück mit dem Wetter hat, sollte ihn abends unter freiem Himmel mit einem guten Weißwein servieren.

Für zwei Personen:
2 Forellenfilets mit Haut
350 g Pfifferlinge
4 Scheiben Frühstücksspeck
3 EL Butter
1/2 Schalotte
1/2 Knoblauchzehe
Petersilie
Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Wer keine ganzen Forellen filetieren kann oder mag, sagt das einfach seinem Fischhändler, der erledigt das ratzfatz. Die anderen schneiden einfach alles von der Forelle weg, was nicht nach Filet aussieht …
Dann den Ofen auf 80 Grad vorheizen und schon mal zwei Teller rein stellen.

350 g Pfifferlinge putzen, das heißt alle unansehnlichen Teile wegschneiden und den Rest mit einer Pilzbürste oder ähnlichem vorsichtig sauber bürsten. Generell sollten Pilze beim Putzen – wenn möglich – überhaupt nicht mit Wasser in Berührung kommen, sie saugen sich sonst voll und man kann sie nicht mehr gut anbraten.
Die sauberen Pfifferlinge dann je nach Größe in Scheiben schneiden, vierteln, halbieren oder einfach ganz lassen.
Eine Schalotte und eine Knoblauchzehe schälen und die Hälfte davon in klitzekleine Würfel schneiden.

Zwei Pfannen auf Dreiviertelhitze bringen. Jetzt wird parallel gearbeitet, damit alles gleichzeitig fertig wird: Vier Scheiben Frühstücksspeck trocken in der kleineren Pfanne, die Pfifferlinge in der großen Pfanne und einem EL Butter anbraten.

Sobald der Speck beidseitig kross ist, kann man ihn auf einem Extrateller im Ofen warmstellen, und stattdessen bei mittlerer Hitze und im Speckfett die Forellenfilets auf der Hautseite braten. Das dauert je nach Filetgröße nur zwei bis vier Minuten, dann wenden und abseits der Hitze fertig ziehen lassen.

Die Pfifferlinge müssten mittlerweile auch schon fast so weit sein, dann noch schnell die Schalotten- und Knoblauchwürfel dazu, gut umrühren und auf kleinster Hitze fertig schmurgeln.

Kurz vorm servieren wird der Fisch noch kräftig gesalzen und die Pilze mit gezupfter Petersilie, Salz, Pfeffer, etwas Zitronensaft und noch einem EL Butter abgeschmeckt.

Die Pfifferlinge dann auf die vorgewärmten Teller verteilen, die Fischfilets drüber legen und die knusprigen Speckscheiben längs halbiert drüber stapeln.

Alle unsere Rezepte von A-Z gibt’s hier.

9 Kommentare

  1.   Dr. Huppertz

    Oh mein Gott, Sie haben die Forelle getötet!


  2. Auwei geschrieen! Massenmord an Pilzen! wie stand vor kurzem auf einer Tafel vor einem Lokal im Rheinland: „Pfrische Fifferlinge!“


  3. Klingt aber gut; werde ich am Wochenende mal nachempfinden, wenn was Vernünftiges beißt. Stelle mir als „Beilage“ Baguettescheiben mit einer nicht zu zaghaften Schicht Brillat-Savarin vor …
    Dazu ein Gläschen jüngst mitgebrachten burgundischen Aligoté. Oder zwei. Oder drei


  4. Also fettes Frischkäsebaguette und trocken-leichter Weißwein zum Fisch.

    Klingt ohne die französischen Brocken gar nicht mehr so spannend.


  5. @4: Endlich mal ein sachbezogener Beitrag 🙁

  6.   negve

    Ich kann mir nicht helfen, aber Fisch und Speck passen einfach nicht zusammen. Sobald man irgendwo Speck dazu gibt, schmeckt alles einfach nur noch geräuchert und eben nach – Speck. Vorstellen kann ich mir das schon, dass Speck für viele die Seelentrösterfunktion übernimmt.

    Viel besser vorstellen könnte ich mir z.B. geröstetes Knäckebrot als Ersatz. Nicht so dominant, lässt dem Fisch und den Pilzen mehr Raum und bringt doch diese knackige Komponente mit rein.

  7.   pekka

    @negve: die Knäckebrotwürfeln werden imho etwas zu trocken. Ansonsten würde ich weniger Speck nehmen.
    Speck passt nicht zu jedem Fisch, zu Scholle zum Beispiel aber sehr gut!

    @Rezept: klingt in der Tat sehr interessant!

  8.   Heinz Möw

    Speck passt zu vielen Fischen, mal geräucherter Speck, mal ungeräucherter. Hier zu den Forellenfilets ist m. E. ungeräucherter Frühstücksspeck vorgesehen, ein Aligoté dürfte passend sein, Frischkäse würde ich nicht dazu nehmen, eher mehr Pfifferlinge ;-))

 

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