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Junges Deutschland und Vormärz (1825-1848)

 

Überblick: Die Literatur des Vormärz ist im gleichen Zeitraum wie die Biedermeier-Literatur entstanden. Anders als die Vertreter des Biedermeier waren die Vormärz-Schriftsteller jedoch nicht einverstanden mit der konservativen Restaurationspolitik des Wiener Kongresses. Sie forderten stattdessen politische Aufklärung, Meinungsfreiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit.

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Heinrich Heine © Hulton Archive/Getty Images

Wichtige Stilformen des Vormärz sind der Brief, der Reisebericht und das politische Gedicht. Das Junge Deutschland war ein Zusammenschluss liberal gesinnter Dichter, dessen Veröffentlichungen 1835 durch den Frankfurter Bundestag verboten wurden. Heinrich Heine gehörte zu diesem Kreis. Auch Christian Dietrich Grabbe und Georg Büchner sind Vertreter des Vormärz.

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Die Epoche und ihre Merkmale

Literaturwissenschaftliche Grundbegriffe Online (LiGo.de)
LiGo ist ein Selbstlernkurs zu literaturwissenschaftlichen Grundbegriffen. Die Analyseformen für Erzähltexte (z.B. Romane) und Lyrik werden im Detail erläutert und die Kunst der Rhetorik erklärt. Was ist ein Akt, was eine Szene? Welche Erzählformen gibt es und was ist die Erzählstimme? Was ist die semantische Ebene eines Gedichts und was die narrative Struktur? Was bedeuten Alliteration, Anapher, Parallelismus und Klimax in Texten?

Restauration und Vormärz (historicum.net)
Diese Seite liefert ausführliche Informationen zur Restauration und zum Vormärz. Das Lexikon erklärt Begriffe wie Restauration, Vormärz und Literatur des Jungen Deutschlands,  es gibt eine Linksammlung und eine Bibliographie zum Thema.

Epochenüberblick Junges Deutschland und Vormärz (digitale-schule.de)
Aus diesem Epochenüberblick erfahren Schüler mehr über die philosophischen Hintergründe, die Literaten des Vormärz und bekannte Werke.

Bis unter den Zipfel der Nachtmütze (DIE ZEIT Nr. 2/1992)
Wie liberale Schriftsteller 1830/35 mit Camouflage und Ideenschmuggel die Zensur des Metternichschen Systems überlisteten.

Heinrich Heine

Heine, der Spieler (DIE ZEIT Nr. 8/2006)
Wie gelang es Heinrich Heine in kürzester Frist, zu einem der erfolgreichsten und berühmtesten Dichter seiner Zeit zu werden? Weshalb er uns immer noch entzückt.

Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen (radioWissen, BR)
Dieses Gedicht Heines gehört in die Epoche des Vormärz und nicht in die der Romantik. Denn es ist von den revolutionären Umtrieben in Frankreich und den Verhältnissen im Deutschland der Restaurationszeit inspiriert. Dieser Radiobeitrag berichtet aus Heines Leben, über das Gedicht sowie Heines bekannte Nachtgedanken.

Der deutsche Jude Heinrich Heine (DIE ZEIT Nr. 39/1960)
Heines Charakterbild schwankt in der Geschichte. Versuch einer Neuwertung alter Werte.

Amor im Säurebad (Spiegel Online, 03.02.2006)
Herz, Schmerz, Terz: Vor 150 Jahren starb Heinrich Heine in Paris. Seine in Liebeskummer getränkten Verse haben jede Mode überstanden. Ohne den Meister der Ironie gäbe es kein Feuilleton, keine Harald-Schmidt-Show. Eine literarische Safari durch Heines Welt.

Georg Büchner

Georg Büchner: Dantons Tod (goethezeitportal.de)
Dantons Tod ist eines der bekanntesten Werke des Vormärz. Auf dieser Seite finden Schüler Textauszüge aus dem Vierakter und eine kurze Rezeptionsgeschichte.

…auf einen Blick – Georg Büchner (Zentrale für Unterrichtsmedien)
Auf dieser Seite finden Schüler und Lehrer ausführliche Informationen zu Büchners Leonce und Lena, dem Woyzeck und Lenz. Es gibt einen Abschnitt zum Gottesbeweis in Dantons Tod und eine Ausarbeitung zum Motiv des Müßiggangs und der Langeweile bei Leonce und Lena. Außerdem geht es um die Krankengeschichte des Lenz und seine Äußerungen zur Kunst.

Woyzeck und die Obrigkeit (Hausarbeit an der HU Berlin, Laurent Haas)
In dieser Hausarbeit geht der Autor zwei Fragen nach: Wie beschreibt Büchner die beiden Unterdrücker, den Hauptmann und den Doktor? Welches Verhältnis hat Woyzeck zu den beiden?

So lebte er hin – Georg Büchner: Lenz (Universität Hannover)
In Büchners Novelle Lenz geht es um den Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz und dessen Lebens- und Krankheitsgeschichte. In dieser Hausarbeit hat der Verfasser die literarische Figur Lenz mit der historischen Figur des Dichters verglichen.

Georg Büchner: Immer das Hemd zuerst (DIE ZEIT Nr. 52/2002)
Wo immer man das Werk Georg Büchners aufschlägt: Die Langeweile, das gefräßige Geschwür, lähmt die Seelen der Handelnden, und was für Handelnde das sind!

Offenes und geschlossenes Drama am Beispiel von Georg Büchners Woyzeck (deutsch-digital.de)
Am Beispiel von Georg Büchners Drama Woyzeck erklärt diese Präsentation den Unterschied zwischen einem offenen und einem geschlossenen Drama.


Georg Büchner: Dantons Tod (Ausschnitte einer Theaterinszenierung, Youtube)

Büchner und die Detektive (Der Spiegel /36/1993)
Als Aufrührer wurde er steckbrieflich gesucht, als revolutionärer Dichter allzu spät gerühmt – und bis heute bieten Werk und Vita Georg Büchners viel Stoff für Streit und Spekulation. Zwei neuentdeckte Briefe erhellen jetzt die produktivste Phase aus dem kurzen Leben des Genies: Büchners politisches Exil in Straßburg und Zürich.

Weitere Autoren des Vormärz

Die Helden sind müde (DIE ZEIT 11/1999)
Immer ist Christian Dietrich Grabbe, dieser bizarre Sonderling, sich selbst in die Quere gekommen. Einen „betrunkenen Shakespeare“ hat ihn Heinrich Heine genannt. Sohn eines Zuchthausaufsehers, Alkoholiker, Exzentriker, mittelloser Poet, Spezialist fürs Unvollendete, Fragmentarische: Diese Biographie taugte perfekt zur Legendenbildung.

Georg-Herwegh-Edition (georgherwegh-edition.de)
Georg Herwegh war der berühmteste proletarische Dichter des Vormärz. Auf dieser Seite finden Schüler Artikel, die sich ausführlich mit seinem Leben, seinem Werk und seinen Korrespondenzen befassen.


Die Deutschen: Robert Blum und die Revolution 1830-1848 (ZDF-Dokumentarfilm, Youtube)
Dokumentation über die Vormärzzeit in Deutschland und den Revolutionär Robert Blum, bis hin zur Revolution von 1848.

Sie möchten noch mehr Lesestoff? Hier können Sie das Archiv von ZEIT und ZEIT ONLINE durchsuchen

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1 Kommentar

  1.   Joachim Weiser

    Heinrich Heines berühmtes Versepos »Deutschland. Ein Wintermärchen« ist nach seiner Deutschland-Reise im November 1843, die ihn just „im traurigen Monat November“, von Paris über Aachen und Köln nach Hamburg führte, entstanden. Ob der Novemer zu Heines Reise wirklich so trübe war – wir wissen es nicht.

    »Schluss mit traurig!« dachte sich auch Heine. Den äußeren Rahmen wie auch den Hintergrund von Heinrich Heines berühmtem Versepos »Deutschland. Ein Wintermärchen« bildet eine Reise, die der Autor Ende 1843 unternahm und die ihn von Paris nach Hamburg führte, um seine kranke Mutter zu besuchen.

    Heine verknüpft seine Reisebeschreibung anhand regionaler, historischer und autobiografischer Fakten mit politischen und philosophischen Betrachtungen. Dabei stellt der Dedanken-Schmuggler und Ich-Erzähler seine „illegalen“ Gedanken in den Vordergrund, die er sozusagen versteckt als „Konterbande“ (Schmuggelgut), wider das Verbot, mit sich führte.

    Trübe wie im November war jedenfalls das politische Klima in Deutschland. Heine prangert daher die politische Rückständigkeit an, die das in viele Kleinstaaten zersplitterte Deutschland kennzeichnete und die drastischen Zensurpraktiken, mit denen die freie Meinungsäußerung verhindert wurde.

    Der Staat gibt sich reaktionär und auch die nationale Eingigung funktioniert reaktionär, nämlich als Fortsetzung von Unfreiheit, im Äußerlichen als Zolldurchsuchung, im Geistigen als Zensur.

    http://www.die-biografien.de/biografien/264.php Heinrich Heine-Biografie auf http://www.die-biografien.de

 

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