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Grenzen sind toll

 

…manchmal zumindest, und ganz besonders wenn es um Abgrenzungen zwischen CDU und NPD geht.

In Erstgenannter gibt es diverse Querschläger, die im SPD-CDU Einheitsbrei unter Bundeskanzlerin Merkel die „ursprünglichen Themen“ der Partei nicht mehr richtig vertreten sehen. So machen sie mit rechtsextremen Äußerungen auf sich aufmerksam und erhalten dann auch noch Lob von der NPD. Hier muss eine stärkere Abgrenzung und Ablehnung stattfinden, es muss gezeigt werden, dass so etwas in einer „Volkspartei“ keinen Platz hat. Wenn Zivilcourage gefordert wird, muss sich dies logischerweise auch innerparteilich zeigen und nicht versucht werden es um des Image Willens zu vertuschen. Dies hätte schon bei Mügelns Bürgermeister durch die FDP geschehen müssen und es muss auch in der CDU passieren. Denn wie sollen sich die Menschen dieses Staates dazu animiert fühlen, energisch gegen Neonazis vorzugehen, wenn dies auch in den etablierten Parteien nicht geschieht?


5 Kommentare

  1.   Robert

    Also eine Sache verstehe ich nicht ganz. Man kann der CDU nun viele Fehler vorwerfen aber diese Partei auch nur annährend mit der NPD zu vergleichen, ihr gar rechtsextreme Äußerungen vorzuwerfen halte ich für äußerst fragwürdig. Es zeigt doch viel mehr, dass hier wohl alte, wirklich alte Vorurteile bedient werden. In diesem Sinne! Prost, es lebe der pseudo intelektuelle Stammtisch!


  2. inwiefern kann man denn nicht? ich spreche doch nicht von der cdu als ganzes, sondern vom „rechten rand“ der cdu – und das eben dieser rechte rand neonazis mehrfach vorlagen geliefert haben und das sich auch unter der cdu menschen tummeln, die vermutlich nah am ideologischen konzept der jungen freiheit sitzen. ich sage nicht, dass die cdu rassistisch ist – aber individuen in ihr, bewegen sich gefährlich nah am rechtsradikalismus. und das muss die CDU ahnden, da muss sie eben abgrenzen.
    würde ich der cdu einen ebenso rassistischen grundgedanken wie der npd unterstellen, wäre eine forderung nach abgrenzung ja sinnlos. oder?

  3.   Horst Müller

    Interessant, daß diese Vorwürfe an solcher Stelle nicht z.B. gegen Oskar Lafontaine erhoben werden. Dessen unsägliche Aussagen über Fremdarbeiter böten da ausreichend Potential. Allerdings fällt auf, daß die CDU sogenannten Linksintellektuellen gern als Zielscheibe ihrer Ambitionen dient. Die Frage sei erlaubt ob es hierbei wirklich immer um die Sache geht, denn derartige Umtriebe des „Fischens am rechten Rand“ gibt es nun wirklich im gesamten Parteienspektrum, wie obiges Beispiel belegt…


  4. nun, der herr lafontaine hatte einfach keinen aktuellen bezug. oô ich habe diesen vorwurf ja auch gegen die FDP erhoben, schlicht, weil es noch im gedächtnis war. keine sorge, lafontaine sehe ich da genauso kritisch. er ist mir nur nicht eingefallen, mein aufhänger war nunmal ein artikel, bei dem es um die cdu ging. aber wenn ich meinen text so ansehe: ich erhebe diesen anspruch durchaus an alle „etablierte[] parteien“. 😉

    das eine konservative partei viel öfter ideengeber für den rechten rand ist, will ich in dem zusammenhang allerdings auch nicht verschweigen. „zuwanderung in unser sozialsystem stoppen“ als wahlplakat vor dem sonnenblumenhaus in rostock hat schon sehr fremdenfeindliches niveau, dass sich von pds bis spd noch keiner gewagt hat (oder? man nenne mir ein derartiges programm.). und neben dem leider ab und zu auftretendem „fischen am rechten rand“ durch äußerungen einzelner politiker ging die CDU da definitiv schon weiter – weiter als die anderen parteien. das sowas zugelassen wird ist das eigentliche problem.

    ich gebe dir insofern allerdings recht, dass diese abgrenzung durch alle parteien stattfinden muss.

    PS: diese wahlplakat habe ich irgendwann auf einem bild im netz gefunden und gespeichert. da ich aber nicht weiß, wem es gehört und wo ich es herhabe, kann ich es aufgrund des copyrights nicht einfach hochladen um es euch zu zeigen – sorry!


  5. Ein Beispiel für mangelnde Trennschärfe der CDU nach rechts ist die Junge Union in Mecklenburg-Vorpommern – einem Land das sich ändern muss… Dort waren zwei nicht unwichtige Junge-Union-leute bei dem traditionellen Nazimarsch in Neubrandenburg am ersten Mai dabei. (Siehe z.B. „Endstation Rechts“ im Netz). Und die partei hat dazu nichts gesagt, es gab nur eine läppische Geldstrafe…

 

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