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Offizielle Zahlen der Bundesregierung

 

Ich habe gerade die offiziellen Zahlen zu Überfällen mit rechtsradikalem Hintergrund in diesem Jahr gelesen. Die Zahl der Überfälle bleibt weiterhin auf sehr hohem Niveau. Traurig, aber wahr: Die Zahl der verletzten Opfer steigt weiter an. Die Übergriffe werden brutaler. Was mich nur wundert: Warum kommt der einzig regelmäßige Protest aus dem Lager der linken Partei? Von denen erwartet man es doch am ehesten. Aber müssten sich nicht auch die in der Mitte verankerten Volksparteien viel stärker mit dieser Problematik ausseinandersetzen, Stellung beziehen und sich dagegen engagieren? Sich mündlich dagegen zu postionieren ist die eine Sache. Dem Gesagten auch Taten folgen zu lassen die andere.

Hier der Artikel:

tagesspiegel.de

25 Kommentare

  1.   Roman (22)

    Leider ist genau das das Problem. Die Parteien sind zu sehr in Wahlkampf und gegenseitige Schuldzuweisungen für alle möglichen Probleme der Gesellschaft verstrickt.
    Gegen Rechts wird nur gequakt, wenn es von der Öffentlichkeit gerade erwartet wird.
    Und mit dieser Haltung kann die deutsche Gesellschaft offensichtlich sehr gut leben.
    Der Rechtsextremismus gilt immer noch als Randerscheinung, „das gibts nur im Osten so hart, bei uns nicht.“
    Ich komme aus dem Saarland und erlebe es hier tagtäglich, wie es diese „Randerscheinung nur im Osten gibt.“
    Wünschenswert wäre ein parteienübergreifendes Bündnis gegen Rechts, eine Initiative bei der die Wählerstimmen mal vergessen werden und die Parteien der Mitte zusammenarbeiten.
    Aufklärung und Solidarität sind gefragt, kein Kleinkrieg um Wählerstimmen.

  2.   Andre

    Wenn man sich die Zahlen mal genau anschauen würde, könnte man beobachten, das der größte Teil der Straftaten gewaltfrei waren, da meistens irgendwelche Symbole getragen wurden oder Parolen die gerufen wurden.
    Aber es ist nicht wunderlich das Nazis hier wieder als die Schläger überhaupt dargestellt werden. Aber wenn man mal fernsehen schaut oder Nachrichten hört, kann man meist nur antifaschistische Steinewerfer und Randalierer sehen…


  3. unter rechtsextreme straftaten fallen nicht nur antisemitische. ich würde frech behaupten, dies ist sogar die minderheit.
    afrikaner erkennt man eben leichter, zynisch ausgedrückt.


  4. als ob wirklich strukturiert und durchgängig projekte gefördert werden. das sind immer tropfen auf den heißen stein, kurzfristige sachen, die nach einem jahr wieder gestrichen werden. oder es sind projekte, die sich mit den menschen, die sich bereits zuvor intensiv damit beschäftigten, nicht auseinander setzen wollen und daher auch die falschen ansätze nutzen.

    und in gebieten, wo es wirklich dringend ist, kann man keine gegenprojekte finanzieren bzw. die stadt mit geld für den kampf gegen den rechten rand ausstatten – weil sie teil des problems sind. resp. kein problembewusstsein haben.

    im gegenteil: es FEHLT an finanzierung.

  5.   joachim

    an andre:

    das sind aber nicht „irgendwelche symbole“, vielmehr ist nur das tragen verfassungsfeindlicher symbole strafbar. und hinter solchen symbolen steckt nunmal meistens die alte ns-ideologie…

  6.   Roman H.

    @Taucha: Sie verstehen da etwas falsch.
    Ich kann auch nach zehnmaligem Durchlesen nicht ein Wort in meinem Beitrag finden, dass ich Leuten verbieten will ihre Meinung zu sagen.
    Rechtsextreme Gewalt und Intoleranz, Folgen mangelnder Aufklärung und Xenophobie sind die Sachen, gegen die unsere Regierung gemeinsam vorgehen soll.
    Die NPD kann von mir aus weiterbestehen und erzählen was sie will, aber dass sie als reiner Ankläger ohne tatsächliche Lösungen dasteht, dass rechte Gewalt, die sich mittlerweile lange nicht nur gegen Ausländer richtet tatsächlich hier existiert, und nicht davon verschwindet, dass man sich wegdreht und so tut als würde man es nicht sehen, dass sind Dinge, die den Leuten klargemacht werden müssen.
    Und ein parteienübergreifendes Bündnis würde auch der Bevölkerung klar machen, dass die Politiker es ernst meinen, und nicht nur gerade etwas unternehmen weil sie auf Stimmenfang sind.


  7. @taucha:
    mit dem geld werden aufklärungskampagnen finanziert, kulturelle alternativen, letztlich auch werbung für die projekte und für zivilcourage, etc., beratung für ausstiegswillige, werbung für demos werden organisiert.
    gekämpft wird gegen ausländerfeindlichkeit, verallgemeinerungen, antidemokratisches gedankengut, homophobie, unterdrückung von andersdenkenden, halt letztlich das spektrum von ideologie, was die NPD so abdeckt. ganz grob gesagt.

  8.   Peter

    @Johannes

    aber sie wollen ja auch ( mit steuergeldern ) andersdenkende unterdrücken. und das werfen sie der npd vor.

  9.   Steffske

    Lieber Peter,

    typische NPD-Argumentation. Die Realität ist, dass Nazis die einzige Gruppe sind, denen ein auf Rasse und homgener Kultur basiertes totalitäres Gesellschaftsystem vorschwebt. Genau deswegen wird das bekämpft. Das ist nicht undemokratisch, sondern schützt die Demokratie.

 

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