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Dossier: Die Jugendarbeit der NPD

 

Patrick Gensing hat ein Dossier über die NPD-Jugendarbeit geschrieben. Viel Wissenswertes über Kinderzeltlager, Jugendorganisationen und die braune Musikindustrie. Als pdf zum kostenlosen Herunterladen.

Jugendoffensive von rechts (PDF-Dokument)

6 Kommentare

  1.   Ole Tillmann

    In der Tat sehr lesenswert. Dieses Dossier bestätigt alle Befürchtungen. Das die NPD und die JN auf die Jugend und somit auf Langfristigkeit setzen halte ich für das grösste Problem. Die sogenannte Graswurzelrevolution festigt sich offensichtlich schon in manchen Gebieten. Deswegen glaube ich auch, das ein Teil einer erfolgreichen Strategie gegen Rechts die finanzielle und personelle Unterstützung sozialer staatlicher und auch ehrenamtlicher Alternativen zu eben diesen von Partick Gensing beschriebenen Jugendeinrichtungen der JN sein muss. Hinzu kommt auch noch das sich diese Personen in den betroffenen Gebieten der Hilfe sicher fühlen müssten. Da repressive Gewalt gegen nicht-rechte Jugendliche in einigen Teilen Deutschlands mittlerweile normal sind, müsste zuätzlich gesichert sein, das der Staat mit allen ihm zu Verfügung stehen Mitteln für die Sicherheit dieser Organisationen sorgt.

  2.   Zagreus

    Diese Rechtsextremen machen wirklich gute Arbeit.
    Und wenn man einmal zwischen den Zeilen liest nach dem, WAS sie anbieten, dann muss man sagen: noch viel bessere Arbeit sogar – denn sie offerieren etwas – und der einzige Widerpart geht von den fast gleichgesinden Linken aus. Sicherlich nicht in der Verehrung NS-Ideologischen Rassengedanken sowie entsprechenden daraus abgeleiteten Wertungen. Aber in sehr vielen Dingen wie Kapitalismuskritik, Globalisierungskritik (nicht „Ängste“ – denn das setzt voraus, dass die Globalisierung, wie sie momentan abläuft, so auch richtig und gut eigentlich wäre) bis hin zu Naturschutz, Jugendorganisation usw…
    „Abschreiben“ kann man nur dann, wenn man das, was man abschreibt, selbst auch so oder zumindest hinreichend ähnlich sieht – unterschied scheint hier primär dann nur noch im zu ergänzenden „Nationalgut“ zu liegen.
    Und das ist etwas „positives“ – weil es einen positiven Wert offeriert.
    Wenn man davon ausgeht, dass Menschengruppen sich über Symbole konstituieren, und aus denen dann in irgendwelcher Hinsicht Werte und Unterscheidungsnormen abgeleitet werden, dann funktionieren diese Symbole als auch Werte/Normen als relgulativa innerhalb dieser Gruppierungen konkret immer in Verbindung mit entsrechenden Mythizismen (- Geschichte, die man sich erzählt und die das eigensein erklären sollen.) „Deutsch“ ist wie jede andere Volks- bzw. Nationalzugehörigkeit genau soetwas. Nun kann man negative geschihcten erzählen oder positive. Negative ist die „ewige schuld“, verquickt mit „Deutschsein ist schlecht irgendwie“ – überstzt heißt das dann: DU bist schlecht, weil du ein Deutscher bist bzw. – schulig… Anders läuft es bei einer Glorifizierung des Nationalen und hier wohl auch: des Nationalsozialismus ab. Es wird etwas positives, weil es positiv konnotiert wird durch diese Geschichten – heisst: es macht denjenigen, der das hört und für sich anerkennt zu einen positiven menschen als deutschen. Darin liegt genau die sogwirkung in meinen Augen von solchen Gruppierungen AUCH. Verstärkt wird es einfach noch durch etwas anders: diese Leute TUN etwas – sie bieten nunmal Freizeit, Spass, Musik, Uniform, Werte, Geschichten usw… an – sie bieten also einen Kult an und sie sind für die Menschen da, im wahrsten Wortsinn sogar – die restlichen Parteien sind höchstens mal mit Wahlplakaten da und mit irgendwelchen durchgeknallten, hochmütigen Politikern, die die Menschen mit ihren Ängsten nicht ernst nehmen – und als Lehrer im schlechten Sinne nur in Erscheinung treten bzw. so wahrgenommen werden.

    p.s.: Nazis werden eingeordent als: „Rechtsextreme“ und nicht als „Rechte“ – denn das hiesse sonst: Rechts zu sein ist Rechtsextremistisch bereits – das ist eine riesige Difamierung sehr vieler Menschen – die man wegen ihrer konservativeren Einstellung traditionell als „Rechts“ bezeichnet.

  3.   kl. Arschloch

    also das Ausnutzen des eigenen Versagens in Bezug auf Jugendarbeit einem politischen Gegner anzulasten, dass ist wirklich das allerletzte.

  4.   PR

    wie meinst du das denn?

  5.   Oliver

    Vor allem:
    Warum meinst Du das?
    Man muss an seinen Interessen anknüpfen und an dem, was man besser machen will, als sein „Gegner“.
    Wenn man der Meinung ist, dass die anderen zu wenig für die Jugend tun, muss man sich selbst um die Jugend kümmern.
    Wenn man der Meinung ist, dass die aktuellen Politiker zu wenig für das Volk einsstehen, muss man selbst aktiv werden und es machen.
    Wer etwas ändern will, sollte bei sich selbst anfangen und es weitergeben.
    Dadurch, dass die NPD die einzige Partei ist, die etwas macht, wird sie später natürlich für die heutigen Kinder die einzige Alternative sein. Der Rest hat sich ja nicht um sie gekümmert!
    Damit will ich jetzt keine Propaganda für die NPD machen, sondern erklären, warum sie es machen und warum sie damit so erfolgreich sind. Klar steht als Hintergedanke der Stimmenfang, aber das ist nunmal bei Parteien so. Jeder will schließlich nach oben.
    Man darf bloß nicht im selben Zug andere Parteien in den Dreck ziehen. Sie können äußern, was sie besser machen würden, als andere, aber sie dürfen die anderen Parteien halt nicht beleidigen.


  6. […] immer noch nicht ausfindig gemacht haben? Und uns lieber an einzelne Debatten klammern, als wirkliche – in der Regel flächendeckend-strukturelle – Probleme in den Griff zu bekommen? […]

 

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