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„Ich habe nichts gegen Juden, aber…“

 

Eine schon vor einiger Zeit veröffentlichte Studie der Amadeu-Antonio-Stiftung zeigt, dass bei vielen 13 – 19jährigen Vorurteile gegenüber Juden vorhanden sind. Diese Vorurteile führen häufig zu offen antisemitischen Einstellungen, so lautet das erschreckende Ergebnis der Untersuchung.

Irgendwas müsse doch faul sein an den Juden, sonst hätte man sie im Dritten Reich doch nicht verfolgt – so oder ähnlich argumentieren erstaunlich viele der befragten Jugendlichen. Obwohl die meisten Jugendlichen wenig Kontakt zu jüdischen Altersgenossen haben, werden sie von vielen als eigenständige nationale Gruppe wahrgenommen, weshalb sie von einem Teil der Befragten nicht als gleichberechtigt gesehen werden: Die Aussage „Die in Deutschland lebenden Juden sollten in allen Bereichen die gleichen Rechte haben wie die übrigen Deutschen.“ lehnten demnach 23 % der Jugendlichen ab! Das Stereotyp vom „reichen Juden“ sei ebenfalls noch sehr weit verbreitet, obwohl die meisten überhaupt keine jüdischen Menschen in ihrem Bekanntenkreis haben.
Die Studie gibt hilfreiche Ansatzpunkte für die (Bildungs-)Arbeit gegen den erschreckend hohen Antisemitismus unter Jugendlichen. Lest doch mal rein!