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Steht der Sturz von Udo Voigt (NPD) bevor?

 

Die NPD hat es seit Monaten schwer: Diskussionen über das Verhältnis zu den autonomen Nationalisten, schlechte Wahlergebnisse und eine äußerst angespannte Gesamtsituation infolge von finanziellen Unregelmäßigkeiten. Nun scheint der Bundesvorsitzende Udo Voigt (NPD) auch innerparteilich immer stärker unter Druck zu geraten.

Als aussichtsreiche Nachfolger Voigts auf dem Wahlparteitag im Mai 2008 können die beiden Fraktionsvorsitzenden Udo Pastörs und Holger Apfel gelten. Apfel jedoch ist ein Zögling Voigts. Dass er sich an dessen Sturz beteiligen könnte, gilt daher als unwahrscheinlich. Voigt (geb. 1952) ist bereits seit 1996 Bundesvorsitzender der NPD.

Somit könnte sich letztlich Udo Pastörs Hoffnungen auf Voigts Nachfolge machen. Er hat sich in den letzten Monaten vor allem aufgrund seiner radikalen Reden auf Demonstrationen innerhalb der rechten Szene großes Ansehen erarbeitet. „Wenn wir den Anspruch haben, richtig nach vorn zu kommen, dann müssen wir in den eigenen Reihen Fehlentwicklungen korrigieren“, sagte Pastörs gegenüber der „Berliner Zeitung“. Die Arbeit in Schwerin mache ihm zwar Spaß: „Im Notfall jedoch stehe ich bereit.“ Breite Unterstützung für den amtierenden NPD-Bundesvorsitzenden sieht anders aus.

michael-schaefer
weitere Informationen: http://www.endstation-rechts.de

27 Kommentare

  1.   M.

    Hallo, wir haben deinen Beitrag gelöscht, weil er gegen die Blogregeln verstoßen hat //Mod. JoWo

  2.   Gram

    Soweit man das als Außenstehender beurteilen kann, stellte Pastörs sicherlich eine weitere Radikalisierung – vor allem auch verbal und habituell – dar.
    Allerdings bleibt abzuwarten, ob sich die Deligierten tatsächlich zu einer solchen Neuwahl begeistern ließen, zumal nicht ersichtlich ist, was Pastörs besser als Voigt gemacht hätte. Eigentlich ist Pastörs ja Nutznießer der 96 von Voigt eingeleiteten Strategie und ohne den Einzug des wohl ungeliebten Apfels in den LT Sachsen 04, hätte es wohl auch keine Fraktion in MVP gegeben. Aber was zerbreche ich mir den Kopf der nationalen Sozialisten….


  3. @ Gram: Naja, aber klug waren Ihre Überlegungen schon (:-)

  4.   olli

    Pastörs? Das ist ja wohl ein Scherz! Dieser Aushilfs-Goebbels bekommt ja nichtmal ne halbwegs anständige Rede im Landtag MV hin. Den ersthaft in Betacht ziehen zu müssen zeigt wiedermal, dass der „Kampf um die Köpfe“ in der NPD bislang gründlich gescheitert sein muss…

  5.   Gram

    Hm, klug, naja. Trotzdem Danke.

    Den Westen kann die NPD flächendeckend vergessen. Das einzige was da geht sind kommunale Antritte (keine 5% Hürde) und die Antritte um zum einen bundesweit Antrittsfähig zu bleiben und zum anderen den LVs Finanzierungsoptionen zu sicheren (über 1% = Wahlkampfkostenerstattung). Ansonsten ist dort nichts zu holen. Zu asozial, zu sozialistisch, zu NS-behaftet, zu schlechtes Personal.

    Im Osten sieht es für sie besser aus. Zum einenem ist der linke Einschlag dort sozialisationsbedingt und der anderen Arbeitsmarktgegebenheiten wegen etwas erfolgversprechender, als im Westen. Zum anderen wird es schon aus demographischen Gründen im Osten nicht viel besser werden, sprich der Überschuß junger, formal schlecht gebildeter Männer die nicht in die Situation kommen werden eine Familie zu gründen und unterhalten zu können, wird der NPD auf jeden Fall als Reservoir bleiben. Besser als Millionen gegen rechts, die nur arbeitslosen linken Sozialpädagogen und der politischen Hegemonie der Linken dienen, wäre hier der Versuch junge Frauen zum dableiben zu bewegen, indem man Anreize schaft. Hier ist also Wirtschaftspolitik gefragt und nicht der Sozialingeneur.

    Aber gut, den Antifaschisten geht es ja auch nicht darum, denn was wären Antifaschisten ohne Faschisten.

  6.   Klaus Behn

    Hallo, wir haben deinen Beitrag gelöscht, weil er gegen die Blogregeln verstoßen hat // Mod. JoWo

  7.   ElRayo

    Ich habe selten einen so hanebüchenen Käse gelesen, Gram!

    Das kann ich sagen, weil ich schon sehr lange Antifaschist bin und ausgezeichnet OHNE Faschisten leben könnte.

    Den Rest des Textes von Dir kann man auch in der Pfeife rauchen: was bitte soll an dieser „Partei“ denn sozialistisch (oder überhaupt bloß mal politisch) sein ?


  8. Da gebe ich doch glatt mal eine Leseempfehlung ab, wäre fast auch einen eigenen Beitrag wert:

    Wolfgang Weiß:

    „‚Residualbevölkerung‘ ist ein relativ unscharfer bevölkerungsgeographischer Arbeitsbegriff der modernen Migrationsforschung. Er dient der Kennzeichnung struktureller Besonderheiten einer regionalen Bevölkerung, die lang anhaltende, selektive Abwanderungen erfahren hat, wobei sich die zur typischen Struktur der Migranten komplementären Eigenschaften verfestigen. In den ländlichsten Räumen Deutschlands östlich der Elbe findet dieser Prozess ungestört bereits in der dritten Generation statt. Als Determinanten der Migration dominieren Alter, Geschlecht und Qualifikation, wobei im Saldo – vor allem verglichen mit anderen Räumen – gut ausgebildete junge Frauen mit einem streng arbeitsweltlichen Migrationsmotiv an der Abwanderung überproportional beteiligt sind. Seit 1990 hat diese Entwicklung flächendeckend alle neuen Bundesländer inklusive fast aller Zentren erfasst. Das führte im demographisch aktiven Alter zur Verwerfung der Sexualproportionen mit einem Frauendefizit von rund 15 %. Dieses Maß ist statistisch relativ leicht zugänglich und somit ein guter Indikator für regionale Schwächen der Arbeits- und Lebensbedingungen, aber zugleich auch ein Katalysator für Folgeprobleme vor allem in den sozialen Beziehungen, denn die entstehenden Männergesellschaften neigen zur Veränderung gesellschaftlicher Wertmaßstäbe.“

    http://www.bib-demographie.de/nn_750522/DE/Publikationen/Zeitschrift/2006/heft34weiss.html

  9.   paule

    Wobei man zu Gram anmerken darf, dass sich weder Antifaschisten Faschisten nur ausdenken noch umgekehrt. Allerdings besteht die beschriebene Symbiose zwecks Lebensinhalts(er)findung durchaus und auch mit der genannten Wirkung, die man oft genug erkennt, wenn man mal sieht, was da alles so als „faschistisch“ verunglimpft wird.

  10.   ich nu wieder

    und noch mehr probleme für herrn voigt: jetzt ist er auch noch wegen volksverhetzung angeklagt:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,543245,00.html

 

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