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Auf Wiedersehen!

 

Hiermit verabschiede ich mich vom Störungsmelder. Ich arbeite an zwei langfristigen Projekten, bin beim NDR eingespannt, habe meinen eigenen Blog – da habe ich einfach nicht den Kopf frei für weitere Aufgaben.

Danke für die Zeit und die Aufmerksamkeit, alles Gute den Machern und Lesern, viele Grüße

Patrick Gensing

15 Kommentare

  1.   Zagreus

    Mach es gut, Patrick, und hab erfolg bei deinem weiteren Lebensweg.
    Wir haben wohl nicht viel miteinander diskutiert und sind sind sicherlich in vielen bereichen so gar nicht einer meinung, aber trotzdem alles gute dir.

    mit freundlichen Grüßen

    Zagreus

  2.   Judith

    Finde ich nicht gut, dass so viele prominente Kämpfer gegen rechtes Gedankengut diesem Projekt den Rücken zuwenden und die Menschen vor Ort mit den rechten Problemfällen allein lassen. So wichtig und ernst gemeint kann der Kampf gegen Rechts dann nicht sein. Ich bin enttäuscht, dass jeder nur an seine Karriere denkt und die Menschen in no-go-Gebieten immer weniger wissen, was zu machen ist und wie die Probleme bekämpft werden können. Anscheinend interessiert das niemanden hier. Dann sollte man Störungsmelder gleich schließen, wenn es nicht funktioniert. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Von den Stars diskutiert hier sowieso niemand, die machen das nur wegen des Images und dass sie den Fans Gutes vorgaukeln können. Also schließt den Laden und lasst alles den Bach runter gehen. Dann haben die Rechten halt gewonnen.

  3.   Kiel

    Tschö Patrick, mach et jut! Und schau mal wieder rein.

  4.   Christian Bangel

    Liebe Judith,

    soweit ist es noch lange nicht. Nicht mit dem Kampf gegen die Nazis und nicht mit dem Störungsmelder. Wir waren und sind ein Medium mit wechselnden Autoren, von denen immer mal wieder einige gehen, während andere kommen. Zu Beginn hatten wir hier viele Alltagsgeschichten, später kamen dann mit Matthias Brodkorb eher tiefere politische Diskussionen, während Patrick uns mit wertvollen Hintergrundinformationen versorgte. Wir arbeiten gerade daran, den Fokus mit weiteren neuen Autoren, die wir hoffentlich sehr bald vorstellen können, ein weiteres Mal zu erweitern.
    Das einige häufiger, andere manchmal, wieder selten schreiben, ist nicht schön, aber zu verzeihen. Niemand verdient mit diesem Projekt auch nur einen Cent, viele Autoren sind Studenten oder freie Journalisten und müssen sich ihren Lebensunterhalt verdienen. Dafür – das ist einer der Vorteile dieses Blogs – schreibt hier niemand, weil er muss. Jeder der hier versammelten hat Geschichten zu erzählen, die uns weiterhelfen und wichtige Diskussionen entfachen können.
    Und ich verspreche, dass es bald noch mehr davon gibt.

    Bitte bleib uns gewogen und gib den Mut nicht auf. Die Nazis werden nicht gewinnen.

    Christian

  5.   Regor

    Der bisherige Einsatz der „prominenten Kämpfer“ hier hat mich wenig überzeugt, es kommen zu wenige Beiträge, das Niveau der Beiträge von Kavka und Heufer-Umlauf z.B. ist niedrig, beide bieten in erster Linie „Betroffenheit“ oder provokanter: „Nazi-Grusel“. Da Gensing Medienprofi ist, hat er wohl schnell erkannt, wie dürftig „Störungsmelder“ im Grunde ist. Mit der Diskussionsmoderation könnte er aber einverstanden sein, denn rund 30% aller Beiträge werden beantandet bzw. durch Löschungen verstümmelt. Das ist beim NPD-Blog noch krasser … da darf nur kommentieren, wer Gensings Tafelbilder abgeschrieben hat. Kritische Kommentare = Nazi = Löschung. Zurück zum Störungsmelder (SM): Es scheint so, daß man hier nicht an einer Diskussion interessiert ist, sondern einer der „prominenten Kämpfer“ etwas vorgibt und man dann seitens SM rund 80 affirmative Kommentare anstrebt, in denen das Vorgegebene dupliziert, dem Tenor zugestimmt oder zum weiteren „Kampf gegen Rechts“ aufgerufen wird. Nein, ich bin kein Nazi :-)) Ja, ich halte an der Demokratie fest …

  6.   Sven

    Lieber Regor,

    Du bist offenbar neu hier. Gensing hat von Beginn an (also seit November 07) hier mitgeschrieben. Was immer er also erkannt hat, er hat es nicht schnell erkannt, sondern ganz lange ganz wichtiges geschrieben.
    Naja, und mit deiner Kritik am Störungsmelder sagst Du auch nichts Neues. Eines der Kernprobleme dieser Seite ist, dass sie Rechtsextremisten davon abhalten muss, Diskussionen zu sabotieren. Dass und wie sie das tun, ist hier sehr schön dargestellt.
    Seit das Projekt läuft, haben sich einige wenige Rechtskonservative und viele Rechtsextremisten über „Betroffenheitsgetue“, „Gesinnungsterror“ und „linksliberale Meinungsdiktatur“ beschwert.
    Solltest Du zum rechtskonservativen Lager gehören: Du befindest Dich hier auf einer Seite, die sich mit dem Rechtsextremismus und Strategien gegen ihn befasst. Natürlich löschen die hier Beiträge, in denen argumentiert wird, dass die kriminellen Ausländer Schuld an der Fremdenfeindlichkeit seien. Ebenso wenig kann man zulassen, dass in einer Diskussion über PRO-Köln die Demokratiefeindlichkeit des Islam thematisiert wird.
    Guck Dir mal die Foren von welt.de an. Dort siehst Du, was passiert, wenn man nicht verhindert, dass Nazis vom Thema ablenken.
    Als undemokratisch würde ich das nicht bezeichnen. Kein Ort im Internet ist öffentlicher Raum. Überall ist Privatgelände, auf dem jemand das Hausrecht ausübt. Das ist okay, denn auch Nazis können sich einen solchen Ort schaffen. Es gibt ja auch youtube-Channels und Seiten gegen linksextreme Gewalt. Nur schaut die eben niemand an. Erfolgreicher ist da politically incorrect, die es offenbar besser als Nazis schaffen, Interesse zu binden. (Tschuldige, ich schweife ab, will dir auch nicht unterstellen, dass du Nazi bist.)
    Zum Kern: Ja, Diskussionen sind hier erwünscht und laufen auch gut. Allerdings ist das Thema immer: Was tun gegen Rechtsextremismus? Nicht Ausländerextremismus, nicht Linksextremismus.
    Gut, oder?

  7.   jetrca

    Judith>
    Ich Entnehme Deiner Stellungnahme daß Du dem Rechtsextremismus gegenüber sehr engagagiert, oder aber von ihm betroffen bist. Erzähle uns bitte möglichst viel von Deinem Engagement oder Deiner Betroffenheit bzw. wen Du kennst, für den wo ein NoGoArea besteht, um andere zu warnen oder in ihrem Engagement die Richtung zu weisen.
    Danke voraus.

  8.   Regor

    Lieber Sven,
    dann nehme ich meinen Kommentar zu Gensings Mitarbeit bei SM zurück (jedoch nicht zu Gensings NPD-Blog). Ok, verstehe ihr wollt keine „Diskussionssabotage“ von Rechtsextremen. Kurz die Frage: Warum widerlegt ihr nicht einfach das Argument „Ausländergewalt führt zu Ausländerfeindlichkeit“ anstatt es bequem zu löschen?
    Grundsätzlich gilt doch: Beiträge können gelöscht werden, die vortragenden Personen nicht. Mit Ping-Pong-Diskussionen, die das Vorgegebene nur minimal informativ ergänzen, bejubeln oder appellativ verstärken wird wenig bewegt. In der ZEIT war 2007 mal ein Artikel von Christoph Seils zu lesen, in der er den „Kampf gegen Rechts“ kritisch analysiert hat. Tenor: Er bleibt oftmals in der gut gemeinten Geste stecken und will diese gewinnen, die sowieso gegen Rechts als Sammelbegriff sind. Er
    beantwortet z.B. nicht die Frage, wie man z.B. NPD-Wähler wieder für die Demokratie gewinnen will, ohne sie zunächst einmal als Bürger anzuerkennen und ihre Probleme ernst zu nehmen. Die Verächtlichmachung wird im Grunde das Gegenteil bewirken, es entsteht eine Wagenburg-Mentalität, die die Hardcore-Kader ausnutzen („die da oben“). Die ca. 800.000 NPD-Wähler der letzten BT-Wahl wird man mit der ganzen Mischung aus komischen Elementen (um diese lächerlich zu machen), mit der medial verstärkten moralinsauren Verachtung und dem Ausruf „Rechte sind doof und haben kleine Pimmel“ (so ein Anti-Rechts-Aufkleber) nicht zurückgewinnen können. Übrigens auch nicht mit dem Ausschluß von Diskussionen, um panisch eine „Wortergreifungsstrategie“ zu verhindern, die NPD-Kader, aber nicht Wähler und Anhänger fahren. SM, NPD-Blog und das niveaumäßig unterirdische Netz gegen Nazis („mein Sohn hat ein T-Shirt mit einem Adler drauf, soll ich die Polizei einschalten oder reicht Hausarrest?“) multiplizieren sich im Grunde mit sich selbst. Dies ist schade und auch mutlos. Wenn alle „prominenten Kämpfer“ hier nur immer wieder erzählen wie „Scheisse Nazis sind“, wird auf Dauer wenig geschehen, auch mit 4000 Zugriffen pro Tag.

  9.   Kiel

    Kurz die Frage: Warum widerlegt ihr nicht einfach das Argument “Ausländergewalt führt zu Ausländerfeindlichkeit” anstatt es bequem zu löschen?

    Lieber Regor, ich lösch hier gar nichts. Ich sage nur, dass ich das für richtig halte. Diese Frage, die Du erwähnst, ist hier im Blog bereits gefühlte zehntausend Mal beantwortet worden. Darum geht es Leuten, die grundsätzlich was gegen den Kampf gegen Rechtsextremismus haben, aber gar nicht. Sie wollen Diskussionen verhindern, umlenken und sich selbst ein Forum verschaffen.
    Das Ziel einer Diskussion hier ist aber ein Konsens oder zumindest ein Austausch über die zu ergreifenden Maßnahmen gegen die eine oder andere Form des Rechtsextremismus. Es geht hier nicht darum, ob Nazis nicht vielleicht doch recht haben. Wenn einer diese Prämisse nicht teilt, weil er selbst Rechtsextremist ist, fehlt die Grundlage.

    Er beantwortet z.B. nicht die Frage, wie man z.B. NPD-Wähler wieder für die Demokratie gewinnen will, ohne sie zunächst einmal als Bürger anzuerkennen und ihre Probleme ernst zu nehmen.
    […]
    Die ca. 800.000 NPD-Wähler der letzten BT-Wahl wird man mit der ganzen Mischung aus komischen Elementen (um diese lächerlich zu machen), mit der medial verstärkten moralinsauren Verachtung und dem Ausruf “Rechte sind doof und haben kleine Pimmel” (so ein Anti-Rechts-Aufkleber) nicht zurückgewinnen können.

    Das der eine oder andere Kommentierende hier manchmal überzieht, kann ja sein. Dennoch machen sich die wenigsten lustig über NPD-Wähler. Im Gegenteil, das ist ein schweres Problem. Das man dieses Phänomen und die Wähler mit ihren verschiedenen Motivationen, Nazis zu wählen, ernst nehmen muss, beweist ja die schiere Existenz dieser Seite. Das heißt aber nicht, dass ich als Besucher über jedes Stöckchen springen muss, dass mir Funktionäre hier hinhalten. Unabhängig davon, dass wir Probleme mit de Integration haben und die wirtschaftliche Lage schlecht ist, ist es Konsens der meisten hier, dass Rechtsextremismus keine Antwort ist. Wo ist das Problem? Die Gesellschaft diskutiert bereits auf vielen Foren die Problem, die nicht nur Nazis, sondern vor allem demokratische politische Kräfte ansprechen.

    SM, NPD-Blog und das niveaumäßig unterirdische Netz gegen Nazis (”mein Sohn hat ein T-Shirt mit einem Adler drauf, soll ich die Polizei einschalten oder reicht Hausarrest?”) multiplizieren sich im Grunde mit sich selbst.

    Seh ich nicht so. Sowohl diese Seite als auch NPD-Blog und NGN erfüllen eine Informationsfunktion. Noch vor wenigen Jahren wussten die meisten nichts über Wortergreifungsstrategie, Ethnopluralismus und die Neue Rechte. Nazis wenden Strategien an, die auf den ersten Blick nicht so leicht erkennbar sind. Darüber muss man aufklären.
    Ich glaube, Kiel hat es eben schon erwähnt: Die NPD lässt in ihrem Forum keine „Rotfaschisten“ und „Gutmenschen“ zu. Bei der jüngsten Tagung des Instituts für Staatspolitik wurden Journalisten nicht zugelassen, weil sie angeblich Kampagnenjournalismus betrieben. Wieso sollten die Demokraten, die sich gegen den Rechtextremismus engagieren, Nazis an jeder ihrer Debatten teilhaben lassen, wenn auch diese das nicht tun Und wieso glaubst Du, dass die Nazis die Sorgen der Menschen ernst nehmen?

  10.   Ingo

    Kurz die Frage: Warum widerlegt ihr nicht einfach das Argument “Ausländergewalt führt zu Ausländerfeindlichkeit” anstatt es bequem zu löschen?

    Zuerst lass mich einmal festhalten, dass das kein Argument ist.
    Jetzt stellt sich die Frage, was wer wie mit so einer Aussage bezwecken will.
    Zum Einen frage ich mich, ob wir hier im Kindergarten sind. „Buhu, der hat mir mit seiner Schippe übern Kopp gehauen, also darf ich ihm Sand in die Augen streuen und ihn schlagen!“ Was bitteschön ist das bitte für eine Art? Vor allem: Was bitteschön ist das für eine Art, so sich zu rechtfertigen?

    Es ist viel zu einfach und eindimensional gedacht. Das Problem der Ausländerkriminalität ist ein vielschichtiges Problem, welches nicht so einfach mit einem Patentrezept aus der Welt geschafft werden kann und dementsprechend eine Menge Abstraktionsvermögen und vor allem Empathie von jedem verlangt. „Haudraufrethorik“ und dumpfe Parolen sind da natürlich viel einfacher.

    So, also, was soll so eine Aussage? Sie dient nur zur Kaschierung und Rechtfertigung von eigenen kriminellen Handlungen.

    Es gibt natürlich Menschen, die Gleiches mit Gleichem vergelten, aber so etwas ist natürlich wenig praktikabel. Jeder sollte den Gegenüber mit so viel Respekt behandeln, wie er selbst behandelt werden möchte und er sollte anderen nichts antun, was er nicht selbst am eigenen Leibe erfahren möchte (Stichwort Empathie).

    Somit ist dieses „Argument“ nichts anderes als eine billige und viel zu einfache Ausrede, um sein eigenes Fehlverhalten zu kaschieren und ein Versuch, die Diskussion, die hier eigentlich um den Abschied von PG, dem ich hiermit alles Gute auf dem weiteren Weg und viel Erfolg wünsche, wieder in Richtung der üblichen und unsäglichen Schlagworte der Rechtsextremen zu lenken.

    Jetzt müsste ich mich fragen, warum ich überhaupt antworte.

    Nun, so einen Schwachsinn will ich dann doch nicht unkommentiert lassen!

 

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