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Berliner Nazitreffpunkt fristlos gekündigt

 

Das neue Nazizentrum in der Lückstraße in Lichtenberg muss schließen. Am Freitag kündigte der Vermieter fristlos den Vertrag. Bis zum kommenden Donnerstag muss das ehemalige Ladengeschäft geräumt sein. Neonazis hatten die Räume über einen Tarnverein angemietet, der angibt „sozial engagiert“ für Jugendliche aktiv zu sein.

Alle Gründungsmitglieder sind bekannte Rechtsextremisten, die zum Teil bereits wegen Gewalttaten verurteilt wurden. Vorsitzender des Vereins ist NPD-Politiker Sebastian Thom, der auf Platz acht der Landesliste zur Wahl kandidiert und für einen brutalen Angriff auf einen PDS-Stand 2006 zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt wurde.

Der Hausbesitzer wusste nichts von dem rechtsextremen Hintergrund des Vereins und dessen Absicht in den Räumen einen Nazitreffpunkt einzurichten. Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich (Linke) lobte das „vorbildliche Verhalten“ des Vermieters. Der Bezirk werde alles tun, um ihn bei einem möglichen Rechtsstreit zu unterstützen. Lichtenberg galt viele Jahre als rechtsextreme Hochburg. „Wir werden es nicht zulassen, dass die Rechten sich hier erneut breit machen“, sagte Emmrich am Freitag.

„Ich bedauere diesen Vorfall sehr und hoffe, dass die Öffentlichkeit und vor allem andere Vermieter nun gewarnt sind“, sagte der Vermieter. Man dürfe nicht zulassen, dass Rechtsextreme immer wieder versuchen, Hausbesitzer über ihre Absichten zu täuschen und sich somit Räume zu erschleichen.

3 Kommentare


  1. […] 18 Uhr beginnt zudem am S-Bahnhof Ostkreuz eine Demonstration nach Lichtenberg, die sich gegen das neue Nazizentrum in der Lückstraße […]


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  3. […] Polizei konnte die Rechtsextremisten rechtzeitig stoppen. Nachdem die Gruppe am Abend noch in einem Nazizentrum in Lichtenberg gefeiert hatte, kam es in der Nacht zu einem versuchten Angriff mit Äxten und Pfefferspray auf […]

 

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