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Kirchen mobilisieren nach Dresden

 

Unter dem Motto „Nächstenliebe verlangt Klarheit – Kein Naziaufmarsch, nirgendwo“ rufen inzwischen über 300 PolitikerInnen, BischöfInnen, PfarrerInnen, TheologInnen, EKD-Synodale und kirchlich Engagierte zu einer Beteiligung an den Blockaden gegen den Neonaziaufmarsch am 13. Februar 2012 in Dresden auf. Zu den ErstunterzeichnerInnen des Aufrufs gehören u.a. die Bundestagsvizepräsidenten Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) und Wolfgang Thierse (SPD), die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands, Ilse Junkermann, der Hannoveraner Landesbischof Ralf Meister sowie Oberkirchenrat Christhard Wagner aus Thüringen und Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).

Anlaufpunkt für alle diejenigen, die sich am Montag, den 13.Februar 2012 an dem christlichen Sammelpunkt im Kontext der Proteste von „Dresden Nazifrei!“ beteiligen wollen, ist ab 16:30 Uhr der Dippoldiswalder Platz in Dresden-Mitte. In dem Aufruf der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) heißt es dazu: „Gerade als Christinnen und Christen sind wir aufgefordert uns der menschenverachtenden und menschenfeindlichen Ideologie der Neonazis massiv entgegenzustellen. Wir laden alle Menschen ein, sich am 13. Februar 2012 unter dem Motto „Nächstenliebe verlangt Klarheit – Keine Naziaufmärsche, nirgendwo“ an unserem christlichen Blockadepunkt zu beteiligen.“

„Wir freuen uns, dass wir mit unserem Aufruf auch eine Debatte über kirchliche Beteiligung an den Protesten gegen Neonazis angestoßen haben,“ so der Sprecher_innenrat der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus. „Angesichts der tödlichen Dimension von Rechtsextremismus und Rassismus halten wir es für notwendiger denn je daran zu erinnern, dass gewaltfreie Blockaden gegen Neonazis eine Gewissensentscheidung sind und zum Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gehören.“

Der ganze Aufruf steht online unter www.bagkr.de