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Nazigruppe „Freies Netz Süd“ verboten

 
FNS- Kundgebung in Nürnberg, die meisten tragen rote T-Shirts
„Aggressiv-kämpferischen verfassungsfeindlichen Bestrebungen“ – FNS-Kundgebung in Nürnberg.

Bayerns Innenministerium hat heute mit sofortiger Wirkung das Neonazi-Netzwerk „Freies Netz Süd“ (FNS) verboten. Das Verbot kommt wenig überraschend, ist aber trotzdem ein schwerer Schlag für die bayerische Nazi-Szene. Als Grund führt das Ministerium an, dass das FNS „die aggressiv-kämpferischen verfassungsfeindlichen Bestrebungen der 2004 verbotenen ‚Fränkischen Aktionsfront‘ an deren Stelle weiter verfolgte.“ Im Zuge des Verbots wurden „auch Vermögen Dritter beschlagnahmt und eingezogen, mit dem die verfassungsfeindlichen Bestrebungen des ‚Freien Netzes Süd’ vorsätzlich gefördert wurden“, teilt das Innenministerium mit. Neben der FNS-Immobilie in Oberprex (Oberfranken) betrifft dies vor allem den vor Ort ansässigen Szene-Versand „Final Resistance“. Seit Jahren sind FNS-Mitglieder immer wieder durch schwere Gewalttaten, Volksverhetzung und andere Straftaten aufgefallen.

4 Kommentare

  1.   Frank Thorn

    Die biertreuen Kameraden sollten dankbar sein, dass ihr Freizeitclub aufgelöst wurde. Von ihm ging Lebensgefahr aus und zwar für sie selbst. Die Club-Ideologie umfasst auch die Befürwortung von Massakern an der eigenen Bevölkerung, wie es während des Dritten Reichs, des Reichs der Folterkeller, der Vernichtungs-Kliniken und der Tötungslager alltägliche Massenmordpraxis war. Bei der Euthanasie-Aktion T 4 wurden 275.000 Menschen getötet, die als „unnütze Fresser“ und Ballastexistenzen“ bezeichnet wurden. Werden also die biertreuen Kameraden heute, wenn sie aufgrund eben dieser ihrer Treue zum Bier („Meine Ehre heißt Treue“) frühzeitig der Alkohol-Demenz entgegendämmern und somit selbst zu „unnützen Fressern“ und „Ballastexistenzen“ geworden sind, außerdem Pflege rund um die Uhr brauchen und die anderen Biertreuen von politischer Aktion abhalten, werden diese biertreuen Kameraden dann als „unwertes Leben“ von den anderen Biertreuen euthanasiert, ganz im Sinne der Club-Ideologie?

  2.   Irmela Mensah-Schramm

    Höchste Zeit und da hat Bayern verdammt lange gezögert!

    In der ganzen Republik fand und vernichtete ich die liderlichen Sticker von FNS und es kann mir dennoch immer wieder passieren, das die Polizisten mir verbieten wollen, diesen Mist weg zukratzen

  3.   Ernst G.

    Wie will man etwas verbieten, das es längst nicht mehr gibt?
    Das FNS ist in neuen Strukturen aufgegangen. Den Innenminister hat man an der Nase herum geführt. Die Nazis waren durch den Landtagsbeschluss vorgewarnt und hatten viel Zeit, seelenruhig Material verschwinden zu lassen (Absicht, bei all den bekannten Verwicklungen des VS, der Polizeien?). Kennt man eigentlich alle die Erddepots rund um die Nazi „Wohnorte“?
    Andererseits ist es gut, dass rechtsstaatliche Prinzipien es erforderlich machen, ein Verbot fundiert auszuarbeiten und begründet zu sehen. Es wird sich zeigen, wie gut das IM vorbereitet hat. Der nächste logische Weg wäre nun, sofortiger Verbotsantrag des III. Wegs auf Bundesebene, bevor diese Kameraden Luft holen können. Alles andere wäre eine Farce!


  4. […] Dortmund 25.09.2012 Besseres Hannover 18.02.2013 Nationale Sozialisten Döbeln 23.07.2014 Freies Netz Süd 29.10.2015 Sturm 18 Kassel von Johannes Radke / Artikel drucken / Teilen Facebook […]

 

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