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„SS-Siggi“ verprügelte Taxifahrer

 
Siegfried Borchardt (links im Bild)
Gewaltbereiter Neonazi Siegfried Borchardt (links im Bild) © Christian Martischius

Der stadtbekannte Dortmunder Neonazi Siegfried Borchardt, Spitzname „SS-Siggi“, wurde am Donnerstag vom Bochumer Landgericht zu acht Monaten Haft auf Bewährung sowie 100 Sozialstunden verurteilt. Er hatte vor zwei Jahren einen Taxifahrer verprügelt.

Die Tat ereignete sich am 1. September 2012. Borchardt hatte sich mit dem Taxi nach Herne fahren lassen, wurde jedoch nach der Ankunft handgreiflich. Dabei schlug er dem Fahrer mehrmals mit der Faust auf den Kopf und ins Gesicht. Danach verließ das Geschehen ohne den Fahrpreis zu bezahlen, welcher später durch eine Begleiterin beglichen wurde.

Bereits im Juli 2013 hatte ihn das Amtsgericht Herne-Wanne zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt, Borchardt ging daraufhin in Berufung. Verteidigt wurde er von dem Bochumer Rechtsanwalt André Picker, welcher bereits mehrere Neonazis juristisch vertrat und Mitglied in der rechtspopulistische Kleinstpartei „Pro NRW“ ist.

Ein politischer Hintergrund für die Tat scheint unwahrscheinlich. Borchardt gab an, zur Tatzeit betrunken gewesen zu sein und sich an den genauen Ablauf des Abends nicht mehr erinnern zu können. Zudem entschuldigte er sich für den Übergriff.

Siegfried Borchardt ist allerdings in Gewalttaten kein Unbekannter und stand schon mehrmals wegen ähnlicher Delikte vor Gericht. In den 80er Jahren gründete er die rechtsextreme Hooligangruppe „Borussenfront“, welche in ihrer aktiven Zeit für zahlreiche Übergriffe auf Migranten und Linke verantwortlich war. Darüber hinaus lässt sich Borchardt zum harten Kern der Dortmunder Neonaziszene zurechnen, bis vor wenigen Jahren war er dort noch einer der tonangebenden Akteure. Er zog sich dann aber langsam zurück. Zuletzt hatte er im Dortmunder Stadtrat ein Mandat für die Partei „Die Rechte“ inne, wurde dann aber nach kurzer Zeit von dem deutlich jüngeren Neonazi Dennis Giemsch abgelöst, der als Führungsfigur innerhalb der Partei gilt.

Ob die damalige Tat eventuell im Zusammenhang mit Frust über das kurz zuvor ausgesprochenen Verbot des „Nationalen Widerstand Dortmund“ stand, blieb unklar. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig.

6 Kommentare

  1.   LKom

    Die Quelle – RuhrNachrichten – hätte man aber fairerweise mal nennen können …

  2.   Irmela Mensah-Schramm

    Ach ja, die Rechtskriminellen, die zu gern mit Hilfe der verhassten Demokratie die erfundenen „Linkskriminellen“ ausschalten wollen,- wie auch immer!
    Manchmal gelingt es ihnen, wenn man von staatswegen mal wieder blind ist auf dem rechten Auge, das wäre ohnehin nicht neu!

  3.   Antifa BW

    Der hinter dem Borchert auf dem Foto ist ebenfalls ein bekannter Neonazi! Den sieht man oft auf diversen Nazidemos!

  4.   hubi

    Der oben links in der Ecke ist ebenfalls sein bekannter Neonazi! Den sieht man auf JEDER Nazidemo!


  5. […] Verbindung von Hooligans und Neonazikameradschaften bemüht ist. Er stand erst vor kurzem wieder wegen einer Gewalttat vor Gericht. Das Wort ergriffen die anwesenden Neonazis zwar nicht, aber die freundschaftliche Begrüßung […]

  6.   sigi

    Nazis raus Nazis bitte weg,
    Got oh Got was für ein Dreck !!!

 

Kommentare sind geschlossen.