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ZEITmagazin-Abend mit Chilly Gonzales

 
Chilly Gonzales, Pianist and Entertainer. Christoph Amend, Chefredakteur ZEITmagazin 

Beim ZEITmagazin-Bühnengespräch im Berliner silent green Kulturquartier hat der Musiker Chilly Gonzales am Montag Abend sich anderthalb Stunden mit Chefredakteur Christoph Amend über seine Musik und sein Leben unterhalten – und sich zwischendurch immer wieder ans Klavier gesetzt. Der Kanadier, sein bürgerlicher Name ist Jason Beck, erzählte, wie ihn der Chansonnier Charles Aznavour mal zusammengestaucht hat, als er zehn Minuten zu spät im Tonstudio eintraf – um ihn am nächsten Tag zu bestrafen, in dem er kommentarlos eine Stunde später kam. Er berichtete, wie er die Studentinnen und Studenten seiner Musikschule, dem Gonzervatory, in das Studio von Daft Punk geführt hat, ohne ihnen vorher zu erklären, dass sie gleich Thomas Bangalter treffen würden, einen der beiden legendären Musiker, die sichseit Jahren hinter Masken verstecken. Wie es war, als ihm ausgerechnet sein eigener Vater den Rap-Star Drake vorstellte, der zufällig in dieselbe Wohnanlage gezogen war, und was er von seiner musikalischen Wegbegleiterin Peaches gelernt hat. Er erzählte auch von seinen Flops und Niederlagen, davon wie er sich in seinen Berliner Jahren als Barpianist in Hotels und Restaurants durchgeschlagen hat, von der Konkurrenz zu seinem älteren Bruder, der ein erfolgreicher Hollywood-Komponist geworden ist. Am Klavier spielte er Stücke von seinem neuen Album Solo Piano 3 gespielt, führte vor, was genau das Besondere an Under Pressure von Queen und David Bowie ist. Am Ende des Abends gab es eine echte Weltpremiere, einen neuen Rap-Song, den er zum ersten Mal öffentlich spielte. Der gesamte Auftritt ist hier zu sehen. 

Sophie Passmann
Ronja von Rönne, Anna von Raison

Fotos: Phil Dera für DIE ZEIT

 

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