Rieke Havertz

Wie unsere falsche Eilmeldung zum NPD-Urteil zustande kam

Dieser Text erscheint in unserem neuen Glashaus-Blog. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie hier.

Am Dienstag hat das Bundesverfassungsgericht über den Antrag geurteilt, die NPD in Deutschland zu verbieten. Die Richter haben entschieden, dass die rechtsextremistische Partei nicht verboten wird. Wer ZEIT ONLINE auf Twitter und Facebook folgt oder unsere Eilmeldungen auf sein Smartphone bekommt, bekam um kurz nach 10 Uhr eine falsche Information. "Bundesverfassungsgericht verbietet NPD" stand darin. Das ist ein Fehler, der nicht hätte passieren dürfen und für den wir uns entschuldigen.

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Karsten Polke-Majewski

How Our „What We Know“ Articles Are Produced

This article appears in our new blog "Glass House," in which we provide a transparent look at how we make our journalistic decisions.

Lesen Sie die deutsche Version hier.

The truth is that we often know very little. In the case of significant, developing stories, we initially find ourselves confronted with more questions than answers -- whether it is the attack on the Charlie Hebdo editorial offices or the Bataclan concert hall in Paris, the attack in Nice, the shooting in Munich or, most recently, the attack in Berlin. Weiter"How Our „What We Know“ Articles Are Produced"

 
Karsten Polke-Majewski

Wie unser „Was wir wissen“ entsteht

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Read the English version here.

Die Wahrheit ist: Wir wissen oft sehr wenig. Bei großen Nachrichtenlagen, die sich gerade erst entwickeln, steht am Anfang meist ein großes Fragezeichen – sei es beim Anschlag auf Charlie Hebdo oder das Bataclan in Paris, beim Anschlag in Nizza, beim Amoklauf in München oder nun beim Anschlag in Berlin.

Wenn man alles mediale Rauschen unterdrückt, das die Ereignisse auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin hervorgerufen haben, wenn man alle Spekulation, alles Entsetzen, alle Meinung wegnimmt und nach den puren Fakten fragt, bleibt auch einige Tage nach dem Vorfall nicht viel übrig: Ein Sattelschlepper ist durch die Gasse eines Weihnachtsmarkts gefahren. Zwölf Menschen sind tot, 45 sind teils schwer verletzt. Der Täter ist geflohen. Das ist der Kern dessen, was wir sicher wissen.
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Till Schwarze

Wann ist eine Nachricht für uns eine Nachricht?

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Tausende Informationen erreichen uns jeden Tag über die Nachrichtenagenturen, über Twitter, Facebook, über unsere Korrespondenten und Reporter, über andere Medien. Diese Informationen kommen zu uns ungefiltert, unsortiert, in einem nie versiegenden Strom: "Donald Trump ernennt Exxon-Chef zum Außenminister", "Syrische Armee richtet Zivilisten hin", "Superheldin Wonder Woman nicht mehr länger UN-Botschafterin", "Fanta-4-Manager findet Musikgeschäft nur halb so glamourös wie gedacht" … Weiter"Wann ist eine Nachricht für uns eine Nachricht?"

 
Markus Horeld

Wann wir die Herkunft eines Tatverdächtigen nennen

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Spätestens seit den Übergriffen in der Silvesternacht von Köln wird diskutiert, ob der Pressekodex, den sich die Medien selbst gegeben haben, noch zeitgemäß ist. Es geht dabei nur um einen kurzen Absatz, die Ziffer 12.1:

"In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht." Weiter"Wann wir die Herkunft eines Tatverdächtigen nennen"

 
Markus Horeld

Warum wir fast nie über Straftaten berichten

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Berichten oder nicht berichten? Dutzendfach stellt sich der Redaktion von ZEIT ONLINE diese Frage täglich. Ist eine Nachricht für uns relevant? Schreiben wir eine schnelle Meldung? Schicken wir einen Reporter? Bilden wir ein Rechercheteam? Unser redaktionelles Angebot ist nichts anderes als ein vorläufiges Abbild dieser vielen kleinen und großen Entscheidungen.

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Jochen Wegner

Willkommen im Glashaus

Es gibt nur wenige journalistische Projekte bei ZEIT ONLINE, die mehr Zeit benötigt haben als dieses: Heute startet das Glashaus, unser neues Transparenz-Blog. Seit vielen Jahren wünscht sich unsere Redaktion einen Ort, an dem wir die internen Debatten über unsere Arbeit hin und wieder nach außen tragen können. Dann etwa, wenn wir nach ausführlicher Diskussion in unserer Konferenz wieder einmal *nicht* über ein Thema berichten. Die Liste der Nachrichten, die wir bewusst ignorieren, ist lang.

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