Sixt antwortet auf Diskriminierungsvorwürfe

Von 11. November 2009 um 17:22 Uhr

Soeben errreicht mich über Konstantin Sixt folgende Stellungnahme der SIXT AG zu den auf der “Achse des Guten” erhobenen Vorwürfen, ein türkischer Kunde sei beim Versuch ein Auto zu leihen diskriminiert worden:

“Stellungnahme der Sixt AG
Sixt ist als internationaler Mobilitätsdienstleister in mehr als 100 Ländern weltweit tätig. Wir sind ein weltoffenes Unternehmen, das seinen Erfolg dem Vertrauen von Kunden auf der ganzen Welt verdankt. Auch die mehr als 3.000 Mitarbeiter von Sixt gehören vielfältigen Nationalitäten und Kulturen an. Seit vielen Jahren sind Toleranz und Respekt gelebte und prägende Bestandteile unserer Unternehmenskultur.


Selbstverständlich bieten wir unsere Dienstleistungen allen Kunden ungeachtet ihrer nationalen Herkunft an. In der Autovermietung folgen wir dabei der branchenüblichen Regelung, wonach Kunden zur Anmietung eines Fahrzeugs einen gültigen Führerschein und einen gültigen Personalausweis oder Reisepass vorlegen müssen.


In aller Regel handelt es sich dabei um Dokumente aus einem Land.
An einer Vermietstation von Sixt hat ein türkischer Kunde bei der Fahrzeuganmietung nicht Dokumente eines einzigen Landes, sondern einen deutschen Führerschein und einen türkischen Personalausweis vorgelegt. Diese ungewöhnliche Kombination hat bei unseren Mitarbeitern Verwunderung ausgelöst. Dennoch hätte der Kunde auf dieser Basis selbstverständlich ein Sixt-Fahrzeug erhalten müssen. Unsere Mitarbeiter haben in dieser Situation falsch und unangemessen reagiert und dem Kunden kein Fahrzeug übergeben. Daraus sind dem Kunden erhebliche Unannehmlichkeiten entstanden. Wir bedauern diesen Vorfall sehr und haben uns bei dem Kunden in aller Form entschuldigt.


Zugleich weist Sixt mit Nachdruck den Vorwurf der Diskriminierung zurück. Diese Unterstellung entbehrt nicht nur im vorliegenden Fall, sondern in allen anderen Geschäftsabläufen von Sixt jeder Grundlage.”

Kategorien: Debatte, Integration, Türkei
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Ist wiederspruechlich zur ersten Darstellung. Damit bleibt der Fall halt im Spekulativen. v0v

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    • 11. November 2009 um 17:38 Uhr
    • Sebastian Ryll
  2. 2.

    Na bitte geht doch. Viel geschrieben nichts gesagt.” Wir haben zwar unsere Mietbedingungen, aber das muss man nicht so ernst nehmen.” Die Frage bleibt, was sagt Herr Sixt nur den Angestellten am Counter, die sich an die vorgeschriebenen Regularien gehalten haben, von denen er selbst jetzt plötzlich nichts mehr wissen will?

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    • 11. November 2009 um 17:48 Uhr
    • riccardo
  3. 3.

    Und der link zu Zellers Kommentar “Schlimme Verhältnisse” fuehrt jetzt zu Vera Lengsfelds Doppeltagebuch. Der unspruengliche Beitrag existiert nicht mehr.

    Wohl doch kein chronisches Eierschaukeln bei achgut.

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    • 11. November 2009 um 17:50 Uhr
    • Sebastian Ryll
  4. 4.

    Wie sollte Sixt auch sonst auf die Vorwürfe reagieren ohne massiv Kunden zu verlieren?

    In jedem Management-Seminar lernt man, wie man mit Reklamationen umgehen sollte. Das wichtigste ist zuhören, den verärgerten Kunden ernst (und ihm so den Wind aus den Segeln) nehmen und kulant sein.

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    • 11. November 2009 um 17:50 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  5. 5.

    @ HJS
    Sixt ist also insgesamt ein smartes Unternehmen.

    @ Sebastian Ryll
    “Und der link zu Zellers Kommentar “Schlimme Verhältnisse” fuehrt jetzt zu Vera Lengsfelds Doppeltagebuch.”
    Lol! Schon der von JL zitierte Achgut-Beitrag war kaum so gedacht, dass hier irgendetwas angeprangert werden sollte, aber immerhin doppeldeutig. Zellers Kommentar aber war so billig und schäbig, dass man bei Achgut jetzt wohl die Notbremse gezogen hat. Das war mindestens so nötig wie bei Sixt, aber bei weitem nicht so elegant:-) Zeller ist mit Abstand der prolligste Draufhauer bei Achgut. Wie lange noch?

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    • 11. November 2009 um 18:13 Uhr
    • AM
  6. 6.

    Sagen wir doch so, Sixt überläßt halt seinen Angestellten eine Entscheidungsfreiheit, von “Kunde” zu “Kunde” unterschiedlich zu entscheiden. Wenn halt einer wie “Black” bei Sixt arbeitet, dann kann man sich gut vorstellen, was er alles vom türkischen Kunden verlangt.

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    • 11. November 2009 um 18:58 Uhr
    • docaffi
  7. 7.

    Ja sicher. Wer hat schon je von Türken gehört, die einen deutschen Führerschein haben? Gibt’s ja gar nicht!

    Und meiner deutschen Cousine mit ihrem kanadischen Führerschein hätten sie bestimmt auch kein Auto vermietet.

    Von Diskriminierung keine Spur.

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    • 11. November 2009 um 19:41 Uhr
    • Sonja
  8. 8.

    @ AM
    “Schon der von JL zitierte Achgut-Beitrag war kaum so gedacht, dass hier irgendetwas angeprangert werden sollte,…” — Bei aller, auch von mir schon vorgebrachten, gerechtfertigten Kritik (kleine Zwischenfrage: Was veranlasst Sie zu dieser These?) an “achgut”, so muss man doch anmerken, dass hier eine Lawine losgetreten wurde, die die Firma Sixt versucht, schon im Ansatz zu ersticken. Wenn die “Hürryet” und andere Publikationen diesen Fall aufgreifen und auch in der Türkei bekanntmachen, was meinen Sie, wie sich das auf die Umsätze von Sixt in der Türkei auswirkt? Insofern finde ich die Wirkung des “achgut”-Beitrags sehr positiv und begrüße, dass das widerliche Machwerk von Bernd Zeller inzwischen verschwunden ist.
    Ich denke, dass man bei Sixt eifach des schnöden Mammons wegen die Hosen voll hat. Die Stellungnahme von Sixt halte ich für nicht überzeugend und auch nicht glaubwürdig. Man schiebt die Verantwortung den Angestellten in die Schuhe, was leider nicht weiter ungewöhnlich ist und zu erwarten war.

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    • 11. November 2009 um 20:03 Uhr
    • Antonio
  9. Kommentar zum Thema

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