Ein Blog über Religion und Politik

Anders Breivik, Multikulturalist

Von 20. April 2012 um 11:42 Uhr

Interessantes Stück von Brendan O'Neill in Novo, das Motive enthält, die ich hier auch schon einmal angeschlagen hatte (und auch hier, unter dem Aspekt "Multikulti von rechts"):

Die dunkle Ironie hinter den von Anders Behring Breiviks im Gerichtssaal vorgetragenen Tiraden gegen den Multikulturalismus ist, dass seine eigene Weltauffassung ebenfalls mit dieser spalterischen Ideologie durchsetzt ist. (...) enthüllt sowohl sein Aufruf, „seine Kultur“ [2] zu respektieren als auch die paranoide Überzeugung, „seine Kultur“ sei von gefühllosen Funktionären und dem ungehobelten Pöbel bedroht, dass er selbst dieser multikulturellen Perspektive anhängt. Die Selbstwahrnehmung als Angehöriger einer bedrohten Kultur, sein widerliches Selbstmitleid, seine Paranoia darüber, dass seine Traditionen von anderen mit Füßen getreten werden: All diese hanebüchenen Ideen entspringen letztlich der Ideologie des Multikulturalismus.
(...) Diese Besessenheit mit der eigenen kulturellen Identität und der Wunsch, einen Schutzschild um sie herum zu errichten, so dass sie bloß nicht von externen Kräften bedroht wird, ist reiner, unverfälschter Multikulturalismus. Es ist das gleiche Denken, das auch die moderne multikulturelle Maschinerie und deren Protagonisten motiviert, Respekt gegenüber verschiedenen „Identitäten“ durchzusetzen.
Breivik ist eindeutig durch Identitätspolitik und nicht durch altmodische religiöse Überzeugungen motiviert. (...) Grundlegend für seine Besessenheit ist die Idee einer immanenten „Identität“ mit festen kulturellen Merkmalen, wie man sie auch von Mainstream-Multikulturalisten kennt. Auch hier findet sich eine „Identitätsideologie“, nämlich die Überzeugung, jeden Menschen in vorgefertigte und nie veränderbare kulturelle Schubladen quetschten zu können – Weiß, Moslem, Schwarz – und das jede dieser Schubladen vor Spott und Respektlosigkeit geschützt werden müsse.
Eine andere Sache, die Breivik mit den Multikulturalisten teilt, ist ein mächtiges Gefühl kultureller Paranoia: Er glaubt, „seine Kultur“ befinde sich in einem Belagerungszustand. Normalerweise kämen nur Multikulturalisten auf die Idee, dass Minderheitskulturen, wie z.B. die islamische, durch Wellen von Islamophobie und allgemeiner Ignoranz bedroht seien. Für Breivik hingegen ist es die Mehrheitskultur – die weiße christliche Identität – die diesmal durch die „islamische Kolonisierung Europas“ und auch wieder durch die Ignoranz der breiten Öffentlichkeit bedroht sei [6] (die Durchschnittsbürger werden seiner Meinung nach durch die Medien in die Irre geführt). Dies sind zwei verschiedene Versionen der gleichen kulturellen Panik, die durch die multikulturelle Perspektive befördert werden. Tatsächlich ist es bemerkenswert, wie viel Breivik mit den von ihm so verachteten Islamisten gemein hat. Wo Islamisten, auch unter dem Einfluss des Multikulturalismus, behaupten, ihre kulturelle Identität sei durch „Neue Kreuzzüge“ des Westens gegen den Islam bedroht, sieht auch Breivik seine kulturelle Identität durch Kreuzzüge aus der entgegengesetzten Himmelsrichtung bedroht – durch die von Osten kommende „Islamisierung“. So werden beide Gruppen gleichermaßen völlig paranoid gemacht, indem sie ermutigt werden, ein obsessives Verhältnis zu ihren angeblich fragilen Identitäten zu entwickeln.
Breivik ist nicht der unerbittliche Feind des Multikulturalismus, als den er sich selbst gerne darstellt, er ist vielmehr dessen Produkt. Er ist ein monströses Geschöpf des Multikulturalismus. (...)

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Leser-Kommentare (10)
    10:45
    Geistige Breivik’s
    von Pehag
    dürfte es noch viele geben, welche die überhandnehmende Islamisierung Europas nicht einfach totschweigen wollen. Mit diesem Schauprozess und den einseitigen Medienstimmen, wird das Problem nur kurzfristig übertüncht.


    +++ Liveticker zum Breivik-Prozess +++: „Der Fall ist klar. Ich bin zurechnungsfähig“ – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/ausland/terror-in-norwegen/liveticker-zum-breivik-prozess-das-ziel-war-alle-zu-toeten-_aid_740267.html

    • 20. April 2012 um 11:57 Uhr
    • FreeSpeech
  2. 2.

    11.55 Uhr: Der Angeklagte soll die norwegische Kultur beschreiben, die er durch seine Taten beschützen wollte: „Es ist einfach alles. Die Art, wie wir sprechen, die Disziplin an den Schulen, die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen.“

    Fehlt bloss noch Mutti

    http://www.focus.de/politik/ausland/terror-in-norwegen/tid-25555/liveticker-zum-breivik-prozess-das-ziel-war-alle-zu-toeten-_aid_740267.html

    • 20. April 2012 um 12:21 Uhr
    • FreeSpeech
  3. 3.

    Aha, und nun?
    Was soll diese intellektuelle Turnübung denn nun bewirken?
    Ist man sich über das wahre Ausmaß der von bestimmten politischen Kräften und Staaten auf diesem Erdball gezielt geförderten Islamophie immer noch nicht bewusst?
    Wenn User hier von einem Schauprozess sprichen, so kann damit nur gemeint sein, dass Breivik im Recht handelte, dass unsere Staats- und Justizapparate längst nur noch im Interesse der Araber oder Türken, der PLO arbeiteten, dass unser Fernsehen Pallywood sei, und, und, und.
    Der Weg ist verdammt kurz von dieser Haltung, zu PI-news, Nicht-mit-uns, ILI, Grüne Pest, Achse-des-guten-, zu den Stadtkewitz‘, Wilders, Straches.

    • 20. April 2012 um 12:25 Uhr
    • Krischan
  4. 4.

    @ Krischan

    „Ist man sich über das wahre Ausmaß der von bestimmten politischen Kräften und Staaten auf diesem Erdball gezielt geförderten Islamophie immer noch nicht bewusst?“

    Wen zählen Sie zu diesen Staaten? Iran? Saudi-Arabien? Pakistan?
    oder Israel und/oder die USA?

    • 20. April 2012 um 12:30 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  5. 5.

    Alter Hut:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Ethnopluralism

    (der deutsche Artikel ist förchterlich, unverkennbar eine Spielwiese von Clemens H.)

    • 20. April 2012 um 12:36 Uhr
    • Dochwiederda
  6. 6.

    @ Krischan

    Hier hat kein User von einem Schauprozess gesprochen. Das oben ist das Zitat eines Kommentares auf FOCUS.

    • 20. April 2012 um 12:37 Uhr
    • FreeSpeech
  7. 7.

    @ FS # 6

    Nach dem Motto, noch mal langsam 😉

    • 20. April 2012 um 12:41 Uhr
    • Dochwiederda
  8. 8.

    @ Dochwiederda

    Jenau :-)

    Danke auch für den Link. Wusste das mit dem Hang dieser Rechten zur gegenseitigen Rassenreinheit gar nicht (so kann man das ja wohl nennen).

    Multikulti war für mich in den 80er Jahren das regelmässig Fest auf der Southbank in London, mit all den ethnic food stalls, wo ich mich durch alle Kontinente fressen konnte.
    Multikulti war für mich auch, dass eine Boat People in der Nachbarschaft einzog, kein Wort deutsch konnte, aber sofort wegen ihrer herrlichen spring rolls so bekannt wurde, dass sie am Ende ein catering business hatte.

    Meine Haltung dazu war ein Bauchentscheid. 😉

    • 20. April 2012 um 12:48 Uhr
    • FreeSpeech
  9. 9.

    Hier wird hanebüchener Unsinn aufgeschrieben. Nur weil sich 2 Lager um das selbe Thema streiten, sind die 2 Lager noch lange nicht identisch!

    In der Sache schaut’s ungefähr folgendermaßen aus:
    Die überwiegende Mehrheit der westlichen Bevölkerung denkt durchaus multikulturalistisch, solange sich zugewanderte Kulturen einem Mindestkonsens des Zusammenlebens unterwerfen. Das heißt hier vor allem, dass man die westliche Kultur nicht grundsätzlich ablehnt, und die Menschenrechte achtet! Leider erfüllen viele Moslems im Westen diesen Mindestkonsens nicht, und werden daher folgerichtig und moralisch völlig einwandfrei abgelehnt.

    • 20. April 2012 um 13:00 Uhr
    • JMLW
  10. 10.

    Die Gedanken in Hinsicht auf „Multikulturalisten“ kann ich nicht nachvollziehen.

    Mir ist keine multikulturelle Ideologie bekannt und auch kein multikultureller Mainstream. Der Begriff Mulitkulti ist doch eher amporph und verschiedene Interpreteten interpretieren ihn unterschiedlich.

    Sorry, aber da scheint mir doch sich jemand im Bestreben eine Schublade mit dem Begriff „Multikulti“ zu bezeichnen und etwas reinzuzängen sehr vergallopiert hat.

    Der Wahn es gebe eine statische Kultur, die es zu bewahren gilt und die existentiell bedroht ist, ist doch eher knochenhart, verbohrtes konservativ-nationalistisches Gedankengut.

    Als wenn Kultur – auch die deutsche – nicht etwas lebendiges wäre, das sich immer verändert und schon immer verändert hat.

    • 20. April 2012 um 13:31 Uhr
    • Limited
  11. 11.

    D.h. der Multikulturalismus ist Ursache für diese aktuell drängenden Probleme. Die Alternative heißt Leitkultur und Assimilation der Einwanderer.
    Wenn sich diese Erkenntnis jetzt auch in der Zeit durchsetzt und daraufhinfolgend beim Spiegel, der Sueddeutschen, den Öffentlich-Rechtlichen und schließlich den Parteien…

    Allerdings gibt es da immer wieder mal so Ansätze, die dann weitestgehend wieder vergessen werden.

    http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2008/06/09/multikulturalismus-fuhrt-in-den-burgerkrieg-gesprach-mit-prof-dr-flaig-iii_320

    Das war vor vier Jahren. Und mit diesem Blogeitrag wird es auch nicht anders sein.

    • 20. April 2012 um 13:38 Uhr
    • Peter68
  12. 12.

    Hat er das nicht auch schon anders gesagt?
    blockquote>13.23 Uhr: Der Verteidiger der Opfer informiert Breivik darüber, dass über die Hälfte der Getöteten auf Utoya unter 18 waren. Er habe dies nicht erkannt, entgegnet Breivik.

    http://www.focus.de/politik/ausland/terror-in-norwegen/tid-25555/liveticker-zum-breivik-prozess-das-ziel-war-alle-zu-toeten-_aid_740267.html

    • 20. April 2012 um 13:51 Uhr
    • FreeSpeech
  13. 13.

    Auf die Frage eines Opferanwalts, warum er keinerlei Mitleid für seine Opfer zeige, erklärte Breivik: «Ich kann den mentalen Schutzschild ablegen, wenn ich will, aber ich mache es nicht, weil ich sonst nicht überleben würde.»

    Ecco.

    • 20. April 2012 um 14:04 Uhr
    • FreeSpeech
    • 20. April 2012 um 14:04 Uhr
    • FreeSpeech
  14. 15.

    Das ist doch reine Rabulistik. Was hier an B. beschrieben wird ist eine durch und durch nationalistische Einstellung, ganz bestimmt kein Produkt von Multikulti.

    Und was auch immer mit Multikulti gemeint ist, ganz sicher ist nicht gemeint, dass eine einzige kulturelle Bindung als heilig, als unantastbar angesehen werden soll und von anderen Einflüssen beschützt werden muss, am besten, indem sich jeder hinter fest definierten Grenzen verbarikadiert.

    Der Text ergibt durchweg nur dann Sinn, wenn man das Wort „Multikulturalismus“ durch „Nationalismus“ ersetzt. Oder durch so etwas wie „egoistischer Nationalismus, der durch Harmonieduselei seine wahren Absichten verbirgt“ – Multikulti als Kreide, die der Wolf gefressen hat, um eingelassen zu werden. Aber selbstverständlich ist das nicht die wahre Bedeutung des Wortes „multikulturell“, sondern eine polemisch verzerrte, mit der Absicht, eine sachliche Definition verhindern zu wollen.

    • 20. April 2012 um 17:00 Uhr
    • zat
  15. 16.

    Und was auch immer mit Multikulti gemeint ist, ganz sicher ist nicht gemeint, dass eine einzige kulturelle Bindung als heilig, als unantastbar angesehen werden soll und von anderen Einflüssen beschützt werden muss, am besten, indem sich jeder hinter fest definierten Grenzen verbarikadiert.

    Kommt darauf an welche kulturelle Bindung, da gibt es gute und böse.

    • 20. April 2012 um 17:02 Uhr
    • MRX
  16. 17.

    Was wäre denn eine “böse” kulturelle Bindung? Das Bekenntnis zum Islam? Zu oft wird in der deutschen Diskussion Islam/Religion mit Kultur gleichgestellt und die enorme Vielfalt und die Unterschiede in der Geschichte der vielen Länder Nordafrikas und des Nahern Osten gleichgeschaltet.Die lange Tradition des „Orientalism“ (E.Said) ist leider immer noch sehr lebendig!

    • 20. April 2012 um 17:25 Uhr
    • linklater
  17. 18.

    @ ll

    Was wäre denn eine “böse” kulturelle Bindung? Das Bekenntnis zum Islam?

    Im Gegentum.

    • 20. April 2012 um 17:31 Uhr
    • MRX
  18. 19.

    Ich würde eher sagen: es gibt frei gewählte Bindungen und es gibt Bindungen, in die man hineingeboren wird. Letztere als heilig und unauflösbar zu betrachten ist vielleicht provinziell, nationalistisch, religiös, aber nicht Multikulti. Zu Multikulti gehört Ersteres, die Freiheit Bindungen einzugehen und sie auch wieder zu lösen zu können, weil es ein offenes Nebeneinander gibt, das Vergleiche ermöglicht.
    Wenn es kein offenes Nebeneinander gibt, wird es schwieriger, nicht frei gewählten Bindungen zu entkommen.

    • 20. April 2012 um 17:36 Uhr
    • zat
  19. 20.

    @linklater

    Zu oft wird in der deutschen Diskussion Islam/Religion mit Kultur gleichgestellt

    Negativ. Es wird im hiesigen öffentlichen Diskurs eher versucht, die Bedeutung der Religion für die Kulturprägung kleinzureden. Was nun gerade hinsichtlich der muslimischen Gesellschaften bullshit ist.

    • 20. April 2012 um 18:10 Uhr
    • unlimited
  20. 21.

    @zat, 15

    Der Mann wird für Text bezahlt, nicht für Gedanken.

    • 20. April 2012 um 18:13 Uhr
    • FreeSpeech
  21. 22.

    In dem oben verlinkten Artikel von Jörg Lau (“Multikulti von rechts”) wird eine andere Vorstellung von Multikulti beschrieben: die starre Einteilung von Menschen in Kulturkreise. Das wäre beinahe das Gegenteil von dem, was ich unter Multikulturell verstehe. Für mich ist das Nationalismus.

    Um aber eine Synthese anzubieten: Man kann sich die „Kulturkreise“ ja auch konzentrisch vorstellen. In der Mitte die Identität des Einzelnen, darum herum der Kreis der Familie, dann Freunde, darum herum Nachbarn, das Viertel, die Stadt, die Region, das Land.

    Je weiter die Kreise werden, desto selbstverständlicher ist es, dass sich die Kreise überlappen, dass sich Linien kreuzen. Im Großen ist Multikulti, also das offene Nebeneinander, eine selbstverständliche Notwendigkeit.

    In den Zentren der Kreise jedoch ist das weniger selbstverständlich. Der Druck, der von den äußeren, multikulturellen auf die inneren Kreise ausgeht und mehr Freiheit und weniger Bindung einfordert, wird unter Umständen zurückgewiesen.

    In diesem Sinne wäre es auch richtig zu sagen, dass B. ein Produkt des Multikulturalismus ist (genauso gut könnte man aber auch sagen, dass er ein Opfer der modernen Welt ist).
    Das Unvermögen, bestimmte Bindungen aufzugeben.
    Die Umkehrung und Überhöhung des Unvermögens zu einem Kreuzrittertum für diese Bindungen.

    • 20. April 2012 um 18:20 Uhr
    • zat
  22. 23.

    Das Problem löst sich, wenn man im Original liest, was JL weglässt:

    Breivik ist nicht der unerbittliche Feind des Multikulturalismus, als den er sich selbst gerne darstellt, er ist vielmehr dessen Produkt. Er ist ein monströses Geschöpf des Multikulturalismus. Sein eigentliches Ziel ist es, die gleiche Anerkennung zu erhalten wie all die anderen Identitäten, denen das moderne Europa Anerkennung zollt. Im Grunde ging es bei seiner barbarischen Tat im vergangenen Jahr nicht darum, den Multikulturalismus zu zerstören, sondern diese Ideologie noch weiter zu verbreiten. Er wollte einfach sicherstellen, dass seine eigenen engstirnigen kulturellen Empfindungen genauso respektiert werden, wie die aller anderen auch.

    • 20. April 2012 um 18:24 Uhr
    • MRX
  23. 24.

    Was heißt „wie die aller anderen auch“? Er wollte doch nicht Respekt als Gleichberechtigter. Er wollte, dass seine engstirnige Sicht sich durchsetzt, indem er alles Abweichende umbringt. Seit wann ist Umbringen Respekt? Seit wann ist ein Kreuzzug gegen Multikulti ein Verbreiten von Multikulti?

    Nichts wird klarer, das ist Nebelwerferei.

    • 20. April 2012 um 18:45 Uhr
    • zat
  24. 25.

    @zat

    Für BV ist „seine Sicht“ nicht engstirnig.

    • 20. April 2012 um 18:55 Uhr
    • riccardo
  25. 26.

    Tötötö – „der Islam“ hat nun so gar nix mit „der Kultur“ zu tun und schon gar nicht mit „Multikulti“. Das sind nicht viel mehr Punshingbälle, auf die je nach Neigung eingedroschen wird um sie mal in die eine oder andere befördern.

    BTW – ich bedanke mich für alle, die meinen Nick verfremden. Auch eine Auszeichnung, soviel Aufmerksamkeit habe ich nun wirklich auch verdient ;-9

    • 20. April 2012 um 20:24 Uhr
    • Limited
  26. 27.

    Für BV ist “seine Sicht” nicht engstirnig.

    Woher weiß man das. Ich behaupte, dass für Breivik seine Sicht die einzig richtige und daher auch begründet „engstirnig“ ist.

    Für Breivik und Konsorten a la PI gibt es kein sowohl als auch. Keine Gleichzeitigkeit von Lebensentwürfen, keine Fairness, keine Gerechtigkeit und keine Differenzierung. Insofern ist eine Einordnung unter „Multikulti“ auch ein bizarres Unterfangen.

    Breivik ist ein narzisstischer Fascho mit Welterlösungswahn. Man möge ihn wegsperren (in den Knast, da gehört er hin), bis er keine Gefahr für seine Mitmenschen mehr darstellt.

    • 20. April 2012 um 20:36 Uhr
    • Limited
  27. 28.

    Nun, sie selbst halten Ihre Sicht ja offenkundig auch für die einzig richtige. Also sind sie auch engstirnig.

    • 20. April 2012 um 20:44 Uhr
    • riccardo
  28. 29.

    @limited

    Sie verallgemeinern.

    • 20. April 2012 um 20:46 Uhr
    • FreeSpeech
  29. 30.

    @Limited

    Breivik ist ein narzisstischer Fascho mit Welterlösungswahn.

    Soviel würde ich dem nicht zugestehen. Seine Welt hört an den Grenzen Norwegens auf.

    • 20. April 2012 um 21:15 Uhr
    • FreeSpeech
  30. 31.

    OT

    Multikulti in der Türkei:

    „Ihr seid alle Armenier, ihr seid alle Bastarde“, stand auf den Schildern zu lesen, die Demonstranten auf dem Taksim-Platz in die Höhe hielten. „Heute Taksim, morgen Eriwan“, konnte man auch sehen – und schon Tage zuvor die offiziellen Aufrufe zur Kundgebung gegen die “ armenischen Lügen“. Am Mittwoch hat ein Staatsanwalt in Istanbul nun neun Teilnehmer dieser Massenkundgebung vom vergangenen Februar verhört und gleich entlassen. Die Entscheidung dürfte das Unwohlsein nur verstärken, dass die Minderheiten in der Türkei in diesen Wochen verspüren.

    Aleviten-Häuser merkiert

    Sahin tat auch als „Kinderstreiche“ ab, was eine andere Minderheit im Land schockierte: Aleviten in der Stadt Adiyaman im Südosten der Türkei fanden 45 ihrer Häuser mit farbigen Markierungen gekennzeichnet. Das war Ende Februar; im März setzten sich die Häusermarkierungen in den Provinzen Hatay und Erzincan fort.“

    http://derstandard.at/1334531174581/Drohungen-verunsichern-Minderheiten

    • 20. April 2012 um 22:32 Uhr
    • Bellfruta87
  31. 32.

    Eine etwas andere Sichtweise auf das thema Multikulturell:

    http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/749182/Die-Stille-vor-dem-Sturz

    • 20. April 2012 um 23:16 Uhr
    • Zagreus
  32. 33.

    Zum Begriff „Islamophobie“ äußert der französiche Orientalist Gilles Kepel:

    Ich bin sehr skeptisch gegenüber dem Begriff Islamophobie. Ich denke, es ist ein Begriff, der von den islamistischen Bewegungen selbst erfunden wurde, um jede Kritik an ihrer Position zu ächten.
    Im Grunde stellt das eine Kurzbezeichnung bzw. Verknüpfung für sie dar, in ihrem Bestreben die Islamophobie mit einer Art von Antisemitismus gleichzusetzen.
    Jemanden wegen seiner Religion zu diskriminieren ist in Frankreich ein Strafdelikt,
    aber man hat demgegenüber das Recht, die heiligen Schriften des Christentums, des Islam, des Atheismus, des Judentums oder der Freimaurerei zu kritisieren.
    Die Debatte über diese Fragen ist frei.

    „Je suis très dubitatif sur le terme d’islamophobie. Je pense que c’est un terme qui a été inventé par les mouvements islamistes eux-mêmes, pour interdire toute critique envers leur position.
    Au fond, cela constitue pour eux un raccourci visant à assimiler l’islamophobie à une sorte d’antisémitisme. En France, discriminer quelqu’un pour sa religion constitue un délit, mais en revanche, on a le droit de critiquer les textes sacrés du christianisme, de l’islam, de l’athéisme, du judaïsme ou de la franc-maçonnerie. Le débat est libre sur ces questions.“

    Aus: „L’Arabie Saoudite est en train de transformer le wahabisme en une sorte d’église de l’Islam“
    Interview mit dem französischen Islamwissenschaftler Gilles Kepel
    La Presse de Tunesie – 11.04.2012
    http://www.lapresse.tn/11042012/48126/larabie-saoudite-est-en-train-de-transformer-le-wahabisme-en-une-sorte-deglise-de-lislam.html

  33. 34.

    @ Publicola

    „“L’Arabie Saoudite est en train de transformer le wahabisme en une sorte d’église de l’Islam”“

    Einer „Verkirchlichung“ jedoch widerrät diese Strömung ausgerechnet am heftigsten.

    Somit hätten wir eine doch beachtliche Ironie, die davon handelt, dass man auf das Vermögen von Sprache, einen kommunizierenden Blick auf den gleichen Gegenstand zu richten, bei diesem Thema leider nicht viel geben kann.

    Vielleicht muss der Weg über Saudi-Arabien gehen, mit dem Ziel, das Land bis zur Konkordatsfähigkeit zu vatikanisieren. Alles wahabitische, was dann „neben dem Thron“ noch liefe, wäre dann automatisch im „bösen Töpfchen“ zu verorten; Sekte, Häretiker, Aufstandsbewegung gar.

    Mit der Türkei betreibt die Bundesrepublik via DITIB ja auch eine Art Konkordatspolitik; nicht explizit, aber eifrig.

    Im übrigen ein Hinweis auf eine nicht recht beachtete Selbstverständlichkeit:

    Wir haben in der Bundesrepublik Deutschland ein einmaliges Multikulturalismusmodell – von Verfassungsrang:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturhoheit_der_Länder

    =“die primäre Zuständigkeit der deutschen Bundesländer bezüglich der Gesetzgebung und Verwaltung auf dem Gebiet der Kultur, also insbesondere die Zuständigkeit für Schul- und Hochschulwesen, Bildung, Rundfunk, Fernsehen und Kunst.

    Die Kulturhoheit der Länder ergibt sich im deutschen Föderalismus aus der Kompetenzregelung des Grundgesetzes (Art. 30): Für Gegenstände, die nicht ausdrücklich als Kompetenztitel dem Bund zugewiesen werden, sind die Länder zuständig.“

    16 mal Schulgesetz, Lehrerbildung und Prüfungsordnung; was will man mehr ?

    Vom Kindergartenkurriculum bis zur Landesbestattungsverordnung leben wir seit Jahren in einem keine Grenze des Hohnsprechens scheuenden und gänzlich unfranzösischem Multi-Chaos von Schulformzulassungsvoraussetzungsverordnungen und den dazu gehörigen Gebräuchen von Landes-Abiturverachtung.

    Schura, Loya Jirga … ? Haben wir alles schon; heißt hier Länderparlament, bzw. Bundesrat; letzterer auch noch mit echten Stammesfürsten. Rechtsschulen bringt Ihr ? Haben wir schon; die Demokratischen Parteien sind die Legitimen Rechtsschulen der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung.

    Kandidatenzeit für Neuaspiranten: ca. 25 Jahre. In dieser Zeit ist die Kurve zu kriegen: vom Landesministerturnschuh bis zur Zustimmung zum ersten Wiedergebrauch von scharfer Munition im Ausland.

    Wir haben mehr Multikulturalität von Verfassungsrang, als wir kennen, kapieren und gut gemangt bekommen. Wir ziehen über die Qualität von Abiturzeugnissen her, ohne die betreffenden Landsschulgesetze zu kennen. Wir leben als verbliebene Stammesreste untereinander leidlich respektlos-ressentimenthaft und jetzt kommen die Opfer der Dritten Welt daher und wollen von uns, dass wir ihre Fluchtgründe zu respektablen Identitätsmerkmalen adeln.

    • 21. April 2012 um 04:10 Uhr
    • Thomas Holm
  34. 35.

    @TH
    Ja, weg mit den Ländern, her mit dem Zentralstaat, ein starker Mann muss her, der hier mal mit dem eisernen Besen aufräumt, aber zackig, Deutschland erwache!!!
    Ihr Geschreibsel klingt verdammt nach 1933!
    Der Begriff Islamophobie ist von Xenophobie abgeleitet, und trotz der Übersetzung von „Phobie“ mit „Angst“ ist damit „Feindlichkeit“ gemeint. Ich entsinne mich der Email eines Youtube-Nutzers, der soweit ging, den Begriff der -phobie deshalb abzulehnen, weil er eine grundlose, eingebildete Angst beschreibe, wohingegen alles wahr sei, was man gegen Muslime vorzubringen habe.
    Wer erstellt nun die meisten Persilscheine an den rechten Rand unserer Gesellschaft ( wohl auch in der Hoffnung, dass er damit in die Mitte wachsen möge), mit denen ihre braune Grundgesinnung strahlend weiß erscheinen möge?
    Wer verallgemeinert am wildesten, wenn das Gespräch auf Muslime kommt? Von wem stammt die sinngemäß so formulierte Feststellung, dass Islam und Islamismus so voneinander getrennt seien wie Alkohol und Alkoholismus? Auf wen dürfen sich alle diejenigen berufen, die vehement den Bau von Moscheen in Deutschland bekämpfen, und die dann jedem Vorwurf, sie seien rechts gesonnen mit dem Verweis auf eben jenen Ralph Giordano – ILI-Preisträger- begegnen dürfen; wenn sogar ein Jude auf ihrer Seite steht, dann sei doch wohl alles in Ordnung?
    Wer veranstaltet in Deutschland seit 2008 in regelmäßigen Abständen „Internationale Irankonferenzen“, auf denen ein Militärschlag gegen Teheran gefordert oder zumindest für unausweichlich propagiert wird? Schauen Sie sich doch einmal die Rednerliste dieses Tanz der Vampire an! Beschäftigen Sie sich doch einmal mit dem Organigramm dieser miteinander verschlungenen Organisationen: MFFB, SPME.
    Wer hat denn da das Sagen?

    • 21. April 2012 um 09:17 Uhr
    • Krischan
  35. 36.

    Das Spiel mit Identitäten dürfte uns aus dem Fasching,Karneval,Fastelovend doch bestens vertraut sei.
    Da weiß buchstäblich jedes Kind, dass „Identität“ etwas ist, womit gespielt werden kann. Da ist der Spaß am größten, wenn gleich mehrere Kostüme zur Verfügung stehen, je nach Anlass, Lust und Laune.
    Im Karneval ist jedem klar:“Identität“ ist, wenn man so tut „als ob“.

    Etwas von dieser Geschmeidigkeit, sich unterschiedlichen Kontexten in der je passenden Verkleidung zu präsentieren,bewahren wir uns auch über den Karneval hinaus.Es ist die „Geschmeidigkeit“, mit der wir ohne allzu viele Blessuren durchs gesellschaftliche Chaos kommen.Und eines lernen wir daraus:Identität ist ein Mythos, d.h. eine Art zu denken, die wir zur Gewohnheit haben werden lassen.Die Folge sollte sein, dass uns der „Mythos“ zwar lieb, aber nicht heilig sein sollte, schon darum nicht, weil es doch noch so viele andere schöne Mythen gibt.

    • 21. April 2012 um 09:55 Uhr
    • Marit
  36. 37.

    @ Krischan – Der Begriff Islamophobie ist von Xenophobie abgeleitet, und trotz der Übersetzung von “Phobie” mit “Angst” ist damit “Feindlichkeit” gemeint.

    Etymologisch korrekt.

    Bei der Diskussion des Begriffes ‚Islamophobie‘ geht es jedoch um den gesellschaftlich-praktischen Gehalt dieses Begriffes, um die Funktionsweise und Reichweite dieses Konzeptes in der gesellschafts- bzw. religions-politischen und internationalen Auseinandersetzung, die ja bekanntlicherweise über diesen Vorwurf bzw. mittels dieses Vorwurfes abläuft:

    1 – Man erinnert sich vielleicht an die durch eine islamische Fatwa (Khomeini) veranlasste Verfolgung des Schriftstellers Salman Rushdie („Satanische Verse“), die damit einhergehende Abfackelung und/oder Bombenattentate auf diverse Verlagsgeäbude und/oder Buchhandlungen in den USA und inbesondere in Großbritannien, in Tötung diverser Übersetzer (hier ist auch das Siva-Massaker in der Türkei zu nennen, dem 37 Menschen zum Opfer fielen und das sich gegen den Übersetzer Aziz Nesin wegen der Übersetzung richtete)

    2 – Der Abdruck einer Mohamed-Karikatur in einer dänischen Zeitung (Jyllands-Posten) führte zur Tötung von 100 Menschen.

    3 – Die Verbrennung (realiter vermutlich: Entsorgung) von einigen Koran-Exemplaren in Afghanistan führte zu 41 Tötungen.

    4 – [In letzterem Zusammenhang sollten diejenigen Menschen, die derzeitig in Deutschland im Rahmen der Koran-Verteilungs-Aktion ein Exemplar des Korans mit nach Hause nehmen, sich ernsthaft um die Möglichkeit sowie um die Art und Weise einer in Zukunft eventuell fällige Entsorgung dieses nun in ihrem Besitze befindlichen Werkes ernsthaftere Gedanken machen]

    5 – Nun gilt rechtlich in Europa, wie Gilles Kepel schreibt:
    Jemanden wegen seiner Religion zu diskriminieren ist … ein Strafdelikt,
    aber man hat demgegenüber das Recht, die heiligen Schriften des Christentums, des Islam, des Atheismus, des Judentums oder der Freimaurerei zu kritisieren. Die Debatte über diese Fragen ist frei.

    6 – Ein analytisches Statement zum Begriff „Islamophobie“ wie
    Ich bin sehr skeptisch gegenüber dem Begriff Islamophobie. Ich denke, es ist ein Begriff, der von den islamistischen Bewegungen selbst erfunden wurde, um jede Kritik an ihrer Position zu ächten. Im Grunde stellt das eine Kurzbezeichnung bzw. Verknüpfung für sie dar, in ihrem Bestreben die Islamophobie mit einer Art von Antisemitismus gleichzusetzen.
    ist nicht Äußerung irgendeines irregeleiteten Bloggers, eines Hobby-Politikers oder Menschenhassers, sondern
    entstammt der Feder eines der bedeutendsten und angesehendsten Orientalisten der Jetztzeit – und ist m.E. doch bitte höchst ernst zu nehmen.
    Dies mit einer etymologischen Erklärung abzutun, scheint mir intellektuell unbekümmert.

  37. 38.

    Identität ist ein Mythos

    Quatsch. Sie leiden offenkundig unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung. Lassen sie das mal behandeln. Dann haben sie wieder eine Identität.

    • 21. April 2012 um 10:09 Uhr
    • unlimited
  38. 39.

    @ Krischan

    Phobie …

    Emos sind Menschen, Menschen sollen leben, Emos sollen leben.

    Insofern müßte für den Satz: ‚Phobie ist für Emos‘ ein gewisser deduktiver Anfangsverdacht zugelassen werden. Es sei denn, Sie hätten eine verdeckte emophobe Agenda; Sie wissen ja, man weiß nie.

    Die Wahrheit ist leider: Wir können nicht alle Emos retten; und schon deshalb dürfen wir nicht Furcht vor allen Muslimen haben und Abneigung schon gar nicht; denn – wer mag eigentlich Emos ?

    Israel …

    Zionistische Verschörungen sind nicht mehr erforderlich, da die Muslime strategisch dazu übergegangen sind, sich gegenseitig umzubringen. Die Fortsetzung des Geredes um die Iranische Bombe ist reine Israelische Innenpolitik; es geht jetzt nur noch darum, dass nicht automatisch die Wahlen der verliert, der es macht.

    Aber auch nicht automatisch die Wahlen der gewinnt, der es macht; sondern: dass alle nüchtern und vernünftig bleiben. Ist nicht leicht mit 80 % Juden, aber die kriegen das immer wieder hin in Israel. 80 % Juden; kann man sich das überhaupt vorstellen ?

    „Wer hat denn da das Sagen?“

    Ja, wer ??

    @ Publicola

    Meine Liebeserklärung an den deutschen Föderalismus ist grob mißverstanden worden und damit hat sich die Prophezeihung aus dem Dritten Absatz #Holm@Publicola,34 – nach dem Wort „heftigsten“ blitzartig erfüllt !

    Können Sie eine Versicherung gegen Prophetische Schadensfälle empfehlen ?

    • 21. April 2012 um 10:49 Uhr
    • Thomas Holm
  39. 40.

    @ Thomas Holm – ich fand diees Ihr diesbezügliches Posting #34 – auch Ihre Anmerkungen zum Konzept „Multikulturalismus“ – wegen der überraschend-ungewöhnlichen, ja erhellenden Verknüpfungen verschiedener Sachverhalte in positiver Weise sehr anregend, interessant und nachdenkenswert.

    [Gegebenenfalls werde ich noch ausführlicher darauf zurückkommen. Zunächst kam es mir hier darauf an, ‚hic et nunc‘ zu versuchen, den mit dem Begriff ‚Islamophobie‘ verbundenen Kontrovers-Diskurs bzw. ‚Hiss-Hass‘ (siehe Posting von Krischan) auf Basis einer rational überprüfbaren Argumentation sowie auf Basis eines analytischen Statements aus der Feder eines ausgewiesenen und nicht-kontroversen, allgemein anerkannten Experten zu relativieren.]

  40. 41.

    PS – zum Islamwissenschaftler Gilles Kepel liest man in wikipedia
    Er gilt als einer der besten Kenner des politischen Islams und des radikalen Islamismus. Er beschäftigt sich aber auch mit extremistischen Strömungen in anderen Religionen.

  41. 42.

    Dann versuchen Sie mal am Aschermittwoch wiedeq aus dem Islam auszutreten.

    • 21. April 2012 um 11:23 Uhr
    • MRX
  42. 43.

    Ein Blick auf die Migrations-Statistik einiger europäischer Länder:
    Deutschland – 19% der Gesamtbevölkerung mit Migrationshintergrund
    Frankreich – 19% der Gesamtbevölkerung mit Migrationshintergrund
    Norwegen – 12% der Gesamtbevölkerung mit Migrationshintergrund.

  43. 44.

    @ MRX # 42

    – „Spiel mit den Identitäten – Kostüme – größter Spaß – Karneval – Aschermittwoch“* –

    falls tatsächlich irgendein (völlig) unbekümmerter Leser nicht wissen sollte, worauf Sie sich beziehen:

    Apostasie im Islam … bezeichnet den „Abfall vom Islam“ …
    Auf Grundlage von Hadithen und Idschmā
    ist die Apostasie islamrechtlich mit der Todesstrafe zu ahnden …
    In Ländern, deren staatliche Rechtsordnung sich an der Schari’a orientiert, die aber keine islamischen Gerichtshöfe mehr haben, kann der bekundete „Abfall vom islamischen Glauben“ zivilrechtliche (Erbrecht, Eherecht) und strafrechtliche Konsequenzen haben.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam
    ____________________

    *Beitrag # 36 von Marit:
    Das Spiel mit Identitäten dürfte uns aus dem Fasching, Karneval, Fastelovend doch bestens vertraut sei.
    Da weiß buchstäblich jedes Kind, dass “Identität” etwas ist, womit gespielt werden kann.
    Da ist der Spaß am größten, wenn gleich mehrere Kostüme zur Verfügung stehen, je nach Anlass, Lust und Laune.

  44. 45.

    PS zu #43 – Angesichts des im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eher niedrigeren Anteils von Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung in Norwegen hatte ich kürzlich* auf eine hypothetische von vielen weiteren und schwerwiegenderen möglichen Erklärungen der (tödlichen) Radikalität des Denkens Breiviks hingewiesen:

    bis lange in die Nachkriegszeit hinein (bis 1977 bzw. bis spätestens 1988) bestand hinsichtlich Mental-Kranker und Roma (ca. 4.000 Einwohner!) in Norwegen eine Spezialgesetzgebung, die auch Sterilisation und Lobotomie zuließ bzw. vorsah.
    ____________________

    * #32 und #34:
    http://blog.zeit.de/joerglau/2012/04/19/breiviks-prozess-als-zerrspiegel-der-islamkritik_5558/comment-page-5#comments

  45. 46.

    Was heißt „wie die aller anderen auch“? Er wollte doch nicht Respekt als Gleichberechtigter. Er wollte, dass seine engstirnige Sicht sich durchsetzt,

    @ Zat

    Seine Sicht soll sich aber eben 1. in Norwegen und 2. in Europa durchsetzen – und eben nicht in anderen Kulturkreisen.

    Dort sollen die Menschen auf ihre Weise nach ihrer althergebrachten Kultur leben bzw. nach dem, was er sich darunter vorstellt. Gegen ein islamisches Kalifat in der arabischen Welt hat er im Prinzip nichts, der Westen soll sich nicht in andere Kulturen einmischen. Hier trifft er sich geistig mit einigen derjenigen Linken, die er meint politisch zu bekämpfen. Deren unverzeihlicher Fehler besteht in seinen Augen darin, dass sie die eigene althergebrachte/wahre Kultur kaum achten und folglich andere Kulturen nach Norwegen bzw. Europa reingelassen haben, um die eigene Kultur weiter zu verwässern.

    indem er alles Abweichende umbringt.

    Wenn überhaupt, dann nur in Europa.

    Seit wann ist Umbringen Respekt?

    Für Al Kaida empfindet er Respekt, soweit sich Al Kaida aus Europa raus hält und sich um den eigenen Kulturkreis kümmert. Zumal redet und handelt Al Kaida nicht um den heißen Brei herum, findet er.

    • 21. April 2012 um 12:07 Uhr
    • N. Neumann
  46. 47.

    @ P

    Danke, kaø gerade nur vom Handy posten. Kopieren ist da etwas lästig.

    • 21. April 2012 um 12:19 Uhr
    • MRX
  47. 48.

    Um es deutlicher zu machen: Niemand braucht auf „Identität“ zu verzichten, wenn er denn glaubt eine zu haben oder haben zu müssen.
    Tatsächlich sind wir dann aber nicht EINE Identität, sondern viele.
    Dem Kommentator, der darin eine behandlungsbedürftige Persönlichkeitsstörung sieht (wer war es doch gleich?), zeigt mir da lediglich ein Missverständnis auf.Wenn ich in allen Lebenszusammenhängen ausschließlch als“Gläubiger“ unterwegs bin, führt das in unserer Gesellschaft zu „Irritationen“, da wir gewohnt sind,Glauben institutionell zu „zelebrieren“.
    Ich verzichte auch darauf, meinen Mitmenschen das Essen in kleine bekömmliche Häppchen zu zerteilen, selbst dann, wenn ich einer obsessiven Mutterrolle anhänge.Die Fähigkeit, die dazu benötigt wird, ist die der Unterscheidung!Wir „spielen“ unsre Rollen nur gut, wenn wir sie am richtigen Ort, zur richtigen Zeit und in der passenden Art und Weise spielen.Das alles zusammen genommen nennt man schlicht: „Soziale Kompetenz“
    „Identitäten“, die diesem Handeln im sozialen Kontext entgegenstehen, würde ich selbst als „Behinderug“, „Wahn“, „Ideologie“ , „Desorientiertheit“ etc. bezeichnen.
    Breivik „bildet sich ein“, eine „Identität“ verteidigen zu müssen, die eindeutig, klar begrenzt und aus einem Guss beschaffen sei, bis dass sich während der Befragung herausstellt: da ist Nichts, außer ein paar Floskeln.Der Rest ist „Wahn“.

    • 21. April 2012 um 12:42 Uhr
    • Marit
  48. 49.

    @ marit

    sie verwechseln identität mit rolle.

    Zudem glauben sie, dass sie aus ihrer identität hinaus könnten – aber das können sie nicht, weil sie immer eine haben, wenn sie bewusstsein haben. Was sie können ist, dass sie ihre identität etwas verändern können – aber das ist ein fließender und für sie selbst an sich selbst nur hilfe von erinnerungsmomenten feststellbarer prozess.

    • 21. April 2012 um 12:49 Uhr
    • Zagreus
  49. 50.

    @46 N. Neumann

    Was Sie beschreiben nennt man Nationalismus.
    Während im Nationalismus Anpassung an einen idealtypischen „Nationalcharakter“ gefordert wird, wird vom Multikulturalismus Anpassung an die Bereitschaft gefordert, ein offenes Nebeneinander konkurrierender Einstellungen zuzulassen und in einem gewssen Rahmen auch die dabei entstehenden Reibungen zu tolerieren.

    Wie man Nationalismus und Multikulturalismus gleichsetzen oder verwechseln kann, ist mir unbegreiflich. Der Text, um den es hier geht, tut dies.

    • 21. April 2012 um 12:51 Uhr
    • zat
  50. 51.

    @Publicola

    Jemanden wegen seiner Religion zu diskriminieren ist in Frankreich ein Strafdelikt,
    aber man hat demgegenüber das Recht, die heiligen Schriften des Christentums, des Islam, des Atheismus, des Judentums oder der Freimaurerei zu kritisieren.
    Die Debatte über diese Fragen ist frei.

    Auf deutsch: Mensch und Lehre sind nicht dasselbe.

    • 21. April 2012 um 12:57 Uhr
    • FreeSpeech
  51. 52.

    @ Zagreus

    Das mit Identität und Rolle überschneidet sich wohl. War gerade in einer Pasticceria Italiana, die von Secondos geführt wird. Je nachdem wie man redet, zürichdeutsch oder italienisch, hat man mehr die Italienerin oder mehr die Schweizerin vor sich. Das drückt sich auch im Habitus (Körpersprache) aus.

    • 21. April 2012 um 13:05 Uhr
    • FreeSpeech
  52. 53.

    @ zat

    Während im Nationalismus Anpassung an einen idealtypischen „Nationalcharakter“ gefordert wird, wird vom Multikulturalismus Anpassung an die Bereitschaft gefordert, ein offenes Nebeneinander konkurrierender Einstellungen zuzulassen und in einem gewssen Rahmen auch die dabei entstehenden Reibungen zu tolerieren.

    Und ise setzen nationalismus gleich mit einem (durchaus unterschiedliche lebensentwürfe zulassenden ) Set von Werten und Normen, die dafür sorgen, dass eine Gesellschaft funktioniert.
    Auch in jeder ‚nation‘, seonbst unter dem schlimmsten praktisch vorherrschenden nationalismus gab es das, was sie besschreiben mit:
    ein offenes Nebeneinander konkurrierender Einstellungen zuzulassen und in einem gewssen Rahmen auch die dabei entstehenden Reibungen zu tolerieren.

    Sie sollten vielleicht einmal erst das wirkliche problem erkennen – nämlich, dass es zwei verschiedene bedürfnisse hier gibt, die sich ausschließen:
    – Zum einen das bedürfnis jeweils möglichst frei darüber entscheiden zu dürfen, wie man leben möchte.
    – zum anderen bestimmte Zwänge, die quasi alle lebenslagen betreffen, die eingegangen werden müssen, um bestimmte (gesamt-) gesellschaftliche leistungen zu gewährleisten und die von denen, die diese leitungen erwünschen oder aufrecht erhalten, also bedürfen, eingewordert werden – und zwar nicht nur von sich, sondern gerade auch von anderen.

    Ein sehr einfaches beispiel – das bedürfnis nach Arbeitslosengeld (sozialer absicherung und teilhabe aufgrund eines minimums an geld).
    Wenn sie zwei (oder mehr) grupen nehmen, die jede für sich inhern nach ihren eigenen lebensentwürfen leben wollen und dabei lebensentwürfe leben wollen, die dazu führen, dass die eine gruppe gut geld erwirtschaftet udn die andere dies nicht kann.
    Was machen wir jetzt: sagen wir einfach: naja, die eine kann es, gut für sie, ist ihr lebensentwurf, und sie darf logischerweise die vorteile ihres lebensentwurfes auch geniesen und all das geld ausgeben – immerhin haben sie ja auch die nachteile, die sich über ihre lebensführung ergeben.
    Und die andere muss halt schauen, wo sie bleiben – ist halt ihr nachteil dann kein geld zu haben und sich kein essen kaufen zu können etc… – immerhin haben sie ja auch die vorteile ihres lebenslaufes in anderen bereichen gut genossen.
    oder wollen wir es anders regeln, und die gruppe, die geld hat aufgrund ihres lebensentwurfes, einen teil dieses geldes abnehmen, so dass sie weniger von den vorteilen ihres lebensentwurfes geniessen können, bei voller beibehaltung aber der nachteile, und sie der anderen gruppe geben, die halt nicht in der lage ist geld zu erwirtschaften, und somit deren nachteile ihrer lebensentwurfes auszugleichen, während sie die positiven seiten weiter geniessen können?
    Beim ersten können sie sagen: jeder macht halt das, was er als lebensentwurf sich ausgewählt hat – und hat halt die vor- und nachteile, die mit seiner wahl verbunden sind.
    Beim zweiten haben sie aber entweder: es wird ungerecht, weil der eine aufgrund seines lebensentwurfes für den anderen sorgen muss und somit lauter nachteile aufgbrgt bekommt, oder bestimmte lebensentwürfe gehen nicht und sie werden zumindest bereits in dieser Hinsicht verändert.

    • 21. April 2012 um 13:17 Uhr
    • Zagreus
  53. 54.

    @ MRX

    am Aschermittwoch wieder aus dem Islam auszutreten …

    Nach Durchsicht von ca. 100 user-Kommentaren zu Apostasiebekanntgaben – bei youtube, wo sonst … – ist meim bester Tipp: man behaupte, nie wirklich dabei gewesen zu sein.

    Das schmerzliche Selbsteingeständnis einer unständehalber Nichtvollstreckbarkeit einschlägigen Sakralrechtes wird doch sehr oft verdrängt (!! psycho immer wieder relevant) mit dem Aufschrei die, oder der Betroffene sei niemals richtig Muslim(a) gewesen.

    Z.B. dass man sich nur aus selbstsüchtigem Anerkennungsdrang als Muslim(a) gegeben hätte; dann wäre einem eh‘ das Höllenfeuer gewiß und d.h. ja auch wohl: man war nie richtig dabei – und konnte mithin gar nicht abhanden kommen.

    Könnte es sein, dass eine munafiq-kafir-Transformation unter der Hand in den Bereich des Tolerablen geraten ist ?

    A propos Heuchler: Blancho zitiert die allgemeinen Beistands-Ayat und sagt dann aber, dass die Geschwister im Bilat as Sham mal feste machen sollen.

    Soviel Heuchelei, wie F und GB mit den Interbrigadisten gegenüber dem Franco-Putsch in Spanien aufgebracht haben, müßte Europa doch heute auch noch hinkriegen.

    Könnte man nicht im Rahmen einer Konkordatslösung zwischen Brüssel und Riad vereinbaren, dass die europäischen Salafis bei sowas an die Front müssen, oder halt automatisch aus der Super-Edelkirche mit Schimpf und Schande ‚rausfliegen, bzw. dass sie nie drin waren, etc. ?

    Grussbotschaft des Präsidenten des Islamischen Zentralrates Schweiz an die Opposition Syriens

    http://www.youtube.com/watch?v=HDwYFjcwiHM

    • 21. April 2012 um 13:18 Uhr
    • Thomas Holm
  54. 55.

    @ FS

    „Das mit Identität und Rolle überschneidet sich wohl.“

    kann sich überschneiden – ja.
    Wobei du ja mit ‚nationalen identitäten‘ (schweizer versus italiener) aufwartest. Interessant hier ist ja auch der zusammenhang zwiwschen sprache und identität.

    • 21. April 2012 um 13:21 Uhr
    • Zagreus
  55. 56.

    @ NN – 46 –

    „Zumal redet und handelt Al Kaida nicht um den heißen Brei herum, findet er.“

    Entstellung eines Geistes bis zur Kenntlichkeit ist im zuvorigen Artikel als bon mot tieferer Entlarvung vom jefe maximo-mismo eingeführt worden.

    Den Spaß verdirbt, wer die (Selbst-)Täuschung ver-klart.

    • 21. April 2012 um 13:26 Uhr
    • Thomas Holm
  56. 57.

    Leider kann ich mich hier nicht in ein Dauergespräch hineinbegeben, aber tatsächlich ist „Identität“ immer mit „Rolle“ verbunden, ja die unterschiedlichen Rollen verbinden sich zu dem,was wir unter Identität im allgemeinen verstehen.
    Die Bewusstseinslage zur Aufrechterhaltung von Identität ist allerdings nicht so entscheidend, wie Kommunikation und Interaktion zu deren „Erschaffung“.
    Wie gesagt: Ein Mitkommentator hält mich für behandlungsbedürftig.Solange ich ihm dies glaube, werde ich mich um einen Arzttermin bemühen, da ich mich als „Patient“ betrachte.Natürlich kann ich auch darauf verzichten, seinem „Narrativ“ zu folgen, da ich über hinreichend andersartige Erfahrungen verfüge.
    „Identität“ scheint eine Komplexität zu sein, die durch Sprache, Komunikation, Interaktion in einer wie auch immer gearteten Realität zustande kommt.
    Sie ist Veränderungen unterworfen, da auch die gesellschaftlichen Kontexte sich stets verändern.Die darauf beharren, immer die zu bleiben, die sie schon immer waren(was immer das sein mag),könnten irgendwann sich selbst und der Welt „merkwürdig“ vorkommen.

    • 21. April 2012 um 13:35 Uhr
    • Marit
  57. 58.

    @ merit

    „Die Bewusstseinslage zur Aufrechterhaltung von Identität ist allerdings nicht so entscheidend, wie Kommunikation und Interaktion zu deren “Erschaffung”.“

    ich habe von bewusstsein geredet, nicht von bewusstseinslage.

    “Identität” scheint eine Komplexität zu sein, die durch Sprache, Komunikation, Interaktion in einer wie auch immer gearteten Realität zustande kommt.

    Detzen wir das als gegeben.

    Sie ist Veränderungen unterworfen, da auch die gesellschaftlichen Kontexte sich stets verändern.Die darauf beharren, immer die zu bleiben, die sie schon immer waren(was immer das sein mag),könnten irgendwann sich selbst und der Welt “merkwürdig” vorkommen.

    Ist sie das wirklich und von was reden wir hier beim wort ‚veränderung’?
    Vor allem in hinblick auf die Unterscheidungen:
    – individuelle identität
    – gruppenidentität
    – kuturelle identität

    Hinzu kommt, dass veränderungsprozesse sehr, sehr unterschiedlich ausfallen können, vor allem , wenn man dabei verschiedene prozesse bzw. prozessbestandteile ins auge nimmt und sie miteinander verglicht.
    Wenn ich mir die verschiedenen verwendungsmöglichkeiten ansehe, die ich oben aufgezählt habe und es auf eine gruppe von menshen anwende – kann dabei sehr unterscheidliches herauskommen, je nach den einzelnen elementen.

    • 21. April 2012 um 13:44 Uhr
    • Zagreus
  58. 59.

    @Marit:

    Wir “spielen” unsre Rollen nur gut, wenn wir sie am richtigen Ort, zur richtigen Zeit und in der passenden Art und Weise spielen.Das alles zusammen genommen nennt man schlicht: “Soziale Kompetenz”
    “Identitäten”, die diesem Handeln im sozialen Kontext entgegenstehen, würde ich selbst als “Behinderug”, “Wahn”, “Ideologie” , “Desorientiertheit” etc. bezeichnen.

    Eine Muslima, deren „Identität“ sie daran hindert, ihr Kopftuch auszuziehen, wenn sie sich unter Nichtmuslimen bewegt (oder ein Sikh, der dasselbe Verhalten mit seinem Turban aufweist), ist also in Ihren Augen „behindert“, „wahnsinnig“ oder „desorientiert“? Leonard Zelig wäre also der einzige gesunde Mensch auf dieser Erde?

    • 21. April 2012 um 13:45 Uhr
    • Arjen van Zuider
  59. 60.

    @59
    Nein, eine Muslima MUSS mit gar nichts rechnen.
    Es kommt auf die Situation an, in der sie sich befindet.
    Was also ist unsere gesellschaftliche „Realität“, in der sich eine gläubige Muslima bewegt?
    Sie stößt nur dort auf Widerstand, wo sich die Gesetze derzeit gegen „offene Glaubensbekenntnisse“ aussprechen.Meines Wissens sind das einige Bundesländer, die dergleichen für den schulischen Bereich vorsehen.
    Daneben tragen nicht alle Muslimas ein Kopftuch.
    Desorientiertheit tritt für mich nur dort zutage, wo ich auf meiner „Rolle“ beharre, obschon der Kontext eine ganz andere erfordert.In dem Maße, wie „Gesellschaft“ sich ändert und damit die verbundenen „Gewohnheiten“, eröffnen sich auch für „gläubige Muslimas“ neue Spielräume.
    Denkbar ist allerdings auch, dass diese selbst eine Entscheidung gegen das Kopftuch fällen, weil sie feststellen, dass ihre „Identität“ nicht darunter leidet.
    Lernprozesse sind ja dann am fruchtbarsten, wenn sie von möglichst vielen Akteuren mitgetragen werden.
    Breivik forderte das Lernen ja nur von den Anderen, den Fremden, den „Feinden“.Eine Gesellschaft in „Balance“ erfordert, denke ich „Bewegung“ bei allen.

    • 21. April 2012 um 14:16 Uhr
    • Marit
  60. 61.

    @ Zagreus

    Ich fragte mal eine Bedienung in den USA, ob sie aus Norwegen stamme, ihr Gang habe etwas Norwegisches an sich. Antwort: Mein Vater ist Norweger.

    • 21. April 2012 um 14:17 Uhr
    • FreeSpeech
  61. 62.

    Die junge Frau hatte nach der Frage übrigens noch deutlicher einen norwegischen Habitus, das fiel dann auch meiner Frau auf (die nicht so lange dort oben war und auch keine norwegischen Freundinnen hatte.)

    • 21. April 2012 um 14:19 Uhr
    • FreeSpeech
  62. 63.

    @ Marit

    Breivik geht nach meinem Verständnis davon aus, dass die ncht-marxistischen Norweger eigentlich seiner Meinung seien (mal abgesehen vom Töten, wobei das nicht mal so sicher ist, schliesslich sieht er sich ja auch als einer, der sich für diese Aufgabe geopfert hat).

    Allerdings hat er wohl niemanden dazu befragt.

    • 21. April 2012 um 14:22 Uhr
    • FreeSpeech
  63. 64.

    OT – (Identität:) Sprache und Denken – Ort und Zeit –

    … Unlike English, the Kuuk Thaayorre language spoken in Pormpuraaw [Northern Australia] does not use relative spatial terms such as left and right.
    Rather Kuuk Thaayorre speakers talk in terms of absolute cardinal directions (north, south, east, west, and so forth).
    … in Kuuk Thaayorre cardinal directions are used at all scales. This means one ends up saying things like “the cup is southeast of the plate” or “the boy standing to the south of Mary is my brother.”
    In Pormpuraaw, one must always stay oriented, just to be able to speak properly. …

    People who think differently about space are also likely to think differently about time. For example, my colleague Alice Gaby of the University of California, Berkeley, and I gave Kuuk Thaayorre speakers sets of pictures that showed temporal progressions—a man aging, a crocodile growing, a banana being eaten. We then asked them to arrange the shuffled photographs on the ground to indicate the correct temporal order.

    We tested each person twice, each time facing in a different cardinal direction.
    English speakers given this task will arrange the cards so that time proceeds from left to right.
    Hebrew speakers will tend to lay out the cards from right to left. This shows that writing direction in a language influences how we organize time.

    The Kuuk Thaayorre, however, did not routinely arrange the cards from left to right or right to left.
    They arranged them from east to west. That is, when they were seated facing south, the cards went left to right. When they faced north, the cards went from right to left. When they faced east, the cards came toward the body, and so on.
    We never told anyone which direction they were facing — the Kuuk Thaayorre knew that already and spontaneously used this spatial orientation to construct their representations of time. …

    http://psych.stanford.edu/~lera/papers/sci-am-2011.pdf

  64. 65.

    @63

    „Allerdings hat er wohl niemanden dazu befragt.“
    Ja, das ist sein größtes Problem.Er hat zu wenig an der Realität teilgenommen, mit zu wenigen in wirklichem Austausch gestanden, zu wenig Gespräche geführt.
    Wie schnell sich unsere sog. Gewissheiten in Luft auflösen oder einer zumindest starken Relativierung unterzogen werden, bemerken wir ja nur dann wirklich, wenn uns der Bezug zur Wirklichkeit nicht verloren geht.
    Unsere „Identitäten“ scheinen mir vor diesem Hintergrund weniger wichtig als unsere „Beziehungen“, also die Überschreitungen,Kreuzungen,Querverbindungen hin zu anderen „Identitäten“.

    • 21. April 2012 um 14:35 Uhr
    • Marit
  65. 66.

    #65 – Allerdings hat er wohl niemanden dazu befragt.”
    Ja, das ist sein größtes Problem.Er hat zu wenig an der Realität teilgenommen, mit zu wenigen in wirklichem Austausch gestanden, zu wenig Gespräche geführt.
    Wie schnell sich unsere sog. Gewissheiten in Luft auflösen oder einer zumindest starken Relativierung unterzogen werden, bemerken wir ja nur dann wirklich, wenn uns der Bezug zur Wirklichkeit nicht verloren geht.

    – Breivik: –

    I spent three years were I focused on writing the compendium, 2083. During a 12 month period in the beginning, I also played World of Warcraft part time (which had been a dream for some time – hardcore raiding:). I lived very ascetic and relatively isolated in this period. These three years would also contribute to detach myself from my “old life”. It’s a process I used in order to isolate myself from most of my network, in preparation
    for the coming operation. I feel that this period was needed in order to completely ”detach myself from “the game”, my “former shallow consumerist lifestyle ” in order to ensure full focus on the matters at hand. …

    … a Justiciar Knight is not an ideologically insecure individual. A Justiciar Knight does not rely on constant babysitting or “patting on the back”. He is self driven and ideologically confident with proven daily rituals/meditation which keeps him going.

    A couple of my friends have their suspicions though. However, I have managed to channel these suspicions far away from relating to my political convictions.
    Instead they
    suspect that I am playing WoW (and trying to hide it) and a couple of them believe that I have chosen semi-isolation because of some alleged homosexual relationship which they suspect I am trying to hide, LOL. Quite hilarious, as I am 100% hetero, but they may continue to believe what they want as
    it prevents them from asking more questions;))

    My goal is obviously to prevent my closest network from asking specific questions, and it has worked perfectly so far….

    aus: Breivik-Manifest, Seite 1380-1382

  66. 67.

    @ Marit

    ich habe sie vorhin einen augenblick ernst genommen – und muss dafür nun abbitte leisten – die quasseln doch nur unsinn daher:
    Erst diese aussagen:

    “Identität” scheint eine Komplexität zu sein, die durch Sprache, Komunikation, Interaktion in einer wie auch immer gearteten Realität zustande kommt.

    und ich bin doch glatt dvon ausgeganegn, dass ihnen dann auch bewusst sein müsste, das ‚realität‘ genauso ein Konstrukt sein müsse wie ‚Identität‘ und biede konstrukte auch noch zusammenhängen insofern, als dass sie sich gegenseitig bedingen würden.

    Dann aber scheiben sie:
    „Er hat zu wenig an der Realität teilgenommen.“
    „Wie schnell sich unsere sog. Gewissheiten in Luft auflösen oder einer zumindest starken Relativierung unterzogen werden, bemerken wir ja nur dann wirklich, wenn uns der Bezug zur Wirklichkeit nicht verloren geht.“

    Und es wird klar, dass sie einerseits irgendetwas daherquasseln von identität als Konstrukt und andererseits eine ‚absoluten‘ (nicht-konstruierten) Wirklichkeit postulieren, zu der die individuen zugang hätten.
    Damit wird identität zu etwas sehr oberflächlichen, eine art schimäre, und dadunter wird dann ein wahres wesen des menschen postuliert, deren wahrheitsgehalt sich aus der zugänglichkeit zu einer objektiven realität speist.
    –> von daher kann man sagen, dass sie die grundgedanken von konstruktivismus, wie sie seit kant spätestens zur zur westl. philosophie gehören, nicht verstanden haben – einfach deshalb, weil eben dieser ‚realitätszugang‘ als eben konstrukt slebst entlarft ist und durch die welt derphänomene odr symbole oder zeichen (je nach philosophie) ersetzt ist.

    Hier kommt dieser Unsinn noch einmal zum tragen insofern, als dass sie diverse ‚zwischenmenschliche beziehungen‘ dem als höherwertig setzen:

    „Unsere “Identitäten” scheinen mir vor diesem Hintergrund weniger wichtig als unsere “Beziehungen”, also die Überschreitungen,Kreuzungen,Querverbindungen hin zu anderen “Identitäten”“

    • 21. April 2012 um 15:04 Uhr
    • Zagreus
  67. 68.

    … a Justiciar Knight is not an ideologically insecure individual. A Justiciar Knight does not rely on constant babysitting or “patting on the back”. He is self driven and ideologically confident with proven daily rituals/meditation which keeps him going.

    So einen Abschnitt schreibt man wohl vor allem, wenn man ahnt, dass man in die falsche Richtung fährt, das aber nicht wahrhaben will.

    Wenn man nie auf den Tacho schaut, kann man immer glauben, dass man 50 fährt.

    • 21. April 2012 um 15:05 Uhr
    • FreeSpeech
  68. 69.

    PS – Breivik

    FS: „Allerdings hat er wohl niemanden dazu befragt.”
    Marit: „Ja, das ist sein größtes Problem.“

    12 Monate World of Warcraft game spielen + 3 Jahre Verfassen des ‚Manifests‘ = 4 Jahre annähernde Total-Isolation

  69. 70.

    @FS, Nr. 63

    Er hätte da, wo er sich mental aufmonitioniert hat, lesen können, dass das alles verquere Gutis sind.

    • 21. April 2012 um 15:10 Uhr
    • Boothby
  70. 71.

    @ FS – D’accord!

  71. 72.

    PS – Breivik – Isolation –

    In seiner Dissertation Über nicht kulturgebundene Amokläufe hat Schünemann 1992 die These der sogenannten Amokphasen aufgestellt, der typische Amoklauf spielt sich demnach nach folgendem Muster ab:

    Vorstadium

    Zunächst erfolgt das Vorstadium eines mehr oder weniger langen Brütens und Grübelns. Dem potenziellen Täter erscheint sein Umfeld zusehends undurchdringlich, seine Sichtweise der Welt verdunkelt sich mehr und mehr, er isoliert sich selbst, vor allem bezüglich seiner sozialen Kontakte und zieht sich weitgehend aus der Welt zurück, die für ihn immer bedrohlichere Züge annimmt. Die erlernten Anpassungsmechanismen zerfallen allmählich, soziale und psychische Desintegration vermischen sich und setzen einen Regressionsprozess in Gang.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Amok#Forschung

  72. 73.

    @67
    Wir brauchen etwas, was wir als „Wirklichkeit“ oder „Realität“ identifizieren können.Ich jedenfalls.
    Dass wir in allem von sozialen Konstrukten ausgehen können, heißt ja nicht, dass wir nicht Teil dieser Konstrukte sind, an deren Aufrechterhaltung,bzw. Modifizierung wir beteiligt sind.
    Breivik hat die Kommunikation mit der ihn umgebenden Wirklichkeit aus meiner Sicht tatsächlich eingestellt.
    Damit hat er sich aus dem ausgeklinkt,was man den gesellschaftlichen Diskurs nennt.
    Aber ernst nehmen müssen Sie das nicht, wo kämen wir denn da hin….?

    • 21. April 2012 um 15:24 Uhr
    • Marit
  73. 74.

    @ Marit

    „Wir brauchen etwas, was wir als “Wirklichkeit” oder “Realität” identifizieren können.Ich jedenfalls.“

    braucht jeder – nur: ‚identifizieren‘ heisst nicht, dass dies nicht konstruiert ist.
    Sie können ja auch von genauso gut sagen, daß ‚wir etwas brauchen, das wir als „Identität“ oder „Rolle“ identifizieren können‘ – was aber deshalb nicht in einem widerspruch zu zur behauptung (oder feststellung) steht, dass es zugleich konstruiert ist.

    Das Problem ist die verbindung, bzw. die behauptung, dass ‚Identität‘ konstruiert wäre und die ‚Wirklichkeit‘ es nicht wäre, ohne dabei darauf zu reflektieren, dass die jeweiligen identitäten sinnvoll sind nur insofern, als dass sie eine übereinstimmung zwischen ihnen und einer ihr entsprechenden realität herstellen.
    Das funktioniert aber nur, wenn entweder beide einen wahrheitsanspruch (objektivität) haben, oder eben beide konstrukte sind.
    Ich glaube, worauf sie hinaus wollen ist der unterschied zwischen der identität und der realität eines einselnen Individuums bzw. einer (kleinen) gruppe versus der identität und der Realität einer großgruppe, wie z. b. einer das individuum umgebenden Gesellschaft.
    Hier kann es zu massiven differenzen kommen, die dann differente wahrnehmungen, fokusierungen, einordnungen und eben handlungen generieren.

    • 21. April 2012 um 15:34 Uhr
    • Zagreus
  74. 75.

    @74
    Mein einziges Anliegen war eigentlich, „Identität“ als „monolithischen Block“ zu „beerdigen“ und stattdessen auf die Bedeutung von Kommunikation und Interaktion als Voraussetzung für Identität zu verweisen, als ein nie endender Prozess innerhalb von Gruppen und in Kontakt mit anderen Gruppierungen.
    Gesellschaft lern nur innerhalb von „Beziehungen“.Breivik hat sich aus diesem Prozess, aus welchen Gründen auch immer, ein für allemal? verabschiedet.
    Verabschieden möchte ich mich jetzt auch.An dieser Stelle habe ich gesagt, was ich zu sagen hatte.Ich hoffe, es hat Sie nicht zu sehr gestört.

    • 21. April 2012 um 15:47 Uhr
    • Marit
  75. 76.

    @ Marit 75

    Das entspricht wohl meiner Beobachtung der erwähnten Seconda hier in der Schweiz und der Norwegerin in den USA.

    • 21. April 2012 um 15:56 Uhr
    • FreeSpeech
  76. 78.

    @ Boothby

    Ich dachte eher an Gespräche mit realen Gegenüber. Diskussionen über Identität, norwegische Identität, Veränderung der Identität, Gott, und natürlich die Welt. Danach die allmähliche Bildung einer Meinung, oder die Anpassung, unbewusst der bewusst, der eigenen Meinung.

    Wenn er sich aufmunitioniert, dann hat er wohl bereits gewählt, was er als Ergebnis will, und sucht nur noch Bestätigung, und schiebt Widersprüche zur Seite.

    Sein Mainfest spricht höchstens noch für Aufmunitionierung, wenn überhaupt. Ich habe den Eindruck, der hat schon früh gewählt, was das Ergebnis sein soll, und dann einfach noch das Ganze aufgeplustert mit dem, was er auf dem Netz fand. Um aber Aufrufe und Rechtfertigung zum morden zu finden, muss man auf westlich ausgerichtete Seiten gehen, die mir unbekannt sind.

    • 21. April 2012 um 16:05 Uhr
    • FreeSpeech
  77. 79.

    @FS Nr. 78

    Das lässt kaum sicher außschließen, würde wiederum auf eine gequälte Seele hinweisen, der beliebige Inhalte verwendet hätte.

    Ich nehme das nicht an. Viel wahrscheinlicher scheint mir, das er sich fokussiert in den entsprechenden Foren rumgetrieben hat, die Bindung ans RL verlor, und so den Eindruck haben könnte:“hex, so denken viele“. Immer unter Einbeziehung, das er nicht im Strom schwimmen wollte, sondern sich selbst dabei eine extraordinäre Rolle zugedachte.

    Das unterstellt nicht, er hätte richtig geschlußfolgert.

    • 21. April 2012 um 16:39 Uhr
    • Boothby
  78. 80.

    @Boothby

    Er befasst sich seit er 19 war mit dem Gedanken einer solchen Tat. Jetzt ist er 33.

    • 21. April 2012 um 17:37 Uhr
    • FreeSpeech
  79. 81.

    so den Eindruck haben könnte:”hex, so denken viele”

    Das ist sicher so. Er hat, was er las, wohl nur noch auf Bestätigung abgesucht. Da hätte er auch Micky Maus lesen können.

    Was in den paar Prozesstagen geplatzt ist, ist die Unterstellung, die pöhsen Seiten seien entscheidend gewesen. Die Logik ging etwa so:

    1. So eine Tat ist typisch PI, bloss hat’s bisher noch keiner gewagt
    2. Breivik zitiert viel Material von rechten Seiten und Autoren, also haben die ihn auf den Gedanken gebracht
    3. Ohne diese Seiten / Autoren hätte er das nicht gemacht.
    4. Also sind diese Seiten verantwortlich für die Tat

    Ignoriert wurde dabei zum Beispiel, dass
    1. dort keine Rechtfertigung für Mord angeboten wird
    2. diese Autoren das Gewaltmonopol des Rechtsstaates ausdrücklich anerkennen

    Dass diese Schuldzuweiser, die eine Islamhassideologie mit Mordmotivation identifizieren wollten, auf der anderen Seite die Mosaiksteine der Ungläubigenhasserideologie ignorieren – Westergaard und Reker seien pars pro toto genannt – das ist eine weitere Skurrilität, die meines Erachtens höchstens auf der Couch geklärt werden kann.

    Diesen auftrumpfenden Schuldzuweisern war auch das Ergebnis vor der Analyse klar. Seit gestern ist bei denen der Druck der kognitiven Dissonanz sicher nicht kleiner geworden.

    • 21. April 2012 um 17:56 Uhr
    • FreeSpeech
  80. 82.

    – alternativlos? … Sachzwänge? – enthaupten? …Von Dschihadisten lernen heißt siegen lernen? –

    Er habe keine andere Wahl gehabt, als die Jugendlichen anzugreifen,
    da die Behörden den Kauf von Bomben-Bauteilen extrem erschwert hätten.

    Zudem sagte Breivik, er habe auf Utøya auch die frühere Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland gefangen nehmen und
    nach dem Vorbild von Dschihadisten vor laufender Kamera enthaupten wollen

    aus: „Breivik: Wollte weitere Opfer – Massenmörder spricht in Oslo über Anschlagspläne“
    FAZ – 20.04.2012

  81. 83.

    @Publicola

    Dröhnendes Schweigen aus der Islamhasserszene begleitet den Breivik-Prozess. Verständlich. Denn was der Massenmörder da zur Begründung seiner Taten ausbreitet, enthält so viele Grundüberzeugungen der Szene, dass es einem den Atem verschlägt.

    Welche Szene nun?

    • 21. April 2012 um 18:07 Uhr
    • FreeSpeech
  82. 84.

    @ FS – Massaker an (mehr oder weniger beliebige) Zivilisten sind m. W. im Wesentlichen von Rechtsterroristen („Bologna“) oder von islamistischen Terroristen begangen worden.

    Es fällt allerding – insbesondere nach den hier zur Kenntnis genommenen Diskussionen – schwer, bei Breivik eine einzige ‚Ursache‘ oder ein einziges ‚Vorbild‘ oder eine einzige ‚Methodik‘ anzunehmen.

    Aufschlusreich scheint mir da die gerade stattgefundene JL-Blog-‚hiesige‘ Diskussion über Realitätsdistanz, Isolation, Computer-Kampf-Games und Amoklauf zu sein.

    Zu einer anderen Zeit bzw. zu vielen Zeiten hätte ein junger Mann (wie Breivik) immer wieder Vorbilder und Anlässe für die Art seines geplanten Amoklaufes gefunden
    (in den 50/60er Jahren gab es die „Südtirol“-Attentate,
    in den 70er Jahren die RAF-Anschläge, dann die Flugzeugentführungen etc. „Schwarzer September“ oder rechtsextreme Anchläge,
    in den 90ern „Waco-siege“ und „Oklahoma bombings“ (Timothy McVeigh and Terry Nichols),
    später erfährt man von Schul-Amok-Massakern etc. etc. etc.)

    Ergo m.E.: bei entsprechender biographischer Disposition wird ein isoliert(-gestört)er junger Mann immer Anlass, Grund und Vorbild zu Massakern finden.
    Entscheidend scheint im Wesentlichen dabei die Erreichbarkeit der möglichen Waffen zu sein.

    Iim konkreten Falle Breivik ist natürlich einerseits die islamkritische Seite der Begründung Breiviks zu beachten,
    aber genauso sein hinsichtlich Personal-Ziel (schlicht als ‚schuldig‘ erklärte Menschenmassen) und Durchführungs-Methodik zu vermutendes Vorbild, die Dschihadisten.

  83. 85.

    @Publicola

    Man kann auch noch die ETA nehmen und die IRA – alles Dreckgeschäfte.

    Was mir auffiel, war die Unterstellung, die rechte Szene (nennen wir sie mal so) hätte das gemacht, was man – bei aller Analogie, die man nutzte – bei den Anschlägen der Islamisten (nennen wir sie mal so) eben gerade verneinte.

    Es gibt bei solchen Mechanismen, etwas zu konstruieren auf Grund von etwas dessen Existenz man leugnet, zwei Gründe, denke ich gerne: Mangelnde Intelligenz, oder böser Wille. Ich unterstelle den Leuten keinen bösen Willen. Bei Linken gehe ich im Gegenteil von Harmoniesüchtigkeit aus.

    • 21. April 2012 um 18:56 Uhr
    • FreeSpeech
  84. 86.

    @ Publicola

    Zu einer anderen Zeit bzw. zu vielen Zeiten hätte ein junger Mann (wie Breivik) immer wieder Vorbilder und Anlässe für die Art seines geplanten Amoklaufes gefunden.

    und

    Ergo m.E.: bei entsprechender biographischer Disposition wird ein isoliert(-gestört)er junger Mann immer Anlass, Grund und Vorbild zu Massakern finden.
    Entscheidend scheint im Wesentlichen dabei die Erreichbarkeit der möglichen Waffen zu sein.

    Wissen sie, ich denke sie sitzen hier einem gewaltigen fehlschluss auf.

    zum einen: es wird immer solche menschen geben – sie haben ja eine liste angeführt.
    zum anderen: wer an waffen kommen will, kommt heran – es mag dauern, es mag kompliziert sein, es mag rückschläge geben, aber letztendlich kommt man heran.

    Ihre schlussfolgerung darum, dass die erreichbarkeit von waffen der springende Punkt ist, halte ich für extrem problematisch.
    Denn all zu leicht kommt es dann nämlich leicht entwdeder dazu, dass #die falsche Seite‘ die waffen besitzt/in der hand hat – wie z. b. im falle von kriminellen oder eben auch wie im falle von breivik und co.
    Sie wussten sicherlich, dass unter den Toten auf Utoya auch ein wachmann war, ja? – nun, er war unbewaffnet. Tja, Pech gehabt, noch nicht einmal der sicherheitsmann hatte eine chance somit, denn man hat ihm die möglichkeiten genommen sich adäquat zu wehren.
    Die alternativ ist hingegen eine art polizeistaat – wir verieten und kontrollieren – und desto mehr wir das tun, um so schwieriger ist es für jemanden unbefugt an eine waffe zu kommen. Dafür müssen wir halt immer weiter richtung big-brother gehen.

    Dazu Alternative denke ich an ein paar punkte:
    – waffen sind in eingeschränktem maße zulässig – siehe z. b. schweiz.
    – wir sollten weniger uns gedanken machen um waffen ja/nein oder gar sowas wie : verbieten wir jett PC-ballerspiele oder pornos oder was irgendwelchen politikern einfällt, als vielmehr: machen wir uns lieber gedanken um strukturen, die die wahrscheinlichkeit solcher ereignisse einschränken, ohne das es dehalb zu einer art polizeistaat oder einem weitere ver-nanny-staatlichung kommen muss – vertrauen wir einfach wieder mehr den bürgern.
    – lernen wir es akzeptieren, dass leben risiko bedeutet und es nunmal abundzu zu unerwarteten totesfällen kommt – das sowas wie ein breivik mit seinen 77 morden einfach zum leben dazugehört, genauso wie es dazu gehört, dass es jeds jahr sounso viele tötliche haushaltsunfälle oder tote im straßenverkehr gibt, und wir dagegen im grunde ebenfalls nicht vorhgehen (können).
    – fangen wir wieder etwas mehr an pragmatisch und gemeinschaftlich zu denken – und z. b. zu begreifen, daß personen am rande des allgem. meinungsspektrums probleme artikulieren, die einer einvernehmlichen lösung unter den bürgern bedürfen.

    • 21. April 2012 um 19:25 Uhr
    • Zagreus
  85. 87.

    @ Zagreus – O.K., ich korrigiere relativierend:
    Nicht unwichtig scheint dabei die Erreichbarkeit der möglichen Waffen zu sein.

  86. 88.

    @ Zagreus das sowas wie ein breivik mit seinen 77 morden einfach zum leben dazugehört, genauso wie es dazu gehört, dass es jeds jahr sounso viele tötliche haushaltsunfälle oder tote im straßenverkehr gibt – Nicht d’accord!

  87. 89.

    @ Publicola

    hätte mich auch gewundert.

    dumme ist nur, dass es leider doch immer wieder zu irgendwelchen grausamen taten kommt.
    Es ist verständlich und richtig, solche taten – ob aus politischen-weltanschaulichen gründen, aus sexuellen oder aus frust-geldgier-amoral oder was auch immer zu verhindern.
    Nur sollte man sich – so meine meinung – klar machen, dass zwischen den möglichkeiten, ein verbrechen zu verhindern und der freiheit der menschen eine austarierung stattfinden muss, die derartig ist, dass man erkennt, dass man eine bestimmte anzahl von verbrechen (bzw. die möglichkeit dzu) zulassen muss, wenn man einen bestimmten Umfang von freiheit gewährleisten können möchte.

    • 21. April 2012 um 20:07 Uhr
    • Zagreus
  88. 90.

    OT – Tunesien – „Egalité et Parité“ dénonce l’extrémisme religieux en poussant les femmes à crier „NON“ au niqab.
    Vous aussi, prenez position avant qu’il ne soit trop tard.
    Rejoignez notre cause et devenez le pire „cauchemar“ des Salafistes: une femme libre!

    http://www.youtube.com/watch?v=iAaRXO_Lo74

  89. 91.

    @Z

    lernen wir es akzeptieren, dass leben risiko bedeutet und es nunmal abundzu zu unerwarteten totesfällen kommt – das sowas wie ein breivik mit seinen 77 morden einfach zum leben dazugehört, genauso wie es dazu gehört, dass es jeds jahr sounso viele tötliche haushaltsunfälle oder tote im straßenverkehr gibt, und wir dagegen im grunde ebenfalls nicht vorhgehen (können).

    D’accord, leider.

    Sonst haben wir früher oder später den alles regelnden Polizeistaat.

    • 21. April 2012 um 20:53 Uhr
    • FreeSpeech
  90. 92.

    @ FS

    ja, man muss es ja wirklich nciht herbeischreien – sondern schauen, dass es möglichst selten auftritt im verhältnis zu einem adäquaten Umfang an freiheit für den einzelnen bürger.

    Ich denke: helfen würde halt die erkenntnis, dass manches unbehagen innerhalb der bevölkerung bzw. auch von größeren bürgerlichen Minderheiten ernst genommen und positiv darauf eingegangen werden sollte von der mehrheit und den politikern auch dann, wenn es denen ideologisch nicht so sehr in den gram passt.
    Denn man sollte auch sehen, dass einen teil der problematik, auf deren basis so jemand wie breivik sich sein rechtsradikales begründungsgerüst zusammengeschustert hat für seine mordtaten, ja nicht so völlig aus der luft gegriffen worden ist.
    es ist leider so, dass ein teil der zugewanderten menschen probelem bereitet – auch in nordeuropa – und es darum auch abwehrreaktionen hervorruft, die sich in diversen kommunikationsmedien formieren.
    Wenn die mehrheit oder die politiker den kopf in den sand stecken und diese probleme nicht angehen wollen, z. b. aus ideologischen gründen wie angst davor als rassisten beschimpft zu werden etc…., dann steigt eigentlich der druck im kesssel und es kann immer leichter zu radikalisierungen kommen, die dann typen wie breivik leichter oder wahrscheinlicher dazu animieren zu ‚handeln‘.

    • 21. April 2012 um 21:04 Uhr
    • Zagreus
  91. 93.

    @ Zagreus

    Breivik mag für gewisse Leute der Ausdruck eines Unbehagens gegenüber den unmöglichen Zuwanderern sein – selber hat er sich nicht so verstanden, sondern als Märtyrer auf die Tatsache, dass Mutti nicht mehr die weissen Handschuhe anzieht und mit dem Hudson Metropolitan an die Johannsgaten fährt, um Süssigkeiten einzukaufen.

    • 21. April 2012 um 21:13 Uhr
    • FreeSpeech
  92. 94.

    @ FreeSpeech

    selber hat er sich nicht so verstanden, sondern als Märtyrer auf die Tatsache, dass Mutti nicht mehr die weissen Handschuhe anzieht und mit dem Hudson Metropolitan an die Johannsgaten fährt, um Süssigkeiten einzukaufen.

    Also für eine heile Welt, oder?

    • 21. April 2012 um 21:14 Uhr
    • Zagreus
    • 21. April 2012 um 21:19 Uhr
    • Zagreus
  93. 96.

    @ Zagreus

    Das Goldene Zeitalter, das nie war.

    • 21. April 2012 um 21:27 Uhr
    • FreeSpeech
  94. 97.

    @ FS

    „Das Goldene Zeitalter, das nie war.“

    Ich dachte, zumindest in seinen träumen und erinnerungen – so zumindest klang das:
    dass Mutti nicht mehr die weissen Handschuhe anzieht und mit dem Hudson Metropolitan an die Johannsgaten fährt, um Süssigkeiten einzukaufen.
    – ich dachte, sowas würde er gerne wieder herbeimorden? – So hab ich dich zumindest verstanden.

    • 21. April 2012 um 21:34 Uhr
    • Zagreus
  95. 98.

    Aus dem Guardian (!), hier das Artikelende:

    Silje Gloppen, a teacher, said however abhorrent Breivik’s views, lessons needed to be learned from him. „Norwegians and, I believe, the rest of the world have to consider the possibility that this man is speaking the truth when he says he believes our ‚Norwegian culture and ethnicity‘ is threatened by multiculturalism,“ she said.

    Breivik’s outlook is shared by „too many“, she argued, citing the comment fields under articles on Norwegian newspaper websites, and a battle on Wikipedia pages related to the case between moderators and extremist writers trying to take hold of „the truth“ on the internet.

    „I am afraid the left side in politics have for too long failed to grasp that there are challenges with the new society that need to be discussed,“ she added.

    http://www.guardian.co.uk/world/2012/apr/20/anders-behring-breivik-power-norway?newsfeed=true

    Einfach so, unkommentiert. Seltsam, oder?

    • 21. April 2012 um 21:46 Uhr
    • Frl. Mensa
  96. 99.

    Zagreus und Frl. Mensa, die Breivik-Versteher, sind wieder am Schwurbeln.

    • 21. April 2012 um 21:59 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  97. 100.

    @Zagreus

    ich dachte, sowas würde er gerne wieder herbeimorden? – So hab ich dich zumindest verstanden.

    Ja. Pervers, aber so hat er das wohl gesehen.

    • 21. April 2012 um 22:04 Uhr
    • FreeSpeech
  98. 101.

    @ FreeSpeech

    ak, ok – also hatte er seine heile welt-traum.

    Und wer hat da diesen verhindert? – doch die ‚kulturmarxisten‘ (so war doch siene bezeichnung, oder?) und die moslime (zumindest als diejenigen, die primär als ‚fremde‘, die sich nicht anpassen wollen, wahrgenommen werden ) ?

    • 21. April 2012 um 22:21 Uhr
    • Zagreus
  99. 102.

    Welche „Lehren“ kann man von Amokläufen und Amokmassakern – wie z.B. auch das (hier diskutierte) von Breivik durchgeführt – ableiten? Solche „Lehren“, die sich mit den von den Amokläufern und Amokmassakranten als Motivleitung genannten Gründen identifizieren?

    – Wird man aus einem von Islamisten begangenen Massaker ableiten, dass man die Frage des Kalifates in Europa und in den USA bejahend diskutiert?
    – Wird man nach einem „school shooting“ (Amoklauf an einer Schule) ableiten, dass man sich nun zu einer umgehenden Schul- und Bildungsreform veranlasst sieht?
    – Wird man von einem RAF-Attentat ableiten, dass man die Einführung eines Steinzeit-Hardline-Reinkultur-Kommunismus diskutiert?
    – Wird man von einem IRA-Attentat ableiten, dass Nordirland als weitere Provinz dem Territorium des Freistaates Irland hinzugefügt werden muss?
    – Wird man von einem ETA-Attentat ableiten, dass die Gründung eines Baskenstaates vorzubereiten ist?
    etc. etc. etc. …

  100. 103.

    @ Publicola

    mal vom ‚schul-amoklauf‘ abgesehen, konnen sie aus allen anderen fällen ja schonmal ableiten, dass es ein mehr oder weniger vereitete wahrnehmung eines problems gibt – das so gut wie immer weit über den kreis der täter hinausgeht.

    • 21. April 2012 um 22:58 Uhr
    • Zagreus
  101. 104.

    OT

    Ein Mili Görüs Mitglied namens Akif Sahin aus Hamburg hat sich auf seinem Blog aus aktuellem Anlas über und zu Kauder geäussert. Und zwar unteranderem so:

    „bescheuert und blöd wie die vom Unions-Fraktions-Chef Volker Kauder“
    „muss man zurückschlagen“
    „Kauder. Dieses unsäglich hässliche Subjekt“
    „Aber richtig ist auch, dass Volker Kauder mit seiner Meinung zu Deutschland gehört. Dies lässt sich sogar aus der Historie belegen… Man denke da nur an Hitler…“
    http://www.akifsahin.de/2012/04/20/volker-kauder-cdu-gehort-mit-seiner-meinung-zu-deutschland/

    Also von Beleidigung über Bedrohung bis zum Hitlervergleich eigentlich alles vorhanden. Mich würde nun interessieren ob das erstens strafrechtlich schon verfolgbar ist und ob zweitens nur der Betroffene, also Kauder selbst, Anzeige erstatten kann, oder auch jeder sonstige Bürger.
    Kann mir das jemand beantworten? Danke im Vorraus.

    • 21. April 2012 um 23:13 Uhr
    • Bellfruta87
  102. 105.

    @publicola:
    Lehren aus Massakern oder amokläufen lassen sich exakt keine ziehen, das war so und das bleibt so. Die schnatternde Debatte lebt letztlich von zwei Motiven – politischer Propaganda und dem Versuch, allem einen verallgemeinerungsfähigen Grund unterzuschieben. Die moderne, westliche Gesellschaft hat mit dem blinden Schicksal ebenso ihre Probleme, wie mit dem reinen Bösen. Beides unterläuft ihre fest verankerte Grundannahme, es gäbe für alles einen für normale Menschen nachvollziehbaren Grund, ergo könne man mit dessen beseitigung auch die Massaker und Amokläufe verhindern. Kann man nicht, sie sind der Preis der Freiheit und werden anlasslos begangen, aus jedem beliebigen Grund.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 22. April 2012 um 00:17 Uhr
    • ThorHa
  103. 106.

    OT – Tunesien –

    Europas Blick auf die Länder des Maghreb habe sich geändert, sagt der tunesische Gelehrte Ali-Ridha Chennoufi: Die Sympathie … sei in Misstrauen gegenüber dem Fortgang des Demokratisierungsprozesses umgeschlagen. … man [hält] ihm entgegen, dass … vielmehr ein skeptischer Realismus an die Stelle der übergroßen Erwartungen getreten ist, mit denen die Welt auf die Länder des südlichen Mittelmeeres geblickt hatte. Chennoufi stimmt zu. …

    Als er … gefragt wird, ob nicht die islamische Welt ein eigenes politisches Modell entwickeln sollte,
    anstatt mit den Werten des Westens auch dessen politische Institutionen zu adaptieren,
    sagt Chennoufi …:
    „Ich habe immer ein wenig Angst vor dem Eigenen … Denn ich weiß nicht, was das sein sollte, dieses Eigene, wenn von Freiheit und Menschenrechten die Rede ist.“

    Ali-Ridha Chennoufi, Leiter des Instituts für Philosophie an der Universität Tunis, fragt … , was nötig ist, um das Erreichte zu sichern. …

    Anders als in Libyen … gilt die tunesische Armee als Garant der Stabilität. Sie hat dem Diktator im entscheidenden Moment die Unterstützung versagt, so dass Ben Ali aus Tunesien flüchten musste. Außerdem haben die Generäle zu erkennen gegeben, dass sie wenig Sympathien für die Regierungspartei Ennahda hegen.

    Vor allem liberale und laizistische Kräfte stehen der Partei der gemäßigten Islamisten, die zurzeit den Ministerpräsidenten stellt, nach wie vor misstrauisch gegenüber. Sie denken deshalb über ein Modell nach türkischem Vorbild nach, bei dem die Armee darüber wachen könnte, dass demokratische Spielregeln eingehalten werden und die Sphären von Staat und Religion getrennt bleiben.

    Islamistische Kräfte möchten ganz andere Wächter installieren, die als „Tugendkomitees“ oder „Hoher Islamischer Rat“ rasch große Macht im Land gewinnen könnten.

    Tunesiens Ministerpräsident Hamadi Jebali hat bei seinem Deutschland-Besuch vor wenigen Wochen solchen Forderungen in der Heimat eine klare Absage erteilt.

    Außerdem, so Chennoufi, habe Ennahda vor etwa drei Wochen nach heftigen Debatten erklärt, dass man darauf verzichten will, die Scharia zur Grundlage der neuen tunesischen Verfassung zu machen …

    In Marokko haben Islamisten zu verhindern gewusst, dass das Recht auf Gewissensfreiheit in der Verfassung verankert wurde.
    In Tunesien, wo Chennoufi zu den Beratern der Verfassunggebenden Versammlung gehört, könnte es anders kommen.

    Die Verfassungen, die sich die Länder des Maghreb geben werden, sind wichtige Weichenstellungen für die Zukunft des Landes.
    Die Freiheit der Presse entscheidet darüber, ob eine Kontrolle der Regierungen möglich ist.
    Sehr viel wird davon abhängen, ob das Volk, das erfahren hat, dass Macht nicht allein in den Händen derer liegt, die das Gewaltmonopol ausüben, weiterhin die Kraft aufbringen wird, seine Rechte einzufordern und mit Massendemonstrationen Regierungsentscheidungen rückgängig zu machen.

    Langfristig … wird die Entwicklung in Tunesien und anderen arabischen Ländern sehr stark von der Frage der Gleichberechtigung abhängen.

    Wo die Stellung der Frauen gestärkt wird, hat auch der Reformprozess eine Zukunft.

    Aus „Die Frauenfrage entscheidet – Ali-Ridha Chennoufi über die Zukunft der Arabellion“
    Von Hubert Spiegel in FAZ – 20.04.2012

  104. 107.

    @Bellfruta

    muss man zurückschlagen

    . ist nur als freundliche Ermahnung mit einer Zahnbürste gemeint. Und natürlich, dass man bis auf weiteres das Bett nicht mehr mit ihm teilt.

    • 22. April 2012 um 07:53 Uhr
    • FreeSpeech
  105. 108.

    OT – aber ‚upsasa‘ – wad is den dad – nun, zumindest ein netter aufreger zum Frühstück:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article106211893/Wallraff-machte-glauben-das-Buch-sei-von-ihm.html

    hxxp://www.welt.de/politik/deutschland/article106211444/Schrieb-die-Stasi-bei-Wallraffs-Ganz-unten-mit.html

    hxxp://www.welt.de/politik/deutschland/article106211817/Das-waren-die-Helfer-der-Staatssicherheit-im-Westen.html

    Wohl bekommt’s bei einem schönen Kaffee!

    • 22. April 2012 um 08:07 Uhr
    • Zagreus
  106. 109.

    @39
    2008 warnte man auf der „Internationalen Irankonferenz“ in Berlin davor, die Iraner würden 2010 die Bombe haben, wenn man sie nicht bald daran hindere, und damit war Krieg gegen Teheran gemeint. Fast alle Redner auf dieser Konferenz stammten von israelischen Universitäten oder aus ultra-konservativen, zum Teil auch jüdischen, Kreisen der USA. Die Mutterorganisation des „Mideast Freedom Forum Berlin“ ist der amerikanische Lobbyist Daniel Pipes, der auch den Vorsitz bei Campus Watch hat, eine Organisation, die zu dem Zweck geschaffen wurde, an Hochschulen israelkritische Ansichten zu bekämpfen, durch Einschüchterung von Studenten und Dozenten sowie dadurch, dass Kritikern buchstäblich keine Räume zur Verfügung gestellt werden ( für Lesungen, Diskussionrunden, etc.).
    Das sind leicht nachprüfbare Fakten und keine Hirngespinste antisemitischer Verschwörungstheoretiker. Je weiter sich dieses Netzwerk ausbaut und engmaschiger wird, desto klarer tritt es in Erscheinung.
    Wenn diese ganze leidige Auseinandersetzung um die iranische Bombe in den Bereich der israelischen Innenpolitik gehört, dann meinetwegen. Aber dann sollen diese „Kongresse“ und „Konferenzen“ auch bitte in Jerusalem und Tel Aviv stattfinden und nicht bei uns.

    Übrigens: Wer Streichhölzer auf dem Heuboden hinlegt, weil er weiß, dass dort die Kinder spielen, zündet die Scheune natürlich nicht selber an, oder?
    Immer wieder, so auch hier, stößt man auf die immer wiederkehrend gleichen propagandistisch geschickt ausgewählten Versatzstücke, mit denen die Israellobby arbeitet. Wer sich lange genug mit dieser Thematik befasst hat, kennt sie auswändig, weil sie ihm oft genug und oft genug hasserfüllt anden Kopf beballert worden sind, als Antwort auf Postings, als E-mails, als Material auf den Kanäln zahlloser Youtube-Nutzer: Der Großmufti von Jerusalem als verbindendes Glied zwischen den Arabern/Muslimen und den Nazis; Churchills verächtliche Aussage über die kulturell und wirtschaftlich zurückgebliebenen Muslime, Mark Twains Reisebericht aus dem Orient und dessen Beschreibung eines menschenleeren Palästina; die hohe Zahl der Nobelpreisträger aus Israel, die Statistiken, wonach ab eines bestimmten Prozentsatzes von Muslimen in einer Gesellschaft der Bürgerkrieg und die Scharia drohen, die Statistik, wonach Vergewaltigungen in Schweden und Norwegen fast nur von Muslimen vorgenommen verden,….
    So wird langsam aber die sicher die Vorstellung in die Köpfe der Menschen geimpft, man müsse sich endlich dieser Notwehrsituation stellen. Natürlich hat niemand einen Breivik direkt zum Mord aufgerufen, man hat dem Kind(skopf) nur die Streichhölzer hingelegt.

    • 22. April 2012 um 11:46 Uhr
    • Krischan
  107. 110.

    @ marit

    Schöne und interessante Beiträge. Schauen Sie mal wieder vorbei!

    • 22. April 2012 um 11:52 Uhr
    • MM
  108. 111.

    Schöne und interessante Beiträge. Schauen Sie mal wieder vorbei!

    schließe mich dieser Bewertung / Aufforderung an

  109. 112.

    @ FS

    Ignoriert wurde dabei zum Beispiel, dass
    1. dort keine Rechtfertigung für Mord angeboten wird
    2. diese Autoren das Gewaltmonopol des Rechtsstaates ausdrücklich anerkennen

    Das kann man auch durchaus anders sehen:

    Mannheimer ist Gastautor bei PI, der Artikel erschien, wie er selbst zu Beginn schreibt, zuerst (…) am 8. April 2011 als Leserkommentar bei PI und kurz danach als redaktioneller Beitrag bei Kybeline.com sowie mittlerweile auf zahlreichen weiteren nationalen und internationalen Websites (…):

    Ich zitiere:

    In Anbetracht der Tatsache, dass das gesamte deutsche Establishment: Politik, Wissenschaft, Medien, Justiz und jetzt auch die Kirche mit dem Islam sympathisiert und kollaboriert und dazu übergegangen ist, im Sinne des Islam massiv an der sukzessiven Abschaffung des deutschen Grundgesetzes zu arbeiten, in Anbetracht ebenfalls der verfassungswidrigen Ent-Ethnisierung der deutschen Bevölkerung gegen zuvor ergangene höchstrichterliche Beschlüsse, gegen den ausdrücklichen Willen unserer Verfassung und gegen den Willen des absoluten Großteils der Bevölkerung, halte ich daher die Zeit für gekommen, die Inkraftsetzung und schonungslose Anwendung des Widerstandsrechts (und der Widerstandspflicht) aller Deutschen gemäß Artikel 20 Abs.4 des GG auszurufen!

    Gemäß den Statuten dieses Widerstandsrechts darf und muss sich das deutsche Volk gegen ALLE Kräfte erheben, die im Begriff sind, die deutsche Verfassung abzuschaffen – was politische Parteien, Kommunal-, Landesregierungen und Bundesregierung – aber auch Medien und sonstige wichtigen Multiplikatoren veröffentlichter Meinung miteinbezieht, die dies unterstützen. Das Widerstandsrecht erlaubt diesen Kampf ausdrücklich mit allen Mitteln, auch bewaffnet und unter Bedingungen eines Bürgerkriegs, wenn sonstige Maßnahmen nicht gefruchtet haben.

    Bürger Deutschlands! Polizeien Deutschlands! Soldaten und Offiziere Deutschlands! Erhebt euch! Verteidigt eure, verteidigt unser aller Freiheit! Verteidigt den Fortbestand unseres freiheitlichen Grundgesetzes gegen seine Feinde, die aus den Reihen ALLER politischen Parteien und den Redaktionen der meisten deutschen Medien kommen! Und verteidigt sie ebenso gegen die Feinde aus den Reihen jener islamischen Einwanderer, die unser Land zu einem islamischen Land machen und hier die barbarisch-vorsteinzeitliche Scharia einführen wollen.

    Vertreibt das herrschende Establishment aus seinen Ämtern und Schreibstuben und stellt die Verantwortlichen vor ein Gericht! Wie 1933 hat dieses Establishment schon wieder versagt! Organisiert Euch! Erhebt euch von euren Sofas! Geht auf die Straßen! Greift zu den Waffen, wenn es keine anderen Mittel gibt! Für uns, für unsere Kinder, für unsere Geschichte! Es lebe die Freiheit!

    http://michael-mannheimer.info/2011/04/09/mein-aufruf-zum-widerstand-gegen-das-politische-establishment-gemas-art-20-abs-4-gg/

    Mannheimer ist des Weiteren Hauptinitiator von „Nürnberg 2.0″.

    • 22. April 2012 um 12:07 Uhr
    • MM
  110. 113.

    Dem Mannheimerschen Unterniveau-Erguss stellen wir eine News dieser Tage gegenüber:

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-04/falschinformation-muslimstudie-friedrich?

    Wenn man wollte, könnte man das – leicht polemisch – gar als „staatlich sanktionierte Hetze“ bezeichnen.

    Und man könnte durchaus mit einigem Recht fragen: In welcher Welt lebt dieser Mannheimer? Die „Realitäts“-Diskussion einmal zu vertiefen…, das könnte weiterführen.

    • 22. April 2012 um 12:15 Uhr
    • MM
  111. 114.

    @MM

    Ich muss Ihnen zugute halten, dass Sie den ganzen wesentlichen Text zitieren.

    Dies hier:

    Gemäß den Statuten dieses Widerstandsrechts darf und muss sich das deutsche Volk gegen ALLE Kräfte erheben, die im Begriff sind, die deutsche Verfassung abzuschaffen

    Das Widerstandsrecht erlaubt diesen Kampf ausdrücklich mit allen Mitteln, auch bewaffnet und unter Bedingungen eines Bürgerkriegs, wenn sonstige Maßnahmen nicht gefruchtet haben.

    Das nehme und nahm ich als Bekenntnis zum Grundgesetz. Ihren Kommentar hingegen als die Folge flüchtigen Lesens. Sie haben ja sicher nichts dagegen, dass das Grundgesetz verteidigt wird.

    • 22. April 2012 um 12:24 Uhr
    • FreeSpeech
  112. 115.

    @ FS

    Sarkasmus ist mir lieber als Scheinheiligkeit

    • 22. April 2012 um 12:49 Uhr
    • MM
  113. 116.

    @ MM – Mannheimer und der bewaffnete Kampf gegen das Establishment – Textanalyse (close reading) –

    1 – Mannheimer hat festgestellt, dass ab sofort jeder verantwortungsbewusste Demokrat das (herrschende) Establishment* aus seinen Ämtern und Schreibstuben zu vertreiben hat und die Verantwortlichen vor ein Gericht zu stellen hat, sowie zu den Waffen zu greifen hat,
    wenn** es keine anderen Mittel gibt.

    _____________________________________

    2 – * = Exekutive + Legislative + Judikative + relevante gesellschaftliche Kräfte (Medien + Kirche + etc.)
    = politische Parteien, Kommunal-, Landesregierungen und Bundesregierung – aber auch Medien und sonstige wichtigen Multiplikatoren; Politik, Wissenschaft, Medien, Justiz und jetzt auch die Kirche – d.h.: die Feinde des Grundgesetzes, die aus den Reihen ALLER politischen Parteien und den Redaktionen der meisten deutschen Medien kommen.

    3 – ** „wenn es keine anderen Mittel gibt“:
    da ja – wie mehrfach im Verlauf des ‚Mannheimer Aufrufs‘ ausgeführt (siehe *) – das gesamte Establishment (Exekutive + Legislative + Judikative) die deutsche Verfassung abschafft,
    stehen folgerichtig-logisch keine anderen Mittel zur Verfügung,
    so dass daher die Anwendung des Widerstandsrechts und der Widerstandspflicht aller Deutschen gemäß Artikel 20 Abs.4 des GG gegeben ist, und zwar
    nun in der bewaffneten Form.

  114. 117.

    @ publicola #106:

    Als er … gefragt wird, ob nicht die islamische Welt ein eigenes politisches Modell entwickeln sollte,
    anstatt mit den Werten des Westens auch dessen politische Institutionen zu adaptieren,
    sagt Chennoufi …:
    “Ich habe immer ein wenig Angst vor dem Eigenen … Denn ich weiß nicht, was das sein sollte, dieses Eigene, wenn von Freiheit und Menschenrechten die Rede ist.”

    Da mag er momentan vielleicht Recht haben.

    Der Diskurs geht m.E. über einen das „politische Modell“ betreffenden hinaus bzw. es könnte lohnend sein, ihn – langfristig – in einem größeren (geistesgeschichtlichen) Kontext zu betrachten:

    Mohammed Abed Al-Jabri zeigt in seiner „Kritik der arabischen Vernunft“ der arabischen Kultur einen Weg aus ihrer Vergangenheitsfixiertheit.

    (…)

    Den Islamisten hält er vor, sich unreflektiert am „Erbe“ zu orientieren, ja sich von ihm beherrschen zu lassen, und dass sie unkritisch die Vergangenheit zum Ideal erheben. Gegen die Liberalen und Marxisten wendet er hingegen ein, dass sie nicht weniger „fundamentalistisch“ Lehrmeinungen folgen, die unter völlig anderen gesellschaftlichen Bedingungen entstanden sind. Nach seiner Auffassung muss ein erneuertes arabisches Denken sich das „Erbe“ kritisch anverwandeln.

    (…)

    [bedeutende Juristen und Philosophen der Vergangenheit] hätten (…) gezeigt, dass die Vorstellung von einer autonomen Vernunft durchaus in der arabischen Zivilisation verankert sei. Auf dieser Grundlage könnten die Araber viel eher an einer universellen Moderne partizipieren als dadurch, dass sie westliche liberale Modelle, die andere historische Erfahrungen spiegeln, importieren.

    http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=pb&dig=2009%2F08%2F22%2Fa0045&cHash=bf61487819

    Zwei Anmerkungen, die erste sachlich, die zweite sarkastisch:

    1.) Selbstverständlich ist es durchaus möglich, dass der Autor die Rezension heute nicht mehr so schreiben würde.

    2.) (Vorsicht, Sarakasmus; nicht an Sie, lieber publicola gerichtet, sondern an den ein oder anderen Mitlesenden): Vielleicht gehört der Autor auch nur zu dem von Mannheimer angesprochenen Establishment, will sagen, es handelt sich um einen zum Islam konvertierten Islamwissenschaftler, der hier bestimmt taqîya betreibt.

    http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=pb&dig=2009%2F08%2F22%2Fa0045&cHash=bf61487819

    PS: Zur „Frauenfrage“: Meine Worte, the key lies with the women!

    • 22. April 2012 um 13:07 Uhr
    • MM
  115. 118.

    @ publicola #106:

    Als er … gefragt wird, ob nicht die islamische Welt ein eigenes politisches Modell entwickeln sollte,
    anstatt mit den Werten des Westens auch dessen politische Institutionen zu adaptieren,
    sagt Chennoufi …:
    “Ich habe immer ein wenig Angst vor dem Eigenen … Denn ich weiß nicht, was das sein sollte, dieses Eigene, wenn von Freiheit und Menschenrechten die Rede ist.”

    Da mag er momentan vielleicht Recht haben.

    Der Diskurs geht m.E. über einen das “politische Modell” betreffenden hinaus bzw. es könnte lohnend sein, ihn – langfristig – in einem größeren (geistesgeschichtlichen) Kontext zu betrachten:

    Mohammed Abed Al-Jabri zeigt in seiner “Kritik der arabischen Vernunft” der arabischen Kultur einen Weg aus ihrer Vergangenheitsfixiertheit.

    (…)

    Den Islamisten hält er vor, sich unreflektiert am “Erbe” zu orientieren, ja sich von ihm beherrschen zu lassen, und dass sie unkritisch die Vergangenheit zum Ideal erheben. Gegen die Liberalen und Marxisten wendet er hingegen ein, dass sie nicht weniger “fundamentalistisch” Lehrmeinungen folgen, die unter völlig anderen gesellschaftlichen Bedingungen entstanden sind. Nach seiner Auffassung muss ein erneuertes arabisches Denken sich das “Erbe” kritisch anverwandeln.

    (…)

    [bedeutende Juristen und Philosophen der Vergangenheit] hätten (…) gezeigt, dass die Vorstellung von einer autonomen Vernunft durchaus in der arabischen Zivilisation verankert sei. Auf dieser Grundlage könnten die Araber viel eher an einer universellen Moderne partizipieren als dadurch, dass sie westliche liberale Modelle, die andere historische Erfahrungen spiegeln, importieren.

    http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=pb&dig=2009%2F08%2F22%2Fa0045&cHash=bf61487819

    Zwei Anmerkungen, die erste sachlich, die zweite sarkastisch:

    1.) Selbstverständlich ist es durchaus möglich, dass der Autor die Rezension heute nicht mehr so schreiben würde.

    2.) (Vorsicht, Sarakasmus; nicht an Sie, lieber publicola gerichtet, sondern an den ein oder anderen Mitlesenden): Vielleicht gehört der Autor auch nur zu dem von Mannheimer angesprochenen Establishment, will sagen, es handelt sich um einen zum Islam konvertierten Islamwissenschaftler, der hier bestimmt taqîya betreibt.

    PS: Zur “Frauenfrage”: Meine Worte, the key lies with the women!

    • 22. April 2012 um 13:07 Uhr
    • MM
  116. 119.

    @Publicola 102:

    Wird man aus einem von Islamisten begangenen Massaker ableiten, dass man die Frage des Kalifates in Europa und in den USA bejahend diskutiert?

    Das nicht – aber nach den Anschlägen in den USA, Spanien und in Vereinigten Königreich wurde jeweils die These ins Spiel gebracht, dass diese Staaten die Anschläge mit ihrer Außenpolitik selbst zu verantworten hätten und zum Schutz ihrer Bevölkerung vor weiteren Anschlägen von nun an eine andere Außenpolitik verfolgen müßten.

    • 22. April 2012 um 13:15 Uhr
    • Arjen van Zuider
    • 22. April 2012 um 13:32 Uhr
    • MRX
  117. 121.

    @ Arjen van Zuider – Eine mögliche (mitintendierte) Begleitkonsequenz meines Beitrages zu den „Lehren“, die aus Amokläufen gezogen bzw. nicht gezogen werden,
    war und ist,
    dass Diskussionen, die ein Amokmassaker thematisieren, einerseits und
    die inhaltlichen Diskussionen (gesellschafts-)politischer Thematik dann eher Sinn machen,
    wenn diese zwei Schwerpunkt-Themen (Amokmassakerthematik – gesellschaftspolitische Thematik) vorzugsweise auch separat, getrennt, unabhängig voneinander zu sehen und zu führen sind.
    Zumindest, wenn man irritierende, kontraproduktive Diskurse möglichst vermeiden möchte.

  118. 122.

    @MM

    Wie wär’s mit Argumenten, wenn Sie anderer Meinung sind?

    • 22. April 2012 um 13:43 Uhr
    • FreeSpeech
  119. 123.

    @Publicola

    Ich lese da nicht, dass die anderen Mittel schon ausgeschöpft wären. Nicht mal implizit.

    • 22. April 2012 um 13:49 Uhr
    • FreeSpeech
  120. 124.

    @46 N. Neumann

    Was Sie beschreiben nennt man Nationalismus.

    @ Zat (50.)

    Jein, ich beschreibe keinen bloßen Nationalismus. Es gibt zudem unterschiedliche Arten des Nationalismus. Was ich beschreibe ist eine Mischung aus Kulturalismus und Ethnopluralismus. Diese hat einerseits Schnittmengen mit Nationalismus, andererseits aber auch mit Multikulturalismus (zu unterscheiden vom häufig deskriptiv konnotierten Begriff der multikulturellen Gesellschaft).

    Während im Nationalismus Anpassung an einen idealtypischen „Nationalcharakter“ gefordert wird,

    Dieser Art des Nationalismus hängt Breivik näher besehen eben nicht an. Die Forderung nach einer Anpassung an einen idealtypischen „Nationalcharakter“ – oder sagen wir: die starke Betonung sowohl der Forderung als auch der Anpassung -, ist (zumindest noch) national-konservativ und republikanisch zu nennen. Und Breivik ist weder das eine noch das andere.

    Als Kulturalist / Ethnopluralist geht er nämlich nicht oder doch zumindest kaum davon aus, dass sich Einwanderer aus nicht-europäischen Ländern bzw. anderen Kulturkreisen an die norwegische / abendländische Kultur, die in seinen Augen von sogenannten Kulturmarxisten verwässert und verraten wurde, anpassen können. Insofern sollen sie es auch nicht, und insofern stellt sich für ihn die Frage der Anpassung überhaupt nicht.

    wird vom Multikulturalismus Anpassung an die Bereitschaft gefordert, ein offenes Nebeneinander konkurrierender Einstellungen zuzulassen und in einem gewssen Rahmen auch die dabei entstehenden Reibungen zu tolerieren.

    Was Sie hier vornehmen, ist eine leicht beschönigende Definition der Ideologie des Multikulturalismus.

    So fordert Multikulturalismus einseitig, und zwar von der Aufnahmegesellschaft bzw. vom aufnehmenden Staat, die Anpassung an die Bereitschaft andere kulturelle Einstellungen nicht nur zuzulassen, sondern diese per se anzuerkennen. Von Einwanderern aus anderen Kulturkreisen fordert der Multikulturalismus weder Anpassung noch die Bereitschaft dazu. Mehr noch: Einwanderer aus anderen Kulturkreisen sollen sogar in ihrer Kultur verhaftet bleiben, weil in seinen Augen andere Kulturen a) per se eine Bereicherung darstellen, b) die entsprechenden Einwanderer mit der Anpassung überfordert sind sowie, damit verbunden, c) in ihrer (per se positiv besetzten) Kultur aufgehoben sind. Kulturkritik ist für Multikulturalisten immer nur die Kritik der eigenen, vor allem chauvinistischen oder kapitalistisch-modernen (Un)Kultur, von kapitalistischer Entfremdung und Ausbeutung.

    Zudem kommen Reibungen und Konflikte im Multikulturalismus kaum vor. Es sei denn dadurch, dass Einwanderer durch Anpassung überfordert werden oder dadurch, dass die aufnehmende Gesellschaft und der aufnehmende Staat, zu denen Multikulturalisten ein betont kritisches Verhältnis haben, das man mithin als „negativen Nationalismus“ beschreiben kann, intolerant sind. Der Störfaktor im harmonischen Nebeneinander der Kulturen – um ein Miteinander geht es eben kaum – sind vor allem einheimische Chauvinisten und zumal Rechtsextremisten. Wenn die nicht wären, so glauben, Multikulturalisten, wäre mit der Einwanderungsgesellschaft fast alles in Ordnung. Einwanderer aus anderen Kulturkreisen sind dagegen keine Chauvinisten geschweige denn Rechtsextremisten. Hier geistert die moderne Variante von Rousseaus edlen Wilden durch die Köpfe. Bei Breivik sind die „edlen Wilden“ lediglich weniger edel als bei den Multikulturalisten.

    Nach den Nazi-Anschlägen in den frühen 90ern hieß es in Deutschland: „Ausländer, lasst uns mit diesen Deutschen (Nazis) nicht alleine.“ Manche, die diesen Spruch buchstäblich oder sprichwörtlich hochhielten, haben sie dabei wahrscheinlich nicht viel gedacht und wollten damit ganz einfach nur zum Ausdruck bringen, dass sie lieber mit Ausländern als mit Nazis in einem Land leben. Manch andere jedoch offenbarten dadurch sowohl ein instrumentelles Verhältnis zu Ausländern, weil diese dazu da sind, die eigene, ungeliebte Kultur bunter zu machen, als auch den Umstand, dass auch sie in Migranten und ihren Nachkommen den Anderen, den Ausländer sehen. So hieß es eben nicht: „Einwanderer/Migranten lasst uns mit diesen Deutschen nicht alleine“.

    Für Breivik stellen nun Einwanderer aus anderen Kulturkreisen selbstredend absolut keine Bereicherung dar. Andere Kulturkreise werden von ihm aber – sehr ähnlich wie von Multikulturalisten – in ihrem Sosein bzw. ihrem Anderssein per se geschätzt, sofern sich Mitglieder anderer Kulturkreise nicht in Norwegen und Europa breit machen. Er hat ja mitnichten irgendein kolonialistisches oder imperialistisches Projekt im Kopf, in der sein idealisiertes christlich-abendländisches Europa den Rest der Welt dominiert. So sollen ja die Araber im Orient ruhig ein Kalifat errichten (was aus Breiviks Sicht so etwas wie ein kulturbedingt-natürliches Streben ist), nur eben nicht in Europa.

    Last but not least können und sollen sich, wie gesagt, Einwanderer gemäß Breivik nicht anpassen. Dasselbe finden aber auch Multikulturalisten.

    Wobei sich die entsprechenden Sprachregelungen von multikulturalistischen Ideologen wie z.B. Ursula Boos-Nünning, Yasemin Karakasoglu, Mark Terkessidis oder Werner Schiffauer inzwischen etwas abgeschwächt haben. Inzwischen kommt aus dieser Ecke die Parole, dass zumal Einwanderer islamischen Glaubens eigentlich integriert und die (mehr oder weniger chauvinistischen) Forderungen eigentlich gegenstandslos sind.

    Wie man Nationalismus und Multikulturalismus gleichsetzen oder verwechseln kann, ist mir unbegreiflich. Der Text, um den es hier geht, tut dies.

    Die Überschrift des Textes mag pointiert sein, nüchtern betrachtet geht es aber um das Aufzeigen von ideologischen Schnittmengen und Ähnlichkeiten zwischen Ethnopluralisten (rechtsradikalen/rechtsextremen Kulturalisten) und Multikulturalisten (linken/linksradikalen Kulturalisten). Vielleicht führen meine Erläuterungen ja dazu, dass Sie diese jetzt besser erkennen können.

    • 22. April 2012 um 13:51 Uhr
    • N. Neumann
  121. 125.

    @ MRX

    Wird Zeit, dass der Westen von Herrn Belhadj & Co. mal einige informationelle Gegenleistungen einhandelt.

    OT-Syrien:

    Theodore Kattouf, ex-US-Botscherfter in Syrien, zu den Aussichten der von mir als kommenden – wenn nicht ausdrücklich unterbundenen – Konfliktausweitung auf die Region:

    „Nobody in polite company wants to discuss …“ 22.40-23.35

    Ebenfalls Kattouf zu dem von mir in der Diskussion mit

    @ boothby

    angerissenen Konnex zwischen Us-Interventionsunlust und dem russischen Handlungsspielraum dagegen in der Kaspisch-Kaukasischen Region: Bestätigung des Georgischen Konnexes mit finsteren Andeutungen, was da naoch kommen mag.

    „Russia would say: that’s the way we play the game these days; fine …“ 14.00-15.45 Keinen Bock zu nix mehr in den USA, auch wenn einige Protzer noch gelegentlich rumtönen.

    Wie ich gesagt habe: Putin wartet nur auf einen Vorwand.

    Und so, wie ich gesagt habe, keinen Bock zu Iran was zu machen: aus den gleichen Gründen (Pleite, Stimmung, Putin) auch keinen Bock, zu Syrien was zu machen.

    http://www.youtube.com/watch?v=eoyKz-MGcaM

    • 22. April 2012 um 13:57 Uhr
    • Thomas Holm
  122. 126.

    @ NN
    Inzwischen kommt aus dieser Ecke die Parole, dass zumal Einwanderer islamischen Glaubens eigentlich integriert und die (mehr oder weniger chauvinistischen) Forderungen eigentlich gegenstandslos sind.

    Etwas präziser: „[…], dass deren Kulturchauvinismus die iegentliche Integartion darstelle.“

    • 22. April 2012 um 14:28 Uhr
    • MRX
  123. 127.

    @ MM – D’accord – in der Tat gibt es eine spannende Meta-Diskussion, die gemeinsam genutzte und gemeinsam entwickelte Traditionen des Okzident und Orient thematisieren.

    Dazu gehören z.B.:
    – der von Ihnen zitierte Mohammed Abed Al-Jabri (Kritik der arabischen Vernunft);
    – Katajun Amirpur gab kürzlich eine Textsammlung dreier iranischer Reformdenker (Eshkevari, Kadivar & Shabestari);
    – das derzeitige Forschungsprojekt ‚Corpus Coranicum‘ diskutiert die Verortung des Korans in theologischen Debatten der Spätantike;
    – der Franzose Jean Bodin (1530–1596) verfasste einen Dialog zwischen diversen Religionen incl. Christentum, Judentum, Islam, mit dem Ergebnis, dass man sich einig war über die friedliche religiöse Koexistenz;
    – Raimundus Lullus (13. Jhdt.) schrieb sein erstes Buch auf Arabisch („Vom Heiden und den drei Weisen“), das ganz rational die Vorzüge des Christentums darstellen sollte, wobei jedoch durch das ganze Werk sich die Hochachtung vor dem Koran zieht;
    – etc. etc.

    Andererseits ist der tunesische Gelehrte Ali-Ridha Chennoufi klug genug, zu ahnen, zu wissen und auszusprechen, dass (oben angedeutete) Meta-Diskussionen nicht bedingt Sache und Thema eines praktischen und pragmatischen Politik-Diskurses weder in Orient noch in Okzident sein können und sind:
    „Ich habe immer ein wenig Angst vor dem Eigenen … Denn ich weiß nicht, was das sein sollte, dieses Eigene, wenn von Freiheit und Menschenrechten die Rede ist.“

  124. 128.

    @N. Neumann 123

    Danke.

    • 22. April 2012 um 14:37 Uhr
    • FreeSpeech
  125. 129.

    @ NN (u. MRX) – sehr gut!

  126. 130.

    „Außerdem, so Chennoufi, habe Ennahda vor etwa drei Wochen nach heftigen Debatten erklärt, dass man darauf verzichten will, die Scharia zur Grundlage der neuen tunesischen Verfassung zu machen …“

    Hört sich recht beruhigend an wenn man nicht weiß wie weitgehend die Zivilgesellschaften Nordafrikas von der Scharia durchdrungen sind.

    • 22. April 2012 um 14:58 Uhr
    • Bredow
  127. 131.

    “ … habe Ennahda … erklärt, dass man darauf verzichten will, die Scharia zur Grundlage der neuen tunesischen Verfassung zu machen“
    Hört sich recht beruhigend an …

    Nein [- bitte den zitierten Text in seiner zitierten Gänze lesen!] – anderenfalls würde ja nicht die mögliche Rolle der Armee als Garant einer tunesischen Demokratie diskutiert (siehe zitierten Text).
    Beruhigend wird erst eine noch zu beschließende tunesische Verfassung dann sein, wenn sie tatsächlich auch den Verzicht auf die Scharia manifestieren wird.

  128. 132.

    So in etwa:

    „If a white girl is abused, the police come break down the door. If a black girl is mutilated, nobody takes care of her. This is what I call racism.“

    http://www.guardian.co.uk/uk/2012/apr/22/female-genital-mutilation-uk-medics

    • 22. April 2012 um 15:14 Uhr
    • MRX
  129. 133.

    @ NN, MRX

    Die Ideologie des Multikulturalismus stellt ihre Forderungen, wie Sie richtig sagen, einseitig: an die aufnehmenden Gesellschaften, weil sie jede Kultur als ‚über jedweder Kritik stehend‘ ansieht; mit Ausnahme der Kulturen der Aufnahmegesellschaften, die sich durch Imperialismus, (Neo-)Kolonialismus, Rassismus, etc. versündigt hätten.

    Vergleichbare Phänomene aus „nichtweißen“ Kreisen oder Gegenden werden dagegen gerne als spalterische Machenschaften neokolonialer Propagandisten abgetan.

    Alles, was nicht „weiß“ ist, wird unkritisch und ahistorisch als ‚Bereicherung‘ begrüßt.

    In der „weißen“ Welt gibt es jedoch auch bro & sis, und zwar wenn diese sich in Widerstand und Solidarität üben, wie z.B. die IRA.

    Mein Kronzeuge für bro’s & sisses in Old Europe:

    http://sonsofmalcolm.blogspot.de/2012/03/white-brother-deals-with-racists-in.html*

    Ferner sagen sie zutrefend über Breivik …

    „Er hat ja mitnichten irgendein kolonialistisches oder imperialistisches Projekt im Kopf, in der sein idealisiertes christlich-abendländisches Europa den Rest der Welt dominiert…

    Last but not least können und sollen sich, wie gesagt, Einwanderer gemäß Breivik nicht anpassen. Dasselbe finden aber auch Multikulturalisten.“

    DER Vordenker des: ‚besser nicht-Integrierens‘ im Original:

    „..es ein verbrecherischer Wahnwitz ist, einen geborenen Halbaffen so lange zu dressieren, bis man glaubt, aus ihm einen Advokaten gemacht zu haben,…“ (Hitler 1937: Mein Kampf, S. 478 f.)

    hxxp://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/download/ortmeyer/Auszug_aus_dem_Buch_Juedische_Schuelerinnen1.pdf

    … so dass sich die Frage stellt, wer denn nun eigentlich der Bösewicht ist, der alles dominieren will.

    Hier bekennent der (auch kultur-)imperialistische Übeltäter:

    „cultural and economic struggles will be steadier and ultimately more decisive. The de facto role of the US armed forces will be to keep the world safe for our economy and open to our cultural assault.“

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Ralph_Peters

    Die westliche Zivilisation war, ist und bleibt in der Offensive.

    Sie bringt archaische Lebensformen und Glaubenssätze durcheinander.

    So durcheinander, bzw. in Bedrängnis, dass die Multikulturalisten sich ausgedacht haben, einfach mal in gleicher Münze „heimzuzahlen“ und zur Abwechselung mal den Westen einem Suprematieanspruch auszusetzen. Das frustrationsgetriebene Rachemotiv eines Teils der Linken auf der Suche nach einem heimzahlenden, statt revolutionärem Subjekt, ist unverkennbar.

    Hier kommt die Bemerkung ins Spiel von:

    @ MRX

    „Etwas präziser: “[…], dass deren Kulturchauvinismus die iegentliche Integartion darstelle.”“

    Die einen sagen: Chauvinismus hatten die nie ‚drauf, oder: haben sie sich inzwischen abgeschliffen; und die anderen sagen: deren Chauvinismus ist genau die Bereicherung, die Ihr verdient habt. Letzteres wird etwa in weiten Segmenten der Rap-Szene herausgedröhnt.

    In #132 sagt MRX, auf wessen Kosten das Rachespiel der Multikulturalisten in erster Linie abgefeiert wird.

    Multikulturalisten, Breiviks und Islamisten reagieren jeweils auf ihre Art auf den ‚cultural assault‘ des Westens. Die Ungemütlichkeit der multikulturellen Gesellschaft, von der u.a. ein Cohn Bendit spricht, ist im globalen Maßstab ein einziges Schlachtfeld.

    *Das Phänomen der Redskins, oder wie auf dem Video oben: „Skinheads Antifascisti“ (Symbol: Korintherhelm mit Kamm; Irokese-optional)

    hxxp://www.tivas-fantasy.de/images/r156x2.jpg

    • 22. April 2012 um 15:46 Uhr
    • Thomas Holm
  130. 134.

    Ich kann einen Breivik gut verstehen. Wer Heerscharen des niedersten Abschaums nach Europa schleust, ausgerechnet den aller- aller -allerniedersten Hillbillydreck aus der Türkei und dem Libanon und woher der Müll überall herkommt, systematisch hierher einschleust um uns kaputt zu machen, der braucht sich über einen Breivik nicht zu wundern. Es wundert mich ohnehin, dass sich nicht mehr Menschen gegen diesen Wahnsinn zur Wehr setzen. Es ist ein Witz, das uns dieser Irrsinn als „Bereicherung“ verkauft werden soll von einer abgehobenen, kranken, pervertierten Elite. Ich habe es so satt!!!!

    • 22. April 2012 um 17:40 Uhr
    • Andreas Tuerk
  131. 135.

    @Publicola:


    dass Diskussionen, die ein Amokmassaker thematisieren, einerseits und
    die inhaltlichen Diskussionen (gesellschafts-)politischer Thematik dann eher Sinn machen,
    wenn diese zwei Schwerpunkt-Themen (Amokmassakerthematik – gesellschaftspolitische Thematik) vorzugsweise auch separat, getrennt, unabhängig voneinander zu sehen und zu führen sind.

    Wünschenswert wäre es sicherlich. Aber reißt man diese Trennung nicht schon allein dadurch ein, dass man den Anschlag zum Anlass nimmt, ein bestimmtes gesellschaftspolitisches Thema vertieft zu diskutieren?

    @NN 124:
    Hervorragende Darstellung der Gemeinsamkeiten, danke!

    • 22. April 2012 um 17:56 Uhr
    • Arjen van Zuider
  132. 136.

    @ AvZ – korrekt

  133. 137.

    Ist dieser Andreas Tuerk nun ein Fake oder sollte man ihm einen Arzt empfehlen?

    • 22. April 2012 um 18:36 Uhr
    • FreeSpeech
  134. 138.

    Vielleicht beides.

    • 22. April 2012 um 18:59 Uhr
    • MRX
  135. 140.

    Ein anderer „Arzt“ dürfte seinen ideologischen Neigungen wohl eher entsprechen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Germanische_Neue_Medizin#Ryke_Geerd_Hamer

    • 22. April 2012 um 19:58 Uhr
    • Arjen van Zuider
  136. 141.

    @ P

    Woher wissen Sie denn so was?

    • 22. April 2012 um 20:18 Uhr
    • MRX
  137. 142.

    Æh, @ AvZ

    • 22. April 2012 um 20:21 Uhr
    • MRX
  138. 143.

    Das beste ist meist peinlich berührt stillschweigend über solch einen post hinweg zu gehen und so zu tun, als ob er nicht existieren würde.

    • 22. April 2012 um 20:28 Uhr
    • Zagreus
  139. 144.

    Die Armee als Garant einer tunesischen Demokratie…waren wir nicht schon mal soweit mit Ben Ali ?
    Nicht nur der Beschluß einer tunesischen Verfassung, die auf die Scharia verzichtet, steht noch aus. Auch der Nachweis daß dieser etwaige Verzicht in Hinsicht auf die menschenrechtswidrigen Elemente von der tunesischen Zivilgesellschaft mitgetragen wird ist noch nicht erbracht.

    • 22. April 2012 um 20:57 Uhr
    • Bredow
  140. 145.

    “If a white girl is abused, the police come break down the door. If a black girl is mutilated, nobody takes care of her. This is what I call racism.”

    Der Rassismus, der in der Bereitschaft besteht für verschiedene Bevölkerungsgruppen verschiedene Grade bürgerlicher Freiheit zu akzeptieren, muß einen nicht beunruhigen wenn man ihn als Multikulturalismus auffassen kann.

    • 22. April 2012 um 21:10 Uhr
    • Bredow
  141. 146.

    @MRX:

    Weiß man halt.

    @Bredow:

    Nachdem sich im Westen so langsam die Einsicht durchsetzt, dass kein Hegelsch-Fukuyamascher Weltgeist überall auf der Welt zu allen Zeiten auf die „(gesellschafts- und markt-)liberale Demokratie“ hinsteuert, müssen wir uns jetzt entscheiden, ob wir im Zweifelsfall in unserem Hegemonialbereich (und den haben wir, ob wir uns nun als Hegemon fühlen oder nicht – demonstrative Nichtintervention ist auch eine Form der Hegemonieausübung) lieber „liberale Diktaturen“ oder „illiberale Demokratien“ haben. Vorhersagen, wie solche Gesellschaftsformen sich entwickeln werden, sind gerne willkommen.

    • 22. April 2012 um 21:21 Uhr
    • Arjen van Zuider
  142. 147.

    @ Arjen van Zuider – Danke!

    @ Bredow – die Länder der „Arabellion“, die alle sehr verschieden und in den unterschiedlichsten gesellschaftlich-politischen Stadien sind, befinden sich in einem fluiden, viskosen Zustand verschiedenstartig ausgeprägter Diskurse und gesellschaftlicher, politischer Schritte – so stehen z.B. in der Regel Modus creandi und operandi sowie procedendi einer verfassunggebenden Versammlung, die Diskussion und Verabschiedung einer Verfassung in Ägypten aus.
    Die diversen gesellschaftlichen und politischen Kräfte reagieren auf Veränderungen und erworbene Einsichten mit z.B. neuen Kandidaten für kommende Präsidentschaftswahlen (in Ägypten), mit z.B. neuen Parteigründungen, mit z.B. verschiedenartigen Parteizusammenschlüssen (Ägypten, Tunesien), mit Demonstrationen, mit Statements ihrer Repräsentanten, mit Streiks (Tunesien).
    Kein menschliches Wesen auf der ganzen Welt – ausgenommen sind Götter – wird daher in der Lage sein, eine verlässliche Beschreibung eines nachhaltigen Zustandes zu liefern.

    Was man als Interessierter und Suchender auf diesem Blog leisten kann, ist, sich möglichst breit zu informieren bzw. möglichst zuverlässigen Quellen entsprungene Informationen über negative und positive Entwicklungen hier weiterzugeben.
    [Letzteres bemühe ich mich von Zeit zu Zeit sowie in menschlich und lesermäßig zumutbarem Maße und begrenzt auf mir typisch für negativ und positiv erscheinende Prozesse zu tun]

    Konkret auf Ägypten, Libyen und Tunesien bezogen
    wage ich die Tendenz-Annahme,
    dass in Hinsicht einer Demokratie-Entwicklung
    – „Ägypten“ sich recht schwertut, die demokratischen u. säkularen Kräfte sind gegenüber den religiösen Kräften (vereinfacht gesagt) schwächer, insgesamt eine hochkomplizierte, labile, ja vielleicht als gefährlich zu beschreibende Lage
    – „Libyen“ ist in einer noch schwierigeren Situation, weil zunächst sich die Zentralgewalt landesweit durchzusetzen hat,
    – „Tunesien“ sich in einer vergleichsweise eher hoffnungsvollen Situation eines relativ offenen gesellschaftlichen und politischen Diskurses befindet, in dem soweit beurteilbar die demokratischen Kräfte eine relevante Rolle spielen.

    Ansonsten sei betont: weder gibt es ein eindeutiges Schwarz/Weiß noch ein eindeutiges Gut/Böse noch gibt es ein Ende der menschlichen (Zeit-)Geschichte – Vieles, wenn nicht Alles ist offen – ob es einem lieb sein mag oder nicht.

  143. 148.

    Putin-Monokultur in Rußland: Sieben Jahre Knast für Protestaktion gegen die Unterstützung von Putins Kandidatur durch die Russisch-Orthodoxe Kirche

    Russian Orthodox Church organises against Pussy Riot punks

    http://www.youtube.com/watch?v=phTg0RB87M4

    • 22. April 2012 um 23:35 Uhr
    • Thomas Holm
  144. 149.

    @ Holms

    Tja – diktatur halt – putin hat russland wieder zu einer diktatur gemacht in der er der neue ‚zar‘ ist. Zumindest kann man konstatieren, dass er sich selbst treu geblieben ist. Unter UdSSR-zeiten beim KGB dürfte er ein linientreuer strammer kommunist gewesen sein, der halt an seine parteien.dkitatur geglaubt hat – nund die hat er nun wieder herbeigeführt.
    Das problem bei solchen ‚Revolutionen‘ ist, dass die leute nicht bereit sind mit den altern garden und ihren vertretern abzurechnen.
    Das ist human aber leider auch saublöde. Viele revolutionen sind genau daran gescheitert, dass das Volk/die neuen Machthaber nicht massiv diejenigen getötet hat, die beim alten regime mitmachten – zumindest diejenigen an den entscheidenden hebeln.
    Wenn diese Leute nicht sterben, hat man quasi lauter leute mit ihren anhängen, die sich nach dem alten system zurücksehnen – verständlicherweise zurücksehnen, denn ‚damals‘ ging es ihnen gut und sie hatten das sagen.
    Lässt man es zu , dass diese Leute sich politisch betätigen, dann muss man damit rechnen in einer demokratie, dass sie diese abschaffen und versuchen die alten zustände zu rekonstruieren.
    Beispiele dafür gibt es viele:
    1848/49-revolution ist eines dafür. Im Grunde aber auch die Weimarer republik – schon inder gestalt des reichspräsidenten hatten sie ihren ‚kaiser‘ wieder – und viele, sehr viele hatten einfach kein problem damit eine neue Führer-diktatur zu wählen, sowohl von rechts als auch von links (die kommunisten wollten ja auch eine diktatur).
    Hutzutage schaue man einfach einmal in die ehemaligen Sowjetrerubliken. Bei manchen hat es bisher geklappt – siehe polen, tschechen etc. und wir knnen gut hoffen, dass es auch weiterhin klappt. Bei manchen aber auch nicht, siehe weisrussland und russland – hier haben wir wieder diktaturen.

    • 23. April 2012 um 00:37 Uhr
    • Zagreus
  145. 150.

    @TH

    angerissenen Konnex zwischen Us-Interventionsunlust und dem russischen Handlungsspielraum dagegen in der Kaspisch-Kaukasischen Region:

    Ich habe in der Tat nur ihre empfohlene Sequenz betrachtet (anbei ein Dankeschön dafür, das sie dafür mittels Zeitangabe die Gelegenheit dafür geben). Der Befragte stellt eine Verbindung her, dazu eine Feststellung: Erstens bezieht er sich eindeutig auf eine unilaterale Vorgehensweise der „US“, was in bezug auf ihre Schwäche für Hintergründe und insbesondere kombiniert mit dem Georgien-Krieg eine besondere Note bekommt. Was ihnen sicher klar sein dürfte.

    Viel wichtiger: Als Grund für die derzeitige Ablehnung von Interventionen seitens der US-Bevölkerung als Ganzes selbst (denen schon der Afghanistan-Abzug der Administration nicht flott genug von statten geht) wird explizit die Sorge vor weiteren Konflikte betont (15:03), seitens US-Offiziellen (bitte beachten sie den luziden Todenhöfer-Drall hier) wird angenommen, das hier Demokratiebestrebungen von Kriminellen und Jihadistischen Bemühungen dominiert werden (16:10). Ineins mit den Zweifelhaften Aussichten auf Erfolg eines solchen Projekts.

    Und so, wie ich gesagt habe, keinen Bock zu Iran was zu machen: aus den gleichen Gründen (Pleite, Stimmung, Putin) auch keinen Bock, zu Syrien was zu machen.

    Was ist mit dem Grund, das es sich um einen tatsächlich schwerwiegenden Konflikt handelte? Es werden alle Optionen, nicht nur in Israel, auf dem Tisch gehalten, aber die Vorstellung, die hätten einfach nur „kein Bock“, wirkt auf mich völlig absurd. Und wird mit Putins Bock auf rumble in Aserbaidschan auch ausweislich ihre Links eher dürftig gestützt, wenn ich das so sagen darf.

    • 23. April 2012 um 00:48 Uhr
    • Boothby
  146. 151.

    Das problem bei solchen ‘Revolutionen’ ist, dass die leute nicht bereit sind mit den altern garden und ihren vertretern abzurechnen.
    Das ist human aber leider auch saublöde. Viele revolutionen sind genau daran gescheitert, dass das Volk/die neuen Machthaber nicht massiv diejenigen getötet hat, die beim alten regime mitmachten – zumindest diejenigen an den entscheidenden hebeln.

    Diejenigen nachhaltig-erfolgreichen ‚Revolutionen‘, die in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts und danach stattfanden, kamen seitens der auf eine politische Wende bedachten Massen und Hauptakteure ohne jegliches Blutbad aus.

    Genau der unblutige Verlauf war (ist) eigentlich das Haupt-Kriterium (einer Vorhersage), ob eine Revolution sich als langfristig erfolgreich erweisen könne (konnte). Als Beispiele sei verwiesen auf:
    Portugal, Spanien, Südkorea, Taiwan, Philippinen, Südafrika, Polen, Ungarn, Tschechoslowakei, Albanien, DDR.

  147. 152.

    Ich muss mich dem oben geäußerten Zynismus über das Scheitern von Freiheitsbewegungen an ihrer eigenen Menschlichkeit voll und ganz anschließen. Es wäre in der Welt anders zugegangen, wenn in Deutschland 1848 das Fallbeil auf hochwohlgeborene Hälser niedergesaust wäre, wenn man 1918 radikaler gewesen wäre, aber bitte nicht so radikal, dass man doch in den Fängen von Spartakus gelandet wäre, wenn man 1945 ohne viel Papperlapapp die Nazis an die Wand gestellt hätte.
    Stellt sich die Frage, wo und wann noch so und nicht anders mit den Vertretern gestürzten Unrechts hätte umgegangen werden sollen.
    Hätte man 1865 die weißen Sklavenbesitzer in den Südstaaten lynchen sollen, um damit 100 Jahre und mehr von Rassendiskriminierung zu verhindern? Moralisch vertretbar wäre es gewesen, nur hätte man noch mehr den Eindruck geweckt, der Süden wäre unter die Tyrannei geraten, die sich Booth einbildete, als er Lincoln erschoss. Der weiße Bodensatz wäre so rassistisch gewesen wie er nun einmal war oder auch immer noch ist.
    Was mich nachdenklich stimmt, ist der Umstand, dass diejenigen, die hier so eifrig die Welt besser lynchen wollen, auch immer auf der Seite angeblicher Rechtsstaaten stehen, die aggressiv bis mörderisch gegen ihre Widersacher vorgehen und offensichtlich das vergossene Blut als Lebenselixir brauchen.

    • 23. April 2012 um 09:04 Uhr
    • Krischan
  148. 153.

    Genau der unblutige Verlauf war (ist) eigentlich das Haupt-Kriterium (einer Vorhersage), ob eine Revolution sich als langfristig erfolgreich erweisen könne (konnte).

    Wenn die Revolution wirklich von einer Mehrheit der Bevölkerung getragen wird (und nicht bloß von einer lautstarken/waffengewaltigen Minderheit), steht auch nicht zu befürchten, dass die alten Machthaber auf demokratischem Weg wieder zurückkehren. Allerdings führen unblutige Revolutionen oft noch Jahrzehnte danach zu unschönen Szenen, weil Teilen des politischen Spektrums (zB PDS/Ost-Linkspartei in Deutschland, Partido Popular in Spanien) die Verstrickung einiger ihrer Mitglieder in die Diktatur vorgeworfen wird. Ich denke, die Fähigkeit, mit diesen Spannungen umzugehen, ist auch ein gutes Anzeichen dafür, wie es um die Demokratiefähigkeit eines Landes bestellt ist.

    • 23. April 2012 um 09:13 Uhr
    • Arjen van Zuider
  149. 154.

    @ Zagreus

    „Viele revolutionen sind genau daran gescheitert, dass das Volk/die neuen Machthaber nicht massiv diejenigen getötet hat, die beim alten regime mitmachten – zumindest diejenigen an den entscheidenden hebeln.“

    Soso. Die französische Revolution war also erfolgreich, weil Robespierre alle Aristokraten töten ließ. Was ist dann mit Napoleon?

    Abgesehen davon scheinen Sie ein Faible für Massenmörder zu haben.

    • 23. April 2012 um 09:13 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  150. 155.

    Ich habe mir diesen Michael Mannheimer Blog einmal angeschaut: Der ist nochlängst nicht so radikal in seinem Hass auf alles „Linke“, „Islamische“ und „freiheitsfeindliche Denken“ wie der hier: http://sultanknish.blogspot.de

    • 23. April 2012 um 09:14 Uhr
    • Krischan
  151. 156.

    Was ist dann mit Napoleon?

    Napoleon war in leitender Position für das Ancien-Régime tätig? Donnerwetter, man lernt nie aus.

    • 23. April 2012 um 09:27 Uhr
    • unlimited
  152. 157.

    @ HJS

    „Soso. Die französische Revolution war also erfolgreich, weil Robespierre alle Aristokraten töten ließ. Was ist dann mit Napoleon?“

    a.) hat er nicht alle Aristokraten töten lassen.
    b.) war Napoleon kein aristokrat, sondern konnte sich aufgrund seiner Erfolge und seiner wünsche/ideale (die wohl irgendwann nicht mehr viel mit den revolutionsgedanken damals zu tun hatten) sich zumm Aristokrat aufschwingen.
    c.) Letztendlich war die transformation in die republik erst mit der niederlage bei sedan (Napoleon III.) vollzogen.
    d.) wäre aber die fr. revolution kaum derart erfolgreich geworden, wie sie es wurde, wenn nicht die meisten wichtigen stützen des alten regimes getötet, vertrieben oder derartig entmachtet worden wären, dass sie nicht mehr an die hebel der macht kamen bzw. versuchten zu kommen.

    Abgesehen davon scheinen Sie ein Faible für Massenmörder zu haben.

    Es würde ihnen ganz gut anstehen, wenn sie nicht dauernd versuchen würden, den leuten sachen zu unterstellen wie beispielsweise in der form hier: in psychologisierungen.

    Deer Punkt – der nicht allzuschwer zu verstehen ist, besteht einfahc darin, daß es in jeder gesellschaftsform, also auhc in der schlimmsten diktatur, nicht nur einige wenige, sondern breitere Gesellschaftliche gruppierungen gibt, denen es gut geht unter der diktatur – weil sie in irgendeiner form halt daran partizibieren oder ihre vorteile daraus ziehen können.
    Z. B. ist es halt sowohl für den iran als auch für saudi arabien oder für syrien blödsinnig zu sagen, dass man einen diktator oder halt einige unterdrücker hätte, während das Volk geknechtet oder unfrei wäre.
    Und es ist einfach blödsinnig zu denken, dass jeder mensch sich nach demokratie, rechtsstaatlichkeit und freiheit als politisches Ziel sehnen würde. Diejenigen, die an einer diktatur partizipieren, ihre vorteile haben bis hin zu denen, die sich einfach nur arrangiert haben, für die gibt es keinen grund die Diktatur abzulehnen oder eines der obrigen ziele auch nur wirklich zu bejahen – denn ihr wohlergehen und ihr erfolg & karriere funktioniert ja sehr gut unter der diktatur. Sie erleben eben Erfolg, wohlstand, Macht, Glück.
    Und wenn es zu einem regime-wechsel kommt, dann sind iR. diese leute diejenigen, die das alles verlieren ud darum das alte regime oder was in der art wieder herbeisehnen, denn dies war ja der zustand, an denen es ihnen gut ging.
    Und idejenigen, die in der Diktatur an den Hebeln der Macht bzw. in der nähe davon saßen sind nicht nur diejenigen, die am meisten verlieren idR. bei einem systemwechsel sondern sie sind auch diejenigen, die idR. aus bestimmten oft individuellen Gründen dort saßen – ämlich weil sie diejenigen sind, die schlau, brutal, diplomatisch etc. genug waren, um eben diese begehrten posten zu ergattern. und die darum auch meist über ein entsprechend gutes Netzwerk und über genug individuelle stärken verfügten, dass sie im neuen system teilweise wieder aktivieren und einsetzen können.
    –> Und somit geht von diesen leuten uch eine entsprechend höhere gefahr aus für das neue system, z. b. einer demokratischen gesellschaft.

    • 23. April 2012 um 09:42 Uhr
    • Zagreus
  153. 158.

    @ K

    , wenn man 1945 ohne viel Papperlapapp die Nazis an die Wand gestellt hätte.

    Dann könnten Sie sich heute nicht mit SS-Günni solidarisieren.

    • 23. April 2012 um 09:50 Uhr
    • MRX
  154. 159.

    @ ul

    Napoleon war in leitender Position für das Ancien-Régime tätig? Donnerwetter, man lernt nie aus.

    Nø, Unteroffizier.

    • 23. April 2012 um 09:53 Uhr
    • MRX
  155. 160.

    wenn man 1945 ohne viel Papperlapapp die Nazis an die Wand gestellt hätte

    „Nazi“ nach welchen Kriterien? Die führenden Nazis wurden in Nürnberg hingerichtet, sofern sie sich nicht schon selbst gerichtet hatten. Hätte man alle Mitläufer mit Verstrickungsgrad Grass oder höher hingerichtet, hätte Deutschland nachher noch halb soviele Einwohner gehabt – es ist nämlich gerade das Wesen einer totalitären Diktatur, wie das 3. Reich eine war, dass es praktisch unmöglich ist, Staatsferne zu praktizieren, ohne zum Staatsfeind zu werden.

    • 23. April 2012 um 10:21 Uhr
    • Arjen van Zuider
  156. 161.

    @ AvZ

    Hätte man alle Mitläufer mit Verstrickungsgrad Grass oder höher hingerichtet, hätte Deutschland nachher noch halb soviele Einwohner gehabt – es ist nämlich gerade das Wesen einer totalitären Diktatur, wie das 3. Reich eine war, dass es praktisch unmöglich ist, Staatsferne zu praktizieren, ohne zum Staatsfeind zu werden.

    ? – nein, das ist so falsch.
    Es wären sicherlich zu viele gewesen, wenn man leute wie GraSS hingerichtet hätte – aber es wäre nie die hälfte geworden der Einwohner.
    Denn die NS-Diktatur hat es erh wohl zugelassen, dass leute ‚staatsferne‘ praktizierten. solange sie sich nicht politisch betätigten, sondern einfach das ‚Maul‘ gehalten haben, und sich nicht zu sehr an irgendeine entscheidungsposiion klammerte, war es kein problem – denn zu den NS-Institutionen wie NSdAP, SS, SA oder irgendwelchen leitenden Positionen würde man nicht gezwungen, im gegenteil, dort wollte man nur leute haben, auf die sich der NS-apparat verlassen auch konnte.
    Von daher war es sehr gut möglich als einfacher arbeiter oder wehrmachts-soldat über die kriegszeit zu kommen ohne sich an irgendeinem individuellen verbrechen zwangsweise beteiligen zu müssen.

    • 23. April 2012 um 10:31 Uhr
    • Zagreus
  157. 162.

    @MR
    Dann könnten Sie sich heute nicht mit SS-Günni solidarisieren.

    Oder er wäre gar nicht existent, weil Opa oder Papa leider auch liquidiert worden wären.

    • 23. April 2012 um 11:16 Uhr
    • unlimited
  158. 163.

    @AvZ

    Das problem ist idR. ein ganz ein anderes.
    Die meisten menschen sind nicht besonders politisch – sie wollen einfach ihr leben in ruhe leben und dabei halt etwas erfolg haben, ein paar träume erfüllen, ihre (kleine) portion vom Glück ergattern, eine gut frau oder mann bekommen, kinder, genug essen… – das ist für die meisten wirklich wichtig.
    Und in jeder gesellschaft herrschen bestimmte narrative vor, die im Grunde fast alle beeinflussen, auch dann, wenn sie politisch sehr gegensätzliche meinungen vertreten.
    Bestimmte Ziel, bestimmte politische grundeinstellungen, bestimmte Erfahrungen usw. teilen die meisten über alle politische Lager hinweg.
    Wenn man z. B. in einer gesellschaft einige politiche Lager hat, die eine diktatur de facto wollen (z. B. irgendwelche Kommunisten, dann Monarchisten, dann NS-ler) und die nicht völlig abgelehnt werden von der gesellschaft, darf man davon ausgehen, dass viele leute in dieser gesellschaft kein wirkliches problem mit einer Diktatur haben bzw. wenig widerstandskraft dagegen – sondern höchsten gegenüber einer bestimmten Diktatur.

    Verwirklicht sich jetzt diese Diktatur, dann hat man eine bevölkeurng, bei der die meisten nicht wirklich vil machen werden, sondern halt weiterhin ihrem alltagsglück hinterherjagen. D. h., sie fangen nach einr zeit an sich an die vorherrschende diktatur und deren symbolik anzupasen – denn sie wollen ja erfolg haben, karriere und ausbildung machen, macht erringen, wollen, das es ihnen gut geht…
    Und das ist auch eine ziemlich gute strategie – und die ‚dummen‘ sind meist diejenigen dabei, die sich dem verweigern (ohne verfolgt zu werden).
    In der anfangszeit der BRD (und der DDR) haben diejenigen, die sich den nazis angepasst haben und bei der diktatur zumindest mitmachten, erfolg gehabt, und nicht die Masse derjenigen, die sich verweigerten.

    Das spiel funktioniert nach diesem Muster:
    3 leute – A, B und C – haben genau dieselben voraussetzungen – sie könnten alle drei sehr gute Ärzte werden – und 1933 machen sie Abitur (=gleich). Nun bewerben sie sich um ein medizinstudienplatz – und A und B, sind nicht ‚negativ‘ aufgefallen bisher – sprich: sie haben ein ‚gesundes Volksempfinden‘ gezeigt nach NS-Maßstäben: zeigten den Hitlergruß, quasselten etwas davon, dass die Juden unser aller Unglück wären, zeigten ein militärisch-strammes auftreten – aber bei Bauch nicht viel mehr, während A überzeugt pro-NS ist (aber nicht der Partei oder SA beitritt). C hingegen zeigte das nicht – der macht idR. keinen Hitlergruß und wenn, dann nicht mit begeisterung, er steht den NS-lern kritisch gegenüber (macht aber keine Dummen witze und betätigt sich auch nicht politisch), und er will auc nichts mit den Nazis zu tun haben – er sieht, die typen sind tyrannen, menschenverachtend und einfach schei….
    Ergebnis bei der studienauswahl, wenn diese nur beschränkte plätze zur verfügung hat:
    A und B bekommen einen studienplatz – C nicht, sondern darf irgendein niedrigeres handwerk ausüben – er darf Sanitäter werden.
    Der A und B studieren jetzt und werden kurz nach kriegsausbruch 1940 fertig. A überzeugter *Volksdeutscher*, wird angesprochen, ob er sich nicht der neuen Militärmedizinerkarriere als offizier anschließen will. B wird nicht angesprochen – denn er ist ‚politisch‘ nicht als so zuverlässig eingeordnet worden – und wird normaler assistenarzt.
    Während B nun als Assistenzarzt arbeitet, macht A karriere als Mediziner beim Militär und bekommt nach einer weile auch die möglichkeit seine Habil. nebenher zu machen – er wird dafür etwas freigestellt – und das tut er mit erfolg. B tümbelt derweilen karrieremäßig vor sich hin.
    Am kriegsende ist C immer noch Sanitäter, hat sihc nie aber irgendwie mit dem NS-Apparat verbunden, sondern den wirkloch immer abgelehnt – er ist wirklich immer anständig geblieben.
    B ist in am kriegsende vom assistenzarzt etwas aufgestiegen, aber nicht viel – über ihn gibt es politisch politishc nicht viel zu sagen – er hat halt weder wirklich mitgemacht, noch sich wirklich je verweigert – und darum eben auch niemals eine förderung erhalten von.
    C hingegen ist mittlerweile professor geworden unter der NS-zeit und hat in den letzten kriegstagen ein größeres krankenhaus als Chefarzt geleitet -er hat nie an irgendeinem verbrechen teilgenommen, aber durch reden und seiner erkennbaren Einstellung und verhalten die Nazis unterstützt.
    1950 – also in der BRD (oder DDR) – sieht dann die sache so aus:
    C ist immer noch sanitäteer und wird es auch bleiben, denn er ist allmählich einfach zu alt auch geworden, um zu studieren – geld hat er keines und wird sein leben in ärmlichen verhältnissen fristen.
    B ist normaler allgemeinmediziner geworden mit einer normalen praxis – ihm geht es gut, aber er ist kein überflieger was soziale stellung und geld anbelangen und die karriere hat sich auch erledigt.
    A ist Chefarzt eines großen Klinikums mittlerweile wieder und hat einen lehrstuhl an der Universität – er ist gefragt bei Gutachten udn berät nebenbei viele wichtige stelllen. Er hat karriere gemacht und könnte auch noch weiter aufrücken – über soziale stellung und geld muss er sich wirklich keine gedanken machen – eine schöne villa an einem traumsee ist er gerade dabei sich zu kaufen.

    –> alle drei hatten die selben voraussetzungen und begabungen.
    Aber – während der eine sich verweigerte, einfach nicht mitmachte (C), hat er auch kein Studium und keine entsprechende weiterführende ausbildung/praxis gemacht – er wäre einfach von seinem können und kenntnis her ungeeignet dazu in der nachkriegszeit als arzt sich zu betätigen.
    B hat studium und berufspraxis, aber halt nur als Assistenzarzt und stationsarzt – und eine Habil. hat er auch nicht vorzuweisen.
    A hingegen hat das alles – und wenn man einen guten chefarzt sucht,d er einfach erfahren mitbringt, und einen lehrstuhl zu besetzen hat, dann hat man idR. nur A’s – und so bekommt er ihn auch, vor allem, wenn man die augen bzl. seiner NS-zeit-verwicklung leicht zudrücken kann.
    Der ‚Dumme‘ bei dem Spiel – und zwar auch in der nachkriegszeit unter einem neuen system ist und bleibt C, derjenige, der anständig geblieben ist.
    Und der Erfolgreiche ist A, der jenige, der immer mitmachte, immer sich den jeweils mächtigen anschloss und sich dabei um sein eigenen vorteil kümmerte.

    • 23. April 2012 um 11:18 Uhr
    • Zagreus
  159. 164.

    @MR
    Nø, Unteroffizier.

    Ebend. Aber vielleicht hat Herr S. neue Informationen.

    • 23. April 2012 um 11:18 Uhr
    • unlimited
  160. 165.

    Cs Einheit war an Geiselerschießungen im Osten beteiligt, C wird deshalb an die SU ausgeliefert und verreckt irgendwo in Sibirien.

    • 23. April 2012 um 12:22 Uhr
    • verachtetergutmensch
  161. 166.

    Es ist das Perfide an solchen Systemen, dass sie niemanden unbehelligt lassen, dass sie auf der Zerstörung der Menschenwürde basieren. Es ist ein positiver Teufelskreis, dass erst ihre Überwindung mit anschließender freier, oft genug schmerzhafter Diskussion zur ihrer wahren Überwindung beitragen kann.

    • 23. April 2012 um 12:25 Uhr
    • verachtetergutmensch
  162. 167.

    Ich wollte damit ausdrücken, dass die frz. Revolution trotz Massenhinrichtungen in eine Diktatur gemündet ist.

    Erfolgreiche Revoltion dank Massenmord: die russische und die iranische. Zagreus, sind das Ihrer Meinung nach positive Beispiele?

    • 23. April 2012 um 12:27 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  163. 168.

    @ HJS

    ‚positive beispiel‘ — auf was beziehen sie das, darauf, dass sie erfolgreich waren und somit positive beispiele dafür, dass revolutionen leichter erfolgreich sind, wenn sie auch nur dem mord an ihren gegnern nich tzurückschrecken, oder darauf, ob sie moralisch positiv aus einer demokatisch-säkularen perspektive wären?

    • 23. April 2012 um 12:31 Uhr
    • Zagreus
  164. 169.

    Verstrickung ist eine üble Sache- machen wir uns nichts vor. Umso übler ist es, wenn sich eine ganze Gesellschaft auf Selbsttäuschung, Mythen und Verbrechen einiger weniger aufbaut und sich damit permanent solidarisiert, jeden zum Verräter abstempelt, der das üble Spiel nicht mitmachen will.
    So umfasst das ganze Netz der wechselseitigen Verstrickungen am Ende doch alle, nur die wenigen, die geflohen sind, kann man noch als unbelastet ansehen.

    • 23. April 2012 um 12:32 Uhr
    • verachtetergutmensch
  165. 170.

    @ HJS

    „Ich wollte damit ausdrücken, dass die frz. Revolution trotz Massenhinrichtungen in eine Diktatur gemündet ist“

    zum einen: es gab keine ‚Massenhinrichtungen‘ (im heutigen sprachverständnis) während der fr. revolution – das ist ein märchen derer, die diese revolution ablehnten und dagegen propaganda betrieben.
    Es ist während der gesamten fr. revolution insgesamt unter 3000 menschen hingerichtet (goulliotiniert) worden. Im vergleich dazu sind nach dem niederschlagen durch französische truppen der pariser Kommune je nach schätzungen 10 000 bis über 20 000 menschen in Paris hingerichtet worden.

    • 23. April 2012 um 12:35 Uhr
    • Zagreus
  166. 171.

    @ HJS

    und zum anderen sollte man nich tvergessen, dass man bei der russischen revoluiton nicht eine, sondern zwei revolutionen eigentlich hat:
    die erste: die revolution gegen das zaristische Russland mit der absetzung des Zaren und der machtübernahme durch ein parlament.
    die zweite: die revolution (besser der umsturz) der Bolschewiki gegen die menschewiki, die erst die diktatur einführten.

    • 23. April 2012 um 12:42 Uhr
    • Zagreus
  167. 172.

    @ Z

    menschewikiSozialrevolutionäre

    • 23. April 2012 um 12:47 Uhr
    • MRX
  168. 173.

    @ MRX

    Waren die nicht alle februarrevolutionäre Sozialrevolutionäre, und die Bolschewiki ‚nur‘ eine Fraktion darunter, wenn auch die stärkste, die dann später durch die Oktoberrevolution die macht an sich riss?

    • 23. April 2012 um 12:53 Uhr
    • Zagreus
  169. 174.

    @ boothby

    „eindeutig auf eine unilaterale Vorgehensweise der “US”“

    Da ist man in Moskau großzügig im Interpretieren. Alles, was im „Nahen Ausland“ nicht passt, wird als US-Machenschaft angeprangert. Welche Konsequenzen gezogen werden, ist freilich eine Frage der Kräfteverhältnisse – und die hängen mit den Rohstoffpreisen zusammen.

    Je teurer der Fossilbrennstoff, desto mehr der Sinn nach Zoff.

    Als die ehemaligen Warschauer Pakt Mitgliedsstaaten in den Neunziger Unterschlupf bei der NATO suchten, da wurde das durchweg als ein „Heranrücken der NATO“ an Rußland gedeutet.

    „Viel wichtiger: Als Grund für die derzeitige Ablehnung von Interventionen seitens der US-Bevölkerung als Ganzes selbst (..) wird explizit die Sorge vor weiteren Konflikte betont….

    … die Vorstellung, die hätten einfach nur “kein Bock”, wirkt auf mich völlig absurd.“

    ‚Keinen Bock“ soll die Zusammenfassung aller Faktoren ausdrücken: immense Kosten; kaum werthaltige, oder auch nur stimmungsrelevante Erfolgserlebnisse, liegengebliebene Aufgaben daheim … in summa: Keinen Bock mehr: no taste, oder no appetit ist oft der O-Ton.

    „seitens US-Offiziellen (bitte beachten sie den luziden Todenhöfer-Drall hier) wird angenommen, das hier Demokratiebestrebungen von Kriminellen und Jihadistischen Bemühungen dominiert werden“

    Richtig beobachtet. Das hat Osamas Terrorklüngel der Muslimbrüderschaft eingebrockt; weswegen das Verhältnis von MB und Salafis auch einen ganz eigenen Braststoff aufweist.

    „Kriminellen und Jihadistischen Bemühungen“

    Laut Regimestatistik soll das anfängliche Aufstandszentrum Dera’a für 22 Prozent aller Kriminalfälle in Syrien verantwortlich sein.

    http://www.youtube.com/watch?v=088Ln-cZ19M 26.50-23.00

    Und das mit 97,969 (Stadt), bzw. 146,481 (Distrikt) Einwohnern.

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Daraa

    Rußland mit seiner

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Diebe_im_Gesetz – Struktur läßt grüßen.

    Zu Aserbaidschan bezeichnend:

    „Russia’s republic of Chechnya has invited Azerbaijan to tap its oil deposits, saying a production license held by Russian state-owned oil company Rosneft has expired.“

    hxxp://www.reuters.com/article/2012/04/04/russia-chechnya-oil-idUSL6E8F4CR520120404

    Rußlands Unfähigkeit kann nicht einmal die engsten Verbündeten beieinanderhalten; deren Schielen nach Baku ist ein Symptom für Rußlands Interessennotlage.

    • 23. April 2012 um 12:54 Uhr
    • Thomas Holm
  170. 175.

    @ Z

    „Es ist während der gesamten fr. revolution insgesamt unter 3000 menschen hingerichtet (goulliotiniert) worden“

    Blödsinn.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_der_Vend%C3%A9e

    • 23. April 2012 um 13:30 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  171. 176.

    @ Zagreus

    „Waren die nicht alle februarrevolutionäre Sozialrevolutionäre, und die Bolschewiki ‘nur’ eine Fraktion darunter, wenn auch die stärkste, die dann später durch die Oktoberrevolution die macht an sich riss?“

    Nein. Soviel zum Thema (Fachidiot) Historiker.

    • 23. April 2012 um 13:39 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  172. 177.

    Selber Blödsinn – reden sie halt von vorn herein vernünftig und sagen sie halt, worauf sie hinaus wollen, anstatt sich im nachhinein die sachen zurecktzulegen!
    Wir haben von hinrichtungen geredet, die an adligen vollzogen wurden, durch roberspierre, und sie komme mit den toten in einem bürgerkrieg bzw. volksaufstand.

    • 23. April 2012 um 13:42 Uhr
    • Zagreus
    • 23. April 2012 um 13:44 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  173. 179.

    @ sauber

    „Nein. Soviel zum Thema (Fachidiot) Historiker.“

    und sie können mich mal kreuzweise – denn ihnen geht es wiedermal offensichtlich nciht um eine normale diskssion, sondern darum ‚mich vorzuführen‘ oder was auch immer in ihren schwachmatischen Hirn herumtanzt.

    • 23. April 2012 um 13:44 Uhr
    • Zagreus
  174. 180.

    @Zagreus:

    Vielleicht klafften ja Anspruch und Realität auch weit auseinander, aber nach meinem Verständnis war der NS eine totalitäre Ideologie, d.h. er hat den Anspruch erhoben, dass es in seinem Geltungsbereich keinen politikfreien Raum mehr gibt („das Private ist politisch“), dass es also unmöglich ist, unter dem NS zu leben, ohne mit ihm in engen Kontakt zu kommen (zB indem das Führerprinzip auch in der Wirtschaft durchgesetzt wurde). Damit zusammenhängend ist die Doktrin des „totalen Krieges“: Auch die scheinbar zivilste Aktivität steht letztlich im Dienste der Kriegsanstrengung. Insofern ist es in einem vollendeten totalitären System eben gar nicht mehr möglich, sich aus der Politik rauszuhalten: Wer, wie „C“ in Ihrem Beispiel, sich den Karriereoptionen verweigert, der verweigert sich nicht dem System (auch wenn er sich das selbst vormachen mag) – er entschließt sich bloß aus freien Stücken dazu, dem System als Epsilon zu dienen anstatt als Alpha.

    • 23. April 2012 um 13:45 Uhr
    • Arjen van Zuider
  175. 181.

    @ AvZ

    Naja, es ist halt eine frage, wie man totalitäre herrschaft im einzelnen verstehen mag.
    Die beiden möglichkeiten: alle bereiche werden erfasst und beeinflusst – der totale krieg bedeutet, dass alle anstrengungen auf den krieg ausgerichtet sind und auch alle aspekte des ‚gegners‘ dabei angegriffen werden dürfen.
    Oder
    Er bedeutet, dass jedes individuum auch in seinen einzelnen Lebensäußerungen von der ideologie vorgeschrieben bekommt, was er zu tun und zu denken hat – also quasi eine totale kontrolle wird versucht einzuführen.

    Das erstere haben wir im NS-reich, das letztere nicht, wobei man verscheidene Phasen unterscheiden sollte. Kurz vor Kriegsende, nach dem stauffenberganschlag, gibt es noch einmal einen gewaltigen schub der radikalisierung, die diesmal auch viel weiter in die lebensäußerungen der einzelnen menschen hineingreift.
    Wenn mann man höchstens für diese entphase von einer totalen herrschaft im letzteren Sinne sprechen.

    Es ist ein unterschied, ob eine wirtschaft total unter eine kontrolle gerät, oder ob die einzelnenen Individuen dabei unter dieser kontrolle geraten.
    Auch ist es ein unterschied, ob jemand einfahc dadurch, dass er seiner alltägl. arbeit nachgeht, automatisch als ‚Helfer‘ schon zu zählen ist, also auch dann, wenn er selbst sich eben nich tals anhänger oder prteigänger versteht.
    oder eben, ob jemand nur noch leben kann in einer permanenten nach außen gezeigten bekenntnis zu der jeweiligen ideologie.

    Man kann – einfach weil es hier passt – den unterchied schon fassen, im hinsicht auf den salafistischen Islam.
    Die NS wollte von den meisten leuten ‚nur‘, dass sie ihre arbeit nachgehen und sonst ruhig sind – das ergebnis, z. b. eine bestimmte produktion, zählte.
    Beim sal. Islam haben wir hingegen eine art totale überwacheung insofern, als dass er wartet wird, dass sämtliche lebensregungen sich nach den bis in jede einzelheit hineingehenden Deutungsanspruch des Islams ausrichten – es ist quasi eine totale ideologische kontrolle insofern, als es über die üblichen zustimmungsbekundigungen hinausgeht.

    • 23. April 2012 um 13:57 Uhr
    • Zagreus
  176. 182.

    OT – Iran

    Ein Essay von Mehdi Khalaji über Iran und Khomeinis Doktrin:

    In sum, since the ruling jurist has absolute authority
    and exclusive control in defining regime expediency, he
    can suspend all Islamic and constitutional laws whenever
    he chooses to do so. This means that laws have no
    independent authority; they depend entirely on the
    Supreme Leader’s validation. In such a system, politics
    never become normalized through the stable functioning
    of state institutions. Instead, every situation
    has the potential to be interpreted as extraordinary
    and manipulated to the liking of the Supreme Leader,
    possibly against the decisions of parliament, the president,
    and the judiciary. Thus what might be called the
    “politics of the extraordinary” concentrates enormous
    power in the hands of the ruling jurist and defines the
    essence of the Islamic Republic.

    http://washingtoninstitute.org/pubPDFs/PolicyFocus115.pdf

    • 23. April 2012 um 13:58 Uhr
    • Serious Black
  177. 183.

    @ HJS

    Das ist halt ein feiner Unterschied: in der Vengée wurde schlicht massakriert.

    • 23. April 2012 um 14:14 Uhr
    • MRX
  178. 184.

    @SB:

    Instead, every situation
    has the potential to be interpreted as extraordinary
    and manipulated to the liking of the Supreme Leader,
    possibly against the decisions of parliament, the president,
    and the judiciary.

    Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand befindet.

    • 23. April 2012 um 14:20 Uhr
    • Arjen van Zuider
  179. 185.

    @Z:

    Die NS wollte von den meisten leuten ‘nur’, dass sie ihre arbeit nachgehen und sonst ruhig sind – das ergebnis, z. b. eine bestimmte produktion, zählte.
    Beim sal. Islam haben wir hingegen eine art totale überwacheung insofern, als dass er wartet wird, dass sämtliche lebensregungen sich nach den bis in jede einzelheit hineingehenden Deutungsanspruch des Islams ausrichten – es ist quasi eine totale ideologische kontrolle insofern, als es über die üblichen zustimmungsbekundigungen hinausgeht.

    Sicher, dass der NS von seinen Untertanen keine ideologische Gefolgschaft erwartete? Ich glaube eben eher, dass bis zum Stauffenberg-Attentat zwar aus Pragmatismus einige wenige ideologiefreie Räume gelassen wurden (zB in der Wehrmacht), die NS-Ideologie aber theoretisch eine vollkommene Durchdringung der Gesellschaft einforderte. Genauso ist natürlich in real existierenden islamischen Gottesstaaten die Kontrolle über das Alltagsleben nicht immer so stark, wie es ideologisch erwünscht sein mag.

    • 23. April 2012 um 15:00 Uhr
    • Arjen van Zuider
  180. 186.

    @ AvZ

    Sicher, dass der NS von seinen Untertanen keine ideologische Gefolgschaft erwartete?

    Naja, es kommt halt darauf an. Wenn man irgendeine funktionsstelle bekleiden wollte oder irgendeine karriere bzw. irgendeine etws höhere stelle haben wollte, dann sollte man besser erkennbar pro-ns sein – und das halt auch in einem steigenden grade abhängig von der stelle.
    War man hingegen ‚nur‘ einfacher Soldat oder arbeiter, dann war alles ok, solanhge man nicht negativ aufgefallen ist, sondern einfach nur seinen mund gehlten hat.
    Das problem ist: woran ‚messen‘ sie auf die schnelle ob sie jemanden vor sich haben, der der ideologie anhängt bzw. der geeignet ist für irgendeine ‚sensible‘ aufgabe, und inwieweit ist es jeweils wichtig, das jemand der ideologie anhängt.
    –> ‚messen‘ tut man es an zwei faktoren:
    zum einen an äußerlichkeiten wie reden, oder symbole befolgen (inc. auftreten).
    zum anderen am bisherigen lebenslauf, z. b. engagement: ist der ‚kandidat‘ positiv aufgefalln, indem er einer parteiorganisation beigetreten ist und sich dort betätigte, hat er geld gespendet und steht darum auf diversen listen, usw.
    oder ist da gar nichts oder nur sehr wenig da – und zugleich ist er nicht negativ aufgefallen.
    –> so jemand macht keine karriere, aber er bekommt auhc keinen ärger idR. – gute stellen werden an diejenigen vergeben, die positiv aufgefallen sind, und beförderungen genauso.
    Und dann kommt es halt auch auf den Posten drauf an – ist dies einfahc nur eine normale beförderung, oder muss er wirklich wichtige oder unangenehme sachen machen oder kommt er an sensible daten rabei zwangsläufig in kontakt.
    Die leute für solche Posten werden idR handverlesen – das ist heutzutage auch nicht anders.
    Stellen sie sich einmal vor, sie wären ein ID-fachmann für großrechenanlagen. Ihre firma soll nun den zentralcomputer eines Kriminalamtes reparieren – und ob sie da hingeschickt werden, hängt nicht davon nur ab, was sie können und wie sie einsatzbereit sind, sondern davon, was eine entsprechende untersuchung von ihnen ergeben hat – ob sie unbedenklich sind. Auch um in einen atomkraftwerk zu arbeiten, sind sie nicht einfahc reingekommen – sondern mussten diverse überprüungen erst über sich ergehen lassen. Und sind sie durchgefallen, dann wurden sie einfahc abgelehnt – und hatten deshalb keine negativen folgen zu fürchten. Und für manche arbeiten konnten sie sich sehr wohl auch verweigern – auch während der NS-zeit.
    Die leute in den Ershcießungskommantos des SDs haben das ‚freiwillig‘ gemacht (gruppendruck nicht vergessen!) – sie konnten zurücktreten und sich davon freistellen lassen. Sie mussten nur danach halt einen andere stelle einnehmen und mussten stillschweigen bewahren – aber sonst gab es keine negativen folgen.
    Wer bereit war auf Karriere und erfolg zu verzichten, und dabei nicht negativ aufgefallen ist wie durch politische agitation, konnte sich heraushalten. Er musste nur bestimmte geflogenheiten beachten – Hitlergruß, radio zu ansprachen laufen lassen etc…

    In einem islamischen (salafisten-)Staat ist es leicht anders – denn da hat man eben viel mehr stellen, an denen man sich ‚erweisen‘ muss als ‚nur‘ zu begrüßungsszenen. Die ideologietreue wird in einen viel höheren maße sichtbar gemacht in viel mehr lebenssituationen. Dr anspruch der ns ging nie soweit alls lebensbereiche mit einer herbeifantasierten Zeichenhandlung zu verändern und somit sichtbar und kontrollierbar zu machen.

    • 23. April 2012 um 15:24 Uhr
    • Zagreus
    • 23. April 2012 um 15:48 Uhr
    • MRX
  181. 188.

    @ Z

    „War man hingegen ‘nur’ einfacher Soldat oder arbeiter, dann war alles ok, solanhge man nicht negativ aufgefallen ist, sondern einfach nur seinen mund gehlten hat.“

    Schon der Spruch „ein Hering, fett wie der Göring“ konnte einen in den Knast bringen. Meinungsfreiheit sieht anders aus.
    Ihre Verharmlosung der NS-Zeit stinkt zum Himmel.

    • 23. April 2012 um 16:41 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  182. 189.

    @Z:

    Auch in einem Salafistenstaat muss man wahrscheinlich nicht selbst Hand anlegen, wenn eine Ehebrecherin gesteinigt wird, wenn man sich damit nicht voll identifizieren kann. Ich bin aber der Ansicht, dass es sowohl im Salafismus als auch im NS nur die praktische Durchsetzbarkeit ist, die einer vollständigen Gesinnungskontrolle entgegensteht und nicht eine grundsätzliche, in der Ideologie angelegte Toleranz für stillen Widerstand Andersdenkender.

    Dr anspruch der ns ging nie soweit alls lebensbereiche mit einer herbeifantasierten Zeichenhandlung zu verändern und somit sichtbar und kontrollierbar zu machen.

    Die Praxis nicht – der Anspruch IMO schon.

    @MRX:

    Nepotismus schlägt Ideologie. Stalin, der sich geweigert haben soll, seinen gefangengenommenen Sohn gegen einen deutschen General auszutauschen, ist wohl eine rare Ausnahme unter den Diktatoren der Weltgeschichte.

    • 23. April 2012 um 16:44 Uhr
    • Arjen van Zuider
  183. 190.

    @ HJS

    Schon der Spruch “ein Hering, fett wie der Göring” konnte einen in den Knast bringen. Meinungsfreiheit sieht anders aus.
    Ihre Verharmlosung der NS-Zeit stinkt zum Himmel.

    Bitte, lassen sie mich doch einfach in ruhe mit ihren Unterstellungen und wa ssie sonst sich herbeifantasieren – für mich sind sie nicht satisfaktionsfähig: ich habe gar nirgends so etwas absurdes geschrieben, dass während der NS-Diktatur ‚meinungsfreiheit‘ gegeben haben soll.

    • 23. April 2012 um 16:45 Uhr
    • Zagreus
  184. 191.

    @HJS:

    Wer hat denn was von Meinungsfreiheit geschrieben? Da steht doch wörtlich: einfach nur seinen mund gehlten

    • 23. April 2012 um 16:46 Uhr
    • Arjen van Zuider
  185. 192.

    @ AvZ

    Auch in einem Salafistenstaat muss man wahrscheinlich nicht selbst Hand anlegen, wenn eine Ehebrecherin gesteinigt wird, wenn man sich damit nicht voll identifizieren kann. Ich bin aber der Ansicht, dass es sowohl im Salafismus als auch im NS nur die praktische Durchsetzbarkeit ist, die einer vollständigen Gesinnungskontrolle entgegensteht und nicht eine grundsätzliche, in der Ideologie angelegte Toleranz für stillen Widerstand Andersdenkender.

    ich dneke, das geht zu weit. Aber selbst wenn wir setzen, dass des die prakische Durchsetzbarkeit ist, die die barriere darstellt: diese kann unterschiedlich weit zurückgeträngt werden.
    instrument dafür ist die installierung ovn zeichen-handlungen, die erkennbar sich von den alltagshandlungen unterscheiden und somit mehr oder weniger in der Lage sind den alltag neu zu struktuieren – und zwar erkennbar ideologisch zu struktuieren in der durchetung dieser zeichenhandlungen.

    • 23. April 2012 um 16:49 Uhr
    • Zagreus
  186. 193.

    Zaggilein, warum so aggressiv?

    • 23. April 2012 um 17:11 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  187. 194.

    @ Arjen #184

    Khameinei kann wirklich von sich behaupten: L’État, c’est moi.

    • 23. April 2012 um 17:24 Uhr
    • Serious Black
  188. 195.

    @ Zagreus btw

    „für mich sind sie nicht satisfaktionsfähig“

    Ich will ja kein Duell, ich will nur einen total verpeilten Klugsch… demontieren.

    • 23. April 2012 um 17:44 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  189. 196.

    Ich will ja kein Duell, ich will nur einen total verpeilten Klugsch… demontieren.

    Also Selbstdemontage.

    • 23. April 2012 um 17:56 Uhr
    • zuunrechtverachteterschlechtmensch
  190. 197.

    Nanu Zaggy, haben Sie sich einen neuen Nick zugelegt?

    • 23. April 2012 um 18:14 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  191. 198.

    Breivik sagte, er habe bei seinem Mordlauf auf der Insel Utøya eine Auswahl seiner Opfer getroffen.
    „Manche Menschen sehen linker aus als andere“, sagte er.
    Er habe „Marxisten“ herausgesucht.
    Er sei an einem jungen Mann vorbeigegangen, der konservativ ausgesehen habe. „Dieser Mann schien rechts zu sein. Das ist der Grund, warum ich nicht auf ihn geschossen habe.“

    … Gleichzeitig äußerte er im Prozess mehrfach Sympathie für Al-Kaida, obwohl das Terrornetzwerk nicht seinem Kulturkreis zugeordnet werden kann.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-04/breivik-entschuldigt

  192. 199.

    PS – Breivik “Manche Menschen sehen linker aus als andere”

    Wer von den 14-18jährigen Teenagern auf der Insel Utøya also so aussah:
    http://www.theateramolgaeck.de/play/marx/karlmarx.jpg
    hatte natürlich keine Chance, Breiviks Rettungsidealimus zu entkommen

  193. 200.

    @ Publicola

    Das ist wohl eher eine lahme Ausrede für das exzessive und absolut willkürliche Ausleben seiner kranken Phantasie.

    • 23. April 2012 um 18:28 Uhr
    • Serious Black
    • 23. April 2012 um 18:32 Uhr
    • MRX
  194. 202.

    instrument dafür ist die installierung ovn zeichen-handlungen, die erkennbar sich von den alltagshandlungen unterscheiden

    Was eine „Alltagshandlung“ ausmacht, ist allerdings wiederum kulturabhängig. Die Befolgung diverser islamischer Gebote (kein Schweinefleisch, 5x täglich Salaat) ist im arabischen Raum keineswegs ein Distinktionsmerkmal der Salafisten, sondern Mehrheitskultur. Wenn die Salafisten die Befolgung dieser Gebote per Gesetz verpflichtend machen, dann berührt das eine Mehrheit gar nicht in ihrem Tagesablauf.

    • 23. April 2012 um 18:58 Uhr
    • Arjen van Zuider
  195. 203.

    @ AvZ

    …ist im arabischen Raum keineswegs ein Distinktionsmerkmal der Salafisten, sondern Mehrheitskultur. Wenn die Salafisten die Befolgung dieser Gebote per Gesetz verpflichtend machen, dann berührt das eine Mehrheit gar nicht in ihrem Tagesablauf.

    Stimmt, dort nicht – wobei es sicherlich je nach land zumindest als besonders konservative religionsausübende auftritt im gegensatz zu allen, die eine etwas lieralere Lebensgestaltung bevorzugen.

    Nur sind dies dann alltagshandlungen, in denen der Alltag sich als hochgradig religiös struktuiert und religiös durchwachsen zeigt – in Kleidungen, Gebetsritualen, Essenssitten etc….

    Der ‚witz‘ dabei ist ja die begründungsebene – all diese Zeichenhandlungen werden als rleigkös motiviert kommuniziert.

    Bei uns wird es zum Problem mit unserer:
    a.) nicht religiös durchwachsenen alltags- und lebensweltkultur und
    b.) der eben anderen Sitten und alltagswahrnehmungen (als eben nicht stark von religion beherrscht).

    Sie treten a icht ienfach mit einem anderen konzept auf, sondern sie rechtfertigen dieses Konzept als religiös unverhandelbar.

    • 23. April 2012 um 19:31 Uhr
    • Zagreus
  196. 204.

    Und die Massacker in der Vendée und republikanische Taufe tausender Priester der Loire? Revolution – Terreur – Napoleon

    • 23. April 2012 um 19:38 Uhr
    • Dave_Robicheaux
  197. 205.

    Also, nur zum Verständnis. Wenn ich morgen früh zum Gebet aufstehe, mich eines Schinkensandwiches enthalte und nicht in Shorts rumlaufe, dann bin ich also „konservativ“? Und das, obwohl ich Mitglied in einer „liberalen“ Partei bin?

    • 23. April 2012 um 19:41 Uhr
    • Dave_Robicheaux
  198. 206.

    OT – Ägypten

    Ein sudanesischer Schlechtmensch:

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=UDknjLYaguQ

    • 23. April 2012 um 19:51 Uhr
    • Serious Black
  199. 207.

    Al Assad Anhänger fordern „Frieden allen Kulturen“ in Frankfurt; mit Kreuz, Halbmond und Davidstern ! 1.56

    Ferner: „Frieden mit Syrien und dem Iran“ (nicht in Syrien ..)
    sowie originell: „Europa erwache, die Muslimbruderschaft ist nicht die Syrische CDU“ 0.51 und „Mit der Syrischen Armee gegen Terrorismus und Vandalismus“* 1.00

    Wohl vom Ostermarsch.

    http://www.youtube.com/watch?v=40T86BZFx8E

    *besser hier zu sehen: 0.54

    Kennt jemand diese Flagge bei 0.13 ?

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=Vn-Yu85wEIs

    Mit Türkischer Flagge 0.24 und schwarz-rot-goldner Schlafmütze (!) 0.37 für Al Assad in Frankfurts „Guter Stube“ der Zeil; ein breites Friedensbündnis macht es möglich. Und ganz viele Bildchen von AL Assad.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=B3IIi2iX2FQ

    „Hände weg von Syrien“ und „Afghanistan, Libyen, Syrien, Iran … Rußland !? Wann ist Deutschland dran ?“ 1.17 „Rußland, China – danken wir“ 1.34

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/File:FlagofAssyria.svg 1.51

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=xEZPIrGFuSQ

    Mit Kind und Kegel für Mord und Todschlag.
    Die Friedensbewegung ist an ihrem logischen Ende angelangt; daher jetzt auch mit offenem rechten Flügel.

    hxxp://www.naso-mzbi.de/index.php/menue/1/thema/111/anzeigemonat/04/anzeigejahr/2012/id/3415/infotext/Nationalisten_beteiligen_sich_an_dem_traditionellen_Ostermarsch/Aktuelles.html

    Ansonsten: Syrische Golantruppen in Auflösung

    Hungry Syrian soldiers desert Golan defenses, prowl for food

    hxxp://www.debka.com/article/21939/

    • 23. April 2012 um 20:36 Uhr
    • Thomas Holm
  200. 208.

    @ SB

    Sie sind ein Schlechtmensch!

    • 23. April 2012 um 20:42 Uhr
    • MRX
  201. 209.

    „Infinite Jest“ – Unendlicher Spaß

    Knapp eine Woche nach dem Gemetzel eines Sportschützen in einem Ferienlager auf der norwegischen Insel Utøya ließ der deutsche Schützenfunktionär Helmut … die Katze aus dem Sack:
    „Wir Sportschützen wollen weiter auch mit unseren Großkaliberwaffen schießen, wo und wann wir es wollen.
    Es macht einfach Spaß.“

    … Beim Winnender Schulmassaker wurden mit nur zwei Kugeln aus einer solchen „Sportwaffe“ vier Mädchen tödlich verletzt. Im Gutenberg-Gymnasium Erfurt starben beim Amoklauf eines Vereinsschützen zwei Schüler durch „Sport“-Munition, die zuvor eine Tür durchschlagen hatte. …

    Nach jedem Amoklauf ist das allgemeine Entsetzen groß. Und kurz.

    Die Frage nach dem Warum, nach den verborgensten Motiven des Täters,
    stellt die Frage nach dem Womit jeweils in den Schatten.

    Dabei ist die Frage nach den Tatmitteln einfacher zu beantworten: 95% der folgenschwersten Amokläufe in westlichen Demokratien seit 1966 geschahen mit legal erworbenen Schusswaffen.

    Indes flackerte nach dem Massaker auf Utøya im Juli vergangenen Jahres die Frage nach einer Verschärfung des deutschen Waffengesetzes wieder nur kurz auf … und verschwand ohne weiterreichende Folgen.

    … Wann immer irgendwo ein Vereinsschütze mit einer legalen Waffe Amok läuft, spult die Schützenlobby … die gleiche Propaganda ab: „Ein drastischer Einzelfall, ausgesprochen selten . . . 99,9 Prozent unserer Schützen sind ganz verantwortungsvolle Waffenbesitzer. Gegen kriminelle Energie kann man nichts unternehmen.“ (Erfurt 2002) … „Trotz aller Bestürzung gehen weitere Forderungen nach Verschärfung des Waffengesetzes in die falsche Richtung“, verkündete Präsident Ambacher am Tag nach dem Winnender Schulmassaker.

    Die Politiker schlagen in dieselbe Kerbe:
    „Ich kann überhaupt nicht erkennen, welche wie auch immer geartete Änderung im Waffenrecht an dem Geschehen etwas geändert hätte“, sagte der ehemalige Bundesinnenminister Schäuble.
    „Ich stimme Herrn Schäuble ausdrücklich zu, dass ich gesetzgeberisch keine Möglichkeit sehe, so etwas zu verhindern, wie es sich gestern in Baden-Württemberg ereignet hat.“ (Sebastian Edathy, SPD)
    „Deutschland hat schon heute eines der schärfsten Waffengesetze.“ (Serkan Tören, FDP). …

    Wann und wo wird es den nächsten Amoklauf geben? … Werden es Jungen und Mädchen einer achten Klasse sein, die heute noch arglos und leichtfüßig durch ihr kurzes Leben laufen? …

    Gleichgültigkeit würde ein weiteres Massaker jedenfalls begünstigen. In Meinungsumfragen hat sich nach den Amokläufen von Winnenden und Utøya die Mehrheit der befragten Deutschen für ein generelles Verbot von Schusswaffen in privaten Haushalten ausgesprochen.

    Warum tut dann diese Mehrheit nichts gegen den Waffenwahn? …

    Nach Recherchen der Initiative „Keine Mordwaffen als Sportwaffen!“ wurden in Deutschland seit 1991 mehr als hundertzwanzig Menschen mit Waffen von Sportschützen erschossen. …

    Drei Schüler, die das Massaker in Erfurt knapp überlebt hatten, fragten kurz darauf das Präsidium des Thüringer Schützenbundes, warum dessen Mitglieder unbedingt mit solchen gefährlichen Waffen schießen müssten.
    „Das macht diesen Leuten Spaß“, belehrte sie Vizepräsident Gülland.

    Der Sportschütze Tim K. hatte in Winnenden schon dreizehn Menschen massakriert, da fragte ihn eine Geisel, warum er das tue. – „Weil es Spaß macht.“

    Aus: „Weil es ihnen Spaß macht – Zehn Jahre nach dem Amoklauf von Erfurt sind die europäischen Waffengesetze immer noch viel zu lasch. Warum will das niemand ändern?“
    Von Roman Grafe (FAZ – 23.04.2012)

  202. 210.

    Ich lese „Salafisten“. Ist doch schön, gibt es dieses Wort. Das ist etwas ganz anderes als Islamisten, weil’s keinen Islam drinnen hat.

    Zumindest bin ich unter dem – vielleicht täuschenden – Eindruck, dass mit dem Wort „Salafisten“ auf einmal Kritik und Ablehnung aus Ecken kommt, wo Kritik des Islams oder an Islamisten als Islamophobie oder schlimmer bezeichnet wird.

    • 23. April 2012 um 20:47 Uhr
    • FreeSpeech
  203. 211.

    Helmut Glaser

  204. 212.

    @ SB

    ad 206

    was für ein kluger Kopf Al Haj Waraq Warns ist – ein umbedingt sehenswertes Video – danke vielmals!

    • 23. April 2012 um 20:53 Uhr
    • Zagreus
  205. 213.

    @ TH

    Frieden allen Kulturen

    Laut SPIEGEL setzen sich einige Alawiten ins Bergland zurück. Mal gespannt, wie lange Assad noch durchhält.

    MJT über das Phänomen des Jihad-Tourismus:

    http://www.worldaffairsjournal.org/blog/michael-j-totten/jihadists-arrive-syria

    • 23. April 2012 um 21:04 Uhr
    • Serious Black
  206. 214.

    @ Publicola

    mein gott – und wie viele tote haben diese leute nun seit 1966 produziert ? Und ist das dann notwendig anderen leuten ihren sport zu verbieten?

    Wa für eine stimmungsmache das ist, wie die leute verarscht werden sollen , sieht man sehr gut an diesen textabschnitt:

    Dabei ist die Frage nach den Tatmitteln einfacher zu beantworten: 95% der folgenschwersten Amokläufe in westlichen Demokratien seit 1966 geschahen mit legal erworbenen Schusswaffen.

    Da denkt jede,r der nicht genau liest und abwägt, oh mein Gott, 95% und das alles durch ‚Legal erworbene Schusswaffen‘, ja dann, wenn es keine schusswaffen gäbe, dann würden all die menschne leben noch….

    Ist aber unsinn.
    Men man genau liest, fällt einen schonmal auf, dass es hier nicht nur einfach um Amokläufe geht – also einer extrem geringen menge von Morden/tötungen mit waffeneinsatz – sondern auch nur im eine auswahl unter den amokläufen – steht doch dort die einschränkung: 95% der folgenschwersten Amokläufe – es git anscheinend noch andere, als weniger folgenschwer bezeichnete Amokläufe.
    Und neben den Amokläufen gibt es seit 1966 eine riesige anzahl von totesfllen, die mit schusswaffen erfolgten. Hier wäre es doch schon einmal schön einfahc zu wissen, wieviele prozentual davon mit legal erworbenen schusswaffen erfolgte und wieviel ohne. Zumindest die morde der NSU sind ohne legal erworbene Schusswaffe erfolgt, die der RAF ebenfalls und viele von kriminellen erfolgte tötungen mit schusswaffen dürfen ebenfalls nicht mit sportgewehren erfolgt sein.

    Von daher – doe auswahl der Fälle, nämlich sie von vorn herien auf folgenschwerste Amokläufe einzuschränken bedingt auch das ergebnis von 95% und sagt im grunde herzlich wenig aus – außer halt für viele Menschen, die relativ oberflächlich lesen, oder die gerade das lesen wollen und ist merh eine widerliche propagandistische und populistische stimmungsmache anstatt ein seriöses auseinandersetzen mit einem komplexen thema.

    • 23. April 2012 um 21:04 Uhr
    • Zagreus
  207. 215.

    Laut SPIEGEL ziehen sich…

    • 23. April 2012 um 21:05 Uhr
    • Serious Black
  208. 216.

    #209:»… In Meinungsumfragen hat sich nach den Amokläufen von Winnenden und Utøya die Mehrheit der befragten Deutschen für ein generelles Verbot von Schusswaffen in privaten Haushalten ausgesprochen. …
    Der Sportschütze Tim K. hatte in Winnenden schon dreizehn Menschen massakriert, da fragte ihn eine Geisel, warum er das tue. – “Weil es Spaß macht.”«

    Zagreus #214: … eine widerliche propagandistische und populistische stimmungsmache anstatt ein seriöses auseinandersetzen mit einem komplexen thema …

    … Mhmhmh …

  209. 217.

    @ Publicola

    die stelle spricht für sich alleine – wenn mit zahlen so umgegangen wird , wie ich es an der stelle dort analysiert habe.
    zudem sollte ihnen auffallen, dass hier mit suggestiven mitteln stimmung gemacht wird wie durch das Zitat von Tim K. – als ob er damit quasi repräsentativ wäre.

    Woher ist denn das Zitat – kann das belegt werden oder ist das einfach nur eine ‚geschichte’?

    • 23. April 2012 um 21:29 Uhr
    • Zagreus
  210. 218.

    @ Publicola

    lieber Publicola – lesen sie den von ihnen zitierten text doch noch einmal in ruhe danach durch, was denn eine wirkliche aussage ist, was eine stimmungsmache ist, was einfach nicht stimmt, sondern mit hilfe von diffamierenden worten schlecht gemacht werden soll, wie was belegt ist und wie was zustande kommt….
    gehen sie doch einmal ganz kalt und nüchtern heran – so als ob von tomaten geredet wird – und schauen sie es an, wie jemand ihnen da etwas verkaufen will: geht er dabei seriös vor oder will er ihnen wie was aufschwatzen…

    • 23. April 2012 um 21:42 Uhr
    • Zagreus
  211. 219.

    @ SB

    Vielen Dank für den MJT !

    Prof. Dr. Udo Steinbach (Uni Marburg) „Die syrische Krise und die internationale Politik“ mit viel Verständnis über den „Zorn“ des M. Merah bei 3.06.00-3.07.00

    http://www.youtube.com/watch?v=G9p7NjvP73A

    Wer so von Breivik reden würde, wäre politisch tot, wer so von Merah redet ist … ja was, immer noch hipp ?

    @ MRX

    Ihr Kollege: Ph.d. Erik Mohns (University of Southern Denmark, Zentrum für zeitgenössische Nahost-Studien) ist gar nicht ausgerastet.

    • 23. April 2012 um 21:54 Uhr
    • Thomas Holm
  212. 220.

    für ein generelles Verbot von Schusswaffen in privaten Haushalten ausgesprochen

    Ich erinnere an das Sturmgewehr in jedem Schweizer Haushalt. Ich habe als Kind fleissig geübt, das Gewehr möglichst schnell zu zerlegen und zusammenzusetzen. Na und?

    • 23. April 2012 um 21:57 Uhr
    • FreeSpeech
  213. 221.

    @ Zagreus
    Der Text wurde (nicht im Berichtteil der FAZ, sondern) im FAZ-Feuilletonbereich publiziert.

    Der Autor des Artikels – wie auch der Text deutlich aufscheinen lässt – ist engagiert hinsichtlich des (auch von mir kürzlichst schon einmal angesprochenen) Themas „Waffen u. Amoktäter“:
    Roman Grafe ist Buchautor und Filmemacher sowie Sprecher der Initiative „Keine Mordwaffen als Sportwaffen!“ (www.sportmordwaffen.de).
    Gemeinsam mit Hinterbliebenen aus Winnenden legte er 2010 Verfassungsbeschwerde gegen das deutsche Waffengesetz ein.
    [Am heutigen Montag läuft um 22 Uhr 45 in der ARD die Dokumentation „Die Story: Waffen sind mein Leben“ über das Schulmassaker von Erfurt und die Macht der Waffenlobby in Deutschland.]

    Im Zusammenhang mit dem Thema Breivik und einer Diskussion des Themas Breivik in Bezug auf Deutschland
    halte ich den Text bzw. die Aussage des Roman-Grafe-Textes für relevant,
    eine Kommentierung wie … eine widerliche propagandistische und populistische stimmungsmache anstatt ein seriöses auseinandersetzen mit einem komplexen thema … jedoch nicht.

  214. 222.

    Dünger sollte auch verboten werden.

    • 23. April 2012 um 22:05 Uhr
    • FreeSpeech
  215. 223.

    9/11, Atocha und London hätten auch mit Waffenverboten nicht gestoppt werden können. Und wenn ein Breivik will, kommt er an die Waffen. Da gibt es einen Parallelmarkt.

    • 23. April 2012 um 22:10 Uhr
    • FreeSpeech
  216. 224.

    @124 N. Neumann

    Der im 19. Jahrhundert entstehende und sich immer weiter aufschaukelnde Nationalismus will zweierlei:
    1. Kleinstaaterei überwinden, also Anpassung an einen „Nationalcharakter“, also das Aufgeben eines kleinlichen individuellen oder regionalen „Charakters“ zugunsten des größeren nationalen „Charakters“. Anpassungsdruck besteht also keineswegs nur für etwaige Fremde.
    2. Den Multikulturalismus des Vielvölkerreiches ersetzen durch selbstbestimmte Nationalstaaten, in denen ein „Nationalcharakter“ vorherrscht.

    Der chauvinistische Nationalismus, der die Welt beherrschen will, der kolonialistische Nationalismus, der den Kolonialwarenladen füllen will oder der rassistische Nationalismus, der Untermenschen Ausrotten und Übermenschen züchten will, sind damit nicht gleichzusetzen. Das tun Sie aber in Ihrer Begründung, warum Breivik kein Nationalist wäre.

    Breivik ist Nationalist in ersterem Sinne. Ein klassischer Nationalist, der die Fiktion „Nationalcharakter“ hochhält, Anpassungsdruck fordert, Verräter an dieser Fiktion hinrichtet. Dass es ihm nicht nur um Norwegen, sondern um ein, wie Sie auch sagen, „idealisiertes christlich-abendländisches Europa“ geht, ist kein Widerspruch, sondern eben die heutige Ausprägung der Fiktion „Nationalcharakter“.

    Damit ist aber auch nicht gemeint, dass Breivik einer bestimmten politischen Richtung anhängen würde, nein, national-konservativ ist er nicht, darin gebe ich Ihnen recht. Zu einer politischen Einstellung gehört die Einsicht, dass sich Dinge von unterschiedlichen Standpunkten betrachten lassen und ausgehandelt werden müssen. Breivik ist in diesem Sinne vollkommen unpolitisch. Es dürfte eher der fiktive, romantische Anteil sein, der seine Interesse für „Politik“ bestimmt. Dafür war der Nationalismus schon immer gut.

    • 23. April 2012 um 22:18 Uhr
    • zat
  217. 225.

    @ Publicola

    nehme der tatsache, dass er ein lobbyist ist (was sie selbst sagten), halten sie also einen falschen oder absichtlich irreführenden Umgang mit Zahlen als ein adäquates mittel der argumentation, ja? Sie finden es also gut, wenn leute mit absicht andere täutschen, so lange es im dienste der guten sache ist?

    denn die zahl, mit der er arbeitete von 95% in abhängigkeit einer relaiv willkürlich ausgewählten menge („der folgenschwersten Amokläufe seit 1966″) ist nicht seriös – enauso wenig wie so manch anders von ihnen von ihm zitierte.
    Z. B.: „ … Wann immer irgendwo ein Vereinsschütze mit einer legalen Waffe Amok läuft, spult die Schützenlobby … die gleiche Propaganda ab: “Ein drastischer Einzelfall, ausgesprochen selten . . . 99,9 Prozent unserer Schützen sind ganz verantwortungsvolle Waffenbesitzer.
    Stimmt denn die aussage nicht, dass 99% (und wohl mehr) verantwortungsvolle Waffenbesitzer sind? – falls sie auch der meinung sind, dass diese zahl stimmen könnte – was bedeutet dann die von vorn herien gesetzte bestimmung dieser aussage als „propaganda“? – Was ist das dnan, ein seriöses problematisieren – oder selbst eigentlich wiederliche propaganda? das ist eine ernst gemeinte Frage an sie.

    Und übertragen sie doch einfach einmal diese ganzen suggestivfragen auf andere bereiche:
    „Wann und wo wird es den nächsten Amoklauf geben? … Werden es Jungen und Mädchen einer achten Klasse sein, die heute noch arglos und leichtfüßig durch ihr kurzes Leben laufen?“
    –> „ Wann wird es denn nächsten Autounfall geben? … Werden es Jungen udn Mädchen einer achten klasse sein, die heute noch arglos und leichtfüßig durch ihr kurzes leben laufen?

    Oder wie wäre es mit verpflichtenden Psychotests , ob jemand die veranlagung hat, Kinder zu sehr zu lieben.
    –>“ Wann wird der nächste Kinderschänder zuschlagen?…Werden es Jungen und Mädchen einer achten Klasse sein, die heute noch arglos und leichtfüßig durch ihr kurzes Leben laufen?

    Mit solchen fragen können sie alles begründen – und es geht hier nicht um argumentation, sondern darum emotionen zu wecken, und um damit ein ganz bestimmtes politisches Ergebnis zu erreichen.

    Von daher denke ich sehr wohl, dass die klassifizierung als „eine widerliche propagandistische und populistische stimmungsmache anstatt ein seriöses auseinandersetzen mit einem komplexen thema“ gerechtfertigt ist, denn es geht ihm eben nicht um redliche argumentation – egal, was sie ocder ich von dem thema halten – er argumentiert nicht, sondern versucht emotionen zu erzeugen und sie mit tricks wie dieser zahlenspielerei auf seine seite zu bringen.
    Und das sollten sie klar sehen und sich dagegen auch aussprechen.

    • 23. April 2012 um 22:18 Uhr
    • Zagreus
  218. 226.

    Breivik – Utoya: Waffenerwerb und Schießtraining –

    He decided to obtain a semi-automatic rifle and a Glock pistol legally in Norway, noting that he had a „clean criminal record, hunting license, and a Benelli Nova Pump-action shotgun and a .308 Bolt-action rifle already for seven years“, and that obtaining the guns legally should therefore not be a problem.

    Upon returning to Norway, Breivik obtained a legal permit for a Ruger Mini-14 semi-automatic carbine, ostensibly for the purpose of hunting deer. He bought it in late 2010 for €1,400 ($2000).

    Getting a permit for the pistol proved more difficult, as he had to demonstrate regular attendance at a sport shooting club.
    He also bought 10 30-round magazines from a US supplier.

    From November 2010 to January 2011 he went through 15 training sessions at the Oslo Pistol Club, and by mid-January his application to purchase a Glock pistol was approved.

    http://en.wikipedia.org/wiki/2011_Norway_attacks

  219. 227.

    @zat:

    1. Kleinstaaterei überwinden, also Anpassung an einen „Nationalcharakter“, also das Aufgeben eines kleinlichen individuellen oder regionalen „Charakters” zugunsten des größeren nationalen „Charakters“. Anpassungsdruck besteht also keineswegs nur für etwaige Fremde.

    Und da hat Breivik eben eine Gemeinsamkeit mit der Ideologie des Multikulturalismus, dass diese gegen die Unterdrückung individueller „Charakterentfremdungen“ zugunsten des „authentischen Charakters“ einer Minderheitenkultur nichts einzuwenden hat. Das ist der Unterschied zwischen Liberalismus und Multikulturalismus: Der Liberalismus stellt zuvorderst das Recht eines jeden Individuums, seine eigene Kultur zu wählen, solange diese Kultur keine Elemente enthält, die mit der Ideologie des Liberalismus in Konflikt stehen. Der (Multi)kulturalismus stellt zuvorderst das Recht jeder Kultur (zumindest jeder „authentischen“ und/oder „bedrohten“ Kultur), ihre Existenz zu behaupten, indem ihre Mitglieder von der Assimilation an die „Mehrheitskultur“ abgehalten werden.

    • 23. April 2012 um 22:51 Uhr
    • Arjen van Zuider
  220. 228.

    @227 Arjen van Zuider

    Ihre Definition von Multikulturalismus (die für mich einseitig ist) enthält nationalistische Elemente (nämlich ähnliche Fiktionen: der„authentische Charakter“ ähnelt dem „Nationalcharakter“).
    Deshalb ähnelt der Multikulturalismus den Sie beschreiben Breiviks Nationalismus.

    • 23. April 2012 um 23:18 Uhr
    • zat
  221. 229.

    @zat #228

    AvZ: Und da hat Breivik eben eine Gemeinsamkeit mit der Ideologie des Multikulturalismus, dass diese gegen die Unterdrückung individueller “Charakterentfremdungen” zugunsten des “authentischen Charakters” einer Minderheitenkultur nichts einzuwenden hat.

    Gestern wurde dazu von MRX dankenswerterweise ein relevanter Text verlinkt, der die Aussagekräftigkeit obiger AvZ-Aussage mehr als bestätigt:

    “If a white girl is abused, the police come break down the door. If a black girl is mutilated, nobody takes care of her. This is what I call racism.”

    http://www.guardian.co.uk/uk/2012/apr/22/female-genital-mutilation-uk-medics

  222. 230.

    @229 Publicola

    „This is what I call racism.“

    Eher ein Beispiel für Rassismus oder für Multikulturalismus?

    Wenn Letzteres zutrifft, müsste es ja explizite Befürworter des Rechts zur Ausübung dieser Praxis geben, die letztlich verantwortlich dafür sind, dass die Polizei nicht eingreift.

    Wenn Ersteres zutrifft heißt dies nur, dass rassistische Menschen Genitalverstümmelung weniger alarmierend finden, weil ihnen das Schicksal von Fremden weniger ans Herz geht. Sie würden wohl auch nicht eingreifen, wenn ein Schwarzer einen anderen Schwarzen niederschlägt. Oder ein Weißer einen Schwarzen.

    • 23. April 2012 um 23:45 Uhr
    • zat
  223. 231.

    müsste es ja explizite Befürworter des Rechts zur Ausübung dieser Praxis geben

    Genau. So ist’s!

    1 – Genitalverstümmelung in GB ist strafbewehrt, wer Genitalverstümmelung durchführt, ist also kriminell:
    In the UK, the Prohibition of Female Circumcision Act 1985 outlawed the procedure in Britain itself, and the Female Genital Mutilation Act 2003 and Prohibition of Female Genital Mutilation (Scotland) Act 2005 made it an offence for FGM to be performed anywhere in the world on British citizens or permanent residents.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Female_genital_mutilation#Non-practicing_countries

    2 – Zu Ihrer rhetorischen Frage:

    2a – da wären zunächst die die Genitalverstümmelung ihrer Töchter verlangenden Eltern (also ca. 200.000 Kriminelle),

    2b – dann die Genitalverstümmelung dieser Mädchen befürwortenden und diese Mädchen daher dann auch verstümmelnden zahlreichen (kriminellen) Ärzte und involvierten Mitarbeiter.
    Rechenaufgabe: Wieviele (kriminelle) Ärzte mögen das sein, wenn 100.000 Frauen (22.000 im Durchschnitt pro Jahr) von ihnen genitvalverstümmelt wurden?
    _________________________

    Quelle für die Zahlenangaben (aus dem Guardian-Artikel):
    As many as 100,000 women in Britain have undergone female genital mutilations (FGM) with medics in the UK offering to carry out the illegal procedure on girls as young as 10, it has been reported. … Research suggests that every year more than 22,000 girls in the UK … are at risk of the potentially fatal procedure.

  224. 232.

    @ 231

    „müsste es ja explizite Befürworter des Rechts zur Ausübung dieser Praxis geben, die letztlich verantwortlich dafür sind, dass die Polizei nicht eingreift.

    • 24. April 2012 um 00:21 Uhr
    • zat
  225. 233.

    @ 232 – Logik –

    Im Wesentlichen wissen nur die betreffenden Eltern und die betreffenden Ärzte über die von ihnen verantworteten Genitalverstümmelungen (neben den vermutlich hilf- und wehrlosen Mädchen).

    [[Ist zu erwarten, dass
    – nachdem die Eltern die Genitalverstümmelung ihrer Töchter verlangt haben und nachdem ie Ärzte die Genitalverstümmelung dieser Mädchen befürwortet und durchgeführt haben –
    diese Eltern und diese Ärzte das Eingreifen der Polizei fordern?]]

    Falls und da diese Eltern und diese Ärzte wahrscheinlich nicht das Eingreifen der Polizei bzw. des Staatsanwaltes fordern,
    sind zumindest schon einmal diese Eltern und diese Ärzte in jedem Fall also verantwortlich für ein Nichteingreifen von Exekutive und Judikative.

  226. 234.

    Ihre Definition von Multikulturalismus (die für mich einseitig ist) enthält nationalistische Elemente (nämlich ähnliche Fiktionen: der„authentische Charakter“ ähnelt dem „Nationalcharakter“).
    Deshalb ähnelt der Multikulturalismus den Sie beschreiben Breiviks Nationalismus.

    Richtig. Genau darum geht es ja in dem Text, den JL zitiert hat: Aufzuzeigen, wie nahe sich Multikulturalismus und „Nationalkulturalismus“ (falls man Breiviks Ideologie so nennen will) stehen. Als logische Folge daraus – wie Sie ja schon ganz richtig festgestellt haben – ist Breivik auch nicht dem Nationalchauvinismus oder Kulturimperialismus zuzurechnen (und es ist deshalb auch unangebracht, die Vertreter jener Strömungen in irgendeine moralische Verantwortung für Breiviks Attentat zu nehmen).

    • 24. April 2012 um 01:53 Uhr
    • Arjen van Zuider
  227. 235.

    Achja: die für mich einseitig ist

    Ja, das ist leider die Realität der multikulturalistischen Ideologie, dass sie einseitig ist. Vielleicht finden Sie meine Definition von „Liberalismus“ ansprechender – nur hat ein solcher Kulturliberalismus eben auch unangenehme, konfliktträchtige Folgen (zB, dass irreversible und potentiell schädliche Körpermodifikationen an nicht zustimmungsfähigen Kleinkindern auch dann verboten gehören, wenn es sich dabei um jahrtausendealte Traditionen handelt und die betroffenen Eltern glauben, dass das Seelenheil ihrer Kinder davon abhänge).

    • 24. April 2012 um 01:58 Uhr
    • Arjen van Zuider
  228. 236.

    Was waren das doch noch für friedliche Zeiten, als es ausreichte, auf den unerträglichen Knoblauchgestank der Gastarbeiter zu verweisen, um einen Grund vorweisen zu können, sie aus vollstem Herzen zu hassen ( Das war ironisch gemeint). Natürlich waren auch alle Italiener Messerstecher und haben gestohlen (Auch das ist Ironie!).
    Heute muss man schon mit islamistisch-links-alernativ-multikultureller Weltverschwörung, Ehrenmorden, Zwangsehen und Genitalverstümmelung kommen, um mit dem Segen Ralph Giordanos gegen Moscheen zu demonstrieren , mit Sarrazins Buch in der Hand und der Unterstützung durch Graumann, Kramer und Broder Herrn Wilders oder Stadtkewitz zuzujubeln oder sonstwie den Untergang des Abendlandes ( klngt alles verdammt nach Spengler) an die Wand zu malen.

    • 24. April 2012 um 07:39 Uhr
    • Krischan
  229. 237.

    @ Dave_Robicheaux 204 – 205

    „Und die Massacker in der Vendée und republikanische Taufe tausender Priester der Loire? … “

    http://fr.wikipedia.org/wiki/Noyades_de_Nantes

    Massentötungen, bürokratisch geplant und angeordnet, mit staatlichem Kommandogewalt über zivile Infrastruktur vollzogen und mit schmähenden Euphemismen – keinesfalls bemäntelt, sondern gefeiert, haben in der Neuzeit ihren Ursprung in dem anti-traditionalistischen Modernisierungsimpuls der Französischen Revolution; wenn man so will also: der militanten Vernunft.

    „Also, nur zum Verständnis. Wenn ich morgen früh zum Gebet aufstehe, mich eines Schinkensandwiches enthalte und nicht in Shorts rumlaufe, dann bin ich also “konservativ”?“

    Warum nicht ? Sie sollten so konservativ sein, wie es Ihnen beliebt; nur lassen Sie Ihren Kindern die Entscheidung, was diese für sich wollen.

    Für die Vernunft-Gewillten bleibt das Problem: Die Bindungskraft von Aberglaube ist stärker, als die von Vernunftgewilltheit. Wie kann man damit – sozusagen: nichtgenozidal umgehen ?

    Für mich eine vollkommen offene Frage.

    @ Krischan

    Jeder, der seine Hölle dort läßt, wo er hergekommen ist und wo sie ihm* die Migration nahegelegt hatte, jeder der sie also nicht mit sich herumschleppt und überall hereinbringen will, ist hoch willkommen.

    „Ehrenmorden, Zwangsehen und Genitalverstümmelung“

    Sie demonstrieren in Kurdistan dagegen**; und hier machen wir das nicht mehr, ist das ein Deal ?

    *oder Vorfahren, **oder dafür, wie Sie wollen

    • 24. April 2012 um 07:59 Uhr
    • Thomas Holm
  230. 238.

    Jörg Lau

    Lieber Herr Lau, ich bitte Sie, wenn Sie Ertrugul Özkök von der Bild kennen, einen Gruß von mir zu bestellen und ihm von mir zu sagen, dass es eine Frechheit ist, zu behaupten, das 99% der Türken in der Türkei Muslime sind.

    Er soll nicht in der größten Zeitung Deutschlands so ein islamistisches Unsinn schreiben, so dass das normale Volk(Bios) daran glauben.

    Zum kotzen!

    • 24. April 2012 um 09:45 Uhr
    • cem.gülay
  231. 239.

    Man sich doch selbst die Augen aus dem Kopf reißen, um nicht sehen zu können, dass die „Multikulti-Debatte“- zumal mit dem ewigen Unterton, dass es sich allesamt um Untermenschen handelt, die wir uns hier als Läuse in den Pelz gesetzt hätten, nicht ihrer selbst wegen geführt wird, und auch nicht aus Mitleid mit zwangsverheirateten oder verstümmelten Mädchen oder gar ermordeten Frauen oder weil tatsächlich die Angst umgeht, wir gerieten in ein System, in dem wir allesamt zum Islam konvertieren müssten.
    Hier geht es um unterschwellige Ängste, die sehr zweckdienlich geschürt und aufgebaut werden. Die Entgleisung eines Breivik ist von daher auch eher ein unerfreulich-peinliches Nebenprodukt dieser Hetze. In Wahrheit geht es um die jeweiligen Motive der jeweiligen Islamophoben und Xenophoben- und die kann man nicht vereinheitlicht sehen.

    • 24. April 2012 um 09:59 Uhr
    • Krischan
  232. 240.

    @ Zagreus

    Ein persönlicher Freund von mir ist Polizist und war beim Winnenden-Einsatz dabei. Tim Kretschmers Kuglen haben seinen Kopf nur knapp verfehlt. Der Mann hat sein Trauma bis heute nicht vollständig überwunden.
    Fragen Sie jeden beliebigen Polizisten: er wird stets für eine Verschärfung des Waffenrechts und für ein Verbot großkalibriger Waffen plädieren.

    • 24. April 2012 um 10:16 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  233. 241.

    @ FS

    „Dünger sollte auch verboten werden.“

    Ammoniumnitrat als Dünger braucht niemand wirklich.

    • 24. April 2012 um 10:17 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  234. 242.

    Wenn wir Aleviten angeblich Muslime sind, warum wurden wir in Sivas verbrannt. Maras nicht zu vergessen. Wieso darf kein alevitischer Religionsunterricht eingeführt werden, warum wird man gesellschaftlich unterdrückt wenn man sich bekennt. So viele Fragen!

    • 24. April 2012 um 10:21 Uhr
    • cem.gülay
  235. 243.

    Nachtrag zum Thema Waffenrecht:

    Woran liegt es wohl, dass im Land mit dem liberalsten Waffenrecht aller westlicher Länder (den USA) am meisten Menschen durch Schusswaffen zu Tode kommen?

    • 24. April 2012 um 10:24 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  236. 244.

    @ AvZ

    „Nationalkulturalismus“

    Korrekter Begriff: Ethnopluralismus

    • 24. April 2012 um 10:26 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  237. 245.

    @ HJS #243

    Wie ist die Situation in Kanada?
    Die haben -meines Wissens nach- ebenfalls äußerst liberale Waffengesetze.

    In wieweit sollen Deutschlands Waffengesetze verschärft werden?

    • 24. April 2012 um 10:40 Uhr
    • Serious Black
  238. 246.

    HJS 243

    Waffenrecht

    Wohl nicht Michael Moor gesehen. Dann würde ihre Frage nicht mehr so überheblich klingen.

    In Kanada gibt es auch ein liberales Waffenrecht und noch mehr Waffen.

    Also wieso gibt es dort kaum Ballereien?

    Kommen Sie, geben Sie ne schlaue Analyse.

    Wie ich Sie kenne, drücken Sie sich wieder, wie schon so oft, wenn die Intelligenz nicht reicht

    • 24. April 2012 um 10:42 Uhr
    • cem.gülay
  239. 247.

    SB

    ,-)

    • 24. April 2012 um 10:43 Uhr
    • cem.gülay
  240. 248.

    @ HJS

    Ein persönlicher Freund von mir ist Polizist und war beim Winnenden-Einsatz dabei. Tim Kretschmers Kuglen haben seinen Kopf nur knapp verfehlt. Der Mann hat sein Trauma bis heute nicht vollständig überwunden.

    Glaube ich ihnen – dummerweise holen sich die Leute bei allen möglichen gefahrensituationen traumata – wenn sie von einem messer abgestochen werden, oder irgendwo hilflos eingeklemmt werden, oder von einem auto angfahren werden usw….
    Damit mchte ich nicht das leid schmälern, aber darauf aufmerksam machen, dass es viele möglichkeiten gibt sich traumata zu holen und man deshalb das in der relation sehen muss: wie wahrscheinlich ist es, dass jemand aufgrund von soetwas, was ihr freund erlebte, ein traume bekommen kann. Sprich: Wie wahrscheinlich ist es, dass jemand soetwas erlebt.

    Fragen Sie jeden beliebigen Polizisten: er wird stets für eine Verschärfung des Waffenrechts und für ein Verbot großkalibriger Waffen plädieren.

    Keine ahnung, ob das stmmt, was sie hier sagen. Aber gehen wir mal davon aus, dass es stimmt: damit heisst es noch lange nicht, dass die Polizisten auf Sportgewehre oder Jäger es abgesehen haben bei dieser Forderung. Und dann heisst es nicht, dass ihr spezifisches Interesse darum auch durchgesetzt werden muss, einfahc wiel andere interessen dem gegenüber stehen wie die der sportler oder jäger – letztendlich ist es eine abwägungssache.

    Und bei soetwas spielt dann doch auch die häufigkeit solch eines ereignisses eine rolle.
    Hier, lesen sie mal – ob die angaben stimmen, weis ich nicht, aber gesetzt sie würden so passen:

    Bei 6,5 Mio. angezeigten Straftaten finden nur 0,21% unter Verwendung von Waffen, einschließlich der reinen Bedrohung oder eines nur Mitführens von Waffen, statt.
    Berücksichtigt man jetzt noch, dass in 97,4% dieser Fälle eine illegale Waffe Verwendung findet, dann wird genau in 0,00543% aller Straftaten eine legale Waffe verwendet, wobei in dieser Promillezahl auch noch die Bedrohungen mit Gas- und Signalwaffen enthalten sind.

    heisst das, das die gefahr quasi nicht existiert.
    Und bitte überlegen sie einmal, sagen wir über die letzten 20 Jahre, wie oft es amokläufe mit legalen schusswaffen in der BRD gegeben hat.
    Statistisch gesehen wird das sehr wenig aller wahrscheinlichkeit nahc sein – dem gegenüber stehen die Masse der Fälle, in denen Sportschützen , Jäger (und wer halt legal eine Schusswaffe besitzen darf, ohne das es zu seinem Beruf gehört) etc… eben keinen derartigen Missbrauch veranstalteten (denn so errechnet es sich ja).
    Ich könnte mir vorstellen, dass die gefahr von einem Amokläufer mit einer legal erworbenen waffe getötet zu werden in Deutschland oder in Europa ähnlich hoch ist wie im Lotto den Hauptgewinn zu ziehen.

    Anererseits – wenn sie aus irgendeinen grund etwas für falsch erachten und dafür politisch kämpfen dies durchzusetzen, z. b. etwas zu verbieten – wie würden sie argumentieren, sachlich oder mehr auf emotionen abzielend?
    Wie kommt denn jemand an, der z. b. (Trink-)Alkohol verbieten möchte?
    Kommt er mit einer statistik an, die sämtliche trinkereignisse eines Jahres auflistet und zeigt dann die häufigkeit der Totesfälle und die des Abgleitens in den Alkoholismus, oder kommt er mit z. B. absoluten zahlen, weil die einfach nach mehr klingen als prozentzahlen im promille-bereich? Und wird er, wenn er schon mit Prozentzahlen kommt, dann sich nicht die grundmenge so zurecht legen, dass eine möglichst erschreckende zahl heraus kommt?
    Und was für geschichten von leuten, die alkohol trinken erzählt er? Alltägliche, oder doch die von Opfern, und dabei die möglichst schlimmen und aufrüttelnden?
    Und so hat man auch gerade bei ungewöhnlichen totesfällen immer auch eine große mediale präsenz. Und wenn sie sich einmal ereignen, dann ist die stunde der ‚Wahrner‘ geommen. Es gibt zu so gut wie allem auch immer jemanden, der dagegen ist, der es für unverantwortlich hält, der verbieten möchte – von PC-ballerspielen angefangen bis hin zu leuten, die das autofahren am liebsten verbieten würden.

    Leider gibt es halt bei so gut wie allem, was wir menschenmachen, berechtigte bedenken und bei sportereignissen oder -gerätschaften kann es auch zu schlimmen ereignissen führen wie eben bei allem, was man so treiben kann. Letztendlich ist es eine frage der abwägung – nur sollte man nicht vergessen, dass Freiheit immer auch bedeutet, dass etwas schief gehen kann, das jemand die falsche entscheidung trifft, falsch handelt.
    Zuglich ist Sicherheit aber das gegenteil von freiheit.

    Nach meiner einschätzung ist der Versuch nun legale Schusswaffen wie für Sportler und Jäger zu verbieten solch ein ‚panikthema‘, da es einfahc zu selten zu amokläufen mit legalen schusswaffen kommt. Die meisten Tote mit schusswaffen werden wohl mit nicht-legalen schusswaffen verursacht – und wenn, sollte man sich dann icht mehr hier gedanken machne, wie man das reduzieren könnte?

    • 24. April 2012 um 10:44 Uhr
    • Zagreus
  241. 249.

    Zagreus

    Die Gut-Menschen haben meist keine Antwort und Lösungen für elementare Fragen. Sie haben nur eine Ideologie, mehr nicht.

    • 24. April 2012 um 10:57 Uhr
    • cem.gülay
  242. 250.

    @ cem

    Wenn wir Aleviten angeblich Muslime sind, warum wurden wir in Sivas verbrannt. Maras nicht zu vergessen. Wieso darf kein alevitischer Religionsunterricht eingeführt werden, warum wird man gesellschaftlich unterdrückt wenn man sich bekennt. So viele Fragen!

    Die Antwort, ob Aleviten Muslime sind, hängt von demjenigen ab, der das beurteilt.
    Für jemanden, der überhaupt kein Muslim ist und der z. B. nur danach fragt, ob Aleviten an Allah und Mohammed als seinen propheten glauben, sind Alviten Muslime.
    Für einige Sunniten sind sie es nicht, denn die wiederum glauben, dass die form ihres Glaubens an Allah das einzig Wahre muslimisch eGlauben ist – und da Aleviten anders glauben, andere glaubensformen haben, sprechen sie ihnen das muslim-sein ab, genauso wie sie es vielleicht en shiiten absprechen und umgekehrt.

    Tröste dich – es git genug christen und christliche Strömungen, die anderenChristen das Christ-sein absprechen.

    • 24. April 2012 um 11:01 Uhr
    • Zagreus
  243. 251.

    @ Cem

    „Sie haben nur eine Ideologie, mehr nicht.“

    bei sehr vielen hat man noch nicht einmal das – sondern einige allgem. Phrasen und ganz viel gefühl kombiniert mit der eigenschaft, ja möglichst wenig abstand zu den zu beurteilenden Dingen einzuhalten. 😀

    • 24. April 2012 um 11:02 Uhr
    • Zagreus
  244. 252.

    Zagreus

    Der größte Feind des Gut-Menschen ist logisches denken

    • 24. April 2012 um 11:15 Uhr
    • cem.gülay
  245. 253.

    Zagreus

    Tröste Dich…..

    Ich will gar nicht als was bezeichnet werden. Da hast Du mich Missverstanden.

    • 24. April 2012 um 11:17 Uhr
    • cem.gülay
  246. 254.

    @Zagreus:

    Bei 6,5 Mio. angezeigten Straftaten finden nur 0,21% unter Verwendung von Waffen, einschließlich der reinen Bedrohung oder eines nur Mitführens von Waffen, statt.

    Bei den Tötungsdelikten, insbesondere wenn sie noch nach Opferzahl gewichtet werden, liegt der Schusswaffenanteil (und unter diesen auch der Anteil legaler Waffen) allerdings wesentlich höher. Gewichtet man die Toten dann auch noch nach medialer Aufmerksamkeit und Skandalwert, sind die legalen Waffen noch viel prominenter, denn den anständigen Durchschnittsbürger stört es wenig, wenn ein Zuhälter oder Drogenbaron einen Rivalen mit einer illegalen Waffe erschießt – aber umso mehr, wenn ein gutbürgerliches Schützenvereinsmitglied mit seiner legalen Waffe Frau und Kind erschießt.

    Das Problem in den USA würde ich nicht in der hohen Schusswaffenrate sehen (Gegenbeispiel Kanada), sondern eher im Justizsystem mit unerfindlichen Beweisprozeduren und absurd hohen Strafen für Bagatelldelikte, die einen ausreichenden Strafabstand für Schwerverbrechen gar nicht mehr zulassen (die Todesstrafe kann man praktisch vernachläßigen, da sie nur sehr selten verhängt wird und viele Todeskandidaten aufgrund der langen Vollstreckungsfristen einen natürlichen Tod sterben). Die einzig zuverläßige Korrelation mit dem Schusswaffenbesitz in Industriestaaten besteht meines Wissens in der Selbstmordrate (zB Schweiz, Finnland).

    Abgesehen von Spekulationen über den Einfluss auf die Anzahl Gewaltdelikte ist die Waffengesetzgebung IMO aber vor allem ein Test für das Menschenbild, das in unserer Gesellschaft vorherrscht. Wollen wir uns anmaßen, zu entscheiden, welche Sportarten sinnvoll sind, oder überlassen wir das lieber den Sportlern selbst? Sehen wir die Menschen in unserer Gesellschaft als verantwortungsbewusste Wesen, die in der Lage sind, mit gefährlichen Gegenständen verantwortungsvoll umzugehen (und die wenigen, die es nicht sind, können wir therapieren oder wegsperren) oder sehen wir Menschen als Risiken, die man so gut es geht einhegen muss?

    • 24. April 2012 um 11:35 Uhr
    • Arjen van Zuider
  247. 255.

    @Arjen van Zuider

    Verantwortungsbewusst Bürger gibt es nicht. Darum müssen die Bürger vom Staat mit seinen verantwortungsbewussten Beamten durch das Leben geführt werden.

    • 24. April 2012 um 11:49 Uhr
    • FreeSpeech
  248. 256.

    .. und die verantwortungsbewussten Beamten müssen in ihrem Wirken natürlich von den Politikern angeleitet werden, denn die Politiker wissen dank ihres herausragenden Verantwortungsbewussteins, was für das Volk richtig und gut ist.

    • 24. April 2012 um 11:53 Uhr
    • FreeSpeech
  249. 257.

    @ AvZ

    einens natürlichen Todes sterben

    • 24. April 2012 um 11:53 Uhr
    • Verein "Rettet den Genitiv"!
  250. 258.

    @Genitiv:

    IMO geht beides. Man stirbt ja auch tausend Tode und nicht tausender Tode.

    • 24. April 2012 um 12:06 Uhr
    • Arjen van Zuider
  251. 259.

    @ AvZ

    Eine noch etwas andere Zahl:

    Zweiter Periodischer Sicherheitsbericht, BMI, 2006: 1999 wurden 1932 Straftaten mit Schusswaffen begangen; in 79 Fällen war der verurteilte Straftäter rechtmässiger Besitzer der Waffe.
    –> spricht für sich.

    Gewichtet man die Toten dann auch noch nach medialer Aufmerksamkeit und Skandalwert, sind die legalen Waffen noch viel prominenter
    Ich denke, dass ist tiel des problems – und hal aufgrund seines seltenheitswertes und seines oft doch blutigen ausganges.

    Aber der Kern des Problemes in Europa, vor allem in Deutschland ist dies:
    Sehen wir die Menschen in unserer Gesellschaft als verantwortungsbewusste Wesen, die in der Lage sind, mit gefährlichen Gegenständen verantwortungsvoll umzugehen (und die wenigen, die es nicht sind, können wir therapieren oder wegsperren) oder sehen wir Menschen als Risiken, die man so gut es geht einhegen muss?
    Nämlich darum, ob ‚wir‘ die Menschen als Bürger oder als Untertanen wahrnehmen.
    Sind es freie, selbstentscheidende Individuen, denen wir auch zugestehen, dass sie etwas machen oder agen können, das wir für falsch halten, oder sind es Untertanen, schutzbefohlene, Unmündige, denen man sagen muss, was sie zu tun und zu lassen haben und die für ihre taten im grunde nichts können.

    Traditionell hat man diese zweite Einstellung mehr im rechten und konservativen Lager gefunden.
    Das ist aber im grunde ein Mythos, denn die linken sind hochgradig authoritär – z. b. ist von anfang an ein hierarchisches verhältnis in vielen sozialistischen Parteien anzutreffen, die die ‚unteren‘ jeweils entmündigt – sehr schon zusammengefasst in der Liedzeile: „Die Partei, die Partei hat immer Recht!“
    Das dürfte mit dem sogenannten ‚Klassenbewusstsein‘ zusammenhängen, bei denen halt dann bestimmte ideologen und parteisptzen für sich das ‚rechte Bewusstsein‘ attestierten und somit ihre deutungsmacht legitimierten.
    Das ist irgendwann in der BRD auch von den alternativen und neuen linken übernommen worden und drückt sich darin aus, dass sie glauben, aufgrund ihrer ideologie ‚mehr zu wissen‘ als andere leute – hier steckt auch ein regelrecht religiöses moment drinnen.
    Folge ist, dass es einerseits dazu im laufe der zeit gekommen ist, dass gerade aus den alternativen ecken viele einzelne träume einer besseren Welt sich sammelten und ihre gesichtspunkte versuchten durchzusetzen – von „waldsterben bis Gentechnik“ und sich daneben viele interessensvereine bildeten, die irgendetwas umsetzen oder verbieten wollen, und deren mitgleider oft sich dabei als eine art propheten fühlen – und dementsprechend leuten, die nicht ihrer meinung sind die berechtigung mitzusprechen absprechen wollen – durch diverse strategien der delegitimation.
    Sie sehen sich wirklich als etwas besseres.

    Hinzu kommt, dass sehr viele ‚Linke‘, gerade auch wenn sie aus akademischen kreisen stammen, im grunde gar keine Linke sind, sondern Bürgerliche mit konservativen Werten und lebensentwürfen, die nur sich für links halten, weil es gerade modern ist.
    Dazu kommt auch, dass sie eben nicht eine demokratie vertreten, auch wenn sie es immer wieder versichern, sondern im grunde eine diktatur wollen. das äußert sich einfach darin, dass sie sich slebst als irgendwie auserwählt ansehen und gegen den ‚Popel‘, das ‚Volk‘ wettern und nach möglichkeit denen keine entscheidung überlassen wollen – weil sie befürchten, dass das Volk anders entscheiden könnte, als sie es für richtig halten. In diesen bereich gehören auch all die wahrnungen vor Populisten etc. – denn es wird nicht den anderen Bürgern zugetraut selbständig entscheiden zu können.

    • 24. April 2012 um 12:18 Uhr
    • Zagreus
  252. 260.

    Ist es nicht zu ärgerlich, dass der dumme Junge in Winnenden kein Alibaba war mit einem Foto des Großmufti von Jerusalem in seinem Zimmer,der dann mit einem grünen Tuch um seinen Kopf voller Koranzitate die Schukle stürmte?
    Wenn man sich die Postings hier so durchliest, kommt einem dieser Gedanke unwillkürlich hoch.
    Im übrigen hätte es genügt, dass Papi seine Waffen einfach der Gesetzeslage nach eingeschlossen und Waffen und Munition getrennt aufbewahrt hätte. Außerdem sollte man evtl. ab und zu einmal mit seinen Kindern im schwierigen Alter reden, statt sie im eigenen Saft vor sich hinbraten lassen, bis die Sicherungen durchknallen.

    • 24. April 2012 um 12:19 Uhr
    • Krischan
  253. 261.

    IMO geht beides

    Setzen AVZ. Mangelhaft.

    • 24. April 2012 um 12:33 Uhr
    • zuunrechtverachteterschlechtmensch
  254. 262.

    Breiviks Massenmord hat nur indirekt mit den Islamos zu tun, es ist die Reaktion auf die „Verdünnungspolitik“ der sich selbst hassenden linksliberalen Eliten.

    Damit kommen manche nicht klar.

    • 24. April 2012 um 12:34 Uhr
    • PBUH
  255. 263.

    @ Zagreus 259.

    Völlig einig. Ich würde gerne wissen, welcher Mechanismus aus den Politikern / Beamten Wesen macht, die wissen, was für das Volk gut ist.

    Entsteht die Fähigkeit zur höheren Einsicht und damit die Fähigkeit zur Anleitung des Volkes womöglich durch das Einatmen der Ausdünstungen des Amtsschimmels?

    • 24. April 2012 um 13:02 Uhr
    • FreeSpeech
  256. 264.

    @ PBUH

    Also selber schuld? Ich habe nicht den Eindruck, dass die Morde, mit denen er sich seit er 19 ist befasst, eine äussere Ursache haben, sondern dass die äusseren Ursachen aufgesteckt sind.

    Wir hatten hier in CH Leute, die haben Frauen den Bauch aufgeschlitzt, weil sie wissen wollten, wie sich das anfühlt. Der oben aufgeführte Schulmörder hatte einfach Spass daran. Unsoweiter.

    Das dürfte auch auf viele Islamisten zutreffen.

    Der Unterschied ist dann der:

    Gibt es ein Umfeld, das den Übergang der Gedanken zur Tat fördert? Bei Breivik wurde das schnell mal behauptet, bei den Islamisten wird über Eroberungspredigten, Finanzierung und Ausbildungscamps hinweggesehen.

    • 24. April 2012 um 13:14 Uhr
    • FreeSpeech
    • 24. April 2012 um 13:18 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  257. 266.

    @ FS

    …Mechanismus aus den Politikern / Beamten Wesen macht, die wissen, was für das Volk gut ist.

    Das könnte ziemlich trivial sein: einfach die Macht Entscheidungen fällen zu können erzeugt die illusion, auch derjenige zu sein, der über das entsprechendes ‚fachwissen‘ verfügt.
    Dabei wird nur allzuoft einfach vergessen, dass es eine Frage ist, ob man wirklich dieses Wissen hat oder ob man auch anderen gründen an die entscheidungsstelle gelangte.
    Gerade bei Politikern ist dies oft so: sie sind laien, die über ihre befähigungen im feld der Politik an entscheidungsstellen gelangen, die ein andere art von wissen erfordern.
    damit ist es ja auhc möglich, dass man abundzu minister hat, die 3-4 verschiedene miniserposten nacheinander ausüben.
    Diese leute haben je nach bedeutung der stelle berater – die nun dies oder das anraten. Nur: wie die berater zu ihrer einschätzung gelangten, können sie nicht nachvolliehen aufgrund ihres mangelnden wissens.
    Und sie sind halt diejenige, die einerseits die vorgesetzten der berater sind, an der spitze stehen und die andererseits die generelle politische richtung vorgeben.
    das führt dazu, dass sie glauben, sie würden nicht einfach nur an der spitze stehen als eine art gallionsfigur und als jemand, der eine grobe richtung vorgibt, sondern eben als jemand, der über kompetenz in einem bereich verfügen würde – und darum halten sie sich frü schlauer als diejenigen, die sie wählten oder gar die masse derer, die wählen – als die bürger oder das Volk.
    Verstärkt wird das ganze noch einfach dadurch, dass die Leute als politiker ein bestimmtes, relativ abgeschlossenes soziales Umfeld haben.
    Und das geschieht über alle lager hinweg.
    Darum findest du auch in allen lagern ein weitverbreitetes Misstrauen dem volk gegenüber, dem gegenüber wiederum ein misstrauen der Bevölkerung gegenüber den politkern korreliert.

    • 24. April 2012 um 13:27 Uhr
    • Zagreus
  258. 267.

    @ Zagreus 266

    Sehe ich ähnlich, auch für das Land der Volksabstimmungen, nur wirken letztere gottseidank immer wieder ein wenig korrigierend. Wobei natürlich bei nicht genehmen Ergebnissen schnell der Vorschlag auf dem Tisch ist, die Volksrechte einzuschränken. (Die Kompetenz zu so einer Aussage nimmt man natürlich daraus, dass man meint, man sei kompetenter als die anderen, aus oben genannten Gründen)

    • 24. April 2012 um 13:38 Uhr
    • FreeSpeech
  259. 268.

    @ FreeSpeech

    ja, und ihr schweizer seit da eiter als wir in der BRD – denn bei aller kritik an der volksabstimmung, ist sie bei euch eine wichtige politisch grundlage und somit ein wichtiges demokratisches instrument. Dafür beneide ich die schweiz – das würde uns in der brd auch sehr gut tun mehr volskabstimmungen zu haben.

    @ HJS

    Danke für den link zur UN-Studie.

    • 24. April 2012 um 13:41 Uhr
    • Zagreus
  260. 269.

    @Krischan:

    Wenn man sich die Postings hier so durchliest, kommt einem dieser Gedanke unwillkürlich hoch.

    Ich frage mich, aus welchen Postings Sie so etwas herauslesen wollen.

    Im übrigen hätte es genügt, dass Papi seine Waffen einfach der Gesetzeslage nach eingeschlossen und Waffen und Munition getrennt aufbewahrt hätte.

    Dass auf ein Unglück, das durch Nichtbefolgung der Gesetze entstanden ist, eine Verschärfung ebenjener Gesetze folgt, ist ja nichts neues. Die Logik dahinter: Darf man keine Waffen besitzen, kann man auch nicht vergessen, sie vorschriftsgemäß einzuschließen.

    @Zagreus:

    Das ist aber im grunde ein Mythos, denn die linken sind hochgradig authoritär – z. b. ist von anfang an ein hierarchisches verhältnis in vielen sozialistischen Parteien anzutreffen, die die ‘unteren’ jeweils entmündigt

    Hierarchie heißt nicht zwingend Entmündigung; manche Operationen (wie zB eine Revolution) haben nunmal einfach mehr Erfolg, wenn sie hierarchisch geführt werden. Die Entmündigung kam erst mit der Entfremdung der Arbeiterklasse von der Linken auf – seither kann sich die linke Elite nämlich nicht mehr als der Katalysator sehen, der die Entladung des Revolutionspotentials der Arbeiterklasse durch seine hierarchische Organisation ermöglicht, sondern sieht sich als Antreiber, der die Revolution aus eigenen Kräften vollziehen muss, um der unmündigen Arbeiterklasse (die apolitisch ist oder Populisten wählt) zu ihrem Glück zu verhelfen.

    Hinzu kommt, dass sehr viele ‘Linke’, gerade auch wenn sie aus akademischen kreisen stammen, im grunde gar keine Linke sind, sondern Bürgerliche mit konservativen Werten und lebensentwürfen, die nur sich für links halten, weil es gerade modern ist.

    Nicht nur die akademische Linke, auch die gewerkschaftliche Linke hat sich von ihren Ursprüngen entfernt und entspricht heute eher dem Kleinbürgertum; weit davon entfernt, nur seine Ketten zu verlieren zu haben und eifrig darauf erpicht, seine Privilegien und Besitzstände nicht zu verlieren.

    • 24. April 2012 um 14:35 Uhr
    • Arjen van Zuider
  261. 270.

    Die Linke hat den Gang durch die Institutionen erfolgreich geschafft und betreibt für sich selber ein riesiges Beschäftigungsprogramm, das Staat heisst. Da ist Bevormundung zentral, damit möglichst wenige merken, dass dieses Beschäftigungsprogramm nicht zu finanzieren ist. Im Endzustand sind alle vom Staat beschäftigt und niemand produktiv. Das nennt man in hundert Jahren mal Hellenistische Ökonomie.

    • 24. April 2012 um 14:47 Uhr
    • FreeSpeech
  262. 271.

    @ FS

    Wenn die Franzosen in 12 Tagen richtig falsch wählen, kollabiert das System vielleicht rechtzeitig.

    • 24. April 2012 um 14:58 Uhr
    • MRX
  263. 272.

    @ MRX

    das dauert noch etwas – selbst wenn hollande gewinngt (was leider wahrscheinlicher ist als das Sarkozy doch noch gewinnt).
    Der muss erstmal den kurz gegen den widerstand deutschlands und einiger nordeuropäischer staaten ändern (was er schaffen wird, was aber etwas dauert) und die EZB veranlassen per gedldruck noch weitergehend probleme zu lösen. bis das dann eine inflation geworden ist, die die leute richtig spüren, weil ihr geld nichts mehr wert ist, vergeht noch einiges an zeit.
    Ich bin gespannt was passiert, wenn die ersten staaten aus den EU-verbund auszuscheren versuchen.

    • 24. April 2012 um 15:10 Uhr
    • Zagreus
  264. 273.

    Ich muss die hier verbreiteten Ansichten über Muslime doch nicht ernstlich rekapitulieren, oder?
    Was die Sache mit den Gesetzesverschärfungen anbelangt, so sei es den Jüngeren hier und den Vegesslichen gesagt, dass es bis 1976 erlaubt war, dass jeder Volljährige Langwaffen, also Gewehre, frei kaufen konnte. Bei der Munition sah es dann anders aus. Pistolen waren an eine Waffenerwerbskarte gebunden, ähnlich des heute üblichen Verfahrens. Bei historischen Waffen und deren Nachbauten gab es noch keine Einschränkungen. So waren die sogenannten Perkussionsrevolver, die Mitte des 19. Jahrhunderts aufkamen, noch frei erhältlich. Sie verschießen keine Patronen, jede Trommelbohrung wird einzeln mit losem Pulver, Bleikugel und Zündkapsel geladen und scharf gemacht.
    Das Bundeswaffengesetz von 1976 entstand unter dem Schock der Baader-Meinhoff-Terrorwelle und rief viel Ärger bei Schützen, Jägern und Waffensammlern hervor; der inneren Sicherheit diente es herzlich wenig. Das Verbrechermilieu hatte ohnehin Banken nie bis selten mit Jagdgewehren oder Karabiner 98k aus dem 2. Weltkrieg überfallen und kaufte sich alles wie gehabt bei den hinlänglich bekannten Lieferanten.
    Seit 1976 hat es weitere Verschärfungen gegeben, die alle mit einem Riesengeschrei über eine angebliche ach so mächtige Lobby von Waffennarren und schießwütigen Landwirten und permanent besoffenen Schützenkönigen eingeleitet wurden.
    Komischerweise wurde dabei immer so getan, als ob es hier überhaupt keine rechtlichen Beschränkungen für den Erwerb von Waffen und Munition gäbe und der Behördenkrieg dafür nicht aufwändiger sei als die Verlängerung eines Reisepasses.
    Je strenger die Gesetze, desto böser die Menschen, möchte man da auch sagen, weil die Logik immer nach dem gleichen Muster abläuft:
    Ich denke da an eine andere Thematik. Am Ende einer vierspurigen Ausbaustrecke an einer Bundestraße musste man sich in den alten Verlauf der zweispurigen Straße einfädeln. Keine Gefahr, man durfte nur nicht mit 160 in diese Kurve ballern- sonst ging es in den Wald.
    Die Geschwindigkeit war auf 80 km/h reduziert worden. Als einmal ein vollbesetzter Wagen doch an einen Baum klatschte, wurde das Schild auf 60km/h geändert, und am Ende, nachdem der x-te Vollhorst dort von der Straße geflogen war, war man dann endlich bei einem 30 km/h Schild angekommen, das keine Socke mehr ernst nehmen konnte, so dass dadurch die Unfallgefahr eher wieder stieg.
    Wer will, wird sich immer Waffen besorgen können. Erst wenn jeder Mensch sein Leben in Handschellen verbringen muss, wird es wohl kaum noch Gesetzesverstöße geben können, oder?
    Die Einschränkung von Freiheit muss in einem vernünftigen Verhältnis zum Gefahrenpotential liegen. Sonst muss man auch den Besitz von Kfz. strenger regulieren. Sportwagen werden ganz verboten, Motorräder sowieso.

    • 24. April 2012 um 15:18 Uhr
    • Krischan
  265. 274.

    @MR

    Wenn die Franzosen in 12 Tagen richtig falsch wählen, kollabiert das System vielleicht rechtzeitig.

    Dazu braucht es keinen Hollande. Jetzt, wo es diese neue Total-Umsonst-Partei gibt, wird das Finale bei uns laufen.

    • 24. April 2012 um 15:31 Uhr
    • riccardo
  266. 275.

    @ r

    Insofern die Stimmegewinne der Totalumsonstpartei im Wesentlichen auf Kosten der Umsonstparteien gehen, bin ich in der Hisicht wenig peptimistisch.

    • 24. April 2012 um 15:37 Uhr
    • MRX
  267. 277.

    PS zu #226 “- Breivik – Utoya: Waffenerwerb und Schießtraining –”
    http://www.demokratie-mv.de/media/press/96/OZ-2011-05-22.pdf

  268. 278.

    PS zu #226 “- Breivik – Utoya: Waffenerwerb und Schießtraining –”
    http://www.wdr.de/tv/monitor/presse/2011/111124_2.php5

  269. 279.

    Von wegen umsonst – hier noch die Definition der Freiheit:

    Handlungs-Freiheit: die Freiheit, zu säen, zu pflegen und zu ernten

    Behandlungs-Freiheit: die Freiheit, säen, pflegen, ernten und frei Haus liefern zu lassen

    • 24. April 2012 um 16:11 Uhr
    • FreeSpeech
  270. 280.

    PS zu #226 “- Breivik – Utoya: Waffenerwerb und Schießtraining –”

    Newer facilities make extensive use of computer simulations of various kinds to provide more hours or training in more realistic situations at lower cost and with lower risk to personnel. Temporary arrangements can be made with the local gun club, the local gym and an internet café which facilitates multiplayer Modern Warfare 2 simulation.
    Aus Breiviks Tempelritter-Manifest, p. 1283

  271. 281.

    @Publicola 280

    Und das angesichts der Tatsache, dass Kampfsport nicht die Aggression abbaut, wie gemeinhin behauptet wird, sondern die Aggression weiter aufbaut.

    • 24. April 2012 um 16:20 Uhr
    • FreeSpeech
  272. 282.

    @MR

    Grundsätzlich richtig. Da wir aber im Grunde nur noch Umsonstparteien haben, ist die Totalumsonst-Option ein Gift, dem keiner widerstehen kann.Der hier hat doch auch schon den Verstand verloren.

    • 24. April 2012 um 16:24 Uhr
    • riccardo
  273. 283.

    @ Z

    „das würde uns in der brd auch sehr gut tun mehr volskabstimmungen zu haben“

    Ziehen Sie nach Bayern!

    • 24. April 2012 um 16:39 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  274. 284.

    Wirtschaft

    Gar nichts wird kollabieren. Unsinn!

    Auch das Jammern über die hohen Benzin-Preise in der EU und der angeblichen Preistreiberei der Ölmultis ist ein Schmarrn.

    Wie soll den der ESM Schirm finanziert werden.

    Richtig,ein Teil über die Autofahrer. Das nennt man Rasenmäherprinzip

    Klar können die Regierungen nichts dafür.

    Ha ha ha ha ha

    Verarschung pur. Die stecken alle unter einer Decke

    • 24. April 2012 um 16:59 Uhr
    • cem.gülay
  275. 285.

    Freespeech 281

    Jetzt sind Sie auch noch Kampfsportexperte.

    Welchen Kampfsport haben Sie betrieben?

    Wenn ein junger Mensch aggressiv ist und mit dem Kampfsport anfängt, dann nutzt er sein gelerntes auch.

    Ein Mensch der von Naturell friedlich ist, wird durch den Kampfsport keinesfalls aggressiver.

    • 24. April 2012 um 17:14 Uhr
    • cem.gülay
  276. 286.

    Benzin-Terrorismus

    Wieso nimmt der Staat nicht ne Pauschale und eine Extra-Steuer von den Mineralölgesellschaften????, wenn sie den Frust der Bürger versteht und angeblich keinen Einfluss hat.

    Man hat es nur noch satt, immer wieder für blöd gehalten zu werden.

    • 24. April 2012 um 17:39 Uhr
    • cem.gülay
  277. 287.

    @ cg

    „Wieso nimmt der Staat nicht ne Pauschale und eine Extra-Steuer von den Mineralölgesellschaften????, wenn sie den Frust der Bürger versteht und angeblich keinen Einfluss hat.“

    Nimmt er doch schon: die Mineralölsteuer und die Mehrwertsteuer obendrauf. Raten Sie mal, wer die bezahlt?

    • 24. April 2012 um 17:46 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  278. 288.

    HJS

    Wenn noch was obendrauf kommt, ist es keine wirkliche Pauschale oder?

    • 24. April 2012 um 17:51 Uhr
    • cem.gülay
  279. 289.

    Die Mehrwertsteuer kommt immer obendrauf.
    Ausnahme: Briefmarken und Handykarten.

    • 24. April 2012 um 17:57 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  280. 290.

    HJS

    Es gibt auch die 7% MWS, zb bei Hotel Übernachtungen.

    Also könnte man auch die MWS auf Benzin, auf 7% senken und somit die Bürger entlasten und den Binnenmarkt stärken.

    Aber nein, was man hat hat man.

    Bisschen Empörung hier und da auf Wulfberg Manier und alles Paletti.

    • 24. April 2012 um 18:04 Uhr
    • cem.gülay
  281. 291.

    Einen Rabatt für Autofahrer?

    Wofür sollte das gut sein?

    • 24. April 2012 um 18:07 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  282. 292.

    HJS

    Gegenfrage

    Wieso ist Wasser nass?

    • 24. April 2012 um 18:14 Uhr
    • cem.gülay
    • 24. April 2012 um 18:25 Uhr
    • Serious Black
  283. 294.

    Gülay, Sie wäre ein guter Bildzeitungs-Reporter.

    • 24. April 2012 um 18:30 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  284. 295.

    @Serious Black

    Ist der Artikel nicht etwas rechtspopulistisch?

    • 24. April 2012 um 18:57 Uhr
    • FreeSpeech
  285. 296.

    @ CG # 288

    Erfasst.

    • 24. April 2012 um 19:25 Uhr
    • MRX
  286. 297.

    Eine überaus niedliche und sehr freundliche israelische Siedlerin.
    http://www.youtube.com/watch?v=qdeqXQPW7TM

    • 24. April 2012 um 20:06 Uhr
    • Kare Kare
  287. 298.

    OT Ägypten

    Der islamische Winter hat wieder zugeschlagen. Diesmal hat es eine Comedian getroffen. Bekanntlich haben die, die Islam ernst nehmen nicht viel für lachen und Meinungsfreiheit übrig. http://www.guardian.co.uk/world/feedarticle/10210863

    • 24. April 2012 um 20:48 Uhr
    • Bellfruta87
  288. 299.

    PS zu #226 “- Breivik – Utoya: Waffenerwerb und Schießtraining –”

    If there isn’t a militia or paramilitary group for your area – MAKE ONE! … The organisation may start out as a street demonstrating organisation … or it may start of as a paramilitary organisation …

    Covers such as a “Modern Warfare” club, a Boy Scout organisation or a street demonstrating organisation may work as efficient covers.

    No illegal weapons should be acquired as it may jeopardise the organisation as a whole.

    Aus Breiviks Tempelritter-Manifest, p. 1282

  289. 300.

    @24. April 2012 um 20:48 Uhr
    Bellfruta87

    Das hat nichts mit dem Islam zu tun, das sind Salafisten.

    • 24. April 2012 um 20:54 Uhr
    • FreeSpeech
  290. 301.

    @24. April 2012 um 20:48 Uhr
    Bellfruta87

    Das hat nichts mit dem Islam zu tun, das sind nur Salafisten.

    • 24. April 2012 um 20:54 Uhr
    • FreeSpeech
  291. 302.

    .. Und Salafisten haben nichts mit dem Islam zu tun, denn sie wollen den Islam so, wie ihn Mohammed wollte.

    • 24. April 2012 um 20:58 Uhr
    • FreeSpeech
  292. 303.

    @ FS

    Schlechtmensch!

    • 24. April 2012 um 21:15 Uhr
    • MRX
  293. 304.

    @FS

    „Und Salafisten haben nichts mit dem Islam zu tun, denn sie wollen den Islam so, wie ihn Mohammed wollte.“

    Stimmt natürlich, denn Mohammed hatte ja auch nichts mit dem Islam zu tun!

    • 24. April 2012 um 21:30 Uhr
    • Bellfruta87
  294. 305.

    PS – zu #226 “- Breivik – Utoya: Waffenerwerb und Schießtraining –”
    – Zeitschiene / Bewaffnung –

    1 – Around year 2000
    I realised that the democratic struggle against the Islamisation of Europe, European multiculturalism was lost. …
    As soon as I realised this I decided to explore alternative forms of opposition.
    Protesting is saying that you disagree.
    Resistance is saying you will put a stop to this.
    I decided I wanted to join the resistance movement. However, the main problem then was that there … weren’t any known armed cultural conservative, or Christian, anti-Jihad movements ….
    I came in contact with Serbian cultural conservatives through the internet.

    Aus Breiviks Tempelritter-Manifest, p. 1378

    2 – … he [Breivik] had a “clean criminal record, hunting license, and
    a Benelli Nova Pump-action shotgun and
    a .308 Bolt-action rifle
    [für viele Wildarten, auch Großwild, geeignet]
    already for seven years” …
    … Breivik obtained a legal permit for a Ruger Mini-14 semi-automatic carbine, ostensibly for the purpose of hunting deer. He bought it in late 2010 for €1,400 ($2000).
    Getting a permit for the pistol proved more difficult, as he had to demonstrate regular attendance at a sport shooting club …
    From November 2010 to January 2011 he went through 15 training sessions at the Oslo Pistol Club, and by mid-January his application to purchase a Glock pistol was approved.
    [Eine Glock-Pistole muss nicht für jeden weiteren Schuss über das Abzugszüngel neu vollgespannt werden, sondern die Waffe befindet sich nach jedem Schuss in teilvorgespanntem durchgeladenem Zustand und ist feuerbereit]

    http://en.wikipedia.org/wiki/2011_Norway_attacks

  295. 306.

    Völlig OT – aber vielleicht gefällt der artikel und vor allem die bilder den ein oder anderen:

    http://www.welt.de/kultur/history/article106222524/Die-Stille-der-Laerm-das-Leben-von-New-York.html

    • 24. April 2012 um 22:55 Uhr
    • Zagreus
  296. 307.

    @ Zagreus

    New York – Ellis Island um 1910

    http://www.youtube.com/watch?v=iuofzxj-O3M 1.50-3.00

    • 24. April 2012 um 23:31 Uhr
    • Thomas Holm
  297. 308.

    @ Holms

    danke – tolle alte Aufnahmen!

    Eine Frage aber dazu: die sprache der Solistin, was ist das? Jiddisch? – es kam mir so vor, als ob das eine art deutsch wäre, bei dem ich nicht verstehe, obwohl es irgendwie so nahe klang, außer einigen wenigen worten?

    • 25. April 2012 um 00:15 Uhr
    • Zagreus
  298. 309.

    @FreeSpeech

    >Also selber schuld? Ich habe nicht den Eindruck, dass die Morde, mit denen er sich seit er 19 ist befasst, eine äussere Ursache haben, sondern dass die äusseren Ursachen aufgesteckt sind.

    Breivik hat sich laut eigener Aussage selber geopfert und diese Massenmorde verübt weil sie in jeder Beziehung schwer waren, nicht weil sie einfach waren oder etwa Spass gemacht haben.

    Der Mann ist ein kühl kalkulierender Überzeugungstäter und hat sich gezwungen seine Morde als abstrakte Handlung zu betrachten, die eben notwendig sind um seine Ziele zu erreichen.

    Breiviks Vorgehen muss man natürlich ablehnen, aber keiner kann leugnen, mit diesem Massenmord-Move er hat das „Spiel“ gewonnen, er hat seine Feinde dort getroffen wo es weh tut und viel wichtiger, er hat sich damit direkt in die Köpfe seiner Gegner gebombt und sorgt dort für lange Zeit für maximale Verunsicherung.

    • 25. April 2012 um 00:19 Uhr
    • PBUH
  299. 310.

    >Wenn die Franzosen in 12 Tagen richtig falsch wählen, kollabiert das System vielleicht rechtzeitig.

    „The Future Is Unknown, But We Know The Unsustainable Will Implode“

    Though we cannot know the future, we do know two very important things:

    1) that which is unsustainable will implode, and

    2) the present Status Quo is unsustainable.

    Hier ist dann auch die Verbindung zu Breiviks, zu den Islamisten und zur multikriminellen Jugend, warum sollte man eigentlich so ein System und dessen Repräsentanten akzeptieren?

    • 25. April 2012 um 00:47 Uhr
    • PBUH
  300. 311.

    @ Zagreus

    Ja, die Sprache ist Jiddisch. Ausgerechnet den Text von dem Lied finde ich gerade nicht, dafür alle möglichen anderen:

    http://www.zemerl.com/cgi-bin/search.pl?query=all

    Wenn man sich einmal ‚reingehört hat, kann man einiges verstehen.

    Von Ellis Island sind viele wieder zurück ins Zaristische Rußland
    geschickt worden, aus Angst vor Anarchisten, deswegen traurige Ton.

    Ab 5.40 wird die Kultur der Jüdische Anarchisten, denen wir den 1. Mai verdanken, etwas vorgestellt. Im 2. Teil von 5.30-7.00 original Klassenkampf auf „denglisch“.

    • 25. April 2012 um 00:56 Uhr
    • Thomas Holm
    • 25. April 2012 um 01:32 Uhr
    • N. Neumann
  301. 313.

    @ Zagreus

    Doch noch gefunden, das Ellis Island Stück:

    http://digitool.fcla.edu/R/9PMYI3P5L9U8RAV21YN33QRNHE1CCK9FGJ91Q57Y851233SMQ7-00670?func=dbin-jump-full&object_id=57999&local_base=GEN01&pds_handle=GUEST

    Auf das winzige PDF Symbol klicken, dann öffnet sich der Text mit Noten.

    Ähnliches Thema hier:

    „Pictured on the sheet music cover below are two scenes: a father and son parting in the Old World, and the same pair meeting at Ellis Island. Solomon Smulewitz’s lyrics recount a familiar tale of woe: “Mother has died in loneliness and poverty. Write a letter to father and send money for him to come to America. Alas, father is too ill to be admitted here. He is permitted to see his son at the gate of Ellis Island, and then will be sent back to Europe.”“

    hxxp://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/loc/american.html

    • 25. April 2012 um 01:50 Uhr
    • Thomas Holm
  302. 314.

    Finsterste Aussichten zu Syrien; Joshua Landis:

    „President Obama’s Speech on Syria at the Holocaust museum provoked an uproar from the neoconservatives who insist that the US should bomb Syria and do a Libya on it. Obama imposed some new sanctions on Syria but refused to give the green light to arming the opposition taking military action. Tamara Cofman Wittes, who served as Deputy Assistant Secretary for Near Eastern Affairs until January 2012, argued at Brookings that the Obama should not try to discourage the growing militarization of the Syrian opposition but rather to step in a try to direct it toward the opposition members most likely to further US interests in the region.

    The model the US is now pursuing in Syria resembles the policy it pursued in Afghanistan of the 1980s: arm the insurgency to take down an enemy regime. Everyone in the Obama administration is acutely aware that the outcome of supporting the mujaheddin in Afghanistan was al-Qaida. No one wants to replicate that so Clinton in insisting that all aid go to Burhan Ghalioun for whom the ideal revolution is the French revolution and not the Islamic revolution. Clinton even got the Saudis to publicly sign on to this strategy at Istanbul where the last “Friends of Syria” meeting was assembled.

    But the reports on the opposition that are now beginning to come out, and which suggest that it is beginning to score some military successes, paint a picture of regular pious youth who are beginning to embrace the expertise of the Jihadists who fought in Iraq and elsewhere and to discover the motivational power of radical Islamism, something they are going to need to exploit if they hope to defeat the Syrian Army.“

    http://www.joshualandis.com/blog/?p=14202

    • 25. April 2012 um 06:58 Uhr
    • Thomas Holm
  303. 315.

    und prompt ist eines der youtube videos, die man nicht kommentieren darf. Wenmigstens bekommt man diesen Abschaum aber auf diese Weise zu sehen, mit Ausnahme von Arte oder der BBC traut sich ja kaum jemand an das Thema der radikalen Siedler in Hebron heran.
    Dafür geht sofort das einstudierte „Antisemitismus-Geheule“ los, sobald jemand sich trotzdem traut- so wie bei Norbert Blüm, der sofort ins Fadenkreuz des Ekelpakets Broder geriet.
    Übrigens, hat die geneigte Leserschaft schon gewusst, dass die Scharon-Regierung zeitweise nicht nur Interviews mit der BBC ablehnte und dass die BBC aus dem isralischen Kabel-TV entfernt wurden?
    Sehr interessant ist auch der Wiki-Artikel zur BBC (Unterkapitel BBC-Israel) zu lesen.
    Die Antisemitismusvorwürfe kommen wie üblich auf Abruf und machen sich- so wie wir alle es kennen- an Statistiken fest, wie oft (negativ) über Israel berichtet wird, und wie selten über den Sudan oder eines der anderen Absurdistans.
    Solche „Argumente“ haben die Serious Blacks“ uns einfachen, politisch interessierten Lesern doch auch schon oft genug an den Kopf geworfen. Wer käme da nicht auf den Gedanken, dass es da irgendwo eine Abteilung des israelischen Außenministeriums gibt, die soche Vorwürfe auf Vorrat produziert und ihren Internet-Hasbara-Bloggern zur Verfügung stellt. Die Uniformität dieser Vorwürfe und die ständige Verwendung der gleichen Satzbaumuster und Worte lässt kaum einen anderen Schluss zu.

    • 25. April 2012 um 07:26 Uhr
    • Krischan
  304. 316.

    @ Holms

    danke nochmals.

    Hab mir den Text per PDF angesehen.
    Und die tollen alten Plakate und verautbarungen wie die Unhabhängikeitserklärung in Hebräisch.
    Darunter war auch das Plakat von Solomon Smulewitz – er scheint ja ein bedeutender Musiker – komponist gewesen zu sein zu beginn des 20 Jh.

    danek für die freude – ich sehe mir gerne so alte sachen wie Postkarten, Plakate, Bücher und zeitschriften aus dem 19. und frühen 20. jh. an.

    • 25. April 2012 um 07:30 Uhr
    • Zagreus
  305. 317.

    @ K

    Absurdistans

    Da ‚Israelkritiker‘ wie Sie den moral highground für sich beanspruchen, genügt das schon als Nachweis Ihrer Doppelmoral.

    Es geht Ihnen nämlich nicht um Prinzipien (die sie überall gleichermaßen anwenden würden), sondern um etwas anderes.

    An diesem Punkt treffen sich Sozialisten und Nationalsozialisten.

    Ihre Bereitschaft auch den schrecklichsten Terrorregimen die Unschuldsvermutung zu gewähren, läßt tief blicken.

    • 25. April 2012 um 09:04 Uhr
    • Serious Black
  306. 318.

    @ 312:

    …Am Samstag wurde die Wohnung des 25-Jährigen durchsucht. Dabei wurden zwei PCs sichergestellt. Nach ersten Angaben habe er die E-Mails nicht ernst gemeint. Waffen oder andere Gegenstände, die zur Realisierung seiner Terrorphantasien nötig gewesen wären, wurden aber nicht gefunden. Konkrete Hinweise auf eine rechte Gesinnung, die seine Texte nahe gelegt hatten, liegen bei ihm ebenfalls nicht vor.

    Keine Hinweise auf eine rechte Gesinnung – der junge Mann also nur ein Agent-Provocateur, ein als „Islamhasser“ kommentierender Gutmensch?

    • 25. April 2012 um 09:11 Uhr
    • Eman
  307. 319.

    ???

    • 25. April 2012 um 09:19 Uhr
    • Keine Abiitte
  308. 320.

    Lau blockiert offenkundig der PArteilinie folgend Links zu freeirannow. Deshalb googlen mit:

    „Nachdem bereits ein prominenter SPD-Parteigänger seine Zuneigung zu den Zielen des Mullahregimes bekundete, zieht morgen nun die Friedrich-Ebert-Stiftung nach:“

    • 25. April 2012 um 09:21 Uhr
    • Keine Abiitte
  309. 321.

    Die „Friedrich-Ebert-Stiftung“ ist zum einen keine Stiftung, und zum anderen auch nicht seriös, sondern hochgradig parteilich und voreingenommen.
    die Friedrich-Ebert-Stiftung ist ein von der SPD betriebener Partei-propagandaverein und den sollte man einfach nicht ernst nehmen, zumindest wenn es um das verhältnis zu diktaturen und mörderischen regimen geht.

    • 25. April 2012 um 09:46 Uhr
    • Zagreus
  310. 322.

    Schon klar, alle unseriös, ausser Mami.

    Ihr seid nur noch noch peinlich, liebe „Islamkritiker“

    BTW – das Parteibüro von PRO NRW in Radevormwald ist gestern von einer SEK durchsucht worden. Es besteht der Verdacht auf die Anstiftung zu Gewaltverbrechen und schweren Straftaten im Rahmen des „Freundeskreis Rade“.

    • 25. April 2012 um 09:58 Uhr
    • Limited
  311. 323.

    @ Limited

    erkundigen sie sich doch selbst, was genau die sog. „Friedrich-Ebert-Stiftung“ rechtlich ist – denn werden sie feststellen, dass sie wohl dem namen nach eine Stiftung ist – aber das sie als rechtssubjekt keine Stiftung ist, sondern nur ein Verein – und zwar ein partei-verein.
    Sie erfüllt die Kriterien für eine Stiftung nicht – und das gilt so viel ich weis auch für die anderen Partei-‚Stiftungen‘ – auch da haben wir nur stiftung jeweils im namen, aber nicht dem rechtstatus nach. ‚Stiftung‘ ist kein geschützter name, und darum geht das.

    • 25. April 2012 um 10:21 Uhr
    • Zagreus
  312. 324.

    Wer hat bitte hier die doppelte Moral erfunden? Soweit ich weiß, hat es der langjährige Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Berlin und erstmalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Heinz Galinski, wunderbar auf den Punkt gebracht: Eine Welt, die ein Aussschwitz erlaubt habe, dürfe sich nicht über Israel zum Richter machen.
    Na prima: In Kurzform heißt das nämlich nichts anderes als: „Juden dürfen alles.“ Wenn es keinen Richter geben darf, so erübrigen sich Anklagen. Sollten sie trotzdem erhoben werden, springt sofort die A-keule aus dem Sack.
    Galinski selber wurde Opfer dieser Haltung, die er mitbegründet hatte. Sein Amtsvorgänger Nachmann unterschlug 33 Millionen DM aus dem vom Zentralrat verwalteten Entschädigungsfond im festen Vertrauen darauf, dass keine staatliche Stelle sich erdreisten würde, Einblick in die Bücher zu verlangen. Als es doch passierte, brachte es Nachmann um sein Amt und seine Gesundheit- irgendwie tragisch. Galinski bemühte sich erfolglos darum, das geschickt von einem zum anderen Konto transferierte Geld nachzuverfolgen- auch irgendwie tragisch.
    Folgen wir doch nur einmal aufmerksam der Debatte, die in den USA über die Rolle und die Vorgehensweise der „ADF“ geführt wird. Ursprünglich zum Zwecke gegründet, Antisemitismus, der sich in den USA zum Beispiel in einem Quotensystem bei der Berücksichtigung jüdischer Bewerber um Studienplätze oder freier Stellen niedergeschlagen hatte, zu bekämpfen, wandelte sich die ADL zunehmend in ein Werkzeug der rechten Israellobby um, die vor allem mit den Mitteln der üblen Nachrede und der Verleumdung arbeitet.
    Zurück zum Vorwurf gegen „Israelkritiker“. Wir kennen die Scheinargumente, einer derer, die hier aktiv sind, sie immer wieder zu verwenden, ist allgemein bekannt, dass man bei Google zwar x-tausendmal den Begriff „Israelkritik“ fände, aber kaum „Sudankritik“ oder „Indonesienkritik“ oder „Jemenkritik“. Dann geben Sie doch bitte einmal „Islamkritik“ ein. Eben, genau das!
    Solche Methoden und Nebelkerzen sind einfach unredlich. Wird hier irgendwo der „I like Sudan -Preis“ vergeben? Haben wir einen Zentralrat der Sudanesen im Land, der sich unentwegt und unerträglich besserwisserisch darin hervortut, Forderungen an die deutsche Politik zu stellen?

    • 25. April 2012 um 11:33 Uhr
    • Krischan
  313. 325.

    Keine gesellschaftliche Gruppe hat in Deutschland und im übrigen Europa so sehr gegen ein schlechtes Image zu kämpfen wie Muslime oder Türken/Araber oder beides zusammen- je nach Schwerpunktsetzung.
    Trotzdem wird unentwegt die Parole ausgegeben, unsere Gesellschaft sei islamisiert- geradezu hypnothisch angezogen von den Verheißungen des Grünen Halbmondes-, unsere Medien seien gleichgeschaltet und verbreiteten Pallywood, und, und, und.
    Die Finger tippt man sich wund, wenn man einmal handfeste, neutrale Hintergrundinformationen suchen muss zum Nahostproblem. Klar, bewusst einseitige Seiten gibt es im Netz viele. Aber gerade die seriösen Betreiber und Verlage sollten hier nicht kneifen aus Angst.
    Was erdreistet sich „I like Israel“? Sie hätten die deutschen Schulbücher durchgearbeitet und gefunden, dass sie die arabische Seite zu sehr zu Wort kommen ließe und einseitig bevorzuge. Klar, wenn man einen Rechtsnationalisten wie Netanjahu für liberale Mitte hält und es selber mit den Rechten in Israel hält, muss man wohl zu dieser Einschätzung kommen ( sofern man diese Untersuchung wirklich vorgenommen hat, und nicht nur treugehorsamst im Jerusalemer Auftrag diese Anklagen und Forderungen erhebt).

    • 25. April 2012 um 11:46 Uhr
    • Krischan
  314. 326.

    @ K

    Es ging um Doppelmoral.

    Und ja, es gibt sehr viele Lobbygruppen. Die Demokratie hält ja offenbar auch die Lobby-Arbeit der Pharmabranche, der Tabakindustrie und der Automobilhersteller aus.

    • 25. April 2012 um 11:50 Uhr
    • Serious Black
  315. 327.

    Wir sind hier in Deutschland, lieber SB. Und hier gelten etwas andere Grundsätze als in den USA. Die Israellobby sollte das endlich einmal einsehen. Bitte teilen Sie das Leuten mit, die Sie so schnell mit den „richtigen“ Links versorgen. Wenn die Amerikaner es für Demokratie halten, dass man seine Kandidatur privaten Geldgebern verdankt, und man im Falle des Verprellens seiner Geldgeber damit rechnen muss, dass dann im Heimatwahlkreis die Telefone bimmeln und angebliche Meinungsforschungsinstitute die Leute fragen, „Würden Sie einen Abgeordneten wählen, der seine Kinder mit Drogen versorgt“, oder „Wie halten sie es mit Abgeordneten, die eine Geliebte haben.“, so ist das Sache der Amerikaner.
    Hier besteht das „Aushalten“ der Lobby nämlich eher darin, diese Leute zu ignorieren- und das ist gut so.
    Im Bundestag wird auch geheim abgestimmt , so ist die Kontrolle über erkaufte Stimmen auch schwieriger.
    Was den ZdJ anbelangt, so denke ich nur daran, wie unsäglich lächerlich Kramer und Knobloch sich gemacht hatten, als sie nach Jerusalem fliegen wollten zum zionistischen Weltkongress, deshalb an der Holocaust-Geddenkfeier nicht teilnehmen konnten, und als Grund für ihre Absage dann diese beleidigte:“Der-Bundestag-ist-antisemitisch,-er-hat-uns-bei-der-Vorbereitung-der-Feierstunde-nicht-gefragt“Show abzogen und von einem Boykott der Veranstaltung sprachen, wohlgemerkt, Boykott einer Veranstaltung, an der man ohnehin nicht teilnehmen konnte.

    So, und zum Schluss also: Doppelmoral. Muss ich mich wiederholen. Wer sich selber für sakrosankt erklärt und dann aus dem nichtigsten Grund andere Menschen verteufelt, noch dazu aus klar erkennbaren, eigennützigen Motiven, der beweistdamit Doppelmoral.

    • 25. April 2012 um 12:08 Uhr
    • Krischan
  316. 328.

    Eine Demokratie muss Lobbyisten aushalten. Ja, das haben Sie, werter SB hier schon oft geschrieben, wenn das Thema angeschnitten wurde, und damit natürlich gesagt, dass ein schlechter oder kein Demokrat sei, wer sich gegen solche Praktiken stellt.
    Klar, zum Leben gehören auch Krankheiten dazu. Je kranker jemand also ist, desto lebendiger ist er?

    • 25. April 2012 um 12:21 Uhr
    • Krischan
  317. 329.

    @Krischan

    Sie haben ein Judenproblem. Der Jud hier, Der Jud da. Denken sie mal an was anderes.

    • 25. April 2012 um 12:23 Uhr
    • riccardo
  318. 330.

    Breivik hält sich selbst für zurechnungsfähig. Am Montag sagte er, kein „bärtiger Dschihadist“ wäre auf seinen Gesundheitszustrand hin geprüft worden. Dass ihm dies hingegen geschehe, sei „schlimmer Rassismus“.

    Womit er für einmal nicht unrecht hat.

    http://de.nachrichten.yahoo.com/breivik-entschuldigt-teil-seiner-opfer-084721037.html

    • 25. April 2012 um 12:27 Uhr
    • FreeSpeech
  319. 331.

    Ne, hab ich nicht. Ich habe nur ein Riesenproblem mit rechtsradikalen Heuchlern.

    • 25. April 2012 um 12:27 Uhr
    • Krischan
  320. 332.

    @ Jörg Lau, all

    Die Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung:

    http://www.fes.de/aktuell/documents2012/120423_Iran_Israel_und_der_Westen.pdf

    • 25. April 2012 um 12:28 Uhr
    • N. Neumann
  321. 333.

    Ali Fathollah-Nejad von CASMII:

    http://www.campaigniran.org/casmii/index.php?q=node/5115

    • 25. April 2012 um 12:30 Uhr
    • N. Neumann
  322. 334.

    CASMII, deutsche Sektion:

    http://www.campaigniran.org/casmii/?q=de

    • 25. April 2012 um 12:30 Uhr
    • N. Neumann
  323. 335.

    Was dem Moderator der FES-Veranstaltung, Konstantin Kosten, zur Niederschlagung der Grünen Bewegung 2009 einfällt bzw. nicht einfällt, vor allem ab 3:00:

    http://www.youtube.com/watch?v=hK2CwhW1sb4

    • 25. April 2012 um 12:33 Uhr
    • N. Neumann
  324. 336.

    @ Jörg Lau

    Der offene Brief an die FES von Freeirannow wird auch mit einem xxx am Anfang von der Software geschluckt, warum?

    • 25. April 2012 um 12:39 Uhr
    • N. Neumann
  325. 337.

    Ist dieser Kirschan eigentlich Horsts Bruder?

    „Keine gesellschaftliche Gruppe hat in Deutschland und im übrigen Europa so sehr gegen ein schlechtes Image zu kämpfen wie Muslime oder Türken/Araber oder beides zusammen- je nach Schwerpunktsetzung.“

    Das kann man problemlos auf weltweit erweitern. Das ist ja gerade das Spannende. Integrationsprobleme von Mohammedgläubigen findet man überall auf der Welt. Auch integrationserprobte Einwanderungsländer wie Australien oder Canada machen diese Erfahrung.
    Schuld an diesem „Imageproblem“ ist natürlich dennoch nicht der Moslem selbst, nein, eine Weltverschwörung gegen die religöse Ideologie Mohammeds muss dahinter stecken. Vermutlich mal wieder eine jüdische Weltverschwörung.

    Hier mal ein Video mit 11 min islamisch/moslimischer Toleranz, Offenheit, Lebensfreunde und Integrationsbereitschaft. Anschauen lohnt! http://www.youtube.com/watch?v=s2IHnWY-i6Y
    Achso, wir sind da übrigens nicht in einem Hörsaal der islamischen Universität von Islamabad, Gazastadt oder Riad. Wir befinden uns in der Universät im schwedischen Uppsala im Jahre 2010.
    Ich könnte problemlos hunderte ähnliche Videos verlinken, die verdeutlichen würden woher dieses „Imageproblem“ von Moslems kommt.

    • 25. April 2012 um 12:40 Uhr
    • Bellfruta87
  326. 338.

    Offener Brief an die FES:

    http://de.stopthebomb.net/fes.html

    • 25. April 2012 um 12:41 Uhr
    • N. Neumann
  327. 339.

    Fathollah-Nejad (März 2009) für die linksextremistische Junge Welt:

    http://www.campaigniran.org/casmii/index.php?q=node/7646

    • 25. April 2012 um 12:53 Uhr
    • N. Neumann
  328. 340.

    @ NN

    Ja warum wohl? Manchmal bist du wirklich naiv.?d

    • 25. April 2012 um 13:02 Uhr
    • MRX
  329. 341.

    Wenn man den „normalen“ Pressespiegel von CASMII (deutsche Sektion) bis zum Mai 2009 zurückklickt, findet man zu den entsprechenden Wahlen und der Niederschlagung der Protestbewegung nichts.

    Stattdessen findet man einen Sonder-Link zu den Wahlen. Von dort aus muss man sich wiederum bis Mai/Juni/Juli 2009 zurückklicken. Dort findet man dann vor allem Kommentare von Leuten, zu denen sich jeder Kommentar erübrigt:

    http://www.campaigniran.org/casmii/index.php?q=viewpoints/de&page=8

    • 25. April 2012 um 13:11 Uhr
    • N. Neumann
  330. 342.

    MRX

    Ham Sie aber lange gebraucht, bis Sie es so direkt sagen. Bin also doch nicht alleine, mit meiner Einschätzung über Neumann

    • 25. April 2012 um 13:12 Uhr
    • cem.gülay
  331. 343.

    @ NN

    Ja warum wohl? Manchmal bist du wirklich naiv.

    @ MR

    Ich dokumentiere ein wenig. Soll ich jetzt noch erklären, warum?

    • 25. April 2012 um 13:14 Uhr
    • N. Neumann
  332. 344.

    @K

    Ne, hab ich nicht.

    Sagen alle Antisemiten. Jetzt noch: „Ich habe jüdische Freunde“

    • 25. April 2012 um 13:28 Uhr
    • riccardo
  333. 345.

    @K

    Ich habe nur ein Riesenproblem mit rechtsradikalen Heuchlern.

    Damit haben sie kein Problem. Sie haben das Problem, dass für sie jeder Israel-Sympathisant ein Rechtsradikaler sein muss, denn wer sonst könnte einem Staat beistehen wollen, der von Rechtsradikalen regiert wird, nicht wahr?

    • 25. April 2012 um 13:47 Uhr
    • riccardo
  334. 346.

    Kann man so sagen. Das sind die Rechtsradikalen mit dem Persilschein, den ihnen die entsprechenden Leute ausgestellt haben.
    Es ist doch klar, wie hier gedacht und gerechnet wird.
    Die Angst davor, man könne mit den alten und neuen Nazis in einen Topf geworfen werfen, hält viele Sympathisanten einer Denkweise, die ich weiter unter näher beschreiben möchte, davon ab,sich offen zu ihr zu bekennen.
    Damit ist dieses Potential nicht ausgenutzt. Ironischerweise stehen sich hier die israelische Rechte und deren Lobbyisten selbst im Wege, weil sie über jahrzehnte hinweg im nachvollziehbaren Wunsch, die Zahl ihrer Feinde möglichst groß anzusetzen, immer wieder auf die Gefahr hingewiesen haben, die Juden durch ein Anwachsen des rechtskonservativen oder fremdenfeindlichen Potentials entstünde.
    Der Stolperkurs eines S. Kramer sei hier nur exemplarisch genannt.
    Man wird nicht bestreiten wollen, dass Kramer – und auch eine Zeit lang Michel Friedmann- ehrlich empört waren über T. Sarrazins Buch und Thesen, sie dann aber merken mussten, sie schlugen den richtigen Esel aber den falschen Sack. Der Rest der Israellobby schrie schon längst im Chor mit „PI-News“, „Gruene Pest“ und „Achse-des-Guten“ lauthals „support Sarrazin, support Sarrazin“.
    Wer hat denn einen Stadtkewitz, einen Strache oder einen Wilders in Jerusalem warmherzig empfangen? Wer spukt denn als Gast in Israel jene Töne, die einem hier das Blut in den Adern gefrieren lassen?
    Die Rechnjung ist so: Rechte minus die Antisemiten ergibt noch mehr Rechte. Vom Ausschwitzmakel durch die Ausschwitzüberlebenen reingewaschen, schwadroniert es sich so schön über Islamistische Verschwörung, auch wenn man letztlich doch nur „Deutschland den Deutschen“ und „Türken ‚raus“ meint. Und da zähle ich auch diejenigen von „Pro-Köln“ oder Pro-sonstwas“ mit, denen ein Ralph Giordano die Füße wäscht, indem auch er gegen die Moschee in Köln wettert.
    Es gibt sogar eine Website „Nationale Sozialisten für Israel“, auch wenn sich da seit 2008 nichts mehr getan hat.
    Nach dem Sieg 1967 bejubelte Springers Bildzeitung M. Dajan als neuen Rommel! Manchen Leutchen mit braunem Bodensatz im Hirn geht das Herz auf, wenn sie sehen, wie Probleme mit Panzern niedergewalzt werden. So muss es eben sein! Israel wurde zum leuchtenden Stern für diese Leute.

    • 25. April 2012 um 15:23 Uhr
    • Krischan
  335. 347.

    CASMII – So kann man eine demokratischen Bewegung („Green Movement“) kommentieren

    People have asked me to elaborate further on why I think the „Green Movement“ failed to make any impact during the anniversay celebrations in Iran last week. I think there are a number of reasons …

    First, as I said before, there is no real evidence that the elections were stolen in the first place, or that Ahmadinejad is so massively unpopular as some have claimed. …

    Second, the depth and breadth of support for the regime is consistently underestimated. …

    Third, as much as some people want to deny it, the fact is that the „Greens“ do not have a wide social base and represented a narrow class of people in Iran — specifically, the more secular, educated, upper-class …

    Third, there is a general lack of leadership amongst the Greens …

    Fourth, the Greens have no real agenda.
    All the petulance and empty sloganeering about „Freedom“ etc make for great photo-ops, but not are just not a convincing substitute. (one of the problems in the West is that since they are so influenced by PR, they think that PR can be the solution to everything.)
    The demonstrators come across as just a confused bunch of repressed people who want to let off steam and break stuff, with some vague „Feel-good“ chants.
    The only thing that barely unites them is some vague „opposition“ to something — not clear what. …

    Fifth, the people in Iran are once-bitten, twice-shy. They see all the posturing and rhetoric about regime change that has been coming from Washington and Tel Aviv for decades. …
    so they naturally wonder what’s really behind the so-called Green movement.
    You can say this is „conspiracy thinking“ but lets face it, there’s more than enough justification for this sort of suspicion about the so-called Green movement.

    Finally, I have to say that the conduct of some of the people identifying themselves as Greens was a major turnoff.
    The rioting, the burning of busses, the fighting in the street, the obvious appeals to foreign intervention by some … the intolerance and „black v. white“ mentality displayed towards people who may not agree 100% with them …
    all raise significant questions about what these people would be like once in power.

    From: „Autopsy of Iran’s Green Movement“
    by Cyrus Safdari
    CASMII (website) – Wednesday, February 17, 2010
    http://www.campaigniran.org/casmii/index.php?q=node/9412

  336. 348.

    PS zu #226 “- Breivik – Utoya: Waffenerwerb und Schießtraining –”

    „10 Jahre nach Erfurt – Was hat sich am Waffengesetz geändert“
    Sendezeit: 25.04.2012 14:11 – Autor: Weber,Blanka – Programm: Deutschlandfunk – Sendung: Deutschland heute
    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/04/25/dlf_20120425_1411_61c0d2bb.mp3

  337. 349.

    @ Krischan

    „sehen, wie Probleme mit Panzern niedergewalzt werden. So muss es eben sein! Israel wurde zum leuchtenden Stern für diese Leute.“

    Haben Sie sonst auch solche Verwechselungen: Ostberlin mit Westberlin; Paris mit Budapest; Prag mit Rom … Syrien mit … ?

    Haben Sie bei den London riots was an den Kopf bekommen ?

    • 25. April 2012 um 15:58 Uhr
    • Thomas Holm
  338. 350.

    Wir sind hier nicht in Amiland!!!!
    Liebes israelisches Außenministerium. Bitte unterweisen Sie doch Ihre informellen Mitarbeiter, dass es wenig Sinn macht, amerikanische Hasspropaganda gegen die dort als unamerikanisch oder eben „liberal“ ( englisch ausgesprochen mit kurzen Vokalen, nicht lang wie hier), also übersetzt „linksextrem“ verachtete Umweltbewegung hier 1 zu 1 oder gar direkt zu übernehmen, indem man gegen „Grüne“ hetzt, gleich wo sich auf der Welt solche Parteien bilden sollten.

    • 25. April 2012 um 16:03 Uhr
    • Krischan
  339. 351.

    Mir reichten die Bilder aus Jenin und Gaza- schon vergessen?

    • 25. April 2012 um 16:03 Uhr
    • Krischan
  340. 352.

    – Parallelen –

    … Breivik appears to have been more than simply inspired by American predecessors such as Timothy McVeigh, the Oklahoma City bomber:
    The materials he used, the way he planned and carried out his attacks, and his own writings all suggest he was deeply familiar with the actions of some notorious political killers on this side of the Atlantic.

    Breivik possessed a Glock semiautomatic,
    the same weapon McVeigh was carrying when he was arrested by a hawk-eyed Highway Patrol officer 90 minutes after the April 1995 bombing in Oklahoma.

    Breivik also possessed a .223-caliber Ruger assault rifle,
    just like McVeigh.

    The Ruger, in fact, has a long history of use by violent extremists because it is dependable, easy to load and fire, and cheaper than an AR-15 or M-16. It is also convertible, without much difficulty, to a fully automatic weapon.
    Gordon Kahl, an iconic white-supremacist tax protester, was armed with a Ruger Mini-14 — the same model as Breivik’s — when he led the FBI on a multi-state shooting spree from North Dakota to Arkansas in 1983.
    Richard Wayne Snell, a protege of Kahl’s, was carrying a Mini-14 when he killed the only black trooper in southwestern Arkansas in 1984 and then battled it out with police across the state line in Oklahoma.
    Snell, who was part of a violent revolutionary group known as ‚the Covenant, the Sword and the Arm of the Lord‘, was a hero of McVeigh’s who was executed in Arkansas on the very day of the Oklahoma City bombing: April 19, 1995.

    Breivik acquired about 12,000 pounds of ammonium nitrate and, according to the Norwegian police, appears to have used some of it to make the bomb that detonated in Oslo.
    That’s the same farm fertilizer compound McVeigh and his co-conspirator Terry Nichols acquired to build their bomb. They mixed about 4,000 pounds of the fertilizer with nitromethane and diesel fuel to construct a device powerful enough to rip the guts out of the Oklahoma City federal building and kill 168 people.

    Such similarities of weaponry and methods are common among hard-right revolutionaries who tend to read the same pamphlets and books and frequent the same websites.
    The literature they share tends to fetishize military hardware and to speak reverently of the history of each piece of weaponry.

    Perpetrators are often fairly explicit about their inspirations, which they draw both from real life and from pop culture. McVeigh, for example, likened the attack on the Alfred P. Murrah Federal Building in Oklahoma City to the destruction of the Death Star in „Star Wars.“…

    From: „Seeds of terror in Norway (Op-Ed) – Anders Behring Breivik has a lot in common with Oklahoma City bomber Timothy McVeigh“
    By Andrew Gumbel
    Los Angeles Times – July 28, 2011
    http://articles.latimes.com/2011/jul/28/opinion/la-oe-gumbel-breivik-mcveigh-20110728

  341. 353.

    @ Krischan

    Sicher meinen Sie diese hier:

    Hamas Exploitation of Civilians as Human Shields

    http://www.youtube.com/watch?v=70Oqo_wmuGo

    Hier sogar erklärt von der Hamas:

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=9B4fFyZ_1sQ

    • 25. April 2012 um 16:19 Uhr
    • Thomas Holm
  342. 354.

    @Krischan

    Liebes israelisches Außenministerium. Bitte unterweisen Sie doch Ihre informellen Mitarbeiter, dass

    Haben Sie auch noch andere Verschwörungstheorien? Mondlandung, 9/11 oder die wahren Väter von Mickey Mouse?

    • 25. April 2012 um 16:44 Uhr
    • FreeSpeech
  343. 355.

    @254 AvZ – Waffenbesitz und Suizidrate:
    Der Zusammenhang leuchtet mir ein. Was nur heisst, dass viel mehr Leute sich selbst töten würden, wenn sie könnten. Heisst sicher sein, dass es klappt und schnell geht.
    Wäre ich bösartig, käme ich auf den Gedanken, Verschärfungen der Voraussetzungen für Waffenbesitz in Deutschland hätten genau diesen Hintergrund. Denn bei der Verfügung über das eigene Leben trennen sich Herr und Sklave – und Regierungen haben nun einmal viel lieber Sklaven.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 25. April 2012 um 16:49 Uhr
    • ThorHa
  344. 356.

    http://www.youtube.com/watch?v=V1ovdA1VZ-c

    Ich könnte problemlos hunderte ähnliche Videos verlinken, die verdeutlichen würden woher dieses “Imageproblem” von Israel kommt.

    • 25. April 2012 um 17:28 Uhr
    • Bellfruta87_Fan
  345. 357.

    @Thomas Holm
    Nur die böse Hamas benutzt menschliche Schutzschilde und nicht das kleine bedrohe arme Land, nicht wahr?

    Laut AI ist das anders.
    http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jc0DHbDsRG83m4stW9JdpHz3hxSw

    • 25. April 2012 um 17:37 Uhr
    • Bellfruta87_Fan
  346. 358.

    PS zu #347 (CASMII):

    CASMII – So kann man das Thema „Iran und die Arabellion“ kommentieren

    What we’re seeing in the Middle East today is a dramatic shift in the regional balance of power—a shift in the relative distribution of power against America and our regional partners in favor of the Islamic Republic of Iran and its allies.

    the very essence of power politics in Middle East—is shifting—from hard military power, where America has the advantage, to soft power, where the Islamic Republic its allies have the advantage…

    But, instead, Obama is presiding over the demise of a two-state solution to the Israeli/Palestinian conflict, turning America into a quasi-perm occupying power in Afghanistan by surging additional troops into Afghanistan with no strategy for a political settlement there, and discrediting engagement as a strategy by saying he tried but failed to reach out to Iran when, in fact, he never seriously tried.

    But why is this—why has the Islamic Republic defied conventional wisdom and not only survived but strengthened to the extent that Iran can now balance effectively against the United States in what is now a competition for influence in the Middle East?

    the relative distribution of power in the Middle East is shifting away from America and our allies and toward the Islamic Republic and its partners in the resistance camp

    Iran calculates that this will work in its favor, and this is a real plus for the Islamic Republic.
    But the regional balance of power is also shifting at another level—in the very essence of the Middle East’s power politics. On this level, the critical point is that the balance of power in the Middle East is becoming relatively less defined by “hard” military capabilities, quantifiable economic indicators, etc, & relatively more defined in terms of a “balance of influence” in the Middle East.

    One of the most remarkable things about the shift in the Middle East’s balance of power over the last decade, away from America and its allies, in favor of the Islamic Republic and its partners, is that this shift has virtually nothing to do with military capabilities or other forms of hard power. It’s very much about soft power, and the fact that the Islamic Republic has picked winners rather than losers as its political allies in key regional theaters.

    the Islamic Republic is working to transform the Middle East’s traditional balance of power framework, defined by conventional military capabilities and other “hard power” assets in which Iran is deficient, into a balance of influence, defined by aspects of “soft power” in which the Islamic Republic enjoys unique advantages. This transformation is bolstering Iran’s ability to shape strategic outcomes in the Middle East.

    To forestall the collapse of our strategic position in the Middle East, the United States needs to come to terms with the Islamic Republic of Iran

    From: »The “Arab Awakening”, America, The Islamic Republic Of Iran, And The Middle East’s Balance Of Power«
    by Hillary Mann Leverett
    CASMII (website) – Sunday, March 13, 2011
    http://www.casmii.org/casmii/index.php?q=node/11351

  347. 359.

    @Bellfruta87_Fan

    AI ist keine Referenz. Für die sind Kopftuchverbote an Schulen schon Menschenrechtsverletzungen (wohl weil das der Kairoer Erklärung widerspricht).

    • 25. April 2012 um 19:31 Uhr
    • FreeSpeech
  348. 360.

    PS – # 347, #358: CASMII – So kann man das Thema „Revolutionsgarden“ kommentieren

    „During our recent 11-day journey through Iran, the five-member People’s Peace Delegation to Iran had a chance encounter with some 300 members of the Revolutionary Guards. This happened while both the delegation members and the Guards were visiting one of the famous „wind towers“ in the ancient desert oasis city of Yazd. One of the guards asked us where we were from. When we said „USA,“ the whole crowd broke into smiles, waved their hands and began saying „Welcome!“ and „friends!“
    From: „Friendly American Encounter with Revolutionary Guards“
    CASMII (website) – 21 August 2007
    http://www.campaigniran.org/casmii/index.php?q=node/2772

  349. 361.

    @ K

    Jenin

    Wie war das noch mit dem ‚Massaker‘, daß damals durch die MSM getrieben wurde?

    Jenin bezeichnet sich selbst als die ‚Stadt der Märtyrer‘.
    Das dichtbesiedelte Lager war mit Sprengfallen gespickt.

    Israel hätte auch die Assad-Methode anwenden und das Lager aus der Luft bombardieren können. Dann hätte kein einziger IDF-Soldat sterben müssen. Dafür wären allerdings eine Menge Zivilisten ums Leben gekommen. Aber so kämpft die IDF nicht.

    Was hätten Sie getan? Eine Protestnote an die UN geschrieben, während
    dieses Lager pausenlos weitere Selbstmordmörder generiert?

    Gaza
    Hamas gibt selbst zu, daß die Hälfte der Getöteten Hamas-Mitglieder waren. Eine Quote von 1:1 in urbanem Territorium ist dreimal besser als der Durchschnitt demokratischer Armeen und die IDF ist seitdem immer besser geworden. Letztes Jahr kam nur ein unbeteiligter Zivilist auf 10 getötete Terroristen.

    Wenn Sie also über Massaker sprechen wollen, sollten Sie bei den grausamen Armeen dieser Welt ansetzen. Die killen im Schnitt erstmal 9 Zivilisten, um einen Kämpfer/Soldaten zu erwischen.

    • 25. April 2012 um 20:18 Uhr
    • Serious Black
  350. 362.

    PS – # 347, #358, #360: CASMII – So kann man das Thema „öffentliche Massenerhängungen“ kommentieren

    » … Editor’s note: Phil Wilayto, who led the People’s Peace Delegation to Iran between 20-30 July, replies to Con Cophlin’s latest war propaganda story „Iran’s hangmen work overtime to silence opposition“, (Daily Telegraph, 24.8.07) against Iran. … «
    … This July I traveled for 1,750 miles through Iran, visiting five cities and several small towns, as the organizer of the People’s Peace Delegation to Iran. Our group was composed of five U.S. peace activists — two Army veterans, a former labor official, an environmentalist and myself, the editor of a community newspaper in Richmond, Virginia. …
    … Yes, Iran has the death penalty, and uses it. But not nearly so often as the United States government, which also now has the largest prison population in the world, both in terms of absolute numbers and as a percentage of the population. Moreover, the vast majority of the prisoners here are poor and people of color …

    „American peace delegate to Iran responds to Daily Telegraph propaganda“
    by Phil Wilayto (source: CASMII)
    Sunday, August 26, 2007
    http://www.campaigniran.org/casmii/index.php?q=node/2791

  351. 363.

    OT – Syrien

    Libanons meistgesuchter islamistischer Terrorist starb beim Bombenbasteln in Syrien:

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/syria/9224148/Lebanons-most-wanted-Islamist-terrorist-killed-planting-bombs-for-Syrian-rebels.html

    • 25. April 2012 um 20:27 Uhr
    • Serious Black
  352. 364.

    Danke, lieber SB, dass Sie meine Erinnerung aufgefrischt haben an die Hamasleute, die den weißen Phosphor mit Gummischleudern so schön hoch über Gaza in die Luft geschossen haben, dass er so eindrucksvoll und flächendeckend wieder herunterfiel.

    Und was Ihre anderen Versuche, unbequeme Wahrheiten in die Welt der Verschwörungstheorien zu verweisen, anbetrifft, so möchte ich nur in aller Bescheidenheit auf die israelischen (!)Pressemeldungen hinweisen, wonach die israelische Regierung 1000 weitere (!!) Personen in Westeuropa anwerben wollte, um im Internet für die Position der israelischen Seite zu werben- im Klartext: Nebelkerzen schießen, Debatten auf unfruchtbare Irrwege führen (absurde Themenwechsel), Beleidigungen und Kränkungen aussprechen, bis die Gegenseite polemisch zurückschießt und dann gesperrt wird, auf die Löschung unliebsamer Postings drängen, Unwahrheiten und Verzerrungen liefern, und, und, und
    Wer sich länger als zwei Wochen auch nur ab und zu mit dieser Problematik befasst hat, kennt diese Mechanismen bald nur zu gut.

    • 25. April 2012 um 20:51 Uhr
    • Krischan
  353. 365.

    @ Krischan

    Vielleicht hilft es Ihnen sich mal ein paar Minuten Zeit zu nehmen und die Landkarte der Region Israel und Umgebung anzuschauen.

    • 25. April 2012 um 21:00 Uhr
    • Bredow
  354. 366.

    @ K

    bis die Gegenseite polemisch zurückschießt und dann gesperrt wird

    Sie sprechen aus Erfahrung?

    Übrigens: Bringen Sie doch mal zur Abwechslung Fakten.

    • 25. April 2012 um 21:15 Uhr
    • Serious Black
  355. 367.

    Habe ich die Israelis in diese Gegend der Welt deportiert oder sind die freiwillig dahin gezogen? Diese freche Frage muss auch einmal erlaubt sein!
    Wann begann denn der Konflikt? Kommen Sie mir bitte nicht mit den bösen Nazis. Damals spielte Adolf noch im Sandkasten.

    • 25. April 2012 um 21:15 Uhr
    • Krischan
  356. 368.

    BHL bei Christiane Amanpour

    bis 6.15 Frankreich:

    der FN wolle die bürgerliche Rechte zerstören; die Linke sei nicht deren eigentlicher Feind.

    Danach Libyen, Syrien

    „Homs is the Benghazi of 2012. This is a shame“.

    http://www.youtube.com/watch?v=Vk_9m4pgWgQ

    • 25. April 2012 um 21:16 Uhr
    • Thomas Holm
  357. 369.

    @ Krischan

    Alle anderen Staaten dieser Welt legen ihre Landesgrenzen mit Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spielen fest. Nur die Israelis bauen Mauern und lassen Militär an den Grenzen aufmarschieren.

    • 25. April 2012 um 21:25 Uhr
    • Bredow
  358. 370.

    Heute nahm die Polizei in Radevormwald eine rechte Extremistenzelle hoch. Auf dem sichergestellten Propagandamaterial ist u. a. zu lesen:
    „Freiheit oder Islam“.
    In Österreich übernahm Strache die FPÖ nach dem rasend schnellen Ableben Jörg Haiders und trimmte diese Partei auf eine pro-israelische Linie. Zu Haiders Zeiten hätte Israel noch am liebsten ein UN-Embargo gegen Österreich bewirkt, doch als Strache den Antisemitismus offiziell aus der Rhetorik der FPÖ strich, da war er urplötzlich ein willkommener Freund. Ändert das etwas an den Anhängern dieser Rechtspopulisten? Wohl kaum. Es ist die klare, nüchterne Erkenntnis, dass Araber und Türken bei Rechten verhasst sind, Juden von ihnen höchstens nicht unbedingt gemocht werden.
    Unter dem Strich ist eine sogenannte „win-win-Situation“. Die Rechten bekommen die offizielle Reinwaschung aus Israel, die Israelis sehen mit Vergnügen die Schwächung der bürgerlichen Mitte und Linken in den westeuropäischen Staaten und damit eine Schwächung derer, die sie so gerne kritisieren.

    • 25. April 2012 um 21:30 Uhr
    • Krischan
  359. 371.

    @ K

    freche Frage

    Der Konflikt begann in dem Moment, als den ansässigen Arabern klar wurde, daß die Zionisten anders waren als die bekannten Dhimmis des alten Yishuv (Also vor knapp hundert Jahren).

    Man wußte, es gab mächtige, christliche Nichtdhimmis.
    Bei Juden war das undenkbar. Sie stellten im Schutz ihrer europäischen Pässe* die ‚natürliche Ordnung‘ (Jude = Dhimmi = Untermensch) in Frage. Von Beginn an unterschieden die Araber nicht zwischen Zionisten und Nichtzionisten. Die Nichtzionisten waren nur die leichteren Opfer.

    Immigration ist kein Phänomen der Neuzeit. Gegenüber sehr vielen historischen Beispielen liefen die jüdischen Alijot äußerst friedlich ab.

    Die Briten boten das Land zum Erwerb feil. Jeder konnte kaufen.
    Die Araber hatten sogar in vielerlei Hinsicht die besseren Startbedingungen.

    * So sind die bisweilen bizarren Regeln der Diplomatie.

    • 25. April 2012 um 21:39 Uhr
    • Serious Black
  360. 372.

    @369 Da wo ich das Glück hatte aufwachsen zu dürfen, haben wir es- durchaus gegen den Willen der nationalistischen Scharfmacher auf beiden Seiten, mit einer Volksabstimmung tun müssen. Und siehe da, das Resultat hat die NS-Zeit nicht unverletzt, aber am Ende unbeschadet überstanden und bekam in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg geradezu den Charakter eines Modells für diese gelungene Art der Konfliktbeilegung.
    Heute kann man auf dem Schlachtfeld von Düppel Deutschen und Dänen dabei zuschauen, wie sie in den historischen Uniformen mit gezogenen Vorderladern und Dreyse Zündnadelgewehren vor einem staunenden Publikum Vorführungen in Militärgeschichte abhalten, wobei als besonderer Spaß ein Däne als Preuße und umgekehrt ein deutscher Hobbysoldat herumläuft.
    Wenn wir uns weiterhin mit Panzern gegnseitig durch die Obstgärten pflügten oder uns in die Luft sprengten, wäre das sicherlich nicht möglich.
    Aber es gibt nun einmal bessere und weitsichtigere Menschen als Militaristen, die meinen, nur mit Eisen und Blut könne man die Fragen der Zeit lösen ( und Grenzen festlegen).

    • 25. April 2012 um 21:41 Uhr
    • Krischan
  361. 373.

    Jörg Haider im Ghaddafi-TV 5.40-7.00; ein paar Milliönchen soll’s gebracht haben. So sieht wohl ein Verlust für politische Kultur und Völkerverständigung aus …

    http://www.youtube.com/watch?v=MdA4AVjDlxc

    • 25. April 2012 um 21:49 Uhr
    • Thomas Holm
  362. 374.

    Immigration ist kein neuzeitliches Phänomen, klar. Heute noch erinnert man sich an Vandalen und Goten.
    Also: Die Araber wussten, dass sie von den im Heiligen Land lebenden Juden nichts zu befürchten hatten, die Neueinwanderer aber anders @371 gesonnen waren. Heißt das, dass die Araber vom Mittelalter an bis gegen 1900 die hilflosen Juden im Lande herumschickanierten und drangsalierten, dann aber begriffen, dass da plötzlich ein ernstzunehmender Gegner aufgetaucht war?
    Geben Sie damit zu, dass die Gewalt von den Zionisten ausging, oder wollen Sie sagen, dass die Zionisten die Rolle der Verteidiger der Juden im Lande übernommen hatten?
    Nicht dass ich Ihnen per se etwas unterstellen möchte, aber Inhalt und unterschwellige Botschaft ihres Postings passen so gar nicht zusammen.

    • 25. April 2012 um 21:49 Uhr
    • Krischan
  363. 375.

    Das @71 soll an den Anfang meines letzten Postings, ist verrutscht.

    • 25. April 2012 um 21:51 Uhr
    • Krischan
  364. 376.

    „Aber es gibt nun einmal bessere und weitsichtigere Menschen als Militaristen, die meinen, nur mit Eisen und Blut könne man die Fragen der Zeit lösen ( und Grenzen festlegen).“

    Erzählen Sie das der Hamas, der in Gaza demokratisch gewählten Macht.

    • 25. April 2012 um 22:07 Uhr
    • Bredow
  365. 377.

    @ K

    herumschickanierten und drangsalierten

    Die Unterdrückung war nie so schlimm wie in den schlimmen und schlimmsten Auswüchsen in Europa, allerdings war die Gleichstellung auch nie so weit fortgeschritten wie in den besten Zeiten Europas.

    ein ernstzunehmender Gegner

    Nein. Es gab zum Zeitpunkt der Osmanenherrschaft keine palästinensisch-arabische Nationalbewegung.
    Das dauerte noch ein paar Jahrzehnte.

    Die Juden waren nicht bewaffnet und vertrauten darauf, daß die Briten Recht und Ordnung durchsetzen. Dabei wiederum half das Wedeln mit europäischen Pässen.

    Für die Araber sah es so aus:
    Da kamen ein paar verrückte Europäer, hauptsächlich Schreibtischtäter und kauften zu Höchstpreisen wertloses Land.

    Antijüdische Gewalt war zu diesem Zeitpunkt ein eher lokales Phänomen. Erst nach ein paar Massakern und Pogromen*, merkten die Juden, daß die Rettung jüdischen Lebens nicht britische Priorität war. Darum wurden militärische Fähigkeiten aufgebaut, die ohne arabische Gewalt nicht notwendig gewesen wären.

    *Man beachte die Slogans: ‚Schlachtet die Juden‘, ‚Die Juden sind unsere Hunde‘, ‚Palästina ist unser‘.

    • 25. April 2012 um 22:19 Uhr
    • Serious Black
  366. 378.

    I did not encounter an apartheid racist state, but rather, quite the opposite. I was confronted by synagogues, mosques and churches, by Jews and Arabs living together, by minorities playing huge parts in all areas of Israeli life, from the military to the judiciary. It was shocking and eye-opening. This wasn’t the evil Zionist Israel that I had been told about.

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4220976,00.html

    • 25. April 2012 um 22:24 Uhr
    • Serious Black
  367. 379.

    PS – # 347, #358, #360: CASMII – So kann man den Tod von Neda Agha-Soltan (†20.07.2009) kommentieren

    This week, mythmaking about Neda Agha Soltan, the 26 year old Iranian woman who was shot to death during the post-election clashes in Tehran, went into a higher gear by PBS Frontline’s airing of a British documentary, A Death In Tehran.

    Hailed as a martyr and „face“ of Iran’s pro-democracy movement, Neda’s … symbolism as a generational source of inspiration for the millions of young Iranians yearning for greater freedom in their clergy-controlled regime certainly came out in the multiple interviews with various young Iranians shown in the documentary. …

    … to put to the blame for Neda’s death squarely on the shoulder of the government, when it may well have been the work of one of Iran’s multiple armed dissident groups or even agents of foreign government intent on exploiting Neda’s death for their own objectives, is an act of media prejudice and certainly below the bar of integrity that Frontline is known for. …

    Sadly, Frontline has further damaged its prestige by turning as one of its offshoots a largely dissident website, Tehranbureau, that is run by a recent college graduate. … it does not bode well for the US’s public networks to turn themselves into appendages of Iranian dissident groups, particularly since some of them, such as Tehranbureau, are filled with unsubstantiated claims of a „stolen elections“ in the recent presidential elections in Iran, despite the lack of any credible evidence to corroborate it.

    … this sham documentary that is permeated from the beginning to the end with the venomous air of demonization of Iran’s regime, idolization of Hejazi and other dissidents …’A Death In Tehran‘ is at minimum 80 percent propaganda-sold-as-investigative reporting, simply wishing to pollute the audiences world-wide, especially in Iran, against Tehran’s rulers, in tandem with what appears to be a singular determination by the British government to cause a regime change in Iran, thus delivering the American audience to the British interests.

    From: „Neda’s death: 80 percent propaganda-sold-as-investigative reporting“
    by Kaveh L. Afrasiabi
    CASMII (website) – November 22, 2009
    http://www.campaigniran.org/casmii/index.php?q=node/8940

  368. 381.

    # 379 – Kaveh L. Afrasiabi ist Mitglied des Advisory Board von CASMII
    http://www.campaigniran.org/casmii/index.php?q=node/70

  369. 382.

    # 332 – 336 – Dank an N. Neumann
    – für den Hinweis auf die Podiusmdiskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem CASMII-Aktivisten/Autor Ali Fathollah-Nejad sowie
    – für die weiteren Informationen (z.B. Stellungnahme des Moderator der FES-Veranstaltung, Konstantin Kosten, zur Niederschlagung der Grünen Bewegung)
    http://www.fes.de/aktuell/documents2012/120423_Iran_Israel_und_der_Westen.pdf

  370. 383.

    PS – Offener Brief von ‚Free Iran Now‘ an die Friedrich Ebert Stiftung – 23. April 2012
    xxx // freeirannow.wordpress.com/2012/04/23/offener-brief-an-die-friedrich-ebert-stiftung/

    • 25. April 2012 um 23:12 Uhr
    • Publicola
    • 26. April 2012 um 00:37 Uhr
    • Do Svidanya, Horosho
  371. 385.

    @ ????

    Hat man Sie vielleicht beim Russisch-lernen als einziger Freiwilliger zum Bau der Baikal-Amur Magistrale übel verarscht ?

    Zionisten verderben spontanen Kindergeburtstag auf Militärstrasse …

    Hoffentlich schickt diese global gelangweilte internationalistische Dekadenzija Ihre antiautoritär verzogenen Nervblagen für das nächste Happening zum Luftwaffengeheimdienst nach Damaskus, da könnten Sie alle noch richtig was fürs Leben lernen: Aufklärung mit den Kundschaftern.

    hxxp://blogs.telegraph.co.uk/news/michaelweiss/100153001/assads-thugs-are-raping-and-impregnating-women-in-syria/

    Die jüngste Eskalation: Binnenflüchtlingskonzentrationen werden aus der Luft angegriffen.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=DgiasSxoL0Y&feature=plcp

    Aussichten für die Region: Selbst in der türkischen Presse immer finsterer:

    http://www.hurriyetdailynews.com/iran-sectarianism-and-proxy-war-.aspx?pageID=238&nID=19285&NewsCatID=419

    „the combined force of the Arab Spring and the Iranian crisis has awaken tectonic fault lines the roots of which go back into the depths of history, to conflicts between the Ottoman Empire and Iran under the Safavid Dynasty. The basis of this competition was sectarian conflict, which the West forgot centuries ago, but which has not entirely quieted down in this part of the world. …

    But after the Arab Spring the Middle East has been divided into two, based on sectarian allegiances. While Erdoğan was a leader appreciated by all Muslims until a year ago, now he is becoming the leader of the Sunnis.

    As a matter of fact, it is possible to see signs of this even in domestic policy. For example, the language used recently to criticize the opposition party’s policies on Syria has been sectarian. As a result, Iran understands the Turkish government’s policies to have a sectarian basis, and responds on that basis with a proxy war, the same as it did during the 16th-century, responding to the Ottoman Empire.“

    Mit der Begleitung dieser Sachverhalte haben sich die Träger der
    einschlägigen Expertise bisher erstaunlich nachhaltig zurückgehalten.

    • 26. April 2012 um 04:54 Uhr
    • Thomas Holm
  372. 386.

    CASMII – der CASMII-Begründer Abbas Edalat (ganz entspannt und sachlich?) über ‚our task in the West':
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=pDpjduNstDo#t=233s

  373. 387.

    Lieber SB,
    ob Sie es nun persönlich akzeptieren oder nicht oder ob Sie hier auf Wunsch der israelischen Regierung oder von ihr unabhängiger Lobbyisten unterwegs sind oder wirklich in eigener Sache soll erst einmal völlig irrelevant sein. Ich sehe es nur als ein Gebot der Fairness an, Ihnen gegenüber darzulegen, wie meine – und ich bin mir sicher- nicht nur meine Haltung zum Nahostkonflikt entstanden ist und sich gewandelt hat.
    Schauen Sie, als ich neun Jahre alt war, fand der Sechstagekrieg statt. Als ich zwölf Jahre als war, gab es die ersten Flugzeugentführungen nach Cuba, es folgten das Olympiaattentat und der Krieg von 1973.
    Das waren Gewalttaten, über deren direkte Urheberschaft man nicht lange diskutieren muss. Außerdem wurde die arabische Seite doch von der Sowjetunion unterstützt und über die Linken mit dem „Arafat-Feudel*“ um den Hals muss man sich auch nicht weiter auslassen.
    (*norddeutsches Wort für Wischtuch)
    Welche Informationen nun hatten wir über die Vorgeschichte Israels und was meinten wir über die Araber zu wissen? Antwort: Nichts.
    Das mehr oder weniger unterschwellig verbreitete Bild war das von irgendwelchen aufgeregt oder martialisch herumhampelnden Irren, die mit Kalashnikows Salven in die Luft ballerten oder Viehherden durch ein arides Land trieben. Von einer bodenständigen oder gar urbanen Bevölkerung Palästinas/Israels wussten wir nichts. Das Israel überaus genehme Bild, die nach 1900 und vor allem während der NS-Zeit (solange es nich ging) eingewanderten Juden hätten erst Landwirtschaft und städtische Zivilisation in diese Region gebracht und die darob neidisch gewordenen Kameltreiber wollten sie nur deswegen ins Meer treiben und bekämpften sie daher, war für uns Kindsköpfe so selbstverständlich wahr, dass sich jedes weitere Nachfragen verbot. Etwas irritiert waren wir wegen der sogenannten „Flüchtlingslager“ in dieser Ecke der Welt,die die Fernsehkorrespondenten immer „Westbank“ nannten. So hieß doch das Geldinstitut, bei dem ich mein Sparbuch hatte.
    Wieso Flüchtlinge? Und das waren doch Häuser aus Stein, ärmliche Stadtviertel, aber doch ganz anders als die alten Wehrmachtsbaracken oder britischen Wellblechhütten, die wir noch gerade mitbekommen hatten, bevor bei uns die letzten Flüchtlinge in menschenwürdige Mietwohnungen umgezogen waren oder woanders ihre Existenz aufgebaut hatten. Und wenn unsere Flüchtlinge irgendwann kapiert hatten, dass sie nie nach Danzig und Breslau zurückkehren würden und sich deshalb auch in unserer Straße Häuser kauften oder bauten, so sollten diese komischen Araber doch auch ihre Kamele anderswo durch die Wüste treiben oder eine richtige Arbeit suchen. Wer und was sollte sie daran eigentlich hindern?
    Es sollte Jahre dauern, bevor wir so langsam begriffen, dass unsere Auffasung von Wahrheit auch nur das Ergebnis einseitiger Manipulation war. Mochte jedes Detail auch weitgehend richtig sein, so waren es doch die vielen Auslassungen, die in ihrer Summe die Lüge ausmachten.

    Es hatte arabischen Landbesitz gegeben. Die Gründung Israels war kein religiöser Festakt gewesen, sondern der verzweifelte Versuch einer Kompromisslösung, es gab die Vertreibung und Enteignng der Araber und den institutionalisierten Landraub durch Israel. Die leidigen Siedlungen, an denen schon ein M. Dajan seine Mitschuld trägt, sind ein Sperrkeil für jede Friedenslösung und mehr noch: Ihre Ausweitung rechtfertigt im Nachhinein jede arabische Propaganda und macht sie zur düsteren aber eingetretenen Prophezeiung über die Juden, die den Arabern ihr Land wegnehmen wollten. Es stimmt, weil es passiert ist.
    Ein Vergleich jüdischen Landbesitzes um 1900, 1930, 1940, 1950, 1970, 2000, 2010 mit dem jeweiligen arabischen, lässt eine klare Aussage zu. Hier liegt eine undurchdringliche, klebrige Masse aus nationalem Wahn, Habgier, religiöser Überlagerung und militärischem Denken vor. Hat man eine Sache ausdiskutiert oder eine mögliche Lösung gefunden, so meldet sich mit einem deutlichen „ja-aber“ ein anderes Moment zu Wort. „Ja- aber es ist doch biblisch-jüdisches Land, ja-aber die Araber haben doch 1948 angefangen, ja-aber dann können sie Raketen bis Tel Aviv schießen, ja-aber wir brauchen doch die Wasservorräte, ja-aber das sind doch alles Islamisten, ja-aber die Siedler werden nicht gehen, ja-aber die Iraner bauen doch ihre Bombe, ja-aber wir können doch nicht vor den europäischen Antisemiten einknicken…..
    Ich will es abkürzen: Es nervt und das soll es auch. Israel führt hier psychologische Kriegführung. Es ist eine Zermürbungstaktik aus ewigen taktischen Rückzügen ( good will) und in dessen Rücken vollzogener Vorbereitung neuer Offensiven. Da werden missliebige Politiker und andere Personen des öffentlchen Lebens diffamiert (Carter, Clinton,Obama, Steinmeier, Blüm, Grass…), da läuft eine riesige Propagandamaschine zu Höchsttouren auf. Da werden Kritiker aus den eigenen Reihen mit einer Schmutz- und Sudelkampagne überzogen (Chomsky, Finkelstein, Avnery, Zuckermann, Hecht-Galinski, Verleger,Barenboim…)
    Es ist eine völlig hoffnungslose Situation eingetreten, in der sich Israel zwar auf der Siegerstraße wähnen darf, aber mehr und mehr Sympathien verspielt. Das weiß man, und so sucht man sich neue Unterstützer. Wenn die amerikanischen Juden in ihrer Mehrheit Israel eher den Rücken zukehren als ihm zuzujubeln und sich bei den Republikanern auch mehr als dünne machen ( nur ein einziger der gegenwärtigen republikanischen Abgeordneten ist jüdischen Glaubens), so sucht man die Unterstützung bei den rechten Christen. Wenn man von den linken ohnehin nichts hält,die liberale Mitte und das moderate rechte Lager (N.Blüm) auch nur noch vor das Schienbein tritt, so bleibt einem die Zuflucht bei den Rechtsextremisten- sofern sie Araber und Türken mehr hassen als Juden.

    • 26. April 2012 um 08:37 Uhr
    • Krischan
  374. 388.

    @ K

    Sie kommen nicht um die Tatsache herum, daß der Löwenanteil des Landes Staatsland war. Beschäftigen Sie sich mal mit osmanischem Landrecht.

    Ebenfalls Tatsache ist, daß es in den Jahren des Mandats keinen ‚Landraub‘ und keine Vertreibung gab. Übergriffe und Pogrome gab es trotzdem. Reaktion bedingt Gegenreaktion.

    Sie sollten ebenfalls wissen, daß erst durch den arabischen Aufstand 1936-1939 die Juden gezwungen waren, autark (und damit unabhängig von arabischen Arbeitskräften* und arabischer Landwirtschaft) zu werden.

    Der Aufstand eskalierte zuletzt zu einem de facto Bürgerkrieg der beiden großen palästinensischen Clans. Was wäre wohl geschehen, hätten sich die moderaten Palästinenser und nicht die Hardliner durchgesetzt?

    * Dieses Problem manifestiert sich in den letzten Jahrzehnten erneut: seit 1987. Das ist auch das, was Lozowick meint: Nicht die politische Teilung des Landes, sondern die soziale Abkopplung der Westbank von Israel.

    Araber und Juden lebten und leben -mit Ausnahme der großen Städte-
    getrennt voneinander. Sie teilen wenig kulturelle Gemeinsamkeiten.

    Israel ist ein Teil des Westens. Demokratisch, aufgeklärt, modern, wirtschaftlich erfolgreich. Gegründet von Sozialisten.

    Die Muslime suchen noch nach ihrem Weg. Sie sind sich nur in wenigen Dingen einig: Der Weg soll nicht Richtung Westen gehen und er soll monokulturell und islamisch** sein.

    ** Die Definition ist sogar innerhalb der betroffenen Länder äußerst divers. Es mag noch Jahrhunderte dauern, bis das beigelegt ist und es hat nichts mit Israel zu tun.

    Es stimmt, weil es passiert ist.

    Niemand hat vorausgesehen, daß die Araber unterliegen würden. Am wenigsten sie selbst. Sie setzten alles auf Sieg und verloren. Wir Deutsche kennen das.

    Niemand hindert die Araber (oder die PLO) daran, die Flüchtlinge und deren Nachkommen zu patriieren.

    Wann immer Palästinenser die Möglichkeit bekamen, die Staatsbürgerschaft eines arabischen Landes zu bekommen, nahmen sie an (und verschwanden manchmal sogar von der Liste der UNRWA).

    • 26. April 2012 um 10:23 Uhr
    • Serious Black
  375. 389.

    @ SB

    Israel ist ein Teil des Westens. Demokratisch, aufgeklärt, modern, wirtschaftlich erfolgreich. Gegründet von Sozialisten.

    Naja, solange die Sozialisten das sagen hatten, war Israel eher hellenistisch.

    • 26. April 2012 um 11:11 Uhr
    • Abbitte verweigert
  376. 390.

    Wie nett von den entrechteten Arabern, dass sie sich zumindest teilweise in andere Länder begaben.
    Klar, Israel hindert andere Staaten bestimmt nicht daran, die Leutchen aufzunehmen, die es selber zum Teufel wünscht.
    Mit der Staatslandsproblematik habe ich mich durchaus befasst. Osmanisches Staatsland war es, und diese Entrechtung der Araber durch die türkischen Herren hat Israel gewissermaßen als Erbe übernommen und fortgesetzt.

    • 26. April 2012 um 12:04 Uhr
    • Krischan
  377. 391.

    Sorry, aber mir erscheint Israel heute eher als der demokratisch verkleidete Anhänger an einer Zugmaschine, die in Hebron ihren Motor hat und nach der dortigen Gesetzmäßigkeit läuft.
    Sofern man nicht ohnehin einen anderen Teufelskreis ausmacht. Israels Rechte dominiert das Denken der Lobbyisten in den USA und die wiederum führen Israel am Gängelband.
    Ich möchte wirklich einmal wissen, was passiert, wenn ein Regierungswechsel in Israel lauter „jüdische Selbsthasser“ an die Macht brächte.

    • 26. April 2012 um 12:08 Uhr
    • Krischan
  378. 392.

    @ K

    Ich möchte wirklich einmal wissen, was passiert, wenn ein Regierungswechsel in Israel lauter “jüdische Selbsthasser” an die Macht brächte.

    Da können Sie lang warten. Nicht zufällig sind die primär damit beschäftigt bei JL & Co mit Abbitte hausieren zu gehen.

    • 26. April 2012 um 12:30 Uhr
    • Keine Abitte
  379. 393.

    @ K

    Entrechtung der Araber durch die türkischen Herren

    Ob es uns nun gefällt oder nicht, exakt 400 Jahre lang war Osmanisches Recht maßgeblich. Die Briten übernahmen es, Israel übernahm es, Jordanien übernahm es und die PA übrigens auch.

    Welches Recht wollen Sie stattdessen anwenden? Römisches? Assyrisches? Kanaanitisches? Keins?

    NB Israel hat auch etwa 600.000 unbeteiligte Leutchen aufgenommen, die die Araber zum Teufel wünschten.

    • 26. April 2012 um 12:52 Uhr
    • Serious Black
    • 26. April 2012 um 13:29 Uhr
    • Serious Black
  380. 395.

    Erste unbürgerliche (aber nicht nicht-westliche !) Jugendkultur im Widerstand gegen „Islamisches Recht“ (sagt AJE !).

    Indonesian punks defy state’s re-education attempt

    Dozens of punk rockers in Indonesia were arrested and had their mohawk shaved by security officials last December.

    They were also forced to undergo a so-called re-education programme in Aceh, the only province in Indonesia with Islamic law.

    But now the punks are back on the streets in what they say is their way to protest against corruption and what they consider injustice.

    http://www.youtube.com/watch?v=ZBWDqqpAdYg&feature=plcp

    • 26. April 2012 um 13:47 Uhr
    • Thomas Holm
  381. 396.

    their mohawk shaved

    Interessant, dass die Amis frisurtechnisch zwischen den Untergruppen der irokesen unterscheiden.

    • 26. April 2012 um 14:08 Uhr
    • Keine Abitte
  382. 397.

    @ TH

    Diese islamische Subkultur entspringt der Fiktion eines zum Islam konvertierten, amerikanischen Schriftstellers.

    • 26. April 2012 um 14:17 Uhr
    • Serious Black
  383. 398.

    ?

    • 26. April 2012 um 14:18 Uhr
    • Keine Abitte
  384. 399.

    @ Holms

    Interessant ist auch das Statement der Polizei, die mit einem mal von menchenschrchten nichts wissen will.

    Und die anklage dieser Muslimin mit rosa kopftuch:
    sie verletzten die islamischen Gesetze, Buben und Mädchen frei gemischt, Mädchen beschäftigt mit freien Sex …und (so) die rechte anderer menschen verletztend….

    Und das ist eines der ganz großen probleme mit den Muslimen – ihre moralvorstellungen zwingen sie nur zu gerne anderen menschen auf anstatt sich einfach einmal um ihren dreck zu kümmern. Damit sind sie all den reaktionären sonstigen Gläubigen menschen auf dieser schönen erde gleich – nur dass sie ein regelrechtes religiöses system daraus gebildet haben, welches sie versuchen zum jeweiligen staatsrecht umzuwandeln.

    • 26. April 2012 um 14:19 Uhr
    • Zagreus
  385. 400.

    @ SB

    Emirate werfen Libanesen ‚raus:

    „The information that the Emirati security agents were interested in was about Hezbollah. The document did not state that literally, but the deportees say that the Emiratis were clear from the start. The questions they asked them were straight and to the point.“

    17 Jahre Arbeit im Eimer, die ganze Zeit nicht in die Moschee gegangen, um nicht anzuecken …

    „The deportees are accusing Lebanese security agencies of coordinating with the Emiratis. …

    Security in Lebanon is a well-known game. If the testimonies of the deportees regarding the information available to the Emiratis about their private lives and those of their families in Lebanon are true, then this is something of a troubling situation.

    There are 30,000 Lebanese nationals in the UAE, and the threat of deportation looms over all of them. It seems that in the past two weeks, the Emiratis have started to push the issue.“

    http://www.yalibnan.com/2012/04/25/lebanese-facing-a-new-wave-of-deportation-from-uae/

    hxxp://www.yalibnan.com/2012/04/24/aoun-lebanon-should-arrest-free-syrian-army-members/

    Nur noch eine Frage der Zeit …

    @ K.A.

    „frisurtechnisch zwischen den Untergruppen der irokesen unterscheiden.“

    Al Jazeera’s Step Vaessen reports from Aceh, Indonesia.

    Ist wohl Holländerin die Indonesienkorrespondentin von AJE, bei 1.25 zu sehen.

    „1628, the Mohawks … gained a near-monopoly in the fur trade with the Dutch, as they controlled the upstate Adirondacks and Mohawk Valley through the center of New York.“

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/New_Netherland

    • 26. April 2012 um 14:29 Uhr
    • Thomas Holm
  386. 401.

    Teil 1

    Dieser Krischan ist im Grunde ein perfektes Bespiel für den Erfolg arabisch-islamistischer Propaganda gegen Isreal im Westen. Und diese Propaganda führt dann manchmal so weit, das westliche „Friedensaktivisten“ zusammen mit Hamas- und Hisbollaanhängern durch deutsche Innenstädte ziehen und Isreal den Tod wünschen. Wie schon mehrfach geschehen. Dabei merken diese Leute nicht wie sehr sie manipuliert werden, wie sehr sie auf Lügen und Propaganda hereinfallen. Dieses Video mit dem Titel: „The Wall of Lies“ fasst es wunderbar zusammen: http://www.youtube.com/watch?v=Rc9v5gLXP4w

    Schau es dir an Krischan, damit du begreifst wer dein Verstand manipuliert hat.

    • 26. April 2012 um 14:34 Uhr
    • Bellfruta87
  387. 402.

    Teil 2
    Ein ganz entscheidender Bestandteil der arabisch-islamistischen Propaganda ist die Flüchtlingsfrage: http://www.youtube.com/watch?v=g_3A6_qSBBQ

    • 26. April 2012 um 14:35 Uhr
    • Bellfruta87
  388. 403.

    Teil 3
    Die Flüchtlingsfrage wird bewusst am Leben gehalten und das vorallem auf Kosten der Flüchtlinge selbst, um sie als Waffe gegen Isreal einsetzen zu können. Den palästnensichen Arabern und ihren Führern geht es dabei nicht um Frieden mit Isreal oder um das Wohl der Flüchtlinge, sondern um den Endsieg über Isreal. Wenn Palästinenser die Waffen niederlegen würden, dann gäbe es Frieden, wenn die Juden die Waffen niederlegen würden, dann gäbe es einen zweiten Holocaust. Arabisch-islamische Führer haben das immer wieder offen bekundet: http://www.youtube.com/watch?v=3d1cIbqNnDs

    • 26. April 2012 um 14:35 Uhr
    • Bellfruta87
  389. 404.

    Teil 4
    Arabische Moslems wollen keinen Frieden mit Isreal, sie wollten ihn nie. Vom ersten Tag der Existenz Isreals wollten sie dieses Land vernichtet sehen. Wie konnten die ansässigen und eingewanderten Juden es nur wagen einen Staat frei von islamischer Herrschaft in „islamischem Gebiet“ zu errichten.
    Der gerechte Platz eines Dhimmis ( http://de.wikipedia.org/wiki/Dhimma ), vorallem eines jüdischen Dhimmis, ist klar im Islam definiert.

    „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.“

    „Die Juden sagen: „ʿEsra ist Allahs Sohn“, und die Christen sagen: „Christus ist Allahs Sohn.“ Das sind ihre Worte aus ihren (eigenen) Mündern. Sie führen ähnliche Worte wie diejenigen, die zuvor ungläubig waren. Allah bekämpfe sie! Wie sie sich (doch) abwendig machen lassen!“

    (Koran Sure 9 Ver 29 und 30)

    Unterworfene und weitesgehend entrechtete nicht-islamische Minderheiten darf es geradeso auf „islamischem Gebiet“ geben, aber Herrschaft dieser Ungläubigen darf es nicht geben. Und das ist in Wahrheit der Grund warum die Araber keinen Frieden mit Isreal wollen und warum zB. auch nie ein Christ in Ägypten oder anderen arabischen Ländern Staatsoberhaupt werden wird.
    Solange die religöse Ideologie Islam weiterhin die Rolle in diesen Gesellschaften spielt, wie es heute der Fall ist, solange wird sich daran auch nichts ändern. Die Isrealis wissen nach 60 Jahren sabotierten und gescheiterten Friedensverhandlungen, nach Raketenbeschuß, Selbstmordattentaten, Angriffskriegen und Intifada, dass es aktuell wohl keinen Frieden geben wird. Daher gilt es die eigene Position zu stärken und das bezogen auf die Überlebensfähigkeit des eigenen Landes in dieser von Feinden umgeben Region und bezogen auf die Verhandlungsposition in den „Friedensgesprächen“. Beides ist der Grund für die Siedlungspolitik.

    Krischan ich hoffe du wachst irgendwann auf und findest zu Objektivität und Vernunft zurück.

    • 26. April 2012 um 14:35 Uhr
    • Bellfruta87
  390. 405.

    @ SB

    AJE hatte über dieses US-Phänomen berichtet, aber ob die Indnesier-Punx von denen inspiriert sind, oder eigenständig, weiß ich nicht.

    „The Taqwacores“ – the unlikely collision of „Islam“ and „punk“ forged by young American-born Muslims attempting to reconcile the different sides of their identity

    Tak-beer ! (Klar wollen wir Bier ?!) 7.32; insg. 1.20-7.40

    http://www.youtube.com/watch?v=UbBXPXbwWPA&feature=plcp

    • 26. April 2012 um 14:38 Uhr
    • Thomas Holm
  391. 406.

    @ TH

    Ach den meinen Sie. Ich dachte, Sie meinten den „Lederstrumpf“ Fennymore-Cooper. Die Punks in Aceh gehen viellleicht doch eher auf Johnny Rotten zurück.

    • 26. April 2012 um 14:43 Uhr
    • Keine Abitte
  392. 407.

    @ #387

    Es sollte Jahre dauern, bevor wir so langsam begriffen, dass unsere Auffasung von Wahrheit auch nur das Ergebnis einseitiger Manipulation war ist.

    • 26. April 2012 um 14:44 Uhr
    • MM
    • 26. April 2012 um 14:54 Uhr
    • MM
    • 26. April 2012 um 14:58 Uhr
    • GraduateDiploma
  393. 410.

    Zagreus #272

    zum Euro:
    Zumindest will im Moment kein weiteres Land den Euro haben.
    Sowohl alle mittelost- sowie die beiden protestantisch geprägten nordeuropäischen Länder Dänemark und Schweden nicht. Euro? Nein danke!

    Die Norweger haben sich in der Vergangenheit aus guten Gründen in 2 Volksbefragungen gegen eine Mitgliedschaft in der EU ausgesprochen.Die norwegische Volkswirtschaft hat sich dennoch gut entwickelt und gehört heute zu den besten, leistungsfähigsten und produktivsten der Welt.
    Norwegen wäre im Falle einer EU-Mitgliedschaft wegen seiner ÖL- und Gasvorkommen der größte Nettozahler der EU. Ein Großteil des norwegischen Wohlstands wäre futsch.

    • 26. April 2012 um 15:10 Uhr
    • Bakwahn
  394. 411.

    Zagreus #32

    Vielen Dank für den Link zu dem Aufsatz von Michael Ley. Er ist wohl österreichischer Politologe.
    Dieser Text steht in einer langen Tradition von zuwanderungs- und multikultikritischen Artikeln und Texten.

    In der ZEIT hat es gelegentlich noch vor über 30 Jahren (!!!) kritische und warnende Artikel z.B. über die massenhafte Türkeneinwanderung gegeben.

    ZEIT-Journalistin Nina Gruenenberg und auch der langjährige Chefredakteur Theo Sommer haben vor ca. 30 / 25 Jahren mindestens je einen Text geschrieben; beide haben sich eindeutig gegen jede weitere türkische Zuwanderung ausgesprochen.
    „Vertragsbruch oder aber Dammbruch? Bonn und die drohende Flut von Zuwanderern aus der Türkei.“ von Theo Sommer und „Was tun mit den Türken?“ von Nina Gruenenberg.
    Außerdem gibt es da noch den berühmten Aufsatz von Helmut Schmidt, den er im Heft „Zeit-Punkte“ 1993 Heft 1 veröffentlicht hat; eine Art Gedächtnisprotokoll seines Gesprächs mit dem damaligen türkischen Ministerpräsidenten Demirel, der von Schmidt die Einwanderung von weiteren 15 Millionen Türken gefordert hat. Eine Art Schlüsselerlebnis anläßlich eines Türkeibesuchs 1982.

    Dann gab es noch einen Dieter E. Zimmer, der gelegentlich sehr vorsichtig-kritische und tastende Aufsätze über massenhafte Einwanderung schrieb; z.B. „Wer ist das Volk?“ (1993) Sein Fazit damals: „Die ethnische Absorptionsfähigkeit darf nirgendwo überfordert werden“

    Theo Sommer ist später in einem Buch des Soziologen Uli Bielefeld als rechtsextrem und rassistisch beschimpft worden.

    Ich habe die Aufsätze damals ausgeschnitten und in einem Ordner abgeheftet!
    „Die wirst du noch mal brauchen“, dachte ich, „das sind wichtige Dokumente.“

    • 26. April 2012 um 15:11 Uhr
    • Bakwahn
  395. 412.

    Fortsetzung

    Seit etwa 12 /15 Jahren gibt es so gut wie keine kritischen Artikel mehr in der Zeit, die sich eindeutig gegen jegliche weitere Einwanderung aus mohammedanischen Ländern aussprechen. Wenn über die nicht zu leugnenden Integrationsprobleme geschrieben wird, dann sind immer wir Deutsche schuld und wir Deutsche müssen auch immer brav und schuldbeflissen nachgeben, denn wir sind ja alle so ausländerfeindlich und wir haben noch eine Schuld abzutragen. Das ist jedenfalls der implizite Trend solcher Aufsätze.
    Der einzige, der, selten genug, vorsichtig und defensiv islam- und türkenkritische Texte schreibt, ist Jürgen Krönig.

    Vom heutigen Chefredakteur Don Giovanni (oder wie immer der Typ auch heißen mag) bis zu Jörg Lau gibt es nur eines: einen biedermännischen Eifer zur Herstellung einer multiethnischen, multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft. Dabei wird immer wieder betont, wie toll die Einwanderer doch seien, wie großartig sie uns bereichert hätten, wie friedfertig in Wahrheit doch ihre Religion sei, und wir müßten noch viele weitere Millionen von ihnen ins Land lassen.
    Zum Kotzen!

    70 bis 80% aller Deutschen haben in der Vergangenheit die massenhafte Einwanderung von Türken und Arabern abgelehnt. Diese ist von der Politik „von oben“ gegen den Volkswillen durchgesetzt worden.

    • 26. April 2012 um 15:12 Uhr
    • Bakwahn
  396. 413.

    @ TH #400

    Krass. Ich hoffte eigentlich, angesichts der Syrien-Krise würde Nasrallah erstmal auf Ruhe an der Heimatfront setzen. Andererseits muß er natürlich auf Absetzbewegungen von Amal reagieren und den ‚Widerstandsblock‘ zusammenhalten.

    Allerdings gibt es Hinweise auf persische Finger bei den jüngsten Attentaten:

    An Nahar reported last Thursday that based on initial investigations the shots were fired from a distance of about 1.5 kms ( about 0.90 miles) from the LF HQ in Meerab. The newspaper also reported that the initial investigation indicated that the weapon used by the snipers is “very sophisticated” and “virtually unavailable in Lebanon”. It concluded attackers used the “Steyr HS.50, with the 12.7mm caliber”, a sniper rifle manufactured in Austria but mainly sold to Iran.

    Vienna was criticized in 2006 by London and Washington for having sold over 800 of these rifles to Tehran, according to The Telegraph newspaper.

    http://www.yalibnan.com/2012/04/08/mp-geagea-slams-hezbollah-mp-remarks-over-husbands-incident/

    • 26. April 2012 um 15:28 Uhr
    • Serious Black
  397. 414.

    OT – Syrien (Homs)

    Nächster Gewaltexzess:

    http://www.youtube.com/watch?v=ayBx-egBQEc&feature=player_embedded

    • 26. April 2012 um 15:38 Uhr
    • Serious Black
  398. 415.

    Willkommen im 21. Jahrhundert: Lebendig begraben/gefoltert/vergewaltigt/massakriert etc.pp. – weil man an einen Gott glaubt oder sich weigert zu sagen, dass der das Land Regierende der Gott ist.

    • 26. April 2012 um 16:00 Uhr
    • MM
  399. 416.

    @ SB

    Ja, das Video zieht Kreise, auch in die Türkei:

    http://haber-news.net/2012/04/26/syrien-assad-anhanger-vergraben-jugendlichen-beim-lebendigem-leibe/

    Das Video scheint echt zu sein und wird immer weiter verbreitet.

    Man muss sich die unterschiedlichen Faktoren vor Augen halten:

    1. Dass die das machen.

    2. Dass die das filmen; und sich selbst dabei auch sichtbar machen; das ist wie Schiffe verbrennen – es gibt keinen Weg zurück, keinen Kompromiß und kein ‚rausreden.

    3. Dass die entweder dafür sorgen, dass das bekannt wird, oder zumindest nicht viel dafür tun, um es zu verhindern. Es ist die Rede davon, dass sie solche Videos auch verticken. Einige sind erbeutet, oder ‚rausgeschmuggelt, aber wohl nicht alle.

    Von den 100 Mios wollen sie auch etwas abhaben und sie wissen eh, dass es genug Korrupte gibt; also lassen sie zu, dass das bekannt wird und schmugeln einige Fälschungen darunter, auf denen sie dann propagandistisch ‚rumreiten. Gestern gab es z.B. so eine Fälschung mit einer Kettensäge – wohl aus Mexiko – die wieder ‚rausgenommen wurde.

    Genauso mit den Waffen; sie verdienen bei utopischen Preisen mit und schuggeln faule Eier ein. Dass ein A/K-Sprengstoffexperte beim Bau seiner eigenen Bombe hochgegangen ist, könnte auch so ein Fall sein. Für sowas kann man 15 Mukhabarats gut gebrauchen. So ticken die.

    Schadhafte Munition hatten die Stalinisten im Spanischen Bürgerkrieg den Anarchos auch untergejubelt; Patrone explodiert im Schloss und die anschließende Kieferverletzung sieht man ja öfter.

    So sind die ‚drauf, um sicherzustellen, dass keiner einen Kompromiß hinkriegt. Deswegen ist auch der Libanon nicht zu retten.

    Hanin Ghaddar the managing editor of NOW Lebanon an Nasrallah:

    hxxp://www.nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=389201&MID=0&PID=0

    Er meint, man hätte doch wohl hoffen dürfen, dass die HB im Arabischen Frühling gegen die Tyrannen steht …

    Libanon; der Versuch einer Übersicht:

    hxxp://karlremarks.blogspot.de/2011/10/diagram-of-lebanons-war-and-peace.html

    • 26. April 2012 um 16:05 Uhr
    • Thomas Holm
  400. 417.

    @ Bakwahn

    Danke zuerst einmal!

    Zeit & Co. (langsam aber sicher tendieren auch die Springer-erzeugnisse in diese Richtung) sind typische Presseerzeugnisse.
    Ursprünglich war die zeit eine rechts-konservativen Wochenblatt (mit NS-leuten als Pressechef) – aber sie hat sich im Laufe der Zeit gewandelt, wie viele andere Presseorgane ebenfalls.
    Ich denke, in der BRD sind vor allem zwei Ursachen dafür auszumachen.
    Aber generell sollte man sich einer sache bewusst sein – die für jede art von institution, also auch für presseorgane gilt:
    Der jeweilige Eigentümer bestimmt, über was wie berichtet wird – und igentümer wechseln abundzu nunmal, gerade auch bei den medien.
    Die beeinflussung geschieht dabei sehr oft nicht direkt: das Spiel heisst: ich setzte jemanden an eine entscheidungsstelle, der meine ‚Richtung‘ vertritt (danach wird er unter anderen kritieren ausgesucht), und der wiederum entscheidet dann dort eben danach was er für richtig hält – und dies ist nichts groß anderes als das,was auch derjenige für richtig hält, der ihn eben auch wegen seiner Gesinnung dorthin setzte.

    Und damit haben wir shcon den ersten Punkt:

    – Die ganzen Leute, gerade auch die Redakteure, sitzten auf ihren Posten nicht enfach wegen ihres Könnens (das zwingend aber dazugehört), sondern auch wegen ihrer politischen und sonstigen Einstellungen.
    Und wenn man nun die Besitzrechte von zeitungen und bzw. Verlagen in deutschland sich anschaut, wird man feststellen, dass sehr viele in ‚Linker Hand‘ sind – eine ursache dafür liegt einfach darin, daß es diversen vor allem linken organisationen und parteien im laufe der jahre gelang sich ein relativ großes Medienimperium zusammenzukaufen. Die SPD z. B. ist über ihre stiftungen mittlerweile einer der größter Besitzer von Medien. Nun setzen diese Eigentümer nicht leute ein, die nicht ihre politischen Überzeugungen teilen.
    Bisheriges Gegengewicht hat bisher die Springer-presse gebildet – aber springer ist tot und seine Erben, gerade Frida Springer, haben teilweise etwas andere politische vorstellungen als Axel springer sie hatte.
    Die zeit gehört seit 1996 zum Holtzbrinck-Verlag – ab dieser zeit wandelte sich auch der Inhalt (wiedereinmal), und zwar langsam. Viele leute wurden z. B. übernommen vom Holtzbrinck-Verlag, die vorher schon langjährige mitarbeiter der zeit waren, wie z. b. Marion Gräfin Dönhoff.
    Wenn man sich die Geschichte der Chefredakteure ansieht, denke ich, merkt man ein immer weiter nach Links driften des Blattes, das mit Giovanni di Lorenzo einen vorläufigen Höhepunkt erhalten hat. Das Blatt ist mittlerweilen vor allem als ein SPD-Grünen-Bürgerliches Blatt anzusehen, das bis auf einige ausnahme-artikel primär sehr ‚fremdenfreundlich‘ und ‚pro-muslimisch‘ ist.

    Es gibt aber neben Punkt ‚Stellenbesetzung‘ noch einen weiteren, der die entwicklung auf den medienmarkt signifikant beeinflusste.
    Und das ist einfach dasjenige, was wir unter dem schlagwort ’68-er revolution‘ zusammenfassen können.
    Der Punkt dabei ist, dass sehr viele derer, die diese ‚Revolution(en)‘ – ich zähle dazu Friedensbewegung, Grünen-bewegung und auch diverse Linke Bewegungen (von traditionellen Linken Kaderschmieden bis hin zu ‚Neuen Linken‘) – von den Angehörigen einer bestimmten ‚gruppe‘ getragen wurden: nämlich von Kindern aus Bürgerlichem Elternhaus. Unter diesen Kinder wiederum haben sich bei ihrer Ausbildung als vor allem studenten stark in gesellschafts- und geisteswissenschaftlichen Bereichen engagiert: als Lehrer, Soziologen, Politologen, Historikern etc… und somit halt in den diversen Studeniengängen, aus denen der gros der Journalisten und Publizisten hervorgeht.
    Die überwiegende Mehrheit aller Journalisten sind ‚Links‘ – einfach deshalb, weil die überwiegende mehrheit einen relativ ähnlichen hintergrund hat: sie entstammen einer bestimmten sozialen schicht, meist den Bürgertum, haben eine ähnliche ausbildung genossen, meist ein gesellschaft- oder geisteswissenschfatliches Studium absolviert, waren während dieser zeit politisch aktiv zumindest insofern, als das sie bei den diversen studentischen politischen betätigungen positiv gegenüberstanden, wenn sie sich nicht slebst betätigten wie bei der Friedensbewegung, den Grünen, oder anderen öko-strömungen, ein teil war links-politisch bei diversen politischen kreisen engagiert etc…

    Und so findet sich von beiden seiten eine durchdringung statt:
    eine Presse, die aufgrund von wandelnden eigentumsrechten nach links rückte und darum auch nach ähnlich gesinden leuten succhte, um ihre posten mit ihnen zu besetzen, und ein Pool von möglichen Journalisten und Redakteuren, der aus leuten besteht, die primär eine links-alternative gesinnung besitzen aufgrund ihres Werdeganges.

    Und diese verschiebung spiegelt sich seit nunmehr gut 15-20 jahren schritt für schritt in der Presselandschaft (und auch in der Politik) wieder.

    • 26. April 2012 um 16:16 Uhr
    • Zagreus
  401. 418.

    Als weitere Wichsvorlage für alle anwesenden PI-ler, etwas älter:

    http://www.youtube.com/watch?v=ufbRKEpbqTM

    Propagandandistisch ausgeschlachtet, was an den Tatsachen aber nichts ändert:

    youtube.com/watch?v=QqprJ01JJ7Q&feature=related

    Da wundert es fast nicht mehr, dass auch schon Komponisten die „Hinrichtung des Präsidenten“ fordern:

    youtube.com/watch?v=XynU3MQHXI0

    (Alte neue) globalpolitische Auseinandersetzungen werden auf dem Rücken der syrischen Bevölkerung ausgetragen, die – im wahrsten Sinne des Wortes – ge****t wird. In den Medien nennt sich das dann „Bürgerkrieg“.

    • 26. April 2012 um 16:32 Uhr
    • MM
  402. 419.

    @Holm

    Wie soll man belegen das dieses Verbrechen in dem Video tatsächlich von Assadtruppen begangen wurde?
    Die Aufständischen, vorallem auch die Islamisiten darunter, werden wohl ohne Probleme an Soldatenuniformen kommen. Dazu kommt, dass das Video sehr schnell endet nachdem der Kopf des Jugendlichen mit Sand bedeckt ist. In der kurzen Zeit ist man noch nicht erstickt und sowie die Kamera aus ist, kann er wieder ausgegraben worden sein. Auch muss der Jugendliche nicht zwangsweise in dieser Grube völlig von Sand eingegraben sein. Eine einfach Holzkonstruktion mit Loch in der Mitte und Sand oben drauf ließe genug Platz für den Jugendlichen darunter.

    Dieses Video ist perfekte Islamistenpropaganda, so sehr, dass ich bezweifle das die Assadleute tatsächlich so ein Video produzieren würden. So dumm können selbst die nicht sein und den Islamisten muss man alles zutrauen, selbst eine inszinierte Hinrichtung unter falscher Flagge für eigene Propagandazwecke.
    .

    • 26. April 2012 um 16:55 Uhr
    • Bellfruta87
  403. 420.

    @MM

    „(Alte neue) globalpolitische Auseinandersetzungen werden auf dem Rücken der syrischen Bevölkerung ausgetragen“

    Achso, und welche genau sind das?

    • 26. April 2012 um 16:58 Uhr
    • Bellfruta87
  404. 421.

    @Thomas Holm 385:
    Mit Geostrategie tun sich deutsche Journalisten ziemlich schwer. Als Einführung sehr lesenswert fand ich George Friedmans Überblick in „The Next Decade“, Anchor Books, Jan. 2012. Auch wenn er als Handlungsanleitung an einen künftigen amerikanischen Präsidenten geschrieben ist.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 26. April 2012 um 17:38 Uhr
    • ThorHa
  405. 422.

    @ BF

    Ausschließen kann man nichts, aber zu verlangen, daß der Delinquent das Glaubensbekenntnis mit Bezug auf Assad spricht, gehört zum modus operandi seiner Schergen.

    • 26. April 2012 um 18:01 Uhr
    • Serious Black
  406. 423.

    @ Bellfruta87

    Islamistenpropaganda …

    Ist natürlich nie ganz auszuschliessen

    „ich bezweifle das die Assadleute tatsächlich so ein Video produzieren würden. So dumm können selbst die nicht sein“

    Auf deren Seite sehe ich so ein Kalkül von ostentativer Grausamkeit und Zusammenschweissen durch Kompromittierung.

    Das Video mit dem Todschleifen hinter dem Auto wird inzwischen von beiden Seiten beansprucht:

    Pro-Assad-Leute: Mann = Terrorist, Erdogan soll ihn abholen

    2012.4.19 işte erdoganın destekledigi suriyeli terörisler yakaladıkları esad askerİ SYRİA

    http://www.youtube.com/watch?v=OHq3uS0zOs8

    Hier: Pro-Assad-Leute: Mann = einer von uns

    Unbelievable Syrian soldier at the hands of rebels in Yabrud, Damascus Countryside

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=2dcXodZQdAA

    Hier von einem Aufständischenkanal

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=JUuWTlU-iTI&feature=plcp

    „und den Islamisten muss man alles zutrauen, selbst eine inszinierte Hinrichtung unter falscher Flagge für eigene Propagandazwecke.“

    Im Prinzip ja, aber für Syrien wirken sie mir noch recht amateurhaft.

    Es wird jedenfalls immer schlimmer, erste Polarisierungen unter ansonsten unpolitischen Migranten kriege ich auch schon mit.

    Basisgefasel darüber, dass Bilad as Sham auch sakral unverzichtbar ist

    Syria in Crisis [The Solution] by Abu Farooq

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=NFEnZ_vrVr0

    Davutoglu lehnt sich etwas weiter ‚raus, als Erdogan:

    FM defends Syria policy, says Turkey to lead ‘wave of change’ in Mideast

    hxxp://www.todayszaman.com/news-278650-.html

    Verschwörungsguru Webster Tarpeley 6.00-8.30 meint, der Westen wolle einfach nur Krieg; damit liegt er auf der ganz sicheren Seite, denn den wird es allerdings geben.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=cti-iRBvM3k&feature=plcp

    @ ARTE-Watcher

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/The_Promise_(2011_TV_serial)

    Unter Plot kann man die Episodeninhalte aufklappen.

    • 26. April 2012 um 18:56 Uhr
    • Thomas Holm
  407. 424.

    RT ist im Bezug auf eine neutrale und faire Berichterstatung zum Thema Syrien, Israel u.s.w die erste Wahl.

    Ein weiterer Grund ist folgender:
    http://rt.com/files/about/on-air-talent/sara-firth/firth.jpg

    Die Reportagen von Sara Firth sind wirklich gut, ebenso ihre Artikel auf RT.com

    • 26. April 2012 um 19:01 Uhr
    • yyyyyyy
  408. 425.

    Unerklärlich: bedauerlicherweise wollen ganz viele Menschen nicht befreit werden (auch nicht von Tempelrittern)
    http://www.spiegel.de/video/video-1192763.html

  409. 427.

    @ MM

    “(Alte neue) globalpolitische Auseinandersetzungen werden auf dem Rücken der syrischen Bevölkerung ausgetragen”

    Ohne die alten regionalpolitischen Auseinandersetzungen könnte sich keine Globalpolitik da dranhängen.

    Man muss sich überlegen, was man meinen will:

    Die Saudis als Geschöpfe des Westens, wenn ja ab wann; schon ab dem alten Wahab (türk-nationalistischer Vorwurf gegen die Briten)

    Die Khomeini-Revolution als Intrige Carters und Frankreichs (Teile der Sunnis und von PI sehen das so)

    G.W.Bush als Gehilfe Teherans (Sunni-Golf-Mainstream)

    G.W.Bush als (un)willentlicher Vollstrecker der Saudis (Maliki und Teheran)

    Wenn der Wahabismus und die Saudi-Herrschaft ein West-Fake sein sollen, dann: warum nicht auch gleich die ganze Shia, wie viele Wahabis das verkünden ?

    Dieses Verstellvertretern von Politik und Verantwortung ist so übel und fällt den Menschen jetzt auf die Füße.

    Jedes Opfer könnte auch Terrorist sein; deswegen: lieber Finger weg.

    Wir sind Heuchler ? Entschuldigung, nein, wir sind Imperialisten und tun jetzt mal besser garnichts.

    • 26. April 2012 um 19:11 Uhr
    • Thomas Holm
  410. 428.

    »… Anders Behring Breivik … during recent testimony at his trial in Oslo, called cherished local folk singer Lillebjørn Nilsen a “self-declared Marxist.”
    Breivik also claimed in court that Nilsen’s Norwegian version of a Pete Seeger song was used
    to “brainwash” Norwegian school children into embracing a multi-cultural society. …

    Here are the song lyrics, with our attempt at a translation off to the side:

    En himmel full av stjerner (A heaven full of stars)
    Blått hav så langt du ser (Blue seas as far as you can see)
    En jord der blomster gror (A world where flowers grow)
    Kan du ønske mer ? (Can you ask for anything more?)
    Sammen skal vi leve (We shall live together)
    hver søster og hver bror (Every sister and every brother)
    Små barn av regnbuen (Small children of the rainbow)
    og en frodig jord. (And a blossoming world.)

    Noen tror det ikke nytter (Some don’t think it matters)
    Andre kaster tiden bort med prat (Others waste time with small talk)
    Noen tror at vi kan leve av (Some thing we can live on…
    plast og syntetisk mat. (…plastic and synthetic food.)
    Og noen stjeler fra de unge (And some steal from the young)
    som blir sendt ut for å sloss (who are sent off to fight.)
    Noen stjeler fra de mange (Some steal from the masses)
    som kommer etter oss (who come after us.)

    Refrain:
    Si det til alle barna! (Tell all the children)
    Og si det til hver far og mor: (And tell every father and mother)
    Ennå har vi en sjanse (That we still have a chance)
    til å dele et håp på jord. (to share hope for the world.)

    «
    http://www.newsinenglish.no/2012/04/25/norwegians-sing-out-against-breivik/

  411. 429.

    Islam=Fasachismus.
    Moslem=Problem.

    • 26. April 2012 um 19:22 Uhr
    • Abu Kuckuck
  412. 430.

    @ TH #427

    Priceless!

    • 26. April 2012 um 19:24 Uhr
    • Serious Black
  413. 431.

    @MM 418

    Der Sprache nach zu urteilen sind Sie verzweifelt, warum und worüber auch immer.

    • 26. April 2012 um 19:29 Uhr
    • FreeSpeech
  414. 432.

    @ FS

    „@MM 418

    Der Sprache nach zu urteilen sind Sie verzweifelt, warum und worüber auch immer.“

    Das ist aber auch berechtigt, weil die Syrer in einer geradezu dystopisch ausweglosen Lage sind. Diese verkitscht regredierte Verschwörungsdenke (Assad wechselweise als Knecht, oder letzter Feind der Zionisten) funktioniert jetzt als Ausrede aus jedem Winkel heraus, um das ganze einfach mal laufen zu lassen.

    Assad stellt sich als letzter Aufrechter da; und seine Feinde könnten das halt nicht begreifen; für Allzuviele seiner Opfer kann er dagegen als Teufel in Menschengestalt nicht ganz ohne Beziehung zum bekannten „Weltbösen“ dastehen.

    Diskursiv-logisch betrachtet: zwei Borderline-Irre, die sich auf Leben und Tod ineinander verkrallt haben, die einen Wenige, aber reichlich bewaffnet, die anderen Viele, aber dünn bewaffnet jedoch mit Kohle zum Nachrüsten. Bis diese Asymmetrie in Syrien kippt, werden es die Nachbarn nicht abwarten wollen, weil sie ihre stakes nicht untergehen lassen wollen (Irank) und die anderen: weil sie nicht endlos viel Blut fliessen sehen mögen bis zum Kippen der Asymmetrie (Saudis).

    Also werden Saudis/GCC und IranK in Syranon zusammenstoßen, bevor es dort zu einer Entscheidung kommen kann. Damit wird aber nichts entschieden, sondern alles nur noch größer aufgebläht.

    Das ist zum verzweifeln.

    Wer das so ansatzweise kapiert, ohne über einen robustren Begriff von Tragik zu verfügen (allgemein, keine Unterstellung) den packt schon das Grauen.

    MM hat schon das richtige Video ‚rausgesucht für die Illustration der wechselseitigen Unversönhlichkeit:

    Syrian Regime – A Compilation of Shirk

    Niemand soll der Verehrung würdig sein – außer Baschar Al Assad.

    DARÜBER kann man sich – von beiden Seiten – bis zum letzten Syrer massakrieren; die ideale Formel.

    @ SB

    @ TH #427 Priceless!

    Danke schön; ich freue mich, wenn ich es für einige getroffen habe.

    • 26. April 2012 um 19:58 Uhr
    • Thomas Holm
  415. 433.

    OT

    Der auch hier vom Blogmeister hofierte Vorzeigeimam Idriz bekommt immer mehr Gegenwind. PI wirkt könnte man sagen, zumindest in diesem Fall.
    hxxp://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.integration-irrlichter-in-nuertingen.a119db68-8964-4120-aa10-77fab7136b15.html

    Ein paar Medienvertreter scheint es noch zu geben, die noch nicht vor lauter islamophiler Multikultiträumerei blind geworden sind. Aber so wie die Entwicklung bei der Zeit in den letzten 30 Jahren zeigt, wird wohl auch bald bei den Stuttgarter Nachrichten eine noch bessere Gesinnungsprüfung für Journalisten vollzogen.

    Achso, in Frankreich rufen wohl gerade 700 Moscheegemeinden dazu auf für Hollande zu stimmen. http://www.welt.de/politik/ausland/article106231221/Tausende-Muslime-sollen-Sarkozy-Wahl-verhindern.html
    Wenn alles so weiterläuft wie bisher, vorallem im Hinblick auf noch mehr muslimische Einwanderung und der eh schon vorhanden Demographieentwicklung, dann werden sie in 30 Jahren immer noch Wahlvorgaben abgeben, allerindgs wird dann nur noch ein pro Scharia Moslem als Kandidat in Frage kommen.

    • 26. April 2012 um 20:03 Uhr
    • Bellfruta87
  416. 434.

    CrossTalk auf RT mit Peter Lavelle!
    Sehr empfehlenswert.

    http://www.youtube.com/watch?v=jLB8DfhnJD0

    • 26. April 2012 um 21:01 Uhr
    • April
  417. 435.

    Muslime in London unterstützen die Aufständischen in Syrien. Immer wieder rührend mit anzusehen wenn besonders überzeugte und praktizierende Muslime (Islamisten/Salafisten) über Menschlichkeit und Menschenrechte sprechen. Ich fühle mich ein bisschen an Horst Bulut erinnert. http://www.youtube.com/watch?v=CiCSGGj4kGM

    • 26. April 2012 um 21:19 Uhr
    • Bellfruta87
  418. 436.

    @ Bellfruta87

    „Ich habe nie im Leben dazu aufgerufen, für François Hollande zu stimmen“, sagte Ramadan. Er habe den Franzosen lediglich geraten, bei der Stimmabgabe die Bilanz von Sarkozy zu berücksichtigen, „die sehr schlecht ist“.

    Nicht mal Taqiya kann der Glitschi.

    • 26. April 2012 um 21:52 Uhr
    • FreeSpeech
  419. 437.

    Amoklauf von Erfurt
    Zehn Jahre nach Massaker am Gutenberg-Gymnasium
    Focus – Donnerstag, 26.04.2012
    http://www.focus.de/panorama/welt/amoklauf-von-erfurt-zehn-jahre-nach-massaker-am-gutenberg-gymnasium_aid_743203.html

  420. 438.

    Zagreus # 417

    Ich bin mit Ihnen und Ihren Ausführungen zur Presse im wesentlichen einverstanden. Was Sie ausführen ist doch klar: Wer zahlt, wer Eigentümer ist, bestimmt die politische und weltanschauliche Richtung.

    [[„im wesentlichen“: Ich schreibe nach den alten Rechtschreibregeln, die ich mühevoll genug vor Jahrzehnten erlernt habe. Ich laß mir nicht von irgendwelchen dahergelaufenen Kultusministern vorschreiben, wie ich jetzt zu schreiben habe. Nach den neuen Regeln wäre „richtig“ „im Wesentlichen“.]]

    Ich lese die ZEIT seit über 40 Jahren! Schon als Unterprimaner habe ich sie gekauft. Damals erschien sie am Mittwoch. Ich erlaube mir, folgende Anekdote zu erzählen. Ich vergesse diese Szene nie, obwohl sie über 42 Jahre alt ist:
    Es ist Mittwochmorgen. Ich kaufe an meinem Kiosk die neue Ausgabe der ZEIT und fahre dann mit meinem Fahrrad zur Schule. Ich gehe ins Klassenzimmer und lege stolz(!!!) auf meine Bank die ZEIT, dazu das Federmäppchen, ein paar Hefte und Bücher. Erste Stunde Deutsch. Oberstudienrat Müller betritt den Klassenraum. Er begrüßt uns und sieht meine ZEIT, setzt ein breites Grinsen auf, wendet sich an mich und fragt mich: „Na, Charly, was schreibt denn heute Theo Sommer?“ (Theo Sommer war damals Chefredakteur und von ihm stammten die meisten Leitartikel und Aufmacher auf der ersten Seite.)
    Ich antwortete etwas keck etwa folgendes: „Ach, wissen Sie Herr Oberstudienrat, in 10, 12 Jahren fragen Sie nicht mehr, was schreibt Theo Sommer, sondern Sie werden fragen: Was schreibt mein guter alter Schüler CHARLY heute in der ZEIT!“
    Leider fehlte für eine solche Karriere die Intelligenz und die Begabung.
    – – – – – – – –
    Sie bekommen auf Ihren Text noch eine Antwort von mir. Ich habe im Moment viel Arbeit und noch mehr Streß. Vielleicht am Wochenende. Außerdem habe ich jetzt zu viel Rotwein im Kopf.

    Vorab eine These zur links-grünen Lastigkeit unserer Medien:
    Ist es vielleicht eine Art Haß der Intellektuellen auf die eigene Gesellschaft?
    Die ihnen in der Vergangenheit etwas versagt hat, was sie angestrebt und nicht bekommen haben?
    Antworten demnächst hier in diesem Thema (thread).

    • 27. April 2012 um 00:44 Uhr
    • Bakwahn
  421. 439.

    Blindheit regiert.
    In der alten Sowjetunion wurden Personen, die mit dem herrschenden System nicht einverstanden waren- nicht sein konnten, weil sie sich ihres Verstandes bedienten statt eingeschüchtert oder bequem nur die herrschenden Parolen nachzuplappern- oft genug in Psychiatrien gesteckt.
    Ich bin mir sicher, dass das in der festen Überzeugung geschah, dass sie wahnsinnig waren, weil nur ein Wahnsinniger NICHT an die absolute Richtigkeit des Marxismus-Leninismus ( Stalinismus) glauben konnten.

    Es liegt hier eine Parallele vor: Wer sich von Israel vor den Kopf gestoßen fühlt oder einfach nur auf die Vielzahl von extremistischen, hasserfüllten „Einzelmeinungen“ reagiert, die einem aus diesem Land entgegenschallen, wer nach objektiven Maßstäben die Siedlungspolitik verurteilt, wer einfach nur lachen kann, wenn es heißt „Sie haben also Bilder von Arabern gesehen, die aus ihren Häusern vertrieben werden. Das ist Pallywood. Das waren nämlich alles arabische Hausbesetzer, die nun wieder herausgeworfen wurden von den rechtmäßigen jüdischen Besitzern“, dem wird aus vollster Überzeugung vorgeworfen, er sei Opfer arabischer Propaganda.
    Auch hier lauert die übliche Falle. Entgegnet man dem, man sei es nicht, weil man sich aus gutem Grund gar nicht erst aus arabischen Quellen oder I-net-Seiten bediene, um sich zu informieren, so schnappt sie zu: „Aha, sie sind also gar nicht für diese dreckigen, primitiven Araber, Sie handeln nur aus dem antisemitischen Wunsch heraus, an Israel herumzumäkeln.“
    Ich bin kein Missionar, und ich will die Welt auch nicht besser machen, als sie ist.
    Ich will nur laut und oft genug sagen, ich lasse mich nicht belügen.

    • 27. April 2012 um 07:30 Uhr
    • Krischan
  422. 440.

    @ Bakwahn

    Zuerst einmal danke für ihre ‚vorab-‚Erwiderung!

    Ja, sie haben meinen erstesn Argument schön heruntergebrochen:

    Wer zahlt, wer Eigentümer ist, bestimmt die politische und weltanschauliche Richtung.

    Es ist ja auch ein relativ ‚selbstverständliches‘ Argument, regelrecht trivial, sobald man es sich klar gemacht hat – und gegen diese ‚Klarmachung‘ steht nur unser Bild vom Journalisten und der freien presse, dass diese unabhängig und objektiv wären.

    Leider fehlte für eine solche Karriere die Intelligenz und die Begabung.

    Ach, wissen sie, wenn man sich so umschaut, was denn da so alles in der Zeit als Artikelchen geschrieben wird, besteht herzlich wenig Gefähr, dass es jemanden an der Intelligenz und der Begabung mangelt, um in der Zeit oder in den meisten unserer anderen presseorgane zu schrieben. Ich wäre da ganz unbesorgt an ihrer Stelle.
    Die frage stelt sich viel mehr, ob man das überhaupt möchte. – Denn neben der weltanschaulichen Komponente ist ein normaler Journalist im Verhältnis zu seiner Ausbildung zumindest lange mest katastrophal schlecht bezahlt.

    Ich freue mich schon auf ihren Antwort auf mein zweites Argument!
    (Und bitte lassen sie sich nicht von meinrr Orthographieschwäche stören).

    • 27. April 2012 um 08:09 Uhr
    • Zagreus
  423. 441.

    @ Krischan

    Wenn die Israelis Sie enttäuscht haben, dann ist der politischen Gestaltungskunst der Araber Ihre Begeisterung ja quasi garantiert.

    Ich halte es für vollkommen unmöglich, Sie zu belügen.

    Nichts kann mehr schief gehen, alles steht fest; so muss sich wahre Rechtleitung anfühlen.

    • 27. April 2012 um 08:10 Uhr
    • Thomas Holm
  424. 442.

    @ krischan

    Obwohl ich mir fest vorgenommen habe auf ihre Posts nicht einzugehen, tue ich es jetzt doch.

    Hören sie doch biette mal auf mit ihren Judenknacks – denn den haben sie sowas von eindeutig.

    Blind sind sie – nund sie merken es noch nicht einmal.
    Ihre Blindheit besteht in einem regelrecht manischen schwarz-weis-denken.

    Schauen sie:
    In der alten Sowjetunion wurden Personen, die mit dem herrschenden System nicht einverstanden waren- nicht sein konnten, weil sie sich ihres Verstandes bedienten statt eingeschüchtert oder bequem nur die herrschenden Parolen nachzuplappern- oft genug in Psychiatrien gesteckt.

    Die Aussage ist richtig und doch falsch. Denn zum einen kam es darauf an, ob und zu welcher zeit man lebte, und zum anderen ist das „oft geug“ fraglich, da die meisten systemkritiker weniger in der psychatrie landeten als vielmehr im Gulag in Umerziehungslagern.

    Ich bin mir sicher, dass das in der festen Überzeugung geschah, dass sie wahnsinnig waren, weil nur ein Wahnsinniger NICHT an die absolute Richtigkeit des Marxismus-Leninismus ( Stalinismus) glauben konnten.

    Ja, das ist wohl richtig – mal von der masse der gleichgültigen Opportunisten abgesehen. Ihnen sollte nun auffalllen oder klar sein, dass das aber keine Spezialität der Sowjets war. Sowas finden sie überall dort, wo sie einen ‚politischen glauben‘ finden, ob der nun religiös motiviert, oder ideologisch motiviert ist – ja sogar sehr häufig in Kulturen, in denen ein einziges monokaussales Weltbild stark verbreitet ist.
    Die psychologisierung ist dabei ein probanes Mittel des Umgangs mit abweichenden, und somit absurd erscheinenden Gedankengut umzugehen und hat insoweit eine ‚berechtigung‘ als die abweihende meinung als eine gefährtung der als absolut wahr gesetzten Meinung, die ja zugleich die gesellschaftliche Begründungsgrundlage bildet, gefährtet.
    Siehe näheres dazu: M. Foucaul, Wahnsinnn und Gesellschaft.

    …die einem aus diesem Land entgegenschallen, wer nach objektiven Maßstäben die Siedlungspolitik verurteilt, wer einfach nur lachen kann, wenn es heißt “Sie haben also Bilder von Arabern gesehen, die aus ihren Häusern vertrieben werden. Das ist Pallywood. Das waren nämlich alles arabische Hausbesetzer, die nun wieder herausgeworfen wurden von den rechtmäßigen jüdischen Besitzern”, dem wird aus vollster Überzeugung vorgeworfen, er sei Opfer arabischer Propaganda.

    Es ist schon richtig, dass es ein paarmal vorgekommen ist und vielleicht immer noch abundzu vorkommt – z. b. bei diversen konflikten zwischen ansässigen Muslimen und radikalen jüdischen Siedlern. Ihr problem dabei ist, dass sie diese Fälle von unecht verabsolutieren. Das kommt wie gesagt vor, nur ist das kein weitverbreiteter dauerzustand. Das kann er auch gar nicht sein, einfach weil sonst imnnerhalb kürzester zeit es einfach keine muslimische hausbesitzer geben würde (weil es einfach nur eine beschränkte menge an häusern gibt an den entsprechenden orten).
    Das problem und auch ihres ist, dass sie solche Ereignisse aber derartig hochpushen, als ob der ganze seit jahrzehnten andauernde Konflikt sich an diesen kleinen Vorfällen entzünden würde. Das solche vorfälle zum hass beitragen ist dabei unbestritten.
    In meinen Augen wäre ihr richtiges Vorgehen, dass sie sich fragen: wie oft kommt soetwas vor im Vergleich zum rahmen all der Fälle, wo Israelis und Palästinenser irgendwo auf relativ engen raum zusammenleben. Und da müsste ihnen klar werden, dass dies kein ‚dauerereignis‘ sein kann, sondern nur eine Ausnahmeerscheinung – einfach weil es sonst ganz schnell eben kein ‚zusammenleben‘ mehr gäbe, weil keine Palestinenser mehr irgendwelche häuser besitzen würden.
    Und so ist es bei vielen ihrer Triaden – sie pushen einen punkt auf und machen den zu quasi dem ‚zeichen‘, anstatt zu versuchen in grau-tönen zu denken und sich zu fragen: was gibt es denn da alles so für verhalten, situationen, Handlungen etc… und wie häufig sind dabei diese im vergleich zu jenen….
    Wie reagieren die jeweiligen Seiten (auch wieder untertielt in untergruppen in relation zu ihren größen) auf etwas.
    Und was weis ich darber über wen (verschiedene leute mit jeweils eigener sicht/interesse, die nachrichten verbreiten) und was kann der darüber wiederum wissen und warum erzählt er es denn überhaupt?
    Dieses in grautönen denken, dieses fehlende Agwägen und misstrauisch gegenüber den verschiedenen Boten zu sein, dass fehlt ihnen hochgradig.

    • 27. April 2012 um 08:36 Uhr
    • Zagreus
  425. 443.

    @ Z

    Sie verstehen da was falsch. Den Judenknacks im Sinne von Dieter Kunzelmann hat Krischan ja gerade überwunden.

    • 27. April 2012 um 08:53 Uhr
    • Abbitte verweigert
  426. 444.

    Jedes Original muss man gegen einen Vernichtungswillen in Schutz nehmen, der ausgerechnet vonseiten eifersüchtig verblendeter Plagiate verströmt wird.

    Das ist eine Sache zivilisatorischen Anstandes, unabhängig davon,
    wie nahe oder entfernt der eigene Geschmack zu dem Original steht.

    Ein Universalethos von Originaliät.

    • 27. April 2012 um 09:19 Uhr
    • Thomas Holm
  427. 445.

    Das ganze sinnlose Moslem-Gesindel raus, raus, raus aus Europa. Weder sind sie eine „kulturelle Bereicherung“, wie man uns lähcerlicherweise weismachen will, noch haben sie irgendeinen gesellschaftlichen oder gar wirtschaftlichen Nutzen. Sie verhehren ganze Stadtbezirke und machen diese unbewohnbar mit dem Dreck, den sie einfach auf die Straße werfen (die dummen Deutschen machen es ja weg), mit ihren abartigen Sport-Bars, Handyshops, 1-Euro-Shop, dem widerlichen Gammelfleisch-Döner-Dreck. Ganze Stadtbezirke sind verhehrt, von Moslem-Horden ruiniert(man sagte mir, früher soll es in Neukölln einmal schön und sehr gemütlich gewesen sein…).
    Sie verfachten uns, wir sind aber gut genug, ihren Gebärdschihadistinnen Kindergeld in die Rachen zu stopfen, wir sind gut genug, ihnen Sozialhilfe zu geben.
    In ganz Europa formiert sich Widerstand, außer im hoffnungslos degenerieten, verweichliten Drecksdeutschland.
    Ihr Scheideutsche werdet euch noch umsehen, wenn der Musel sagt „Kopfttuch, oder Kopfschuss „.
    Ihr seid verloren.
    Mir ist es inzwischen Wurst.
    Sollen sie übernehmen. Dieses Drecksvolk hat es nicht anders verdient. Wir haben ihre Verachtung verdient. Sie lachen über uns. Für sie sind wir „eierlose Hunde“. Frag mal junge Türken.
    Verloren seid ihr alle.

    • 27. April 2012 um 15:19 Uhr
    • Charlton Haeston
  428. 446.

    Fahren Sie besser Wagenrennen!

    • 27. April 2012 um 15:28 Uhr
    • Keine Abitte
  429. 447.

    The Town Square Test

    The images of brawny riot cops — literal thought police — roughing up the small band of Zochrot members for publicly reading “inciting” facts recalled a passage from a widely publicized book about the importance of promoting democracy around the globe. “If a person cannot walk into the middle of the town square and express his or her views without fear of arrest, imprisonment, or physical harm,” the book read, “then that person is living in a fear society, not a free society.”

    The book is called “The Case For Democracy.” One of its authors, Natan Sharansky, was a former Soviet dissident who currently heads the Jewish Agency, a key arm of Israel’s settlement enterprise. The other author is Ron Dermer, an advisor to Benjamin Netanyahu known as “Bibi’s brain.” Together, the two called for overthrowing repressive regimes around the world, inspiring former US Secretary of State Condoleeza Rice to quote their so-called “Town Square Test,” while they actively guided Israel’s descent into authoritarianism.

    • 27. April 2012 um 16:06 Uhr
    • Andreas Wetter
  430. 448.

    Ich bin mir sicher, dass das in der festen Überzeugung geschah, dass sie wahnsinnig waren, weil nur ein Wahnsinniger NICHT an die absolute Richtigkeit des Marxismus-Leninismus ( Stalinismus) glauben konnten. ”

    Na und? Heutzutage ist man angeblich wahnsinnig, wenn man Zweifel an den Segnungen des Islam hat. Dieses ganze Islamophobenpack würden Leute wie sie doch auch am liebsten nach Sibirien verfrachten, hehe.

    • 27. April 2012 um 16:19 Uhr
    • unlimited
  431. 449.

    „Heutzutage ist man angeblich wahnsinnig, wenn man Zweifel an den Segnungen des Islam hat. Dieses ganze Islamophobenpack würden Leute wie sie doch auch am liebsten nach Sibirien verfrachten“

    Beleg?

  432. 450.

    Beleg ?

    Die letzten 54 Posts von Herrn K.

    • 27. April 2012 um 18:05 Uhr
    • unlimited
  433. 451.

    # 450 – Das ist ein Beleg? – Mhmhm ….? – Das erinnert mich an den Roman von Mark Twain “A Connecticut Yankee at King Arthur’s Court”.
    Dort wird ein Amerikaner der Moderne zurückversetzt in das sechste Jahrhundert. Erschüttert muss er am Hofe von König Artus in Camelot miterleben, dass jeder beliebige Mensch dort auftauchen und von abenteuerlichsten Vorgängen berichten darf, ohne dass der König oder überhaupt irgend jemand sonst dem jeweiligen Bittsteller den geringsten überprüfbaren Hinweis oder Beleg abzufordern gedenkt:
    Nr. 63, 64 – http://blog.zeit.de/joerglau/2012/02/26/meine-ersten-turken_5483/comment-page-8#comment-269691

  434. 452.

    @ unlimited

    Die Deppen-Fraktionen der Islamophoben und der linken Antisemiten schenken sich wenig.

    • 27. April 2012 um 18:27 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  435. 453.

    Nun, die diversen Kommentare von Herrn K. sind schon ein Beleg für seine Haltung. Und sie sind überprüfbar. Was ihnen aber scheinbar zu mühsam ist.

    • 27. April 2012 um 18:28 Uhr
    • unlimited
  436. 454.

    @ Alle Wetter

    Leutem, die flennen, wenn ihren „NGO“s die Staatsknete gestrichen wird. peinlicher geht’s nicht.

    • 27. April 2012 um 18:58 Uhr
    • Keine Abitte
  437. 455.

    In Berlins Gaza-Streifen hat ein 16-jähriger Moslem ein homosexuelles Touristenpaar angegriffen und geschlagen.
    Sofort totschlagen den dreckigen, kleine Kanaken-Bastard aus Zwangsehe. Ekelerregndes Inzuchtgewächs. Blutschande ist ja bei denen alltäglich. Abartiges Pack! Jetzt vertreiben sie sogar schon die Touris aus Berlin, die sinnlosen Scheißmuseln.
    Neukölln mit 20 Cruise Missiles einebnen. In Berlin müsste sowieso mal der große Kehrbesen geschwungen werden, ist ja abartig die Stadt. Ein Auffanglager für den allerniedersten Musel-Abschaum aus allen Herren Ländern.

    • 27. April 2012 um 19:05 Uhr
    • Alice Feuchtgeburt
  438. 456.

    @455
    Kann der Blogmeister bitte mal den rumliegenden Müll in diesem Blog entfernen? Wenn´s ein bisschen riecht, geht´s ja – aber jetzt stinkt´s.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 27. April 2012 um 20:11 Uhr
    • ThorHa
  439. 457.

    Kann der Blogmeister bitte mal den rumliegenden Müll in diesem Blog entfernen? – Nein! – Es entsteht – falls der Jefe Ihrem Wunsch entspricht – nämlich dann der realitätskonträre Eindruck, dass man nicht von Clowns umgeben sei.
    Man könnte diesen irrigen Eindruck auch Hybris nennen.
    Die Vergeltung für diese Verblendung, Atë, ist bekanntlicherweise die Nemesis.

  440. 458.

    @Publicola

    Ausserdem müsste er dann seine Freuende löschen.

    • 27. April 2012 um 21:58 Uhr
    • FreeSpeech
  441. 459.

    Meinen Sie die Therapiegruppe ‚Judenknacks’?

    • 27. April 2012 um 22:16 Uhr
    • MRX
  442. 460.

    @ FS u. MRX – welcher Ansicht man [ich] auch sei: einfach zu komisch, Ihre Reaktion(en) :-) :-)

  443. 461.

    PS – „ceterum censeo“, dass Kommentatoren wie FS und MRX hier auf dem JL-Blog unbedingt unter ‚Natur- und Bestand-schutz‘ stehen müssen!

  444. 462.

    OT – Außerdem: „Martenstein for President“ – unschlagbar, dieser Typ:

    … Alle tun so verdammt demütig. Aber das ist doch völlig unrealistisch und verlogen. Wenn Menschen nicht ehrgeizig wären, würden wir immer noch auf den Bäumen hocken und uns gegenseitig total relaxed lausen, so sieht nämlich die Wahrheit aus. …

    Ich habe festgestellt, dass die evangelische Kirche in diesem Jahr eine Fastenaktion »Sieben Wochen ohne falschen Ehrgeiz« ausgerufen hat. Man sollte als Christ in Deutschland bis zum 8. April beim Autofahren, beim Sport, beim Singen, Kochen und Sparen keinen Ehrgeiz haben, zumindest keinen falschen. Wie man richtigen von falschem Ehrgeiz unterscheidet, haben sie leider nicht erklärt. Ich bin jedenfalls froh, dass ich in der Fastenzeit bei keinem engagierten Christen zum Essen eingeladen war oder seinem ehrgeizlosen Gesang lauschen musste. Hoffentlich haben Christen nicht zu viele Autounfälle gebaut. …

    Meiner Meinung nach wäre Jesus ohne ein bisschen Ehrgeiz nie so erfolgreich gewesen. Pilatus hielt Jesus für den »König der Juden«. Da kommt man ohne Ehrgeiz nicht hin….
    http://www.zeit.de/2012/17/Martenstein

  445. 463.

    Dazu paßt die seit ein paar Jahren gängige Demutsfloskel von Politikern „die Menschen“ z.B. „mitnehmen“ oder „abholen wo sie sind“ zu müssen.

    Lachhaft

    • 28. April 2012 um 00:39 Uhr
    • Bredow
  446. 464.

    Hinzu kommt ein mittlerweile allgegenwärtiger Ehrgeiz jeden Redebeitrag mit einem Wust an möglichst universitären Fremdwörtern aufzumotzen. Klingt dann gleich so wichtig und intelligent. Pimp my speech!
    Zumindest fällt „den Menschen“ dann nicht gleich so unangenehm auf wieviel leeres Stroh gedroschen wird.

    • 28. April 2012 um 00:46 Uhr
    • Bredow
  447. 465.

    OT- sinnvoll – Der Deutsche Bundestag hat zur Unterstützung der Demokratiebewegung in der arabischen Welt ein neues Stipendienprogramm aufgelegt, das sich speziell an hochqualifizierte Nachwuchskräfte richtet. Zwanzig engagierte arabische Hochschulabsolventen und junge Berufstätige sollen die Gelegenheit erhalten, im Herbst 2012 für vier Wochen den Deutschen Bundestag und das politische System Deutschlands kennenzulernen. Die Stipendiaten werden Abgeordnete im politischen Alltag und in ihre Wahlkreise begleiten und an politischen und kulturellen Veranstaltungen,Vorträgen und Workshops teilnehmen.

    http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/38472040_kw14_ips_arabisch/index.html

  448. 466.

    Yazidi community celebrates New Year

    inkl. Original-Furcht, sie könnten in Europa vom Glauben abfallen !

    http://www.youtube.com/watch?v=Kpj2BRVSRdg&feature=plcp

    • 28. April 2012 um 10:23 Uhr
    • Thomas Holm
  449. 467.

    Ich bitte um eine nachvollziehbare, logische Erklärung für den folgenden Sachverhalt:
    Wird Israel kritisiert wegen seiner stramm rechten, ultranationalistischen Regierung, die sich nur noch als Vollstrecker des Willens der radikalen Siedler erweist, so berufen sich die Verteidiger Israels sofort darauf, dass Israel eine pluralistische Demokratie sei, und sie führen als Gewährsleute dafür selbstredend die israelische Opposition, die „linke“ Presse, die diversen Menschenrechtsgruppen an.
    Es sind jedoch dieselben Oppositionellen, die mit dem Makel des „jüdischen Selbsthasses“ behaftet werden.
    Beruft sich jedoch ein Außenstehender, wie eben auch Herr Grass auf eben diese Opposition, so schallt es von den Parteigängern der israelischen Rechten augenblicklich im Chor: „Klarer Fall von Antisemitismus, jeder Antisemit beruft sich auf die israelische Opposition“ (Sinngemäß zitiert nach H.M. Broders Interview gegenüber N24 Anfang des Moments).
    Demnach müssen doch auch die Anhänger der israelischen Regierungspolitik Antisemiten reinsten Wassers sein, oder bin ich nur etwas blöd?

    Übrigens ist dieser Thread hier von den üblichen Verdächtigen endlich komplett vergiftet worden, so wie man es seit Jahren kennt. Nazigeschrei wie das des „Charlton Haeston“ ( wie witzig!!, ich stelle mir gerade Ben Hur vor, wie er auf seinem Streitwagen durch Kreuzberg rast und Musels plattfährt.) gehört hier nich thin, wir sind hier immerhin bei der „Zeit“ und nicht bei der „Nationalzeitung“.
    Muss man sich wirklich wiederholen? Zwischen Israellobby und den Mordbrennern von ganz rechts- sofern sie nicht gerade Synagogen anstecken, besteht kein Unterschied mehr.

    • 28. April 2012 um 11:06 Uhr
    • Krischan
  450. 468.

    OT – Libyen – Libyan authorities on Tuesday passed legislation governing the formation of political organizations which rules out religious, regional and tribal platforms and bans foreign funding.
    “Political parties and associations should not be built on the basis of regional, tribal or religious affiliation,” a member of the ruling National Transitional Council told AFP.
    “They cannot be an extension of a political party abroad or receive foreign funding,” said Mustafa Landi, a member of the legal committee.
    Political parties must have a minimum of 250 founding members while associations need only 100, according to legislation which was agreed on late Tuesday, he said. …
    Political organizations of any kind were banned for decades under the iron-fisted rule of Muammar Qaddafi …

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/04/25/210076.html

  451. 469.

    Hier in Bonn kursiert ein Aufkleber, der ein Schwein zeigt, welches einen Koran in den Klauen hält. Über den Koran meint das Schwein in der Sprechblase: “Dieses Buch ist scheiße!” 😀

    • 28. April 2012 um 11:28 Uhr
    • Bonn
  452. 470.

    Zwischen Israellobby und den Mordbrennern von ganz rechts- sofern sie nicht gerade Synagogen anstecken, besteht kein Unterschied mehr.

    Auhauaha. Was sagt denn Dr. CocaCola dazu?

    • 28. April 2012 um 11:58 Uhr
    • unlimited
  453. 471.

    @ Publicola

    Höchst interessant diese libysche Wendung.

    M. E. verläuft das Verhältnis von politischer Sakraleuphorie und realpolitischer Inkompetenz in heftigen Richtungsschüben:

    Erst heißt es: Jede Ampelplanung für die letzte Oase muß offenbarungsgerecht inspiriert sein.

    Dann stellt sich heraus, dass nur Schwachsinn zur Debatte kommt.

    Und darauf die Reaktion:
    Nennt Euren Unfug um Himmels Willen nicht mehr als von Gott gegeben !

    Völlig natürlicher und logischer Kreislauf.

    Halt alles auf der Basis von zivilgesellschaftlich verdösten Jahrhunderten.

    Centrum und Bayernpartei wären in Libyen nicht mehr ‚drin. Respekt !

    • 28. April 2012 um 12:10 Uhr
    • Thomas Holm
  454. 472.

    @ Thomas Holm – Libyen: man ist ja (halt) froh über jedes Fünkchen Verstand, das selten genug die Chance hat, aufzuleuchten

    [[natürlich- Ihnen ja wohlbekannt – befindet sich Libyen als Staat in einer höchst schwierigen, labilen, komplizierten Lage unbekannten Ausgangs:
    ein Staat als ‚Zentralgewalt‘ muss sich noch in allen Landesteilen und politischen sowie gesellschaftlichen
    Ebenen und Zentrifugalkräften durchsetzen;
    das staatliche Gewaltmonopol insbesondere wird noch durch (z.T. islamistisch orientierte) Milizen konterkariert etc.;
    etc. etc. etc.]]

  455. 473.

    – 10 Punkte zu Günter Grass –

    1 – Natürlich wird es keinen ‘Blue-Print’-Plan Irans geben, Israel nun dann und dann auszulöschen etc.

    2 – Europäische Erfahrung: Die Geschichte des 20. Jahrhunderts zeigt jedoch, dass nicht logisch-stringente Abwägung der jeweiligen eigenen Interessen und der möglichen resultierenden Risiken entscheidend waren,
    sondern das man mit recht fahrlässigen, hochputschenden Worten
    (d.h. Bündnisse, Noten, Absprachen, Statements, Beschlüssen)
    in einen 1. Weltkrieg hineinschlittern und sich dann auch nicht entziehen konnte,
    ohne dass den Beteiligten klar durchdacht-durchformulierte Absichten zu unterstellen waren.

    3 – Iran: Die politischen Entscheidungswege /-impulse des politischen Systems Iran (Regime, Militär-Klerikatur) sind intransparent.

    4 – Israel: Natürlich ist auch Israels Regierung nicht der Verantwortung enthoben, sich über Sinn und Folgen eines Präventivschlages ‘Gedanken zu machen’ und einen solchen zu vermeiden.

    5 – Fläche – militärischer Nukleareinsatz:
    Der Blick auf die Landkarte zeigt allerdings, dass die ‘One-bomb-State’-Flächengröße Israels (22.000 km2 = Größe von Hessen oder Rheinland-Pfalz oder Sachsen-Anhalt)
    Eine Auslöschung des Staates ab einer gewissen Qualität eines Nuklearangriffes ermöglicht.
    Mit 80facher Größe ist dieses Risiko im Falle eines nuklear-attackierten Irans (1.650.000 km2 = vierfache Größe der Bundesrepublik oder dreifache Größe Frankreichs) nicht gegeben.

    6 – Deutsche U- Boote – Ist es unbekannt, dass die U-Boote allenfalls als Waffen für den Zweitschlag anzusehen sind, die eine durch einen Atomschlag getroffene Nation in die Lage versetzen könnten, auf einen Angriff zu reagieren?

    7 – Territorialkonflikt Iran – Israel? – Man sollte sich Gedanken über Grund, Ziel, Zweck der Feindseligkeit des Irans gegen Israel machen:
    beide Staaten sind ca. 2000 km voneinander entfernt; es gibt keinerlei Territorial-Konflikte zwischen diesen beiden Staaten.

    8 – Iran – Zu den ermittelbaren offiziösen politischen Stellungnahmen des iranischen Staatsapparates ist herauszufinden:
    a – Wie steht der Oberste Führer Irans, Khamenei*, zu Israel?
    “Iran’s stance has always been clear on this ugly phenomenon (Israel). We have repeatedly said that this cancerous tumor of a state should be removed from the region”
    b – Wie steht der Präsident Irans, Ahmadinejad*, zu Israel?
    “Dieses Besatzerregime stellt tatsächlich einen Brückenkopf der Welt der Arroganz im Herzen der islamischen Welt dar … eine Festung …, von der sie ihre Herrschaft auf die gesamte islamische Welt ausdehnen wollen. Darüber hinaus gibt es weder Grund noch Zweck für dieses Land.”

    9 – Israel – Ist nachvollziehbar, dass die Juden aus ihrer Geschichte gelernt haben, dass Drohungen – wie jetzt aus dem Iran – „mehr als spielerische Spinnereien“ sind, seien, sein können, sein müssen?

    10 – Wenn Grass in seinem Gedicht moralischen Anspruch verlangt, dann hätte er zumindest den zivilgesellschaftlichen Diskurs in Israel, die israelische Opposition anerkennen können. Ddiese Loyalität fehlt jedoch bei ihm (vollkommen).
    _____________________________________

    *Zitat/Quellenangaben unter # 258/259: http://blog.zeit.de/joerglau/2012/04/07/was-gunter-grass-vom-israelischen-immobilienmarkt-lernen-konnte_5546/comment-page-33#comments

  456. 474.

    eine

  457. 475.

    Kann der Blogmeister bitte mal den rumliegenden Müll in diesem Blog entfernen? Wenn´s ein bisschen riecht, geht´s ja – aber jetzt stinkt´s.

    Ich tippe auf einen journalistischen Kompostierungsversuch. Je mehr Dreck, desto fruchtbarer.

    • 28. April 2012 um 15:18 Uhr
    • Limited
  458. 476.

    @Krischan:

    so berufen sich die Verteidiger Israels sofort darauf, dass Israel eine pluralistische Demokratie sei, und sie führen als Gewährsleute dafür selbstredend die israelische Opposition, die “linke” Presse, die diversen Menschenrechtsgruppen an.
    Es sind jedoch dieselben Oppositionellen, die mit dem Makel des “jüdischen Selbsthasses” behaftet werden.

    Opposition ist nicht gleich Opposition. Es gibt in Israel zB eine lebhafte Auseinandersetzung zwischen säkularen und ultraorthodoxen Kräften und niemand behauptet, die Säkularen, die sich daran stören, dass Mädchen auf dem Schulweg von bärtigen Männern (welche übrigens zum Teil einen Staat Israel als Gotteslästerung betrachten) angespuckt werden, seien „Selbsthasser“ und es wird mir auch niemand Antisemitismus vorwerfen, wenn ich sage, dass ich mir für Israel wünsche, dass die Säkularen sich durchsetzen. Es gibt allerdings unter den Oppositionellen auch Positionen, die letztlich auf die Abschaffung Israels als Ort, wo Juden vor Verfolgung sicher sind, abzielen. Und sich auf jenen Teil der Opposition zu berufen, um dem eigenen Antisemitismus einen jüdischen Anstrich zu verleihen, wird von Broder zu Recht kritisiert.

    • 28. April 2012 um 15:31 Uhr
    • Arjen van Zuider
  459. 477.

    @Arjan,
    es wäre gut, wenn Sie das nicht mir an den Kopf werfen sondern Herrn Broder! Hören Sie sich doch bitte einmal das fragliche Interview an.
    Es sind doch immer und automatisch diejenigen Personen in Israel und un der Diaspora, denen Likudjünger wie Broder nun einmal einer geworden ist, Selbsthasser oder Kräfte, die die Vernichtung Israels wollten ( reine Unterstellung!!), auf die sich Kritiker der extremen Rechten stützen.
    Nennt jemand Frau Hecht-Galinski- ist sie sofort eine böse Intrigantin, Antisemitin selbstredend.
    Nennt jemand Uri Avnery, so pladdert der Hass auf ihn los wie ein Sommergewitterregen.
    Chomsky, Barenboim, Peace Now… Reflexartik heißt es „jüdische Selbsthasser“.
    Nennen Sie doch bitte einmal Personen, denen man konkret nachweisen kann, dass sie die Vernichtung des Staates Israel wollen- ich meine innerhalb Israels und/oder von jüdischer Seite. Diese Menschen sind doch nicht einmal ein Ergebnis von Hirngespinsten, die werden doch nur erfunden , um Kritiker mit der A-Keule niederzuhauen.

    • 28. April 2012 um 16:47 Uhr
    • Krischan
  460. 478.

    In aller Klarheit: Ich könnte hier die Behauptung erfinden, ich sei in Tel Aviv gewesen und der Taxifahrer auf dem Weg vom Flugplatz zum Hotel habe ein Gespräch mit mir geführt und seine ablehnende Haltung zu den Siedlungen bekundet. Sollte ich mich dann auf diesen imaginären Herrn berufen, so würde mich das laut der neuesten, verschärften Broder’schen Antisemitismus-Definition zum Antisemiten machen ( und den erfundenen Taxifahrer auch dazu) WEIL ich einen Juden als Gewährsmann für meine ablehnende Haltung eins Spiel gebracht hätte. Antisemiten zeichnen sich für Broder inzwischen dadurch aus, dass sie immer einen Juden kennten, der ihre Haltung zu Israel- nein- ihre ablehnende Haltung zur israelischen Regierung- teilt.
    Mit diesem Unfug ist Herr Broder endlich da angekommen, wo ihn die Opfer seiner jahrelangen Beleidigungskampagnen immer schon gesehen haben. Er ist zum Opfer der eigenen Projektionen geworden. Seit Jahren schon hat man nur leicht polemisch überhöht die Broder’sche Dialektik so zusammengefasst: „Wer Israel kritisiert ist Antisemit, weil man Israel sonst nicht kritisieren würde.“ Jetzt ist Broder darüber noch hinausgewachsen: „Wer weiß, dass in Israel auch Menschen leben, die die eigene Regierung kritisieren, ist Antisemit, sonst würde er es nicht wissen und diese Menschen verleugnen.“
    Was soll eigentlich jetzt noch kommen?
    „Außer mir, dem großen Henryk, sind alle Antisemiten?“

    • 28. April 2012 um 17:18 Uhr
    • Krischan
  461. 479.

    @ K

    Sie können eine Aussage über einen instituitionellen Rahmen und Aussagen über Inhalte von Aussagern nicht auseinanderhalten. Sind Sie halt zu doof zu.

    • 28. April 2012 um 17:25 Uhr
    • Abbitte verweigert
  462. 480.

    Richtig: Ich bin doof, und mit mir wahrscheinlich zig-Millionen andere Menschen auch. Nur gut, dass wir Doofen dann weiter nichts tun müssen, als die Geschicke dieser Welt so klugen Menschen wie Ihnen anzuvertrauen.

    • 28. April 2012 um 17:47 Uhr
    • Krischan
  463. 481.

    OT – Ägypten – Essay von Mona Eltahawy „Why do they hate us?“ in ‚Foreign Policy‘ (May/June 2012)
    http://www.foreignpolicy.com/articles/2012/04/23/why_do_they_hate_us

  464. 482.

    OT – Ägypten – Tariq Ramadan: ‚The Muslim Brotherhood currently lacks political substance‘ – video – in ‚Guardian‘ (Monday 9 April 2012)
    http://www.guardian.co.uk/commentisfree/video/2012/apr/09/tariq-ramadan-muslim-brotherhood-video

  465. 483.

    OT – Tarek Fatah (Gründer des ‚Muslim Canadian Congress‘, Canada) kommentiert Tariq Ramadan (video)
    [eine vernichtende Kritik an Tariq Ramadans Rolle und am Islamismus]

    What is important about Tarek Fatah’s statement is that his ire is directed at the secular media and Western intelligentsia dhimmis who embrace rabid Islamist Tariq Ramadan (see Caroline Fourest’s indispensable book, Brother Tariq) whose agenda is nothing short of Islamicizing the West and the imposition of sharia. The statement that stands out for me was this:
    „Tariq Ramadan differs from Osama bin Laden only in tactics, not in strategy.“
    This is the essence of the Muslim Brotherhood’s „civilizational-jihadist process“ of destroying the West from within by our own hands.

    http://mypetjawa.mu.nu/archives/202153.php

  466. 484.

    Blinder Stolz:
    Als Rabin liquidiert wurde stieg die Zahl der Nachdenklichen hier an. Als der Oslo-Prozess torpediert wurde, kamen die ersten deutlichen Worte. Als Scharon die Palästinensergebiete verheeren ließ, war es soweit, dass der „Stern“ einen Artikel über israelische Wehrdienst- und sogar Befehlsverweigerer brachte, im erkennbaren Bemühen darum, dass man sich hier tröste mit dem Gedanken: „Siehst du, die sind da nicht alle so schlecht.“

    Seither ist es nur noch schlimmer und schlimmer geworden. Und nun wird einem endlich auch noch die letzte Hoffnung genommen mit eben dieser Aussage: Wer sich auf die israelische Opposition beruft, beweist damit nur seine antisemitische Grundhaltung.

    Sorry, wären da nicht Israels „neue Freunde“ von der vom Judenhass gereinigten extremen Rechten, man müsste bei dem Gedanken an Israel an die Schlussszene aus „Frankenstein“ denken: Das traurige Monster treibt auf seiner Eisscholle einsam in die Polarnacht hinaus.

    • 28. April 2012 um 18:13 Uhr
    • Krischan
  467. 485.

    @ P

    Kurz gesagt ähnlich wie der Unetrschied zwischen Vorfeldarbeit der DKP und EAF. Lau und Polenz kapieren das nantürlich nicht.

    • 28. April 2012 um 18:16 Uhr
    • Keine Abitte
  468. 486.

    Noch ein Selbsthasser, Landesverräter, Antisemit!! Sperrt ihn weg, tötet ihn gezielt, macht sein Haus platt ( ach nee, er ist ja kein Araber).
    Der langjährige Leiter des Inlandsgeheimdienstes, Diskin, widerspricht der eigenen Regierung!!!

    • 28. April 2012 um 18:23 Uhr
    • Krischan
  469. 487.

    @ K

    Manche Gesellschaften merken eben, dass Gutitum suizidal ist.

    • 28. April 2012 um 18:34 Uhr
    • Keine Abitte
    • 28. April 2012 um 18:43 Uhr
    • Keine Abitte
  470. 489.

    Danke für diesen Link- diese Selbstbeweihräucherung nationalistischer Extremisten, die jeden zum Staatsfeind erklären, der sich erdreistet, nicht so zu denken wie sie selbst.
    Alles klar: Ich habe ihn mir gespeichert- ein Beleg mehr für meine Sammlung. Als „Antisemit“ brauche ich bekanntlich solche Netzfunde als Lebenselixir: Der Osloprozess, ein „Urlaub von der Realität“, eine „Machtsteigerung für Terroristen“.
    Wissen, Sie, lieber „KeineAbbitte“ das wirklich Einzige, was mich wirklich stört an der Netanjahu-Clique ist die Tatsache, dass sie so denkt wie auf der verlinkten Seite, aber international so daherschwafelt, als habe sie Oslo nicht erledigt.

    • 28. April 2012 um 18:45 Uhr
    • Krischan
  471. 490.

    Darf man hier kurz zitieren, was die Verfasserin über sich schreibt: Sie sei in einem Stadtteil Chicagos aufgewachsen, einer Hochburg der ultra-liberalen, anti-amerikaniaschen Israelhasser, deren neuester Bewohner Obama sei: Sie habe es nicht mehr ausgehalten da und sei nach Israel gegangen, wo sie den Streitkräften beitrat.“
    Ja, so sind sie, die vielen, vielen, vielen Einzelfälle für diese ekelerregend militaristische Denkweise, die Leute, die Obama zum Moslem erklären, zum Stalinisten und Nazis, und das alles glechzeitig.
    Nun gut, jetzt lebt sie in Israel und hoffentlich bleibt sie auch da und hilft nicht weiter dabei, die amerikanische Demokratie und Liberalität zu untergraben mit ihrem Hass.

    • 28. April 2012 um 18:53 Uhr
    • Krischan
  472. 491.

    @Krischan

    Haben sie schon an professionelle psychologische Unterstützung gedacht? Dafür muss man sich heute nicht mehr schämen.

    • 28. April 2012 um 19:08 Uhr
    • Bellfruta87
  473. 492.

    Ohne Hohn, lieber KeineAbbitte, ich bin wirklich dankbar für diesen Link. Ich habe gerade Carolines Ratschlag an dänische Protestanten gelesen, diese „Entschuldigung“ dafür, dass das Näschen eines harmlosen dänischen Radlers mit dem Gewehrkolben eines tapferen israelischen Colonels zusammengestoßen ist.
    Dazu dann auch gleich noch ein paar Schmähungen für den Scheißnazi Grass. Ja, so sind sie, diese liebenswerten Israelis. Können Sie uns noch ein paar mehr von ihnen vorstellen? Da ich mich ja nun lieber zensieren muss, und die Kenntnis darüber, dass es auch andere poitische Strömungen in dieser so lebendigen Demokratie gibt, besser unterdrücke oder aus meinem Bewusstsein lösche, damit ich mich nicht noch auf sie berufe und dadurch als Antisemit oute, bleiben wohl nur noch diese Leutchen übrig, die man kennen darf.

    • 28. April 2012 um 19:13 Uhr
    • Krischan
  474. 493.

    Mal ganz ehrlich: Manchmal sollte man den Ball etwas flacher halten. Israels PR ist schon mies genug, da muss man nicht auch noch solche wiederauferstandenen McCarthys anschleppen, die überall antimarikanische Umtriebe sehen, wenn jemand mit etwas mehr Intellekt als der Durchschnittsredneck aufbringt und deswegen einen Hauch weiter links als der gottesfürchtige Mainstream steht.
    Man liefert denen, denen Israel ohnehin nur noch peinlich ist, nur noch mehr Munition.
    Wenn Sie etwas für das Ansehen dieses Landes tun wollen, dannn bitte nicht so, der Schuss geht nach achtern los.

    • 28. April 2012 um 19:19 Uhr
    • Krischan
  475. 494.

    @ MRX – Solange nicht die Trennung Staat-Religion (im islamisch geprägten Kulturkreis) geklärt bzw. durchgeführt wird/ist,
    sind Diskussionen bzw. Äußerungen zum Islam vermutlich immer von eminent (staats)politischer bzw. rechtlicher Relevanz.

    Diese Diskurs-Matrix ‚in rebus islamicis‘ sich immer zu gewärtigen ist hier für uns im Westen, wo ja eine Trennung der weltlichen und religiösen Sphäre vorliegt, ein nicht geringes Problem.

    [Zu hoffen bleibt, dass in Tunesien nun demokratisch und aus eigener Kraft diese staatspolitisch und rechtlich wirkliche und echte „Revolution“ der Trennung der säkularen von der religiösen Sphäre gelingt. Das wäre zudem schon ein sehr starkes Signal für andere Staaten.]

  476. 495.

    @ Bellfruta87

    Psychologische Unterstützung ändert den IQ nicht.

    • 28. April 2012 um 20:57 Uhr
    • FreeSpeech
  477. 496.

    @ FS

    Aber hilft vielleicht dabei, den nicht herauszuposaunen.

    • 28. April 2012 um 21:01 Uhr
    • Keine Abitte
  478. 497.

    @ KA

    „Aber hilft vielleicht dabei, den nicht herauszuposaunen.“

    Hier die Herausforderung in aller Schärfe.

    the cultured Oxford Professor returns 9.00-10.00

    http://www.youtube.com/watch?v=MWWkbKtZ8xU

    • 28. April 2012 um 21:41 Uhr
    • Thomas Holm
  479. 498.

    @Krischan:

    In aller Klarheit: Ich könnte hier die Behauptung erfinden, ich sei in Tel Aviv gewesen und der Taxifahrer auf dem Weg vom Flugplatz zum Hotel habe ein Gespräch mit mir geführt und seine ablehnende Haltung zu den Siedlungen bekundet. Sollte ich mich dann auf diesen imaginären Herrn berufen, so würde mich das laut der neuesten, verschärften Broder’schen Antisemitismus-Definition zum Antisemiten machen ( und den erfundenen Taxifahrer auch dazu) WEIL ich einen Juden als Gewährsmann für meine ablehnende Haltung eins Spiel gebracht hätte.

    Es zeugt, wenn nicht von Antisemitismus, dann jedenfalls von einem sehr seltsamen Verhältnis zu den Juden, wenn diese für Sie nur interessant sind, um Ihre Positionen gegen den Vorwurf des Antisemitismus zu verteidigen.

    Zudem haben Sie etwas falsch verstanden: Eine bestimmte Argumentationstaktik macht einen nicht zum Antisemiten, sondern daran erkennt man den Antisemiten. Sie wären natürlich auch dann einer, wenn Sie auf das zwanghafte Zitieren von Juden, die angeblich Ihre Positionen unterstützen, verzichten würden – nur dann eben ein für die heutige Zeit untypischer.

    • 28. April 2012 um 22:00 Uhr
    • Arjen van Zuider
  480. 499.

    @ AvZ

    Zudem haben Sie etwas falsch verstanden: Eine bestimmte Argumentationstaktik macht einen nicht zum Antisemiten, sondern daran erkennt man den Antisemiten. Sie wären natürlich auch dann einer, wenn Sie auf das zwanghafte Zitieren von Juden, die angeblich Ihre Positionen unterstützen, verzichten würden – nur dann eben ein für die heutige Zeit untypischer.

    Wenn der Hausherr das sieht…

    • 28. April 2012 um 22:11 Uhr
    • Keine Abitte
  481. 500.

    Coole Aktion in Berlin-Neukölln: Sie haben gestern Nacht zwei Schweineköpfe vor die größte Drecksmoschee der Stadt gelegt. Wie geilk ist das denn? !!!!
    Regt sich endlich Widerstand gegen die unverschämten Eroberer? Besteht doch noch Hoffnung für das degenerierte Deutsche Drecksvolk?

    • 28. April 2012 um 22:12 Uhr
    • Abu Hamsta
  482. 501.

    @ Abu Hamsta

    Blödsinn !

    Fragen Sie diese Leute lieber, warum sie noch nicht in Syrien sind. Man könnte über einen Deal nachdenken:

    US-Drohne tötet deutschen Islamisten

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,830343,00.html

    Anstatt in Pakistan Schulmädchen Säure ins Gesucht zu kippen, den ganzen Verein, also Salafisten, Dt. Taliban Mudjaheddin und alle, die unbedingt gerne Märtyrer werden wollen auf das syrische Schlachtfeld abkippen. Da spielt jetzt die Musik.

    Mit Schweineköppen rumzumachen, ist alberner a-politischer Kinderkram.

    • 28. April 2012 um 22:32 Uhr
    • Thomas Holm
  483. 502.

    @ Publicola

    hxxp://www.islam-blogger.de/2012/04/26/libyen-parteien-wurden-von-wahlen-im-juni-ausgeschlossen/

    Das schmerzt den Turk-Islam-Aktivisten und Erdoganfan Akif Sahin:

    „eine neue Partei gegründet, die auf den Namen Freiheits- und Gerechtigkeitspartei hört. Sie ist eng an dem türkischen Modell der Partei für Entwicklung und Gerechtigkeit von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan ausgerichtet.“

    Ansonsten ist man dort auf das Niveau der letzten Byzantiner Betbrüder gesunken, die beim Osmanensturm auf die Stadt über das Geschlecht der Engel gerätselt haben sollen.

    hxxp://www.islam-blogger.de/2012/04/26/engel-welche-engel-gibt-es-und-was-sind-ihre-aufgaben/

    Was wohl in Münster geschehen wäre, hätten im Kalten Krieg mal die Russen vor den Toren gestanden ? Beten mit Bonifatius oder auf dem Altar kopulierende Kapläne ? (Wiedertäuferverfilmungsszene mit Mario Adorf)

    Die Prominenz dieser Engelsgeschichte sollte m.E. vor dem Hintergrund dieser unangenehm pressierenden Real-Causa gesehen werden:

    hxxp://www.islam-blogger.de/2012/04/25/syrien-die-menschen-fliehen-vor-der-gewalt-im-land/

    Steht nix weiter drin, ausser dass die Türkei sich liebevoll um die Flüchtlinge kümmert.

    Letzte Woche habe ich einen alevitischen Jugendlichen gesprochen, der zur pro-Assad-Demo in Frankfurt mitgeschleppt wurde.

    http://www.youtube.com/watch?v=vPaTALx3e5w Mitten in Frankfurt !!

    „Außerdem forderten die Demonstranten eine friedliche Lösung im Iran und in Syrien und einen Abzug der Truppen in Afghanistan“

    hxxp://taz.de/Deutschlandweite-Ostermaersche/!91143/ SOVIEL dort.

    Diese die-Welt-dreht-sich-um-meinen-Bauchnabel-Spiesser werden sich alle noch gewaltig umgucken.

    • 28. April 2012 um 23:00 Uhr
    • Thomas Holm
  484. 503.

    Alevitische Musik (Türkisch) – Veflucht sei Yazid ibn Muawiya – der Alevitischer Islam

    http://www.youtube.com/watch?v=L9k0nZKtOVQ

    Historisch liegen die türkischen Assadfans (der Kanalbetreiber, nicht alle Aleviten sind gemeint !) mit der Damaszener Umayyadendynastie nämlich auch noch über Kreuz. Den Sunniten erzählt das Assad-Regime, dass der Islam in Damaskus zu Größe gelangt sei, bzw. eigentlich erst richtig gestartet sei. Die Stützen des Regimes sind aber gerade die Minderheiten, die für die Damaszener Ursprungsdynastie kein gutes Wort übrig haben. Der Konflikt hat viel mehr Sollbruchstellen, als die bisher sichtbaren.

    „Yazid starb psychisch gezeichnet von seinen Verbrechen und körperlich gezeichnet von seinen Ausschweifungen mit 39 Jahren in 683 n.Chr.. Sein ihm nachfolgender Sohn Muawiya ibn Yazid wurde im ersten Jahr seines Kalifats ermordet, weil er die Macht an die Ahl-ul-Bait (a.)* übergeben wollte.“ (Videobeschreibung)

    *die erbcharismatisch sakral-legale Nachfolgeschaft des Propheten in den Augen der Shia & Co.

    Fast hätten es die Rächer der Enterbten also sogar geschafft – meinen sie. Richard Loewenherz läßt grüßen. Bei 1.14 ein Bildchen für Christen. Den Kreuzestod Jesu entsprechen tödliche Pfeile bei der Shia und deren Abspaltungen. 2.04, 2.35.

    • 28. April 2012 um 23:24 Uhr
    • Thomas Holm
  485. 504.

    OT Mitten in Deutschland

    Am 15.04.2012 hat CosmoTV einen Bericht über die besonders korantreuen Muslime und ihre Koranverteilaktion gesendet. Dabei hat man einen Aussteiger aus dem Umfeld einer Solinger Moschee interviewt. Der junge Mann hat mit verstellter Stimme und mit dem Rücken zur Kamera mitgeteilt, dass in dieser Solinger Moschee eben die Inhalte des Korans vermittelt werden. Also Hass und Abgrenzung von „Ungläubige“, Einführung der Scharia und das der Islam über alle andere Religion siegen wird usw… das volle koranische Programm eben.
    Irgendwann gefiel ihm das wohl nicht mehr und er wurde zu einem durch den WDR interviewten Aussteiger. Hier in laufenden Bildern mit Ton: hxxp://www.wdr.de/tv/cosmotv/sendungsbeitraege/2012/0415neu/salafisten.jsp

    Plöd nur für den Purschen, dass seine besonders korantreuen Brüder ihn recht schnell identifiziert haben und ihm in einem wirklich bemerkenswerten Video wieder auf den rechten (islamischen) Weg gebracht haben.
    Dieses Video ist unfassbar: http://www.youtube.com/watch?v=zbtYeN7qRz8

    • 28. April 2012 um 23:29 Uhr
    • Bellfruta87
  486. 505.

    @Bellfrutta87

    Du kannst natürlich versuchen all deine Problem mit dem zitieren von Koran-Suren oder dem einfügen von Youtube-Links zu lösen, aber die Welt kannst Du so nicht anhalten.

    Es ist geradezu amüsant, dass Du jedem, der Israel nicht „total geil“ findet, vorwirfst, dass derjenige ein Opfer von böser islamischer Propaganda ist.

    Nun, mit dieser Meinung dürftest Du wohl in der Mehrheit sein. Sowohl in Deutschland, als auch in den USA findet der Großteil der Bevölkerung Israel total geil.

    Weltweit sieht das jedoch anders aus.
    Du kannst ja mal Menschen in Russland fragen, was die von Israel halten.

    Gemäß deiner Definition ist dann also der Großteil der Menschheit Opfer von böser islamischer Propaganda und PI-Spinner & Antideutsche sind die wahren Helden.

    Ach, noch ein kurzer Tip.

    Wenn man eine Burg bauen will, braucht man einen Zimmermann, doch selbst ein Zimmermann ist nichts ohne einen Hobel. Schärfe also erst den Hobel, erst nach diesem Arbeitsschritt ist er ein vollwertiges Werkzeug.

    Ich hoffe, dass Du Dir diesen Ratschlag zu Herzen nimmst.

    • 28. April 2012 um 23:31 Uhr
    • Erfrischungsgetränk
  487. 506.

    @ Erfrischungsgetränk

    „Du kannst ja mal Menschen in Russland fragen, was die von Israel halten“

    Sie können ja mal in China und Rußland ‚rumfragen, wie dort Muslime und Religionsfreiheit angeschrieben sind.

    Dort setzt man auf Kadyrov, Assad und Teheran und was das für den Saudi-Klüngel bedeutet, das sollten sie doch wohl wissen.

    die Welt anhalten … ich will Ihnen sagen, was keiner mehr anhalten kann: dass sich die Muslime unter der Führung von Leuten, die jeweils die anderen für Zionistenagenten erklären, gegenseitig umbringen.

    Das kann keiner mehr anhalten.

    • 29. April 2012 um 00:01 Uhr
    • Thomas Holm
  488. 507.

    @Erfrischungsgetränk

    „Es ist geradezu amüsant, dass Du jedem, der Israel nicht “total geil” findet, vorwirfst, dass derjenige ein Opfer von böser islamischer Propaganda ist.“

    So würde ich das nicht sagen und so habe ich das meiner Meinung nach auch nie gesagt. Ich mag nur keine Leute die Isreal „total böse“ finden.
    Und man kann und darf auch ganz sicher isrealische Politik kritsieren, einige Dinge würden mir da auch einfallen. Allerdings hat man als Bürger die verdammte Pflicht sich zu informieren bevor man ein Urteil abgibt. Nur die wenigsten Gutis die mit den Palästinensern sympathiesieren haben tiefergehendes Faktenwissen von Dingen, die in dieser Region von Bedeutung sind. Die sehen nur Kinder die Steine auf Panzer werfen und dabei müssen natürlich die Kinder zu den Guten gehören.

    „Du kannst ja mal Menschen in Russland fragen, was die von Israel halten.“

    Ich weiß nicht mehr wer, aber kürzlich hatte hier ein Kommentator eine Diskussionsrunde zum Thema Isreal im russischen Kanal RT verlinkt. Dort wurde eine Umfrage gezeigt in der sich Russen vorallem gleichgültig, bzw unentschlossen zeigten wer Schuld am Nahostkonflikt ist. Naja und die Russen haben im Südkaukasus ja auch so ihre Erfahrungen mit Islamisten aller Hamas gemacht. Die haben vor nicht all zu langer Zeit mal 331 Kinder in den Tod geschickt. http://de.wikipedia.org/wiki/Geiselnahme_von_Beslan

    • 29. April 2012 um 00:40 Uhr
    • Bellfruta87
  489. 508.

    @Bellfruta87

    Rußland und die Teroristen …

    http://www.cbsnews.com/video/watch/?id=668590n ab 0.50

    • 29. April 2012 um 02:31 Uhr
    • Thomas Holm
  490. 509.

    – auf der Suche nach einem Paradies? –

    Dagir Chasarow … ein bekannter Rechtsanwalt und offizieller Berater des Vorsitzenden des Sozialausschusses im Föderationsrat, dem Oberhaus des russischen Parlaments … forderte … im Fernsehsender Ren-TV mit ruhiger Stimme die Einführung von Schariagerichten in Russland:
    Muslimen, die sich nicht in die weltliche Kultur Russlands einfügen wollten, müsse das Recht zugestanden werden,
    selbst zu entscheiden, an welches Gericht sie sich wenden.
    Wer diese Neuordnung der Dinge aufhalten wolle,
    den erwarte ein wenig beneidenswertes Los:
    „Wir werden Moskau – hier leben Millionen Muslime – in Blut ertränken.
    Moskau wird ein zweites Totes Meer.“

    Chasarow, der aus Tschetschenien stammt, hielt den Russen entgegen:
    „Ihr glaubt, wir seien Zugewanderte, fremd in Russland. Ihr irrt, wir waren schon immer hier. Vielleicht seid ihr ja die Fremden. Ob ihr wollt oder nicht, werden wir unsere eigenen Regeln aufstellen und durchsetzen.“
    Der Frage, ob die Schariagerichte auch die Beziehungen zwischen Muslimen und Nichtmuslimen regeln sollten, wich Chasarow aus. …

    … Der Oppositionspolitiker Aleksej Nawalnyj kommentierte sarkastisch, Chasarow sei kein Extremist, sondern ein ganz normaler Vertreter des nordkaukasischen Establishments und daher im staatlich kontrollierten russischen Fernsehen – im Gegensatz zu russischen Oppositionellen – auch ein gern gesehener Gast.
    Nawalnyj erinnerte an Sprüche des von Putin eingesetzten tschetschenischen Republikführers Ramsan Kadyrow,
    der Gewalt gegen Frauen rechtfertigt, die sich in seinem Herrschaftsbereich nicht der muslimischen Kleiderordnung fügen. …

    FAZ – 27.04.2012

  491. 510.

    @ Publicola

    „kein Extremist, sondern ein ganz normaler Vertreter des nordkaukasischen Establishments…“

    Genau. Als Vertreter des Establishmetns mit dem Sonderwunsch Schariagericht, schaut er nach Damaskus, um zu sehen: ‚was geht ?‘

    Sollte Assad dort stürzen, dann wird er mit Blick auf seine unerfüllten Wünsche nach harschem Tugendrecht fragen: ‚und was geht hier ab ?‘ (Im Sinne von: Wie dekadant sind wir denn noch ?)

    Damit „ES“ (hier: diese Frage) nicht allzu stark wird in den Köpfen von Putins Vorderkaukasusestablishment, muss Assad sich – gerade auch aus russischer Sicht – durch diese Revolte hindurchmorden.

    Wenn Assad stürtzt, dann muss jeder etablierte Machtmuslim in Rußland ganz schnell etwas vorweisen können, damit er nicht wirkt, wie ein kleiner Assad, der sich für Moskau zuviel ‚rausnimmt.

    • 29. April 2012 um 08:50 Uhr
    • Thomas Holm
  492. 511.

    The zionist occupied US government has abandoned the American values in Syria 28.04.2012

    Die Ungläubigen sind eigentlich allmächtig, aber ausgerechnet zugunsten der Muslime wollen sie ihre Allmacht nicht gebrauchen!

    So sieht’s aus – real-theologisch.

    http://www.youtube.com/watch?v=ipNmyw9equo

    • 29. April 2012 um 09:34 Uhr
    • Thomas Holm
  493. 512.

    Vielleicht bin ich Nostalgiker und wünsche mir trotz seiner oft genug unüberlegten Schläge mit der A-Keule den guten Heinz Galinski zurück, und den Ignaz Bubis. Die hatten nämlich noch Format und Rückgrat.
    Wenn zu deren Zeit jemand einen Schweinekopf vor eine Moschee oder ein Versammlungshaus einer türkischen Gemeinde oder sonstwo abgelegt hätte, wo man als Muslim drüber stolpern müsste, so hätten sie nämlich die Keule ausgepackt und sie den Deutschen auf den Kopf gehauen: „Wer das heute mit denen so macht, der macht das morgen auch bei uns und übermorgen brennen wieder Synagogen.“
    Zyniker hätten dann zwar wieder gegrummelt:“Ach, wollen die wieder ein paar Ablassmillionen aus dem Steuerzahler pressen?“, aber in der Sache hätten sie recht gehabt. Bei ihnen gab es kein Geklüngel mit Rechtsextremisten, Xenophoben oder anderem Mob.
    Und hier bei der angesehenden Zeit postet jemand in vulgärster Sprache solche Taten und feiert sie als Heldentat, und die Israellobby schweigt oder stimmt auch noch zu.

    • 29. April 2012 um 09:40 Uhr
    • Krischan
  494. 513.

    Good Morning Soria

    Supertolerantes Multikultisyrien 1.20- Kreuzkettchen und Hijab; Glockenturm und Minarett … und die Armee passt auf, dass sich keiner zankt; ab 1.50.

    Faschismus für religiös multibekiffte Levantiner; schade, dass es vorbei ist ? Wohl Geschmackssache.

    http://www.youtube.com/watch?v=RzbPYnxgw0I

    • 29. April 2012 um 09:42 Uhr
    • Thomas Holm
  495. 514.

    Und hier bei der angesehenden Zeit postet jemand in vulgärster Sprache solche Taten und feiert sie als Heldentat, und die Israellobby schweigt oder stimmt auch noch zu.

    Also bitte – Auch wenn ich vermutlich wohl nicht zu der ‚Israellobby‘ gehöre – es ist aber definitiv allzuviel verlangt, von irgendeinem, ja von jeglichem Co-Foristen hier zu erwarten, jede Pilz- oder Alkoholvergiftung eines dringend therapiebedürftigen Bekenners mentaler Inkontinenz auch noch kommentierend zu begleiten.

    Mit den Worten des Italieners Claudio Magris:

    Un proverbio viennese dice che certe cose non vanno neppure ignorate, perché già ignorarle è troppo. Discuterne, anche rifiutandole, contribuisce a dar loro consistenza e spessore, come una signora che si fermasse per strada a dimostrare la sua virtù a uno screanzato che l’apostrofasse con termini irripetibili.

    Ein Wiener Sprichwort sagt, dass bestimmte Dinge nicht einmal ignoriert werden dürfen, weil sie zu ignorieren schon zu viel ist. Sie zu diskutieren, auch sie abzulehnen, trägt dazu bei, ihnen Gehalt und Substanz zu verleihen, wie eine Dame, die auf der Straße anhalten würde, um ihre Tugend einem ungezogenen Lümmel zu beweisen, wenn er sie mit unwiederholbaren Bezeichnungen angeredet hätte.

    http://www.corriere.it/spettacoli/08_febbraio_05/fiera_torino_magris_52c316dc-d3b3-11dc-b97b-0003ba99c667.shtml

  496. 515.

    Meines Wissens wurde das Sprichwort von Qualtinger eormtliert.

    • 29. April 2012 um 10:04 Uhr
    • MRX
  497. 516.

    Formuliert.

    • 29. April 2012 um 10:05 Uhr
    • MRX
  498. 517.

    @ MRX – Danke für den Hinweis. Habe daher gerade gegoogelt; demnach sagt man im Österreichischen offenbar
    „Ned amoi ignorieren!“

  499. 518.

    für weniger Wortkarge: „den derf ma ned amoi ignorieren!“

  500. 519.

    ‚Wenn Sie nicht schweigen werden Sie zitiert‘ stammt dagegen von Karl Kraus.

    • 29. April 2012 um 10:29 Uhr
    • MRX
  501. 520.

    Na gut. Dann lege ich eben mal einen Schweinekopf vor einer Synagoge hin und wenn das Wutgeheul dann losgeht warte ich, dass einer vom Zentralrat auch sagt: „Was sollen wir uns darüber aufregen, was da so ein Besoffener angestellt hat.“
    Hier wird der innere Frieden unseres Landes gefährdet,wird provoziert und dann mit zweierlei Maß gemessen.

    • 29. April 2012 um 10:45 Uhr
    • Krischan
  502. 521.

    ‘Wenn Sie nicht schweigen werden Sie zitiert’ – gut!

  503. 522.

    Anschlagserie 2010 auf Moscheen – Zentralrat der Juden in Deutschland

    Die zahlreichen Anschläge auf Berliner Moscheen hatten Ende 2010 eine erregte Debatte ausgelöst.
    Nicht nur Parteien und islamische Organisationen verurteilten die Brandstiftungen, sondern auch
    der Zentralrat der Juden in Deutschland.
    Dessen Präsidentin Charlotte Knobloch sah die Taten als alarmierendes Indiz für ein Erstarken des rechtsradikalen Gedankenguts.

    dpa-Meldung – 22.01.2011
    http://www.news.de/politik/855114934/haftbefehl-fuer-mutmasslichen-moscheen-brandstifter/1/

  504. 523.

    PS – … Muslime und Juden in Deutschland haben am Sonntag offiziell und auf höchster Ebene Kontakte geknüpft. Erstmals nahmen an einer Vorstandssitzung des Zentralrats der Juden in Deutschland in Frankfurt am Main auch zwei Vertreter des Zentralrats der Muslime und Kenan Kolat, der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde, teil….
    Man habe offen über Islamfeindschaft und Antisemitismus sowohl in der Gesellschaft insgesamt als auch in den eigenen Communities gesprochen, sagte Mazyek dem Tagesspiegel. …
    Graumann wünscht sich einen Dialog auf Dauer, zu dem man auch andere muslimische Verbände einladen werde. Er selbst habe dies in der ersten Sitzung des Direktoriums nach seiner Wahl angeregt, den Wunsch nach engeren Kontakten gebe es aber bei vielen in der Führung des Zentralrats der Juden. Die Gespräche am Sonntag, so Graumann, seien „ein guter Beginn“ gewesen.
    Die guten Kontakte der Verbände unterhalb der Chefebene sind freilich schon etwas älter. …

    Auch zu der Serie von Anschlägen gegen Berliner Moscheen hatte sich der Zentralrat zu Wort gemeldet. Graumann erwähnt die Sarrazin-Debatte, in der man sich früh für die muslimischen Freunde engagiert habe – „was uns nicht nur Freunde gemacht hat“ .

    Nach Ansicht Mazyeks wachsen die Gemeinsamkeiten: Es gebe auf beiden Seiten womöglich „eine größere Sensibilität für Rassimus“, aber auch dafür, dass der nicht allein ein jüdisch-muslimisches Thema, sondern eine Gefahr für die Demokratie insgesamt sei …

    aus: „Juden und Muslime suchen Gemeinsamkeiten – Der Antisemitismus mancher muslimischer Jugendlicher oder Anschläge auf Moscheen: Die Zentralräte der Muslime und Juden besprachen auf ihrem ersten Treffen brisante Themen“
    DIE ZEIT – 24.01.2011
    http://www.zeit.de/politik/2011-01/muslime-juden-gespraech

  505. 524.

    @Krischan:

    Ich denke, auch wenn ein Schweinekopf vor einer Synagoge abgelegt würde und sich daraufhin auf diesem Blog irgendein unbekannter Kommentator schadenfroh darüber äußern würde, würde er von den meisten Stammkommentatoren „nicht einmal ignoriert“. Allenfalls würde ein solcher Kommentar vom Blogmeister persönlich gelöscht und Sie dürfen sich dann über seine Einseitigkeit beschweren – wobei ihm das Messen mit Zweierlei Maß auch schon andersherum vorgeworfen wurde.

    • 29. April 2012 um 12:05 Uhr
    • Arjen van Zuider
  506. 525.

    Ich bin nicht rechthaberich- ich bedanke mich für die oben angeführten Belege, dass hier doch noch Verstand beim Zentralrat vorkommt.
    Dann möge man aber auch bitte auch so mutig sein, und einem Ralph Giordano einhalt gebieten bei seinen Invektiven gegen Moscheeprojekte.
    Sonst sieht es doch noch so aus, dass Moscheen, die man nicht baut, auch nicht angezündet werden können, was dann auch besser wäre.

    Ich möchte noch einmal auf „Keine Abbittes“ Link zum Blog von Caroline Glick zurückkommen.
    Bitte geben Sie doch den Namen selber einmal bei Google ein, und/oder Wikipedia. Mehr möchte ich nicht sagen, es spricht alles für sich.
    Seit Obamas Kandidatur lief die Hetzmaschine gegen ihn auf Höchsttouren, bisher war mir nur der Oberheizer Daniel Greenfield ein Begriff, die hübsche Caroline steht ihm wohl kaum nach.
    Sie gehört auch zu denen, die gegenüber Geerd Wilders die warmherzigsten Worte finden.

    @523
    Ichweiß jetzt nicht welches Posting es ist, aber es handelt sich um eines der letzten, also seit gestern Abend, in dem über den Schweinekopf vor bevorzugt von jungen Türken besuchten Disco gehöhnt wird.
    Andere Postings gerade in den letzten beiden Tagen stehen dem nicht nach.

    • 29. April 2012 um 12:42 Uhr
    • Krischan
  507. 526.

    @Krischan

    Also eine geschmacklose Tierkopfaktion aller Mafiafilm „Der Pate“ halte ich eher nicht gefährdent für den inneren Frieden dieses Landes.

    Viel schlimmer finde ich wenn Bücher befolgt und verteilt werden, die Menschen in unterschiedliche Gruppen unterteilen, die, die „Anderen“ beleidigen und gegen sie hetzen. Die zu Segregation und Abgrenzung auffordern, die zu Gewalt und Mord aufrufen und die die Anderen augerottet sehen wollen. Damit der Endsieg der eigenen Gruppen über alle endlich erreicht wird. Und bei denen Frauen nur halb so viel Wert sind wie Männer und Homosexualität mit dem Tode bestraft wird.

    „Wahrlich, schlimmer als das Vieh sind bei Allah jene, die ungläubig sind und nicht glauben werden.“ (8:55)

    „Und wenn man zu ihnen sagt, sie sollen dem folgen, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, sagen sie: „“Nein, wir folgen dem, was wir als Glauben und Brauch unserer Väter übernommen haben.““ Wenn nun aber ihre Väter nichts verstanden haben und nicht rechtgeleitet waren? Bei den Ungläubigen ist es, wie wenn man Vieh anschreit, das nur Zu- und Anruf hört (ohne die eigentliche Sprache zu verstehen). Taub (sind sie), stumm und blind. Und sie haben keinen Verstand.“ (2:170-171)

    „Die Juden sagen: „ʿUzair ist Allahs Sohn“, und die Christen sagen: „Christus ist Allahs Sohn.“ Das sind ihre Worte aus ihren (eigenen) Mündern. Sie führen ähnliche Worte wie diejenigen, die zuvor ungläubig waren. Allah bekämpfe sie! Wie sie sich (doch) abwendig machen lassen!“ (9:30)

    „O die ihr glaubt! Nehmet nicht die Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind Freunde gegeneinander. Und wer von euch sie zu Freunden nimmt, der gehört fürwahr zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.“ (5:51)

    „O die ihr glaubt, nehmt euch keine Ungläubigen zu Freunden vor den Gläubigen. Wollt ihr wohl Allah einen offenkundigen Beweis gegen euch selbst geben? “ (4:144)

    „O die ihr glaubt, nehmt nicht eure Väter und eure Brüder zu Freunden, wenn sie den Unglauben dem Glauben vorziehen. Und die von euch sie zu Freunden nehmen – das sind die Ungerechten.“ (9:23)

    „Sie wünschen, daß ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so daß ihr alle gleich seiet. Nehmet euch daher keinen von ihnen zum Freund, ehe sie nicht auswandern auf Allahs Weg. Und wenn sie sich abkehren, dann ergreifet sie und tötet sie, wo immer ihr sie auffindet; und nehmet euch keinen von ihnen zum Freunde oder zum Helfer“ (4:89)

    „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.“ (9:29)

    „Muhammad ist der Gesandte Allahs. Und die, die mit ihm sind, sind hart gegen die Ungläubigen, doch barmherzig zueinander…“ (48:29)

    „Und tötet sie, wo (immer) ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben! Der Versuch (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen ist schlimmer als Töten..“ (2:191)

    „…Allah aber will, daß die Wahrheit durch Seine Worte vollbracht werde und daß die Ungläubigen ausgerottet werden.“ (8:7)

    „Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Führung und der wahren Religion geschickt hat, auf daß Er sie über jede andere Religion siegen lasse. Und Allah genügt als Zeuge.“ (48:28)

    Bücher mit so einer Message und so einem Inhalt werden normalerweise in Deutschland verboten und das zurecht, vorallem weil sie tatsächlich den inneren Frieden in diesem Land gefährden. Wenn sich ein Buch mit so einem Inhalt aber „heilig“ nennt, dann rufen so manche „Religionsfreiheit“, fordern staatlichen Koranunterricht, damit diese Message auch schön weiter in die Köpfe von Kindern gepresst wird und behaupten dann Islam bedeutet Frieden. Es ist erschreckend!

    • 29. April 2012 um 12:44 Uhr
    • Bellfruta87
  508. 527.

    OT – Ägypten –

    Three of five revolutionary candidates set to unite in presidency race – Presidential candidates El-Hariri, Sabbahi and El-Bastawisi are close to joining forces, hoping to unite the revolutionary vote in Egypt’s elections; Abul-Fotouh and Khaled Ali remain out of the forthcoming agreement …

    … El-Hariri later, in an interview with Al-Ahram’s Arabic website, stated that he refuses to have Abul-Fotouh as a partner in the alliance. … „The candidates in this alliance must be popular, reputable and have comprehensive platforms that will save Egypt by improving all aspects of life: social, political and economic.

    „I chose figures like Sabbahi and El-Bastawisi because they are considered democratic forces, and among the principles they espouse is that Egypt be a secular state – not theocratic…“ …
    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/36/122/40352/Presidential-elections-/Presidential-elections-news/Three-of-five-revolutionary-candidates-set-to-unit.aspx

  509. 528.

    OT – Ägypten –
    Mohamed ElBaradei and other prominent Egyptians on Saturday launched a party … offering a new choice to voters seeking alternatives to Islamist parties that now dominate parliament.
    http://english.alarabiya.net/articles/2012/04/29/210930.html

  510. 529.

    Meines Wissens wurde das Sprichwort von Qualtinger eormtliert.

    @ MR

    Meines Wissens nach auch.

    Formuliert.

    Schade, auf den ersten Blick las ich ein gut doppeldeutiges enormiert.

    • 29. April 2012 um 13:34 Uhr
    • N. Neumann
  511. 530.

    Leider war das nur die Kombination Wurstfinger + Touchscreen.

    • 29. April 2012 um 14:21 Uhr
    • MRX
  512. 531.

    @Krischan:

    Ichweiß jetzt nicht welches Posting es ist, aber es handelt sich um eines der letzten, also seit gestern Abend, in dem über den Schweinekopf vor bevorzugt von jungen Türken besuchten Disco gehöhnt wird.

    Richtig. Sie dürfen mir glauben, dass die Mehrheit der hier vertretenen Kommentatoren – auch jene, die Sie für bezahlte Schreiberlinge des israelischen Außenministeriums halten – den Verfasser jenes Postings für einen Vollidioten halten, den man nicht dadurch würdigen sollte, dass man ihm widerspricht.

    • 29. April 2012 um 15:11 Uhr
    • Arjen van Zuider
  513. 532.

    PS – „Gar net ignorieren!“

    – Helmut Qualtinger wird oft im Internet/Google als Urheber angegeben, leider ohne Stellenangabe.
    – Der in diesem Zusammenhang hier ebenfalls schon genannte Karl Kraus hatte sich in diesen Aphorismus offenbar regelrecht ‚verliebt‘.
    Sowohl in der hochdeutschen Version „Gar nicht ignorieren!“ als auch quantitativ bevorzugt in der österreichisch-wienerischen Version „Gar net ignorieren!“ macht er – die Volltextsuche der Digitalausgabe des Kraus-Gesamtwerks ergab – 10x Gebrauch davon.
    Dabei schreibt er einmal: Das Beste freilich wäre, die Wiener Maxime zu befolgen: »Gar nicht ignorieren!«

  514. 533.

    Zur Kenntnis genommen.

    • 29. April 2012 um 16:17 Uhr
    • MRX
  515. 534.

    @Bellfrutta,
    und wieder einmal ein Posting nach dem Motto: Wenn Sie meinen, ich sei ein mieser Golfer, so sollen Sie mich erst auf dem Tennisplatz sehen.

    Machen wir doch mal die Probe: Einen Schweinekopf vor eine Synagoge legen- was dann los wäre???!!
    Dann wird „Machtergreifung 2.0″ an die Wand gemalt.
    Die Selbstdarstrellung dieser Extremistengruppe in allen (Un)ehren, aber es war keine Provokation anderer Religionen, keine Herabwürdigung.
    Darf ich eine Frage an Sie richten? Wie halten Sie es mit der oft genug zu findenden Behauptung:
    „Der Islam ist keine Religion, er ist eine Form faschistischer Gesinnung; deshalb sollten Muslime auch nicht den verfassungsgemäßen Schutz ihrer Religionsausübung für sich gelten machen dürfen.“
    Bitte sagen Sie, wie Sie zu dieser Aussage stehen und weichen Sie nicht aus.
    Danke

    • 29. April 2012 um 16:22 Uhr
    • Krischan
  516. 535.

    Leider gibt es m.W. bislang keine digitalisierte Ausgabe des Gesamtwerkes von Helmut Qualtinger – dann wären wir schlauer.
    So kann man nur vermuten, aber nicht mit letzter Sicherheit wissen, dass er für den Aphorismus verantwortlich ist bzw. sei
    – Denkstruktur und Stimmungskolorierung des Aphorismus zumindest legen eine Autorschaft des H. Qualtinger sehr nahe.

  517. 536.

    Zu Koranzitaten

    Koranzitate scheinen mir prinzipiell recht relevant zu sein, insbesondere da der Koran als ultimatives Wort Gottes gilt und für einige moderne Strömungen als Wort für Wort umzusetzende Handlunsganweisungen gelten (Islamisten, Salafisten).
    Daher sei hier auch zunächst Foristen, die sich der Mühe des Auffindens und Präsentierens solcher relevanter Zitate unterziehen, gedankt.

    Als Erklärungs-Nachweis der besonderen Gewalttätigkeit einer Religion gegenüber anderen Religionen scheinen mir allerdings (derartige) Zitate nicht primären Erkenntnis-Rang zu haben.

    Viele Zitate
    – aus dem Alten Testament (jede Menge),
    – aus dem Neuen Testament (im Wesentlichen die Apokalypse des Johannes) oder
    – aus der „moderneren“ Heiligen Religions-Schrift Mormon
    werden sich auf allerlei – gelinde gesagt – Ungereimtheiten, realiter Grausamkeiten, die als Handlungsaufforderungen zu solchen zu interpretieren sind, fokussieren.

  518. 537.

    “Der Islam ist keine Religion, er ist eine Form faschistischer Gesinnung“

    Den Islam schützt nur sein Status als Weltreligion. Wäre er eine weltliche Institution, würde man seine Anhänger selbstverständlich als faschistoide Radikale bezeichnen müssen.

    • 29. April 2012 um 16:58 Uhr
    • zuunrechtverachteterschlechtmensch
  519. 538.

    @Krischan:

    “Der Islam ist keine Religion, er ist eine Form faschistischer Gesinnung; deshalb sollten Muslime auch nicht den verfassungsgemäßen Schutz ihrer Religionsausübung für sich gelten machen dürfen.”

    Mit der Einschränkung, dass diese Aussage nur auf bestimmte Strömungen des Islam zutrifft (welche genau, das wäre noch zu bestimmen) und genauso auf bestimmte Strömungen anderer Religionen (dito), bin ich voll damit einverstanden. Aber das ist wohl nicht das, was Sie hören wollen.

    Allgemein ist es schwierig, auf Fragen zum Thema „Religionsfreiheit für Muslime“ sinnvolle Ja/Nein-Antworten zu geben, wenn man die Idee einer Religionsfreiheit, die gesondert von persönlicher Handlungsfreiheit existiert, generell ablehnt.

    • 29. April 2012 um 17:38 Uhr
    • Arjen van Zuider
  520. 539.

    … Islam … würde man seine Anhänger selbstverständlich als
    faschistoide Radikale
    bezeichnen müssen.

    – 1.6 Milliarden Menschen bzw. 23,4% (=ca.!/4) der Weltbevölkerung
    – 88% der Bevölkerung Indonesiens
    – 90% der Bevölkerung Ägyptens
    – 98% der Bevölkerung Tunesiens
    – 99% der Bevölkerung der Türkei
    – 70% der Bevölkerung Albaniens
    – 30% der Bevölkerung Mazedoniens
    – 10% der Bevölkerung Bulgariens

  521. 540.

    (ca.1/4)

  522. 541.

    @Publicola

    Und? Wo bleibt eine logische Begründung dafür, dass 1/4 der Weltbevölkerung unmöglich einer faschistoiden Idee anhängen können.

    • 29. April 2012 um 18:24 Uhr
    • zuunrechtverachteterschlechtmensch
  523. 542.

    Eigentlich wollte ich mich heute nicht mehr streiten, doch es kam etwas dazwischen. Eine auf der Startseite meines Internetanbieters verlinkte Schlagzeile führte mich zum „Eropean“, einer mir bis dahin nicht bekannten Netzzeitung. Dort diskutiert man auch gerade den unsäglichen Antisemitismusbegriff. Das ist weiter nicht interessant und nicht der Rede wert, die Argumente sind die gleichen wie hier, lassen wir es also dabei bewenden.
    Wir könnten es dabei bewenden lassen, wenn nicht der fragliche Artikekel so ungeheuer schnodderig und herablassend, geradezu spätpubertär verfasst wäre, dass ich mich etwas vertiefend mit der Verfasserin befasst habe.
    Also, die Dame heißt Jennifer Nathalie Pyka und geht in Henryk M. Broders Schule (Paraktikantin bei Bild und schon ab und zu Verfasserin von Hetzartikeln bei der „Achse des Guten“; beinharte Muselhasserin und Verfechterin eines strammen Netanjahu-Kurses. Noch Fragen?)
    Sie hat sich derzeit im Hosenbein des CDU – MdB Polenz ( auswärtiger Ausschuss) verbissen, der so böse auf sie wurde, dass er sie „rechtsradikal“ nannte. Na, so was aber auch!!!!

    • 29. April 2012 um 18:27 Uhr
    • Krischan
  524. 543.

    @Arjen van Zuider

    Religion, verstanden als Glaube, ist eine Meinung. Eine allerdings nicht belegbare Meinung.

    Meinungsfreiheit ist jedermann zuzugestehen. Das schliesst ein, dann jemand der anderer Meinung ist – zB Ungläubiger aus der Sicht einesw Muslims – auch das Recht auf seine Meinung hat und nicht behelligt werden darf.

    So genommen hat die Religionsfreiheit eben ihre Grenzen.

    • 29. April 2012 um 18:32 Uhr
    • FreeSpeech
  525. 544.

    @Publicola

    Die müssen erst mal glauben. Und hinreichend faschistoides Zeug glauben. Zum Beispiel, dass sei ihre Meinung mit Gewalt durchsetzen dürfen. Und das machen nur 15%, also nur etwa 200 Millionen. Ein Klacks im Vergleich zur Bevölkerung von Deutschland, oder?

    • 29. April 2012 um 18:34 Uhr
    • FreeSpeech
  526. 545.

    @Krischan:

    Und? Was trägt Ihre Abneigung gegen Frau Pyka (oder deren Abneigung gegen Herrn Polenz) zur hier stattfindenden Diskussion bei? Oder wollen Sie bloß Mitleidspunkte heischen mit dem Gefühl des Umzingeltseins durch Medien, die die „falschen“ Standpunkte vertreten?

    • 29. April 2012 um 18:54 Uhr
    • Arjen van Zuider
  527. 546.

    @Krischan

    Religionen sind für mich generell von Menschen gemachte Ideologien, die zur Steigerung ihrer Legitimation auf den Bezug auf ein höhres Wesen zurückgreifen. Denn nicht Gott hat die Menschen erschaffen, sondern die Menschen Gott.
    Dabei spielt für mich in der Betrachtung von Religionen vorallem der Inhalt die entscheidende Rolle. Was wollte der Religionsstifter, was war er für ein Mensch und welchen Einfluss haben seine Lehren und Ansichten auf eine Gesellschaft.
    Und so unterschiedlich wie Religionsstifter waren, so unterschiedlich sind auch ihre Werke. Dabei finde ich welche die mir durchaus sympatisch sind, weil sie positive Dinge wie Frieden, Verständnis oder Toleranz predigen. Positiv hervorheben würde ich hier zB. die Bahai-Religion.
    Dann gibt es aber leider auch „Religionen“ die eher das schlechte in einem Menschen bedienen, repräsentieren und predigen. Und der Islam gehört für mich ohne Zweifel zur letzteren Gruppe.

    Mir ist es übrigens wurscht ob Menschen glauben sie wären Mitglied einer Herrenrasse und damit ihren Hass, ihr Überlegensheitsgefühl und ihre Gewalt gegenüber „Untermenschen“ begründen. Oder ob sie glauben sie wären Mitlgied einer Herrenreligon und damit ihren Hass, ihr Überlegensheitsgefühl und ihre Gewalt gegenüber „Ungläubigen“ begründen. Beides ist für mich Faschismus.

    Ich weiß nicht ob Du Krischan diese zitierten Koranverse gelesen und vorallem verstanden hast, aber jedem aufrechten Demokraten sollte es eiskalt den Rücken runterlaufen beim lesen solcher Aussagen. Und ich kann versichern dass das nur Aussschnitte sind, im Koran gibt es noch eine Menge Verse mehr von der Sorte.
    Jedes politische Pamphlet mit diesem Inhalt würde umgehend verboten werden, aber einer „heiligen“ Schrift lässt man praktisch alles durchgehen. Man fördert sogar noch die Verbreitung dieser Schrift, in dem man staatlich finanzierten Islam/Koranunterricht einführt.

    Was Deine konkrete Frage angeht. Ich vertraue auf die verfassungsgemäße Einschränkung der Religionsfreiheit, die darin besteht dass das GG Vorrang hat vor ihm widersprechenden religösen Gesetzen. Ansonsten würden längst auf dem Postdamer Platz oder anderswo Hände abgehackt, Ehebrecher gesteinigt oder Schwule gehängt werden.
    Dauerhaft wird aber die Demokratie, wie auch das GG, nur überleben können, wenn überzeugte Demokraten in großer Mehrheit dahinterstehen.
    Und ob das bei sich andeutender demografischer Entwicklung in 30 oder 40 Jahren in bestimmten Regionen und Ecken Deutschlands noch der Fall sein wird, wag ich zu bezweifeln. Denn die meisten hiesigen Islamvertreter schätzen das GG nur, weil es ihnen heute Schutz gewährt um ihre Strukturen aufbauen und verbreiten zu können. Die Scharia hat nicht nur bei Salafisten Vorrang.
    Islam bleibt Islam und wohin er führt sieht man immer wieder in islamischen Ländern.

    • 29. April 2012 um 18:59 Uhr
    • Bellfruta87
  528. 547.

    @ FreeSpeech – Die müssen erst mal glauben. Und hinreichend faschistoides Zeug glauben. Zum Beispiel, dass sei ihre Meinung mit Gewalt durchsetzen dürfen.

    – exactly, that’s it – the difference – D’accord!

    [[es gab ja hier schon mal einen Kommentator (ich kann mich nur noch an den Inhalt des Kommentar, leider nicht jedoch an den Kommentator erinnern), der mit ähnlicher Begründung (Ideologie, Poltik, Religion etc.) vorschlug, die gesamte Bevölkerung des Gaza-Streifens umgehend durch eine intensive Bombenattacke zu eliminieren.
    Mein Eindruck ist, dass solche Kommentatoren nicht einmal im Albtraum in Erwägung zu ziehen vermögen, dass der Begriff „faschistoid“ vielleicht eigentlich auf ihre eigene Vorstellungswelt zutreffen könnte]]

  529. 548.

    @FS:

    Bei der Diskussion um Religionsfreiheit geht es ja aber oft nicht um Glaubensinhalte, sondern um Rituale und Gebräuche und die Pflicht des Staates, diese zu erlauben, zu ermöglichen oder gar zu fördern. Und da sehe ich nicht ein, warum der Staat bei seiner Beurteilung eines bestimmten Brauches Rücksicht darauf nehmen sollte, ob dieser Brauch in irgendeinem Buch als „heilig“ bezeichnet wird oder nicht.

    • 29. April 2012 um 19:10 Uhr
    • Arjen van Zuider
  530. 549.

    Ich fühle mich nicht durch Medien mit „falscher Meinung“ umzingelt. Ich bin dagegen eher stolz darauf, dass sich bestimmte Leute zunehmend in einer wachsenden Zahl von Hosenbeinen verbeißen, ohne dass man ihnen in den Hintern kriecht und klein bei gibt. Ob es sich nun um den Großmeister der diesbezüglichen Beleidigungen, H. M. Broder, seinen Lehrling Frau Pyka, Herrn Friedmann oder Herrn Kramer handelt, ist da ziemlich egal. Und ich bilde mir zumindest ein, dass etwas Positives, Frisches und Freies von diesem Land ausgehen muss, das sich nicht nur zum Magnet für Einwanderer aus fremden Kulturen entwickelt, sondern auch Hort gerade des liberalen Judentums.
    Ich bekenne aber auch, nicht ganz frei zu sein von Eitelkeit. Es ist nur Stunden her, da schrieb ich hier, man könne einen Taxifahrer in Tel Aviv erfinden, sich auf ihn berufen bei seiner ablehnenden Haltung gegenüber den Siedlungen im WJL, um reflexartig des Antisemitismus „überführt“ zu werden. Dafür wurde ich hier gescholten. Und nun finde ich einen Artikel aus der Tastatur dieser spätpubertären Göre, in der genau, haarklein genau das steht: Die Antisemiten beriefen sich auf „imaginäre Freunde“ in Israel. Das schreibt diese junge Frau von 22 Jahren, die ihr Handwerk der Unterstellung und Verleumdung beim großen Broder gelernt hat. Ich hatte noch gewitzelt, nach der Broder’schen Definition, wonach ein Antisemit sich als solcher erweise, der jüdisch/israelische Gewährspersonen für seine Israelkritik anbrächte, könne die Steigerung nur noch sein, dass dieser Antisemit sich einbilde, es gäbe in Israel Menschen, die so dächten wie er. Und nun lese ich genau das.
    Also, ganz ehrlich gesagt, das schmeichelt mir.
    So, genug des leicht selbstironischen Spottes, denn es geht nicht um mich.
    Vor ein paar Jahren wurde der Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestages, Edathy, von Broder beleidigt. Dann beleidigte Kramer den gesamten Bundestag, nun versucht sich diese Göre am CDU-MdB und Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses Ruprecht Polenz.
    Verschwörung gegen unsere staatliche Souveränität? Nein, das wäre Unfug.
    Eine Szene, die eine immer größere innere Geschlossenheit anstrebt und sich gegenseitig die Bälle und Argumente zuspielt, um Repräsentanten unseres Staates so oft wie möglich zu schelten? Das dürfte in deutlichen Ansätzen vorliegen.
    Amerikanische Verhältnisse? Nein, – noch nicht.

    • 29. April 2012 um 19:22 Uhr
    • Krischan
  531. 550.

    Vielleicht alles nur halb so wild …

    „Bei einem Angriff durch einen US-Flugroboter ist nach SPIEGEL-Informationen ein deutscher Islamist in Pakistan getötet worden.“

    Anstatt für den kostenlosen Empfang von unerhörten Märtyrerwonnen
    durch die keineswegs billigen Hellfire-Raketen zu danken, nun das:

    „Die Mutter des Deutschen fordert deshalb die Bundesregierung auf, den Tod des Sohnes in einem Ermittlungsverfahren aufzuklären. „Das war Mord“, behauptet die 54-jährige Konvertitin.““

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,830343,00.html

    Manchmal meinen sie es ernst und manchmal nicht … die Strenggläubigen.

    Wegen läßlicher Sünden will ich nicht kleinlich sein, aber eine schnöde Verschmähung der Segnungen des Martyriums ist schon ein ziemlich säkularer Akt, oder ?

    • 29. April 2012 um 19:23 Uhr
    • Thomas Holm
  532. 551.

    „At least six suspected terrorits were killed in the attack – among them 26-year-old German national Samir H. from Aachen. German newspaper SPIEGEL revealed the news of Samir´s death after it had been kept secret for weeks.

    The Islamist, born and raised in East Germany, had traveled to Pakistan in October 2009 with his wife and two children, and joined the “Islamic Movement of Uzbekistan” (IMU). In November 2009 Samir´s sister, at the age of 18, followed her older brother and made her way to the Waziristan tribal region.

    Samir H., son of a Tunisian father and a German mother, is the second German citizen killed by a US drone strike within two years. Bünyamin E., a 20-year old from the city of Wuppertal, died in a similar attack in October 2010.“

    http://ojihad.wordpress.com/2012/04/29/german-jihadi-militant-killed-in-drone-strike/

    Die zählen nicht richtig, es gibt noch ein paar:

    hxxp://www.longwarjournal.org/archives/2011/11/imu_announces_death.php

    • 29. April 2012 um 19:35 Uhr
    • Thomas Holm
  533. 552.

    Mein Eindruck ist, dass solche Kommentatoren nicht einmal im Albtraum in Erwägung zu ziehen vermögen, dass der Begriff „faschistoid“ vielleicht eigentlich auf ihre eigene Vorstellungswelt zutreffen könnte]]

    Vielleicht ist ihr falscher Eindruck auch nur auf die Tatsache zurückzuführen, dass ihnen die Etymologie des Begriffes faschistoid nicht geläufig ist. Was für einen humanistisch Gebildeten allerdings ein GAU wäre,

    • 29. April 2012 um 19:40 Uhr
    • zuunrechtverachteterschlechtmensch
  534. 553.

    Die hier meinen es noch ernst:

    „“Listen up Kofi Annan, our constitution is Sunnah and Quran!“ 26th April 2012 | English subtitles

    People of Binshiyye in Syria want Kofi Annan to understanding something very clearly; we do NOT wish your secular solutions!“

    So eine Einstellung mag sich mancher Arbeitgeber von Muslimen etwa gegenüber dem Weihnachtsgeld wünschen.

    http://www.youtube.com/watch?v=UVFz336eXDo

    • 29. April 2012 um 19:46 Uhr
    • Thomas Holm
  535. 554.

    – faschistoid – Bedeutung:
    faschistische Züge zeigend
    http://www.duden.de/rechtschreibung/faschistoid

    • 29. April 2012 um 19:58 Uhr
    • Publicola
  536. 555.

    Faschismus – einige Kriterien:
    Als Kennzeichen des Faschismus nach italienischem Vorbild gelten daher voluntaristische und futuristische Politikkonzepte, die … die künftige radikale Umgestaltung der Gesellschaft als nationale Bestimmung anstreben, … mit … einer starken Ästhetisierung der Politik, die gegensätzliche Interessen und Strömungen überwölben und zusammenhalten soll.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Faschismus#Italien

    • 29. April 2012 um 20:01 Uhr
    • Publicola
  537. 556.

    @Arjen van Zuider

    Religionsfreiheit ist meines Wissen nicht durch die Menschenrechte gedeckt, nur die Meinungsfreiheit.

    • 29. April 2012 um 20:10 Uhr
    • FreeSpeech
  538. 557.

    Wenn wir denen den Laden übergeben, können wir uns wenigstens teure Hilfsprojekte sparen

    „Taliban claim execution of Red Cross man …

    The bullet-ridden body of Yemen-born, British national Khalil Rasjed Dale, was dumped in a park in Quetta, the capital of the south-western province of Baluchistan.

    Dale, 60, had been a health program manager in Quetta for almost a year when he was abducted by unidentified armed men on January 5, on his way home from work in an ICRC-marked vehicle.

    A Taliban spokesman said they were responsible for the killing, and would release a video of the execution…

    Dale had previously worked for the Red Cross in Afghanistan, Iraq and Somalia.

    ‚Khalil was a trusted and very experienced Red Cross staff member who significantly contributed to the humanitarian cause,‘ Daccord said in a statement.“

    http://bigpondnews.com/articles/TopStories/2012/04/30/Taliban_claim_execution_of_Red_Cross_man_744939.html

    Übrigens: Liebevoll gemacht, wie immer.

    British Red Cross doctor kidnapped in Pakistan found beheaded

    hxxp://www.courant.com/sns-rt-us-pakistan-redcross-doctorbre83s05x-20120429,0,432346.story

    • 29. April 2012 um 20:13 Uhr
    • Thomas Holm
  539. 559.

    @ Publicola

    Article 18 of the International Covenant on Civil and Political Rights

    „Everyone has the right to freedom of thought, conscience and religion; this right includes freedom to change his religion or belief, and freedom, either alone or in community with others and in public or private, to manifest his religion or belief in teaching, practice, worship and observance.”

    Von der Anwendung zivil- oder strafrechtlicher Bestimmungen der Gemeinden durch deren Organe auf deren Mitglieder ist natürlich nicht die Rede; solches würde jedoch von den einschlägigen Bedürfnisträgern als „practice“; bzw. „observance“ deklamiert werden.

    Practice und observance sind einem „to manifest“ nachgeordnet, was dem Geiste nach eher nicht so klingt als könne, oder solle man sich damit einen Gemeindezusammenhalt zurechtzimmern, oder vermeindlichen Gemeindebelangen Geltung (Respekt) verschaffen.

    Allerdings kann das natürlich auch anders gelesen werden.

    Die deutsche Tendenzschutzpraxis geht natürlich weit über diesen Begriff der freedom of … religion hinaus. Ein katholisches Recht auf Krankenpflege durch ungeschiedenes Personal wäre als Menschenrecht wohl nicht einklagbar; allenfalls als Leistungsanspruch aus Vereinsrecht; nach formellem Beitritt dann wohl allerdings auch erst und nicht einfach nach Taufe.

    Bei diesem International Covenant on Civil and Political Rights
    sehe ich eifernde Laienprediger auf den Wohnwagen von wild-west strömenden Glücksrittern vor meinem geistigen Auge; wetternd gegen Laster aller Art.

    Keine Überschneidung mit Friedensrichter, Sheriff oder Revolverheld.

    • 29. April 2012 um 21:43 Uhr
    • Thomas Holm
  540. 560.

    Solche Bilder von der Freilassung Inhaftierter aus Bahrain

    http://www.youtube.com/watch?v=itbMM9IpATA

    finde ich aus Syrien nicht; das syrische Regime scheint keine Probleme damit zu haben, stets nur Leichen(teile) zurückzuhändigen.

    Bahrain ist schlimm genug, aber Syrien toppt alles.

    • 29. April 2012 um 21:49 Uhr
    • Thomas Holm
  541. 561.

    Leichenbergung aus Brunnen:

    Massacre in the city Idlib committed by the Assad gangs: Assad gangs killed innocent civilians and threw them into water well in an attempt for them to hide their crime.

    Trinkwasservergiftung und Leichenschändung in einem Akt, die Absicht des Verbergens von Verbrechen kann demgegenüber nicht als sehr nachhaltig verfolgt angesehen werden.

    http://www.youtube.com/watch?v=00k0q362CPc

    • 29. April 2012 um 21:56 Uhr
    • Thomas Holm
  542. 562.

    @TH:

    Von der Anwendung zivil- oder strafrechtlicher Bestimmungen der Gemeinden durch deren Organe auf deren Mitglieder ist natürlich nicht die Rede; solches würde jedoch von den einschlägigen Bedürfnisträgern als “practice”; bzw. “observance” deklamiert werden.

    Das ist zweifellos mit ein Problem; meine Kritik setzt aber schon wesentlich tiefer an: Ich sehe nicht ein, warum das Verlangen einer Muslima, zB in einem Gerichtssaal ein Kopftuch zu tragen, unter speziellem Schutz stehen soll, das Verlangen eines Hells Angels, auch dort seine Kutte zu tragen, nicht. Weil die eine Tradition 1400 Jahre zurückreicht, die andere bloß 30? Weil die eine Tradition sich „religiöses Gebot“ nennt, dessen Nichtbefolgung den Seelenfrieden gefährden kann?

    (wobei im konkreten Fall das Kuttenverbot auf eine sehr spezifische Weise begründet wurde, die wohl nur in wenigen Fällen für ein Kopftuchverbot herangezogen werden könnte – aber das Grundprinzip wird klar: Rocker haben sich ggf an die Vorgaben des Mainstreams anzupassen, Religionen genießen Narrenfreiheit)

    • 29. April 2012 um 22:03 Uhr
    • Arjen van Zuider
    • 29. April 2012 um 22:06 Uhr
    • Arjen van Zuider
  543. 564.

    @ AvZ

    In der Öffentlichkeit gilt eine Maxime ‚Ärgernisse vermeiden'; vor dem Bankautomaten dürfte der Sicherheitsgedanke im Vordergrund stehen und in Institutionen wie Gerichten, eine gewisse Respekterwartung.

    Man kommt also in die normativ-definitorische Not, erklären zu müssen, warum eine Burka ein Ärgerniss und eine Respektlosigkeit sein solle. Eine rabulistisch talentierte Konvertitin wird argumentieren, dass der weibliche Wille zur Tugend schlechterdings zu Ärger anlaß geben kann und die Verhüllung gleichsam der Virlität eines Betrachters Respekt zolle.

    Sie bringen die liberale Gesellschaft soweit, dass sie sich kulturell ‚outen‘ müßte, aber das kann sie nicht, so wie die Begriffe verkommen sind, sie kennt nur noch ‚anything goes‘ und das soll gezeigt werden: ist gerade der Untergang.

    • 29. April 2012 um 22:21 Uhr
    • Thomas Holm
  544. 565.

    @ TH – Ergänzung zu # 558

    Islamische Friedensrichter agieren hierzulande als Schlüsselfiguren einer fremden, der Scharia verpflichteten Rechtskultur – und Polizei und Gerichte kapitulieren vor dieser Unterwanderung des deutschen Rechtsstaates. Medienberichte und Publikationen, in denen solches behauptet wird, scheinen sich zu häufen. Von „islamischer Paralleljustiz“ ist die Rede.

    … Gemeint sind Fälle, die nicht von deutschen Zivil- oder Strafgerichten entschieden werden, da sogenannte Friedensrichter – häufig Clanschefs oder Familienoberhäupter – Entscheidungen fällen, etwa bei Familien- und Erbstreitigkeiten, aber auch bei Straftaten bis hin zu Verbrechen gegen Leib und Leben. Vor allem in kurdisch-libanesischen Migrantengruppierungen in Bremen, Berlin und Nordrhein-Westfalen werden solche Fälle von Paralleljustiz beobachtet.

    … Brauchbare Statistiken zur Zahl und zu den Aktivitäten der sogenannten Friedensrichter gibt es nicht. … Da Friedensrichter in Umfeldern agierten, die sich gegen die deutsche Gesellschaft abschotteten, lasse sich das Dunkelfeld nicht wirklich erhellen.
    Zu den empirischen Ermittlungsschwierigkeiten kommen begriffliche Unsicherheiten. Der Islam als Religion spiele oft nicht die Rolle, die die Bezeichnung „islamische Paralleljustiz“ nahelege, sagen Behörden und Wissenschaftler.
    Wenn arabische Großfamilien ihre Angelegenheiten mit Hilfe eines wie auch immer bestallten Friedensrichters regelten, geschehe das oft nicht in erster Linie aus religiösen Gründen; vielmehr sei diese Art der Schlichtung Teil traditioneller Stammesstrukturen, die wiederum die Integration darin eingebundener Familienmitglieder in die deutsche Gesellschaft behinderten.
    Auch Auswahl und Einsatz der Friedensrichter richten sich vielfach nach familiären Machtgefügen und nicht nach islamischem Recht oder entsprechenden Kenntnissen des Friedensrichters.

    … in jedem Fall wird damit – psychisch und materiell – eine Entscheidung gegen das deutsche Rechtssystem getroffen.
    Darin liegt der entscheidende Unterschied zu Mediation, Schlichtung und Schiedsverfahren deutscher Art – Instrumenten außergerichtlicher Streitbeilegung nach den Vorgaben des Gesetzgebers und den Grundsätzen des Rechtsstaates.

    Soweit Fälle islamisch geprägter Paralleljustiz bekanntgeworden sind, wurden oft grobe Verstöße gegen das deutsche Recht aufgedeckt.
    Bei Ehe- und Familienstreitigkeiten würden Frauen typischerweise massiv benachteiligt, berichtet die muslimische Rechtsanwältin, Publizistin und Frauenrechtlerin Seyran Ates. …
    Recht bekomme, wer besser bezahle, schildern Integrationshelfer wie Nader Khalil, Fallmanager für interkulturelle Arbeit in Berlin.

    Zur Gefahr für den Rechtsstaat werden die genannten Friedensrichter spätestens dann, wenn sie die Aufklärung von Straftaten verhindern. … Schon so manches Strafverfahren wegen blutiger Streitigkeiten unter Mitgliedern von Großfamilien scheiterte an einer Mauer des Schweigens, für das islamische Schlichter verantwortlich gemacht werden; Angeklagte widerrufen Geständnisse, Opfer haben plötzlich Gedächtnislücken und Zeugen berufen sich auf ein angebliches Auskunftsverweigerungsrecht. In solchen Fällen wäre an Ermittlungen wegen Strafvereitelung gegen Friedensrichter zu denken. …

    …. Ausgehebelt wird der Rechtsstaat nicht nur dort, wo kriminelle Banden ihre Interessen durch Friedensrichter gewahrt sehen.
    Fachleute für Integration verweisen darauf, dass es muslimischen Migranten an Kenntnissen des deutschen Rechtssystems mangele …, so dass sie sich lieber an Friedensrichter als an die deutsche Justiz wendeten.
    „Paralleljustiz als Produkt mangelnder Integration“ fasst die bayerische Justizministerin Beate Merk dies zusammen …
    „Die Akzeptanz unserer Rechtsordnung ist eine bisher vernachlässigte Integrationsvoraussetzung“, ergänzt der CDU-Rechtspolitiker Patrick Sensburg …

    … Integration könne nicht funktionieren, wenn man ein System akzeptiere und fördere, das das Vertrauen in den deutschen Rechtsstaat absichtlich oder auch aus Ignoranz unterminiere.

    Aus: „Rechtsstaatsverächter Friedensrichter“
    FAZ – 27.04.2012

  545. 566.

    @ P

    Ich wusste nicht, dass Sie Rechtspopulist sind.

    • 29. April 2012 um 22:50 Uhr
    • MRX
    • 29. April 2012 um 23:03 Uhr
    • Serious Black
  546. 568.

    @ MRX – kann mich seit (sehr!) geraumer Zeit (politisch) nicht definieren – und will es auch nicht; lehne allerdings intransparentes Chaos, weil oft selbiges im Berufsalltag erlebt habend und erlebend, sowie Verursacher, Unterstützer und Profiteure selbigen Phänomens strikt ab. Es gibt dafür den Begriff „organisierte Verantwortungslosigkeit“.

  547. 569.

    – Schleier – die französische laïkale Regelung für Schulen scheint mir sinnvoll zu sein:
    >i>In December 2003, President Jacques Chirac decided that a law should explicitly forbid any visible sign of religious affiliation, in the spirit of secularism. The law, sometimes referred to as „the veil law“, was voted in by the French parliament in March 2004. It forbids the wearing of any „ostentatious“ religious articles, including the Islamic veil, the Jewish kippa, and large Christian crosses.
    The law permits discreet signs of faith, such as small crosses, Stars of David, and hands of Fatima.
    This parallels laws in Muslim countries such as Indonesia and Turkey,
    which also ban the Islamic veil in their public schools.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_scarf_controversy_in_France

  548. 570.

    Etwas OT, aber ich schreib es jetzt einfach mal:

    Ich hatte in meinem Text „Einspruch, verehrter Rat der Ulama!“ folgende Zeilen geschrieben: „… Kann ich als Moslem denn Ansichten, die doch nur denen des Gelehrtenmainstreams entsprechen, derart dreist widersprechen? Ja, und ob ich das kann! Und ich tue dies als gläubiger und praktizierender Muslim, der überzeugt davon ist hierin die universelle Vernunft und den gut verstandenen Koran auf seiner zu Seite haben.“

    Damit letzteres nicht als heiße Luft verbleibt, habe ich eine Textreihe verfasst, die ich auf meinem Blog veröffentlicht habe und in der ich meine Position zu 4:34, der Thematik der ehelichen Gewalt im Islam, dem Patriarchat und schließlich zum Verhältnis Islam und Grundgesetz versuche im Detail darzustellen. Hier sind die Links zu den einzelnen Texten. Wer mag, möge einen Blick hineinwerfen:

    Einleitung: Einführung zur Textreihe „Gedanken zu Sure 4, Vers 34“

    http://andalusian.de/index.php/blog-kategorien/item/einfuehrung-zur-reihe-gedanken-zu-sure-4-vers-34

    Teil 1: Ist die muslimische Ehefrau ihrem Mann untergeordnet?

    http://andalusian.de/index.php/blog-kategorien/item/sure4-vers34-ist-die-muslimische-ehefrau-ihrem-mann-untergeordnet

    Teil 2: Darf ein muslimischer Mann seine Ehefrau schlagen?

    http://andalusian.de/index.php/blog-kategorien/item/darf-ein-muslimischer-mann-seine-ehefrau-schlagen

    Teil 3: Männer und Frauen gemeinsam für ein humaneres Geschlechterverhältnis

    http://andalusian.de/index.php/blog-kategorien/item/fuer-ein-humaneres-geschlechterverhaeltnis

    Teil 4: Über das Verhältnis von Islam und Grundgesetz

    http://andalusian.de/index.php/blog-kategorien/item/gedanken-zu-sure-4-vers-34-ueber-das-verhaeltnis-von-islam-und-grundgesetz-teil-4

    @ Publicola & Miriam

    Eure Frage habe ich nicht vergessen – ich wollte erst die anderen Textprojekte fertigstellen, was aufwendiger war, als gedacht. Ich melde mich (hoffentlich) bald (mit einem hoffentlich kürzeren Text als die zu 4:34)

    Mit besten Grüßen
    Hakan Turan

    • 30. April 2012 um 00:35 Uhr
    • Hakan Turan
  549. 571.

    PS – Da in Frankreichs Schulen zunächst dem Schulleiter bzw. der Schule die Zulassung oder das Verbots des Schleiertragens anheimgestellt war, kam es zu zahlreichen ‚Verwerfungen‘ im Schulalltag (Pro-Schleier-Proteste, Anti-Schleier-Lehrerstreiks, zahlreiche Prozesse gegen Anti-Schleier-Schulleiter etc. etc. etc. – nachzulesen unter ‚Islamic scarf controversy in France‘ bei wikipedia (en).

    In dem Interview mit dem Orientalisten Gilles Kepel, einem der für die genannte laïkale Regelung Verantwortlichen, scheinen diese gesellschaftlichen Verwerfungen und verantwortlichen Kräfte schemenhaft auf:

    » … ich glaube, wir haben gut daran getan, ein Verbot auffälliger religiöser Symbole in der Schule zu empfehlen*.
    Ich konnte das mit eigenen Augen an den Gymnasien in Clichy-Montfermeil feststellen, wo die Mädchen, die den Schleier tragen konnten, ihn [nun] am Eingang der Schule entfernten und ihn wieder anlegten am Ausgang.
    Auf diese Weise müssen die Schulleiter zumindest nicht mehr ihre Zeit in den Gerichten verbringen. Was schließlich das Problem gelöst hat.
    … es war die UOIF (Union des organisations islamiques de France), die daraus eigentlich eine Herausforderung machen wollte. …«

    Aus: „L’Arabie Saoudite est en train de transformer le wahabisme en une sorte d’église de l’Islam“ – Interview mit dem französischen Orientalisten Gilles Kepel
    La Presse de Tunisie – 11.04.2012
    http://www.lapresse.tn/11042012/48126/larabie-saoudite-est-en-train-de-transformer-le-wahabisme-en-une-sorte-deglise-de-lislam.html
    ______________
    * Gilles Kepel war Mitglied einer Kommission der Chirac-Regierung zum Thema „Laïcité“, die 1998-2003 tätig war und Regierungsvorschläge auch zur ‚Schleierfrage‘ erarbeitete.

  550. 572.

    Kopftuchmuslimas verurteilen Fundamentalistenterror – im Syrischen Statsfernsehen.

    Ab 0.45 ‚was für eine Freiheit ?‘

    http://www.youtube.com/watch?v=k22wOqatrAE

    • 30. April 2012 um 13:59 Uhr
    • Thomas Holm
  551. 573.

    @ Jörg Lau

    Ein Auftritt von Fadwa Suleiman wird unter einer Bremer Adresse angekündigt. Vielleicht eine Interview-Idee.

    http://www.youtube.com/watch?v=nocjcMrD80Q

    • 30. April 2012 um 14:08 Uhr
    • Thomas Holm
    • 30. April 2012 um 15:04 Uhr
    • Serious Black
  552. 575.

    Arabische Linke im historischen ‚aus‘.

    Syria: Marxist intellectual arrested — Free Salameh Kaileh!

    „Salameh, though unequivocal of his support for the Syrian revolution, has criticised for different reasons both the Syrian National Council (mainly external opposition), as well as the National Coordination Council for Democratic Change (mainly internal opposition) as not truly representing the revolutionary masses. For Salameh, these sections of the opposition are unified by two things: neither of them trusts the capacity of the people to achieve change, and neither of them believe that the Syrian regime can be toppled by the Syrian people.“

    Magischer Volksmassenglaube endet bei Al Assad im Keller.

    hxxp://links.org.au/node/2841 ab 22.00

    New TV, Lebanon: Palestinian leftist scholar jailed in Syria for dissent

    http://www.youtube.com/watch?v=f81rDGTjof8&feature=plcp

    • 30. April 2012 um 15:52 Uhr
    • Thomas Holm
  553. 576.

    @ SB – Danke für die Info – unglaublich
    [„dass man das* noch erleben darf“]
    ________________

    *das=Vernunft

  554. 577.

    @SB

    Une centaine de cinq millions? Formidable.

    • 30. April 2012 um 17:03 Uhr
    • esprit de canaque
  555. 578.

    @ esprit de canaque

    Man muß auch mal das Positive hervorheben.

    • 30. April 2012 um 17:29 Uhr
    • Serious Black
  556. 579.

    Ja, SB: auch ich denke, dass Herr Holm über sich hinausgewachsen ist.

    • 30. April 2012 um 17:52 Uhr
    • Marit
  557. 580.

    Man sollte Anders Breiviks Manifest ernst nehmen und nicht einfach als Spinnerei abtun. Auch wenn er in Haft ist, so sind doch seine Gedanken und Pläne bei denjenigen angekommen, an die sie gerichtet sind. In diese Richtung weist auch eine unabhängige US-Studie, wonach es in den nächsten Jahren zu einer europaweiten allgemeinen Muslimvertreibung kommen soll. Diese Vertreibung soll nicht – wie die Judenverfolgung unter der Nazi-Herrschaft – staatlich organisiert sein, sondern durch Teile der verhetzten Bevölkerungen betrieben werden. Die Politiker sehen dann mehr oder weniger halbherzig dem Geschehen zu und unternehmen nichts Wirkungsvolles dagegen. Auf ihre Hilfe dürfen die Muslime nicht rechnen.
    Eigentlich paradox: In der BRD werden jüdische Friedhöfe, Mahnmale u. ä. von Neo-Nazis mit Schweineköpfen geschändet, und im besetzten Palästina („Israel“) werden muslimische Moscheen von Juden mit Schweineköpfen geschändet (wie in Jaffa geschehen).

    • 30. April 2012 um 18:03 Uhr
    • Lynx
  558. 581.

    @SB
    das Positive

    Stimmt auch wieder. Sonst drohen wahrscheinlich Depressionen.

    • 30. April 2012 um 18:04 Uhr
    • esprit de canaque
  559. 582.

    @ esprit de canaque #580

    Nö, aber es schärft den Blick fürs Detail.

    • 30. April 2012 um 18:08 Uhr
    • Serious Black
  560. 583.

    @ Lynx

    Teheran, Hizb’Allah, oder Hamas?

    • 30. April 2012 um 18:10 Uhr
    • Serious Black
  561. 584.

    Will denn in China gar kein Sack Reis mehr umfallen?

  562. 585.

    Ich tippe auf Muslim-Markt, d.h. Iran/Hizbollah/Assad

    • 30. April 2012 um 18:20 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
    • 30. April 2012 um 18:20 Uhr
    • Serious Black
  563. 587.

    @ HJS # 584

    ?

    • 30. April 2012 um 18:37 Uhr
    • Keine Abitte
  564. 588.

    @ Lynx

    „eine unabhängige US-Studie, wonach es in den nächsten Jahren zu einer europaweiten allgemeinen Muslimvertreibung kommen soll.“

    Lassen Sie uns raten: Handelt es sich um einen renommierten Dauergast von RussiaToday und geschätzten Gesprächspartner bei Alex Jones ?

    „In der BRD werden jüdische Friedhöfe, Mahnmale u. ä. von Neo-Nazis mit Schweineköpfen geschändet“

    Ich hatte Krischan so verstanden, dass die das nicht mehr machen …

    „und im besetzten Palästina („Israel“) werden muslimische Moscheen von Juden mit Schweineköpfen geschändet (wie in Jaffa geschehen).“

    Sind Sie sicher, dass Sie das nicht mit dem unbesetzten Teil von Großsyrien verwechseln ?

    • 30. April 2012 um 19:08 Uhr
    • Thomas Holm
  565. 589.

    @ HJS

    Absoluter Insidertipp:

    „KOPP EXKLUSIV: Ab 2012 Kriege wieder mitten in Europa
    Udo Ulfkotte 21.07.2010

    „Der renommierteste Zukunftsforscher der Welt, Gerald Celente, prognostiziert den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in seiner jüngsten Studie nach zwei Generationen des Friedens nun ethnische Spannungen und Nationalismus, Zerfall und Kriege – zudem die Vertreibung aller Muslime aus Europa. Und das alles schon in wenigen Monaten.“

    Von Celentes Blog springt einem Malware entgegen; und Kopp verlinke ich auch mal besser nicht … Ein alter Hut, aber als feurige Predigtwürze gelegentlich noch hin und wider zitiert.

    Auf Celentes youtube-Kanal wird Obama in Naziuniform dargeboten.

    Diese Ecke.

    http://www.youtube.com/user/GeraldCelenteChannel/videos

    • 30. April 2012 um 19:16 Uhr
    • Thomas Holm
  566. 590.

    Iraqis fed up with deteriorating security situation Al-Forat TV, Iraq

    Der Sender behauptet, dass noch überall Saddam-Leute die Security mimen. 16.00-16.20

    UN: Four million at risk of starvation in Sudan’s armed conflict regions, Dubai TV, UAE

    Pakistan tests nuclear-capable ballistic missile days after India’s launch, Al-Alam, Iran fragt sich ein wenig verunsichert, für wem Pakistan eigentlich so einen Chinakracher benötigt …

    Press TV, Iran führt Israelische Bedrohungsdissidenten vor …
    Iran not pursuing nuclear weapons, says Israeli commander

    … obwohl die Hardliner eher dementieren.

    http://www.youtube.com/watch?v=__e5_qDpOvo

    hxxp://www.commentarymagazine.com/2012/04/29/israeli-spook-revolt-politics-as-usual-diskin-netanyahu/

    • 30. April 2012 um 19:37 Uhr
    • Thomas Holm
  567. 591.

    test

    • 30. April 2012 um 21:27 Uhr
    • Thomas Holm
  568. 592.

    Syrisches Regime gestattet PKK-Staatlichkeit vor türkischer Haustür.

    Öcalan-Schule in Aleppo 2.13 Öcalan-Bilder ersetzen Al Assad-Bilder 4.10-4.30 Autonomie wie im Irak -5.00 Kurdische Verwaltung, Kurdische Polizei bildet in „Dutzenden“ von Kurdischen Wohngebieten mini-souvereign states- 5.30

    Die 10 % syrischen Kurden sollen wohl den Puffer abgeben gegen eine Intervention aus dem Norden. Sieht aus, als hätte der Tanz begonnen.

    http://www.youtube.com/watch?v=PGEebgTCvO0&feature=plcp

    • 30. April 2012 um 21:39 Uhr
    • Thomas Holm
  569. 593.

    @564 TH:
    „Sie bringen die liberale Gesellschaft soweit, dass sie sich kulturell ‘outen’ müßte, aber das kann sie nicht, so wie die Begriffe verkommen sind, sie kennt nur noch ‘anything goes’ und das soll gezeigt werden: ist gerade der Untergang.“
    Sie kann! Und nach meiner Beobachtung ist sie angesichts der Herausforderungen von rechts und durch radikale Koranausleger gerade dabei, dieses „kann“ als „muss“ wiederzuentdecken. Weshalb ihr diese Herausforderungen gut tun. Gesellschaften sind Spiegelbilder der sie bildenden Menschen – ohne Herausforderungen schlafen die Füsse ein und die Gedanken werden zäh wie Sirup.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 30. April 2012 um 22:41 Uhr
    • ThorHa
  570. 594.

    Hundreds of secret al Qaeda documents are found hidden in a pornographic file on a memory recording device.

    mit Anschlagsplanungen für Deutschland.

    Yassin Musharbash von „Die Ziet Newspaper“ berichtet. (1.15)

    http://www.youtube.com/watch?v=oDWqEwA8wT4&feature=plcp

    • 30. April 2012 um 22:41 Uhr
    • Thomas Holm
  571. 595.

    Unser Thema, unsere Fragestellung ist ja die „Linkslastigkeit“ der meisten unserer Medien.

    Ich saß am Abend in meiner alten Uni Düsseldorf in der UB und habe angefangen nachzudenken und zu schreiben.
    Ausführliche Antwort folgt.

    Jetzt gehe ich erst mal mit meiner Tochter in die Düsseldorfer Altstadt zum Tanz in den Mai.
    Der wird bis tief in die Nacht bzw. bis in den frühen Morgen gehen.

    Mal schauen, was im „DÄ SPIEGEL“, im „Weißen Bär“, im „Einhorn“ und all den anderen Kneipen so los ist.
    Gruß

    • 30. April 2012 um 23:40 Uhr
    • Bakwahn
  572. 596.

    Sorry, das hätte ich zuerst posten müssen:

    @ Zagreus:

    Ihr Posting # 417 als Antwort auf meine Texte # 411 und 412 sowie # 438.

    Unser Thema, unsere Fragestellung ist ja die „Linkslastigkeit“ der meisten unserer Medien.

    Ich saß am Abend in meiner alten Uni Düsseldorf in der UB und habe angefangen nachzudenken und zu schreiben.
    Ausführliche Antwort folgt.

    Jetzt gehe ich erst mal mit meiner Tochter in die Düsseldorfer Altstadt zum Tanz in den Mai.
    Der wird bis tief in die Nacht bzw. bis in den frühen Morgen gehen.

    Mal schauen, was im „DÄ SPIEGEL“, im „Weißen Bär“, im „Einhorn“ und all den anderen Kneipen so los ist.
    Gruß

    • 30. April 2012 um 23:41 Uhr
    • Bakwahn
  573. 597.

    OT – Ägypten – Präsidentschaftswahlen – Meinungsumfrage

    In the weekly statistical poll conducted by Al-Ahram Political Studies Centre, presidential hopeful Amr Moussa, Mubarak’s former foreign minister, takes the majority of votes.

    – Moussa received 41.1 percent of the votes in the poll.

    – Presidential contender Abdel Moneim Abul-Fotouh*, former Muslim Brotherhood leader, took 27.3 percent of the votes.

    – Presidential runner, Ahmed Shafiq, a former prime minister and air force chief, came in third place and achieved 11.9 percent of votes.

    – Hamdeen Sabbahi, Nasserist candidate running on an independent ticket, got 7.4 percent of the poll’s votes.

    – Selim El-Awa, well-known Islamist thinker, received 5.7 percent of the votes while
    – Muslim Brotherhood’s candidate Morsi received the lowest percentage of votes, at 3.6 percent.

    * After the Salafist Nour Party and Salafist Scholar Shura Council announced their endorsement of Abul-Fotouh on Saturday, supporters backing Abul-Fotouh are expected to rise.
    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/36/122/40506/Presidential-elections-/Presidential-elections-news/Ahram-poll-reveals-Moussa-still-Egypts-favoured-pr.aspx

  574. 598.

    Gerald Celente

    Klingt nach Ex-Schlagersänger oder Autor von Arzt-Romanen.

    • 1. Mai 2012 um 00:21 Uhr
    • N. Neumann
  575. 599.

    Unser Thema, unsere Fragestellung ist ja die „Linkslastigkeit“ der meisten unserer Medien.

    Nicht die bierselige Schwafeligkeit von sporadisch auftauchenden Beiträgern in Internetforen?

    • 1. Mai 2012 um 00:24 Uhr
    • N. Neumann
  576. 600.

    Mal schauen, was im „DÄ SPIEGEL“, im „Weißen Bär“, im „Einhorn“ und all den anderen Kneipen so los ist.

    Im „Einhorn“ ist früher ein Kollege von Gerald Celente, Pierre Lavendel, aufgetreten:

    http://www.youtube.com/watch?v=XEbRnKtI6iU

    • 1. Mai 2012 um 00:33 Uhr
    • N. Neumann
  577. 601.

    Für Krischan und alle anderen, die an der Frage verzweifeln, wie man denn Israel kritisieren könne, ohne von Broder gleich zum Antisemiten erklärt zu werden: http://www.hagalil.com/antisemitismus/europa/sharansky.htm

    • 1. Mai 2012 um 02:08 Uhr
    • Arjen van Zuider
  578. 602.

    # 599 – Piere Lavendel „100.000 Rosen schick‘ ich Dir!“ oder „Finn(inn)en in Tunesien“

    1 – Artikel:
    A Finnish Girl is Fascinated by Tunisia
    By Heidi Höök – tunisialive, 29.04.2012
    … I have not met a single father who cooks the family dinner, whereas women are not supposed to hang out in cafes. Cafes where men are only allowed are many and easy to recognise. Men are drinking tea or strong coffee from small dusty yellow glasses, gazing at passers-by …

    This causes yet another issue. As a blond female traveler you cannot miss the extra attention. More amusing than catcalls on the streets, during my day trip to Muslim holy city of Kairouan, my male companion received an offer of 5000 camels in exchange for me. After having googled the prices of camels I took that as a compliment. …

    2 – Kommentare:
    a – Tounsi says: 30 April 2012 at 00:26
    oh com’on … 5000 camels!!!! come on – I mean who the hell in Tunisia would own such a fortune and still “have time” to bet that on a woman … no matter how she looks …[…] I am a Tunisian and believe it or not I have never seen more than … well … one camel, and that was when I visited Kairouan.

    b – Nasri says: 30 April 2012 at 14:10
    […] just another 49 Finnish girls and We’ll get “Finnished” our national herd. My urgent message to the Minister of agriculture: Finnish girls are the biggest threat to our cattle, they should no longer be allowed to enter our country!

    c – Tounsi2 says: 30 April 2012 at 14:36
    […] I don’t believe any Tunisian owns 5000 camels let alone giving it for a woman. […] I really think her male guide […] wanted to play a joke on her. It is not part of Tunisian customs to offer camels to get anything.

    d – Amanda says: 30 April 2012 at 16:26
    […] not even Hollywood (the worst thing ever happened to Arabs) no longer depict Arabs as offering camels in exchange for people

    http://www.tunisia-live.net/2012/04/29/a-finnish-girl-is-fascinated-by-tunisia/

  579. 603.

    OT – Tunesien –

    The latest indicators from SFBT* – the largest brewer in Tunisia – point to a 50% increase in the production and sale of beer in the country during the first three months of 2012. According to Lasaad Mezeh, marketing director at SFBT, this significant increase was forecasted since last year, and is particularly striking in contrast with sales and production figures in 2009 and 2010.
    http://www.tunisia-live.net/2012/04/24/beer-sales-jump-for-tunisian-bottling-company-sfbt/

    *’Société de Frigorifrique et Brasserie de Tunis‘, 1925 gegründet, börsennotiert. SFBT ist die einzige Brauerei Tunesiens, die Biere in Flaschen, Dosen und Fässern in Alkoholläden anbietet und ist somit Marktführer.
    Die Brauerei produziert jährlich ca. 1.000.000 Hektoliter Bier.
    In Lizenz braut SFBT noch andere vorwiegend in 0,24l Dosen angebotene Biere wie z.B. die deutschen Löwenbräu Original und Beck’s, das österreichische Golden Bräu oder das niederländische Heineken.
    Es ergibt sich für Tunesien bei 10.000.000 Einwohner ein jährlicher pro-Kopf-Verbrauch von 10 Liter Bier
    ([finnische] Touristen allerdings nicht eingerechnet).

  580. 604.

    @600

    und

    Blog mit Obama in Naziuniform:

    Zunächst zur beliebten Diffamierungskampagne gegen Präsident Obama. Es ist schon sehr bestürzend, ihn als Fotomontage in der Pose des Chaplin’schen „Großen Diktators“ zu sehen. Ich darf wohl annehmen, dass diejenigen, die dieses Bild kennen, sich auf ein Bild dieses Blogs beziehen: Es ist das achte von oben.
    http://obamaphotoshopped.blogspot.de

    Und weiter unten dann in peinlich falschem Deutsch: „Träumen von meinem Vater- Eine Ges(ch)ichte von Rasse und Vererbung- now in the original German“
    Ja, so denkt und handelt sie, die Israellobby in den USA, das ist ihre Meinung nicht nur über diejenigen Amerikaner, die sich nicht von ihr an der Nase führen lassen wollen, sondern auch über uns hier in diesem Land.
    Und man komme mir jetzt bitte nicht schon wieder damit, es handele sich bei diesem Greenfield nur um einen bedauerlichen Einzeltäter. Wieviel Zeit, Geld und Unterstützung braucht man, um zwei umfangreiche Blogs mit täglicher Kolumne am Leben zu halten?
    Zum Posting 600: Lieber Freund, diese Diskussion, die keine ist, wurde in dieser Zeitung schon vor einiger Zeit geführt. Sogar den geschmähten Dr. Rolf Verleger hatte man dazu gebeten, eine nach mehreren Unterscheidungskritierien gegliederte Definition des Antisemitismusbegriffs zu erstellen.
    Schauen Sie, das Dreh- und Angelwort in diesem Beitrag heißt nun einmal „angeblich“. Damit ist nun nicht etwa gemeint, dass die Verfasser sich den Rücken freihalten wollen und einräumen, man könne sich auch irren, sondern es ist der Kernbegriff eben jener Unterstellung, mit der wir es hier zu tun haben:
    Dieser Artikel ist in seiner Quintessenz um kein iota anders als alle die anderen Ergüsse aus dieser Ecke, ob nun Broder, AIPAC oder der Zentralrat sie verfassen: Es ist immer und immer und immer wieder das gleiche:
    ANGEBLICH meine der ANTISEMIT den STAAT ISRAEL, in WAHRHEIT aber meine er immer nur JUDEN.
    Das ist und bleibt eben jene Unterstellung die sich selber von jeder Verpflichtung, sie auch beweisen zu müssen, freistellt.
    Es ist so als würde man sagen: Du interessierst Dich doch nur für Mathe oder Buchführung, weil du Anlagebetrüger werden willst.
    In den Kritiker wird per se eine irrationale , psychotische Haltung hineinprojeziert, um sich dann mit den Inhalten der Kritik nicht auseinandersetzen zu müssen.
    Bleiben wir doch bitte bei den INHALTEN der Kritik:
    1. Die Siedlungen sind völkerrechtswidrig- Israel erklärt sie für essentiell wichtig für die nationale Sicherheit und koppelt sie damit an das Existenzrecht Israels. Logischer Kurzschluss: Wer die Siedlungen moniert, spricht sich gegen das Existenzrecht Israels aus und ist ergo Antisemit.
    2. Israel nimmt für sich in Anspruch, in einem ewigen Kriegszustand mit 22 arabischen/muslimischen Staaten zu leben/ leben zu müssen, ein weiterer Staat dieser Kategorie ist daher eine Zumutung und untergräbt das Existenzrecht Israels. Wer die Umsetzung der Zweitstaatenlösung will, will also die Vernichtung Israels und ist ergo Antisemit.

    Das mag nun alles nach einer groben Verallgemeinerung klingen, aber daran bin ich nicht schuld. Das ist nämlich das, was jedem „Israelkritiker“ permanent um die Ohren gehauen wird, sobald er/sie sich auch nur in vorsichtigster Form mit diesem Thema befasst.

    Mehr dazu zu sagen ist Wiederholung, ich möchte nur dem Sinn nach zitieren, was ich an anderer Stelle zu dem Thema „Kritik an Israel“lesen konnte.
    „Israel verbittet sich jede Kritik, nur wer sich von niemandem kritisieren lassen will, der hat auch keine echten Freunde mehr, der hat nur noch Claquere.“

    • 1. Mai 2012 um 10:08 Uhr
    • Krischan
  581. 605.

    Fleißig der Mann!
    Wenn jemand mein, nur in den USA, auf deren kritiklose Unterstützung Israel angewiesen ist, oder bei uns, dem Volk mit der Asche von sechs Millionen Menschen auf dem Haupt, würde die Antisemitismusdebatte mit jener extremen Schärfe geführt, die kein „grau“ sondern nur „schwarz“ und „weiß“ kennt, der kann sich einen Augenblick entspannt zurücklehnen im Gefühl,dass es auch anderen Menschen auf dieser Welt genau so mies gehen muss- im Interesse der Israellobby.
    Besagter Serientäter Greenfield nahm sich Mitte April eines Falles in Großbritannien an. Das Parlamentsmitglied Howell hatte einen namentlich nicht weiter genannten „Linksaktivisten“ nach dessen Meinung zu den Raketen gefragt, die auf Israel fielen und war danach Opfer von Todesdrohungen geworden.
    Wörtlich beklagt Greenfield jene
    „pro-terrorist position that DOMINATES the political and intellectual climate in the United Kingdom“.
    Da haben wir es also, entweder man ist Likud oder man in Terrorist.
    „The Deadly Consequences of Being Pro-Israel in the UK“ heißt der Artikel, erschienen in „Frontpagemag“ am 16. April.
    Übrigens dürfen wir uns erst recht nicht sicher fühlen, wenn wir unsere politische Heimat bei den „Grünen“ haben. Ein Artikel in diesem Online-Blatt vom 1. März belehrt uns dann, was wir für böse Antisemiten sind. Neben skandalträchtigen Aussagen diverser bundesdeutscher Politiker, die hier als Gewährsleute angeführt werden, sind es Aussagen von Ökologen, die die israelische Wasserpolitik und Siedlungstätigkeit untersucht haben und zu Ergebnissen kamen, die man in Jerusalem nicht gerne hört. Selbstredend wird diesen Leuten und NGOs kollektiv Nazi-Rhetorik und Antisemitismus vorgeworfen- was denn sonst?!.
    Titel des Artikels“ Ecologists against the Jews“

    • 1. Mai 2012 um 12:16 Uhr
    • Krischan
  582. 606.

    Logischer Kurzschluss: Wer die Siedlungen moniert, spricht sich gegen das Existenzrecht Israels aus und ist ergo Antisemit.

    Es geht nicht darum, dass die Siedlungen problematisiert werden, sondern, wie sie problematisiert werden. Die populäre Rede von der „Völkerrechtswidrigkeit“ dient erstens dazu, Israel zu delegitimieren (denn mit demselben Völkerrechtsverständnis, das sich nicht um Fakten schert, könnte man auch gleich die Gründung Israels für illegal erklären), andererseits legt sie einen Doppelstandard an, wenn das israelische Verhandlungspfand „Siedlungen“ den Friedensverhandlungen entzogen wird (denn dafür, dass man auf etwas illegales verzichtet, kann man ja wohl keine Gegenleistung verlangen).

    Dass es im Rahmen eines Friedenskompromisses notwendig sein würde, einige oder gar die meisten Siedlungen zu räumen, war Grundlage aller Friedensprozesse der letzten Jahrzehnte (zB Oslo) und ist offizielle Linie der israelischen Regierung und niemand bezeichnet sie deshalb als Antisemiten.

    Israel nimmt für sich in Anspruch, in einem ewigen Kriegszustand mit 22 arabischen/muslimischen Staaten zu leben/ leben zu müssen

    Genau, der Kriegszustand ist allein Israels Entscheidung, die anderen Staaten haben nichts damit zu tun. Riechen Sie den Doppelstandard?

    Das ist nämlich das, was jedem “Israelkritiker” permanent um die Ohren gehauen wird, sobald er/sie sich auch nur in vorsichtigster Form mit diesem Thema befasst.

    Wessen Position zum Nahostkonflikt derart simpel ist, dass sie sich mit dem Wort „israelkritisch“ abschließend beschreiben läßt, der hat auch nichts besseres verdient.

    • 1. Mai 2012 um 12:54 Uhr
    • Arjen van Zuider
  583. 607.

    Machen Sie uns doch nicht krank mit diesen Ausflüchten! Ja, so ist es nämlich: Israel sägt sich den Ast ab, auf dem es sitzt. Und das haben zuerst vorsichtige Diplomaten durchblicken lassen, bei der Debatte um diese verfluchten Siedlungen. Und was ist passiert? Nichts natürlich.
    Lesen Sie doch bitte die Meldungen aus den letzten Jahren- also am besten nur aus den Jahren nach Rabins Beseitigung- mit der nötigen Aufmerksamkeit. Da ist man in Berlin, London, Paris, Washington mal „bsorgt“ wegen der israelischen Entscheidung, mehr Siedlungen zu bauen, mal heißt es schon „verärgert“. Sie werden als „hinderlich für den Frieden“ bezeichnet oder als „falsches Zeichen“. Da ist man in Washington schon „verärgert“ oder man liest die Siedlungen „düpieren“ die Verbündeten. Was wollen die Machthaber in Israel denn noch ignorieren, ohne dass man in letzter Verzweiflung das sagt, was durch die Blume der Diplomatie schon x-mal gesagt nur das Hohngelächter hinter der verschlossenen Tür provoziert hatte, nach den „Grinse-in-die-Kamera-und-schüttele-das-Händchen“ Terminen? Wie oft mag man sich in europäischen Ministerien oder auch in Washington im Geheimnen gewünst haben, die Seidlungen würden von heute auf morgen in die Luft fliegen, ganz egal wer sie sprengt.
    Die westlichen Staaten stehen mit dem Rücken zur Wand, sie können ihre politischen Ideale in der arabischen Welt niemandem ernsthaft verkaufen, ohne sich ob ihrer Feigheit gegenüber Israel in den Boden schämen zu müssen.
    Was heißt da „WIE“ die Siedlungen kritisiert werden? Sie sind zu 100 %völkerrechtswidrig, jeder Stein ist es, jede Straße, jeder Brunnen, und jeder ihrer Bewohner ist streng genommen kriminell.
    Israel kettet seine Legitimität an diese rechtsradikal belebten Steinhaufen und fordert dann deren Anerkennung, weil man ansonsten die Legitimität untergrabe. Irrtum: Israel untergräbt damit seine eigene Legitimität. Sie wissen doch, dass dieser Peter Beinart das in den USA so sieht und nicht nur er. Wer seinen Rucksack über die Schlucht wirft, um sich selber zu zwingen, die Schlucht dann zu überqueren, oder ohne Schlafsack und Zelt zu erfrieren, mag zwar als toller Held dastehen; aber wer dann doch abstürzt, der hat es dann auch so gewollt.

    • 1. Mai 2012 um 13:36 Uhr
    • Krischan
  584. 608.

    LYnx 579

    Wenn Sie damit auf die NSU-Morde hinweisen wollen, dann liegen Sie nahe bei der Wahrheit.

    Zwar kämpft die Ultra-Multi Kulti Tralla la Front noch bis zur letzten Hoffnug und hofft auf ein Wunder.

    Aber am Ende knicken sie ein wie bei Adolf Hitler.

    • 1. Mai 2012 um 13:44 Uhr
    • cem.gülay
  585. 609.

    Nochmal zum Thema „Vereinfachung“. Ich habe es in ungefähr zehn Jahren in denen ich mich mit diesem Thema befasse, noch nie erlebt, dass Isarael die Situation nicht permanent vereinfacht und auf die Minimalformel: „Wir sind die Guten, die Araber sind die Bösen“ reduziert. Dabei steht für „gut“ auch mal „die einzige Demokratie im Nahen Osten“, mal „wir wehren uns immer nur“ oder „Wir haben die Nobelpreisträger“ und für die Gegenseite steht dann beliebig austauschbar „Araber“, „Terroristen“ , „niedere Kulturstufe“, „Islamist“ , „islamische Weltverschwörung“ oder was auch immer, um nur nicht sagen zu müssen, dass es sich um Menschen handelt, die das Recht haben, in einem eigenen Staat zu leben, geschützt vor fremden Übergriffen und Enteignungsstrafexpeditionen.
    Merkwürdig ist immer nur die Technik, den Konflikt in all seinen historischen Verästelungen und Polykausalitäten darzustellen, wenn es der eigenen Sichtweise nützt.

    • 1. Mai 2012 um 13:44 Uhr
    • Krischan
  586. 610.

    Siggi Pop(Gabriel) kritisiert die Ukraine wegen Menschenrechtsverletzungen.

    Unglaublich diese ekelhafte Ignoranz, vor allem nach so vielen Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land.

    • 1. Mai 2012 um 13:49 Uhr
    • cem.gülay
  587. 611.

    @Krischan:

    Die westlichen Staaten stehen mit dem Rücken zur Wand, sie können ihre politischen Ideale in der arabischen Welt niemandem ernsthaft verkaufen, ohne sich ob ihrer Feigheit gegenüber Israel in den Boden schämen zu müssen.

    Haben Sie sich mal die Videos angeschaut, die TH hier gelegentlich verlinkt? Von den Syrern, die wahlweise Assad oder die Aufständischen und den Emir von Qatar als „Juden“ und „Zionisten“ beschimpfen? Glauben Sie, dieser Hass auf Israel und die Juden verschwindet einfach so, wenn Israel die Siedlungen räumt?

    Was heißt da “WIE” die Siedlungen kritisiert werden? Sie sind zu 100 %völkerrechtswidrig, jeder Stein ist es, jede Straße, jeder Brunnen, und jeder ihrer Bewohner ist streng genommen kriminell.

    …und mit Verbrechern braucht man nicht zu verhandeln. Diese Haltung (allgemein, nicht nur auf Israel bezogen) ist natürlich weit verbreitet und die Rechtfertigung hinter so manchem Krieg der vergangenen Jahre, aber die „Israelkritiker“ sind die einzigen, die sich damit noch zu Friedensaktivisten stilisieren.

    Achja, Kampfhandlungen durch nicht-uniformierte Kämpfer sind übrigens auch völkerrechtswidrig. Was sagen Sie denn zu der Forderung, Israel müsse mit Hamas verhandeln?

    • 1. Mai 2012 um 14:44 Uhr
    • Arjen van Zuider
  588. 612.

    OT Koranverbot in Spanien?

    „Firasat Imran, ein pakistanischer politischer Flüchtling mit Wohnsitz in Spanien, hat erreicht, was auf den ersten Blick unmöglich erscheint: sein Antrag, den Koran zu verbieten, wird in Spanien von der Verfassungskommission des spanischen Kongresses geprüft werden..

    Vor ein paar Wochen stellte Imran Firasat formell einen Antrag an das spanische Ministerium für die Präsidentschaft, den Kongress der Abgeordneten, das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und das Ministerium des Innern, in dem er die folgenden 10 Punkte zur Begründung seines Antrags anführte:

    1 Der Koran ist kein heiliges oder religiöses Buch, sondern ein Buch, das Gewalttätigkeit, Hass und Diskriminierung predigt.
    2 Der Koran ist ein grausames Buch, das die sogenannte Gemeinschaft der Muslime dazu auffordert, den Dschihad zu führen, unschuldige Menschen zu töten und den Weltfrieden zu zerstören.
    3 Der Koran ist für all den Terrorismus verantwortlich, den wir in den letzten Jahren erlebt haben, wobei Tausende von Menschen ihr Leben verloren haben.
    4 Der Koran ist ein Buch, das seinen Gläubigen sinistre Anweisungen erteilt und sie aufstachelt, die gesamte Welt zu erobern und um jeden Preis die Macht zu ergreifen.
    5 Der Koran ist ein Buch, das zu Hass und Gewalt aufruft und daher mit der modernen Welt und mit der Rechtskultur Spaniens unvereinbar ist.
    6 Die Koran ein Buch, das die Diskriminierung zwischen den Menschen anstrebt.
    7 Der Koran ist ein Buch, das keine Meinungs- und Religionsfreiheit zulässt.
    8 Der Koran ist ein Buch, das durch seine ungerechten und einem übertriebenen Männlichkeitswahn entsprungenen Vorschriften Frauen Leiden und Qualen verursacht.
    9 Der Koran ist ein Buch, dass keine Lehre der Einheit vermittelt, sondern seine Anhänger zu Zwietracht auffordert und ihnen Freundschaft mit Nichtmuslimen verbietet, weil sie in den Augen des Korans Ungläubige sind.
    10 Der Koran ist eine große Bedrohung für die freie Gesellschaft Spaniens. Ein Buch, das zur Führung des Jihad, zum Töten, zum Hass, zur Diskriminierung und zur Rache auffordert, kann in keiner Weise mit dem Rechtssystem Spaniens vereinbar sein. Es ist ein Buch, das in völligem Widerspruch zu allem steht, was das spanische Recht und die spanische Verfassung garantieren. Es stiftet zu Hass und Gewalt in unserem Land an.

    http://www.zukunftskinder.org/?p=21317

    • 1. Mai 2012 um 14:58 Uhr
    • Bellfruta87
  589. 613.

    Noch ein Friedens-Antisemit mit letzter Tinte:

    http://www.wadinet.de/blog/?p=9114

    Jetzt fehlt nur noch ein Online-Antisemit, der einen „israelischen Oppositionellen“ oder anderen Alibi-Juden zitiert, der dem Galtung-Superschwachkopf einen Persilschein ausstellt und erklärt, dass dieser kein Antisemit sein kann, weil er zumal für den Weltfrieden und gegen Nazis ist.

    Und schließlich wird der Online-Antisemit wortreich sein Unverständnis darüber äußern, dass er mit Antisemitismus in Verbindung gebracht würde, obwohl er doch nur einen Juden zitiert hat.

    • 1. Mai 2012 um 15:19 Uhr
    • N. Neumann
  590. 614.

    OT Koranverbot in Spanien?

    @ Frucht

    Nein, nur Salafismus unter umgekehrten normativen Vorzeichen.

    • 1. Mai 2012 um 15:23 Uhr
    • N. Neumann
  591. 615.

    @ NN

    Jetzt fehlt nur noch ein Online-Antisemit, der einen “israelischen Oppositionellen” oder anderen Alibi-Juden zitiert, der dem Galtung-Superschwachkopf einen Persilschein ausstellt und erklärt, dass dieser kein Antisemit sein kann, weil er zumal für den Weltfrieden und gegen Nazis ist.

    Muss sich Lau halt mal umhören.

    • 1. Mai 2012 um 15:47 Uhr
    • Keine Abitte
  592. 616.

    OT Edle Wilde

    Grönländer demonstrieren für Verkauf von Robbenfell:

    http://www.b.dk/nationalt/groenlaendere-demonstrerede-mod-magasin

    • 1. Mai 2012 um 15:55 Uhr
    • Keine Abitte
  593. 617.

    1 Der Koran ist kein heiliges oder religiöses Buch, sondern ein Buch, das Gewalttätigkeit, Hass und Diskriminierung predigt.

    „sondern“ klingt, als würden sich „religiöses Buch“ und „Aufruf zu Gewalt“ gegenseitig ausschließen.

    • 1. Mai 2012 um 15:55 Uhr
    • Arjen van Zuider
  594. 618.

    Pech für Obama: Mexikaner wollen nicht von der Dritten Welt in die Dritte Welt einwandern:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/einwanderung_abwanderung/

    • 1. Mai 2012 um 15:58 Uhr
    • Keine Abitte
  595. 619.

    OT Deutschland, Solingen, 1 Mai 2012

    http://bc01.rp-online.de/polopoly_fs/mai-2012-salafisten-pro-nrw-demonstrieren-1.2814227.1335873188!/httpImage/3744511559.jpg_gen/derivatives/rpo_zoom1024/3744511559.jpg

    hxxp://bc03.rp-online.de/polopoly_fs/mai-2012-salafisten-pro-nrw-demonstrieren-1.2814228.1335873188!/httpImage/2208989284.jpg_gen/derivatives/rpo_zoom1024/2208989284.jpg

    • 1. Mai 2012 um 16:00 Uhr
    • Bellfruta87
  596. 620.

    617 und 618 zusammengenommen bringen mich auf die Frage, wo die Salafisten wären, wenn es keine Sozialhilfe mehr gäbe.

    • 1. Mai 2012 um 16:49 Uhr
    • FreeSpeech
  597. 621.

    Schlechtmensch!

    • 1. Mai 2012 um 16:51 Uhr
    • Keine Abitte
    • 1. Mai 2012 um 17:18 Uhr
    • Zagreus
  598. 626.

    (der aktionsreichere) Teil 2 ist noch zu erwarten

  599. 627.

    ad 623

    Bund statt braun – ja, bin ich dafür und wenn ich mir diese ganzen salafisten (allah uk akbar-choräle) und die MLPD anschaue, würde ich mal ssagen: pro-köln ist im vergleich dazu regelrecht kunderbund, wärend diese band sowas von finster braun ist, dass addi seine freude gehabt hätte an denen.

    • 1. Mai 2012 um 17:29 Uhr
    • Zagreus
    • 1. Mai 2012 um 17:32 Uhr
    • Thomas Holm
  600. 630.

    ab 9:10

  601. 631.

    @Publicola/Peace Racket:

    Dazu passend auch die Versuche, Angehörige einer staatliche Institution aus einer anderen staatlichen Institution auszusperren:
    http://www.jungewelt.de/2012/04-27/048.php

    • 1. Mai 2012 um 17:46 Uhr
    • Arjen van Zuider
  602. 632.

    @AvZ 605:
    Doppelte Standards bei den meisten Israelkritikern stimmt absolut. Das erklärt nicht, warum Israel alle Siedlungen systematisch weiter ausbaut und die (eigenmächtige) Gründung neuer durch radikale Siedler selbst dann stützt, wenn sie nach israelischem Recht illegal sind.
    Das ist und bleibt Israels Achillesferse in der öffentlichen Meinung. Selbstgewählt, Beschwerden zurück an Absender.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 1. Mai 2012 um 18:00 Uhr
    • ThorHa
  603. 633.

    @606 Krischan:
    „Was heißt da “WIE” die Siedlungen kritisiert werden? Sie sind zu 100 %völkerrechtswidrig, jeder Stein ist es, jede Straße, jeder Brunnen, und jeder ihrer Bewohner ist streng genommen kriminell.“
    Ich akzeptiere Ihre Logik. Nach exakt derselben darf Israel jeden Gazastreifenbewohner bei Sicht umnieten, denn alle ungezielten Angriffe auf Zivilisten mittels Raketen & sonstigen Anschläge sind „zu 100% völkerrechtswidrig“. Jeder Bewohner des Gazastreifens ist streng genommen kriminell.
    Warum bin ich nur so sicher, dass sie DIESE Logik natürlich niemals akzeptieren werden?
    An Schlechtmenschentagen bedaure ich, dass Israel 1967 zu zivilisiert war. Ansonsten hätte es guten europäischen Vorbildern von Massenvertreibung folgen können – und es gäbe kein Palästinenserproblem mehr. Zumindest nicht in den von Israel kontrollierten Grenzen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 1. Mai 2012 um 18:09 Uhr
    • ThorHa
  604. 634.

    @630:
    Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass sich die Mischung aus Feigheit und Bequemlichkeitspazifismus der deutschen Eliten irgendwann so rumgesprochen haben wird, dass tatsächlich kaum noch jemand zur Bundeswehr geht. Und kurz danach sollte ein entschlossener Gegner auftreten. Leider bin ich dann entweder nicht mehr in Deutschland oder tot.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 1. Mai 2012 um 18:12 Uhr
    • ThorHa
  605. 635.

    @ThorHa

    Leider = zum Glück

    • 1. Mai 2012 um 18:21 Uhr
    • unlimited
  606. 636.

    @ ThorHa

    Zwischen Ihrer #593

    Über die hiesige Gesellschaft:

    „Sie kann! Und nach meiner Beobachtung ist sie angesichts der Herausforderungen von rechts und durch radikale Koranausleger gerade dabei, dieses “kann” als “muss” wiederzuentdecken. Weshalb ihr diese Herausforderungen gut tun.“

    und der 534:

    „Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass sich die Mischung aus Feigheit und Bequemlichkeitspazifismus der deutschen Eliten irgendwann so rumgesprochen haben wird, dass tatsächlich kaum noch jemand zur Bundeswehr geht. Und kurz danach sollte ein entschlossener Gegner auftreten.“

    muss eine Stimmungsschwankung eingetreten sein.

    Ist ja auch etwas hin- und herreissend die Lage.

    • 1. Mai 2012 um 20:09 Uhr
    • Thomas Holm
  607. 637.

    und der 634:

    • 1. Mai 2012 um 20:09 Uhr
    • Thomas Holm
  608. 638.

    OT – aber lohnt sich:

    http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/05/01/pro-koln-besucht-ahmanidedschad/

    @ Zagreus

    Der Kommentar trifft einerseits zu.

    Andererseits ist die linksextreme „Bürgervereinigung Alte Feuerwache“ (oder wie auch immer – eher wohl „Arbeiterfografie“ bzw. „NRhZ“), die sich noch links von der Linkspartei befindet, politisch noch bedeutungsloser als Pro Köln, die im Stadtrat sitzen und laut Wiki 220 Mitglieder haben.

    Wenn also die beiden Köpfe der „Arbeiterfotgrafie“ bzw. der „NRhZ“ (eine linksextreme Internetpostille) zusammen mit dem völlig durchgeknallten Jürgen Elsässer sowie Yavuz Özoguz vom Muslim-Markt Amahdineschad einen freundschaftlichen Besuch abstatten, dann kann man das zwar im Netz erwähnen – ein breiterer, offiziellerer Protest ist das Ganze aber partout nicht wert. Dadurch bekäme ein Haufen Irrer eine Aufmerksamkeit, die nicht ihrer politischen Bedeutung entspricht.

    • 1. Mai 2012 um 20:27 Uhr
    • N. Neumann
  609. 639.

    @ Publicola #621

    Danke für den Link zu The Peace Racket von Bruce Bawer!

    • 1. Mai 2012 um 20:36 Uhr
    • Serious Black
  610. 640.

    @ Serious Black – den Dank gebe ich gerne an N. Neumann weiter, durch dessen Beitrag veranlasst
    ich in Folge dann erst einige höchst absurde Stellungnahmen Galtungs zu relevanten politischen Themen recherchierte (‚ergoogelte‘).
    Die Welt ist in der Tat mehr als bunt.

  611. 641.

    @ Neumann

    Dadurch bekäme ein Haufen Irrer eine Aufmerksamkeit, die nicht ihrer politischen Bedeutung entspricht.

    Naja, einerseits kann ich dem Argument nur zustimmen – man muss nicht jeden Pubs eines ‚Deppen‘ gleich die große mediale Aufmerksamkeit widmen.

    Andererseits denke ich aber nicht, dass sie so unwichtig sind – selbst wenn sie nur von ihrem de facto politischen gewicht unter der kategorie ‚marginalie‘ zu verbuchen sind.

    Das problem mMn. ist, daß solche vereine/gruppierungen symbolgehalt leicht bekommen und sie darum leicht entsprechende Zustimmung oder Ablehnung finden. Weniger bzgl. ihrer politischen Inhalte als gruppierungen, als viel mehr als positive oder negative verweisstrukturen auf relativ medial auffällige problemlagen.
    Nehmen sie doch Pro-Köln. Sie schrieben dazu:
    politisch noch bedeutungsloser als Pro Köln, die im Stadtrat sitzen und laut Wiki 220 Mitglieder haben

    ok, wenn ich das akzeptiere 8was ich tue), dann heist es: die typen sind noch unwichtiger als die meisten kleinstadt-sportvereine, die idR. schon mehr mitglieder aufzuweisen haben.
    De jure haben sie sogar recht damit. De facto aber nicht – denn wenn ich mir die mediale aufmerksamkeit ansehe, die Pro-köln geniesst, dann sieht die sache schon ganz anders aus – jüngstes beispiel u. a., siehe SPON:
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,830761,00.html
    Der ganze text ist mit einer politischen verdammnis von Pro-Köln gespickt – und er wird auf einen der größten online-Zeitungsportale der BRD an prominenter stelle (er war ganz oben zeitweilig gewesen) offeriert.
    […] rechtsextremistisch eingestufte Partei Pro NRW hat der vermeintlichen Islamisierung Deutschlands den Kampf

    aber auch andere große zeitungen bringen das (noch zwei weitere beispiele):
    hxxp://www.derwesten.de/staedte/duisburg/starkes-buendnis-protestiert-in-duisburg-marxloh-gegen-rechtsextreme-von-pro-nrw-id6608937.html

    hxxp://www.welt.de/politik/deutschland/article106237333/Pro-NRW-will-Muslime-vor-Moscheen-provozieren.html

    Und wenn man sich die diversen reaktionen anschaut, z. b. die begründungen, wieso Jäger die Westengard-karrikaturen verbieten hat lassen (das erste mal, dass Karrikaturen verboten werden zu zeigen), merkt man schnell, dass es im grunde gar nicht um Pro-Köln geht, sondenr um Pro-Köln als symbol – für den spiegel als symbol einer rechtsextremistischen gesinnung, die gegen die Friedensreligion (in anlehnung an den SPD-ler Jäger:
    hxxp://www.rundschau-online.de/html/artikel/1334057190788.shtml

    Und da frägt man sich schon, ob denn die ‚willkommenskultur‘ der SPD seit neusten Verfassungsrang geniesst.

    Naja – der Punkt ist, dass Pro-Köln als auch Pro-NRW symbolcharakter haben und damit eine weit größere politische Bedeutung als sie aufgrund ihrer größe wirklich besitzen – zumindest für ihre ggener, die damit letztendlich jede diskussion und kritische auseinandersetzung oder gar ablehnung des islams verhindern wollen.
    –> das ist nicht übertrieben, denn einerseits wird diese ‚Willkommenskultur‘ eingefordert und damit implizit gesagt, dass es die einheimische gesellschaft wäre, die diese ja noch nicht geleistet hätte (sonst würde man ja gar keine solche aktion benötigen) udn sie damit schuld daran drügen, dass die Moslime noch nich so gut integriert wären. und andererseits dies halt:
    Die rechtsextreme Kleinpartei Pro-NRW plant im nordrhein-westfälischen Wahlkampf eine Serie von antiislamischen Kundgebungen vor Moscheen. Die kalkulierten Provokationen heizten das Klima auf, so der Minister vor Parlamentariern. Sicherheitsbehörden fürchteten, so der Minister, dass auch deutsche Botschaften und Firmen im Ausland betroffen sein könnten, ähnlich wie 2006 in Dänemark. Nach der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Tageszeitung hatten aufgebrachte Demonstranten in muslimischen Ländern vor dänischen Botschaften demonstriert und Fahnen verbrannt.
    Man, vor allem Politiker, gerade auch aus dem SPD und Grünen-lager befürchten anscheinend wirtschaftliche einbussen in saudi arabien oder wo auch immer, wenn in deutschland menschen zu sehr gegen den islam protestieren (das ist der kern ja der zitierten spon-stelle).

    Und so ist es auch mit der Feuerwache in Köln. Dieser verein gehört mit zu dne symbolen eben einer politschn Einstellung, die wegen ihrer ‚israelkritik‘ angegangen wird, ähnlich wie der ‚achener friedenspreis‘, und die als symbole einer weitverbreiteten stimmung in manchen bevölkerungskreisen fungiert.
    Es ist ja nicht so, dass die feuerwache isliert dastünde und es nicht gerade unter künstlern, Friedensbewegten, Linken etc… sehr viele unterstützer gäbe.

    • 1. Mai 2012 um 21:22 Uhr
    • Zagreus
  612. 642.

    Noman Benotman über: The cult of Osama bin Laden

    http://www.youtube.com/watch?v=2WkivJpeRng&feature=plcp

    Wichtiger ist aber eigentlich so etwas :

    Analysts Say Israel Would Support Independent Kurdistan

    hxxp://www.rudaw.net/english/kurds/4694.html

    Assad überläßt seine Kurdengebiete der PKK; Mad Moqtada besucht Barzani; PressTV überlegt, wozu die schweren Waffen der Irakischen Kurden gut sein sollten (Maliki fordert deren Herausgabe).

    Es sieht ein wenig danach aus, als würde man im schiitischen Machtbogen darüber raisonnieren, die Kurden auf die Türkei anzusetzen.

    Niveau der Diskussion:

    Islamist: ‚PKK sind Zionisten‘

    Antiimperialist: ‚AKP sind Oberzionisten‘

    Soviel zum Thema Antizionismus und politisches Orientierungsvermögen.

    Eine (offensive) Konfrontation mit der Türkei – über die Kurden – könnte „antiimperialistischer“ wirken, als eine (defensive) Konfrontation mit den Saudis via Damaskus und Baghdad, weil Al Assad die sunnitischen Massen der „antiimperialistischen Sache“ Teherans zu sehr entfremdet, bzw. sie gegen sich aufbringt.

    Vielleicht wollen sie mit der „Kurdischen Karte“ in Nordsyrien Erdogan nur in Schach halten; vielleicht aber wollen die Kurden dann mehr und fühlt sich die Türkei zu sehr provoziert …

    Ob die exilierten persischen Revolutionsveteranen, die man am 1. Mai so sieht, das alles noch überblicken ?

    • 1. Mai 2012 um 21:42 Uhr
    • Thomas Holm
  613. 643.

    @634:

    Vielleicht meint er tatsächlich „leider“, dass er nicht aus nächster Nähe zusehen darf, wie jenen Leuten ihr Gedankengebäude auf den Kopf fällt. Schadenfreude ist eine urdeutsche Empfindung.

    • 1. Mai 2012 um 21:57 Uhr
    • Arjen van Zuider
  614. 644.

    Schadenfreude stimmt. Urdeutsch? Hmmm, wie wäre es mit zutiefst menschlich?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 1. Mai 2012 um 22:24 Uhr
    • ThorHa
  615. 645.

    @640 zagreus:
    Aufmerksamkeit bekommt man im Medienzirkus mittles Gewaltanwendung, verbalen Extremismen oder über einen (echten oder vermeintlichen) Positionskampf. In puncto politischer Berichterstattung sind Washington Post, New York Times oder auch die englischen Qualitätsmedien weit besser, was die deutsche Arroganz gegenüber dem angelsächsischen Politikbetrieb zusätzlich lächerlich macht.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 1. Mai 2012 um 22:28 Uhr
    • ThorHa
  616. 646.

    OT – Martenstein über Nobelpreisträger –

    Als Günter Grass kürzlich erklärte, die deutsche Presse sei gleichgeschaltet und sehe ihre Aufgabe darin, gegen ihn eine Kampagne zu führen, habe ich mich gefragt, wer hinter dieser Kampagne nach Grass’ Ansicht wohl stecken könnte.

    Es kommen eigentlich nur der Mossad, Opus Dei oder die Freimaurer infrage.

    Ist der Nobelpreisträger Günter Grass womöglich ein bisschen verrückt geworden? Diese Frage habe ich mir ganz ernsthaft gestellt.

    Dass Israel das iranische Volk mittels eines Atomkrieges auslöschen möchte, diese Meinung
    stellt meiner Meinung nach keine Meinung dar, sondern eine Verrücktheit.
    So was hat nicht mal Nordkorea mit Südkorea vor.

    Ich habe dann aber festgestellt, dass gerade Nobelpreisträger auffällig häufig sonderlich werden. …

    … Traurig war das Ende des, was immer wieder gesagt werden muss, großartigen Schriftstellers Knut Hamsun, Nobelpreisträger von 1920.
    Nach dem Tod von Adolf Hitler schrieb Hamsun:
    »Er war ein Krieger für die Menschheit und ein Verkünder des Evangeliums vom Recht aller Nationen. Er war eine Gestalt von höchstem Rang.«
    Als Hamsun dies schrieb, war er etwa so alt wie Grass heute.

    Thomas Mann hatte eine Darm-Obsession, er war total fasziniert von seinem Stuhlgang. Ein typischer Tagebucheintrag während des Zweiten Weltkrieges lautete:
    »Gestörte Verdauung. Deutsche Niederlage im Osten.«
    Die rätselhafteste seiner Tagebuchnotizen heißt:
    »Massage mit dem elektrischen Bügeleisen durch K.«
    Wie man sich dies im Einzelnen vorzustellen hat, konnte die Mann-Forschung bis heute nicht herausfinden.

    Luc Montagnier, Nobelpreis für Medizin, ist einer der Entdecker des HI-Virus. Er glaubt, … DNA könne Radiowellen ausstrahlen. Vielleicht stimmt es, die anderen Forscher sind uneins.
    Falls Montagnier recht hat, wäre es denkbar,
    dass der iranische Präsident Ahmadinedschad seine Reden mittels seiner DNA direkt im Kopf von Günter Grass ausstrahlt.
    Dann tun alle Kritiker dem armen Grass bitter unrecht.

    … gibt es seit 1991 einen Spezialnobelpreis für Wissenschaftler, die besonders abwegige Forschungen betreiben oder absurde Thesen vertreten. Zu den jüngsten Preisträgern gehören drei Frauen aus Chicago, die einen BH erfunden haben, der sich, wenn Verliebte im Kriegsfall spazieren gehen, auch als Gasmaske für zwei Personen nutzen lässt.

    Der Literatur-Spezialnobelpreis wurde bisher nur einem deutschsprachigen Autor verliehen,
    dem Schweizer Erich von Däniken,
    aber noch nie einem Deutschen.
    Was sehr ungerecht ist.

    http://www.zeit.de/2012/18/Martenstein

  617. 647.

    Pierre Vogel über die Vorfälle in Solingen: http://www.youtube.com/watch?v=CiGqQJSsNLk

    • 1. Mai 2012 um 23:16 Uhr
    • Bellfruta87
  618. 649.

    Solinger Salafistenausschreitungen finden weltweit Gemeindeanerkennung:

    Millatu Ibrahim In Germany Rise To Defend Honour Of Mohammed (saw)

    http://www.youtube.com/watch?v=QWjPXMaaWfE min. 7-8

    • 2. Mai 2012 um 00:59 Uhr
    • Thomas Holm
  619. 650.

    Solinger Fanal …

    Muslime steht auf für den Islam!

    http://www.youtube.com/watch?v=dFGJMXWfifA

    Solingen: Islamische Extremisten greifen Polizeibeamte an.mp4

    (Kurzer Zusammenschnitt der Turbulenzen)

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=riy_5nEbV6s

    Weltspiegel über tunesischen Salafi-Terror in Theatern, Unis und gegen Medienleute

    Der arabischen Frühling mutiert zum islamistischen Winter

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=FUh_rmpVu88&feature=plcp

    • 2. Mai 2012 um 01:29 Uhr
    • Thomas Holm
  620. 651.

    Lieber Thorsten Haupt,
    haben sich die arabischen Bewohner des Gazastreifens als Eindringlinge auf israelischem Gebiet niedergelassen, in dem sie sagten, sie erkennten Israel als Staat nicht an und es sei somit herrenloses oder allerhöchstens „umstrittenes“ Land, so dass sie es dürften, oder haben das diese abgedreht fanatischen israelischen Siedler, aufgeputscht und unterstützt von rechtsfanatischen Politikern vom Schlage eines Scharon auf Land getan, das ihnen nicht und wieder nicht gehört?
    Was Ihre Aussagen zum „deutschen Pazifismus“ betrifft, so schließen Sie sich doch bitte mit Matthias Küntzel kurz, der wird Ihnen voll und ganz beipflichten. Als Dauerredner auf diversen „internatonalen Irankonferenzen“ bläst er schon seit Jahren ins Horn, dass uns ein unvermeidlicher Krieg mit der islamischen Welt bevorsteht. Vielleicht können Sie ihn bei seiner Kriegshetzerei unterstützen.

    @Arjen,
    Wenn Schadenfreude eine typisch deutsche Verhaltensweise sein soll, was ist denn mit Heuchelei?
    Wie sagen Sie dazu, dass jemand kein Wort darüber verliert, dass es in Israel bei nicht einmal 130 Abgeordneten in der Knesset über dreißig Minister gibt, wobei fast ein Viertel nicht einmal ein Ressort haben, nur damit jede Minipartei mit mindestens einem Vertreter am Kabinettstisch sitzen darf, dass es in Israel ein funktionierendes Sozialstaatswesen gibt, und dieselbe Person den Amerikanern pausenlos einredet, die Freiheit sei in Gefahr durch linke sozialstaatliche Experimente und eine ausufernde Staatlichkeit und einfach „viel zu viel Regierung“?
    Ach ja, dieser Mann ist Israeli und er lässt nichts auf sein Land kommen.

    • 2. Mai 2012 um 07:20 Uhr
    • Krischan
  621. 652.

    @ NN

    Andererseits ist die linksextreme “Bürgervereinigung Alte Feuerwache” (oder wie auch immer – eher wohl “Arbeiterfografie” bzw. “NRhZ”), die sich noch links von der Linkspartei befindet, politisch noch bedeutungsloser als Pro Köln, die im Stadtrat sitzen und laut Wiki 220 Mitglieder haben.

    Kannst du mehr zu denen sagen? Immerhin findet Gedankengut, das dort verbreitet wird seinen Weg auf duie Facebook-Pinnwand des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses.

    • 2. Mai 2012 um 09:01 Uhr
    • Keine Abitte
  622. 653.

    haben sich die arabischen Bewohner des Gazastreifens als Eindringlinge auf israelischem Gebiet niedergelassen

    Ob Sie es glauben oder nicht, aber das Völkerrecht verbietet bedeutend mehr als die Aneignung fremden Landes. In der Tat ist das Prinzip, dass man sich als Kämpfer zu erkennen geben muss, um die Zivilbevölkerung aus dem Krieg so gut es geht herauszuhalten, älter als das Verbot, Teile der eigenen Bevölkerung in ein besetztes Gebiet „umzusiedeln oder zu deportieren“ (ob freiwillige Ansiedlung ebenfalls dazu zählt, wäre sowieso noch zu klären).

    Wenn Schadenfreude eine typisch deutsche Verhaltensweise sein soll, was ist denn mit Heuchelei?

    Die ist geradezu universell. Und wenn ein Israeli meint, den Amerikanern erzählen zu müsseb, wie sie ihr Land zu regieren hätten, dann ist das mindestens so haltlos wie wenn ein Deutscher meint, den Israelis erklären zu müssen, wie sie ihre Konflikte mit den Nachbarn beizulegen hätten.

    • 2. Mai 2012 um 09:02 Uhr
    • Arjen van Zuider
  623. 654.

    @Krischan:
    Moment – Sie betrachten also das Aneignen von Land als schlimmeres Verbrechen, denn das wahllose Abfeuern von Raketen auf Zivilisten durch nichtuniformierte Verbrecher aus der Deckung ziviler Siedlungen? Danke, mehr musste ich über Ihr seltsames Menschenrechtsverständnis nicht wissen. Scheint doch mehr dran zu sein, an Ihrem „Antizionismus“, als konsequentes Eintreten für Menschenrechte.
    TH

    • 2. Mai 2012 um 09:21 Uhr
    • ThorHa
  624. 655.

    @ THp

    Scheint doch mehr dran zu sein, an Ihrem “Antizionismus”, als konsequentes Eintreten für Menschenrechte.

    Kennen Sie einen Fall, in dem letzteres zuträfe.

    • 2. Mai 2012 um 09:39 Uhr
    • Keine Abitte
  625. 656.

    @ Bellfrutta # 611

    Mit ähnlicher Argumentation könnte man ein Verbot der Bibel oder von Grimms Märchen fordern, vom „Herrn der Ringe“ ganz zu schweigen.

    • 2. Mai 2012 um 10:22 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  626. 657.

    @HJS

    „Mit ähnlicher Argumentation könnte man ein Verbot der Bibel oder von Grimms Märchen fordern, vom “Herrn der Ringe” ganz zu schweigen.“ …oder von „mein Kampf“.

    Lustig ist, dass sie dabei nicht sehen oder sehen wollen, dass mittlerweilen bei vielen Büchern durchaus inhaltliches verboten wird in Form von Zensuren – wie, um nur ein beispiel zu nennen, man aus Kinderbüchern vorgeblich ‚rassistische Inhalte‘ herauszensiert – beispiele wäre der ‚Negerkönig‘ bei Pippi langstrumpf oder die bezeichnung ‚Nigger‘ in Onkel Toms Hütte. oder denken sie nur an das geschrei, dass es in hamburg gab als ein von der Stadt hamburg gefördertes Kinderbuch, welches den Schulalltag den Kindern näher bringen sollte, kein farbiges Kind in einer dort illustrierten Kinderschar abbildete.
    Man sollte da durchaus bereit sein anzuerkennen, dass es eine Tentenz gibt auf sprachlich und literarischer Ebene als problematisch empfundene Ausdrucke zensierend einzuwirken – und das bei werken, die ganze Großgruppen von Menschen dezitiert nicht als ‚Gottes verpflichtende Botschaft an die Menschheit‘ verstehen.

    Das sie mal so etwas als problem auch sehen würden, wäre extrem wünschenswert – dann kmämen ihre posts vielleicht auch nicht immer so einseitig rüber.

    • 2. Mai 2012 um 10:36 Uhr
    • Zagreus
  627. 658.

    @ThorHa:
    Moment – Sie betrachten also das Aneignen von Land als schlimmeres Verbrechen, denn das wahllose Abfeuern von Raketen auf Zivilisten durch nichtuniformierte Verbrecher aus der Deckung ziviler Siedlungen?

    Eine gewisse Logik hat das ja – Menschen sind eine erneuerbare Ressource, Land nicht. Allerdings sollte man sich nicht mit dem Menschenrechtsbegriff schmücken, wenn man so denkt.

    @HJS:
    Bibel, ja (wobei sie wesentlich inkohärenter ist als der Koran und deshalb auch schlechter als direkte Handlungsanweisung verstanden werden kann). Grimms Märchen und Fantasy-Romane sind dagegen der Unterhaltungsliteratur zuzurechnen; niemand würde die darin vorkommenden Figuren und deren Handeln ernsthaft als Vorbild betrachten.

    • 2. Mai 2012 um 10:37 Uhr
    • Arjen van Zuider
  628. 659.

    OT – Persischer Golf

    In Doha wurde diskutiert:

    The Doha Debates audience last night considered the issue of minority religions in the Arab world, with the audience carrying the motion ‘This House believes Arab governments need to take urgent measures to protect religious minorities’ by 72% to 28%.

    The debate focused on the situation following the Arab Spring, amidst reports that minorities have been left worse off following the revolutions throughout the region.

    http://www.gulf-times.com/site/topics/article.asp?cu_no=2&item_no=502700&version=1&template_id=36&parent_id=16

    • 2. Mai 2012 um 10:44 Uhr
    • Serious Black
  629. 660.

    OT – aber so treffend und gut für einen etwas verspäteten Start in die Woche (achtung satire-video):
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=w6pOzrbRV-8

    • 2. Mai 2012 um 11:00 Uhr
    • Zagreus
  630. 661.

    @ AvZ

    niemand würde die darin vorkommenden Figuren und deren Handeln ernsthaft als Vorbild betrachten.

    Meinen Sie?

    Moralische Grundsätze kann man auch mit fiktiven Figuren transportieren. Das Angebot an nichtreligiösen, fiktiven Vorbildern ist äußerst breit: von A wie Achilleus bis Z wie Zorro.

    Woher kommt der Bedarf nach immer neuen Geschichten, in Form von Literatur, Theater, Comics, Film und Fernsehen?

    Menschen erzählen sich schon ewig Geschichten. Sie geben Antworten auf die ultimaten Fragen menschlichen Daseins. Sie sagen uns wer wir sind, wo wir herkommen und wohin die Reise gehen soll.

    Und sie sind auch ein Spiegel der Gesellschaft, die sie geschaffen hat.

    • 2. Mai 2012 um 11:07 Uhr
    • Serious Black
  631. 662.

    SB: Nicht in dem Sinne, wie Mohammed im Islam zum perfekten Menschen und Vorbild stilisiert wird. Natürlich identifiziert man sich je nachdem mit fiktiven Figuren und heißt deren Handlungen gut – aber kaum jemandem würde es in den Sinn kommen, eine Handlung allein deshalb als gut zu klassifizieren, weil „Aragorn das auch tut“.

    • 2. Mai 2012 um 11:21 Uhr
    • Arjen van Zuider
  632. 663.

    @Sauer

    Zagreus hat einen wichtigen Aspekt schon angesprochen, dass nämlich unverkennbar mit zweierlei Maß gemessen wird sowie der Autor eines Buches behauptet die Worte eines übernatürlichen Wesens wiederzugeben.
    Tut ein Autor das nicht, fällt eine Betrachtung ganz anders aus. In diesem Zusammenhang muss man Adolf Hitler wohl dankbar sein, dass er sich nur „Führer“ nannte und nicht etwa „Prophet“, dass er nicht behauptete „Mein Kampf“ wäre ihm von Gott oder vielleicht Odin persönlich ins Ohr geflüstert worden. Und das er nicht NS-Versammlungsräume zu heiligen Orten der neuen Religion umbauen ließ. Spirituelle Ansätze altgermanischer Herkunft gab es ja unter den Nazis durchaus. Im Zuge der Religionsfreiheit müsste man seine Anhänger wohl heute noch gewähren lassen.

    Dann wieder dieses undiffernzierte alles in einen Kopf werfen. Und diesemal betrifft das nicht nur die Bibel, sondern auch Grimms Märchen und Herr der Ring. Ist das dein Ernst Sauer?

    @Holm

    Klasse Weltspiegelreportage! Darin heißt es ja unteranderem: „Die Salafisten, die den Koran wortgetreu auslegen.“ Exakt und diese Feststellung wäre vor ein paar Jahren noch ziemlich undenkbar gewesen, zumindest in „politisch korrekten“ Mainstreammedien. Ein Verdienst der „Islamophoben“ würde ich sagen.
    Die besonders korantreuen Muslime (Salafisten) sind so wie sie sind, weil der Koran so ist wie er ist.
    Der Innenminster von NRW sieht das noch anders:
    http://www.freiheitlich.me/wp-content/uploads/2012/05/3744511559-1.jpg

    • 2. Mai 2012 um 11:50 Uhr
    • Bellfruta87
  633. 664.

    1. Man gebe den Palästinensern 4000 Kampfpanzer und die zweitgrößte Flotte von F16 Kampfflugzeugen auf der Welt und warte ab, ob sie dann noch mit Guerillataktik vergrößerte Knallfrösche nach Israel schießen.
    Je mehr sich Israel in objektiv messbares Unrecht setzt, desto mehr muss es die Handlungsweise der Araber aus Prinzip dämonisieren, nein, die Menschen selbst dämonisieren, damit die alte „wir gut, die böse“ Logik noch aufgeht.

    2. Ich kenne da ein Land, da darf man die Werke eines Komponisten nicht spielen, weil er Antisemit war.

    PS: Ich finde Wagner auch zum Kotzen mit seiner Germanentümelei, aber darum geht es hier nicht.

    • 2. Mai 2012 um 12:03 Uhr
    • Krischan
  634. 665.

    @Krischan

    „Man gebe den Palästinensern 4000 Kampfpanzer und die zweitgrößte Flotte von F16 Kampfflugzeugen auf der Welt und warte ab…“

    JAAAhhAAAA, das möchtest du doch von ganzem Herzen, damit die Juden dann endlich….

    Vor kurzem dachte ich noch psychologische Unterstüztung, also hier und da ein paar Therapeisitzungen, würden reichen, aber da habe ich mich wohl geirrt.

    • 2. Mai 2012 um 12:10 Uhr
    • Bellfruta87
  635. 666.

    @663:
    Weichen Sie unangenehmen Fragen eigentlich prinzipiell aus? Nochmal für Sie zum Mitdenken: Halten Sie das Schiessen auf Menschen gegenüber der Annexion von Land für das geringere Übel, ja oder nein? Und da Ihre bisherigen Beiträge im Zusammenhang diesen Verdacht inzwischen nahelegen: Ist Israel (in den Grenzen von 1967) ein legitimer Staat mit eigenem Existenzrecht oder sollte er morgen wieder von der Landkarte verschwinden?
    TH

    • 2. Mai 2012 um 12:27 Uhr
    • ThorHa
  636. 667.

    Haben Sie einmal in aller Ruhe darüber nachgedacht, wie willkommen die Terrorüberfälle der Araber seit den 30er Jahren denen sind, die unter dem Strich davon profitiert haben?
    Jede Rakete soll doch mit hunderten von neuen Wohnungen für Siedler beantwortet werden, und das nicht nur seit fünf Uhr fünfundvierzig.
    Ohne die bösen Israelis müssten die Araber sich natürlich endlich an ihre eigenen Nasen fassen, die vielbeschworene Opferrolle in die Tonne stampfen und sich selber aus dem Dreck ziehen; in dieser Hinsicht stimme ich den Freunden Israels voll und ganz zu. Aber ohne die Überfälle der Araber fällt es schwer, die Siedlungen anders zu rechtfertigen als mit irrationalen, im laizistischen Westen* nicht nachvollziehbaren pseudoreligiösen- in Wahrheit aber rein expansionistischen und nationalistischen, ja sogar faschistischen Motivationen und Scheinbegründungen.

    *Große Teile der USA muss man hier besser ausklammern. Wenn der Mittelwesten „Israel“ hört, so glaubt er, dass da König Salomo noch regiere und dass es keinen Bruch gegeben habe vom biblischen zum heutigen Israel.

    • 2. Mai 2012 um 12:29 Uhr
    • Krischan
  637. 668.

    @ K

    A) Israels Feinde haben keinerlei Skrupel bei der Kriegsführung. Hauptziel sind und bleiben israelische Zivilisten.

    B) Die IDF führt die Liste der Armeen mit den geringsten Kollateralschäden an.

    Was muß da noch dämonisiert werden?

    • 2. Mai 2012 um 12:30 Uhr
    • Serious Black
  638. 669.

    AvZ & SB

    Ihr beide – so mein Eindruck – redet etwas leicht aneinander vorbei.

    Wenn wir als Ausgangsbasis setzen, dass Geschichten narrative enthalten und narrative näher definieren als idealtypische Trägermedien von Werten und Idealen einer gesellschaft, dann können wir Geschichten – und darunter fallen sowohl sog. fiktive als auch nicht-fiktive Erzählungen – in mindestens zweifacher Hinsicht betrachten:
    a.) als ein produkt, das jemand herstellt, der geschichtenerzähler, und in dem er (meist unbewusst) dasjenige in der Form seiner erzählten Inhalte (z. b. figuren, Konstellationen derselbigen etc….) wiedergibt, was er selbst als Ideale und Werte ansieht. Und da er slebst teil eienr gesellschaft ist, spiegeln diese seiner ieale und Werte zumindest einen teil der jeweiligen Ideale udn Werte einer gesellschaft wieder.
    b.) Als ein Konsumgut, das jemand eben konsumiert, z. b. liest oder anschaut (film), und in dem er über die formen und inhalte der geschichte bestimmte Narrative vermittelt bekommt. Die so vermittelten narrarive können einfach nur eine spiegelung seiner bereits vorhandenen narrative sein und dienen dann höchsten s noch der stabiliserung und verfestigung derselben. Sie können aber auch abeichen, zumindest in einem bestimmten Umfang, und können so, zumidnest bei häufigeren ‚Konsum‘ bestimmte Ideale und Werte erzeugen, verstärken, abschwächen, verändern.

    Letztendlich reden wir hier über medien ja – und wie bei jedem medium, mit dessen Hilfe wir etwas übermitteln, muss nich tumbedingt das, was jemand vermiteln wollte, von dem, dem es vermittelt wurde, so aufgenommen werden, wie der vermittler es intentierte.
    Beriets bei sprache haben wir das ja:
    jemand sagt zu jemanden anderen etwas – sehr grob gesagt: jemand will etwas ausdrücken und benutzt dazu ein mangelhaftes Medium (mangelhaft deshalb, weil nie eine vollständige Intention in ein medium codiert werden kann), und jemnd anderes übersetzt dann diese Kodierung in die für ihn verständliche Interpretation.
    Einerseits ist soetwas immer mangelhaft und ungenügend und vor allem störanfällig (missverständnisse, fehlinterpretationen etc.).
    Andererseits wird aber genug übermittelt, um eine abstimmung zwischen nachrichtensender und nachrichtenempfänger oft genug erfolgreich herbeiführen zu können, so dass es sich lohnt darauf sich zu verlassen.
    Wie wichtig das gerade auch im kulturellen bereich ist, kann man am gut verständlichen Buch (es gibt viele, das ist einfach nur ein beispiel dafür) nachlesen: Michael Tomasello, Die kulturelle Entwicklung des menschlichen Denkens. Zur Evolution der Kognition, Frankfurt/M. 2002.
    Wichtig ist aber, dass über diese medien nicht ienfach nur Botschaften ausgetauscht werden, sondern drei weitere sachen passieren:
    a.) Es werden auch eben in Geschichten narrativ übermittelt und somit werte und Ideale, ja, man kann sogar sagen: sinn-generierungs-einheiten (wie sie sich in metaphern ausdrücken, die als indexikalisierte metaphern verwendet werden, und sinnzusammenhänge herstelllen aufgrund der übertragungsleistung dieser Metaphoriken in andere zusammenhänge, wobei die in der Metapher interne strukutr nicht nur einfach mitübertragen wird, sondern als erklärungszusammenhang im übertragenen Gebiet funktioniert.)
    b.) Es geschieht so eine abspreicherung – sprich medien ‚erhalten‘ immer über eine zeitdauer Kodices, also letztendlich auffindbare Strukturen, die übersetzt werdne können.
    c.) Und es geschieht so auch eine stabilisierung, ein auf-dauer-setzten dieser in den narrativen enthaltendenen Ideale und Werte in einer gesellschaft, die sich diese geschichten eben erzählt.

    Wichtig dabei ist aber zu erkennen, dass die materialität der Medien selbst nicht nur bestimmte arten der kodifizierung begünstigen, sondern darüber hinaus auch bestimmte entschlüsselungen im verhältnis der jeweiligen leser wahrscheinlicher machen als andere entschlüsselungen –> sprich: bestimmte lesarten eines Textes sind in einer bestimmten Kultur, bei der ein bestimmtes leseverhalten und ein bestimmter Umgang mit texten verbreitet ist, wahrscheinlicher als andere lesarten.
    grob gesagt: In einer Kultur, in der die menschen eine wortwörtliche Lesart bevorzugen (im gegensatz zu einer mehr poetischen), werden bestimmte lesarten dieses textes häufiger auftreten als in einer anderen kultur, in der die Menschen einfach anders mit texten umgehen (z. B. weil einfahc weniger lesen können, so das nur eine relativ kleine schicht die texte lesen kann und diese wiederum damit auch andere, schichtspezifische Intentionen verbinden).

    Der ‚Koran‘, in dem die ideale und Werte einer religiös-fanatischen gruppe von menschen, die eine religiös-kriegerische revolution in ihrer gesellschaft vollzogen haben, enthält in seinen Erzählungen die entsrechenden Werte und ideale dieser menschen. 100%-ig herauslesen kann sie niemand mehr, denn diese konkrete historische gesellschaft ist seit ca. 1300 verschwunden.
    Herauslesbar ist aber nicht irgendwas, sondern unter bestimmten Bedürfnislagen der leser all das, zu dem die strukturen der geschichten hinleiten.
    Wie die Ideale udn Werte Strukturen von geschichten in einem medium beeinflussten, so finden sich die strukturen wieder im leseprozess und vermitteln damit zusammenhängende Handlungs- und Denkansätze in der gegenwart der Lesenden.
    Selbst eine reine auffassung dieser geschichten als eine (fiktive) geschichte ist letztendlich ein umgang mit dem text in der gegenwart, der im zusammenhang von handlungsoptionen diese beeinflussen.
    Zugleich werden Ideale und Werte herausgelesen (auch wenn sie dann als nicht akzeptabel zurückgewiesen werden sollten), die in einem gentischen Zusammenhang mit en ursprünglichen werten insoweit tehen als das die struktur die vermittlung zwischen den beiden ‚wertesets‘ darstellt.
    Nehemn wir ein anderen beispiel: Achilleus aus der homerischen ilias.
    Das lesen des Epos vermittelt informationen über Achilleus insofern, als das wir Achilleus in bestimmten strukturen, nämlich in den die geschihten ausmachenden Handlungsabläufen kennen lernen. Wir sehen an der darstellung seinen äußerungen und handlungen innerhalb der Erzählung bestimmte ideale und werte vermittelt, die wir wiederum als optionen zur bewähltigung unseres eigenen Alltags heranziehen können (man muss etwas erst einmal kennen (haben), bevor man es auch möglicherweise in einer situation anwenden kann). Haben wir wirklich die Ideale und Werte homers und seiner gesellschaft, die griechische geselslchaft ca. 700 v. Chr.? Sicherlich nicht – aber wir haben diese geschichte heute und sie sagt immer noch etwas aus eben im Frusse ihrer Erzählung und ihrer eingebundenheit in unsere kultur.

    Und die salafisten lesen genauso ihre werte heraus aus dem koran wie andere, friedliche Moslems – nur lesen sie (in details) abweichendes heraus –> aber die spannbreite der möglichen interpretationen beinhaltet nicht nur beide positionen, sondenr auch ein kontinuum von möglichen Lesarten zwischen beiden Positionen.

    • 2. Mai 2012 um 12:33 Uhr
    • Zagreus
  639. 670.

    Israel und ein arabisches Palästina sind als Wunsch von mir zwei international anerkannte Staaten mit Existenzrecht, das sie gegenseitig anerkennen, in den Grenzen von 1948.
    Jerusalem bekommt einen Sonderstatus mit einer gemischten Stadtverwaltung und freiem Bewegungsrecht der Bewohner.
    Beide Staaten müssen strengen Rüstungskontrollen unterliegen, was im Falle Israels schwer zu bewerten sein wird, weil ein arabisches Palästina nur von Israel angegriffen werden könnte ( mal so vermutet), während Israel sich auch auf andere Feinde wird einstellen dürfen.
    Vieleicht hilft hier ein kollektives Sicherheitssystem, so eine Art OSZE plus NATO.
    Minderheiten werden akzeptiert, müssen aber die Landesgesetze respektieren und dürfen nicht als Speerspitze in einem Wirtschaftskrieg der jeweils anderen Seite ausgenutztz werden ( abkaufen des Landes.)

    • 2. Mai 2012 um 12:35 Uhr
    • Krischan
  640. 671.

    @ Zaggy

    „…dann kmämen ihre posts vielleicht auch nicht immer so einseitig rüber.“

    Und Sie sind natürlich stets und völlig objektiv.

    • 2. Mai 2012 um 12:35 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  641. 672.

    @ Bellfrutta

    „Ist das dein Ernst Sauer?“

    Erstens sind wir per Sie und zweitens heiße ich nicht Ernst.

    • 2. Mai 2012 um 12:37 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  642. 673.

    @ Krischan

    Ich finde, Sie haben Ihren Judenknacks nun genügend ausgebreitet. Wie wär’s mit Postings, die andere Themen behandeln?

    • 2. Mai 2012 um 12:39 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  643. 674.

    @ bellfruta87

    Und das er nicht NS-Versammlungsräume zu heiligen Orten der neuen Religion umbauen ließ.

    Diese ihre Aussage ist falsch – er hat (bestimmte) NS-Versammlungsräume zu heiligen Orten der neuen Religion umbauen lassen – es sei nur an den verammlungsraum (obergruppenführersaal) auf der SS-ordensburg Wewelsburg erinnert oder an die SS-ordensburg Vogelsang.
    genauso gab es ‚religiöse‘ Kultstätten – z. b. in München mit den novembergefallen oder ‚religiöse‘ Kultgegenstände wie die sog. ‚Blutfahne‘.
    (Bei den entsprechenden Räumen der SS-Ordensburgen haben wir echte religiöse versammlungsräume (sofern man den germanen- und arierkult der SS als religiös bereit ist zu akzeptieren.)

    • 2. Mai 2012 um 12:42 Uhr
    • Zagreus
  644. 675.

    OT Norwege

    Der norwegische „father of peace studies“ und Ikone Linksverdrehter hetzt ganz ungeniert gegen Juden. Breivik wäre vom Mossad gesteuert:

    „“The Jews control U.S. media, and divert for the sake of Israel,” wrote Galtung in an article published in Norway. He pointed out that one of the factors behind the anti-Semitic sentiment that led to Auschwitz was the fact that Jews held influential positions in German society.
    Galtung also recommended reading “The Protocols of the Elders of Zion“.

    Among other claims, Galtung stated that there is a possible link between Anders Behring Breivik, responsible for massacring dozens of children in Norway last summer, and Jewish and Israeli factions. The connection is supposedly based on the fact that the murderer has ties to the “Freemasons” organization, “which has Jewish origins,” according to Galtung. The supposed connection to Israel is through the Mossad – which Galtung believes might have given Breivik his orders. “

    http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/pioneer-of-global-peace-studies-hints-at-link-between-norway-massacre-and-mossad-1.427385

    Und dieser Mann ist ein mehrfach ausgezeichneter und geschätzer Gesprächspartner und das mit Sicherheit ganz besonders bei den norwegischen Sozialdemokraten…

    • 2. Mai 2012 um 12:45 Uhr
    • Bellfruta87
  645. 676.

    Bellfruttas Aufgabe hier ist es mit copy and paste aus islamhasserforen Meinung der Rechtspopulisten zu verbreiten. Solche pseudowissenschaftlichen Aüserungen sind eine Gafahr für die Demokratie.

    • 2. Mai 2012 um 12:46 Uhr
    • Früchten
  646. 677.

    @ Bellfruta87

    @ Bellfrutta

    “Ist das dein Ernst Sauer?”

    Erstens sind wir per Sie und zweitens heiße ich nicht Ernst.

    Eben! Nicht jeder darf hansi hansi nennen und duzen – man muss sich das erst verdienen. und ob man es sich verdient hat sieht man daran, dass hansi anfängt den eigenen ‚namen‘ zu verhunzen – was er selbstverständlich nur aus zuneigung tut, wobei ihm klar ist, dass er dann sich das und etwas mehr ebenfalls sich gefallen lassen muss. Denn wie hansi austeilt, so muss halt hansi auch einstecken können.

    Oder, lieber hansi, siehst du das etwas anderes als das alte sprichwort: „wie es in den wald hineinschallt, so schallt es auch wieder heraus“?

    • 2. Mai 2012 um 12:51 Uhr
    • Zagreus
  647. 678.

    @Früchten

    „Bellfruttas Aufgabe hier ist es mit copy and paste aus islamhasserforen Meinung der Rechtspopulisten zu verbreiten. Solche pseudowissenschaftlichen Aüserungen sind eine Gafahr für die Demokratie.“

    Ich hätte das gerne etwas konkreter, damit ich nicht vollends den Eindruck gewinne, dass es Ihnen im Grunde nur darum geht Meinung zu verbieten, die Ihrem Weltbild nicht entsprechen. Ich bin gerne bereit über Fakten und Argumente zu diskutieren, aber wenn Sie nur pauschal nach Zensur rufen, dann sind SIE in Wahrheit derjenige, der eine Gefahr für die Demokratie in diesem Land darstellt.

    @Sauer

    „Erstens sind wir per Sie und zweitens heiße ich nicht Ernst.“

    So destruktiv wie man Dich halt kennt.

    • 2. Mai 2012 um 13:00 Uhr
    • Bellfruta87
  648. 679.

    wie willkommen die Terrorüberfälle der Araber seit den 30er Jahren denen sind, die unter dem Strich davon profitiert haben?

    ?

    irrationalen, im laizistischen Westen* nicht nachvollziehbaren pseudoreligiösen-rein expansionistischen und nationalistischen, ja sogar faschistischen Motivationen und Scheinbegründungen.

    vulgo Grundbucheintrag?

    • 2. Mai 2012 um 13:05 Uhr
    • Serious Black
  649. 680.

    @ HJS

    Erstens sind wir per Sie und zweitens heiße ich nicht Ernst

    Gäbe es die Groß- und Kleinschreibung nicht, könnte man jedoch einwenden: „Sie sind es aber.“

    • 2. Mai 2012 um 13:14 Uhr
    • Keine Abitte
  650. 681.

    @ K

    in den Grenzen von 1948.

    Jenau, auf Angriffskrieg mit genozidaler Intention, steht bei Ihnen natürlich eine kleine Ermahnung und anschließend die Rückkehr zum staus quo ante.

    Sind Sie Mitglied bei Erika Steinbachs Revisionistenclub?

    Jerusalem bekommt einen Sonderstatus mit einer gemischten Stadtverwaltung und freiem Bewegungsrecht der Bewohner.

    Weder Juden und Palästinenser wollen das. Wie gut, daß Sie viel besser wissen was gut für die Irren* da unten ist.

    PS
    Schon mal drüber nachgedacht, wieso niemand -weder die UN, noch sonst jemand- nach 1948 bis 1967 einen weiteren arabischen Staat in der Westbank und Gaza forderte?

    * Wenn einem auf der Autobahn 100 Geisterfahrer entgegenkommen, sollte man mal grübeln, ob man selbst richtig fährt.

    • 2. Mai 2012 um 13:19 Uhr
    • Serious Black
  651. 682.

    „Das ist eine unglaubliche Provokation“, kritisierte Schneider. „Wenn man die Kunstfreiheit missbraucht, um gegen eine Religion mobil zu machen, dann haben wir es mit einem Anschlag auf die Zivilgesellschaft zu tun“, sagte Schneider im Gespräch mit der WR.

    http://www.derwesten.de/region/westfalen/schneider-sieht-unglaubliche-provokation-von-pro-nrw-id6611794.html

    • 2. Mai 2012 um 13:40 Uhr
    • Regenbogen68
  652. 683.

    Anschlag auf die Zivilgesellschaft:

    bitte löschen Sie unmittelbar den Link zu Monty Python hier rechts in der Blogroll. Das ist ein Anschlag auf die Zivilgesellschaft!

    • 2. Mai 2012 um 13:43 Uhr
    • Regenbogen68
  653. 684.

    Jehova, Jehova, Jehova!
    Nein, mal ohne Spaß und mit Respekt: „The Life of Brian“ bewirkte einstweilige Verfügungen gegen eine Aufführung in den USA und GB, aber nicht in Israel, und das trotz der ins Antisemitische gehenden Veräppelungen.

    • 2. Mai 2012 um 13:50 Uhr
    • Krischan
  654. 685.

    „Das Leben des Brian“ ist v.a. romophob!

    • 2. Mai 2012 um 13:52 Uhr
    • Keine Abitte
  655. 686.

    Wenn die ganze Welt sich in der Illusion wohlfühlte, mit der Annexion des für die Araber vorgesehenen Teiles Palästinas sei alles gut, so ist das noch lange kein Grund dafür, die Araber in ihrem eigenen Land zu Fremden und geduldeten Metöken, besser Heloten zu erklären und auf deren Ausweisung nach Jordanien hin zu arbeiten, so wie es ein großer Teil der israelischen Rechten tun will und fordert.
    Stichwort: Worldlikud, damit nicht wieder einer hier sagt, ich hätte das erfunden.

    • 2. Mai 2012 um 13:55 Uhr
    • Krischan
  656. 687.

    @ regenbogen68

    „Wenn man die Kunstfreiheit missbraucht, um gegen eine Religion mobil zu machen, dann haben wir es mit einem Anschlag auf die Zivilgesellschaft zu tun“, sagte Schneider im Gespräch mit der WR.

    Geiler satz – und das von einem Minister. Wenn ich den satz ernst nähme und auf das 19. & 20. jahrhundert übertragen wurde, wäre die ganze karrikaturen-kritik an den Kirchen und ihren symbolen (denn die sahen es auch als Angriff gegen das christentum vulgo ihre religion) wie sie z. b. vom kladderdatsch geleistet wurden, nach meinung eines gewerkschafters und SPD-Ministers verboten worden – es ist an zynismus bald nicht mehr zu übertreffen, waren doch gerade die arbeiterbewegung und die SPD-ler diejenigen, die im 19. und frühen 20. jh. mit hilfe von karrikaturen religiöse vorstellungen und institutionen angegriffen haben und aus deren reihen die häftigste kritik an der religion (nämlich hier auch als staatstragende institution) erfolgte. Und nun stellt sich ein SPD-ler und Gewerkschafter hin und will karrikaturen als mittel der kritik an religion bzw. an den praktischen erscheinugsformen von religion verbieten….
    Sorry, aber auf sozialdemokraten und ähnliche llinke kann man nur noch pis… – da wünscht man sich ja bald die monarchisten zurück, die waren wohl ähnlicher auffasung, aber taten wenigstens nicht so, als ob sie für meinungsfreiheit und kunstfreiheit wären.

    • 2. Mai 2012 um 13:56 Uhr
    • Zagreus
  657. 688.

    @Krischan:
    1. Man gebe den Palästinensern 4000 Kampfpanzer und die zweitgrößte Flotte von F16 Kampfflugzeugen auf der Welt und warte ab, ob sie dann noch mit Guerillataktik vergrößerte Knallfrösche nach Israel schießen.

    Erstens ist es bezeichnend, dass die Kassam für Sie bloß ein „vergrößerter Knallfrosch“ ist. Vor 70 Jahren nannte man ein ähnliches Fabrikat noch ehrfurchtsvoll „Stalinorgel“ (im Gegensatz zur Hamas besitzt die Hizbolla übrigens echte Katjuschas – aber sobald die Saudis das Geld fließen lassen, verkauft sie die wohl an die FSA)
    Zweitens wäre das, was die Palästinenser meiner Einschätzung nach mit fortgeschritteneren Waffen tun würden, ebenfalls völkerrechtswidrig.
    Drittens finde ich es bedenklich, wie leichtfertig Sie „asymmetrischen Krieg“ als Rechtfertigung für schwerste Verstöße gegen das Völkerrecht anführen. Auch der Guerillakrieg ist völkerrechtlich geregelt (und schreibt zB eine eindeutige Kennzeichnung, wenn auch keine Uniformierung, von Partisanen vor, um sie von Zivilisten zu unterscheiden).

    • 2. Mai 2012 um 13:57 Uhr
    • Arjen van Zuider
    • 2. Mai 2012 um 13:57 Uhr
    • Zagreus
  658. 690.

    @Krischan:
    So, so – Israel in den Grenzen von 1948. Erklären Sie MIR doch mal (einem Israeli gegenüber ist das unmöglich), wieso Israel auf die Landerweiterung aus Kriegen verzichten sollte, die andere ihm aufgezwungen haben? Die Grenzen von 1948 sind seit dem unprovozierten, unnötigen und dämlichen Angriff der Araber/Palästinenser nach Staatsgründung Israels ohnehin obsolet. Die Palästinenser hätten sie einstmals haben können – Chance historisch verspielt, Thema durch. Heute ist die Verhandlungsmasse auf die Grenzen von 1967 geschrumpft, wenn die Palästinenser Glück haben.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 2. Mai 2012 um 14:01 Uhr
    • ThorHa
  659. 691.

    Danke, werde es ansehen.

    • 2. Mai 2012 um 14:05 Uhr
    • Keine Abitte
  660. 692.

    @674:
    Abbitte an meine eigene Menschenkenntnis – die ist doch besser, als vermutet. Sowohl bei Grass als auch bei Galtung kam das Paranoide am Ende durch, dass in ihren Selbststilisierungen als moralische Ikonen schon immer sichtbar war. Hätte nur nicht gedacht, dass es bei Galtung so ekelhaft werden würde …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 2. Mai 2012 um 14:06 Uhr
    • ThorHa
  661. 693.

    Zum Verständnis der Hintergründe empfiehlt sich die Lektüre von diesem Stück devoter Hofberichterstattung:
    http://blog.zeit.de/joerglau/2010/03/26/moscheentour-mit-siggi-und-peter_3544

    • 2. Mai 2012 um 14:10 Uhr
    • Keine Abitte
  662. 694.

    Apropos „Das Leben des Brian“.

    In Betrachtung des oft weinerlichen und sich benachteiligt fühlenden und in der Opferrolle einrichtenden typischen Migrantenvertreters, wobei Migrant im Grunde ausschließlich für türkisch/arabische (islamisch) Einwanderer steht, bekommt man als Deutscher den Eindruck, man wäre wie die Römer in „Das Leben des Brian“. Mit dem Unterschied das die Deutschen hier zu Hause sind und die Migranten die Zugewanderten sind.
    Hier der Videoausschnitt: http://www.youtube.com/watch?v=BbOedZN3Sb4

    • 2. Mai 2012 um 14:16 Uhr
    • Bellfruta87
  663. 695.

    @Bellfruta/Krischan:

    Die Juden in Life of Brian sind eine ziemlich eindeutige Parodie auf die europäische Linke der 70er. Das ist nicht antisemitisch (@Krischan) und Ähnlichkeiten mit heutigen „Migrantenvertretern“ sind weder beabsichtigt noch zufällig, sondern aufgrund deren Anknüpfung an die damaligen Diskurse schlicht unvermeidlich (@Bellfruta).

    • 2. Mai 2012 um 14:33 Uhr
    • Arjen van Zuider
  664. 696.

    Trefflich (@ AvZ).

    • 2. Mai 2012 um 14:44 Uhr
    • Keine Abitte
    • 2. Mai 2012 um 14:51 Uhr
    • Keine Abitte
    • 2. Mai 2012 um 15:05 Uhr
    • Zagreus
  665. 699.

    @ MRX

    Vermutlich schluckt Krischan auch keine Pillen vom Ratiopharm (gehört zum israelischen Teva-Konzern).

    • 2. Mai 2012 um 16:54 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  666. 700.

    @ HJS

    Ah, daran liegt’s!

    • 2. Mai 2012 um 17:00 Uhr
    • Keine Abitte
  667. 701.

    „Abdelbasset Saroot, former Syria international goalkeeper, … was wounded by pro government sniper in Al Khalidieh in Homs on Wednesday but is in good health.“

    http://www.trust.org/alertnet/multimedia/pictures/detail.dot?mediaInode=b38b697e-902b-462f-b226-4baccbb4aaaf

    • 2. Mai 2012 um 21:13 Uhr
    • Thomas Holm
  668. 702.

    Der Schiitische Machtbogen aus Sicht Iranischer Oppositioneller:

    http://www.youtube.com/watch?v=g-sCYpWfQl8

    Man achte auf den Heimwerkerbohrer bei 1.30; die Leichen von Opfern der Umtriebe des Irakischen Innenministeriums wurden im Irak in großer Zahl mit Spuren von Schlagbohrermißbrauch aufgefunden.

    „it’s even self-destructive. …

    National Socialism and fascism was also self-destructive …

    … And irrational, which makes it both easy(ier)* and harder to fight, but that much more necessary…

    Because there is something mad, deluded, and self-destructive about the other side. I think they will start to make–the Jihadists will start fighting among themselves….

    I think it’s been more like the Second World War because of the irrational.“

    Hier hat m.E. Christopher Hitchens den dialektischen Kern der Sache getroffen.

    hxxp://www.hoover.org/multimedia/uncommon-knowledge/27060

    „both easier* and harder to fight, but that much more necessary“

    Genau in dieser Reihenfolge muß man es sehen.

    *gesprochen, bei 5.35

    Damals noch: nur im Kontext des Wahabi-Jihadismus.

    Umso mehr trifft die Aussage im Kontext des sich jetzt entfaltenden Saudisch-Iranischen Gegensatzes zu.

    Etwas vergleichbares, wie etwa dieses Gespräch von Christopher Hitchens mit Newt Gingrich (vom 18. July 2002 !) habe ich im Europäischen Umfeld bisher nicht entdecken können.

    • 2. Mai 2012 um 22:34 Uhr
    • Thomas Holm
  669. 703.

    The Infidel Movie FULL.webm

    Zufallsfund auf Youtube !! 0.42.00-00.43.30

    http://www.youtube.com/watch?v=JRzgYckCRx8

    • 3. Mai 2012 um 00:15 Uhr
    • Thomas Holm
  670. 705.

    OT – Libyen
    Meanwhile, the NTC dropped a ban against parties organized along religious, regional, tribal or ethnic lines.
    Members of the NTC judicial committee on Wednesday read out an amended version of its law governing the formation of political parties, making no mention of the ban.

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/05/02/211784.html

  671. 706.

    OT – Tunesien

    A verdict in the trial of a Tunisian television station director accused of insulting sacred values for having screened the Franco-Iranian film “Persepolis” is set for Thursday, court sources said.
    Nabil Karoui’s Nessma television station broadcast the award-winning animated film, which recounts the Iranian revolution and its aftermath through the eyes of a young girl, on October 7 last year.
    But it sparked outrage because of scenes depicting God, whose representation is banned in Islam.
    Within two days of the broadcast, Islamic militants attacked the television station’s offices and Karoui’s home during violent demonstrations in Tunis….
    The verdict could set the standards for the future of freedom of expression in the very country whose citizens kicked off the Arab Spring a year and a half ago.
    … the case has become a cause celebre, a battleground between Islamist militants and secular, liberal elements protesting what they say is the rise of religious extremism.

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/05/02/211721.html

  672. 707.

    OT – „Friedensrichter“ –

    … der ehemalige ARD-Journalist Joachim Wagner. Er hat ein Buch über das Phänomen der Friedensrichter geschrieben, darüber, wie „islamische Paralleljustiz unseren Rechtsstaat gefährdet“. Manche dieser Friedensstifter arbeiteten legal, doch die meisten seien im kriminellen Milieu tätig, glaubt Wagner.

    Was Wagner kritisiert, ist in anderen Ländern Normalität.
    In muslimischen Gesellschaften ist der Einsatz von Friedensrichtern üblich.
    Nur Männer dürfen als solche handeln, sie werden gerufen, wenn es zu Konflikten kommt, wenn sich Familien streiten oder sich jemand bei einem Kauf betrogen fühlt. Einige von ihnen haben diese Tradition mitgebracht, als sie nach Deutschland kamen.
    So sei in Einwanderervierteln eine islamische Parallelordnung entstanden, die eine höhere Akzeptanz genieße als deutsche Gesetze, sagt Wagner. Ist also der deutsche Rechtsstaat in Gefahr?

    „Von einer islamischen Paralleljustiz in Deutschland durch Friedensrichter kann keine Rede sein“, entgegnet Peter Scholz, Vizepräsident des Berliner Amtsgerichts Tiergarten. Die Diskussion werde lediglich durch „einzelne spektakuläre Fälle am Leben erhalten“, so Scholz.

    Und tatsächlich: Wagners Thesen beruhen größtenteils auf seinen Aktenstudien, es ist ihm nicht gelungen, intensiv in das von ihm beschriebene Milieu einzutauchen.
    Zur Arbeit von Friedensrichtern gibt es keine Statistiken und Wagners zusammengetragene Fakten liefern nur dünnes Beweismaterial für seine Bedrohungstheorie.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-05/friedensrichter-islam-justiz/komplettansicht

    – ? ? ? –

  673. 709.

    Die witzige Gasprinzessin zeigt Humor.
    http://webcurios.files.wordpress.com/2008/11/782907642.jpg

    • 3. Mai 2012 um 00:57 Uhr
    • MSCDEX.EXE
  674. 710.

    PS zu 706 – „Friedensrichter“ –

    In einer ((durch Migranten revitalisierten)) Clan-Gesellschaft in Deutschland zu leben, wäre ein zivilisatorischer Rückschritt,
    der mit Demokratie und individuellen Freiheitsrechten nicht zu vereinbaren ist. Punkt.
    Deswegen ist jeglicher Ausprägung von Clan-Strukturen konsequent entgegenzutreten und sind bestehende Clan-Strukturen aufzulösen, da unvereinbar mit dem Grundgesetz.

  675. 711.

    @ P

    Rechtspopulist!

    • 3. Mai 2012 um 06:20 Uhr
    • MRX
  676. 712.

    @ MEX – in vorliegendem (im verlinkten ZEIT-Artikel vertuschend-beschönigenden) Falle: ein Kompliment – Danke!

  677. 713.

    MRX natürlich

  678. 714.

    „An manchen Wänden standen Graffiti: „Macht weiter wie bisher, und wir kommen zurück – die Todesbrigade.“ …

    In einem Nachbardorf brachten Oppositionskämpfer anschließend einen Mann um, den sie für einen Spitzel des Regimes hielten, erzählt Solvang. …

    „Die Uno-Beobachter müssen aufpassen, dass hinter ihrem Rücken nicht solche Verbrechen begangen werden.““

    Typischer Leserkommentar:

    „Geht die Hetze gegen Syrien weiter? Ich brauch den Artikel nach der Zwischenüberschrift gar nicht weiter lesen, ich weiss schon was drin steht.“

    Von soviel Sympathie, wie sie Herrn Al Assad seit Monaten zuteil wird, konnte der Westen stets nur träumen.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,830974,00.html

    • 3. Mai 2012 um 07:37 Uhr
    • Thomas Holm
  679. 715.

    @ Publicola

    die autorin schrieb bisher immer für die Taz – also kann man sich denken, welche einstellung sie mitbringt.
    Das die Zeit diese verharmlosende darstellung bringt ist aber ja auch kein Wunder – da die zeit ähnlich wie die SZ da einen sehr verarmlosenden Kurs einschlägt – ist halt links, und links ist nur religionskritisch und gegen autoritär-patriarchalische Strukturen, wenn es von der katholischen Kirche kommt.

    • 3. Mai 2012 um 07:39 Uhr
    • Zagreus
  680. 716.

    Es dreht sich wie immer im Kreis. Allerdings wird dadurch der Fokus des Betrachters auf die Mitte dieses Strudels gelenkt, auch wenn diejenigen, die diese Bewegung zu ihrem Nutzen am Leben halten, im Glauben handeln, dadurch ablenken zu können.
    Konkret heißt das, dass der größte Teil der Israellobby nicht müde wird, zwei sich widersprechende Behauptungen parallel aufzustellen:
    1.Israel stehe zu seinen vertraglichen Verpflichten.
    2.Israel ist an nichts gebunden.
    Wenn im klaren Widerspruch zum völkerrechtlichen Verbot von Annexionen, und das schließt militärische Verteidungen ein, immer wieder und wieder die alte Platte aufgelegt wird, es sei völlig normal sein Staatsgebiet zu erweitern, wenn man einen Aggressor zurückgewiesen hat, so wirft das ein übles Licht auf Israel, es sei denn, man setzt sich die von Israel verordnete Brille auf oder nimmt Tropfen zur gestörten Wahrnehmung von Wahrheit( vielleicht gibt es die ja auch von Ratiopharm).
    Wer waren die Aggressoren 1948: Syrien, Ägypten, (Trans)jordanien.
    Geht es bei der Umsetzung der Zweistaatenlösung um Gebiete dieser Staaten in ihren Grenzen von 1948? Nein. Die Golanhöhen sind nicht Gegenstand dieser Diskussion, das geht nur die Israelis und die Syrer etwas an.
    Haben die Palästinenser des Jahres 1948 Israel überfallen?
    Nein, das können sie nicht, denn nach israelischer Aufassung, die auch hier jedem an den Kopf geballert wird, der es nicht mehr hören kann, haben die Palästinenser nie eine staatliche Souveränität über die Gegend, in der sie wohnen, besessen. Demnach kann man sie auch nicht als Staat ansehen ( meint Israel). Demnach kann man sie auch nicht kollektiv in Verantwortung nehmen, weil sie keine kollektive, völkerrechtliche Einheit bilden.
    Israel müsste praktisch die Annexion des Westjordanlandes und des Gazastreifens durch Jordanien und Ägypten im Nachhinein anerkennen, damit man dann als gerechte „Strafe“ ( Sch… auf das Völkerrecht, die Un-Charta…) diese Gebiete selber annektieren könnte.
    Wenn Israel diesen Schritt aber nicht tut, weil man dann die Genfer Konvention berücksichtigen müsste, und demnach diese verdammten Siedlungen endlich räumen müsste, so bleibt nur ein einziger Ausweg. Die Araber dort müssten ( auch gegen ihren Willen) zu gleichberechtigten Staatsbürgern Israels werden. Das aber steht im Widerspruch zum Wunsch danach, Israel als jüdischen Staat zu formen und zu entwickeln, und dann kann man auch nur die 20 % Alibiaraber verdauen, die dummerweise nicht 1948 Hals über Kopf geflohen sind.
    Geht also auch nicht, will auch keiner: Also bleibt nur ein Schritt offen: Endlich den Widerstand gegen die Etablierung des zweiten Staates aufzugeben, mit Anerkennung der Grenze von 1948/67 als Staatsgrenze.
    Dann gibt es aber auch keine Gebiete im Westjordanland mehr, auf denen unter dem Schutz der israelischen Armee Israelis angesiedelt und Araber enteignet werden können*.
    Also wird sich Israel auch weiterhin hinter den hohlen Phrasen von der Lösung des Problems durch direkte Verhandlungen zwischen den Israelis und den Arabern verstecken, die nichts anderes sind als die Aussage: Was wir hier wem diktieren, geht niemanden etwas an: Es geht die Uno nichts an ( sind ja eh alles Schurkenstaaten und Musels), die Europäer nichts an ( sind ja eh alle schon islamisiert) und die Amerikaner tun eh nur was wir ihnen erlauben, sonst erklären wir ihre Präsidenten und Abgeordneten eben zu Musels und Terroristenfreunden und hetzen die Bevölkerung gegen sie auf.
    Und die Araber geht es auch nichts an. Die können ja von Glück sagen, wie es weiter oben jemand so herzerfrischen ehrlich geschrieben hat, wenn man sie überhaupt zur Kenntnis nimmt oder nicht über den Jordan nach Jordanien treibt, wo sie doch ohnehin hingehören.
    Die Vielzahl der Pamphlete, die von der Konstruktion ausgehen, das britische Mandatsgebiet sei in San Remo aufgeteilt worden in einen nur für die Juden vorgesehen Staat ( Cisjordanien) und für die Araber (Transjordanien) steht zwar im Widerspruch zum Selbstbestimmungsrecht der Völker, scheint aber doch ein hohes Gewicht für die Selbstwahrnehmung Israels zu besitzen. Immer wieder stößt man auf diese Auffassung, oder sie wird einem um die Ohren geschlagen, sobald man sich erdreistet, das Recht der Araber im Westjordanland auf einen eigenen Staat auch nur in vorsichtigster Form anzusprechen.
    Auf die Beleidigungen hier gehe ich nicht weiter ein.

    *Erkläre mir mal einer, wieso Israel meint, der Fortbestand des osmanischen Landrechts mit seiner Begrifflichkeit vom „Staatsland“ müsse automatisch bedeuten, dass nur Juden Anspruch auf dieses Land hätten.
    Wieso nimmt Israel nicht dieses Land treuhänderisch auch für die Araber in Anspruch?

    • 3. Mai 2012 um 07:41 Uhr
    • Krischan
  681. 717.

    Typisch Zeit – wiedermal pro islamistisch eingeschwenkt:

    Ramadan: Diese Furcht ist nichts Neues. Bei Erdogan in der Türkei war das genauso. Man hatte Angst, dass er das Land islamisieren würde. Aber er hat gezeigt, dass es mit einer islamisch-orientierten Partei in der Regierung auch ganz anders gehen kann. Diese Furcht des Westens vor den Islamisten, wird auch zum Teil von den säkularen Strömungen in den arabischen Ländern geteilt. Sie werfen den Islamisten vor, antidemokratisch und antiliberal zu sein. Aber in Ägypten, Tunesien, Marokko, Syrien oder sogar Libyen gibt es jetzt Islamisten, die nicht von einem islamischen Staat, sondern von einem zivilen Staat mit einem islamischen Bezug, reden. Interessant in dieser Hinsicht ist eher, dass die Islamisten, zunächst in der Türkei und jetzt auch in Ägypten, sich dem Kapitalismus gegenüber offen zeigen. Das war nicht immer so. Die Ideologie der Muslimbrüder in Ägypten stand am Anfang eher der Befreiungstheologie nah.

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-05/tariq-ramadan-3/komplettansicht

    Nun ja, die Salafisten als eigentlich harmlose und etwas missverstandene nette leute – „die Furcht vor… Aber….“
    Der gute ramadan, interviewt von einem palästinensischen Voluntär, und die zeit, die das unkommentiert bringt.

    • 3. Mai 2012 um 08:00 Uhr
    • Zagreus
  682. 718.

    Tarek Fatah (Gründer des ‚Muslim Canadian Congress‘) zum Thema Tariq Ramadan
    http://www.dailymotion.com/video/xcz9jy_ywelcomingy-tariq-ramadan-the-islam_news

  683. 719.

    Tarek Fatah (Gründer des ‘Muslim Canadian Congress’) zum Thema Tariq Ramadan
    http://www.campus-watch.org/article/id/8633

  684. 720.

    @ K

    Ist Ihnen schon mal durch den Kopf gegangen, daß ausgerechnet Israel das erste große Hindernis für palästinensische Selbstbestimmung aus dem Weg geräumt hat?

    in vorsichtigster Form anzusprechen

    Sagt ausgerechnet ein Revisionist.

    • 3. Mai 2012 um 09:00 Uhr
    • Serious Black
  685. 721.

    @ SB

    Sagt ausgerechnet ein Revisionist.

    ??? Sorry, aber die bezeichnung ist wohl etwas sehr unpassend – denn was will er denn ‚revisionieren‘ – und setzt das dann nicht voraus (und wird im Aufstellen dieser Bezeichnung indirekt anerkannt), dass eine bestimmte, wieer herzustellende Situation vorlag?

    @ Publicola

    danke für die Links!

    • 3. Mai 2012 um 09:07 Uhr
    • Zagreus
  686. 722.

    @715 Krischan:
    Mit (egal welcher) Form von radikaler Konsequenz kommen sie im Nahostkonflikt nicht einen Zentimeter weiter. Denn die Gegenfragen sind offensichtlich: Wie kann man ein Volk/eine Nation besetzen oder enteignen, die es nach Ihrer Argumentation zum Besatzungsbeginnzeitpunkt gar nicht gegeben hat? Wie kann man ernsthaft behaupten, die Palästinenser hätten Israel 1948 NICHT angegriffen, wenn deren Führer 1948 exakt dazu aufgerufen und exakt dafür Freiwillige gestellt haben? Wie kann Israel eine Besatzungsmacht in einem Landstrich sein, auf dass sein vormaliger völkerrechtlicher Besitzer (Jordanien) keinen Anspruch mehr erhebt?
    Und das ist nur eine winzigkleine Auswahl von Fragen. Als Realist halte ich mich mit der Erörterung historischer oder völkerrechtlicher Ansüprüche nicht auf, das ist nämlich völlig sinnlos. Fakt ist, dass Israel die Kontrolle über Gebiete hat, in denen es mit seiner Kontroll- und Siedlungspolitik die dort lebenden Menschen schrittweise einengt. Mit dem möglichen Ziel der endgültigen Vertreibung. Fakt ist aber ebenso, dass die dort lebenden Menschen keinen Willen zeigen, mit Israel jemals friedlich zusammenzuleben (Gaza). Bzw. ihre Autoritäten nicht den Willen und die Möglichkeit haben, einen Frieden mit Israel in der eigenen Bevölkerung durchzusetzen (Westjordanland). In diesem Minenfeld eine schnelle, einfache und praktikable Friedenslösung zu finden, ist schlicht unmöglich. Wird der Ruf danach noch mit den heute völlig irrelevanten Grenzen von 1948 verbunden, geht es eindeutig um eine Zerschlagung Israels – und nicht um eine Friedenslösung.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 3. Mai 2012 um 09:21 Uhr
    • ThorHa
  687. 723.

    Besonders die Kommentatre:

    https://linksunten.indymedia.org/en/node/59620

    • 3. Mai 2012 um 11:12 Uhr
    • Keine Abitte
  688. 724.

    @ Z

    Das zu Revision gehörende Verb heißt revidieren.

    • 3. Mai 2012 um 11:13 Uhr
    • Keine Abitte
  689. 725.

    Wieso „Ihrer Argumentation“? Was für ein alberner Versuch, mir ein deutlich als solches ausgewiesenes Zitat der Israellobby als meine Meinung zu unterstellen.
    also für sich ganz doof Stellende schreibe ich jetzt ganz langsam in ganz kurzen Sätzen:
    1. Israel behauptet, dass die Palästinenser kein Volk sind.
    2. Israel sagt, die Palästinenser hätten nie eine staatliche Souveränität auf dem Land da unten ausgeübt.
    3. Israel verweigert Gespräche oft genug mit dem Hinweis darauf, dass die Palästinenser gar keine Verhandlungsmasse hätten.

    Sobald es aber darum geht, den Palästinensern auch noch den letzten Olivenbaum und die letzte wasserführende Bodenschicht zu entreißen, sind sie plötzlich ein Volk, das endlich begreifen müsse, geschlagen zu sein und mit Recht bestraft zu werden.
    Mit diesen Worten drückte sich vor Jahren ein israelischer General aus: Sinngemäß zitiert: „Die Plästinenser könnten Frieden haben, wenn sie einsähen ein geschlagenes Volk zu sein.“
    Ich nenne eine solche Argumentationsweise einfach unverschämt.

    • 3. Mai 2012 um 11:16 Uhr
    • Krischan
  690. 726.

    @ M

    „Das zu Revision gehörende Verb heißt revidieren“

    Oh, das war mir durchaus bekannt 😀

    • 3. Mai 2012 um 11:26 Uhr
    • Zagreus
  691. 727.

    Und nun ein paar Antworten auf Ihre Scheinfragen:

    Wenn weder die Jordanier noch die Israelis dort als Besatzer auftreten, so ist der Weg für die Menschen dort frei, das zu tun, was ihr Recht ist: einen Staat zu etablieren.
    Ich weiß auch nicht, wieso Jordanien seine Ansprüche als Schutzmacht für die Palästinenser zu fungieren, aufgab oder aufgeben musste, im Friedensvertrag mit Israel. Wahrscheinlich wohl deshalb, weil es diesen Frieden sonst nicht gegeben hätte.
    Genützt hat es nichts, denn Israel zählt immer noch bereitwilligst jeden er umliegenden Staaten zu seien 22 Feinden, weswegen es keinen Palästinenserstaat geben dürfe.
    Ihre Deutung, wenn die Jordanier aus dem Spiel sind, so könne Israel als einzig verbleibender Staat dort schalten und walten wie es wolle, entspricht zwar der gegebenen Realität; nur widerspricht es diesem elenden Geheule darüber, dass es die bösen Araber allein wären, die Israel nicht in Frieden leben ließen.
    Sie ignorieren bewusst die Dimension des rechten Potentials in Israel.
    Wie sollen denn umgekehrt die Araber den Israelis trauen, wenn die mit verdrehtem Blick und bar jedes modernen Denkens Anspruch auf das gesamte Westjordanland erheben.
    Der Zynismus dabei ist doc offenkundig. Einem Lieberman sind die ultrareligiösen Kräfte völlig egal. Deren Denken entspricht nicht seiner eigenen politischen Sozialisation. Schas und Co. sind für ihn nur Konkurrenten am rechten Rand.
    Was ihn umtreibt ist reinster Nationalismus. Aber der ist nun einmal schlecht zu verkaufen – nach zwei Weltkriegen, nach ethnischen Säuberungen und Massakern im Namen sich über andere erhebenender Völker.
    So bleibt als exzellente PR Masche aber der religiöse Faktor, die Bezeichnungen „Samaria“ und „Judäa“ sprechen Bände, die inoffizielle Kalenderzählung, die Disneyland-für-Pseudoarchäologen Buddelei und Bauerei in Jerusalem, die den Ruf israelischer Archäologen schrittweise ruiniert, das Buhlen um die Krawallchristen in den USA…
    Israel erklärt seinen Nationalismus und Expansionismus zum Heiligtum und ergo jeden internen und externen Zweifler zum Ketzer.

    • 3. Mai 2012 um 11:31 Uhr
    • Krischan
  692. 728.

    @726 Krischan:
    Danke, jetzt weiss ich genug. Wer mit Schaum vor dem Mund in sich wiederholenden (vergleichsweise) endlosen Tiraden alles Böse in und über Israel findet … Nie in einem dutzend Beiträgen auch nur in einem Nebensatz irgendetwas zu den Arabern/Palästinensern sagt, ausser dass sie alle arme Hascherln sind … Der hat nach meiner nunmehr 25jährigen Diskussions- und Netzerfahrung ein pathologisches Problem. Und das ist das höflichste, was darüber zu sagen ist. Scheindebatte beendet.
    TH

    • 3. Mai 2012 um 12:15 Uhr
    • ThorHa
  693. 729.

    OT Zeitonline

    Wahnsinn, ich habe das Gefühl mit der Zensuwut in Zeitonline wird es immer schlimmer. Da wird ja mittlerweile fast alles gelöscht, was sich nur halbwegs kritisch zu Artikeln äußert. Mit Meinungsfreiheit hat das nichts mehr zu tun. In dem aktuellen Zeitartikel mit Tariq Ramadan ( http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-05/tariq-ramadan-3 ) habe ich folgedes als Kommentar geschrieben:

    „Was für ein herrlich unkritisches Interview mit Tariq Ramadan, einem nachweislich gefährlichen islamistische Wolf im Schafspelz. Man bietet ihm eine Plattform die Moslembrüder zu verharmlosen und sie als demokratiefähig darzustellen. Dabei haben diese nur ein Ziel und das ist die Einführung der Scharia. Und was das bedeutet sollte jedem klar sein.
    Ich finde dieses Interview in höchstem Maße bedenklich. Das Motto der Moslembrüder lautet übrigens:
    „Allah ist unser Ziel. Der Prophet ist unser Führer. Der Qur’an ist unser Gesetz. Dschihad ist unser Weg. Sterben auf dem Wege Allahs ist unsere größte Hoffnung.““

    Wurde umgehend gelöscht und mit folgenden Worten bedacht: „Entfernt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen und äußern Sie Ihre Kritik anhand sachlicher Argumente. Danke. Die Redaktion/ag“
    Es ist erschreckend.

    • 3. Mai 2012 um 12:22 Uhr
    • Bellfruta87
  694. 730.

    Gleichzeitig ist „Die Zeit“ natürlich ganz vorne mit dabei wenn es um pauschale Unterstellungen in Richtung Islamkritiker, bzw generell konservativ eingestellte Menschen geht, die ja im Grunde alle Rechtsradikale sind, die das Grundgesetz abschaffen wollen usw. Man stelle sich nun vor dass die Verantwortlichen dieser Zeitung Regierende dieses Staates wären…

    • 3. Mai 2012 um 12:34 Uhr
    • Bellfruta87
  695. 731.

    @ Bellfruta87

    Warum regen Sie sich auf über die Zensur? Schon mal überlegt, welche Qualifikationen man als Zeitungsmitarbeier braucht, und wo man sonst noch mit diesen Qualifikationen arbeiten könnte?

    • 3. Mai 2012 um 13:11 Uhr
    • FreeSpeech
  696. 732.

    ZEIT online und ZEIT sind Privatveranstaltungen, weshalb der Vergleich mit einer deutschen Regierung plumpe Propaganda darstellt. Und in jeder Privatveranstaltung hat der Veranstalter das alleinige Recht zu entscheiden, wen er in welcher Gewandung zulässt. Auch meine Kommentare werden regelmässig gekürzt, ich käme allerdings nicht einmal auf die Idee, mich darüber zu beschwern – wenn´s mir nicht passt, kommentiere ich halt woanders. Das Netz bietet genügend Spielwiesen …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 3. Mai 2012 um 13:11 Uhr
    • ThorHa
  697. 733.

    @ Publicola
    „In einer ((durch Migranten revitalisierten)) Clan-Gesellschaft in Deutschland zu leben, wäre ein zivilisatorischer Rückschritt,
    der mit Demokratie und individuellen Freiheitsrechten nicht zu vereinbaren ist. Punkt.
    Deswegen ist jeglicher Ausprägung von Clan-Strukturen konsequent entgegenzutreten und sind bestehende Clan-Strukturen aufzulösen, da unvereinbar mit dem Grundgesetz.“

    Warum der Konjunktiv im ersten Satz? Allein der erwähnte Neuköllner Schariarichter bearbeitet 200! Fälle pro Jahr.
    Aber ich merke und hoffe daß Sie beginnen zu verstehen in welchem Ausmaß islamische Zivilgesellschaften von den Maßgaben der Scharia bestimmt sind, unabhängig davon welche verfassungsrechtlichen Bestimmungen gerade gelten oder postuliert werden. Wobei selbstverständlich noch einb paar Unterschiede zu beachten sind, ob es um Deutschland oder um z.B. Tunesien geht.
    Werten Sie es nicht als Überheblichkeit wenn ich Ihnen den Tip gebe mehr auf die zivilgesellschaftlichen Details zu achten und weniger auf die Verlautbarungen irgendwelcher Gremien, selbst verfassungsgebender.
    Die Details sind der Schlüssel zum Verständnis und machen Sie sich auf abgründige Perspektiven gefaßt.

    • 3. Mai 2012 um 13:39 Uhr
    • Bredow
  698. 734.

    Ansonsten ein großes Dankeschön für die klare Stellungnahme verbunden mit der Bitte die Konsequenzen zu benennen die daraus zu folgern sind.

    • 3. Mai 2012 um 13:45 Uhr
    • Bredow
  699. 735.

    @ThorHa

    Medien, vorallem die einflussreichen Massenmedien sind anders zu bewerten als „normale“ Privatveranstalltungen. Nicht umsonst gelten Medien als die Vierte Gewalt in einer modernen Demokratie. Wer diese dann lapidar mit jeder anderen Privatveranstalltung vergleicht, der zeigt das er so einiges nicht verstanden hat.
    Entwerder sollte Zeitonline echte Meinungsfreiheit zulassen, die sich an den Errungenschaften der Aufklärung orientiert, die man mit einem Voltairezitat zusammenfassen kann:

    „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“

    Oder sie sollte den Kommentarbereich komplett schließen und nicht wie bislang kritische und unliebsame Meinungen zu kürzen oder zu löschen. Denn damit wird deutlich das man im Grunde nur Claqueure für die eigene Meinung sucht.
    Echte Freunde der Meinungsfreiheit erkennt man übrigens daran das sie Meinungfreiheit nicht nur in Ansrpuch nehmen, sondern sie auch gewähren. Denn wie bei so vielem ist auch die Meinungsfreiheit eine Machtfrage. Die Verantwortlichen von Zeitonline würden Gift und Gallen spucken wenn ihnen eine staatliche Stelle ihre Artikel und Kommentare zensieren würde, aber da wo diese Leute selbst Zensurmacht ausüben können, nämlich in ihrem Kommentarbereich, da haben sie kein Problem damit sie ausgiebig zu nutzen. Und dieses Verhalten ist in höchstem Maße bedenklich.

    • 3. Mai 2012 um 13:52 Uhr
    • Bellfruta87
  700. 736.

    „in welchem Ausmaß islamische Zivilgesellschaften von den Maßgaben der Scharia bestimmt sind“
    Und? Mich interessiert das genauswoenig, als wenn 100.000 Deutsche beschliessen würden, ihre zivilrechtlichen (!) Streitigkeiten durch ein altgermanisches Thing entscheiden zu lassen, nach den Regeln der altägyptischen Pharaonen. Die hinter dem oben zitierten Satz steckende Sklavenmentalität (alles dem Staat) lässt mich frösteln.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 3. Mai 2012 um 13:52 Uhr
    • ThorHa
  701. 737.

    „Medien, vorallem die einflussreichen Massenmedien sind anders zu bewerten als “normale” Privatveranstalltungen.“
    Nicht, solange es genügend Alternativen gibt, also kein Einzelmedium ein Monopol besitzt. Im übrigen haben SIE etwas nicht verstanden – Kürzungen oder Löschungen sind solange KEIN Verstoss gegen Meinungsfreiheit, solange man Ihnen von Seiten der Herrschenden (in Deutschland: der Staat) nicht verbietet, Ihre Meinung zu veröffentlichen. Das Verlangen an öffentliche Akteure, sich so zu verhalten, wie es die einzig verbliebene Strafinstanz aus Neutralitätspflicht muss, ist ebenso kindisch wie naiv. Noch genauer – Sie verlangen von einer privaten Instanz, Ihnen Raum für Ihren ganz persönlichen Meinungskrieg einzuräumen. Und greinen, wenn das nicht geschieht. Machen Sie ein Blog auf, schon können Sie schreiben, was Sie wollen. Und gegebenenfalls ZEIT-Mitarbeiter vom Kommentieren abhalten.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 3. Mai 2012 um 13:58 Uhr
    • ThorHa
  702. 738.

    Marriex

    Zum zweiten mal nennen Sie Publicola einen Rechtspopulisten.

    Er selbst sagt, dass er nicht weiß was er ist.

    Wenn man die Linkspopulisten hier liest, dann kann man gar nicht anders, als sich den Rechtspopulisten anzuschließen

    • 3. Mai 2012 um 14:44 Uhr
    • cem.gülay
  703. 739.

    Zusatz

    Und die Message hat Breivik gesendet

    • 3. Mai 2012 um 14:45 Uhr
    • cem.gülay
  704. 740.

    @ ThorHa

    Ich denke schon daß die ‚Friedenrichter‘ ein Teil des Problems sind und nicht Teil der Lösung desselben. Aber Sie können’s selbst ganz anders betrachten und nebenbei noch ein bißchen grundlos beleidigend werden. Hier geht das.

    • 3. Mai 2012 um 14:52 Uhr
    • Bredow
  705. 741.

    Bredow

    Und ich glaube das der Rechtsstaat ein viel größeres Problem darstellt als die Friedensrichter.

    • 3. Mai 2012 um 14:58 Uhr
    • cem.gülay
  706. 742.

    @ bellfruta87

    Ich schätze ihre meinung durchaus, aber hier sind sie gerade etwas sehr naiv.

    Medien, vorallem die einflussreichen Massenmedien sind anders zu bewerten als “normale” Privatveranstalltungen

    Nicht wirklich, und vor allem sprechen sie immer einzelnen medien.
    zum einen dürfen sie bitte icht vergessen, wann das GG und in ihm die artikel zur meinungs- und pressefreiheit gemacht wurden. das war zu einer Zeit, als Internetforen für sehr viele menschen noch quasi etwas undenkbares waren.
    Die Presse- und Meinungsfreiheit beruht darum nicht darauf, dass sie in einem bestimmten medium , einer Zeitung , ihre Mienung sagen dürfen, sondenr darauf, dass sie eine zeitung gründen dürfen und dort dann als der eigentümer dieser zeitung ihren ‚sermon‘ loslassen dürfen.
    Die pressefreiheit besteht darin, daß zum einen die meisten zeitungen vom Staat unabhängig sind und es keine zensur staatlicherseits gibt, und zum anderen darin, daß quasi jeder eine zeitung gründen darf.
    Und so gibt es ja auch massen von zeitungen quasi allen politichen colleurs – von irgendwelchen schüler– und vereinszeitungen udn zeitschriften bis hin eben zu überregionalen blättern – denken sie nur an all Massen von regional- und stadtzeitungen über ganz Deutschland!
    Und bereits im 9. jh. wurde nach verschiedenen Mitteln gesucht leser an sich zu binden – um einfach verkaufzahlen zu pushen.
    nd dazu wurden verschiedenste methoden entwickelt: vom fortsetzungsroman bis eben hin zum leserbrief.
    Dieser Leserbrief, der dann in den jeweiligen Zeitungen erschien, war einer, der unter einer unbekannten anzahl von zuschriften entweder ausgesucht wurde (denn mehr als 5-6 stück bis zu einem dutzent wurde ja gar nicht veröffentlicht) oder die redakteure haben die leserbriefe gleich mal passend selbst verfasst.
    Kommentarfunktionen zu artikeln sind keine Kommentarfunktionen – das war vielleicht ganz am anfang mal so.
    idR. wollen redakteure dort sachen vorfinden, dei vielleicht in richtung einer intellektuellen Auseinandersetzung bzgl. des Artikelinhaltes geht, aber bitte innerhlab des spektrums, das die zeitung meinungsmäßig (politisch oder wie auch immer) vertritt.
    Und es ist ja auhc klar – die leute wollen ihre Blätterchen verkaufen – darum geht es und nicht um ein politische Diskussion.
    Und verkaufen lässtisch es halt sehr gut, wenn der Käufer (der der wirklich die zeitung kauft und nich einfach jeder, der sie kaufen könnte) mal was mitreden kann (was aber innerhalb der linie der zeitung zu geschehen hat) und sonst seine eigene Meinung bestätigt findet.
    Diese ganzen Kommentarfunktionen in all den überregionalen Blättern sind im grunde nichts anderes als die ‚Lesebriefe der Dankbarkeit‘, wie sie die werbung so gerne verwendet a lá:
    Was meint Hannelore Sauber aus Schwarte zum neuen April Plus?
    “ Also seit dem ich das neue April Plus verwende, ist meine Wäsche wirklich sauber, so gar von die ölflecken von meinem Sohn Hans-Dieter gehen mit April Plus mühelos weg. Danke April Plus das es dich gibt!“
    –> die völlig zufällig und unvoreingenommene hausfrau H. Sauber aus Schwarte bewertet ganz zufällig das neue April Plus….. – und das schöne ist: die Story wirkt auch noch!
    Und Verlage bzw. medienkonzerne versuchen genauso ihre produkte zu verkaufen – und das geschieht eben auch nicht nur mit dem probe-apo und der mitgeschenkten schweinzledertasche, sondern eben auch mit stimmungsmache in Lesebeiträgen – lesebeiträge, die die redakteure nicht mal selbst efinden müssen, sondern leute freiwillig schreiben.
    Und das da zu unangenehm ist, z. B. wenn die stimmung kippen sollte gegen einen Artikel, dann wird halt die Kommentarfunktion gesperrt, werden user gesperrt, oder wird einfach rausgeläscht mit dem kommentar: bleiben sie sachlich….(und niemand kann überprüfen, ob das rausgelöschte nicht sachlich war).

    Und darum, ja genau:
    Denn damit wird deutlich das man im Grunde nur Claqueure für die eigene Meinung sucht.
    Man will kunden gewinnen und halten udn zeitungen verkaufen und nciht ihr oder meine meinung hören – außer die könnte man in form eines artikels wiederum verwerten.

    Sie sollten darum echte Kommentar- und Diskussionsforen, die ein relativ großes Spektrum von gegensätzlichen Meinungen zulassen, von ‚Werbe-Diskussionsformen‘ unterscheiden – und die komplette größere presse bis zur Lokalebene hinunter haben idR. sind nicht an diskussion, sondenr an verkauf interessiert.
    laus Blog hier ist wie einige wenige andere, die irgendwie von den großen zeitungen toleriert werden auf ihren Internetseiten, ausnahmeerscheinungen.
    Und Lau ist auch keine echte aritkel-kommentar-seite, sondenr im grunde ein diskussions-blog, bei dem halt die diskssion über abundzu von ihm hineingestellte artikel immer wieder angeregt wird.
    Aber das ist lau, und nicht die zeit – und vieles was wir Konservativeren schreiben, von Marriex über Publicola bis zu mir und ihnen würde ganz schnell aufgrud unserer Ansichten in anderen Blogs gelöscht werden – z. b. in Blog „Störungsmelder“.

    • 3. Mai 2012 um 15:00 Uhr
    • Zagreus
  707. 743.

    Korrektur (ich habe zufälligerweise und zu meinem höchsten Erstaunen und Erschrecken einen fehler in meinen post entdeckt, denn ich selbstverständlich umgehend korigiere):

    Und bereits im 9. jh. wurde nach verschiedenen Mitteln gesucht leser an sich zu binden – um einfach verkaufzahlen zu pushen.

    Im 19. jh. – das Hochmittelalter war noch nicht gespickt mit leserbriefen in regionalzeitungen …. – glaubt man zumindest 😀

    • 3. Mai 2012 um 15:05 Uhr
    • Zagreus
  708. 744.

    @ Zagreus

    Vielleicht macht JL bald ein Schild an den Blog:

    Vorsicht: Biotop für Rechtspopulisten! Gefährdete Spezies!

    • 3. Mai 2012 um 15:15 Uhr
    • Serious Black
  709. 745.

    OT

    Der hier war gut drauf bei Anne Will:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Serdar_Somuncu

    • 3. Mai 2012 um 15:17 Uhr
    • Serious Black
  710. 746.

    @ SB

    Vorsicht: Biotop für Rechtspopulisten! Gefährdete Spezies!

    Synonym könnte er auch schreiben:
    Vorsicht: Biotop für leute mit Verstand und eigener Meinung! Gefährdete Spezies!

    • 3. Mai 2012 um 15:25 Uhr
    • Zagreus
  711. 747.

    @Zagreus:
    Yep, speziell der Blog ist extrem intolerant. Wie überall, wo man unter dem Deckmantel des Anti-Bösen in Wirklichkeit eine bestimmte Gesellschaftsauffassung verbindlich machen und jede abweichende Meinung als automatisch „böse“ denunzieren will. Ginge es dem Blog tatsächlich um die (notwendige!) Auseinandersetzung mit dem braunen Pöbel, würde er sich nicht so anstrengen, alles rechts der politischen Mittellinie in Deutschland möglichst gründlich zu verprellen. Aber diese Grundsatzhaltung teilt er mit fast der gesamten deutschen AntiFa.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 3. Mai 2012 um 15:27 Uhr
    • ThorHa
  712. 748.

    @743 Serious Black:
    Da würde ich die neben Holm emsigsten Kommentaristen Publicola und Zagreus gerade nicht einordnen, Holm selbst ebensowenig.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 3. Mai 2012 um 15:29 Uhr
    • ThorHa
  713. 749.

    @ThorHa

    „Kürzungen oder Löschungen sind solange KEIN Verstoss gegen Meinungsfreiheit, solange man Ihnen von Seiten der Herrschenden (in Deutschland: der Staat) nicht verbietet, Ihre Meinung zu veröffentlichen.“

    Auch hier haben Sie einiges noch nicht begriffen, vorallem die Bedeutung des Internets. Wir leben zunehmend in ener Welt mit einer digitaler Öffentlichkeit, in der gut besuchte Internetseiten wie Zeitonline.de die virtuellen Marktplätze der Neuzeit sind, Knotenpunkte wo sich viele Menschen treffen und austauschen. In ihrer Vorstellung sind diese virtuellen Marktplätze zurecht ausschließlich in privatem Besitz, wo der Inhaber bestimmt wer reden darf und wer davon durch löschen und bannen ausgeschloßen wird. Schöne neue Welt die sie da vertreten, erinnert mit irgendwie eher an feudales Mittelalter.
    Auch wenn ich in vielen Punkten nicht viel mit den Piraten anfangen kann, aber hier haben sie verstanden welche Rolle das Internet spielt und wie es Dinge verändert, auch Fragen der Meinungsfreiheit.

    „Das Verlangen an öffentliche Akteure, sich so zu verhalten, wie es die einzig verbliebene Strafinstanz aus Neutralitätspflicht muss, ist ebenso kindisch wie naiv.“

    Nein, es ist umgekehrt bedenktlich und gefährlich nur von einer kleinen Staatselite die Einhaltung gesellschaftlicher und demokratischer Prinzipien, wie die Meinungsfreiheit zu erwarten.

    „Sie verlangen von einer privaten Instanz, Ihnen Raum für Ihren ganz persönlichen Meinungskrieg einzuräumen.“

    Wahnsinn, eine Meinung zu äußern ist für Sie also einen „persönlichen Meinungskrieg“ auszufechten. Bislang fand ich Ihre Kommentare eigentlich immer recht gut, aber solangsam tuen sich wahre Abgründe auf.

    • 3. Mai 2012 um 15:30 Uhr
    • Bellfruta87
  714. 750.

    Ja. War zu müde mir das ganz anzu gucken, und erst dachte ich: „Freigabe von Mein Kampf“ und wer diskutiert statt Jistorikern und Juristen?, Journis, Polis, ein Kabarettist und eine Familientherapeutin. Ich musste dann aber eingestehen, dass wenigstens der Kabarettist Ahnung hatte.

    • 3. Mai 2012 um 15:35 Uhr
    • Keine Abitte
  715. 751.

    @ SB # 744

    • 3. Mai 2012 um 15:36 Uhr
    • Keine Abitte
  716. 752.

    @Serious Black

    Somunku 😀 ist meistens gut drauf und vorallem lustig. http://www.youtube.com/watch?v=XJpsvtpJiw8

    • 3. Mai 2012 um 15:41 Uhr
    • Bellfruta87
  717. 753.

    Der hier war gut drauf bei Anne Will:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Serdar_Somuncu

    @ SB

    Wahren Rechtspopulisten hat er hier nicht gefallen. Schließlich hat er sich bei Will nicht über Islamisten lustig gemacht, sondern u.a. darüber geredet, dass er bei seinen Mein-Kampf-Lesungen in Ostdeutschland nicht etwa wegen irgendwelchen Antifas Polizeischutz hatte und ein Besuch Ostdeutschlands für Deutsche mit ersichtlichem Migrationshintergrund aufgrund desselben unangenehm bis gefährlich werden kann.

    • 3. Mai 2012 um 15:44 Uhr
    • N. Neumann
  718. 754.

    @ThorHa

    “Kürzungen oder Löschungen sind solange KEIN Verstoss gegen Meinungsfreiheit, solange man Ihnen von Seiten der Herrschenden (in Deutschland: der Staat) nicht verbietet, Ihre Meinung zu veröffentlichen.”

    Auch hier haben Sie einiges noch nicht begriffen, vorallem die Bedeutung des Internets. Wir leben zunehmend in ener Welt mit einer digitaler Öffentlichkeit, in der gut besuchte Internetseiten wie Zeitonline.de die virtuellen Marktplätze der Neuzeit sind, Knotenpunkte wo sich viele Menschen treffen und austauschen. In ihrer Vorstellung sind diese virtuellen Marktplätze zurecht ausschließlich in privatem Besitz, wo der Inhaber bestimmt wer reden darf und wer davon durch löschen und bannen ausgeschloßen wird. Schöne neue Welt die sie da vertreten, erinnert mit irgendwie eher an feudales Mittelalter.

    @ Frucht

    Klar. Sie glauben ja auch, dass Kewil nicht homophob ist.

    Auch wenn ich in vielen Punkten nicht viel mit den Piraten anfangen kann, aber hier haben sie verstanden welche Rolle das Internet spielt und wie es Dinge verändert, auch Fragen der Meinungsfreiheit.

    Die Piraten haben eigene Internetplattformen und veranstalten meines Wissens nach in anderen Kommentarbereichen keine Shitstorms wie Ihre Freunde von PI.

    • 3. Mai 2012 um 15:49 Uhr
    • N. Neumann
  719. 755.

    „Serdar Somuncu“

    Finde es immer süß wenn Türken ein auf ich bin deutsch und Islamophob machen, dann ist ein Karriere vorprogrammiert oder kann weiterlaufen

    Serdar war lange Zeit weg vom Fenster. Machte You-Tube Videos um sich nicht ganz vergessen zu machen.

    Anti-Islam Statements brachten ihn wieder ins Rampenlicht.

    „Mein Kampf“

    Wird Zeit, dass es endlich unzensiert zu kaufen ist.

    Ich will das Originale lesen!

    • 3. Mai 2012 um 16:03 Uhr
    • cem.gülay
  720. 756.

    Der allgemeine Linksdrall der ZEIT sorgt automatisch dafür, daß man sich unversehens in der konservativen Ecke wiederfindet.

    Mein Abheben auf den Rechtspopulismus war leicht ironisch gemeint.

    • 3. Mai 2012 um 16:06 Uhr
    • Serious Black
  721. 757.

    @ SB

    Jup Serdar somuncu (mir oft zu häftig mit seinen schimpftiraden) war wirklich der fitteste in der runde – meinen respekt, in dem steckt mehr als bloß ein kabaretist! Aber auch beck hat sehr gut und helle gesprochen (wie die meisten). Überhaupt war die runde erstaunlich kompetent und helle, und das trotz das kein historiker dabei war.
    Und alle waren sich sehr schnell einig darin, einzusehen, daß eine Verbieten einer Mystifizierung vorschub leistet – was umbedingt stimmt, vor allem, wenn einem klar ist, dass wirklich hitler seine Charismatische Wirkung über seine Reden (Volksempfänger und Parteitagsreden) entfaltete und nicht über sein Buch.

    • 3. Mai 2012 um 16:06 Uhr
    • Zagreus
  722. 758.

    @ ThorHa

    ad 746

    Ginge es dem Blog tatsächlich um die (notwendige!) Auseinandersetzung mit dem braunen Pöbel, würde er sich nicht so anstrengen, alles rechts der politischen Mittellinie in Deutschland möglichst gründlich zu verprellen. Aber diese Grundsatzhaltung teilt er mit fast der gesamten deutschen AntiFa.

    Man sollte halt nicht vergessen, dass dies ein Blog gegen rechts, nicht gegen nazis und rechtsradikale, ist.
    Oder anders gesagt: wenn man diese Kämpfer gegen rechts an der macht hätte, hätte man ähnliche zustände bzgl. meinungsfreiheit, als wenn man die Nazis wieder an der macht hätte. Denn was das Thema Toleranz von politisch andersdenkenden anbelangt geben die sich nicht viel.

    • 3. Mai 2012 um 16:10 Uhr
    • Zagreus
  723. 759.

    @ Cem

    Anti-Islam Statements

    KA

    Serdar Somoncu bezog intelligent und klar Stellung und das gefiel mir.

    Mein Kampf wird wahrscheinich genauso anödend sein, wie Breiviks ‚Manifest‘.
    Mehr als die Hälfte hatte ich von letzterem jedenfalls nicht geschafft.

    • 3. Mai 2012 um 16:17 Uhr
    • Serious Black
  724. 760.

    @ Zagreus

    erstaunlich kompetent und helle

    Als das Thema Hohmann aufkam, setzte sich beim CDU-Mann leider die Parteitreue durch. Dagegen hatte Beck keine Probleme SS-Günni noch eins mitzugeben.

    Die Familientherapeutin redete sich fast um Kopf und Kragen, bei dem Versuch, die Traumata des deutschen Volkes zu erläutern.

    • 3. Mai 2012 um 16:24 Uhr
    • Serious Black
  725. 761.

    @N.Neumann

    „Klar. Sie glauben ja auch, dass Kewil nicht homophob ist.“

    Ach glaub ich das ja? Kewil ist gerade auch in dieser Frage ein höchst problematisches Kerlchen, das speziell bei diesem Thema ordentlich Gegenwind erfährt im Kommentarberei von PI. Und ich würde schon lange kein PI mehr lesen wenn das von Seiten der Admins unterbunden werden würde, wo wir wieder beim Thema Meinungsfreiheit sind.

    „Die Piraten haben eigene Internetplattformen und veranstalten meines Wissens nach in anderen Kommentarbereichen keine Shitstorms wie Ihre Freunde von PI.“

    Hier müsste man definieren was genau man unter einem „Shitstorm“ versteht. Ich finde ein „Shitstorm“ ist doch irgendwie eine Art virtuelle Demo. Gleichgesinnte kommen an einem Ort zusammen um ihren Unmut über etwas auszudürcken. Wobei Gestalten im Schutz der Anonymität eine solche Veranstalltung durchaus aus dem Ruder laufen lassen können. Das kennt man aber auch von realen Demos, kürzlich erst wieder am 1.Mai.
    Ohne das Bild jetzt überstrapazieren zu wollen, aber wenn ein Stuttgar21-Beführworter auf der Bühne einer Demo gegen Stuttgart21 gesprochen hätte, dann hätte der durch die anwesenden Demonstraten aber auch einen ordentlichen realen Shitstorm erlebt. :)

    • 3. Mai 2012 um 16:31 Uhr
    • Bellfruta87
  726. 762.

    @748 Bellfruta87:
    „Knotenpunkte wo sich viele Menschen treffen und austauschen“

    Und? Wer hindert Sie und Gleichgeseinnte daran, einen solchen Knotenpunkt aufzumachen? Ihre Logik läuft darauf hinaus, einen etablierten „Knotenpunkt“, dessen Etablierung von einem Verlag und dessen (zahlenden) Kunden finanziert wurde, zu enteignen. Entschädigungslos. Dafür dürfen Sie gerne politische Mehrheiten einwerben, nicht aber heute schon so tun, als sei der „Knotenpunkt“ bereits öffentliches Eigentum.

    „Nein, es ist umgekehrt bedenktlich und gefährlich nur von einer kleinen Staatselite die Einhaltung gesellschaftlicher und demokratischer Prinzipien, wie die Meinungsfreiheit zu erwarten.“

    Noch jemand mit einem totalitären Weltbild? Gesellschaftliche und demokratische Prinzipien muss ich als Privatperson in meinem Handeln exakt soweit berücksichtigen, wie mir geltende Gesetze das vorschreiben. Wenn Sie das Individuum bzw. juristische Personen mit eigenem Handlungsspielraum abschaffen wollen, ist das ein Programm, für das es zur Zeit genau keine gesetzliche Deckung gibt. Und der Versuch, demokratische oder gesellschaftliche Prinzipien auf mein persönliches Handeln anzuwenden (Ey Alter, wir haben jetzt ganz demokratisch beschlossen, dass Du uns ne Runde schmeisst) würden von mir mit der Waffe bewntwortet, und das auch noch vollkommen legal.

    „Wahnsinn, eine Meinung zu äußern ist für Sie also einen “persönlichen Meinungskrieg” auszufechten.“

    Nö, das war eine klare Übertreibung zu polemischem Zweck. Allerdings werden Sie Ihre Meinung kaum äussern, weil Sie sich so gerne geschrieben sehen, oder? Sie wollen andere für Ihre Meinung gewinnen, in der Auseinandersetzung verschiedener Meinungen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 3. Mai 2012 um 16:35 Uhr
    • ThorHa
  727. 763.

    @ CG

    Serdar war lange Zeit weg vom Fenster

    Er publiziert recht konstant:

    Bücher [Bearbeiten] Nachlass eines Massenmörders. Lübbe Belletristik, 2002, ISBN 3-4046-0513-6.
    Getrennte Rechnungen. Lübbe Belletristik, 2004, ISBN 3-7857-2162-5.
    Die Türkei und das deutsche Verständnis. Aufbau Verlag, 2005, ISBN 3-351-02591-2 (Essay).
    Kernspaltung. Knaur Belletristik, 2005, ISBN 3-426-77797-5 (Kurzgeschichte).
    Der Antitürke. Rowohlt Sachbuch, 2009, ISBN 978-3-499-62510-7.
    Auf Lesereise mit Adolf. edel, 2009, ISBN 978-3-941378-40-7.
    Karneval in Mio. edel, 2010, ISBN 978-3-8419-0017-3.
    Bibel vs. Koran. Eichborn, 2010, ISBN 978-3-8218-3679-9.
    Zwischen den Gleisen. WortArt, 2012, ISBN 978-3-8419-0144-6.
    Deutsche Hörbücher [Bearbeiten] Serdar Somuncu liest aus dem Tagebuch eines Massenmörders „Mein Kampf“. 2000, ISBN 3-7857-1125-5.
    Diese Stunde der Idiotie, Serdar Somuncu liest Joseph Goebbels. 2004, ISBN 3-7857-1355-X.
    Serdar Somuncu liest E. A. Poe: Das verräterische Herz, Grube und Pendel. 2003, ISBN 3-7857-1254-5.
    Das Partei-(Hör)Buch. 2009, ISBN 978-3-8371-0255-0.
    Hassprediger- Ein demagogischer Blindtest. 2010, ISBN 978-3-8371-0256-7.
    Bibel vs. Koran. 2011, ISBN 978-3-8218-6336-8.
    DVDs [Bearbeiten] Der Hassprediger liest BILD. WortartBMG, 2009.
    Der Hassprediger/Hardcore live. Sony Music, 2011.
    Weitere Veröffentlichungen [Bearbeiten] Wollt ihr den totalen Beat. Sony BMG, 2005.
    Hitler Kebab. Sony BMG, 2006 (Hörbuch).
    Diary Of A Massmurderer, Serdar Somuncu reads „Mein Kampf“. Sony BMG, 2007 (Hörbuch engl.).
    Dafür kommt man in den Knast. Groove Attack, 2011 (Album).

    • 3. Mai 2012 um 16:51 Uhr
    • Keine Abitte
  728. 764.

    OT – Islamwissenschaftler und Politologe Ralph Ghadban über „Tariq Ramadan und die Islamisierung Europas“.

    Ghadban zeigt … an verschiedenen Beispielen, wie es Ramadan vordergründig allen recht zu machen versucht, während er gleichzeitig an Scharia-Grundsätzen festhält, die für ihn überhistorische Gültigkeit besitzen. Er spricht von einer Strategie der „semantischen Verschiebung“, mittels derer Ramadan eine islamistische Agenda als integrativen Reformislam für europäische Muslime verkaufen will, der schließlich sogar auf die islamischen Länder zurückwirken soll.

    Doch das Gegenteil sei der Fall: „Es geht nicht um die Integration der Muslime, sondern der Europäer. …“ …

    Deutlich wird dabei, dass Ramadan entgegen all seiner gegenteiligen Behauptungen das klare Feindbild eines dekadenten, vom religiösen Glauben abgefallenen materialistischen Westens pflegt.
    Wesentliche Ursache des westlichen Übels ist nach seinen eigenen Worten „die laizistische Moral, die sich auf das Vernunftsprinzip stützt.“

    Ghadban stellt daher mit gutem Grund Ramadans Verhältnis zu den rationalen Strömungen des Islam in den Mittelpunkt seiner Argumentation. Um zu zeigen, dass Ramadan diese ablehnt und einen gegenaufklärerischen Kulturkampf um die Islamisierung Europas im Sinne des politischen Programms der Muslimbrüder führt, begibt er sich immer wieder auf sehr umfangreich und detaillierte Ausflüge durch die Ideengeschichte des Islam. …

    Der Gebrauch der freien Vernunft und eines historisch-kritischen Textzuganges durch säkular und menschenrechtlich orientierte „Liberal-Reformer“ wird von Ramadan dagegen als westliches Teufelszeug verdammt. „Er stempelt sie als Agenten des Westens ab, politisch als eine Art fünfte Kolonne und ideologisch als der islamischen Kultur fremd.“ (Ralph Ghadban)…

    Ghadban legt in immer neuen Anläufen dar, wie Ramadan sich zu diesem Zweck geschickt einer höchst selektiven und manipulativen Darstellung der islamischen Geistesgeschichte bedient, welche deren philosophisch-rationalistischen Strömungen weitgehend ausblendet und die „klassische“ Periode erst mit Rechtsgelehrten wie Al-Ghazzali und Ibn Taimiya beginnen lässt, die aber zu den frühen Vorläufern der heutigen Islamisten zählen. …

    … durch die Hofierung von geschickten Euro-Islamisten wie Ramadan feiert eher die von den Muslimbrüdern entwickelte Strategie der „Islamisierung von unten“ in Europa „magische“ Erfolge. …
    http://www.heise.de/tp/artikel/22/22944/1.html

  729. 765.

    Marriex

    Ich meinte, aus den Talkshows

    • 3. Mai 2012 um 17:04 Uhr
    • cem.gülay
  730. 766.

    @ CG

    Die sind nicht die Welt.

    • 3. Mai 2012 um 17:06 Uhr
    • Keine Abitte
  731. 767.

    @ThorHa

    „Wer hindert Sie und Gleichgeseinnte daran, einen solchen Knotenpunkt aufzumachen?“

    Niemand, genauso wie sie niemand daran hintert in den Wald zu gehen und dort eine neue Stadt mit einem neuen Marktplatz zu gründen. Beides ist halt nicht ganz so einfach. Wobei ich noch am überlegen bin was schwieriger zu Gründen ist, eine neue Stadt oder ein neues Facebook.

    „Ihre Logik läuft darauf hinaus, einen etablierten “Knotenpunkt”, dessen Etablierung von einem Verlag und dessen (zahlenden) Kunden finanziert wurde, zu enteignen.“

    Nur weil ich dafür plädiere, dass im Kommentarbereich einer wichtigen deutschen Zeitung die Meinungsfreiheit respektiert wird, kommt das einer „Enteignung“ gleich? Da holen Sie jetzt aber ziemliche dicke Kaliber raus.

    „Noch jemand mit einem totalitären Weltbild? Gesellschaftliche und demokratische Prinzipien muss ich als Privatperson in meinem Handeln exakt soweit berücksichtigen, wie mir geltende Gesetze das vorschreiben.“

    Hier verlassen Sie die eigentlich Ebene um die es geht. Bei allem Respekt vor Ihrer Person, aber Sie sind nicht Teil der meinungsmachende Vierten Gewalt einer Demokratie. Was sie im Privaten tun ist tatsächlich ziemlich wurscht, bei einem öffentlichkeitswirksamen Massenmedium sieht die Lage allerdings etwas anders aus.

    „Nö, das war eine klare Übertreibung zu polemischem Zweck. Allerdings werden Sie Ihre Meinung kaum äussern, weil Sie sich so gerne geschrieben sehen, oder? Sie wollen andere für Ihre Meinung gewinnen, in der Auseinandersetzung verschiedener Meinungen.“

    Genau und das halte ich für ein legitimes demokratisches Recht das es zu verteidigen gilt.

    • 3. Mai 2012 um 17:09 Uhr
    • Bellfruta87
  732. 768.

    Ralph Ghadban: Tariq Ramadan

    … Ghadbans „Tariq Ramadan und die Islamisierung Europas“*) ist die erste Buchveröffentlichung in deutscher Sprache zu dieser umstrittenen Figur. … geht es Ghadban um eine Darstellung der „Grundlagen“ von Ramadans Denken, um „seine Methode“; das heißt, er will „islamwissenschaftlich“ vorgehen. Dies gestattet ihm, … die prinzipielle Unvereinbarkeit seines Denkens mit der westlichen Moderne nachzuweisen.

    Die in ihn gesetzten Hoffnungen auf Integration und Versöhnung sind fehlgeleitet, sie beruhen auf Illusionen,
    die von Ramadan freilich terminologisch bewußt gefördert werden.

    … Es gehört zu den Aktiva dieses Buchs, daß es am Falle Ramadans eindringlich vorführt, daß wir uns Naivität und Ignoranz im Hinblick auf den Islam … schon deshalb nicht mehr leisten können, weil wir uns sonst über relevante Teile unserer Wirklichkeit hinwegtäuschen.

    Tariq Ramadan ist nicht an sich wichtig: Er ist kein bedeutender Denker und verfügt über keine zahlreiche Gefolgschaft, die sich ideologisch von den breiten Strömungen des salafitischen Islamismus, insbesondere der Muslimbrüder, unterschiede.

    Er ist wichtig als Symptom … des westlichen Wunschdenkens, westlicher Ignoranz und westlicher Illusionen.

    aus: „Pyromanischer Feuerwehrmann – Ralph Ghadban weiß, mit welchen Zündhölzern der Vorzeige-Islamist Tariq Ramadan spielt“
    Von Siegfried Kohlhammer
    WELT – 20.05.06
    http://www.welt.de/print-welt/article218074/Pyromanischer-Feuerwehrmann.html

  733. 769.

    @ P

    Schlechtmensch

    • 3. Mai 2012 um 17:21 Uhr
    • Keine Abitte
  734. 770.

    @bellfruta:
    Um die OT-Debatte abzukürzen: Zur Zeit ist Ihre Privathaltung zur Frage, inwieweit Medien gezwungen werden sollten, alle Kommentare ungekürzt zuzulassen, von der deutschen Rechtsordnung schlicht nicht gedeckt.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 3. Mai 2012 um 17:36 Uhr
    • ThorHa
  735. 771.

    @Publicola

    Hier eine recht sehenswerte Debatte zwischen Ramadan und Hirsi Ali. http://www.youtube.com/watch?v=35ZxQgVGWOQ

    • 3. Mai 2012 um 17:37 Uhr
    • Bellfruta87
  736. 772.

    Sogar Gegenstand der Wissenschaft ist er geworden:

    Bower, Kathrin:
    „Serdar Somuncu: Reframing Integration through a Transnational Politics of Satire“ The German Quarterly 85 (2012) 193-213.

    • 3. Mai 2012 um 17:37 Uhr
    • Keine Abitte
  737. 773.

    @ Früchtchen

    Sie argumentieren auf Primatenniveau. Teil der Meinungsfreiheit, ist es auch nichts sagen zu müssen und nicht zur Verbreitung dessen beitragen zu müssen, was man ablehnt. Insofern ist Ihre Haltung nicht nur „zur Zeit“ (ThHa) im Widerspruch zur Rechtsordnung sondern grundsätzlich.
    Sehen Sie’s doch positiv und mschen Sie’s wie ich, bringen Sie Leute dazu. durch ihre Streichungskriterien zu erklären, wo sie stehen.

    • 3. Mai 2012 um 17:40 Uhr
    • Keine Abitte
  738. 774.

    @Keine Abitte

    „Teil der Meinungsfreiheit, ist es auch nichts sagen zu müssen“

    Im Hinblick auf Ihren letzten Kommentar wünschte ich mir, Sie hätten sich Ihren Satz da oben zu Herzen genommen. Aber auch das ist halt Meinungsfreiheit.

    • 3. Mai 2012 um 17:54 Uhr
    • Bellfruta87
  739. 775.

    @ SB

    Als das Thema Hohmann aufkam, setzte sich beim CDU-Mann leider die Parteitreue durch.

    Naja – die absolute mehrheit seiner Partei hat gegen Homann gestimmt – da ist es doch etwas unpassend ihm in diesem Zusammenhang ‚ParteitreueÄ vorzuwerfen, oder?

    Hinzu kommt, dass – auf der basis des dort gezeigten Zitates (über mehr spreche ich nicht) – Homann genau genommen Recht hat.

    Ich lasse jetzt andere zusammenhänge weg inc. en anlass und sonstige Äußerungen und betrachte nur dieses zitat:

    Gibt es auch beim jüdischen Volk, dass wir ausschließlich in der Opferrolle wahrnehmen, eine dunkle Seite in der neueren Geschichte? (…) Wir haben gesehen (…) wie stark und nachhaltig Juden die revolutionäre Bewegung in Russland und mitteleuropäischen Staaten geprägt haben.
    Mit einer gewissen Berechtigung könnte man in Hinblick auf die Millionen Toten dieser ersten Revolutionsphase nach der ‚Täterschaft‘ der Juden fragen. Juden waren in großer Anzahl sowohl in der Führungsebene als auch bei den Tschekaerschießungskommandos aktiv. daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als ‚Tätervolk‘ bezeichnen. Das mag erschreckend klingen. Es würde aber der gleichen Logik folgen, mit der man Deutsche als ‚Tätervolk‘ bezeichnet.

    Nun, Homann hat recht – denn die Logik ist hier Volk = tat = Tätervolk, und die ist unsinnig, was man daran sieht, wenn man sie verallgemeinert, wie Homann ja ein beispiel gegeben hat.
    Übrigens ein beispiel, dass direkt von den Nazis stammt – denn die Bolschewiki in der UdSSR wurden sehr wohl genauso wie die ‚judischen Kapitalisten‘ als Argument in den Wahlkämpfen und i den begründungen für den Antisemitismus geracht von den nazis.
    Aber s ist unsinnig überhaupt eine täterschaft an einer Ethnie (Deutsche) oder religions-ethnie (Juden) festzumachen.
    Denn so richtig es ist zu sagen, dasss überprüprtional viele Juden bei der russischen revolution mitmachten, und so richtig es ist zu sagen, dass sehr, sehr viele bei der NS-Bewegung mitmachten, so falsch ist es doch dies über die Angehörigkeit zu einer ethnie festzumachen. Es steckt weder im ‚Wesen‘ der Juden (Ethnie) Revolutionen zu betreiben, staatl. ordnungen umzustoßen und sich in Mordbanden zu betätigen (Tscheka), wie es im ‚Wesen‘ der Deutschen (Ethnie) steckt andersdenke zu erfolgen, einer Diktatur anzuhängen und massenmorde zu betreiben.
    Für mich sind die behauptungen von ‚Tätervolk‘ (also die ethnischen begründung für eine täterschaft) unsinnig und zeigen, wie Homann es richtig sagte, von derselben Logik – einer sehr verquerten Logik.

    Und somit wehre ich mich vehement dagegen und halte hier, dieses Homann-zitat, für richtig.
    Das hat auch etwas mit meinem persönlichen Hintergrund zu tun – vielleicht versteht man mich dann auch besser:
    Mein großvater hat die NS-zeit mitgemacht. In dieser zeit war er von anfang an kritisch gegen die Nazis eingestellt. und während des Warschauer ghettos ist er nach prag gefahren und hat gegen das Ghetto protestiert. Er hat ein Schild ausgepackt und sich vor das Ghetto gestellt udn protestiert. Das ging selbstverständlich nicht lange gut – er wurde von der gestapo einkassiert. Mit viel Glück und dank familienbeziehungen wurde er weder erschossen noch kam er ins KZ, sondern es wurde halt gemauschelt und er durfte nach hause, und musste sich danach sehr, sehr ruhig verhalten. An karriere und Co. war selbstverständlich danach erst recht nicht mehr zu denken.
    Nach dem WKII hat er sein leben gelebt, nie etwas gescheites eigentlich gemacht und vor ein paar jahren ist er dann gestorben.
    Gut, dass ist dieser Hintergrund – wie man es auch nimmt, ich weis, dass meiner (für michzufall) keine scheisse gebaut hat. nachteile hatte er aber dadurch zumindest ziemlich lange (trotz des wahnsinnigen Glückes, dass er dabei noch hatte).
    Und nun stellt sich ein Herr von Weizäcker hin, dessen Vater maßgeblich bei den Nazis im Außenminiserium beteiligt war, und quasselt etwas von ewiger schuld des deutschen Volkes und von Tätervolk…. mein Opa ist deutscher – aber er hat im gegensatz zu von Weizäckers vater keine Schuld auf sich geladen. Warum soll ich nun akzeptieren, dass herr von weizäcker seinen vater entlastet indem er meinen Opa einen teil der Schuld, die sein vater mit vollen recht zugesprochen wird, auf dessen schulter packt? – Herr von veizäcker senior hat wärend der NS-zeit sehr gut gelebt udn karriere gemacht, er war eine einflussreiche persönlichkeit, ein nutznießer des NS-Systems und un wird erwartet von weizäcker junior, dass mein Opa, der eben kein Nutznießer war, sondern einer, der sich dagegen aussprach und dabei sein Leben riskierte, die scheisse, die herr von weizäcker mit verursacht und gestützt hat, mitzutragen hat, zumindest in der moralischen Kategorie teil des ‚Tätervolks‘ zu sein? – Hallo? – nein, so läuft der Braten nicht.
    Herr von Weizäcker soll gefälligst genauso wie ll die anderen, die ihr kreuzchen bei der NSdAP, die bei der SS waren usw…. und sich direkt oder durch ihre Mithilfe Schuldig gemacht haben, alleine auslöffeln.
    Schuld ist jemand genauso wie Tat etwas, das ein einzelnen Individuum erzeugt – und das tut er bei sowas aufgrund seiner weltanschaulichen überzeugungen (oder den mangel daran, was auch bestandteil ist) und nicht ein kollektivereignis.
    Tätervolk konsequent zu ende gedacht heisst, dass die Angehörigen der ‚Weisen Rose‘ in die selbe Kategorie fallen wie irgendwelche SS-majore oder eben von Weizäckers, und gegen diese revativierung, gegen diese ‚auslagerung‘ persönlicher Verantwortung und schuldigkeit, täterschaft, auf ein Kollektiv, bei dem eben auch leute entahlten sind, die nicht solch eine schuld auf sich geladen haben, dagegen verwehre ich mch mit händen und füßen!
    Und so wahr es ist, dass sehr viele Deutsche mitmachen, so falsch ist es zu sagen, dass alle Deutschen mitmachen oder das es am ‚Deutsch-sein‘ läge. und genauso ist es auch bei den (ethnisch gesehen) ‚Juden‘ in Russland zur russischen revolutionszeit und danach.
    Soo wahr es ist, dass uberproportional (im verhältnis ihres anteils an der gesamtbevölkerung) viele ‚juden‘ dort mitmachten, so falsch ist es zu sagen, daß alle ‚Juden‘ im Ausdruck ‚die Juden‘, mitmachten oder das es an ihrem ‚Jüdisch-sein‘ gelegen hätte. nein, es haben juden mitgemacht, aber nicht als Juden oder aus jüdisch-religiösen begründungen, sondern weil sie Kommunisten(also aus jeweils individueller weltanschaulicher Begründung heraus) waren und glaubten, dass ihre taten richtig wären. und so sind sie als die menschen, die diese taten begingen, auch für diese taten verantwortlich (zumindest moralisch) und niemand sonst.
    Und so ist es unsinnig von Tätervolk der Juden zu reden und unsinnig vom tätervolk der Deutschen zu reden – denn beides sind im grunde unzulässige Kollektivierungen und somit relativierungen der Schuld derer, die eben ihre taten begingen.

    Und das ist auch der grund, wieso ich dieses Zitat (von Homann) nicht für falsch halte, da es auf eine unzulässige Kollektivierung und relativierung von Schuld und Täterschaft hinweist.

    • 3. Mai 2012 um 17:55 Uhr
    • Zagreus
  740. 776.

    @ Publicola

    ad 763

    danke! – Ramadan ist wirklich ein wolf im schafspelz.

    • 3. Mai 2012 um 18:01 Uhr
    • Zagreus
  741. 777.

    @ MR

    Teil der Meinungsfreiheit, ist es auch nichts sagen zu müssen und nicht zur Verbreitung dessen beitragen zu müssen, was man ablehnt.

    Das eigentliche Problem ist eher, dass Private nach inzwischen ganz einhelliger Ansicht nicht unmittelbar an Grundrechte gebunden sind, und gerade Leute wie tutti frutti sollten froh sein, dass man das inzwischen mehrheitlich so sieht. Sonst würde man ihm nämlich ständig mit der Religionsfreiheit kommen.

    Ebenso konsentiert ist inzwischen allerdings auch, dass es eine so genannte „mittelbare Drittwirkung der Grundrechte“ gibt. Akzeptiert man diese Prämisse, sieht die Sache schon etwas weniger eindeutig aus, als Sie offenbar meinen. Dann kann man nämlich – je nach den Umständen und geschäftlichen Beziehungen – durchaus auch zu der Einschätzung gelangen, dass bestimmte, zumal schwerer wiegende Maßnahmen (wie etwa Sperrungen) bei Abwägung der widerstreitenden Grundrechtspositionen unzulässig sind (wobei in diesem Zusammenhang wohl auch eher auf die Presse- bzw. Rundfunkfreiheit* abzuheben wäre als auf die negative Meinungsfreiheit). Hier wäre dann im Übrigen auch das Machtverhältnis angemessen zu berücksichtigen.

    * Es ist streitig, welche Gewährleistung für den Onlineauftritt von Zeitungen und Verlagen einschlägig ist.

    • 3. Mai 2012 um 18:21 Uhr
    • NKB
  742. 778.

    Caroline Fourest hat die Reden des islamischen Intellektuellen Tariq Ramadan analysiert. Sie wirft ihm Doppelzüngigkeit vor

    »Er ist der präsentierbarste Führer des muslimischen Fundamentalismus.

    Er hasst die liberalen Muslime. Er nennt sie „Muslime ohne Islam“. Er lehrt den politischen Islam der „Muslimbrüder“, das ist ein fundamentalistischer Islam. Wenn ein Muslim die individuellen Freiheiten, den Rationalismus und die Trennung von Religion und Politik verteidigt, sagt er: „verwestlicht“.

    Er denkt, dass ein Mann und eine Frau nicht allein in einem Raum miteinander reden sollen, wenn sie nicht verheiratet sind.

    Er pflegt den Euphemismus. Bei ihm heißen die Attentate in Madrid oder vom 11. September „Intervention“. Oder: „Operation“.

    Nach außen präsentiert er sich als Reformator und Feminist, der kämpft, um die unverbesserlichen Islamisten zu verändern.

    Respektiere das Gesetz, wenn das Gesetz dich nicht verpflichtet, etwas gegen deine Religion zu tun.

    Er sagt: Rap ist untersagt, höre islamische Gesänge und Musik. Geh Filme angucken, aber guck dir nicht das „Unwürdige“ an, das Nichtmuslimische, das nicht „unsere Werte“ sind.

    „Muslimbrüder“. Sie erkennen, dass Europa eine Basis ist, um Nachwuchs zu rekrutieren – ungestört von den Regierungen in Nordafrika und im Nahen Osten

    Muslimische Intellektuelle, die wirklich liberal und modernistisch sind, machen keine Politik im Namen des Islam. Ihre Religion ist eine private Praxis. Sie haben keine Absicht, die Muslime Frankreichs zu erobern. Wenn sie politisch aktiv sind, dann in Parteien und in Vereinigungen. Allerdings warnen viele von ihnen seit Jahren vor Ramadan. «

    http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2005/03/02/a0191

  743. 779.

    @ Publicola

    nochmals Danke.

    Tja, das ist der Punkt einfach:

    Ein großer Teil der nordafrikanischen Intelligenzija lebt in Frankreich oder arbeitet auf Französisch, darunter viele liberale Intellektuelle. Warum überlassen Sie ausgerechnet Ramadan die Rolle des „Sprechers“?

    Muslimische Intellektuelle, die wirklich liberal und modernistisch sind, machen keine Politik im Namen des Islam. Ihre Religion ist eine private Praxis. Sie haben keine Absicht, die Muslime Frankreichs zu erobern. Wenn sie politisch aktiv sind, dann in Parteien und in Vereinigungen.

    Und nun überlegen wir uns, wie wir denn diejenigen bezeichnen und Bezeichneten, die ab der Aufklärung über das ganze 19. jahrhundert liberal und modernistisch waren – und eben keine Politik im namen des Katholizismus bzw. Protestantismus machten. Nannten wir die christliche Intellektuelle oder bezeichneten wir sie mit anderen namen?
    Vielleicht sollten wie da was bedenken, wenn wir immer von ‚Muslimen‘ reden.

    • 3. Mai 2012 um 18:54 Uhr
    • Zagreus
  744. 780.

    Da wir ja gerade beim Thema Tariq Ramadan, Muslimbruderschaft und Europa sind, kann ich nur nochmal an die sehr gute norwegische Reportage zu dieser Thematik erinnern. Auch Herr Ramadan kommt darin kurz vor. http://www.youtube.com/watch?v=zPu6-iZQgaI

    • 3. Mai 2012 um 19:01 Uhr
    • Bellfruta87
  745. 781.

    @ Zagreus

    Und so ist es unsinnig von Tätervolk der Juden zu reden und unsinnig vom tätervolk der Deutschen zu reden – denn beides sind im grunde unzulässige Kollektivierungen und somit relativierungen der Schuld derer, die eben ihre taten begingen.

    Ein Politiker weiß, daß man bei diesem Thema, zumal als Person des öffentlichen Lebens, äußerst behutsam sein muß.

    Natürlich kann man sagen: „beides unzulässige Verallgemeinerungen“, „auch Deutsche waren Opfer“ (Stichwort: T4, etc.)

    Man muß es allerdings argumentativ in den richtigen Kontext setzen, um nicht (unabsichtlich) Gefühle zu verletzen, oder sich dem Verdacht aussetzen die Verbrechen der Nazis zu relativieren.

    Übrigens: Der akademische Diskurs bietet dann doch noch einen etwas anderen Rahmen als das Bierzelt.

    • 3. Mai 2012 um 19:04 Uhr
    • Serious Black
  746. 782.

    @ SB

    Ein Politiker weiß, daß man bei diesem Thema, zumal als Person des öffentlichen Lebens, äußerst behutsam sein muß.

    und

    Übrigens: Der akademische Diskurs bietet dann doch noch einen etwas anderen Rahmen als das Bierzelt.

    da haben sie absolut recht udn es soll ja auch nichts relativiert werden.

    Nur sollte man nicht vergessen, dass eben eine auslagerung von (persönlicher) schuld, z. b. auf ein Kollektiv, eben auch eine relativierung ist.

    Ein von Weizäcker, der schon seinen vater bei den Nürnberger prozessen verteidigte, und der sich hinstellt und in feuerlichen Ansprchen von Tätervolk spricht mit eben den Hintergrund der zumindest moralischen ungeheuren schuld seines vaters, ist jemand der relativiert in meinen Augen, nämlich die ganz persönliche moralische verworfenheit seines vaters, indem er diese lauter anderen leute mit aufbürgt.
    Sein Vater war ein Nazi-schwein ganz weit oben und bei z. B. den geheimen Abkommen über die Aufteilung Polens maßgeblich involviert – und er von weizäcker junior hat während seiner Kindheit von den Vorteilen der Täterscheaft und des hohen stellung seines vaters ganz praktische vorteile gehabt.
    Und sich nun hinzustellen und so zu tun als ob sein vater einfach einer von vielen gewesen wäre im Ausdruck ‚wir deutsche haben schuld auf uns geladen‘ ist eine umverschämde entlastung von der individuellen schuld dieses menschen indem man sie kollektiviert.

    Man muß es allerdings argumentativ in den richtigen Kontext setzen, um nicht (unabsichtlich) Gefühle zu verletzen, oder sich dem Verdacht aussetzen die Verbrechen der Nazis zu relativieren.

    Das ist ein sehr komisches und gefährliches argument – so wird auch argumentiert, wenn man z. b. anti-religiöse Kritik unterdrücken will. „Man darf diese karrikatur nicht zeigen, weil man könnte ja unbeabsichtig die gefühle anderer menschen verletzten“, „man darf nicht auf diese problematische praxis dieser menschen hinweisen, es könnten ja sie oder andere sich verletzt fühlen…“
    Ich habe meine probleme zu akzeptieren, dass sachliche argumentationen oder eine bis hin ins künstlerische kritik aufgrund der gefahr (oder gar tatsache), dass sie weltanschauliche gefühle (es geht hier ja nicht um persönliche gesichtspunkte) von anderen Menschen verletzten könnten.
    Mit solch einen Argument kann man auch jede Kritik an neonazis unterdrücken – immerhin könnte man ja ihre gefühle verletzten….
    Und den ‚verdacht aussetzen‘ – nun, sie setzten sich je nach betrachtungsweise eines rezipienten ganz schnell einem verdacht aus – was etwas anderes ist als die Frage, obs sie etwas tatsächlich verharmlosen oder nicht.
    Denken sie an Eva Hermann und Plassberger (?) – autobahn, autobahn geht gar nicht…..
    Auch der verdacht ist ganz schnell eine sehr ungerechte waffe als argumentationselement.

    • 3. Mai 2012 um 19:23 Uhr
    • Zagreus
  747. 783.

    Die vielfach unbeachtete Pointe der Hohmann-Rede ist übrigens, dass weder „die Deutschen“ noch „die Juden“ ein Tätervolk seien – aber „die Gottlosen“.

    Anderen Menschen zu ermöglichen, ihre Meinung zu äußern, mag für Privatpersonen keine gesetzliche Verpflichtung sein – es ist aber nach meinem Verständnis durchaus Teil der liberalen Philosophie (und zu der gehört die linksliberale ZEIT trotz aller Flügelstreitigkeiten innerhalb des Liberalismus IMO immer noch), dies an so vielen Orten wie möglich zu tun, damit sich aus dem Wettstreit der Ideen Erkenntnis erhebe. Dass manche Meinungsäußerungen nicht geeignet sind, die Debatte substanziell zu verbessern, ist sicher so – aber wenn ich sehe, wie sich unter jedem wirtschaftsbezogenen Artikel die immer gleichen Vollgeld-, Goldbug- und Anti-Agenda-Floskeln ansammeln, ohne moderiert zu werden, frage ich mich, welche Kriterien das Moderationsteam an „Debattenqualität“ anlegt.

    • 3. Mai 2012 um 19:27 Uhr
    • Arjen van Zuider
  748. 784.

    @AvZ

    Die vielfach unbeachtete Pointe der Hohmann-Rede ist übrigens, dass weder “die Deutschen” noch “die Juden” ein Tätervolk seien – aber “die Gottlosen”.

    Stimmt, das hat ja der CSU-ler versucht anzusprechen.

    Ich habe mich einfach nur an das Zitat gehalten (und nicht an mehr oder weniger).

    Diese behauptung der Täterschaft der „Gottlosen“ ist ebenfalls ein hanebüchener unsinn – gerade wenn man sich din den reden und schriften enthalenen Verweise auf Gott und das schicksal ansieht.
    Zusätzlich kommt hinzu, dass aus dieser Ecke allzugerne die ‚deutschen christen‘ vergessen werden – gerade auch in form der evangelischen Kirchen. Die guten waren mehrheitlich nich tim widerstand und wenn sie dazu 10000x mit Bonhöfer und der ‚Bekennenden Kirche‘ kommen. Die mehrheit und vor allem die absolute mehrheit der Funktionsträger der Kirchen waren auf seiten der Nazis und haben diese zumindest am Anfang auch tatkräftig unterstützt.
    Da hat kein Gott oder christliche Ethik oder der Glaube an Gott oder sonstwas sie daran gehindert.

    • 3. Mai 2012 um 19:37 Uhr
    • Zagreus
  749. 785.

    Hier, ein Link zum Thema wiferstand (und bekennende Kirche) im 3. reich:

    http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/widerstand/index.html

    man sollte sich aber bitte darüber im Klaren sein, dass dies eine Minderheit war unter den ‚Christen‘ – etwas anständiger haben sich die katholiken benommen – die kath. gebiete z. b. um Köln waren für die Nazis immer neuralgische Punkte.
    Und wirklich insgesamt sich verweigert haben die Zeugen jehovas sich – die sind sogar bewusst ins KZ gekannen für ihre Überzeugung.

    • 3. Mai 2012 um 19:48 Uhr
    • Zagreus
  750. 786.

    AvZ

    Die vielfach unbeachtete Pointe der Hohmann-Rede ist übrigens, dass weder “die Deutschen” noch “die Juden” ein Tätervolk seien – aber “die Gottlosen”.

    Damit hat er ja auch insofern Recht, als zwar nicht jeder Gottlose ein Massenmörder ist, aber die Massenmörder des 20. Jahrhunderts eben Gottlose waren.

    Bei den Bolschewiki und anderen Kommunisten ist die atheistische Basis der Ideologie programmatish und wer versucht, den Nazis eine besondere ideologische Nähe zu christlichen Religionen anzudichten ist ein noch schlechterer Lyriker als Grass (das trifft am ehesten auf die spanischen Falangisten zu). Wenn man versucht, einen eigentümlichen ideologischen Kern des Nationalsozialismus zu benennen, dann liegt natürlich irgend eine Form des (meinetwegen kruden Sozial-) Darwinismus nahe. Und meines Wissens haben die Erfinder und Vorkämpfer des Darwinismus (Darwin, Huxley et.al.) diese Theorie durchaus als explizit antikirchlich, ja atheistisch gesehen. Dawkins tut das ja heute noch so.

    Wenn man vermeint, bei Bolschewisten und Nazis ein gewisses religiöses Pathos wahrzunehmen, dann liegt das wohl am ehesten an der teleologischen Geschichtsauffassung, die sozusagen die Gemeinsamkeit bildet. Natürlich ist der christliche Erlösungsgedanke an einem zentralen Punkt der Geschichte telelogisch, nämlich im Heilsgeschehen um die Kreuzigung, die gesamte christliche Eschatologie baut ursprünglich auf der Vorstellung eines nahen apokalyptischen Weltendes und der sich unmittelbar anschließenden Erlösung der Gerechten auf. Das erinnert mit ein wenig Abstraktion durchaus an die Heilsvorstellungen, die zusammengefasst unter dem Begriff „Revolution“ im Zeitalter der Aufklärung eine große politische Karriere gemacht haben.

    Und was die Evolionstheorie angeht, so scheint sie einen intrinsischen Hang zu haben, von ihren Adepten teleologisch aufgefasst zu werden. Was daran liegen mag, dass sie im Kern eben eine Geschichtstheorie ist.

    • 3. Mai 2012 um 20:33 Uhr
    • Saki
  751. 787.

    @Zagreus – Homann:
    Oha. Ich bin wahrlich kein freund politischer Korrektheit – aber was sich Homann, da geleistet hat, war unter aller Sau und im Kern erkennbar antisemitisch. Nicht der Schwulst von Tätervolk, sondern das da: „Juden waren in großer Anzahl sowohl in der Führungsebene als auch bei den Tschekaerschießungskommandos aktiv. daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als ‘Tätervolk’ bezeichnen. “
    Das setzt drei Dinge voraus: Juden als (genetisch oder national) identifizierbares Volk. Ein Selbstverständnis der aus Familien jüdischen Glaubens abstammenden Menschen als bekennende Juden. Und die Behauptung, die in absoluten Zahlen noch immer wenigen Menschen mit Abstammung aus jüdischen Familien repräsentierten irgendwie ein jüdisches Volk oder einen relevanten Teil davon.
    Weshalb sein Ausschluss aus der Union völlig in Ordnung war. Alleine deswegen! Wenn man mal von der klitzekleinen Geschichtsfälschung absieht, dass nicht wenige sondern einige Millionen Deutsche vorsätzlich und bewusst zumindest sowohl an Judenverfolgungen (nicht: Morden) und Vernichtungskriegen beteiligt waren.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 3. Mai 2012 um 20:33 Uhr
    • ThorHa
  752. 788.

    – Das Zentrum und sein Münchner Ableger, die Bayrische Volkspartei (BVP), stimmten im Reichstag geschlossen für das Ermächtigungsgesetz. Ohne diese Katholiken-Stimmen wäre das Gesetz gescheitert, weil die SPD es ablehnte. Zentrum, BVP und SPD zusammen hatten genügend Sitze, um jede Verfassungsänderung zu verhindern.

    – Die Kurie vereinbarte im Sommer 1933 mit Hitler ein Reichskonkordat, das der Kirche zwar wichtige kulturpolitische Rechte sicherte, auf der anderen Seite aber Hitler auf dem internationalen Parkett hoffähig machte.

    – Kurz zuvor hatte das Zentrum auf Drängen seines Vorsitzenden, des Prälaten Ludwig Kaas, beschlossen, sich selbst aufzulösen.

  753. 789.

    @Saki:
    Ob man bei fanatischen Kommunisten oder Nazis wirklich von Gottlosen sprechen kann, weiss ich nicht. Für meinen Geschmack haben sie einen Fetisch (Gott) lediglich durch einen anderen ersetzt (Rasse bzw. Klasse). Im übrigen beweist Homanns Behauptung – die sehr wohl beachtet wurde – dass er vermutlich unbewusst antisemitische Stereotype bediente – Gottlose können qua Definition keiner Religion aktiv angehören, also auch keine Juden sein.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 3. Mai 2012 um 20:37 Uhr
    • ThorHa
  754. 790.

    Einige Passagen aus der Hohmann-Rede

    Die Schuld von Vorfahren an diesem Menschheitsverbrechen hat fast zu einer neuen Selbstdefinition der Deutschen geführt.
    Trotz der allseitigen Beteuerungen, dass es Kollektivschuld nicht gäbe, trotz nuancierter Wortneuschöpfungen wie ‚Kollektivverantwortung‘ oder ‚Kollektivscham‘:

    Im Kern bleibt der Vorwurf: die Deutschen sind das ‚Tätervolk‘.

    Auf diesem Hintergrund stelle ich die provozierende Frage:

    Gibt es auch beim jüdischen Volk,
    das wir ausschließlich in der Opferrolle wahrnehmen,
    eine dunkle Seite in der neueren Geschichte oder
    waren Juden ausschließlich die Opfer, die Leidtragenden?

    … Henry Ford … prangert Ford die Juden generalisierend als „Weltbolschewisten“ an. …
    Er bezeichnete die Juden in „hervorragendem Maße“ als „Revolutionsmacher“. …
    Ford brachte in seinem Buch eine angebliche „Wesensgleichheit“ von Judentum und Kommunismus bzw. Bolschewismus zum Ausdruck.

    Wie kommt Ford zu seinen Thesen, die für unsere Ohren der NS-Propaganda vom ‚jüdischen Bolschewismus‘ ähneln?

    Mit einer gewissen Berechtigung könnte man im Hinblick auf die Millionen Toten dieser ersten Revolutionsphase
    nach der ‚Täterschaft‘ der Juden fragen.

    Juden waren in großer Anzahl
    sowohl in der Führungsebene
    als auch bei den Tscheka-Erschießungskommandos aktiv.

    Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als „Tätervolk“ bezeichnen.

    Das mag erschreckend klingen.

    Es würde aber der gleichen Logik folgen,
    mit der man Deutsche als Tätervolk bezeichnet.

    Daher sind
    weder ‚die Deutschen‘
    noch ‚die Juden‘
    ein Tätervolk.

    http://www.heise.de/tp/artikel/15/15981/1.html

  755. 791.

    @ ThorHa

    Naja, sie reissen jetzt die Behauptung von Homann aus dem zitat-zusammenhang:

    Mit einer gewissen Berechtigung könnte man in Hinblick auf die Millionen Toten dieser ersten Revolutionsphase nach der ‘Täterschaft’ der Juden fragen. Juden waren in großer Anzahl sowohl in der Führungsebene als auch bei den Tschekaerschießungskommandos aktiv. daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als ‘Tätervolk’ bezeichnen. Das mag erschreckend klingen. Es würde aber der gleichen Logik folgen, mit der man Deutsche als ‘Tätervolk’ bezeichnet.

    Hier geht es ja um einen vergleich, der eigentlich von vorn herein als falsch gesetzt wird durch die Worte: „ nach der gleichen Logik “ und dabei schwinkt auch eine relativierung des verlgiechs mit durch den gebrauch es Konjunktives und dem satz „ Das mag erschreckend klingen.
    Gestützt wird das auf eine historische behauptung „ Juden waren in großer Anzahl sowohl in der Führungsebene als auch bei den Tschekaerschießungskommandos aktiv. “ die sich ja überprüfen lässt als eine reine tatsachenbehauptung (und de meines wissens nach sogar stimmt).
    Sie bestreiten das nun mit folgenden drei argumenten:
    „Das setzt drei Dinge voraus: Juden als (genetisch oder national) identifizierbares Volk. Ein Selbstverständnis der aus Familien jüdischen Glaubens abstammenden Menschen als bekennende Juden. Und die Behauptung, die in absoluten Zahlen noch immer wenigen Menschen mit Abstammung aus jüdischen Familien repräsentierten irgendwie ein jüdisches Volk oder einen relevanten Teil davon.“
    a.) National? – nein, ethnie langt bereits aus – national benötigt einen nationalstaat, der einfach nciht gegeben ist (und auch bei anderen Völkern /Ethnien nicht gegeben war). [Auff genetik will und kann ich nichts sagen – und würde das sowieso bestreiten auch als zulässiges argument.]
    b.) „ Ein Selbstverständnis der aus Familien jüdischen Glaubens abstammenden Menschen als bekennende Juden. “ – Verstehe ich nicht, was verstehen sie unter dem begriff „bekennend“? Meinen sie damit religionszugehörigkeit oder aktive religion oder das eigenverständnis zu einer ethnie zu gehören (bei der sich dann weltanschauliche persönliche Ausrichtung: hier kommunist-sein, und Jude-sein als angehöriger einer bestimmten ethnie sich nicht wiedersprechen müssen).
    c.) „ Und die Behauptung, die in absoluten Zahlen noch immer wenigen Menschen mit Abstammung aus jüdischen Familien repräsentierten irgendwie ein jüdisches Volk oder einen relevanten Teil davon.
    Auch das kann ich nicht wirklich nachvolliehen, denn im Zitat zumindest steht nichts von repräsendieren; also das die jüdischstämmigen Bolschewiki das ‚Jüdische Volk‘ repräsendieren würden – sondern es wird darauf verwiesen in den anschlusssätzen, dass diese ‚Logik‘ unsinnig wäre:
    daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als ‘Tätervolk’ bezeichnen. Das mag erschreckend klingen. Es würde aber der gleichen Logik folgen, mit der man Deutsche als ‘Tätervolk’ bezeichnet.

    So zumindest verstehe ich diesen teil des Homann-Zitats, der ja im ablauf seiner argumentation den schlusspunkt bildet , sozusagen die Koklusio der vorhergehenden ausführungen.

    Und selbstverständlich ist (so mein Verständnis) es unsinnig zu sagen: die Juden (ethnie) sind ein Tätervolk (kollektiv-ausdruck), wenn es doch ein ganz anders Kolleitv war: Bolschewiki (menschen mit einer relativ einheitlichen weltanschaulichen überzeugung, die aus verschiedneen ethnien entstammen).
    Und – so laut Homann mMn. – ist es genauso unsinnig die Deutschen (ethnie) als Tätervolk (Kollektivausdruck) zu bezeichnen, obwohl es doch die nazis waren (ein kollektiv, dass eben nicht deckungsgleich ist mit der Ethnie der Deutschen). Nicht bei der NSdAP, aber in der weltanschauungsgemeinschaft der Nazis gab es sehr viele leute aus anderen Ethnien (die nämlich den scheiss auch glaubten – siehe u. a. die Pfeilscharler in Ungarn) und in der Ethnie „Deutsche“ gab es einige menschen, die da nicht mitmachten (weise rose z. b.).

    Und diese argumentation sehe ich nicht als antisemitisch an – wobei ich nicht weis, was homann sonst noch und in anderen zusammenhängen noch alles losgelassen hat (er kann sehr gut ein antisemit gewesen sein – hier diese eine zitatstelle ist aber meinem Verständnis nach nicht antisemitisch).

    • 3. Mai 2012 um 21:05 Uhr
    • Zagreus
  756. 792.

    @zagreus:
    Machen Sie doch bitte mal den Logiktest auf Ihre eigene Argumentation: Definieren Sie eine jüdische Ethnie OHNE den jüdischen Glauben. Bei Deutschen ist das ziemlich einfach, btw.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 3. Mai 2012 um 21:09 Uhr
    • ThorHa
  757. 793.

    @ Publicola

    danke für den etwas ausführlichere textabschnitt aus Homanns rede. Hier habne wir einen Anti-semiten mMn., zum Beispiel, nämlich Ford:
    Henry Ford … prangert Ford die Juden generalisierend als „Weltbolschewisten“ an. …
    Er bezeichnete die Juden in „hervorragendem Maße“ als „Revolutionsmacher”. …
    Ford brachte in seinem Buch eine angebliche „Wesensgleichheit” von Judentum und Kommunismus bzw. Bolschewismus zum Ausdruck.

    Und zwar einerseits in der generalisierung, und dann andereresiets im den behauptung eines Wesensgleichheit von Judentum und Kommunismus bzw. Bolschewismus –> allein dieses behauptete wesen, dass sich rein auf einer logischen ebene von seiner argumentation her nur sinn macht, wenn damit implizit behauptet wird, dass andere menschen (nicht-juden) zumindest ein anderes „Wesen“ hätten, ist bereits nicht nur anti-semitisch, sondern direkt rassistisch, denn hier wird keine kulturelle und somit zeitlich und individuell beschränkte Kultureigenshcfat behauptet, sondern ein überzeitliches und alle individuen des kollektivs ‚Juden‘ umfassendes Wesenszuschreibung getätigt.

    • 3. Mai 2012 um 21:11 Uhr
    • Zagreus
  758. 794.

    @ ThorHa

    Definieren Sie eine jüdische Ethnie OHNE den jüdischen Glauben. Bei Deutschen ist das ziemlich einfach, btw.

    Und wie ist es dann bei Deutschen? – auf die definition bin ich gespannt im angesicht, dass die ganzen versuche von über 150 jahren die deutschen zu definieren allesamt gescheitert sind.

    Zudem ‚jüdischer Glaube‘ – als Volk des Buches wurde ja über ‚glaube‘ zugehörigkeit zu ethnie definiert und dies auch in form einer ausweitung von zugehrigkeit auf personen, die selbst gar nicht mehr Glaubten, sich über das Buch (den talmut) definierten, aber in einer kurzen genrationsabfolge über die abstammung zu personen, die eben sich über das Buch definierten.

    Der Ausdruck ‚Juden‘ ist selbstverständlich ein Kollektivausdruck und als solcher sehr schnell schwammig – auch wenn genaue definitionen nicht möglich sind, so kann man behaupten oder sinnvoll fragen, ob leute in einer bestimmten kulturellen tradition und damit auch prägung stehen.
    Das das alles sehr schwammig und ungemau ist, bestreite ich absolut nicht.
    Überlegen sie mal vielleicht anders herum:
    Sagen wir einfach einmal, Homanns behauptung: „ Juden waren in großer Anzahl sowohl in der Führungsebene als auch bei den Tschekaerschießungskommandos aktiv. “ wäre wahr.
    Wen sie wahr ist, ist sie nur dann als ein wissenschaftlicher fakt, wenn sich dieser fakt auch belegen liesse.
    Um diesen fakt zu belegen – es ist ein historischer fakt – muss es dementsprechende Quellen geben, aus denen hervorgeht, dass zumindest zur damaligen zeit Zeitzeugen Leute unter der bezeichung ‚Juden‘ wahrgenommen haben und auf dieser basis dann Leute unter den Boschewiki und in den Tscheka-kommandos als ‚Juden‘ bezeichneten.
    Es muss also irgendwelche schriftlichen Quellen geben – akten, statistiken, persönliche Mitteilungen oder was auch immer – und hier kann man dann auch nachschauen ob und wie sie die Begrifflichkeit ‚Juden‘ besetzten.

    • 3. Mai 2012 um 21:24 Uhr
    • Zagreus
  759. 795.

    Thorsten Haupts,

    Aus einer Erklärung von Sarah Wagenknecht zur Lage der Nation:

    Ob man bei atheistischen Kapitalisten wirklich von Gottlosen sprechen kann, weiss ich nicht. Für meinen Geschmack haben sie einen Fetisch (Gott) lediglich durch anderen ersetzt (Konsum und Kapitalakkumulation).

    • 3. Mai 2012 um 21:38 Uhr
    • Saki
  760. 796.

    Definition Deutscher? Ganz einfach – besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit und spricht deutsch als Haupt- oder Muttersprache. Definition Jude bei Menschen aus jüdischer Familie OHNE eigenen jüdischen Glauben? Unmöglich – keine sonstigen Gemeinsamkeiten ausserhalb der Religion.
    Und genau deshalb IST Homann antisemitisch – er behauptet bei Bolschewiken eine jüdische Volkszugehörigkeit, obwohl es a) kein jüdisches Volk gibt und b) die Bolschewiken ganz sicher alles mögliche waren, aber eben nicht religiös.
    Auch Homann tat, was Sie eben noch für Ford selbst feststellten – er definierte einen „ewigen“ Juden, völlig unabhängig von der Religionszugehörigkeit, der schon als Jude geboren wird und diese Identität später nicht mehr wechseln kann. WIE abstrus das ist, macht der Vergleich deutlich – niemand käme auf die absurde Idee, einen zum Islam konvertierten Angehörigen einer katholischen Familie noch als Katholiken zu definieren. Weshalb auch niemand der katholischen oder evangelischen Kirche ernsthaft vorwarf, ihre Angehörigen hätten den Holocaust verbrochen.
    Aber die Stereotype scheinen extrem tief zu sitzen. Nein, das ist kein Vorwurf.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 3. Mai 2012 um 21:40 Uhr
    • ThorHa
  761. 797.

    @ ThorHa

    „besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit und spricht deutsch als Haupt- oder Muttersprache.“

    Ach so, ja dann, dann gibt es ja Deutsche erst, ja seit wann denn? kaiserreich? Sind übrigens Österreicher Deutsche, was meinen sie? Und sudetendeutsche?
    Und wer waren die echten deutschen, die BRD-ler oder die DDR-ler?
    Und die, die man als deutsche einbürgerte aus Russland und Co. nach der Wende, und die kgar kein Deutsch konnten oder nur sehr schlechtes, und als deutsche aufgrund ihrer vorfahren anerkannt wurden – also ciele Russlanddeutsche – waren gar keine Deutsche, richtig so?

    Ich verstehe schon ihr argument, dass die religion, also das Judentum als religon den Kit zwischen Menschen darstellen udn somit eine ‚gruppe‘ bilden. Nur vergessen sie meiner Meinung nach, dass dieser Kit es eben auch nicht alleine war, sondern noch etwas anderes hinzu kam, dass man als tradition oder als gewohnheit bezeichnen könnte – leute wurden geboren und haben von ihren eltern die gemeinsame bezeichnung der gruppenangehörigkeit übernommen und an ihre kinder weitergereicht (und zwar unabhängig davon, ob sie nun glaubten oder nicht).

    • 3. Mai 2012 um 21:47 Uhr
    • Zagreus
  762. 798.

    Apropo: Goethe war ja dann gar kein Deutscher! – sondern, ja, was denn, Hesse oder …?

    • 3. Mai 2012 um 21:48 Uhr
    • Zagreus
  763. 799.

    @ ThorHa

    Weshalb auch niemand der katholischen oder evangelischen Kirche ernsthaft vorwarf, ihre Angehörigen hätten den Holocaust verbrochen.

    Nun , zumindest den Vorwurf ‚die Christen‘ hätten den Holocaust und noch ein paar andere Häßlichkeiten verbrochen, hab ich aus dem munde von angehörigen einer bestimmten religionsgruppe schon mehrmals lesen dürfen (und ich muss ihnen nicht sagen, von welcher religionsgruppe ich spreche).

    Auch Homann tat, was Sie eben noch für Ford selbst feststellten – er definierte einen “ewigen” Juden, völlig unabhängig von der Religionszugehörigkeit, der schon als Jude geboren wird und diese Identität später nicht mehr wechseln kann.

    Hier – meine Meinuung nach – überinterpretieren sie. Homann definiert eben nciht, sondenr übernimmt entsprechende aussagen – die meiner kenntnis nach es auch in der geschichtswissenschaften gibt (ich meine mich dunkel daran zu erinnern), und die zumindest in Bezug auf die antisemitische Behauptung von Ford von ihm angeführt wird. Ford zumindest ist ein Beleg dafür, dass jemand ‚juden‘ und ‚Bolschewiki‘ gleichsetzte. Eine behauptung übrigens, die ja auch von der NS-propaganda fleissigst propagiert wurde – aber eben nicht nur von ihr.
    Der lettendliche schlüssel steckt wohl darin, ob sich Homann mit seiner behauptung auf die aussage eines (zur zeit der behauptung wissenschaftlich anerkannten) Historikers beziehen kann (denn den quellennachweis muss er als nicht-historiker nicht bringen).

    Hier ist der Knackpunkt, wenn einer da ist.

    Und sie sollten bitte auch in erwägung ziehen, dass möglicherweise es einen ähnlichen ‚aufschrei des Entsetzens‘ wie bei eva hermann gab – wo jemanden einfach aufgrund einer aussage sachen unterstellt werden, die sich aus der aussage nicht belegen lassen – und es trotzdem ausreicht genug schmutz zu werfen, dass derjenige gehen muss, obwohl er im lichte seiner aussagen nichts verkehrtes gesagt hatte.

    • 3. Mai 2012 um 22:06 Uhr
    • Zagreus
  764. 800.

    OT – Tunesien –

    Nabil Karoui, the owner of Nessma TV, was found guilty after the Court of First Instance in Tunis announced its verdict today.

    A complaint was filed against Karoui in October for airing the Franco-Iranian movie, Persepolis. The film included scenes depicting God as an old bearded man, which is considered heretical to Sunni Muslims. Karoui is being prosecuted for “violating sacred values” and “disturbing public order.”

    … Interim President Moncef Marzouki stressed the importance of free and independent media. … Marzouki regarded today’s verdict as an encroachment upon freedom of press. …

    Karoui and his partners were tried according to Article 121 of the penal code, a law that was passed in 2001, limiting freedom of expression. The law was used by the former regime as a weapon against Tunisian journalists….
    This same law was used last February in the case of Nasreddine Ben Saida, the publisher of Tunisian daily ‚Attounisia‘, which ran a photo of a half-naked woman on its front page.
    Just recently, two young Tunisian men in Mahdia were sentenced to seven and a half years of jail, and fined 1,200 TND for posting caricatures of the Prophet Mohammed on their Facebook pages.

    “Using the same repressive laws of the former regime and refusing to enact the new press code is alarming and troubling,” representative of Human Rights Watch in Tunisia Emna Galeli told Tunisia Live. “The verdict in Karoui’s trial is an infringement upon freedom of expression,” she added….

    “On a day that is meant to celebrate world press freedom, Tunisia has shown its failure to respect the basic right of freedom of expression. Nabil Karoui should not have been tried to begin with, let alone found guilty for exercising his right to peacefully express his views”, said Ann Harrison, Amnesty International’s Deputy Director for the Middle East and North Africa programme in a press release.
    http://www.tunisia-live.net/2012/05/03/on-world-press-freedom-day-nessma-tv-owner-karoui-convicted/

    • 4. Mai 2012 um 08:24 Uhr
    • Zagreus
  765. 802.

    Lieber Herr Lau,

    was Sie in Ihrem Artikel veranstalten ist intellektueller Hochsprung in einer Irrenanstalt ohne Latte und ohne Stab.(frei nach… sie wissen schon von wem)
    Was Ihnen fehlt, habe ich Ihnen schon hier geschrieben:
    http://blog.zeit.de/joerglau/2012/04/19/breiviks-prozess-als-zerrspiegel-der-islamkritik_5558/comment-page-13#comments

    Ihnen fehlt ganz einfach ein Ziel für die Evolution der menschlichen Gesellschaft. Hätten sie eins, könnten sie beurteilen, was diesem evolutionären Ziel förderlich ist und was nicht.

    „Multikulti“ ohne Konvergenz und positiver Korrelation kann es ja wohl nicht sein.

    Ihre nanina

    • 4. Mai 2012 um 08:26 Uhr
    • nanina
  766. 803.

    Zagreus

    Miriams ach so lieben Yeziden entwickeln sich immer mehr zum Problem.

    Man sollte Puff-Gutscheine für Asylanten ausgeben damit die unsere Frauen und Töchter in Ruhe lassen.

    Sonst werde ich auch bald zum Breivik.

    • 4. Mai 2012 um 09:24 Uhr
    • cem.gülay
  767. 804.

    @ Zagreus #781

    Auch der verdacht ist ganz schnell eine sehr ungerechte waffe als argumentationselement.

    Das will ich nicht abstreiten. Mir geht es darum, daß man als Deutscher nicht unbelastet in diese Diskussion gehen kann. Für mich ist das keine Frage der persönlichen, individuellen Schuld, sondern eher einer historischen Verpflichtung.

    Solange Menschen leben, die unter dem Naziregime gelitten haben, ist eine rein nüchterne Diskussion schwierig. Vielleicht müssen noch 100 oder mehr Jahre vergehen, bis wir unbelastet diskutieren können.

    Diese Katastrophe des 20. Jhds. in einen Kontext mit intellektueller Kritik an Religionen, Ideologien, etc. zu setzen, mag logisch möglich sein, dennoch erachte ich es sowohl in Anbetracht der Tatsache, daß der WWII von deutschem Boden* ausging, als auch im Vergleich der (Opfer-)Dimensionen, als völlig unangemessen.

    * Allein deshalb trägt der deutsche Staat eine besondere historische Verantwortung.
    Der Begriff „Tätervolk“ bringt die Sache auf den Punkt, auch wenn er als Verallgemeinerung logisch und faktisch nicht korrekt ist.

    Wenn dieser Punkt Hohmann so wichtig ist, hätte er besser vorher überlegen sollen, wie er das angemessen rüberbringt.

    Zu seinen Anleihen an die ‚jüdische Weltverschwörung‘ brauche ich hoffentlich nicht mehr eingehen.

    • 4. Mai 2012 um 09:29 Uhr
    • Serious Black
  768. 805.

    @ Cem

    Miriams ach so lieben Yeziden entwickeln sich immer mehr zum Problem.

    Das sind nicht miriams „ah so liebe Yesiden“, sondern miriam hat sich auf diese gruppe halt als soziologin spezialisiert und ist sogar verpflichtet gegenüber der wissenschaft möglichst emotionslos sie zu erforschen. Das sie dabei eigene einschätzungen abgibt, wenn man sie fragt und im rahmen ihrer arbeit, gehört dazu.

    Davon abgesehen hast du recht, die Yesiden sind (wenn auch nicht bzgl. der quantität) ein ähnliches problem wie viele orthodoxe Muslime:
    in beiden gruppen werden bestimmte handlungen und auffassungen (Jungfräulichkeit, Ehrbegriff, patriarchale Familienauffassungen etc…) als religiös geboten kommuniziert und somit über religion stabilisiert und auch nach außen hin legitimiert a lá:
    „Unser Glaube gebietet…..“ (und ob das in irgendeinem heiligen buch ‚wirklich‘ so steht oder ob es einfach nur eine mündliche tradition ist oder wie auch immer, spielt dabei nur eine sekundäre rolle [sekundär diesbezügl., dass diese Fragen erst relevant werden, wenn es um die bestimmung der ‚haltbarkeit‘ solcher Begründungsstrukturen und die Möglichkeiten des Aufbrechens derselbigen geht und nciht vorher]).

    Das problem ist einfach, wenn Leute relativ isoliert sind von ihrer ‚ursprungskommunitie‘, sind sie auch in einem relativ hohen grade bereit sich anzupassen an eben ihre neue kommunitie.
    Wenn sie hingegen nicht isoliert sind von ihrer Ursprungskommunitie, sind sie bei entsprechend vorhandenen Strukturen auch bereit sich an ihre kommunitie anzupassen – dummerweise ist das aber die ‚alte‘ und nicht die neue, die dann nämlich als ‚außen‘, als die ‚anderen‘ klassifoiziert werden und dazu benutzt werden, sich in der abgrenzung gegen diese noch zusätzlich ihre ‚identität‘ zu legitimieren und zu verstärken.
    Du hast damit wirklich einen wichtigen puntk angesprochen – nämlich das bestimmte trukturen bei verschiedenen gruppen relativ ähnlich auftreten können udn auch ähnliche wirkungen entfalten was ‚Integration‘ angelangt.

    Bitte hör auf solch einen scheis… zu erzählen – du redest dich wirklich noch um Kopf und Kragen ,-/

    Sonst werde ich auch bald zum Breivik.

    • 4. Mai 2012 um 09:38 Uhr
    • Zagreus
  769. 806.

    Lächerlich was Geis bei Anne Will sagte. Hohmann wäre kein Antisemit.

    Dafür müsste er auch aus der Partei geworfen werden.

    • 4. Mai 2012 um 09:38 Uhr
    • cem.gülay
  770. 807.

    @ ThorHa #795

    obwohl es a) kein jüdisches Volk gibt

    Das sahen christliche Antisemiten schon seit der Spanischen Inquisition anders. Auch da wurde schon mit der ‚Reinheit des Blutes‘ argumentiert, da theologisch den Conversos (und deren Nachkommen) kaum ans Bein zu pinkeln war.

    Siehe auch: The origins of the Inquisition. In fifteenth Century Spain. (1995) New York 2001, ISBN 978-0-679-41065-2

    • 4. Mai 2012 um 09:40 Uhr
    • Serious Black
  771. 808.

    Zagreus

    Ach was, warum Steuergelder ausgeben für die Yesiden ua

    Wie wäre es, wenn sich die Mädels der Multi-Kulti-Tralla La und Pro-Asyl Fraktion bereit stellen die Beine breit zu machen, dann könnte meine Freundin mal unbelästigt bleiben wenn sie alleine unterwegs ist.

    Aber die sind meist so hässlich und unrasiert……

    • 4. Mai 2012 um 09:56 Uhr
    • cem.gülay
  772. 809.

    @ SB

    ich verstehe ihren gesichtspunkt, wende mich aber dagegen, weil ich ihn für sehr verfehlt halte ineinem weiteren rahmen (denn ich gleich ihnen versuche näherzubringen).

    Für mich ist das keine Frage der persönlichen, individuellen Schuld, sondern eher einer historischen Verpflichtung.

    Die ‚histrische verpflichtung‘ existiert nur dann, wenn sie auch anerkannt wird – und ich empfinde sie weder noch erkenne ich sie an – für mich als jemand, der mehrere jahrzehnte nach dem WKII erst geboren wurde meistens blanker Unsinn.

    neistens – es gibt da durchaus eine Ebene, bei der ich eine ‚verpflichtung‘ anerkenne:
    – eine verpflichtung gegenüber den Opfern (und nur gegenüber denen und nicht gegenüber ihren Kinern und erst recht nicht gegenüber ihren selbsternannten ‚sachwaltern‘),
    aber nicht gegen Juden generell.

    Und nun warum ich gegen die ‚historische Anerkennung‘ bin.
    Im grunde sehr einfach: weil sie eben in der regel unsinn ist. Die Tätervolk-argumentation inc. der ‚historischen Schuld‘-Argumentation findet ja in bestimmten diskursen verwendung(logo).
    Und da wird es interessant: denn sie findet eben nicht in diskursen MIT den Opfern idR. statt, sondenr in innerdeutschen, politischen Diskursen.
    IdR. ist kein einziges Opfer zu vernehmen oder wenn, dass sehr oft ein ehemaliges Opfer, dass nun aber ein bestimmten aktuellen, meist innenpolitischen Parteiung einnimmt.
    Man kann es ja auch außenpolitisch (was nicht die regel ist , aber es extrem verdeutlich) einnehmen, wenn sie nur einmal schauen, wie sich manche ‚Linke‘ dazu berufen fühlen gegen Israel zu wettern, weil sie ja im gedenken an den holocaust sich angeblich verpflichtet fühlen dafür zu sorgen, dass die Juden nicht zu Tätern werden….
    Der Punkt ist – wie ja broder das völlig richtig auch immer wieder benennt -, dass der Holocaust, die ‚Verpflichtung gegenüber der geschichte‘ usw…. nur nicht vorhandene juden betrifft – tote juden oder einfahc nicht anwesende. Das ganze ist seit Jahrzehnten nämlich ncihts anderes in extrem vielen Diskursen in deutschland als ein Mittel bestimmter politischer kreise ihre politischen Ziele durchzusetzen, indem sie sich als (selbsternannte) sprachrohre der ‚histoirshcne verpflichtung und der jüdischen Opfer‘ hinstellen und damit die moralische Hoheit in den Diskursen zu erringen suchen.
    das hat sehr gut geklappt vor allem, wenn es gegen leute angewandt wurdem, die wirklich diese zeit mitmachten, ja sogar an nich tunbedeutenden stellen involviert waren.
    Es sind all diese hunderttausenden kleinen GraSSe, die mit der ‚moralischen schuld der Deutschen‘ im innerdeutschen, interdeutschen politischen diskurs agieren – da ist kein Jude, kein jüdisches opfer weit und breit und da geht es auch nur fordergründig um die wahren Opfer.
    Und was sehr viele dieser leute, dieser kleinen GraSSe von den jetzt lebenden Juden halten, wenn sie in den entsprechenden foren hineinsehen, in denen von links-grün sich mit der Palästinenser-Israel-prolematik auseinandergesetzt wird – da ist so alles da, von der jüdischen Israellobby, die die USA in der hand hat über die jüdische Weltfinanz bis zum jüdisch-amerikanischen imperialismus.
    Aber wenn es in den politischen Diskussionen in deutschland geht, sind sie ganz schnell dabei ihre positionen, wenn sie sie schon nicht anders begründen können, mit der ‚Erbschuld der Deutschen‘ zu begründen (und durchaus auch um sachen durchzusetzen, die die gegener israels unterstützen sollen).

    Von daher: die rede von der ‚deutschen Schuld‘, dem ‚tätervolk‘ ist vor allem eine aktuelle, politische argumentaionsfigur bestimmter politicher kreise in Deutschland, und hat mit den dabei angesprochenen Opfern sehr wenig zu tun meistens.

    Solange Menschen leben, die unter dem Naziregime gelitten haben, ist eine rein nüchterne Diskussion schwierig. “ – gegenüber wem? gegenüber tatsächlich den „Menschen…, die unter dem naziregime gelitten haben“ oder gegenüber deren selbsternannten ‚sachwaltern’?

    Und schauen sie sich bitte einfach darum einmal die innerdeutschen diskurse der letzten Jahrzehnte an, die von ‚tätervolk‘ und ‚historischer schuld‘ handeln – wer sagt mit welcher woher stammender berechtigung was und welchen zweck verfolgt er dabei…

    Ich befürchte, sie werden da auf einen richtigen Misthaufen stoßen von Missbrauch und Instrumentalisierung.

    und darum verwehre ich mich auch gegen diese ganze ‚historische Schuld‘ und ‚Tätervolkthese‘ – es gibt so gut ie keine überlebenden mehr, weder von den Tätern noch von den opfern, und wir sollten aus der geschichte lernen, und uns nicht von ihr beherrschen lassen – und das heisst für mich: ich schaue mir die gegenwart an und schaue, wie ‚die Juden'(Religion) und ‚die Juden als großteil des Staatsvolks israel‘ handeln und wie ihre ‚gegner‘ handlen. Und ich ‚halte’zu Israel nicht, weil ich irgendwo ein bösen wurm des schlechten gewissens und der historischen schuld in mir nagen habe, sondenr weil ich einen demokratischen Rechtstaat im nahen osten wahrnehme, dervon faschistoiden Feinden umzingelt ist, die durchgeknallte Todeskulten (märtyrerkult) frönen. ich halte zu israel, weil es einem iranischen Volk ni etwas getan hat, und trotzdem von deren regierung mit Vernichtung bedroht wird. ich halte zu Israel, weil dort fundamentale menschenrechte geachtet wird, man seine meinung agen darf, man als schwuler oder lebin leben darf ohne angst zu haben aufgeknüpft zuwerden usw… – und weil es die gegenseite nicht so handhabt.
    ich halte zu Israel, weil ich deren wissenschaftlich-technischen Geschick und Inovationsfreude bewundere usw… – ich halte zu israel aus aktuellen gründen und aus einem Gerechtigkeitsgefühl heraus und nicht wegen ‚irgendwelcher‘ Toten, zu denen ich angeblich verpflichtet wäre halten zu müssen, aufgrund der verbrechen, die noch nicht einmal meine großeltern vollbracht haben, von mir ganz zu schweigen.

    • 4. Mai 2012 um 10:24 Uhr
    • Zagreus
  773. 810.

    OT – Russland bedroht die NATO?

    Russia’s top military officer warned Thursday that Moscow would strike NATO missile-defense sites in Eastern Europe before they are ready for action, if the U.S. pushes ahead with deployment.

    “A decision to use destructive force pre-emptively will be taken if the situation worsens,” Russian Chief of General Staff Nikolai Makarov said at an international missile-defense conference in Moscow attended by senior U.S. and NATO officials.

    http://www.washingtontimes.com/news/2012/may/3/russia-threatens-strike-nato-missile-defense-sites/

    • 4. Mai 2012 um 10:26 Uhr
    • Serious Black
  774. 811.

    @ Zagreus

    neistens – es gibt da durchaus eine Ebene, bei der ich eine ‘verpflichtung’ anerkenne:
    – eine verpflichtung gegenüber den Opfern (und nur gegenüber denen und nicht gegenüber ihren Kinern und erst recht nicht gegenüber ihren selbsternannten ‘sachwaltern’),
    aber nicht gegen Juden generell.

    […]

    ich halte zu israel aus aktuellen gründen und aus einem Gerechtigkeitsgefühl heraus und nicht wegen ‘irgendwelcher’ Toten, zu denen ich angeblich verpflichtet wäre halten zu müssen, aufgrund der verbrechen, die noch nicht einmal meine großeltern vollbracht haben, von mir ganz zu schweigen.

    D’accord!

    Einen Punkt möchte ich hinzufügen:
    Ich sehe vor allem eine moralische Verpflichtung der Deutschen die Selbsttherapie ihres Judenknackes, bzw. ihres Nazitraumas (GraSS, Siggi Pop, Hohmann, Möllemann), ihres Selbstbildes, etc. nicht in aller Öffentlichkeit auf dem Rücken anderer auszutragen. Dafür gibts die Couch beim Psychoonkel.

    • 4. Mai 2012 um 10:44 Uhr
    • Serious Black
  775. 812.

    @ SB

    Ich sehe vor allem eine moralische Verpflichtung der Deutschen die Selbsttherapie ihres Judenknackes, bzw. ihres Nazitraumas (GraSS, Siggi Pop, Hohmann, Möllemann), ihres Selbstbildes, etc. nicht in aller Öffentlichkeit auf dem Rücken anderer auszutragen. Dafür gibts die Couch beim Psychoonkel.

    Tja, nazi-traume haben diese leute meist nicht, sondern einen waschechten Judenknacks, den sie mit dem ‚gedenken an die Opfer und der historischen verpflichtung’ausleben – um ihre eigenen, aktuellen politischen vorstellungen auszuleben.

    • 4. Mai 2012 um 10:48 Uhr
    • Zagreus
  776. 813.

    OT – Syrien

    Jonthan Spyer nimmt Assads Opposition unter die Lupe:

    http://www.worldaffairsjournal.org/article/defying-dictator-meet-free-syrian-army

    @ Z

    Die Klammer sollte eigentlich ans Ende der Aufzählung…

    • 4. Mai 2012 um 10:55 Uhr
    • Serious Black
  777. 814.

    @ SB

    Schauen sie sich doch den GraSS an, jahrzehntelang trommler für die SPD und in dieser rolle einer der ganz großen ‚nazi-Jäger‘ (solange es um politische gegner ging, sonst hätte er bei seine eigenen maßstäben (!) erst mal sich selbst jagen müssen),selbsternanntes ‚Gewissen der nation‘, der andauernd von der ‚historischen schuld der Deutschen‘ quasselte, ähnlich wie all die Wehlers (selbe politische Lager) und co., und ganz großer Opfervertreter. Das ganze war nichts aneres als eine Instrumentalisierund des holocausts zu politischen wahlkampfzwecken – denn dafür hat er es eben benutzt.
    Und von dieser sorte politisch-moralische Sachwalter der ‚historischen schuld‘ gab und gibt es mehr als genug in Deutschland.
    Ds problem mit der historischen-schuld-these ist neben ihrer logisch-sachlichen falschheit vor allem ihre politische instrumentalisieurng über die jahrzehnte in diskursen, die sehr oft so gar nichts mit einem echten auseinandersetzen udn gedenken an die Opfer des Holocausts zu tun haben.
    Halten sie es da für wirklich für falsch sich dagegen zu wenden und nein dazu zu sagen?

    • 4. Mai 2012 um 10:56 Uhr
    • Zagreus
    • 4. Mai 2012 um 10:57 Uhr
    • Keine Abitte
  778. 816.

    @ Saki

    Und was die Evolionstheorie angeht, so scheint sie einen intrinsischen Hang zu haben, von ihren Adepten teleologisch aufgefasst zu werden. Was daran liegen mag, dass sie im Kern eben eine Geschichtstheorie ist.

    Aua! Die darwinsche Evolustionstheorie ist gerade nicht theologisch. Das sollte man wissen, wenn man auf Dawkins verweist, der schreibt zwear viel Mist, aber gerade das hebt er zurecht immer hervor.

    Und meines Wissens haben die Erfinder und Vorkämpfer des Darwinismus (Darwin, Huxley et.al.) diese Theorie durchaus als explizit antikirchlich, ja atheistisch gesehen.

    Dann erweitern Sie Ihr Wissen halt mal.

    und wer versucht, den Nazis eine besondere ideologische Nähe zu christlichen Religionen anzudichten ist ein noch schlechterer Lyriker als Grass […].

    Nur heißt nicht christlich noch lange nicht „gottlos“. Erst recht heißt das nicht, dass zahlreiche, vorwiegend evangelische Christen, einen Widerspruch zwischen NS und Christentum sahen. U.U. gab es auf lokaler Ebene Konflikte zwischen Kirchentreuen und Neuheiden, nachzulesen z.B. hier:

    http://www.steiner-verlag.de/titel/50996.html

    M.E. eines der aufschlussreichsten Bücher darüber wie das Dritte Reich im Kleinen funktionierte, auch wenn es anscheinend ein absolutes Randthema behandelt.

    • 4. Mai 2012 um 11:23 Uhr
    • Keine Abitte
  779. 817.

    @MRX

    Interessant, diese Mischung von Realismus im ersten Teil und Schönreden gegen Schluss.
    Die waren ruhig, weil der Rolex klar machte, dass er nicht viel toleriert. Wenn der Flanby an der Macht ist, dann entgleitet das endgültig – Im Fernseh-Duell mit Sarko machte er nicht den Eindruck, dass er begriffen hat was da abgeht (vielmehr würde er auch kein Wahlrecht für Nichtbürger wollen, wenn er was begriffen hätte).

    • 4. Mai 2012 um 11:25 Uhr
    • FreeSpeech
  780. 818.

    @ Z

    Halten sie es da für wirklich für falsch sich dagegen zu wenden und nein dazu zu sagen?

    Nein.

    Nur sollte man, eben weil einem nur zu gern daraus ein Strick gedreht wird, klar argumentieren und die Gefühle der Opfer berücksichtigen.

    Es geht mir nicht um eine Tabuisierung, sondern um einen verantwortungsvollen Umgang.

    Dazu gehört natürlich auch, sich eher auf die überlebenden Opfer und deren Meinung dazu zu konzentrieren, als irgendwelchen vermeintlichen Sachwaltern hinterherzulaufen.

    • 4. Mai 2012 um 11:37 Uhr
    • Serious Black
  781. 819.

    @ marriex

    Und was die Evolionstheorie angeht, so scheint sie einen intrinsischen Hang zu haben, von ihren Adepten teleologisch aufgefasst zu werden. Was daran liegen mag, dass sie im Kern eben eine Geschichtstheorie ist.

    Aua! Die darwinsche Evolustionstheorie ist gerade nicht theologisch.

    Naja, hier hat aber Saki durchaus recht – die evolutionstheorie ist nicht teleologisch, aber die meisten Adepten (zumindest im 19. Jh.) haben sie wirklich teleolgoisch gedeutet.

    Und meines Wissens haben die Erfinder und Vorkämpfer des Darwinismus (Darwin, Huxley et.al.) diese Theorie durchaus als explizit antikirchlich, ja atheistisch gesehen.

    Unsinn, gerade was darwin anbelangt – in der erstausgabe der origins nimmt Gott als schöpfer (des ersten organismus) sogar eine zentrale theoretische rolle ein.
    Hinzu kommt, dass der Darwinismus sher oft, aber nicht immer , als anti-kirchlich und anti-religiös aufgefasst wurde. Die ausnahmefälle zeigen aber, dass beide deutungen möglich sind. Bei den ausnahmefällen wurde das Christentum bzw. auch die christliche Kirche und vor allem die christliche moral als eben die (spitzen-)ergebnisse der evolution im menschlichen bereich (kulturelle evolution) aufgefasst.

    und wer versucht, den Nazis eine besondere ideologische Nähe zu christlichen Religionen anzudichten ist ein noch schlechterer Lyriker als Grass […]

    Such völliger Blödsinn, denn auch wenn die nazis sich gegen die christenlichen Kirchen und gegend ie christliche Moralvorstllung gewendet haben, sind sie doch ‚äpfel des gleichen stamme‘, sie bedienen sich in ihrer argumentation und metaphorik sehr, sehr ausgiebig religiöser Denkfiguren. Und sie deuten sich slebst auch religiös in ihren begründungen und selbstdarstellungen – und zwar nicht umbedingt ‚neuheidnisch‘. man sollte dabei auch wissen, dass es innehrlab der NS-bewegung sehr unterschiedliche standpunkte und strömungen gab, die die frage des religiösen bezugs sehr unterscheidlich beantworteten. Saki – sie argumentieren allzuleicht aus einer halbwissens-perspektive heraus und sollten sich mit der thematik etwas näher befassen, weil sonst kommen einfach historisch unsinnige bzw. nicht haltbare Urteile heraus (siehe z. b. darwin-behauptung).

    • 4. Mai 2012 um 11:40 Uhr
    • Zagreus
  782. 820.

    Ist das gemein!

    Das Buch von JLs gegenwärtig liebstem Abbittejuden floppt, trotz massiver Mainstreammedienunterstützung:

    http://www.commentarymagazine.com/2012/05/03/peter-beinart-book-colossal-flop-sales-zionism/

    • 4. Mai 2012 um 11:42 Uhr
    • Keine Abitte
  783. 821.

    OT

    Hier der schwedische Fernsehbericht zum Einsatz von DDR-Zwangsarbeitern bei der Produktion für IKEA. Da die Zeugenaussagen im Original mit Untertiteln gezeigt werden, muss man kein Schwedisch können, um das Wesentliche zu verstehen.

    http://svt.se/ug/hela_program/bakom-galler-ikea-i-ddr

    • 4. Mai 2012 um 11:47 Uhr
    • Keine Abitte
  784. 822.

    @ SB

    Nur sollte man, eben weil einem nur zu gern daraus ein Strick gedreht wird, klar argumentieren und die Gefühle der Opfer berücksichtigen.

    Es geht mir nicht um eine Tabuisierung, sondern um einen verantwortungsvollen Umgang.

    Dazu gehört natürlich auch, sich eher auf die überlebenden Opfer und deren Meinung dazu zu konzentrieren, als irgendwelchen vermeintlichen Sachwaltern hinterherzulaufen.

    Das ist doch der Punkt : welcher Opfer denn?
    Denn was wir haben idR. ist doch einen innerdeutschen politischen diskus, bei deneine politische seite, aufsteht, und sagt: ne, das darf man nicht sagen, weil man die gefühle der Opfer verletzt (oder verletzten könnte).
    Nur, wer sagt denn, dass irgendein 8echtes) Opfer diesen diskurs verfolgt, sich überhaupt dafür interesiert und überhaupt verletzt ist?
    Niemand idR. und wenn man genau hinschaut passiert es auch nicht – idR. äußert sich nämlich gar keines der ehemaligen Opfer.
    Wir haben de faco sehr, sehr oft gar keine Opfer, die sich gerade wirklich wegen dieser einen äußerung betroffen fühlen. Was wir aber haben, sind lauter Leute, die selbst innerhalb der diskurse eine politische agenda verfolgen und aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen äußerung ihrerpolitischer gegner denen das recht auf ihre position dadurch absprechen, dass sie diese moralisch niedermachen indem sie behaupten, dass deren äußerung die opfer verletzten würde (was aber nur eine unbewiesene behauptung ist) oder könnte (was nur potentiell ist und so lange keine echte rolle spielt, wie es eben nicht geschieht).
    Nehmen sie doch die Eva herrmann und die Autobahngeschichte – um was ging es denn eigentlich ursprünglich: um ein bestimmtes Rollenbild, und zwar der ‚Mutter‘, das sie vertreten hat und innerhalb des aktuellen politischen diskurses stärken wollte – und damit sich mit leute anlegte, die diese Rolle der Mutter aus politisch-weltanschaulichen gründen (feminismus etc….) ablehnten.
    Das war der eigentliche streitpunkt. Und nun wurde argumentiert und die eskalation war etwas, was sie dabei noch nciht einmal sagte, sondern ihr innerhlab der diskussionsrunde untergejübelt wurde (Autobahn – Hitler – geht gar nicht) – sie wurde also nicht aufgrund von gegenargumenten gegen ihrer argumentation für eine bestimmtes gegenwärtiges rollenverständnis abgelehnt, sondenr wegen etwas, was damit gar nichts zu tun hat, was man aber herunterbrechen kann auf ‚historische Schuld‘ und somit auch ‚gefühle der NS-Opfer verletzten‘.
    Hat aber irgendjemand überprüft, ob wirklich die Opfer sich verlett gefühlt haben? – Nein, hat niemand und es hat auch niemanden dabei interessiert.
    Und so verlaufen viele anwendungen des arguments ‚historischer Schuld‘ ab meiner meinung nach.

    • 4. Mai 2012 um 11:55 Uhr
    • Zagreus
    • 4. Mai 2012 um 12:13 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  785. 824.

    @ Zagreus

    Es gibt also sehr wohl israelfreundliche Antisemiten. Sie sind einer.

    • 4. Mai 2012 um 12:17 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  786. 825.

    @SB
    „Vielleicht müssen noch 100 oder mehr Jahre vergehen, bis wir unbelastet diskutieren können.“
    Machen Sie tausend draus, der Holocaust hat alles, was man für eine so langlebigee Menschheitserinnerung braucht. Denken Sie einfach daran, was uns noch heute fast automatisch zu Dschinghis Khan oder Mongolen durch den kopf schiesst.
    Das muss man als Deutscher einfach wissen, ganz nüchtern in Rechnung stellen und auf der Grundlage handeln und reden. Weder Vergessen noch Gerechtigkeit sind geschichtlich relevante Kategorien.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 4. Mai 2012 um 12:23 Uhr
    • ThorHa
  787. 826.

    @ Hansi

    Es gibt also sehr wohl israelfreundliche Antisemiten. Sie sind einer..

    logo, Hansi, was denn sonst als ein waschechter Antisemit, alles klaro.

    • 4. Mai 2012 um 12:26 Uhr
    • Zagreus
  788. 827.

    @ HJS # 822

    Differenzen zwischen einem US-Präsidenten der Mitte und einem Kongress, der mehr denn je von extremen Ideen bestimmt wird.

    ***hüstel***

    • 4. Mai 2012 um 12:28 Uhr
    • Keine Abitte
  789. 828.

    @ ThorHa

    Denken Sie einfach daran, was uns noch heute fast automatisch zu Dschinghis Khan oder Mongolen durch den kopf schiesst.

    Und sie sind sich sicher, dass sich diese Bilder über die jahrhunderte gehalten haben und nicht produkt der geschichtswissenschaften des 19. Jh. sind, bei denen erstmals wieder sowas wie Mongolensturm, Dschinghis Khan & Co (und übrigens die kreuzzüge gleich auch) wieder entdeckt und thematisiert (und zwar als politisch-historische argumente) wurden?

    • 4. Mai 2012 um 12:29 Uhr
    • Zagreus
  790. 829.

    OT

    Lese gerade ein Buch, mit dem ich wahrscheinlich das halbe Forum hier jagen könnte, nein, nicht den Koran, sondern von Jean Ziegler, Der Hass auf den Westen: Wie sich die armen Völker gegen den wirtschaftlichen Weltkrieg wehren.

    Von der Intention her m.E. unschätzbar, gleichwohl stilistisch nicht wirklich ansprechend und stellenweise oberflächlich. Werde wohl als nächstes mal das hier in die Hand nehmen:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=114

    (Warnung @ NN: Bitte nicht lesen, es dürfte deinem Blutdruck nicht gut tun.)

    • 4. Mai 2012 um 12:34 Uhr
    • MM
  791. 830.

    @ MM

    Wusste gar nicht, dass Sie auch kabarettistische Bücher lesen.

    • 4. Mai 2012 um 12:44 Uhr
    • FreeSpeech
  792. 831.

    @sb – Mongolensturm:
    Ja, bin ich sicher. Die Erfahrung, dass die bis dahin so erfolgreichen gepanzerten Heere des „zivilisierten“, sprich christlichen, Europa gegen leichtgeschützte nomadische Kompositbogenschützen auf Ponies praktisch hilflos waren, war für Europa einschneidend, das ist auch die Einschätzung von Mittelalterexperten.
    Für den Osten Europas gilt das noch stärker – eines der Probleme Russlands bis heute ist, dass es über mehrere Jahrhunderte vom europäischen Entwicklungsprozess abgeschnitten war.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 4. Mai 2012 um 12:48 Uhr
    • ThorHa
  793. 832.

    Teilen Sie uns dann auch bitte mit, wer der nächst glorreiche Führer ist, jetzt da dem Ziegler Hans sein Muammar im Grabe liegt.

    • 4. Mai 2012 um 12:51 Uhr
    • Keine Abitte
  794. 833.

    @ ThorHa

    Wre ich mir aber an ihrr stelle so ganz und gar nicht – oder haben sie jemals groß von den ress gegenüber den Ungarn in deutschland gehört?
    – Nein? – Merkwürtig, wir haben da nämlich etwas ähnliches (ürigens auch was die Kampftaktik anbelangt und wo sich sogar eine vielzahl der Burgen in Deutschland zurückführen lassen).

    „Die Erfahrung, dass die bis dahin so erfolgreichen gepanzerten Heere des “zivilisierten”, sprich christlichen, Europa gegen leichtgeschützte nomadische Kompositbogenschützen auf Ponies praktisch hilflos waren, war für Europa einschneidend, das ist auch die Einschätzung von Mittelalterexperten.“

    Das ist insofern kein Argument dafür, als dass es nur aussagt, dass zu einer bestimmten zeit (z. b. zu dieser zeit) die Militärischen Überlegungen zu einer einem grundsätzlichen umstrukturierung führten.
    Das heisst abr noch lange nicht, dass der anlass dafür – also die Geschichte von den Mongolen und Dschighis Khan – mündlich über die jahrhunderte überliefert wurde.
    Zumindest bei den kreuzzügen weis ich, dass sie im Volke in vergessenheit geraden waren und erst im 19. Jh. über die Geschichtswissenschfaten wiederentdeckt und verbreitet wurden.

    • 4. Mai 2012 um 12:55 Uhr
    • Zagreus
  795. 834.

    ….ressentiments gegen die Ungarn…
    (bei den Ungarn haben wir nämlich ein reitervolk, dass ähnlich wie die mongolen auf pferden agierte und das tatsächlich auch in westdeutschland (süden vor allem) jahr für jahr überfälle tätigte.)

    • 4. Mai 2012 um 12:57 Uhr
    • Zagreus
  796. 835.

    @MM:
    Aus der Buchbesprechung:
    „Die Aufnahme immer neuer Kredite zur Finanzierung der Schulden und aufgelaufenen Zinsen führen in eine volkswirtschaftliche und soziale Abwärtsspirale. Die Staaten sind aufgrund der Verbindlichkeiten paralysiert und nicht mehr in der Lage ihren Verpflichtungen der Bevölkerung gegenüber gerecht zu werden. Die zutiefst verschuldeten Länder sind nun gezwungen …“
    Aha. Gezwungen. Durch wen? Lassen die bösen multinationalen Konzerne an den Grenzen dieser Staaten Panzerdivisionen aufmarschieren?
    Nach der Besprechung muss ich das Buch nicht mehr lesen. Auch Ziegler hat offenkundig eine paranoid-rassistische Weltsicht – hier die armen, ausgebeuteten und völlig hilflosen „Kaffern“, dort die brutalen, bösen, gierigen, weissen Konzerne. Für diejenigen, die diese Weltsicht schon immer hatten, wird das Buch eine Offenbarung sein. Für mich als realistischen Schlechtmenschen eher nicht …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 4. Mai 2012 um 12:59 Uhr
    • ThorHa
  797. 836.

    Die von Früchtchen und FS hier so genüsslich ausgebreitete Geschichte mit dem ägyptischen „Gesetz(entwurf)“ bzgl. nekrophiler Praxis war übrigens eine Hoax-Meldung:

    http://www.csmonitor.com/World/Backchannels/2012/0426/Egypt-necrophilia-law-Hooey-utter-hooey

    Stories like this are a reminder of the downside of the Internet. It makes fact-checking and monitoring easier. But the proliferation of aggregation sites, newsy blog sites, and the general erosion of editorial standards (and on-the-ground reporters to do the heavy lifting) also spreads silliness faster than it ever could before.

    Schon bemerkenswert, wie sich diese Geschichte von al-Ahram über al-Arabiya EN über diverseste Blogs, die Daily Mail, Huffington Post etc. verbreitete…

    siehe auch hier: jonathanturley.org/2012/04/27/dead-letter-egyptian-necrophilia-law-called-hoax-by-mubarak-supporter/

    • 4. Mai 2012 um 12:59 Uhr
    • MM
  798. 837.

    @Zagreus:
    Nicht vergleichbar. Die Ungarn wurden mehrfach, am spektakulärsten auf dem Lechfeld durch Otto den Grossen, geschlagen. Die Mongolen dagegen wurden von den Europäern nie geschlagen, seine Freiheit von der ansonsten unvermeidlichen Mongolenherrschaft verdankt Europa einem biologischen Zufall zum richtigen Zeitpunkt.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 4. Mai 2012 um 13:01 Uhr
    • ThorHa
  799. 838.

    @ FS

    Wusste gar nicht, dass Sie auch kabarettistische Bücher lesen.

    hihi, ja, echt lustig…

    @ MR

    Teilen Sie uns dann auch bitte mit, wer der nächst glorreiche Führer ist, jetzt da dem Ziegler Hans sein Muammar im Grabe liegt.

    Melde mich, sobald es soweit ist.

    • 4. Mai 2012 um 13:04 Uhr
    • MM
  800. 839.

    Kommentare zu Breivik oder „Lau, Dein wahres Wesen ist erkannt!“

    1 – # 801 Ihnen fehlt ganz einfach ein Ziel für die Evolution der menschlichen Gesellschaft.

    2 – Lieber Herr Lau, haben Sie sich schon einmal gefragt, warum der Islam zu solch einem Problem geworden ist? …
    Oder bevorzugen Sie eine Umna?
    Letzteres muss ich wohl annehmen.

    Zweites Zitat siehe Nr. 98 unter dem Link
    http://blog.zeit.de/joerglau/2012/04/19/breiviks-prozess-als-zerrspiegel-der-islamkritik_5558/comment-page-13#comments

    • 4. Mai 2012 um 13:11 Uhr
    • Publicola
  801. 840.

    @ keinAb # 814 – Danke für die Verlinkung zum Interview mit Gilles Kepel
    http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/feldforschung-in-der-banlieue_1.16734496.html

    • 4. Mai 2012 um 13:13 Uhr
    • Publicola
  802. 841.

    @ ThorHa

    hier die armen, ausgebeuteten und völlig hilflosen “Kaffern”, dort die brutalen, bösen, gierigen, weissen Konzerne.

    Nö.

    Für mich als realistischen Schlechtmenschen

    Zum Thema realistisch siehe auch #835.

    Achso, ich vergaß: for facts there is (here) no demand.

    • 4. Mai 2012 um 13:13 Uhr
    • MM
  803. 842.

    @ ThorHa

    „Nicht vergleichbar. Die Ungarn wurden mehrfach, am spektakulärsten auf dem Lechfeld durch Otto den Grossen, geschlagen. Die Mongolen dagegen wurden von den Europäern nie geschlagen, seine Freiheit von der ansonsten unvermeidlichen Mongolenherrschaft verdankt Europa einem biologischen Zufall zum richtigen Zeitpunkt.“

    Stimmt – wir haben also die Ungarn, die jahrzehntelang mit ihren Überfällen süddeutschland terroristierten und die kaiser dazu brachten riesige Burgensysteme zu errichten, um sie abzuwehren. Nach einer zeit werden sie auf spkuläre art und weise geschlagen (lechfeld).
    Auf der anderen Seite haben wir die Mongolen, deren hauptheer nie deutschland erreichte (kleine verbände schon) und die nur innerhlab weniger jahre wirklich schrecken verbreiteten (denn aufgrund des Todes ihres khans zogen sie sich ja wieder zurück).
    Und nun sollen dieses zweite ereignis sich im gegensatz zum ersten derartig stark eingebrannt haben in ein ‚Volks-gedächtnis‘, dass sich entsprechende bilder bis heute überliefert haben, ja?

    Und da könnten keine anderen ursachen, wie z. b. die gleichsetzung aufgrund von historischen überlieferungen, die wenigen experten zur verfügung standen, mit den wesentlich später agierenden tartaren (ca. 1650) und dann eine aufarbeitung und publizistische verbreitung durch die geschichtswissenscfaten im 19. jh. ursache sien?

    haben sie entsprechende sekundärliteratur, die diese orale bzw schriftliche überlieferungskette als ein breite erinnerungskette (rezeptionsgeschichte) nachweist? – Denn darum ging es ja
    ( „Machen Sie tausend draus, der Holocaust hat alles, was man für eine so langlebigee Menschheitserinnerung braucht. Denken Sie einfach daran, was uns noch heute fast automatisch zu Dschinghis Khan oder Mongolen durch den kopf schiesst.“ ).

    Mit freundlichen grüßen

    zagreus

    • 4. Mai 2012 um 13:20 Uhr
    • Zagreus
  804. 843.

    @ Cem Gülay # 802 – … Yeziden entwickeln sich immer mehr zum Problem. Man sollte…, damit die unsere Frauen und Töchter in Ruhe lassen. Sonst werde ich auch bald zum Breivik.

    Da müssen Sie aber – conditio sine qua non – vorher
    a – ein Jahr lang ausschließlich ein War-Game-Computerspiel bedienen
    b – drei weitere Jahre lang als auschließliche Tätigkeit noch ein (Online-)Buch-Elaborat von etwas mehr als 1500 Seiten zusammen-copy-and-pasten* –
    – mit kleinen, aber Bauanleitungen und phantasievollen Einkauftips für WMD sowie
    – mit zahlreichen gepflegten Regeln eines von Ihnen zu schaffenden und natürlich dann auch berechtigterweise zu kommandierenden Ritter- (oder meinetwegen auch Janitscharen-)Ordens,
    als da z.B. wären peinlichst genaue Vorschriften und detaillierteste Tips zur Ausgehuniform – zur Farbe der ritterlichen Präsentier-Handschuhe – zur Hautpflege vor einem Chefritter-Photo-Shooting
    etc. etc. etc.

    • 4. Mai 2012 um 13:29 Uhr
    • Publicola
  805. 844.

    – mit kleinen, aber feinen Bauanleitungen

    • 4. Mai 2012 um 13:30 Uhr
    • Publicola
  806. 845.

    @ ThorHa

    Machen Sie tausend draus, der Holocaust hat alles, was man für eine so langlebigee Menschheitserinnerung braucht.

    Naja. Das menschliche (historische/kulturelle) Gedächtnis arbeitet recht selektiv. Hadrians Genozid an den Juden hat jedenfalls nicht den Bekanntheitsgrad, wie beispielsweise Catos ceterum censeo… und die Vernichtung Karthagos.

    Die ethnische Säuberung an den Juden der arabischen Welt ist praktisch auch schon aus dem Bewußtsein verschwunden.

    • 4. Mai 2012 um 13:30 Uhr
    • Serious Black
  807. 846.

    Wusste gar nicht, dass Sie auch kabarettistische Bücher lesen.

    Kabarettisten lesen halt kabarettistische Bücher und lernen daraus, dass an ihren eigenen Schulden ebenfalls der Gläubiger schuld ist.

    • 4. Mai 2012 um 13:38 Uhr
    • unlimited
  808. 847.

    @ SB

    „Naja. Das menschliche (historische/kulturelle) Gedächtnis arbeitet recht selektiv.“

    Meiner Meinung nach hat das weniger mit einer selektivität des menschlichen gedächtnisses zu tun, als vielmehr mit (politisch-weltanschaulichen [auch religiösen]) bedürfnissen, die sich dann in diversen mehr oder weniger genauen methodiken der Überlieferung niederschlagen.
    Es macht einnen Unterschied, ob jemand ein ‚ereignis‘ niederschreibt, ob eine geschichte und dann irgendein Mythos, mit dem sich leute identifizieren und definieren (Ursprungsmythen z. b. ) bildet, oder ob ein ‚historisches Ereignis‘ bewahrt wird in form von epen.
    Und es ist halt imemr auch eine frage der sekundärwirkungen dieser ereignisse – denn geschichte wird seltenst um ihrer selbst willen bewahrt; das ist eine sehr neue erscheinung.
    Auch sollte man nicht vergessen, dass geschichtliche verweise gerne in politischen diskursen eine rolle spielen – und zwar unabhängig davon, ob sie wirklich sich überhaupt, und wenn so, ereignet haben.
    Hinzu kommt noch, dass geschichtsverweise als argumentationsmethode in diskursen meist gekoppelt ist einer entsprechenden Wertschätzung von geschichte, die wiederum dazu führen kann, dass eben geschichtliche betrachtungen angestellt werden (und aus alten unterlagen geschichtliche erzählungen herausgeholt werden, die jahrhundertelang niemanden oder nur sehr,sher wenigen noch bekannt waren).

    • 4. Mai 2012 um 13:39 Uhr
    • Zagreus
  809. 848.

    OT islamischer Winter

    Wo in Deutschland bislang ein Landesinnenminister nur islamkritische Karikaturen verbietet, da ist Kuweit schon ein paar Schritte weiter. Das dortige Parlament hat folgendes Besprochen:

    „Für jeden Muslim, der Gott, den Propheten Mohammed oder dessen Frauen verunglimpft, gelte dann die Todesstrafe.“
    http://www.welt.de/politik/ausland/article106258243/Kuwait-beschliesst-Todesstrafe-bei-Blasphemie.html?wtmc=nl.wdwbpolitik

    Ralf Jäger wird bestimmt bald einen Staatssekretär nach Kuweit schicken um für eigene Gesetzesänderungen inspiriert zu werden. Denn in Deutschland war ja sein Karikaturenverbot unerhörterweise durch die Klage vor Gericht gescheitert und das möchte Innenminister Ralf Jäger in der Zukunft sicher verhindert sehen.
    Herr Broder machte nach dem Karikaturverbot darauf aufmerksam dass es das erste mal seid der NS-Dikatur ist, dass Ausstellen von Kunst in Deutschland verboten wurde.
    So weit sind wir schon. Aber Islamisierung gibt es natürlich nicht und Islam bedeut Frieden!

    • 4. Mai 2012 um 13:53 Uhr
    • Bellfruta87
  810. 849.

    Korrektur:
    …Parlament hat folgendes verabschiedet:… muss es natürlich heißen.

    • 4. Mai 2012 um 13:56 Uhr
    • Bellfruta87
  811. 850.

    „So weit sind wir schon. Aber Islamisierung gibt es natürlich nicht und Islam bedeut Frieden!“
    So ein Unsinn. Nur weil ein Deutscher keinen Arsch in der Hose hat und am liebsten seine Ruhe möchte (die Sehnsucht teilt er mit sehr vielen Deutschen) ist die Islamisierung noch lange nicht in Sicht. Und der letzte Halbsatz ist historisch einfach schwachsinnig – Deutsch bedeutete vor 70 Jahren auch noch „Krieg“, vor 200 Jahren dagegen war es das Synonym für „Friedenssucht aus Schwäche“. Und nur weil eine Kameltreiberdiktatur aus Furcht um den eigenen Kopf mit Radikalen kuschelt wird da noch lange kein Agument gegen die Religion an sich draus.
    Historisch wird auch der Islam zivilisiert (DIE Entwicklung der christlichen Kirchen hat er noch vor sich), es sei denn, wir entleiben uns aus Furcht vorher selbst. Und zu der Furcht gehört auch die vor der Islamisierung. Die fällt automatisch aus – wir müssen nur die fähigeren Moslems zum Selbstdenken bringen und dürfen den dummen, gewaltbereiten, nicht nachgeben.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 4. Mai 2012 um 14:32 Uhr
    • ThorHa
    • 4. Mai 2012 um 14:46 Uhr
    • Keine Abitte
  812. 852.

    @ThorHa

    wir müssen nur die fähigeren Moslems zum Selbstdenken bringen und dürfen den dummen, gewaltbereiten, nicht nachgeben

    Wenn ich Sie richtig verstehe sitzen im Parlament von Kuwait also überwiegend Leute, die nicht selber denken.

    • 4. Mai 2012 um 15:29 Uhr
    • tati
  813. 853.

    @Haupts

    „So ein Unsinn. Nur weil ein Deutscher keinen Arsch in der Hose hat und am liebsten seine Ruhe möchte (die Sehnsucht teilt er mit sehr vielen Deutschen) ist die Islamisierung noch lange nicht in Sicht.“

    Von wem reden Sie hier, vielleicht vom Innenminister des bevölkerungsreichsten Bundeslandes in Deutschland, das damit größer ist als Schweden und Finnland zusammen?
    Außerdem ist es nicht nur dieser Innenminister, es sind auch die meisten Medien, die mit dieser Art der Zensur kein Problem haben, sie eher noch begrüßen. Die gleichen Medien, die sonst vornehmlich linken Gruppen Beifall für ihr Engagement klatschen, wenn diese gegen Christentum, Papst und Kirche demonstrieren. Das eine ist gefeierter Ausdruck von Meinungsfreiheit und das andere muss verboten und unterbunden werden.

    Und dieses Beispiel ist eines von vielen an dem man die Islamisierung beobachten kann. Sie Herr Haupts liefern übrigens eine gute Begründung warum diese Islamisierung auch munter weiter gehen wird. Es ist nämlich die angesprochen Sehnsucht der Deutschen ihre Ruhe haben zu wollen, die Konfrontation zu meiden. Und damit werden die Deutschen dann genauso wie die von Ihnen angesprochen Kuweitis aufgrund ihrer Frucht von Radikalen weiter kuschen. Und auf Verbote islamkritischer Karikaturen werden weitere Maßnahmen folgen um die besonders überzeugten Muslime zu besänftigen. Und am Ende wird sie nur das besänftigen was ihr islamisches Gesetz, die Scharia, fordert, nämlich Kritik am Islam mit dem Tode zu bestrafen.

    „Und der letzte Halbsatz ist historisch einfach schwachsinnig“

    Achso, Sie halten also eine religöse Ideologie, die in ihrem „heiligen“ Buch das Wort „töten“ mehr als doppelt so oft erwähnt wie das Wort „Liebe“ für eine zivilisierte Friedensreligion. Und in ihrer Betrachtung werden Sie sich auch sicher nicht davon beirren lassen, dass diese religöse Ideologie nichts geringeres verlangt als Weltherrschaft:

    „Und kämpft gegen sie, bis niemand (mehr) versucht, (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, und bis nur noch Allah verehrt wird!“ (8:39)

    „Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Führung und der wahren Religion geschickt hat, auf daß Er sie über jede andere Religion siegen lasse. Und Allah genügt als Zeuge.“ (48:28)

    Welche für die Erreichung dieser Ziele natürlich nicht umhinkommt dabei die Nicht-Muslime zu unterwerfen und auszurotten:

    „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.“ (9:29)

    „…Allah aber will, daß die Wahrheit durch Seine Worte vollbracht werde und daß die Ungläubigen ausgerottet werden.“ (8:7)

    Und den höchsten Platz im Paradies wird in dieser zivilisierten Friedensreligion natürlich dem tötenden Soldaten eingeräumt:

    „Diejenigen, die glauben und auswandern und mit ihrem Gut und ihrem Blut für Allahs Sache kämpfen, nehmen den höchsten Rang bei Allah ein; und sie sind es, die gewinnen werden.“ (9:20)

    Folgerichtig hat sich der Islam fast ausschließlich mit dem Schwert verbreitet. Mohammed selbst konnte nichtmal Mekka ohne dieses Schwert erobern.
    Es ist großen Europäern wie Karl Martell, den Habsburgern oder Sobieski zu verdanken, das Europa nicht von der friedlichsten aller Religionen erobert wurde. http://www.youtube.com/watch?v=_PhXzn-lcGs

    Wachen Sie auf Herr Haupts!

    • 4. Mai 2012 um 15:54 Uhr
    • Bellfruta87
  814. 854.

    @MM

    Die von Früchtchen und FS hier so genüsslich ausgebreitete Geschichte mit dem ägyptischen “Gesetz(entwurf)” bzgl. nekrophiler Praxis war übrigens eine Hoax-Meldung:

    Schön.

    Dann sehen wir mal, was die Zukunft bringt.

    • 4. Mai 2012 um 15:58 Uhr
    • FreeSpeech
  815. 855.

    Ich gebe übrigens problemlos zu, dass ich schon auf andere Hoaxes reingefallen bin. Vom Christkind bis zum Sozialismus und weiter.

    • 4. Mai 2012 um 16:01 Uhr
    • FreeSpeech
  816. 856.

    Historisch wird auch der Islam zivilisiert (DIE Entwicklung der christlichen Kirchen hat er noch vor sich)

    Möglich, aber unwahrscheinlich. Gegen das Entwicklungstempo von Religionen ist die Schnecke bekanntlich ein Rennpferd. Und selbst wenn sich der Islam schneller als das Christentum aus dem Mittelalter befreien sollte. Die ihn umgebenden nichtislamischen Gesellschaften beschleunigen ihr Entwicklungstemmpo inzwischen derartig, dass in 100 Jahren der Abstand zwischen den beiden Welten noch größer als heute sein wird. Mit den entsprechenden Folgen.

    • 4. Mai 2012 um 16:08 Uhr
    • riccardo
  817. 857.

    >>“Wir müssen nur die fähigeren Moslems zum Selbstdenken bringen“>>

    Sehr schön. Aber wie, Genosse Kant?

    • 4. Mai 2012 um 16:12 Uhr
    • unlimited
  818. 858.

    Tariq Ramadan – Gibt es Alternativen? – I –

    Ali Mezghani: «L’Etat inachevé – La question du droit dans les pays arabes« (Der unvollendete Staat – die Frage des Rechts in den arabischen Staaten). Gallimard.

    Ali Mezghani (tunesischer Jurist, Professor für Recht in Tunis und Paris) zeigt, wie die Tradition, den Namen Gottes usurpierend, das politische Denken in den arabischen Ländern behindert.

    Gegen die von den Fundamentalisten aller Couleur geliebte Idee, dass die koranische Offenbarung und die politische Autonomie prinzipiell inkompatibel sind, zeigt er, dass die Unterwerfung der öffentlichen Sphäre einem rigiden Verständnis der religiösen Vorschriften gegenüber in der sunnitischen Welt durch völlig zufällige philosophische und juristische Entscheidungen geprägt wurde, und dass dieser Prozess keinesfalls der Zeit des Propheten oder der großen Vorfahren (Salaf) gerecht wird, deren Autorität zwecks Rechtfertigung vorgebracht wird.
    Das, was als bedingungsloser Respekt vor dem heiligen Text gilt, ist in Wirklichkeit eine sklavische Unterwerfung unter die Tradition, wie sie zwischen dem zehnten und zwölften Jahrhundert n. Chr. erstarrte bzw. sich fixierte, nach Jahrzehnten von Debatten, in denen der Rationalismus bislang eine im Westen unbekannte Rolle gespielt hat.

    http://www.letemps.ch/Facet/print/Uuid/0e540292-0701-11e1-8b1f-1469d202e55f/La_tradition_musulmane_contre_lEtat_de_droit_histoire_dun_malentendu

  819. 859.

    Tariq Ramadan – Gibt es Alternativen? – II –

    Abdelmajid Charfi (tunesischer Islamwissenschaftler, Professor an der Universität Manouba/Tunis):
    «La révolution, la modernité et l’Islam» – Préface et entretien de Kalthoum Saafi.
    Hamida-Sud-Edition;
    novembre 2011

    Der Säkularismus ist … als ein echter Wunsch zu begreifen, die Stimmen, die Hass konzentrieren und das Böse verbreiten, zum Schweigen zu bringen. Schrille Stimmen, die schnell die Moscheen, die angeblich die positive frohe Botschaft verbreiten und die Brüderlichkeit unter allen Kreaturen des Herrn predigen sollen, in Tribünen umwandeln, die öffentlich faschistische Äußerungen und Reden zum Ausdruck bringen, die sich gründen auf eine zukünftige theokratische Diktatur, die sich ihrerseits auf eine Macht stützt, die von denen, die sich im Besitz der religiösen Autorität glauben, im Namen Gottes ausgeübt wird, woraus diese [theokratische Diktatur] ihre Legitimität bezieht.

    http://fr.allafrica.com/stories/201112272438.html

  820. 860.

    @Bellfruta87:
    Wer ernsthaft mit Koranzitaten um sich schmeisst, wenn es um die Frage der Zivilisierung des Islam, seine Anpassung an moderne Gesellschaften geht, der hat den prozess dieser anpassung nicht verstanden.
    Die der katholischen Kirche dauerte ganz nebenbei etwa 150 Jahre – Mitte 18. Beginn, Ende 19. abgeschlossen. Und das in einem Umfeld, in dem es zu Beginn des Prozesses überhaupt keine Alternativen gab.
    Nebenbei bemerkt ist mir die Anpassung in Bahrain oder Saudi-Arabien ziemlich egal, das müssen die schon selbst gebacken kriegen. Die einzige Anpassung, die mich interessiert, ist die in Europa. Und die wird, wenn man sich anstrengt, im wesentlichen in einer Generation erledigt sein.
    @unlimited:
    Wie? Die (Bildungs-)Voraussetzungen dafür schaffen, den Rest erledigen die Leute alleine. Denken, Logik und Wissen wühlen subversiv. Unterstützt vom massiven Eigeninteresse von 50% der Muslime – den Frauen. Die schon heute den sichtbareren Anteil der gebildeten und modernen Moslems in Deutschland ausmachen – kein Wunder, für die war das die Befreiung aus dem Gefängnis ihrer anatolischen oder arabischen Sklavenhalter.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 4. Mai 2012 um 16:23 Uhr
    • ThorHa
  821. 861.

    @Zagreus
    (mit Dank für die Inschutznahme)

    Das eigentliche Interview ist jetzt online erhältlich (bisher war nur der Vorabbericht im Netz).

    http://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-PZ-Interview-mit-der-Soziologin-Miriam-Geoghegan-ueber-die-Rolle-der-Yezidinnen-und-die-Freizuegigkeit-_arid,341504.html

  822. 862.

    @ ThHa

    Die der katholischen Kirche dauerte ganz nebenbei etwa 150 Jahre – Mitte 18. Beginn, Ende 19. abgeschlossen. Und das in einem Umfeld, in dem es zu Beginn des Prozesses überhaupt keine Alternativen gab.

    Na, das ist etwas sehr schräg. Im 18. Jh. war die katholische Kirche in manchen regionen, z.B. Mitteleuropa (Josefinismus), als im 19. (Ultramontanismus).

    • 4. Mai 2012 um 16:45 Uhr
    • Keine Abitte
  823. 863.

    @ CG

    Im Gegensatz zu dem Elaborat von breivik ist Ihr Buch einigermaßen lesbar.

    • 4. Mai 2012 um 16:48 Uhr
    • Keine Abitte
  824. 864.

    @Haupts

    „Wer ernsthaft mit Koranzitaten um sich schmeisst, wenn es um die Frage der Zivilisierung des Islam, seine Anpassung an moderne Gesellschaften geht, der hat den prozess dieser anpassung nicht verstanden.“

    Wer glaubt die Zivilisierung einer religösen Ideologie wie die des Islam wäre möglich, mit diesen von mir ausschnittweise zitierten Inhalten und den damit einhergehenden Regeln, Grundsätzen, Anweisungen und Forderungen, der zeigt einen ausgeprägten Hang zu Naivität.
    Dazu passt auch Ihr Vergleich mit der katholischen Kirche und dem Christentum in Europa. Frei nach dem Motto, Religion ist gleich Religion, alles gleich gut oder schlecht. Aber da irren Sie sich gewaltig. Dieses kurze Video vermittelt einen kleinen Eindruck von dem was ich meine: http://www.youtube.com/watch?v=hTheVwj64k8

    Man kann Ideologien schleifen, zurechtbiegen, verzerren und damit im Sinne der Moderne interpretieren. Aber man schafft das nicht wenn man dabei die fundamentalen Grundsätze einer Ideologie komplett umdrehen oder aufgeben muss. Und dabei ist es egal ob Ideologien eine religöse Komponente haben oder nicht.

    „Nebenbei bemerkt ist mir die Anpassung in Bahrain oder Saudi-Arabien ziemlich egal, das müssen die schon selbst gebacken kriegen. Die einzige Anpassung, die mich interessiert, ist die in Europa. Und die wird, wenn man sich anstrengt, im wesentlichen in einer Generation erledigt sein.“

    Willkommen in der globalisierten Welt! Ihre Vorstellung von Anpassung hätte unter besten Bedingungen vielleicht noch im 20. Jahrhundert funktioniert. Aber in einer Welt mit Satelitenfernsehen, Internet, Telefonflatrates und billigen Flugticketpreisen sieht die Lage anders aus. Wenn Einwanderer aus muslimischen Staaten sich so integrieren würden, wie das andere, nicht-muslimische Migranten tun. Die in vielen Fällen schon in der 2. Generation kaum noch von alteingesessenen Deutschen unterscheidbar sind in Bildung, Arbeitshäufigkeit, Kriminaliät, Identifikation mit diesem Land etc, dann hätten wir keine Probleme. Aber die Erfahrungen mit islamischen Migranten sind mehrheitlich andere und das nicht nur in Deutschland. Am Islam kann das natürlich nicht liegen.

    „Wie? Die (Bildungs-)Voraussetzungen dafür schaffen, den Rest erledigen die Leute alleine. Denken, Logik und Wissen wühlen subversiv.“

    Genau, das erzählen Sie mal dem ehemaligen Studenten einer Hamburger Uni, welcher erfolgreich ein Ingenieurstudium abgeschloßen hat und den Namen Mohammed Atta trug. Die islamischen Studentenorganisationen sind voll von Islamisten. Die distanzieren sich von keinem einzigen Wort im Koran, das habe ich selbst mehrfach erlebt, wobei das besonders dann erschreckend ist, wenn diese Leute auf den ersten Blick sehr integriert und moderat daherkommen.

    • 4. Mai 2012 um 17:15 Uhr
    • Bellfruta87
  825. 865.

    @ Bellfrutta

    „Die distanzieren sich von keinem einzigen Wort im Koran“

    Das wäre auch erstaunlich.
    Auf die Interpretation kommt es an.

    btw: die Mehrheit der türkischstämmigen StudentInnen hält sich von den islamischen Studentengruppen fern, gerade weil da die Fundis dominieren und ihnen ihren Lebensstil aufdrängen wollen.

    • 4. Mai 2012 um 17:41 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  826. 866.

    „Aber die Erfahrungen mit islamischen Migranten sind mehrheitlich andere …“
    Tatsächlich? Ich werde das bei Gelegenheit den weit mehrheitlich muslimischen, weit mehrheitlich gut ausgebildeten und integrierten Töchtern und Söhnen türkischer Einwanderer in meinem ehemaligen (Türken- und Studenten-) Wohnviertel in Aachen erzählen, dann haben wir gemeinsam was zu lachen. Und das sind tatsächlich die eingewanderten anatolischen Bauern.
    Von mehrheitlich kann, ausser in manchen Brennpunkten in manchen Grosstädten, nicht die Rede sein. Das sind die antiislamischen Brandsätze, die bar jeder Sachkenntnis um sich geschmissen werden. Die überwiegende Mehrheit der radikalen, auffälligen und gewalttätigen Muslime kommt nach meinem Eindruck aus Arabien, arabische Einwanderer stellen aber eine winzigkleine Minderheit dar.
    Kommen Sie mal öfter aus pi raus. Deren völlig unseriöse Taktik, jeden Einzelfall zum Regelfall zu erklären, läuft bei längerem Genuss auf Tunnelblick hinaus.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 4. Mai 2012 um 17:53 Uhr
    • ThorHa
  827. 867.

    @ HJS

    btw: die Mehrheit der türkischstämmigen StudentInnen hält sich von den islamischen Studentengruppen fern, gerade weil da die Fundis dominieren und ihnen ihren Lebensstil aufdrängen wollen.

    Das ist richtig. Es gibt nur ein Problem: Das gleiche im Prinzipn gilt für die isl. Verbände, nur werden die nichtsdestotrotz vom politisch-medialen Komplex umworben.

    • 4. Mai 2012 um 17:55 Uhr
    • Keine Abitte
  828. 868.

    Ummmpf:

    Das gleiche gilt im Prinzip für die isl. Verbände, nur werden die nichtsdestotrotz vom politisch-medialen Komplex umworben.

    • 4. Mai 2012 um 18:04 Uhr
    • Keine Abitte
  829. 869.

    @Haupts

    Ihr letzter Kommentar zeigt mir woher Ihr verzerrtes Bild kommt. Die Zustände in einem aachener Studentenviertel sind für Sie also aussagekräftiger als die Zustände in deutschen Großstädten wie Berlin etc.
    Wobei schon alleine Ihre Feststellung, dass es ein „Türkenviertel“ in Aachen gibt, zeigt, dass es so gut um dee Integration nicht stehen kann in Aachen. Gibt es in Aachen eigentlich auch ein Polenviertel, so mit ganzen Staßenzügen wo nur noch polnische Läden vorhanden sind und so?
    Ich vermute nicht. Ich als Berliner, der im Bezirk Wedding groß geworden ist, kenne ein solches Polenviertel auch nicht in Berlin, dafür aber einige Türken- und Araberviertel, oder besser gesagt Ghettos. Und das obwohl auch sehr sehr viele Polen und Polnischstämmige in Deutschland leben.
    Ich kenne genug Beispiele gelungener Integration, auch aus meinem Freundeskreis, aber ich kenne eben auch das Gegenteil. Demnach wäre ich vorsichtig mir Sackkenntnis abzusprechen.

    Daher kann ich Ihnen nur vorschlagen mal aus Ihrer Welt herauszukommen. Der Tellerrand Ihres beschaulichen Aachen wird so groß nicht sein, das schaffen Sie.

    • 4. Mai 2012 um 18:35 Uhr
    • Bellfruta87
  830. 870.

    @ Bellfrutta

    Wie wollen Sie denn Ghettoisierung vermeiden. In meinen Stadtviertel in Duisburg (Neudorf, Univiertel) werden von den hier ansässigen Hausbesitzern ganz bewusst keine Mietverträge an Türken vergeben. Mein türkischer Kollege an der Schule bekam, obwohl gebildet und integriert kein Baugrundstück in einem gehobenen Viertel. Nannte er seinen Namen, hieß es „wir melden uns“. Also das Meckern über Ghettos ist ausgesprochen heuchlerisch.

  831. 871.

    @ All

    Miriam: „ Die ungeheure Eigenmacht der yezidischen Gesellschaft sowie die Tatsache, dass die irakischen Yeziden nicht freiwillig auf ihre Traditionen verzichten werden . Sie haben sich jahrhundertelang gegen die Islamisierung gewehrt. Die dafür entwickelten Strategien setzen sie hier ein, um sich gegen die soziale und wertmäßige Integration zu wehren . Mit der Folge, dass auch die Bildungs- und Berufsintegration erheblich erschwert und die Integration im Sozialsystem gefestigt werden. Ein erfolgreiches Integrationskonzept setzt eine entschlossene, souveräne und konsequente Haltung seitens der Aufnahmegesellschaft voraus.

    Aus Miriams Interview in den pz-news (nicht zu verwechseln mit den pi-news):http://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-PZ-Interview-mit-der-Soziologin-Miriam-Geoghegan-ueber-die-Rolle-der-Yezidinnen-und-die-Freizuegigkeit-_arid,341504.html

    Nur zum Mitschrieben: es gibt strategien (also verhaltensweisen), mit dessen Hilfe man bestimmte werte ‚auf dauer‘ setzen kann – und sich so erfolgreich einer sozialen und wertemäßigen integraton entgegenstämmen kann.
    Und niemand verzichtet freiwillig auf alte, liebgewonnene verhaltens- und Wertsysteme, solange dies ihm nicht zu viele nachteile einbringt.

    • 4. Mai 2012 um 19:43 Uhr
    • Zagreus
    • 4. Mai 2012 um 20:02 Uhr
    • unlimited
  832. 873.

    @Unlimited

    ja, wie in der Soziobiologie im laufe von millionen von jahren sich auch verschiedene systeme entwicklten in anhängigkeit zu den jeweiligen Umweltbedingungen, so entwickelt sich in der kulturellen Evolution der menschheit auch verschiedene gesellschaftliche systeme in abhängigkeit und ausrichtung an die jeweiligen Umweltbedingungen – nur das dieser Wandel, da er ein kultureller und kein Biologischer ist, wesentlich schneller vonstatten geht.

    • 4. Mai 2012 um 21:32 Uhr
    • Zagreus
  833. 874.

    @Bellfruta:
    Eigentlich hätte ich es wissen müssen … In aller Kürze:
    1) Lernen Sie lesen. Ich schrieb erkennbar „ehemalig“, was hier heisst: 15 Jahre her.
    2) Alle mir bekannten statistischen Fakten sprechen – neben meiner Lebenserfahrung – gegen Ihre These von der feindlichen Muslim-MEHRHEIT, die Sie postulierten.
    3) Kommen Sie ein bisschen von dem hohen Ross runter. Sie sind weder Kassandra noch Jesus und bisher sind 999 von 1000 Unheilsverkündern an der meist prosaischen Realität gescheitert. Untermauern Sie Ihre steile These mit belastbaren Zahlen und Fakten, dann reden wir weiter.
    Bis dahin EoT,
    Thorsten Haupts

    • 4. Mai 2012 um 21:35 Uhr
    • ThorHa
  834. 875.

    PS – # 857 u. # 858 – Tariq Ramadan – Gibt es Alternativen?

    »Zum Thema „Der Platz der Religion in der politischen Debatte“ hat die ATUGE (Association des Tunisiens des grandes écoles/Vereinigung der tunesischen Grandes Écoles) am vergangenen Dienstag zwei prominente Akademiker zu einem Symposion eingeladen:
    MM. Abdelmajid Charfi, Professor für Geschichte des islamischen Denkens [Autor des Buches «La révolution, l’Islam et la modernité»/“Revolution, Islam und Moderne“]
    und Ali Mezghani Jura-Professor [Autor des Buches «L’Etat inachevé. La question du droit dans les pays arabes»/“Der unvollendete Staat. Die Frage des Rechts in den arabischen Ländern“].

    Drei zuvor identifizierte Unterthemen wurden in den Vorträgen der Referenten und den anschließenden Diskussionsbeiträgen aus der Zuhörerschaft im Wesentlichen behandelt:
    – „Der Platz der Religion in der Geschichte der islamischen Staaten“,
    – „Welche Beziehungen sind zwischen Religion und Staat, Religion und Politik, Religion und Recht herzustellen?“und
    – „Gibt es Platz für den Säkularismus im Islam?“. …

    … Für Charfi verläuft die Säkularisierung aus einem soziologischen Prozess heraus, der alle modernen Gesellschaften ohne Ausnahme betrifft. „Dies ist ein historischer Prozess, eine Grundströmung“, sagt der Hochschullehrer,

    Mezghani Ali weist hinsichtlich der Säkularisierung darauf hin, dass sie große Fortschritte im Westen gemacht habe, während bei uns die Religion bis heute eine dominante Regulierungsgröße sei. So dass in unseren arabischen Gesellschaften die Vorherrschaft des Religiösen eine tragende Sehnsucht sei, und zwar – wie zu vernehmen ist – eine Sehnsucht nach einer rückwärtsgewandten Rückkehr …
    Aber für unsere beiden Referenten [Charfi und Mezghani] ist klar, dass „diese Rückkehr unmöglich ist.“ Denn die Vergangenheit liegt in der Vergangenheit und die Tradition ist nur eine Vorstellung in den Köpfen der Menschen. …

    Und Mezghani fügt hinzu, dass das, was von der Religion verlangt wird, ist, den öffentlichen Raum zu verlassen. Denn die Muslime sind alle voneinander verschieden, und umso mehr die Bürger als Ganzes, wenn es so ist, dass sie nicht Muslime sind. …
    Er schließt mit einer Anspielung auf den ersten Abschnitt der alten Verfassung, dass „die Souveränität des Volkes einer religiösen Norm unterwerfen, heißt, diese Souveränität jeden Sinnes zu entleeren.“«

    Aus: „Place de la religion dans le débat politique – Le «fikh» et l’Etat“
    La Presse de Tunisie – 01.05.2012
    http://www.lapresse.tn/01052012/49108/le-fikh-et-letat.html

  835. 876.

    @ Publicola

    kluge köpfe frage ist nur, ob sie sich auch durchsetzen knnen und nicht wie bisher all die vielen reform- und modernisierungsbewegungen untergehen.

    • 4. Mai 2012 um 21:57 Uhr
    • Zagreus
  836. 877.

    @ThorHa

    Die Kirche kennt „des Kaisers“ und „Gottes“- Der Islam nicht.
    (Das ist keine Verteidigung des christlichen Humbugs.)

    • 4. Mai 2012 um 21:57 Uhr
    • FreeSpeech
  837. 878.

    @ HJS
    „btw: die Mehrheit der türkischstämmigen StudentInnen hält sich von den islamischen Studentengruppen fern, gerade weil da die Fundis dominieren und ihnen ihren Lebensstil aufdrängen wollen.“

    Das ist ja’n Ding. Studenten als aufgeklärte und gebildete Menschen sind doch gar nicht anfällig für die einfachen Lösungen auf die laut geltender Regel nur die praktisch Bildbaren aus dem migrantischen Prekariat reinfallen!?

    @ Publicola

    Tariq Ramadan ist nichts anders als ein intellektueller Hütchenspieler. Spätestens bei dem von Bellfrutta zuvor schon verlinkten (Youtube) Disput mit Hirsi Ali ist das offensichtlich.
    Freut mich, daß Sie die Vorgänge um den tunesischen Regisseur von ‚Persepolis‘ nicht aus den Augen verlieren.

    • 4. Mai 2012 um 21:59 Uhr
    • Bredow
  838. 879.

    @ Bredow

    „Hütchenspieler“ trifft’s. Der Ramadan sieht zwar besser aus als Mazyek, aber intellektuell ist er genauso geerdet wie Mazyek. (für geerdet gibt es ein englisches Wort)

    • 4. Mai 2012 um 22:03 Uhr
    • FreeSpeech
  839. 880.

    @ HJS

    Das wäre auch erstaunlich.
    Auf die Interpretation kommt es an.

    btw: die Mehrheit der türkischstämmigen StudentInnen hält sich von den islamischen Studentengruppen fern, gerade weil da die Fundis dominieren und ihnen ihren Lebensstil aufdrängen wollen.

    Tja, und das ist ein essentieller Teil des probems. Die halten sich also fern – verständlich, ich hätte ja auch keinen Bock auf diese Spinner. Aber so verständlich das auch immer ist, so schlecht ist es zuglich: denn damit überlassen sie eben diesen Spinnern in diesen NGOs, Studentenverbänden usw…. eben die Deutungshoheit, oder in anlehnung an „ Auf die Interpretation kommt es an. “ die Interpretationshoheit.
    Wenn jemand liberal oder nicht so religiös oder einfach zwischen einer ‚religiösen Sphere‘ und einer ‚weltlichen Sphere‘ zu trennen es hinbekommmen hat, weicht er den (für ihn persönlich) unergiebigen Stress aus, denn er hat ja wesentlich bessere Alternativen – udn damit entfällt eben auch der widerstand und der Kampf um (deutungs-)Macht und neuinterpretation(en).
    Das propblem ist: die Leute können ausweichen (was die leute in europa während den entsprechenden auseinandersetzungen um die ‚religiön‘ etc…. eben nicht konnten).

    • 4. Mai 2012 um 22:07 Uhr
    • Zagreus
  840. 881.

    @unlimited #871

    (@ Zagreus) Soziobiologie

    Einspruch. Soziologie.

  841. 882.

    Tariq Ramadan in Montreal (2009) – I –

    Swiss-born Muslim scholar and public intellectual Tariq Ramadan … took center stage at the American Academy of Religion’s [AAR] annual conference, this year held in Montreal — allowing him to attend.

    … Ramadan has long been suspected by progressive Muslims and secularists in Europe of radical Islamist tendencies despite his avowed agenda to “reform Islam.” …

    To mark Ramadan’s visit, the ‚National Post‘, Canada’s conservative national daily, ran a column by liberal Muslim writer Tarek Fatah called, “Montreal Welcomes an Islamist Extremist in Sheep’s Clothing.” Fatah’s article ended with a powerfully personal pledge: “Brother Tariq, your father Said Ramadan came to my birthplace Pakistan in 1948 as a Muslim Brotherhood emissary and was instrumental in turning a secular Muslim country into a hotbed of Islamic extremism. I will not let the son of Said Ramadan come to my adopted home Canada and do the same, without a fight. Your Islamist father ruined my birthplace; I will not let you ruin the place where I will die.”

    On Montreal’s leading morning radio talk show, veteran journalist Denise Bombardier observed to host Denys Arcand that “… an Islamofascist like Ramadan is welcomed like a rock star.” And two progressive Canadian Muslim groups ran an ad in a Montreal daily, ‚Le Devoir‘, denouncing Ramadan for his covert Islamist agenda and ties to antisemitic clerics.

    The main and far warmer welcome was reserved for Ramadan’s address …. The American ban was denounced each time Ramadan was introduced …

    His battle for entry has been a matter of particular sensitivity to the academic community .. While this advocacy for Ramadan is ostensibly rooted in concern for academic freedom, his appearance at the Montreal conference, and the hero’s welcome accorded him at his plenary appearance and keynote address, suggested either a more than trivial political partisanship with Ramadan’s views or a naiveté about what he really represents.

    In his talks, Ramadan repeated the need for what he calls “transformative” and “radical” reform of Islam, while in fact articulating a fundamentalist acceptance of the divinity of the Quran and the Hadiths (narratives about the prophet), as well as the exclusive authority of the Ulema (scholarly religious establishment), to offer normative Quranic interpretations. Such double-talk, combined with ultraconservative theological views, would be laughed out of the room were they offered by any of his liberal Christian colleagues.

    From: „Tariq Ramadan Gets a Hero’s Welcome, and Cold Shoulders, at Religion Scholars Confab“
    By Allan Nadler*)
    The Jewish Daily Forward – issue of November 20, 2009.
    http://forward.com/articles/118781/tariq-ramadan-gets-a-hero-s-welcome-and-cold-sho/

    *) Allan Nadler, a regular Forward contributor, is Professor of Religious Studies and Director of the Jewish Studies Program at Drew University.

  842. 883.

    Tariq Ramadan in Montreal (2009) – II –

    Nevertheless, Ramadan repeatedly rejected the application of universally accepted tools of modern biblical scholarship to Islam’s sacred texts. And, with no serious critical challenge, he dubbed the democratization of the study of those texts “dangerous and unfair.” The passive, indeed mute, reception by critical modern scholars of religion to Ramadan’s repeated fundamentalist proclamations was nothing short of astonishing.

    … Ramadan made remarks on the theme of “Islam and Modernity” that showed why the debate about his true beliefs is so intractable. … Ramadan bristled at the notion that violence should serve as any criterion in assessing Islam’s engagement with modernity. Rather, he insisted that “violence is not an issue for the vast majority in the Muslim world,” and that the proper way to understand reform in countries with Muslim majorities must be limited to analyzing those countries’ various interpretations of the Quran, Hadiths and Sharia (Islamic law).

    A defining moment in Ramadan’s career was his famous televised debate, in November 2003, with French President Nicolas Sarkozy, then French minister of the interior during a period of antisemitic attacks in France. … Asked to denounce his brother, Muslim Brotherhood leader Hani Ramadan … for having written a piece justifying the stoning of adulterous women, Ramadan proposed a “moratorium on such practices.” An outraged Sarkozy declared: “A moratorium? What does that mean? We’re in 2003!”

    The Sarkozy debacle was eerily repeated in Montreal, suggesting that little has changed for Ramadan. Asked by a self-described “feminist scholar of Islam” to suggest concrete ways of advancing the status of women in the Muslim world, he responded, without a hint of irony, “The best way to transform the position of women in Islam is to go back and look to the life of the prophet and how he treated his wives.” …

    Even his harshest critics — such as Denis MacShane in his introduction to the 2008 English translation of French secularist Caroline Fourest’s devastating book, “Brother Tariq: The Doublespeak of Tariq Ramadan” — at least offer the hope that Ramadan may be evolving and distancing himself from Islamist politics and religious fundamentalism.
    Sadly, his performances in Montreal suggest that he has not progressed an iota from his fundamentalist views about such issues as the divinity of the Quran, the nature of religious authority, antisemitism and the status of women.

    The only evolution evident in Ramadan’s slick performances is his finely tuned taqiyya — the medieval Islamic tactic of strategic dissimulation. After all, it is no small matter to dupe so many thousands of scholars of religion. Or is it?
    From: „Tariq Ramadan Gets a Hero’s Welcome, and Cold Shoulders, at Religion Scholars Confab“
    By Allan Nadler*)
    The Jewish Daily Forward – issue of November 20, 2009.
    http://forward.com/articles/118781/tariq-ramadan-gets-a-hero-s-welcome-and-cold-sho/

    *) Allan Nadler, a regular Forward contributor, is Professor of Religious Studies and Director of the Jewish Studies Program at Drew University.

  843. 884.

    @ Miriam

    Soziobiologie habe ich genommen, um auf bestimmte auch im kulturellen bereich über längere zeiträume stattfindende entwicklungsmechanismen oder besser vielleicht:anpassungsmechanismen aufmerksam zu machen – es hat bis auf den übertrag von solchen (evolutionären) mechanismen aber nichs mit der bilogie zu tun, sondern spielt sich im kulturelle Bereich ab. – damit da keine missvertsändnisse aufkommen.

    • 4. Mai 2012 um 22:17 Uhr
    • Zagreus
  844. 885.

    @ Üublicola

    danke für den Ramadan-text. Ei Moratorium übers steinigen – na klar, wir können doch über alles reden!

    Und das ist immer wieder so ein Punkt des ewigen Erstaunens auch meinerseits:
    The passive, indeed mute, reception by critical modern scholars of religion to Ramadan’s repeated fundamentalist proclamations was nothing short of astonishing.

    • 4. Mai 2012 um 22:24 Uhr
    • Zagreus
  845. 886.

    kluge köpfe frage ist nur, ob sie sich auch durchsetzen knnen und nicht wie bisher all die vielen reform- und modernisierungsbewegungen untergehen.

    @ Zagreus – Für mich ist die eigentliche Frage eine ganz andere:

    namlich wer wird hier im Westen allzuschnell, allzubreit und allzuoft medial als Inbegriff eines Reform- ja Euro-Islam hofiert und propagiert.

    Es gibt sie ja, diese klugen Köpfe!

    Aber wieso um alles in der Welt muss ich als Total-Laie und definitiv schlichter Schüler der Natur wochenlang in tunesischen (!) Zeitungen herumkramen,
    um schließlich und endlich am ‚Kampftag der Arbeiterklasse‘, am 1. Mai 2012, dieser Trouvaille von konsequent weitblickenden Intellektuellen gewahr zu werden?

    [Eigentlich ist das in der Tat die Primär-Aufgabe ganz anderer Leute.]

  846. 887.

    Ach, und wenn wir doch schon uns über ei Mpratorium zwecks steinigung gedanken machen sollen, sollten wir auch die berechtigte Frage eines hier angekommenen moslems nicht verweigern: „ Was hat in unserer gegenwärtigen Gesellschaft mehr Wert: Religionsschutz oder Meinungsfreiheit?
    (schönes wörtchen: … gegenwärtigen… nicht?)
    http://www.migazin.de/2012/05/04/wenn-pro-nrw-auf-pro-islam-trifft/

    • 4. Mai 2012 um 22:33 Uhr
    • Zagreus
  847. 888.

    @ Publicola

    Aber wieso um alles in der Welt muss ich als Total-Laie und definitiv schlichter Schüler der Natur wochenlang in tunesischen (!) Zeitungen herumkramen…

    Ein vorteil von laien gegenüber professionellen ist es, dass sie zeit haben und nicht auf ‚schnelle‘ ergebnisse angewiesen sind – nur so am rande zum bedenken.
    (und die frage in tunesien ist es noch, ob diese leute sich in den anstehenden politisch-gesellschaftlichen wiechenstellungen irgendwie bemerkbar machen können).

    • 4. Mai 2012 um 22:36 Uhr
    • Zagreus
  848. 889.

    PS – Nicht unser Jefe Jörg Lau ist mit dieser Kritik gemeint!
    Es muss ja in der Tat zunächst aus dem deutschen religionswissenschaftlichen Milieu erste (populärwissenschaftlich gehaltene) Hinweise geben, die dann ein (deutscher) Journalist auch aufnehmen und sich dann – ohne monatelange gigantische Vorwürfe befürchten zu müssen – darauf beziehen kann.

  849. 890.

    @Haupts

    Über das „mehrheitlich“ können wir gerne sprechen, wobei dafür allerdings eine genaue Definition von Integration nötig ist. Nimmt man zB. Deutschkenntnisse als Maßstab für gelunge Integration, dann haben wir in der 2. Generation von Muslimen recht wenig Probleme. Nimmt man allerdings Identifikation mit Deutschland, bzw mit Deutschsein zum Maßstab, dann sind eine Mehrheit muslimischen Migraten(bekanntlich vorallem Türken) nicht integriert. Denn die meisten sehen sich auch in der 3. oder 4. Generation noch als stolze Türken etc. So ungefähr: http://www.youtube.com/watch?v=cIU5pb9rtJc
    (Diese Anni Will Sendung ist insgesamt sehr zu empfehlen)

    Dann sollten Sie mir nicht erzählen ich sollte lesen lernen, wo Sie selbst damit offensichtlich Probleme haben. Denn ich habe nirgends von „feindlichen“ Muslimen geredet.

    „Kommen Sie ein bisschen von dem hohen Ross runter.“

    Dito

    „Untermauern Sie Ihre steile These mit belastbaren Zahlen und Fakten, dann reden wir weiter.“

    Die kürzlich veröffentlichte Muslim-Studie wäre schonmal ein Anfang. Leider sind deren teils erschreckende Ergebnisse medial ziemlich untergegangen, außer durch die Bildzeitung. Der Rest der Medienwelt hat die Studie eher dazu genutzt den Innenminister anzugreifen.

    • 4. Mai 2012 um 22:37 Uhr
    • Bellfruta87
  850. 891.

    und die frage in tunesien ist es noch, ob diese leute sich in den anstehenden politisch-gesellschaftlichen wiechenstellungen irgendwie bemerkbar machen können

    Warum wird einem Ramadan international dieser gigantische ‚Raum‘ zugewiesen, nicht aber derartigen Wissenschaftlern.

    Wir sind hier in Deutschland (oder meinetwegen auch Frankreich) – und hier spielt z.Zt. die eigentliche Musik, d.h. die Problematik einer möglichen Nicht-Integration von Zuwanderern anderer Kulturen: darum doch diese Diskussionen in Permanenz hier.

    Wenn diese Menschen aus Tunesien sich an/in Deutschland orientieren wollen, wird ihnen doch Tariq Ramadan als richtungweisendes Vorbild vorgehalten – sicherlich zu ihrer äußersten Verzweifelung, da die publizistisch-akademische Diskussion in Tunesien sich auf einem ganz anderen Niveau befindet.

  851. 892.

    @ Publicola

    Warum wird einem Ramadan international dieser gigantische ‘Raum’ zugewiesen, nicht aber derartigen Wissenschaftlern.
    ich denke, dass könnte vielleicht relativ einfach zu erklären sein.
    Ein ramadan wird, neben seiner medialen ausstrahlung, durchaus als jemand gesehen, der eben verbindungen zu den ‚prthodoxen‘ hat, zu den muslimbrüdern und salafisten und Co.
    Die anderen interessieren dem gegenüber nicht – denn was interessiert diejenigen, die keine probleme bereiten, die nicht die gnaze zeit eine extrabratwust benütigen usw… ? Sie gehen unter – einfach weil man mit denen nicht reden muss und man sich an denen nicht als großer Integrator oder großer schützer fremder sitten oder verständnisapostel beweisen kann. Wann haben sie denn zuletzt in den Medien einen integrationsbeauftragten oder einen vorsitzenden einer NGO der Russlanddeutschen oder der Vietnamesen oder irgendeiner der anderen nicht-muslimischen Migrantengruppen gehört? – Nun ja, man muss halt auch nciht über sie reden, weil es da wenig zu reden gibt.
    Und diese leute sind halt leier auch uninteressant, weil sie meinungen udn strömungen vertreten, die eben keine probleme bereiten.
    Wenn wir uns über integrationsprobeleme von muslimen unterhalten, unterhalten wir uns doch genau genommen nichtüber diejenigen, die gar keine probleme bereiten, über die sekularen und die liberalen, sondenr über die problemfälle.

    • 4. Mai 2012 um 22:49 Uhr
    • Zagreus
  852. 893.

    Leider

  853. 894.

    OT – Tunesien –
    nicht nur in Marokko, sondern auch in Tunesien (in Erinnerung an eine kontroverse Diskussion über diesen Fall einer Marokkanerin auf dem JL-Blog: das hatte ich damals und bislang nicht in der tunesischen Gesetzgebung für möglich gehalten:)
    For instance, Tunisian law allows rapists to avoid prosecution in case of marriage with the victim.
    http://www.tunisia-live.net/2012/05/04/how-tunisia-ranks-in-the-worst-places-to-be-a-woman/

  854. 895.

    @Publicola

    Das Problem ist nichtmal Ramadan selbst, das Problem ist das es sehr sehr viele Ramadans gibt in unterschiedlichsten islamischen Funktionärspositionen in Europa. Und klug genug wie sie sind, wissen diese Leute natürlich in welcher aktuellen Position der relativen Schwäche sie sind. Daher wird nach Außen auf Grundgesetztreue gemacht, damit man in Ruhe weiter Strukturen und Tatsachen schaffen kann. Aber nach Innen sind die Absichten und Ziele ganz andere. Integration und „Verwestlichung“ der Jugendlichen liegt auf jeden Fall schonmal nicht im Interesse dieser Leute. Was bei der Gehirnwäsche in nicht-salafistischen muslimischen Umfeld dann dabei herauskommt, sieht man zB. an dem Blogger Akif Sahin. Hier ein aktuelles Werk von ihm: http://www.akifsahin.de/2012/05/03/karikaturen-vor-moscheen-verletzung-von-muslimen-wird-hingenommen/

    Salafisten sind ramadanischen Islamvertretern ein Dorn im Auge, nicht etwa theologisch, sondern eher weil sie zu ehrlich sind, weil sie nicht mit ihren Zielen und Absichten hinterm Berg halten können. Und damit ständig darauf aufmerksam machen das der Islam wohlmöglich doch nicht ganz so unproblematisch ist wie diese Islamvertreter der gutmenschen europäischen Eliten bei jeder Gelegenheit weißmachen wollen.

    • 4. Mai 2012 um 23:31 Uhr
    • Bellfruta87
  855. 896.

    OT – Ägypten – MB: Wahl einer Präsidentschaft in Ägypten oder eines Jerusalem-Kaliphats der Ummah?

    … Muslim Brotherhood’s candidate, Mohamed Morsy …
    Besides his constant pledge to implement God’s Sharia, …
    Supreme Guide Mohamed Badie compared Morsy to one of the prophet’s most venerated companions and the first rightly-guided caliph.
    “The Ummah had sworn allegiance to Abu Bakr, and by the same token the Ummah will swear allegiance to Morsy as president of Egypt, God willing,” said Badie …

    Salafi preacher Safwat Hegazy … addressed the crowd saying that Morsy and his group are capable of implementing Sharia.
    Then, Hegazy, a member of the Salafi-led Jurisprudence Commission for Rights and Reform, dropped a bombshell, adding:
    “We believe that the dream of reviving the Islamic caliphate will be realized by the hands of Morsy and his brothers and his party. Jerusalem will be the capital of this caliphate.”

    At his first rally last month, Morsy himself had reportedly chanted the Muslim Brotherhood’s controversial slogan: “The Quran is our constitution.” …

    In the meantime, the Brothers have been striving to project to the West and to the secular intelligentsia the image of a moderate organization whose Islamist policies would not threaten stability in the region or undermine individual liberties. …

    This inconsistency may raise doubts about their commitment to the “civil” nature of the state, says Anani, author of a book and dozens of articles about the Brotherhood. …
    http://www.egyptindependent.com/news/morsy-campaign-finds-religion

  856. 897.

    @ Bellfruta87

    ich hab den Artikel von diesen akif Sahn gelesen – der zerfliesst richtig vor selbstmittleid – und dwenn es nach ihm ginge, hätten wir nur die meinungsfreiheit, die ihm genehm ist.
    Eine absolut einseitige und unfaire etrachtung. Naja, ist ihnen aufgefallen beim ‚Blogroll‘ rechts, dass da kurz hintereinander folgende Bolgs aufgezählt werden:

    Amadeu Antonio Stiftung
    Andalusian.de
    Debattiersalon
    grenzgängerbeatz
    Hayrettin Karaman
    IGMG-Symposium
    Islam-Blogger
    Islamische Gemeinschaft Milli Görüs
    Islamische Hochschulgemeinde e.V.
    Jörg Lau
    Naher und Mittlerer Osten
    Netz gegen Nazis
    publikumsbeschimpfung
    Serdar Günes
    ufuq

    • 5. Mai 2012 um 07:35 Uhr
    • Zagreus
  857. 898.

    @Z.

    Wollen wir mal hoffen, dass JL ohne eigenes Wissen auf die Blogroll dieses Zwangsdemokraten geraten ist

    • 5. Mai 2012 um 08:15 Uhr
    • unlimited
  858. 899.

    @ Unlimited

    davon gehe ich mal aus – denn das dürfte er im fall des falls nicht beeinflussen können (und wenn ich mir den artikel dieses netten oberdemokraten so durchlese glaub ich mehr, dass lau dort verlinkt ist als eine stelle, bei der man sich ‚den Feind‘ anschauen kann – so leute wie wir).

    • 5. Mai 2012 um 08:35 Uhr
    • Zagreus
  859. 900.

    Um mal was Positives über JL zu sagen: Er verlinkt AS nicht.

    • 5. Mai 2012 um 09:46 Uhr
    • MRX
  860. 901.

    @Z

    Oder er glaubt, dass JL nur scheinbar die Freiheit der Meinung propagiert. Vielleicht hätte er lieber ZeitOnline verlinken sollen.

    • 5. Mai 2012 um 09:48 Uhr
    • unlimited
  861. 902.

    @MRX

    Es gibt nur Positives über JL zu berichten. Bis auf einige ..ähem.. Merkwürdigkeiten.

    • 5. Mai 2012 um 09:51 Uhr
    • unlimited
  862. 903.

    @ UL

    dass JL nur scheinbar die Freiheit der Meinung propagiert

    Halt allein die der „guten“ Meinung.

    • 5. Mai 2012 um 10:45 Uhr
    • MRX
  863. 904.

    @MRX

    Yo, kann man so sehen.

    • 5. Mai 2012 um 10:52 Uhr
    • unlimited
  864. 905.

    @KeineAbbitte

    Die darwinsche Evolustionstheorie ist gerade nicht theologisch. Das sollte man wissen, wenn man auf Dawkins verweist, der schreibt zwear viel Mist, aber gerade das hebt er zurecht immer hervor.

    Tippfehler? Jedenfalls haben die Nazis ihren Darwinismus durchaus sehr teleologisch gesehen, so mein Eindruck.

    Und Dawkins habe ich nur erwähnt, um zu zeigen, dass Liebhaber der Evolutionstheorie eher selten ausgesprochen religiös sind, zumindest nicht traditionell religiös.

    Um den Punkt mit dem Telos nochmal auzuführen: Als wissentschaftliche Theorie kann der Darwinismus natürlich keinen Sinn aus dem Weltgeschehen destillieren, aber einen Laien, der sie als ein Welterklärungsmodell benutzt, verleitet sie in gewisser Weise dazu, dem Evolutionsgeschehen einen Sinn, eine Richtung zu verleihen. Das liegt meiner Ansicht nach daran, dass es sich dabei um eine Theorie handelt, die analog zum „historischen Materialismus“ universelle Regeln für den Ablauf der (Natur-)Geschichte postuliert. Rein wissentschaftlich ist die Evolutionstheorie ja zu großen Teilen nichts anderes als eine Rekonstruktion der Naturgeschichte. Und wenn ich zum Abschluss des Gedankens spekulativ werden darf: Geschichte ist nur dann interessant, wenn man daraus irgendwelche „Lehren“ ziehen kann.

    Dann erweitern Sie Ihr Wissen halt mal.

    Nanu? Zeigen neueste Forschungen, dass Huxley ein bekennender Christ und tiefreligiöser Mensch war?

    • 5. Mai 2012 um 10:59 Uhr
    • Saki
  865. 906.

    OT – Tunesien – Ennahda/Salafis –

    „A Balancing Act: Ennahda’s Struggle with Salafis“
    Carnegie Endowment for International Peace – April 19, 2012
    by Erik Churchill and Aaron Zelin
    http://carnegieendowment.org/2012/04/19/balancing-act-ennahda-s-struggle-with-salafis/acsc

  866. 907.

    Zagreus,

    Unsinn, gerade was darwin anbelangt – in der erstausgabe der origins nimmt Gott als schöpfer (des ersten organismus) sogar eine zentrale theoretische rolle ein.

    Ich denke heutige Leser würden das in erster Linie als intellektuelles Zugeständnis an die Macht der Kirche deuten.

    • 5. Mai 2012 um 11:18 Uhr
    • Saki
  867. 908.

    Und noch ein Punkt, der gerne mißverstanden wird. Wenn es Beispiele (meinetwegen viele) für Christen gibt, die sich zum Nationalsozialismus hingezogen fühlten, oder mit ihm kollaborierten, dann heißt das noch lange nicht, dass die Ideologie der Nazis irgend etwas mit christlicher Ideologie zu tun hätte. Es gab und gibt auch viele Christen, die sich zum Kommunismus hingezogen fühlen. Man gehe nur auf einen beliebigen Kirchentag. Deswegen wird aber der Kommunismus noch lange keine religiöse Ideologie.

    • 5. Mai 2012 um 11:33 Uhr
    • Saki
  868. 909.

    @ Saki

    Nein – sondern mehr, weil Darwin selbst aus einer Schicht entstammt, die eng mit den vertretern der damaligen theologie verbunden waren – hinzu kommt einfach die zeit und perösnlichen Umstände auch: darwin war theologe (er hat theologie studiert), wobei man sagen muss, das der damaligen engl. Pfarrerberuf wenig zwingend mit echter religion zu tun hatte als vielmehr einem jungen gendleman ein relativ lockers auskommen zu bescheren, auf deren basis er alle mögliche betätigungen (wie z. b. privat-forschungen) tätigen konnte.
    Seine Frau war zudem gläubige Christin – darum nimmt man an, dass er deshalb auch die stllung des menschen (bis ganz am ende einen schlusssatzes) in der origin ausgeklammert hat.
    Sie sollten aber religion und glaube nicht zu sehr auf einen Gottesbezug verengen – denn religion gerade ist meist viel mehr, zumindest nämlich auch ritus. Und beim ‚Glauben‘ kommt eine bestimmte hingebungsvolle art des gaubens zum ausdruck – und diese beiden elemente, die für traditionelle religionen wesentlich sind, finden sich eben auch oft in ideologienneben anderen gesichtspunkten wie erlösungshoffnungen etc….
    Die Aussage: „Ich glaube, dass Gott das schicksal der menschen bestimmt“ unterscheidet sich von seinem metaphysischen gehalt her nicht wirklich von einer aussage wie „Ich glaube, dass der Weltgeist das schicksalder menschen bestimmt“ oder eben von eienr aussage wie „ich glaube, dass die natur (oder das Schicksal) das Schicksal (Geschick) der Menschen bestimmt.“ – denn hierin solchen sätzen sind nicht nur Gott und Weltgeist, sondern auch Natur und Schicksal transzental, metaphysisch Entitäten.

    • 5. Mai 2012 um 11:35 Uhr
    • Zagreus
  869. 910.

    @ Saki

    Es gab und gibt auch viele Christen, die sich zum Kommunismus hingezogen fühlen. Man gehe nur auf einen beliebigen Kirchentag. Deswegen wird aber der Kommunismus noch lange keine religiöse Ideologie

    Aus dem „Hingezogen-fühlen“ nicht, aber aus der handhabung (riten) inc. der hoffnungen, erwartungen an metaphysischen Entitäten (Weltgeist), die eben auf eine glaubens-ebene ausgelebt werden.

    • 5. Mai 2012 um 11:38 Uhr
    • Zagreus
  870. 911.

    Zagreus,

    Sie sollten aber religion und glaube nicht zu sehr auf einen Gottesbezug verengen

    Warum nicht? Sonst wird auch Fußballspielen zur Religion. Gerade wenn man sich Ideologien inhaltlich anschaut, also ihre Postulate über die Welt und wie sie funktioniert, dann muss man schon eine gewisse Trennschärfe anwenden, sonst wird alles irgendwie zu einem religiösen Brei.

    • 5. Mai 2012 um 11:50 Uhr
    • Saki
  871. 912.

    q Saki

    es ist vieles ein religiöser brei – nämlich ein weltanschaulicher: nur weil jemand was von einem heiligen spagetti-monster quasselt ist es noch nicht etwas, was irgednwie wirklich abgehoben wäre von sonstigen überzeugungen – und Gott ist nichts weiter 8außer halt fr den jeweiligen gläubigen) als ein großes Spagetti-monster.

    Konkreter Glaube – die jeweils konkrete religion wenn sie so wollen – ist hingegen etwas, was praktische auswirkungen hat, z. b. soiale und auhc in einer mehr oder weniger umfangreichen historischne perspektive steht. Aber hier sind die grenzen zu anderen bereichen auhc fließend: was der eine als eil seiner religiösen spere definiert, tut der andere nicht – udn die weisen der riten und bezüge sind derartig mannigfältig, dass sich weder eine klare linie ziehen lässt (dies ist religiös, jenes nicht), noch ist es etwas, was si