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Gløgg – so schmecken dänische Weihnachten!

Von 9. Dezember 2009 um 11:20 Uhr
© Knut Splett-Henning

© Maibritt Olsen "die Rauhe Else"

Zitronen, Apfelsinen, Zimt, Nelken, Kardamom, Vanille, Zucker und Wärme – nichts kann einer dänischen Weihnachtsstimmung einen besseren Rahmen geben.

Anfangs ähnelte der skandinavische „glødet vin“ mehr dem deutschen Glühwein, hatte aber deutlich weniger Alkohol.
Wie man den Bewohnern des Nordens jedoch zu Recht zutraut, ist der heutige traditionelle dänische oder schwedische Gløgg deutlich stärker als sein zahmer deutscher Vetter.
Unser nordischer Gløgg ist kräftig, süß und würzig. Kräftig durch den Wein, den Schnaps und den Ingwer, süß durch Portwein, Vanille und Rosinen und würzig durch Kardamom, Nelken und die Zitrusfrüchte.

Zum Nachbrauen findet ihr hier mein liebstes Gløgg-Rezept, natürlich verwende ich ausschließlich ökologische Produkte bei der Zubereitung.

Für 12 Gläser – Zubereitungszeit circa 25 Minuten:
1 Flasche Rotwein
300 ml Portwein oder einen dunklen süßen Wein
200 ml Akvavit oder Vodka
1 Teelöffel Kardamomkapseln
1 Teelöffel ganze Nelken
2 Apfelsinen – Schale und Saft
1 Zitrone – Schale und Saft
3 Zimtstangen
1 kleines Stück frischen Ingwer
1 geöffnete Vanillestange

80g Mandeln
80g Rosinen

Den Rotwein, Portwein und Akvavit in einen Topf gießen und danach Nelken, Kardamom, Apfelsinenschalen, Apfelsinensaft, Zitronenschale, Zitronensaft, Ingwer, Vanille und Zimtstangen dazugeben und bei niedriger Hitze für mindestens 20 Minuten erwärmen

Den Gløgg serviert man in einem hitzebeständigen Glas mit ein paar geschälten Mandeln und Rosinen.

Um Euch noch mehr in die Stimmung zu bringen, habe ich hier noch ein paar andere weihnachtliche Rezepte aus dem Norden. Hausgemachte Konfektkugeln und einen Mandel-Apfelsinen-Kuchen. Der Kuchen ist echt lecker und hält sich gerne 4-5 Tage.

Konfektkugeln
Zutaten:
5 dl Mandeln, Haselnüsse, Cashewkerne oder andere Nüsse
5 dl Datteln
½ Teelöffel gemahlener Zimt
1 Vanillestange
1 Messerspitze Kardamom
1 Messerspitze gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Apfelsine – Schale und Saft

etwas Sesam

Nüsse, Datteln und Gewürze fein zerhacken oder in einen Food Processor geben und danach den Apfelsinensaft und die geriebene Apfelsinenschale hinzugeben, dass es zu einer gleichmäßige Masse wird. Die Dattel-Nussmasse wird danach zu kleinen Kugeln geformt und in Sesam gerollt – kühl lagern.

Mandelkuchem mit Apfelsinen
Zutaten:
6 Eiweiß
250 g Zucker
1 Teelöffel Backpulver
2 dl Haferflocken
2 Apfelsinen
250 g Mandel

Die ganzen Apfelsinen werden für eine bis anderthalb Stunden in Wasser gekocht bis sie weich sind.

Mandeln in gröbere Stückchen hacken, danach das Eiweiß mit Zucker steif schlagen und die Mandelstücke dazugeben. Anschließend das Backpulver und die Haferflocken unterrühren.
Die Apfelsinen werden geschält, geviertelt, von den Kernen befreit und anschließend zum Beispiel mit einem Stabmixer püriert.
Den Teig und das Apfelsinenpürée vermischen, in eine Springform geben und bei 180 Grad circa eine Stunde backen.

Die Form abkühlen lassen, bevor man den Kuchen herausnimmt, und eventuell mit Puderzucker überstreuen.
Ein schöner saftiger Kuchen, der sich über die Feiertage hält.

Wenn Ihr euch nicht sicher seid und vor dem nachkochen einmal probieren wollt, könnt ihr gerne am 14. Dezember in unser „Weihnachsstübchen“ in Hamburg kommen und ein wärmendes Gläschen Gløgg und Konfektkugeln probieren oder Tipps für den Weihnachtsmann abholen.

Vielleicht sehen wir uns.
Bis dahin wünsche ich allen schöne Advendstage.
Thomas

Kategorien: Gebäck, Rezepte, Saisonales, Wein
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Die Eigelbe werden nicht für den Kuchen verbraucht?

    Antworten

    • 10. Dezember 2009 um 15:50 Uhr
    • Burkart Hansberg
  2. 2.

    Stichwort wenig Alkohol: Es geht beim Glogg auch durchaus ganz ohne. Hier eine alkoholfreie Variante:
    http://goccus.com/rezept.php?id=1824
    Mit einem schön kräftig gebrühten Tee kann man da auch auf den Alkohol verzichten oder man überlässt es den Gästen, wer sich doch einen Schuss ins Glas tun möchte. Das hat den Vorteil, dass auch die Autofahrer mitmachen können.

    Antworten

    • 11. Dezember 2009 um 07:17 Uhr
    • Petra
  3. 3.

    Lieber Herr Hansberg,
    das stimmt – für den Kuchen werden tatsächlich nur die 6 Eiweiß verbraucht, die Zutatenliste ist entsprechend korrigiert.
    Herzliche Grüße aus der ZEIT ONLINE-Redaktion und ein schönes Wochenende!

    Antworten

  4. 4.

    Danke! na dann Sabayon:
    4 Eigelb,
    0,2 l Punsch(case 1) oder mit (Lorbeerblättern aufgekochte Sahne case 2),
    125 g Zucker,
    1 Blatt Gelantine
    Das Sabayon gelingt folgendermaßen:
    Die Eigelbe (mit dem Punsch case 1) und dem
    Zucker auf dem Wasserbad so lange
    aufschlagen, bis der Zucker sich gelöst
    hat. (Die LorbeerSahne zufügen Case 2)Die Gelantine in kaltem Wasser
    einweichen, dann ausdrücken und
    unter die noch warme Sabayonmasse
    rühren.Fertig! Das Sabayon kann nun warm
    oder abgekühlt verwendet werden.

    Antworten

    • 11. Dezember 2009 um 16:56 Uhr
    • Burkart Hansberg
  5. 5.

    mmh lecker,
    aber grade der alkohol ist in der nordischen variante wichtig
    hab von der bank mal ne flasche bekommen, da waren dann rumrosinen drin, was ganz was gutes (normalerweise ist das billigzeug aus den flaschen nicht mein ding, aber der war echt gut)

    Antworten

    • 12. Dezember 2009 um 19:36 Uhr
    • peter
  6. Kommentar zum Thema

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