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Unternehmen & Gründer

Von 7. August 2012 um 10:44 Uhr

Überblick: Sie schaffen Arbeitsplätze, stellen innovative Produkte her und sorgen für Wachstum und Wohlstand: erfolgreiche Unternehmer. Der Ökonom Joseph Schumpeter bezeichnete sie einst als die “schöpferischen Zerstörer” der Wirtschaft. Denn: Unternehmer stehen im gegenseitigen Wettbewerb. Nur wer sich im Kampf um niedrige Preise und gute Qualität mit seinen Produkten gegen die Konkurrenz behauptet, kann überleben. Wer dauerhaft Verluste macht, verschwindet vom Markt – das ist die zerstörerische Seite, die neuen Produkte und Technologien die schöpferische. 

Eines der größten deutschen Unternehmen ist der Autobauer VW © Sean Gallup/Getty Images

Bevor es richtig losgeht, müssen Gründer, die ein Unternehmen aufbauen wollen, eine Menge strategische Fragen beantworten: Wo bekomme ich das notwendige Startkapital her? Welche Rechtsform ist die richtige – GbR, GmbH oder AG? Und: Wo miete ich ein Büro und produziere die Waren? Manche Unternehmen haben sich diese Fragen bereits vor Jahrhunderten gestellt und sind noch heute als Familienunternehmen erfolgreich, andere sind gerade erst an den Start gegangen und müsen sich ihre Marktanteile erst noch erobern.

Unternehmer verfolgen vor allem ein Ziel: Sie wollen möglichst große Gewinne erwirtschaften. Weil aber viele Angestellte finanziell von ihnen abhängig sind und ihr Wirtschaften Folgen für die Umwelt hat, tragen die Unternehmer nicht nur ökonomische, sondern auch soziale und ökologische Verantwortung. Spätestens seitdem der Klimawandel zu einem großen Problem geworden ist und immer mehr Konzerne in die Kritik geraten, weil sie ihre Mitarbeiter ausbeuten, werden diese Fragen für Unternehmen wichtiger. Größere Konzerne haben längst ganze Abteilungen gegründet, die für ein soziales und grünes Image sorgen sollen.

Ausgewählte Artikel und Materialien zum Thema:

Existenzgründung

Erst planen, dann gründen (DIE ZEIT Nr.4/2008)
Bevor ein Unternehmer von Gewinnen träumen darf, muss er gründlich planen: Was jeder wissen sollte, der sich selbstständig macht.

Konzept-kreative Gründungen (YouTube, MDR)
Der Berliner Gründungs-Forscher Prof. Günter Faltin bringt seinen Studenten bei, wie sie erfolgreiche Unternehmer werden. In der Sendung “MDR um 12″ erklärt der Wissenschaftler, dass er vor allem eines braucht: Eine gute Idee.

Business-Plan: Eine Anleitung (ZEIT ONLINE, 12.11.2009)
Der Businessplan steht am Anfang jeder Unternehmensgründung. Ein gut durchdachter Plan bewahrt den Gründer vor dem Scheitern. Dabei ist einiges zu beachten.

Mikrokredite: Unternehmensgründung mit kleinem Geld (DIE ZEIT Nr.16/2009)
Eine kleine Anschubfinanzierung reicht oft aus, damit sich ein Mensch selbstständig machen kann. Friedensnobelpreisträger Mohammad Yunus vergibt mit seiner Grameen Bank in Entwicklungsländern Mikrokredite an Unternehmer und befreit viele damit aus der Armut. Auch in Deutschland können sich Gründer ihr Start-Up auf diese Weise finanzieren.

Gründer-Quiz (Bundeswirtschaftsministerium)
Wer bis hierhin aufmerksam gelesen hat, kann hier sein Wissen testen – und die folgenden 10 Fragen beantworten. Und falls noch Frage offen sind: Das Gründer-Portal des Ministeriums hilft weiter.

Standort

I Love Germany (Die ZEIT/ Nr.29/2004)
Wenn Unternehmer die “Standort-Frage” stellen, dann bedeutet das vor allem eines: Sie überlegen, in welchem Land sie am effektivsten produzieren können: Je niedriger Steuern und Löhne und je besser Arbeiter und Infrastruktur, desto attraktiver der Standort. Viele Konzerne lieben Deutschland, sogar amerikanische.

Vom Fortschritt überholt (ZEIT ONLINE, 27.3.2009)
Bloß nicht den Anschluss verlieren: Unternehmen sind auf das schnelles Internet angewiesen wie auf Wasser, Strom oder Verkehrsstraßen. Doch manche haben keinen Zugang zur Datenautobahn – ein großes Problem.

Unternehmenskultur: Alles für den Profit?

Geld gegen Moral (DIE ZEIT Nr. 4/2008)
Das Wirtschaftssystem sieht es so vor: Unternehmer sollen ihre Gewinne maximieren, das sei am Ende für alle gut. Nokia und die Deutsche Bank haben dieses Prinzip auf die Spitze getrieben und trotz Traumgewinnen Mitarbeiter auf die Straße gesetzt. Der Aufschrei war groß.

Unternehmenskultur: Frust bei Arbeitnehmern wächst (Spiegel Online, 27.12.2007)
Die Gier nach Gewinnen erhöht den Druck auf die Mitarbeiter: Mehr Stress, weniger Zufriedenheit. Dabei zeigt eine Studie, dass es sich für Unternehmen auch finanziell lohnt, die Angestellten fair zu behandeln. Motivierte Mitarbeiter erhöhen die Profite.

In besten Händen – Wie Familienunternehmen durch die Krise kommen (Radio: Bayern 2, 24.02.2010)
Eine persönlichere Atmosphäre als in anonymen Großunternehmen herrscht in traditionsreichen Familienbetrieben. Zwei sehr unterschiedliche bayerische Unternehmen geben in diesem Radiobeitrag einen Einblick.

Unternehmerische Verantwortung

Sozialer Unternehmer: Bio fürs Büro (ZEIT ONLINE, 23.7.2010)
Sie wollen besser wirtschaften: Sozialunternehmern geht es nicht darum, möglichst große Gewinne zu erwirtschaften. Sie wollen zwar auch Geld verdienen, aber vor allem wollen sie etwas Gutes bewirken. Jürgen Schmidt, der Chef der memo AG, zum Beispiel. Er hat einen klimaneutralen Versanghandel aufgebaut, der ausschließliche umweltfreundliche Produkte vertreibt.

Soziale Verantwortung: Können Unternehmen gut sein? (DIE ZEIT Nr. 14/2008)
Drei Buchstaben werden für moderne Unternehmen immer wichtiger: CSR. Das Kürzel steht für “Corporate Social Responsibility”, also die soziale Verantwortung der Konzerne. Viele geben Millionenbeträge aus, um das Image aufzupolieren und sich einen “grünen Anstrich” zu geben. Glaubhaft sind sie nur, wenn sie Gewinnstreben ernsthaft mit dem Gemeinnutz verbinden.

Top-Unternehmen verweigern sich dem Umweltschutz (Handelsblatt Online, 13.07.2010)
Gerade Großunternehmen betonen heute ihr ökologisches BEwusstsein. Doch eine aktuelle Studie der Vereinten Nationen zeigt: Führende Unternehmen verweigern sich konsequent dem Umweltschutz. Die Schäden gehen in die Billionen.

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Leser-Kommentare
  1. 1.

    Und warum muss so ein Propaganda-Quatsch schon in der Schule “gelehrt” werden?

    Nichts von dem, was im Artikel angerissen wird, praktizieren heutige “Unternehmer”. Und erst recht nicht die ach so wichtigen “Investoren”.

    • 8. Januar 2013 um 23:39 Uhr
    • Josef Ackermann
  2. 2.

    O Graus! Was eine Ansammlung von Beratergeschwwätz. Wenn die Herren
    Alles-besser-Wisser sich erst mal untereinander einigen könnten wie ein sozial,umwelt,klima,EU-Verodnungsgemässes,gender-korrektes Unternehmen aussehen soll wäre ein grosser Schritt getan. Im zweiten Schritt könnten sie dann zusammen überlegen, WAS sie eigentlich produzieren wollen. Heisse Luft bietet sich an.

  3. 3.

    “Größere Konzerne haben längst ganze Abteilungen gegründet, die für ein soziales und grünes Image sorgen sollen.”

    Das ist geanu das Problem – wir brauchen nicht Firmen die ein soziales und grünes Image aufbauen durch eine eigene Public Relations Abteilung – wir brauchen Firmen die sozial und “grün” handeln und produzieren.

    Das sollte von Anfang an klar gemacht werden.

  4. 4.

    Das oben Geschriebene taugt etwas als Anfang, wenn man zu den Thema einmal querlesen und ein paar Begriffe kennen lernen möchte.

    Wenn man sich genauer damit befasst, stellt man fest, dass sich manche Artikel und Links in ihren Botschaften erheblich widersprechen.

    Liest man übrigens Faltins Buch “Kopf schlägt Kapital”, so geht daraus hervor, dass nicht die IDEE sondern das KONZEPT bei einer Gründung eine maßgebliche Rolle spielt. Sicher ist die Idee der ursprüngliche Bestandteil. Sie bringt jedoch nichts, solange man nicht so lange künstlerisch damit spielt und sie zurechtfeilt, bis man sie (am leichtesten unter Rückgriff auf heute überall vorhandene Komponenten) produzieren und vermarkten kann. Businessplänen steht er eher skeptisch gegenüber.

  5. 5.

    Da muss ich leider meinen Vorrednern Recht geben, heutzutage wird sehr viel schlaues geredet, in der Regel immer vor dem Hintergrund, selbst Geld zu verdienen. Jeder Berater, jedes Institut und jede Kammer stellt immer die eigenen monetären Ziele in den Vordergrund. Nach außen wird das als Beratung oder Coaching dargestellt und bezeichnet.

    Ich betreibe seit Jahren das Gründerlexikon und habe da auch einmal einen Artikel zu dem Thema verfasst “Welcher Berater kann bei der Existenzgründung helfen” http://www.gruenderlexikon.de/magazin/welcher-berater-kann-bei-der-existenzgruendung-helfen-faq-27

    Meine eigene Erfahrung lehrt mir, dass ich dahingehend nur demjenigen vertrauen kann, die mich wirklich persönlich vertraue, vielleicht aufgrund eines verwandtschaftlichen Verhältnisses oder weil ich genau weiß, dass derjenige niemals ein Konkurrent von mir sein wird und auch sonst nichts von meiner Gründung hat. Er mich also aus freien Stücken und weil es ihm Spaß macht berät oder er mir hilft. Genau dieser Situation kann man den größten Erfolg erwarten. Das ist zumindest meine Erfahrung, welche ich in der Vergangenheit sowohl selbst als Selbstständiger als auch als Berater für Selbstständige gemacht habe.

  6. Kommentar zum Thema

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