Wir müssen reden. Über Nazis.

Proteste gegen neues Thor Steinar-Geschäft in Berlin

Von 27. Oktober 2011 um 12:10 Uhr

Bunter Protest gegen fragwürdige Mode, hier in Berlin-Friedrichshain © Matthias Zickrow

Zwei Läden wurden in Berlin bereits gekündigt, jetzt will die umstrittene Modemarke „Thor Steinar“ ein neues Geschäft im Bezirk Weißensee eröffnen. Die Kleidung mit nordischen Runen und zweideutigen Sprüchen wie „Ski heil“ ist in der Neonaziszene äußerst beliebt. Im Deutschen Bundestag, vielen Berliner Klubs und zahlreichen Fußballstadien ist das Tragen der Marke verboten.

Nach Störungsmelder-Informationen hat die Firma am Mittwoch an alle Berliner Kunden eine Postkarte geschickt, in der die Eröffnung des Geschäfts „Tønsberg“ in der Berliner Allee 11 am Freitag beworben wird. Initiativen gegen Rechts befürchten, dass der Laden zum neuen Szenetreffpunkt werden und auch Neonazis aus Brandenburg in den Bezirk locken könnte.

„Weder neue Namen, noch der neue Standort der Firma werden uns vom Protest abhalten“, sagte Martin Sonnenburg von der Antifaschistischen Initiative Nordost. Für Freitag um 9 Uhr ist eine Kundgebung unter dem Motto „Kein Kiez für Nazis“ direkt vor dem Geschäft angemeldet. Zuletzt hatte in Weißensee 2005 der rechtsextreme Szeneladen „Nordic Thunder“ nach jahrelangen Protesten geschlossen.

Im vergangenen Jahr hatte Thor Steinar bereits ein Geschäft namens „Tønsberg“ in Mitte nach einem zähen Rechtsstreit aufgeben müssen. Kurz vor dem Termin für die Zwangsräumung verließ die Firma freiwillig die Räume. Auch ein weiterer Thor Steinar-Laden in der Petersburger Straße in Friedrichshain ist inzwischen gekündigt, darf aber nach einem Gerichtsurteil noch bleiben, bis der Vertrag 2015 ausläuft.

Kategorien: Berlin
Leser-Kommentare
  1. 1.

    [...] TSP, Zeit (Störungsmelder), TAZ, Berliner Kurier, Berliner Zeitung, BZ [...]

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  2. 2.

    [...] North East Antifa (NEA) Kein Kiez für Nazis!-Bündnis Presseschau (27. Oktober): Tagesspiegel, Zeit (Störungsmelder), TAZ, Berliner Kurier, Berliner Zeitung, [...]

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  3. 3.

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  4. 4.

    Verbieten, sofort verbieten.
    Freiheit für Kurdistan.

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    • 1. November 2011 um 01:18 Uhr
    • Rolf M.
  5. 5.

    haha, Freiheit für Kurdistan und dann so einen Laden verbieten wollen – lächerlich!

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    • 7. Dezember 2011 um 16:44 Uhr
    • Robert
  6. 6.

    blödmann

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    • 21. Mai 2012 um 22:14 Uhr
    • baiki-petra
  7. 7.

    ja das verstehe ich auch nicht

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    • 21. Mai 2012 um 22:16 Uhr
    • baiki-petra
  8. Kommentar zum Thema

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