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Anschlag auf das Auto einer aktiven Nazigegnerin

 
Alle Scheiben des Autos wurden zerstört ©Privat
Alle Scheiben des Autos wurden zerstört ©Privat

In der Nacht auf den ersten Mai wurde das Auto einer Nazigegnerin aus Schwabach angegriffen. Der oder die Täter zerstörten Fensterscheiben und Autoreifen. Die Initiative für Demokratie gegen Rechtsextremismus vermutet Neonazis hinter dem Anschlag und hat ein Spendenkonto eingerichtet.

Zum mittlerweile vierten Mal wurde das Auto von Christel Hausladen-Sambale angegriffen. Bei den vergangenen Anschlägen schmierten die Täter Hakenkreuze auf das Auto und zerstörten die Scheiben. In der Nacht zum ersten Mai schlugen die Angreifer wieder zu: Diesmal zerstörten sie erneut die Fensterscheiben und zerstachen alle Autoreifen. Die Polizei geht von einem Sachschaden in Höhe von 3000€ aus. Einen Ermittlunsgerfolg konnte die Polizei bislang noch nicht vorweisen.

Christel Hausladen-Sambale lässt sich von dem Anschlag aber nicht einschüchtern und will auch weiter aktiv gegen Rassismus vorgehen. Als Ortsvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und Sprecherin der lokalen Initiative für Demokratie gegen Rechtsextremismus, war sie in den letzten Monaten verstärkt gegen neonazistische Aufmärsche von Nügida und Pegida Nürnberg auf die Straße gegangen und trat als Rednerin auf.

„Für mich wäre es die beste Hilfe, wenn sich noch mehr Leute gegen Nazis engagieren“, sagte Hausladen-Sambale im Gespräch mit ZEIT ONLINE. Ebenso sei es für sie fast schon eine historische Pflicht, sich gegen Nazis zur Wehr zu setzen, schließlich waren schon ihre Vorfahren im kommunistischen Widerstand gegen die Nationalsozialisten aktiv.

Bislang konnte die Polizei noch keinen Täter dingfest machen. Nazigegner aus der Region vermuten hinter dem Anschlag Aktivisten der fränkischen Nazigruppe „Anti-Antifa Nürnberg“, die in der Region seit Jahren Anschläge auf das Eigentum von Antifaschisten, Gewerkschaftern und Journalisten verüben.

Die Polizei bittet Zeugen darum, sich mit dem Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Rufnummer 0911 2112-3333 in Verbindung zu setzen.

Die Initiative für Demokratie bittet derweil um Spenden:

Christel Hausladen-Sambale
IBAN DE03 76420080 0006024300
BIC HYVEDEMM065
Vermerk: Anschlag auf Auto Christel

7 Kommentare

  1.   Solidarität!

    Wenn die nazis es schon nicht schaffen die Menschen mit ihrer Hasspolitik zu erreichen, lassen sie ihre Wut an den tapferen Antifaschist_innen aus!
    Zum kotzen!
    Solidarische Grüße nach Schwabach!

  2.   Karl Heinz X

    Diese fiesen Schw…
    Aber ok. Unsere Solidarität ist ungebrochen und
    je mehr Anschläge, desto mehr Bürger wachen auf, desto mehr NazigegnerInnen werden wir dadurch gewinnen. Vielleicht ahnen Sie, dass sie keine Argumente haben, ins Leere laufen, sie niemand hören will und den Sprung auf den PEGIDA Zug verfehlten (und dann haben sie kaum Zulauf und ewig diese Blockaden, und dieser Lärm ts, ts, ts). Und dieser Frust schlägt in blanke Wut um, gegen engagierte und aufrechte NazigegnerInnen. Wie verzweifelt müssen sie sein gepaart mit “dümmer noch als je zuvor”. Eure Hass und eure Taten sind uns Antrieb und Bestätigung!

  3.   Irmela Mensah-Schramm

    Ach arme Nazis, ich habe gar kein Auto, welches Ihr zerstören könnt!
    Daher zerstöre ich mit größtem Vergnügen Eure Hass-triefenden Sticker und Graffitis!
    Ganz selbstverständlich!


  4. […] via störungsmelder: Anschlag auf das Auto einer aktiven Nazigegnerin […]


  5. Angriffe auf Politiker und Aktivisten nehmen offenbar generell zu. Gestern bin ich auf folgenden Bericht über die Situation in Sachsen gestoßen:
    „Immer mehr Angriffe auf Politiker – Immer öfter werden Politiker in Sachsen angegriffen. Im vergangenen Jahr wurden Politiker und Parteien vermehrt zur Zielscheibe für Beleidigungen, Sachbeschädigungen und körperlicher Bedrohungen.

    Auch 2015 scheint keine Besserung in Sicht.

    69 (offizielle) Fälle registrierte das Landeskriminalamt (LKA) im vergangenen Jahr in Sachsen.

    Im Wahljahr waren die häufigsten Vergehen Sachbeschädigungen (35 Fälle); aber auch Bedrohungen, Diebstahl, Nötigung und sogar Brandstiftung waren dabei.

    Opfer der Straftaten waren 2014 vorwiegend Die Linke (19 Straftaten) und die NPD (18), gefolgt von AfD (4), CDU (4), SPD (3), Grüne (2) und FDP (2).“

    (Quelle: https://mopo24.de/nachrichten/politiker-und-parteien-immer-haeufiger-ziel-von-anfeindungen-und-straftaten-6708)

  6.   Eternus

    Solch schreckliche Dinge geschehen in Deutschland. Und auch Verbrecher wie der Abou Chaker Clan und sein “pseudorappender” Geldautomat Bushido beteiligen sich kräftig an den Geschäften. https://youtu.be/-D7EPcacQBg
    Die Justiz muss härter Durchgreifen. Bei allen.