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Das „Forum am Freitag“ im ZDF ist da

 

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Die vom ZDF angekündigte freitägliche Online-Sendung zum Islam ist ab heute abrufbar. Anders als beim „Islamischen Wort“ des SWR, wo eine Art Predigt im Stil des Wort zum Sonntag produziert wird, stellt das ZDF die Information über den Islam in den Mittelpunkt.
Heldin der ersten Produktion ist die Islamkunde-Lehrerin Lamya Kaddor. Die 1978 in Ahlen geborene Kaddor ist studierte Islamwissenschaftlerin. Sie ist Assistentin an der Uni Münster und promoviert über ein islamologisches Thema.
Ein 10-minütiges Interview mit ihr handelt von den Schwierigkeiten und Hoffnungen einer Lehrerin, die mit Vorbehalten der Mehrheitsgesellschaft und dem Unwissen der muslimischen Minderheit zu kämpfen hat. Kaddor macht einen sehr guten Punkt in dem Interview, wenn sie auf die schlechten Kenntnisse muslimischer Kinder über ihre Religion hinweist. Ihr haben sich die Haare gesträubt angesichts der Dinge, die ihre Schüler mit dem Islam und dem Koran begründen wollen.
Kaddor äußert sich sehr selbstbewußt zu Fragen wie dem Kopftuch (keine religiöse Erfordernis) und Ehrenmorden (keine Rechtfertigung im Islam). Manche der Eltern haben Schwierigkeiten mit der Vorstellung, dass eine junge Frau ohne Kopftuch die Islamlehrerin sein soll. Für die Schüler, sagt sie, ist sie zu einer Vertrauensperson geworden.
Sie spricht auch darüber, wie schwierig es nach dem 11. September geworden sei, als Muslima mit dem Animus der Mehrheit umzugehen. Mir scheint, die Weise, in der diese Frau ihren Glauben lebt und lehrt, ist ein Zeichen dafür, dass es trotzdem gelingen kann.
Ausserdem auf der Website: Ein Porträt von Bekir Alboga, sehr wohlwollend, aber auch informativ.
Was stört: Das Ganze ist ein bißchen zu konsensorientiert und betulich. Das ist angesichts der Feindseligkeit, mit der manche ZDF-Kunden auf die bloße Ankündigung reagiert haben, mehr als verständlich.
Wenn die Sache sich etabliert hat, wird man ein bißchen das Tempo anziehen müssen.
Das ZDF hat einen guten Anfang gemacht. Ich bin auf weitere Sendungen gespannt.


50 Kommentare


  1. Wo sie die Nächstenliebe im Islam gefunden hat, würde ich gene wissen. Nächstenliebe ist nicht Teil des Islam. Es gibt nicht mal das Wort.

    Man belehre mich eines Besseren.

  2.   N. Neumann

    „Man belehre mich eines Besseren“

    Ich vermute, das würde keinen Sinn machen.

    Wenn diese Frau Nächstenliebe aus islamischen Quellen herausinterpretiert, ist es doch gut.

    Es wäre jedenfalls ein frommer Wunsch, zu erwarten, dass Muslime ihrem Glauben abschwören.

    Insofern sollte man über jedEn MuslimIn froh sein der/die ihre Religion glaubhaft – also jenseits von taktischem Der-Islam-ist-total-lieb-Gerede – anders interpretiert als Islamisten.


  3. Wenn sie es belegen könnte, könnte man das den anderen zeigen. Wär schön.
    Strohhalme sind nicht so meine Sache.

  4.   Aykan

    Ich denke das Forum am Freitag ist eher eine Chance um den Islam richtig zu verstehen.

    In der Umfrage, die auf der Homepage (des ZDF) näher erläutert wird, steht, dass 61 Prozent der Bundesbürger von einem weniger guten (43 Prozent) bzw. überhaupt nicht guten (18 Prozent) Kenntnisstand über den Islam sprechen.

    Genau da kann das Forum am Freitag ansetzen und in journalistisch korrekter Weise über den Islam als Religion berichten und aufklären.

  5.   Sebastian Dietrich

    Informieren wäre gut.

    Aufklären klingt immer gleich nach der wahren Wahrheit des wahren Islam=Frieden.

  6.   Tuotrams

    http://www.politicallyincorrect.de/wp/uploads/2007/07/mrflyer.pdf

    As salamu alaikum liebe Geschwister im Islam, der folgende Aufruf soll uns Muslime aufrütteln und uns die Augen öffnen vor den hinterhältigen Angriffen auf den Islam und dessen Werte.

    In letzter Zeit vernehmen wir zunehmend Aussagen und Handlungen der Kuffar und ihrer Diener, den Islam, den uns Allah (swt) über seinen Gesandten (saw) überbracht hat, zu verfälschen und ihn in das westlich-säkulare System zu integrieren. Als Instrument zur Umsetzung dieser Ziele wurde vom deutschen Staat die so genannte „Islam-Konferenz“ einberufen, die vor kurzem zum zweiten Mal tagte.

    Es wird beabsichtigt einen so genannten „deutschen Islam“ zu erschaffen. Dieser „Islam“ soll soweit uminterpretiert werden, dass er mit den hiesigen Kufr-Gesetzen in Einklang gebracht werden kann.

    Homosexualität, die Ablehnung von Allah (swt) als Gesetzgeber, Säkularismus, der Abfall vom Glauben und viele andere Schlechtigkeiten sollen von den Muslimen toleriert und sogar als islamkonform angesehen werden. Der Islam soll auf einige ethische Aspekte und Glaubensrituale beschränkt werden.
    Sein Anspruch, das gesamte Leben eines Muslims zu lenken und zu ordnen, soll aufgegeben werden.

    Um von den Kuffar akzeptiert und anerkannt zu werden, sind leider auch einige Muslime und ihre Organisationen bereit, diesen Weg, trotz zahlreicher verbaler Erniedrigungen seitens der Kuffar,
    mitzugehen. Obwohl sie dies als einen Erfolg für ihre Gemeinden und die Muslime feiern, stellt es im Grunde nichts anderes als einen Verrat am Islam, seiner Botschaft und seinem Gesandten (saw) dar.

  7.   pluckerwanck

    Danke für den Link, Tuotrams, leider ist er deprimierend erhellend. Ich gebe der Islamkonferenz noch ein Jahr, dann ist nichts mehr davon vorhanden. Es sei denn, wir knicken ein und streichen unsere Bedingungen zur erfolgreichen Integration, was natürlich auch sehr gut möglich ist, damit Schäuble sein Gesicht wahren und die Öffentlichkeit weiter schlafen kann.

  8.   Tuotrams

    @pluckerwanck

    Abwarten, eine Konsequenz aus einem Scheitern der Islamkonferenz könnte mittelfristig ein Verbot des Islams sein.

    In jedem Fall gehören Leute mit der in diesem Schreiben vertretenen Meinung ausgewiesen.


  9. @ tuotrams, pluckerwank: Die Islamkonferenz verfolgt den Zweck, diese Kräfte wie Muslimrecht (die grossmäuligen Brüder Özoguz) weiter zu isolieren (es ist ja nicht so, dass Millionen hinter diesen Spinnern stehen) und die anderen zum Schwur zu zwingen, dass sie damit nichts zu tun haben wollen. Was Sie zitiert haben, ist also vielleicht ein Beleg dafür, dass die Sache wirkt!

 

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