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Bitte helft uns!

 

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Afghanische Mitarbeiter der Bundeswehr haben heute in einem offenen Brief an Deutschland um Hilfe gebeten – immer noch wird vielen von ihnen die Ausreise nach Deutschland verweigert. Ich selbst kenne mehrere Fälle, bei denen der Ablehnungsbescheid (ein formloser Zettel ohne Begründung und ohne Ansprechpartner) nicht nachvollziehbar ist.

In dem Brief schildern die Mitarbeiter ihre Verzweiflung: „Warum versteht uns niemand? Warum spürt niemand die Angst, die wir um unser und das Leben unserer Frauen und Kinder haben?“

Sie schreiben: „Uns wurde immer wieder gesagt, dass unsere Leben nicht in Gefahr seien“, schreiben sie, „aber vor ein paar Monaten wurde der ehemalige Bundeswehr-Übersetzer Dschawad Wafa von Taliban enthauptet. Vor ein paar Monaten wurde Abdul Rahman, ein weiterer Dolmetscher, im Dorf Ali Khail in der Provinz Baghlan in Keilagai getötet. Alle Sprachmittler im Camp Marmal waren über diese Taten schockiert und die Angst wurde noch größer, dass uns das gleiche Schicksal, wie das unsere ehemaligen Kollegen, ereilt.“

Und dann: „Wir haben für und mit der deutschen Bundeswehr gearbeitet. Wir halfen unseren Familien und wir haben gehofft, dass unsere Arbeit auch mit dazu beiträgt, Afghanistan sicher und lebenswerter zu machen. Aber mit unserer Arbeit halfen wir auch euren Söhnen, Töchtern, Müttern, Vätern, Brüdern und Schwestern, ihren Dienst hier in Afghanistan leichter und sicherer zu machen.“

„Die Bundeswehr verlangt von uns, dass wir die persönliche Bedrohung beweisen müssen (…) Aber ein Beweis oder eine Garantie, dass das Leben von uns und unseren Familien in Afghanistan nicht in Gefahr ist, wird uns auch nicht gegeben.

Wir bitten nicht um Geld oder Almosen, wir bitten sie nur uns in Sicherheit zu bringen. Wir bitten sie darum, dass unsere Kinder in Sicherheit aufwachsen dürfen und nicht dafür büßen müssen, weil ihr Vater der Bundeswehr half. Wir bitten das deutsche Volk, uns zu unterstützen und darum bei der Bundesregierung den Druck etwas zu erhöhen, um uns das Leben zu retten.“

Pro Asyl unterstützt viele Übersetzer mit Rechtsberatung aus der Ferne. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Dort können Sie auch den vollständigen Brief lesen

 

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