Über die Autorin

Ronja von Wurmb-Seibel, 27, lebt als Journalistin in Kabul. Sie ist Autorin der wöchentlichen Kolumne „Ortszeit Kabul“ und berichtete zuletzt als Redakteurin des Politischen Ressort der ZEIT über Afghanistan.

Mehr über ihre Arbeit gibt’s hier und bei Twitter.

9 Kommentare

  1.   uli franz

    liebe frau von wurmb-seibel, ich finde es ausserordentlich toll, was sie machen! ihre berichte aus diesem gequälten land sind so wichtig. weiter so und viel glück.
    grüssen sie die menschen von mir, einem mitfühlenden deutschen


  2. danke Ihnen, das mach ich sehr gern

  3.   eberhard kohlsdorfer

    Liebe Frau Wurm- Seibel,
    Ihre Kommentare verfolge ich mit Neugier, begleitet manchmal von einem Schmunzeln aber auch ein wenig ungläubig aussehend: Warum? Was ist der wirkliche Grund?
    Sie wohnen wahrscheinlich nicht in Wazir, sonst wären Sie nicht mit dem Auto bis an den Fuß des des gleichnamigen Berges gefahren, auf dem auch ich meine Runden von 2002 bis 2007 gedreht habe, am Morgen, zum Durchatmen. Warum halten Sie sich denn wirklich in Kabul auf? Um eine realitätsgetreue Berichterstattung kann es Ihnen ja weniger gehen, bisher klang das Ganze mehr nach einer verlängerten Abiturabschiedsfahrt gewürzt von einer leichten Prise Voyeurismus.
    Bitte, bitte: Ein bischen mehr hinter die Kulissen schaun, dann wird Ihnen die Absurdität der afghanischen Realität bestimmt bewusster. Es muss ja nicht alles von Kritik durchwirkt sein, aber wenigstens ein fitzekleines bischen.
    Übrigens: Es sind keine Tannenbäume sondern Pinus, die ums Überleben kämpfen, am „Schwimmbad“ finden wirklich Hundkämpfe statt und Die Zeit ist nicht der Zensur unterworfen: Sie dürfen ihr Haar unbedeckt lassen.
    Liebe Grüsse aus Deutschland, Ihr Eberhard Kohlsdorfer


  4. Lieber Herr Kohlsdorfer, wie sähe denn für Sie eine realitätsgetreue Berichterstattung aus?

  5.   eberhard kohlsdorfer

    Indem ich die Indikatoren wählen würde, die vornehmlich die Realität gestalten, ihnen eine zeitliche Abfolge zuordnen und versuchen, kausale Zusammenhänge zu erklären. Das hängt allerdings schon etwas mit investigatorischem Journalismus zusammen.
    An erster Stelle würde ich hier die Intervention der Geberländer und deren (sichtbare) Auswirkungen untersuchen. Ein Aufhänger wäre bspw. die Historie des an Wazir A.K. angrenzenden Viertels.
    An diesem Beispiel kann man sehr schön die vom Westen geförderten Gewinner und Verlierer definieren.
    Untersuchen würde ich die Projekte der Geberländer, da sie die ja eigentlich durch Erkenntnis auf die wichtigsten menschlichen Bedürfnisse (Maslow) eingehen sollten und schauen Sie sich einmal Ziele – Indikatoren – Ergebnisse an…..fragen Sie nach Evaluierungen / Kosten/Nutzen……und ganz wichtig, um den ZUsammenhang zur Realität herzustellen, nach den „side effects“, den (negativen) Nebeneffekten.
    Vor allem die idiotische Verbindung von militärischer und ziviler Handlung. Über die Trennung von Strafen und Belohnen (Militär und zivile Unterstützung) gibt es Seminare……aber der Westen, allen voran die Bundesregierung hat diese notwendige Trennung aufgehoben, total irre!
    2002 wurde ich nachdrücklich von Paschtunen aus der Region eines früheren Projektes der Ländlichen Entwicklung gebeten, diese positiven früheren Ansätze fortzuführen. Wichtig wäre es gewesen sich auf die Versorgung mit mit Grundnahrungsmitteln zu konzentrieren – Afghanistan ist ja wohl immer noch ein Agrarland – durch eine holistische Entwicklung des ländlichen Raums.
    Aber die KOnzentration der Geberländer auf urbane Zentren hat zu einer Abwanderung und Leitung der Flüchtlinge in diese geführt – mit allen negativen Folgen. Besuchen sie doch mal marginale urbane Standorte in und um KAbul und fragen sie nach den Bedürfnissen der Menschen dort.
    Ich möchte nicht langweilen und damit schliessen; bin aber einfach enttäuscht über die naive und oberflächliche, teilweise desinformierende Berichterstattung der Medien aus Afghanistan – Herr Bittner macht da wohl eine kleine Ausnahme. Der letzte Bericht des ZDF Korrespondenten war zum Haareraufen!
    LG, Eberhard K.
    P.S: Sie können mir natürlich auch gerne mailen, sollte ich nicht im Amazonas sein.

  6.   eberhard kohlsdorfer

    investigativem natürlich!


  7. Da muss ich Sie enttäuschen: Für Kolumne und Blog interessiert mich der afghanische Alltag – und nicht in erster Linie der westliche Einfluss darauf.


  8. Liebe Frau Wurmb-Seibel,
    alles was ich von Ihnen zu Afghanistan lesen und sehen konnte gefällt mir außerordentlich.
    Danke dafür und Frieden für alle.


  9. Danke, das freut mich sehr. Ihnen auch alles Gute!

 

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