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Tellersülze

 

Das dritte Oktoberfest-Rezept ist ein Sprung ins kalte Wasser und eher was für fortgeschrittene Esser. Aber so eine Sülze ist nicht immer gleich Bierzelt und Brauchtum, sondern als »Aspik« auch in der Haute Cuisine öfters mal gern gesehn

Für den Alfons und den Elmar:
2 Teller Fleischbrühe
4 EL Sülzepulver bzw. Gelatine
150 g gekochtes Suppenfleisch
2 Gewürzgurken
1 Ei
1 Karotte
Petersilie
2 tiefe Teller
Frischhaltefolie

Wir haben die Sülze gleich nach der Griesnockensuppe gemacht, da hat man nämlich Brühe und Suppenfleisch im Überfluss. Sonst muss man die Fleischbrühe eben extra dafür ansetzen, ist vielleicht etwas zu viel Aufwand für das Resultat. Aber was heißt das schon für Sülze-Fans…

Ersteinmal das Ei hart und die Karotte weich kochen. So ein Ei braucht etwa 10 Minuten, die Karotte auch. Das Ei danach abschrecken, pellen und halbieren, die Karotte in gabelgerechte Stücke schneiden. Ebenso das Fleisch – und damit es nicht so technische Würfel werden, einfach mit den Fingern entlang der Fasern zerpflücken. Petersilie waschen und entstängeln. Die Gewürzgurke apart zu einem Fächer schneiden und alles hübsch in den tiefen Teller arrangieren.

In einem Topf pro Person ungefähr die Brühe-Menge eines tiefen Tellers erhitzen. Sobald es kocht und blubbert pro Teller je 2 EL Sülzenpulver einrühren bis alles aufgelöst ist.

Dann kurz abkühlen lassen und in die Teller verteilen.

Diese mit Frischhaltefolie abdecken und vorsichtig in den Kühlschrank stellen. Über Nacht abkühlen lassen und dann zum Frühstück essen 😉

Kleiner Tipp: Wer nirgendwo Sülzenpulver findet sollte mal seinen Metzger konsultieren…

12 Kommentare

  1.   paula*

    this is hardcore. habt ihr das wirklich gegessen?

  2.   Jenny

    WIDERLICH!

  3.   Carsten

    Das ist echt ekelhaft.

  4.   Christian Bangel

    Neinneinein, ich will das nicht essen! Ich mag keine Sülze!
    Ich will wieder Pommes!

  5.   küchenhobel

    Hmmmm, für nen waschechten Bayern gibts nix besseres. Bin begeistert! Und kommt da noch ne Oktoberfest-Schweinshaxe nach??

  6.   the Hurley

    Ich glaub, mein Vadder würde Euch lieben dafür.
    Macht Ihr mir das? Ich probier’s. Aber selbst machen? Nä …

  7.   Daniel

    Das ist überhaupt nicht hardcore sondern sogar fein, wenn man sich denn etwas Mühe gibt. Allerdings muss die Brühe mit etwas Essig gekocht werden und man gibt noch ein klein wenig Zucker hinzu (wie eben bei Pickles)… denn es soll ja schließlich ein klein wenig süß-säuerlich werden. Als Gemüse passt noch dünngeschnittene rote Paprika sehr gut dazu. Ein paar Senfkörner mit in die Brühe und es wird noch pikanter. Anstatt dem Suppenfleisch würde ich kleine Vorderhaxen (in Franken nennt man das „Knöchla“) vom Schwein empfehlen (gibts bei guten Metzgern schon vorgekocht bzw. gedämpft an der Wärmetheke).
    Schmeckt vor allem an heißen Tagen im Sommer sehr gut, da es sehr erfrischend ist. Ich versteh die leute nicht, die immer vor Gelatine so „Angst“ haben, das ist wirklich kindisch 😉 Am Geschmack kanns nicht liegen, denn ungewürzte Gelatine schmeckt einfach nach nichts!

  8.   paula*

    Es liegt am Glibber, nicht am Geschmack. Außerdem hat Sülze ungefähr den Spießigkeitsfaktor von Jägerzaun 🙂

  9.   klaus

    Sülze – der Albtraum meiner Kindheit. Das Zeugs schmeckte immer so säuerlich. Kann mich auch heute noch nicht dazu überwinden, diesen Sülzenkram zu essen – schüttel.

    gruss
    klaus

  10.   Peter

    Tellersülze – hmmm – einfach Klasse
    und ganz einfach zu machen, mit Sülzenpulver von Reiter.

 

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