‹ Alle Einträge

Wenn Nazis den Holocaust super finden

 

Kürzlich habe ich mir einen sehr interessanten Vortrag des Störungsmelder-Autors Andreas Speit über die gegenwärtigen Strategien von NPD und Kameradschaften angehört. Als er während seiner Präsentation Fotos vom Pressefest der NPD-Zeitung „Deutsche Stimme“ zeigte, stockte mir der Atem. Da trug ein glatzköpfiger Jungnazi, der sich gerade mit einer NPD-Frau am Stand des „Ring Nationaler Frauen“ (RNF) unterhielt, ein T-Shirt mit folgender Aufschrift:

„6 Millionen zufriedene Kunden!“.

Ich habe in der Beschäftigung mit diesen Menschenverachtern schon einiges an Hetze gesehen, gehört und gelesen, aber dieses T-Shirt finde ich so unglaublich pervers und widerwärtig, da fällt mir fast nichts mehr zu ein…

Der NPD-Boss Voigt leugnet offensiv den Holocaust, wie hier im Störungsmelder-Blog vor kurzem gepostet – sein Fussvolk leugnet dieses einmalige Verbrechen gar nicht erst, sondern feiert es sogar offen in Form solcher T-Shirts als glorreiche Tat und macht sich über die Millionen Ermordeten noch lustig.

Das einzige, was mir dazu wirklich nur einfällt, ist, dass man diese Menschenfeinde tagtäglich mit allen Mitteln bekämpfen muss und ihnen keinen Millimeter Spielraum lassen darf…

13 Kommentare

  1.   Bongo Otto

    hallo Bongo Otto, wir haben deinen Beitrag gelöscht, weil er gegen die Blogregeln verstoßen hat // Mod., JoWo

  2.   NochEinNickname

    Hatte mal eine Email-Konversation mit so jemanden gehabt, der den Völkermord für „richtig“ befunden hatte.
    Der kam mir echt vor wie jemand, der Teil einer religiösen Sekte war. Der war so drinnen in seinen Weltverschwörungstheorien, Ängsten und Komplexen, Hass, Neid, daß er da so drauf war.
    Einerseits gegen Kindesmißbrauch zu sein, andererseits den Mord und den Mißbrauch von Kindern abfeiern, der damals geschehen ist.
    Irgendwann fand ich ihn nur noch erbärmlich. Jeder der das mitverfolgt hat, war da meiner Meinung.

    Wobei ich denke, daß die damit auch nur provozieren wollen. Die haben wohl nichts anderes im Leben als das…
    Da sollte man nüchtern bleiben und sich nicht provozieren lassen. Menschen die ihre charakterlichen und persönlichen Defizite so zur Schau stellen müssen könnte man im Nazijargon nüchtern als die „wahren Untermenschen“ abtitulieren. Bekämpfen? Blosstellen! Zeigen, was die wirklich sind: Erbärmlich.

    Mit freundlichen Grüßen
    Olli

  3.   Sven

    Tja es ist Wahrlich pervers soetwas zu tun, allerdings hat jeder meinungsfreiheit, in diesem unseren staat. Was willst du dagegen tun es ist nichts neues das Nazis so denken, auch die Verleugnungstaktik dürften sie so langsam selbst nichtmehr glauben. Wenn man sie jagd läuft man gefahr eine art schalter um zu stellen, das würde ihre gemeinschaft fördern und dazu beitragen das es mehr übergriffe auf Civilisten geben wird.
    Man müsste den Nationalsoziealisten vll erstma vor Augen halten in ihren eigenen Reihen reinheit zu erlangen bevor sie versuchen den Staat zu säubern.
    Selbst wenn es eine „Hetzjagd“ geben würde müsste diese Deutschland weit und zum selben Zeitpunkt geschehen um Neugruppierungen zu verhindern.

  4.   Zuchini

    Dieser Spruch ist makaber und total dämmlich! „6 Millionen zufriedener Kunden“ wem fällt den so ein schwachsinn ein? Das macht einfach nur wütend!

  5.   Stefan Albrecht

    Wenn man so etwas liest, möchte man gern etwas dazu sagen, man regt sich auf, man würde Leuten, die mit solchen Sprüchen auf dem T-Shirt rumlaufen am liebsten sagen, daß sie unter aller Sau sind. Aber das würde die Sauen beleidigen. Und deshalb verschlägt es einem erst einmal die Sprache. Dann läuft man Gefahr, sich provozieren zu lassen von einem Spruch, der weniger als gar nichts wert ist, der einfach nur negativ ist.
    Also versuche ich die Sache mit Abstand zu betrachten: ich lehne ich mich kurz zurück und frage mich: Wie unglücklich sind Menschen, die sich an so einem schlechten Spruch erfreuen können? Was ausser Haß haben sie? Welches Maß an Selbstverachtung haben sie erreicht? Und wie dumm sind sie?

  6.   stella

    @ Stefan Albrecht
    Beeindruckend … wie der innere Widerstand von 90% der Deutschen im 3.Reich. Wie da das ganze Bürgertum den Nazipöbel verachtet hat, echt, das hat recht was genützt.

  7.   Peer

    Ich kann nur das dazu sagen. Solche infiltrierten Menschen, die mit ihrem Hass und ihrer verlorenen Würde versuche zu provozieren sollte man überhaupt keine beachtung schenken weil sie Gesellschaftlich einfach indiskutabele Themen ansprechen und so erstaunen auslösen: „Man, als der Liebe Gott intelligenz vergeben hat, hat er den Typen wohl vergessen“. Das ist das ganze problem. Die Leute werden aufmereksam und gucken erst einmal hin und beschäftigen sich vielleicht eine Zeit damit. Irgendwann ist es aber auch wieder vergessen und man spricht darüber nicht mehr. Vielleicht sollte man die Leute die hingucken dann aber wegschauen mal zu verstehen geben was sie falsch machen. Man sollte so etwas nicht tollerieren.

  8.   AN

    hallo AN, wir haben deinen Beitrag gelöscht, da wir hier nicht über historische Fakten diskutieren // Mod., JoWo

  9.   Demokratin

    @Jan, es stört mich ein Satz in Deinem Artikel „mit allen Mitteln bekämpfen“. Mit „allen rechtsstaatlichen Mitteln“ hätte besser beklungen. Das „mit allen Mitteln“ hatten wir schon. Übrigens bezüglich des rechten und linken Lagers.

    Außerdem muß man nicht jeden Mist, den Leute auf Shirts tragen, gleich mit Empörung pushen! Dieser Satz entspringt genau aus dem von Dir genannten Grund. Nämlich, wenn die Fans schon für Leugnung bestraft werden, dann sollen sie wenigstens jubeln dürfen. Jubel ist Anerkennung der Fakten und strafrechtlich unrelevant, aber verletzt doppelt. Da solltest Du Dich lieber über die lächerliche und zweideutige Gesetzgebung in Deutschland beschweren. Wer provizieren möchte, der macht das auch. Wer sich bevormundet fühlt, der provoziert um so mehr. Das ist so klar wie Kloßbrühe. Da hat Deutschland noch viel zu lernen, aber die Politiker scheuen sich vor diesen Themen. Bezüglich der vollkommen offenen Meinungsäußerung zu diesem Thema ist Deutschland ein Hinterbänkler. Provozieren kann man nämlich nur, wenn man ein Tabu bricht. Wenn es kein Tabu gibt, hört die Provokation auf.

    Wer auf Provo-Shrits anspringt, ist meiner Meinung nach umsonst gesprungen.

  10.   ich nu wieder

    …das meinen nazis also, wenn sie von meinungsfreiheit reden: sie würden gerne den holocaust leugnen…

 

Kommentare sind geschlossen.