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„Provokation als Prinzip“ – Ein Buch über die NPD-Landtagsfraktion MV

 

Mit dem Einzug der NPD in den Landtag Mecklenburg-Vorpommern im Herbst 2006 haben sich sowohl die politischen Inhalte als auch der Stil im Parlament grundlegend gewandelt. Mathias Brodkorb und Volker Schlotmann legen als Herausgeber und Autoren mit „Provokation als Prinzip“ die erste umfassende Analyse der Arbeit der NPD-Landtagsfraktion MV vor.

Mathias Brodkorb, Volker Schlotmann: Provokation als Prinzip, 260 Seiten, 80 Fotos, Schwerin 2008

Die Beiträge – unter anderem von Wissenschaftlern und Journalisten – decken ein breites Spektrum ab: Dr. Kai Langer und Arne Lehmann von der Universität Rostock haben zum Beispiel eine Zwischenbilanz der Parlamentsarbeit der NPD in Mecklenburg-Vorpommern gezogen. Der Journalist Toralf Staud beurteilt den Umgang der demokratischen Fraktionen mit der NPD im Schweriner Schloss. Und seine Kollegin Andrea Röpke klärt darüber auf, wie NPD-Aktivisten auch in Mecklenburg-Vorpommern Kinder in der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) zu Neonazis erziehen. Darüber hinaus machen Debattenauszüge aus dem Landtag anschaulich, wie die NPD im Parlament argumentiert.

Das Buch ist ab 21. April 2008 im Buchhandel erhältlich und umfasst 260 Seiten sowie rund 80 Fotos. Blogger, die an einem Rezensionsexemplar interessiert sind, melden sich bitte bei mir.

Und für Eingeweihte: Ja, der Herr Kubitschek kommt auch drin vor – bei dem Titel fast Ehrensache ….. Schließlich hat er jüngst nicht nur zum Thema „Provokation“ veröffentlicht, sondern seinerzeit auch dem heutigen Pressesprecher der NPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern, Andreas Molau, zu eben diesem Thema ein Interview gegeben.

38 Kommentare

  1.   Harki

    Mal nachgefragt: Ist der Titel des Sammelbandes wirklich von Götz Kubitscheks Kaplaken-Bändchen (in dem es ja immerhin um Provokation als Prinzip geht) oder von seinem Titel inspiriert?

    Das darf man wohl unterstellen, es wird vermutlich auch im Vorworte erläutert — und sich darüber aufzuregen, kann man getrost den selbsternannten „Rechten“ überlassen…


  2. @ Harki: Finden Sie es raus. (:-)

  3.   Harki

    Wollen Sie mich provozieren? 😀

  4.   Albert

    „Und für Eingeweihte: Ja, der Herr Kubitschek kommt auch drin vor“

    Herr Brodkorb – seien Sie mal nicht so geheimnisvoll, erzählen Sie mal!

  5.   Marco

    Was hat Kubitschek mit der NPD zu tun?

  6.   Wratzlowsky

    Welchen Grad an Objektivität darf man von dem Buch erwarten?


  7. @ Marco: Geben Sie doch einfach mal bei google „npd kubitschek“ ein. Dann sehen Sie schon. Und: Nein, in dem Buch finden sich keine böswilligen Unterstellungen. Hätten Sie doch wohl auch nicht erwartet – oder?

    @ Wratzlowsky: Das müssen Sie schon selbst beurteilen.

  8.   Marco

    @MB

    Ich kenne Kubitschek persönlich und weiß auch, dass er der „Deutschen Stimme“ ein Interview gegeben hat. Ebenso weiß ich aber, dass er der völkisch-sozialistischen Ideologie, die von der Mehrheit der NPD-Mitglieder vertreten wird, sehr kritisch gegenüber steht. Und ich weiß auch, dass Götz Kubitschek das Spiel der hegemonialen freiheitsfeindlichen Linken nicht mitspielt, das aus Kontaktverboten und sozialer Exekution auf Grund Nichteinhaltens dieser Verbote besteht.

    Sie selbst kritisieren ja in Ihrer Rezension zu Krautkrämers SPD/Linksextremismus-Studie die Methodik der Verdächtigung bzw. Diffamierung auf Grund von „Kontakten“, wie sie auch im Gegenpart dazu, in Brauns und Vogts Anti-JF-Buch und bei den zahlreichen „antifaschistischen“ Initiativen, Organisationen und Publikationen praktiziert wird.

    Auch ich kritisiere diese Art des Umgangs. Was heißt es schon, wenn ein Konservativer z.B. bei der NPD referiert? Allein seine Anwesenheit, seine „Kontakte“ werden ihm zum Strick gedreht. Was er dort konkret gesagt hat, bleibt meist völlig unberücksichtigt. Hat er die NPD gelobt oder kritisiert, hat er sich zu ihrer Ideologie bekannt oder die Unterschiede im Vergleich zur eigenen dargestellt? Um diese Fragen müsste es dem fairen politischen Gegner einzig gehen, dem Vernichtungswilligen, der im politischen Gegner nur den Feind sieht, den es (zumindest gesellschaftlich) zerstören gilt, sind diese Fragen natürlich egal.


  9. @ Marco:

    Sie fragten, was Kubitschek mit der NPD zu tun habe. Die Antwort haben Sie dann selbst gegeben. Aus meinem Hinweis, dass böswillige Unterstellungen (auch in diesem Buch) nicht meine Sache sind, können Sie in Verbindung mit meiner Rezension alles Nötige selbst schlussfolgern. Also bitte keine umgekehrten Unterstellungen, bevor Sie den Text, um den es geht, ggf. selbst gelesen haben.

    Sie schreiben:
    „Was heißt es schon, wenn ein Konservativer z.B. bei der NPD referiert? Allein seine Anwesenheit, seine “Kontakte” werden ihm zum Strick gedreht.“

    Ich glaube nicht, dass Kubitschek bei der NPD referieren würde. Sie etwa? Vielleicht sollten Sie mit Ihren Äußerungen etwas vorsichtiger sein. Sie hauen ihn hier durch so etwas mehr in die Pfanne als ich. Man könnte angesichts Ihrer Äußerungen – zumal Sie vorgeben, ihn zu kennen – ja fast den Eindruck gewinnen, dass Kubitschek bei der NPD ein- und ausginge. Und genau das glaube ich angesichts seiner Texte nicht. Schon komisch, dass ausgerechnet ich hier so etwas anmerken muss….

    Und damit Sie sich nicht weiter aufregen: Seinen ersten „Kontakt“ hatte der Herr Brodkorb – textlich und bildlich öffentlich belegt – mit Funktionären der NPD Ende der 1990er Jahre in Mecklenburg-Vorpommern. Da tauchte seinerzeit Ronny Grubert, NPD-Landesvorsitzender MV, auf einem SPD-Parteitag auf und wollte diskutieren. Und das habe ich glatt gemacht. Diesem Gespräch „verdanke“ ich übrigens meinen Einstieg in das Problemfeld „Rechtsextremismus“. Zuvor interessierte ich mich dafür nicht die Bohne. Und: Ja, er lebt noch, der Herr Brodkorb. Was aus Grubert geworden ist, weiß ich nicht. Der hatte damals ein riesen Ding am Start. Der NPD-Landesverband MV suchte seinerzeit Kontakte zu Nordkorea. Angeblich soll er auch als V-Mann enttarnt worden sein. Eine irre Geschichte…

  10.   Albert

    @ Brodkorb

    „Geben Sie doch einfach mal bei google “npd kubitschek” ein. Dann sehen Sie schon.“

    Habe ich gemacht, und fand nur den üblichen Blödsinn und das Interview. War es das?

    Wenn Sie sich auf dieses Interview oder irgendwelche anderen „Kontakte“ und „Querverbindungen“ beziehen, wäre ich schon arg enttäuscht von Ihnen. In diesem Fall könnte man sich das Buch klemmen – es wäre wohl das übliche Scharnier-Blabla. Derlei Krempel habe ich schon 150 mal gelesen und bin pöhse, pöhse gelangweilt.

    Wenn nicht das Interview, was ist es denn dann, „was wir schon sehen werden“?

    Übrigens, mir fällt auf, daß sich die (ernstzunehmende) Linke immer nur in Buhbuh-NPD-Sprüchen ergeht anstatt einmal diskutierenswerte, utopie-freie Argumente für/gegen/über die NPD zu bringen. Wäre das nicht mal eine nette Aufgabe für Sie?

    Und wenn Sie das nicht ausfüllt, würde ich mich doch mal über ein paar nette inhaltliche Thesen zu/gegen/über das IfS, Sezession und JF freuen. Da habe ich bisher auch noch nicht viel Futter von Ihnen bekommen.

 

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