Wir müssen reden. Über Nazis.

Chaos in Hamburg – Autonome Nationalisten verprügeln Polizisten und Journalisten

Von 1. Mai 2008 um 15:42 Uhr

Der 1. Mai sollte bundesweit der große Kampftag der nationalen Bewegung werden. Während die Bundes-NPD in Nürnberg zu ihrer zentralen Demonstration aufrief, wollte die Hamburger NPD gemeinsam mit freien Kräften unter dem Motto “Hamburg steht auf” demonstrieren. Herausgekommen sind jedoch die Hamburger Chaostage.

Zur Stunde, also gegen 16.00 Uhr, marschieren etwa 700-900 Demonstranten der rechtsextremen Szene durch Hamburg. Zuvor war es am S-Bahnhof “Alte Wöhr” nach Augenzeugenberichten zu Schlägereien und Rangeleien zwischen autonomen Nationalisten und der Polizei gekommen. Außerdem wurde ein Kamerateam des NDR nach einem Interview mit Christian Worch abgedrängt und getreten. Unter den Journalisten befand sich auch Patrick Gensing. Er sprach von einer “neuen Qualität” der offenen Gewaltbereitschaft der rechtsextremen Szene auch auf Demonstrationen. “Das zeigt, wie stark die gewaltbereiten autonomen Nationalisten inzwischen sind.”, so Gensing. Auch wurde ein Fotograf von Recherche Nord gezielt attackiert und brutal zusammen geschlagen. Neben Worch nehmen an der Demonstration Jürgen Rieger, Thomas Wulff sowie Dieter Riefling teil. Ursprünglich sollte die Demonstration bereits um 12.00 Uhr starten, jedoch führten Gleisblockaden zu Verzögerungen.

Unter den etwa 700-900 rechtsextremen Demonstraten befinden sich schätzungweise 300-500 autonome Nationalisten. Nach mehreren Auseinandersetzungen ließ die Polizei, von der Lage völlig überfordert, den Nazi-Zug offenbar ohne nennenswerten Schutz losmarschieren. Autonome Nationalisten brechen weiterhin regelmäßig aus dem Demonstrationszug aus und verprügeln vor allem Journalisten. Im ganzen Stadtteil werden außerdem immer wieder Brände registriert. Beobachter der Veranstaltung sprechen davon, dass sich die Nazis an der Gewalt regelrecht berauschen würden und eine “euphorische Stimmung” herrsche.

An der Gegendemonstration nehmen nach Angaben der Polizei etwa 8.000 Menschen teil. Auch von Seiten linker Autonomer kam es zu erheblichen Gewaltakten. So wurden bspw. Gegenstände in die Nazi-Demonstration geworfen, Barrikaden errichtet, Autos angezündet und nach Augenzeugenberichten Reisebusse durch Steinwürfe entglast. Die Busfahrer fuhren daraufhin mit ihren Fahrzeugen ab. Bisher ist die Abreise der rechtsextremen Demonstranten aus Hamburg ungeklärt.

michael-schaefer
weitere Informationen: http://www.endstation-rechts.de

Kategorien: Bayern, bundesweit, Hamburg
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Hallo naja, wir möchten hier keine Gewaltverherrlichung veröffentlichen. Lies dir nochmal die Blogregeln durch. // Mod. JT

    Antworten

    • 1. Mai 2008 um 16:37 Uhr
    • naja
  2. 2.

    Hallo!

    Hier stellt sich mir die Frage, warum bei solch massivem Widerstand tausender Menschen die Polizei den Naziaufmarsch nicht zu einem frühen Zeitpunkt abgebrochen hat, was nach massenhaften Straftaten (unter anderem mehrfach Steinwürfe aus der Nazidemo heraus, Angriffe auf die Polizei, GegendemonstrantInnen, JournalistInnen…) rechtlich möglich gewesen wäre, mit dem Argument, dass die öffentliche Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann, was definitiv der Fall war.
    Hier muss der politische Wille vorhanden gewesen sein, die Nazis um jeden Preis laufen zu lassen.
    Wie soll man sich das sonst erklären?

    Antworten

    • 1. Mai 2008 um 16:48 Uhr
    • Arne
  3. 3.

    Hallo Fred, bitte keine Aufrufe zur Gewalt. Lies dir nochmal unsere Blogregeln durch // Mod.JT

    Antworten

    • 1. Mai 2008 um 16:49 Uhr
    • fred
  4. 4.

    Sach mal guter Brodkorb. Bist Du nicht immer für ne differenzierte Betrachtungsweise? Wie kommts dann, daß du NPD und ANler als “rechte Szene” und “rechte Demonstranten” bezeichnest? Sind die nicht rechtsextrem? Oder ist bei Dir auf einmal rechts und rechtsextrem das gleiche? Und überhaupt: Was ist das dann für ein Artikel. Da schreibst Du, daß im ganzen Stadtteil Brände registriert werden, verschweigst aber, wer sie gelegt hat. Nämlich nicht “die Rechten” sondern die liebe Antifa. Und dann faselst Du, die Nazis würden sich an der Gewalt berauschen. Gewalttätig sind vor allem die Steine schmeißenden und Polizeiautos anzündenden Linksextremisten. Wer so die Wahrheit verzerrt, braucht sich nicht wundern, daß er dann bei “rechten” Demos nicht gerade liebevoll empfangen wird. Aber für seriösen Journalismus brauchts halt doch n bißchen mehr als ein LT-Mandat.

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    • 1. Mai 2008 um 17:32 Uhr
    • Ich
  5. 5.

    Hallo Oliver Hürten, dein Beitrag wurde gelöscht, weil er Off- Topic war. Das Thema ist hier nicht Antifa- Demonstrationen im allgemeinen.// Mod. JT

    Antworten

    • 1. Mai 2008 um 17:38 Uhr
    • Oliver Hürten
  6. 6.

    Warum erwähnen sie nicht, dass sich auch linke Autonome massive Straßenschlachten mit der Polizei geliefert haben. Vor allem in Hamburg gab es massive Ausschreitungen von Seiten linker Demonstranten. Die linken Gegendemonstranten zündeten Autos an und errichteten Barrikaden. Steine flogen, Müllcontainer wurden in Brand gesteckt, Rauchbomben und Knallkörper gezündet.

    Gewaltsame Demonstrationen, egal ob von links oder rechts, gehören massiv von der Polizei bekämpft.

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    • 1. Mai 2008 um 17:59 Uhr
    • Vincent
  7. 7.

    @ Ich: Na, wo Sie recht haben, haben Sie recht, natürlich mit dem “rechtsextrem”.

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  8. 8.

    @ Vincent: Sorry, kann ich nicht lesen oder Sie? Schon den letzten Absatz registriert?

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  9. Kommentar zum Thema

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