1. Mai 2008
Chaos in Hamburg - Autonome Nationalisten verprügeln Polizisten und Journalisten
Der 1. Mai sollte bundesweit der große Kampftag der nationalen Bewegung werden. Während die Bundes-NPD in Nürnberg zu ihrer zentralen Demonstration aufrief, wollte die Hamburger NPD gemeinsam mit freien Kräften unter dem Motto “Hamburg steht auf” demonstrieren. Herausgekommen sind jedoch die Hamburger Chaostage.
Zur Stunde, also gegen 16.00 Uhr, marschieren etwa 700-900 Demonstranten der rechtsextremen Szene durch Hamburg. Zuvor war es am S-Bahnhof “Alte Wöhr” nach Augenzeugenberichten zu Schlägereien und Rangeleien zwischen autonomen Nationalisten und der Polizei gekommen. Außerdem wurde ein Kamerateam des NDR nach einem Interview mit Christian Worch abgedrängt und getreten. Unter den Journalisten befand sich auch Patrick Gensing. Er sprach von einer “neuen Qualität” der offenen Gewaltbereitschaft der rechtsextremen Szene auch auf Demonstrationen. “Das zeigt, wie stark die gewaltbereiten autonomen Nationalisten inzwischen sind.”, so Gensing. Auch wurde ein Fotograf von Recherche Nord gezielt attackiert und brutal zusammen geschlagen. Neben Worch nehmen an der Demonstration Jürgen Rieger, Thomas Wulff sowie Dieter Riefling teil. Ursprünglich sollte die Demonstration bereits um 12.00 Uhr starten, jedoch führten Gleisblockaden zu Verzögerungen.
Unter den etwa 700-900 rechtsextremen Demonstraten befinden sich schätzungweise 300-500 autonome Nationalisten. Nach mehreren Auseinandersetzungen ließ die Polizei, von der Lage völlig überfordert, den Nazi-Zug offenbar ohne nennenswerten Schutz losmarschieren. Autonome Nationalisten brechen weiterhin regelmäßig aus dem Demonstrationszug aus und verprügeln vor allem Journalisten. Im ganzen Stadtteil werden außerdem immer wieder Brände registriert. Beobachter der Veranstaltung sprechen davon, dass sich die Nazis an der Gewalt regelrecht berauschen würden und eine “euphorische Stimmung” herrsche.
An der Gegendemonstration nehmen nach Angaben der Polizei etwa 8.000 Menschen teil. Auch von Seiten linker Autonomer kam es zu erheblichen Gewaltakten. So wurden bspw. Gegenstände in die Nazi-Demonstration geworfen, Barrikaden errichtet, Autos angezündet und nach Augenzeugenberichten Reisebusse durch Steinwürfe entglast. Die Busfahrer fuhren daraufhin mit ihren Fahrzeugen ab. Bisher ist die Abreise der rechtsextremen Demonstranten aus Hamburg ungeklärt.

weitere Informationen: http://www.endstation-rechts.de






Hallo naja, wir möchten hier keine Gewaltverherrlichung veröffentlichen. Lies dir nochmal die Blogregeln durch. // Mod. JT
Kommentar von naja — 1. Mai 2008 @ 16:37
Hallo!
Hier stellt sich mir die Frage, warum bei solch massivem Widerstand tausender Menschen die Polizei den Naziaufmarsch nicht zu einem frühen Zeitpunkt abgebrochen hat, was nach massenhaften Straftaten (unter anderem mehrfach Steinwürfe aus der Nazidemo heraus, Angriffe auf die Polizei, GegendemonstrantInnen, JournalistInnen…) rechtlich möglich gewesen wäre, mit dem Argument, dass die öffentliche Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann, was definitiv der Fall war.
Hier muss der politische Wille vorhanden gewesen sein, die Nazis um jeden Preis laufen zu lassen.
Wie soll man sich das sonst erklären?
Kommentar von Arne — 1. Mai 2008 @ 16:48
Hallo Fred, bitte keine Aufrufe zur Gewalt. Lies dir nochmal unsere Blogregeln durch // Mod.JT
Kommentar von fred — 1. Mai 2008 @ 16:49
Sach mal guter Brodkorb. Bist Du nicht immer für ne differenzierte Betrachtungsweise? Wie kommts dann, daß du NPD und ANler als “rechte Szene” und “rechte Demonstranten” bezeichnest? Sind die nicht rechtsextrem? Oder ist bei Dir auf einmal rechts und rechtsextrem das gleiche? Und überhaupt: Was ist das dann für ein Artikel. Da schreibst Du, daß im ganzen Stadtteil Brände registriert werden, verschweigst aber, wer sie gelegt hat. Nämlich nicht “die Rechten” sondern die liebe Antifa. Und dann faselst Du, die Nazis würden sich an der Gewalt berauschen. Gewalttätig sind vor allem die Steine schmeißenden und Polizeiautos anzündenden Linksextremisten. Wer so die Wahrheit verzerrt, braucht sich nicht wundern, daß er dann bei “rechten” Demos nicht gerade liebevoll empfangen wird. Aber für seriösen Journalismus brauchts halt doch n bißchen mehr als ein LT-Mandat.
Kommentar von Ich — 1. Mai 2008 @ 17:32
Hallo Oliver Hürten, dein Beitrag wurde gelöscht, weil er Off- Topic war. Das Thema ist hier nicht Antifa- Demonstrationen im allgemeinen.// Mod. JT
Kommentar von Oliver Hürten — 1. Mai 2008 @ 17:38
Warum erwähnen sie nicht, dass sich auch linke Autonome massive Straßenschlachten mit der Polizei geliefert haben. Vor allem in Hamburg gab es massive Ausschreitungen von Seiten linker Demonstranten. Die linken Gegendemonstranten zündeten Autos an und errichteten Barrikaden. Steine flogen, Müllcontainer wurden in Brand gesteckt, Rauchbomben und Knallkörper gezündet.
Gewaltsame Demonstrationen, egal ob von links oder rechts, gehören massiv von der Polizei bekämpft.
Kommentar von Vincent — 1. Mai 2008 @ 17:59
@ Ich: Na, wo Sie recht haben, haben Sie recht, natürlich mit dem “rechtsextrem”.
Kommentar von Mathias Brodkorb — 1. Mai 2008 @ 18:02
@ Vincent: Sorry, kann ich nicht lesen oder Sie? Schon den letzten Absatz registriert?
Kommentar von Mathias Brodkorb — 1. Mai 2008 @ 18:06
Fein, Fein. Geht doch! Bis auf die “700 rechten Demonstraten” ist der Beitrag doch jetzt wesentlich objektiver und damit auch informativer. Als Dank und Anerkennung biet ich Dir jetzt das Sie an.
Kommentar von Ich — 1. Mai 2008 @ 18:12
@Vincent:
Von der Polizei werden auch beide Extrema bekämpft. Nur die Politik hat da so die Probleme sich gegen beide Seite auszusprechen, ohne Rechtfertigungen für linksradikale Gewalt zu suchen.
Kommentar von Christoph — 1. Mai 2008 @ 18:16
In Nürnberg ging es ungefähr 4.000:400 aus.
Wir Antifaschisten sind einfach viel, viel mehr als die Braunen.
No pasaran.
Kommentar von ElRayo — 1. Mai 2008 @ 18:22
[...] Steine auf Beamte (n24 + video), Zehntausende bei Demos gegen NPD-Aufmärsche (die welt), Chaos in Hamburg - Autonome Nationalisten verprügeln Polizisten und Journalisten (blog [...]
Pingback von aftershow :: Update: 1. Mai Hamburg — 1. Mai 2008 @ 18:28
Die heftigen Straßenschlachten mit der Polizei gingen von linken “Autonomen” aus. Sie berichten aber auf linker Seite in erster Linie über Sachschäden, während Rechtsextreme dagegen Polizei, Journalisten und Fotografen attackieren. Dieses Bild ist unvollständig und ich finde deswegen Ihren Bericht etwas unseriös.
Ich weiß, bei Ihnen geht es um Neonazis. Das darf aber nicht bedeuten, dass Gewalt von Links toleriert oder ignoriert wird.
Kommentar von Vincent — 1. Mai 2008 @ 18:32
Ein weiterer Bericht mit Fotos:
http://npd-blog.info/?p=1665
Kommentar von Patrick Gensing — 1. Mai 2008 @ 18:49
@ Patrick Gensing: Sehr geehrter Herr Gensing, nun möchte ich ja nicht angeben (na gut, ein bisschen vielleicht), aber DAS sind Fotos von der Demo.
Kommentar von Mathias Brodkorb — 1. Mai 2008 @ 19:01
Das Journalisten (überhaupt Menschen) angegriffen worden sind, diskreditiert diesen sog. “Nationalen Widerstand”. Der zeigt somit die gleiche Attitüde wie damals seine braunen Vorgänger. Sowas kann nicht gut für eine Nation sein. Immerhin haben die mal ihr wahres Gesicht gezeigt. Hoffe die angegriffenen Personen sind glimpflich bei weg gekommen.
Das die Rechtsradikalen diese Gewalt, welche durch Linksradikale verübt worden ist, provoziert haben mit ihrer Anwesenheit, sollte einem nicht verwundern. Schlimm genug, dass gegenüber solchen braunen Deppen keine Besonnenheit vorherrscht und da kreativer gezeigt wird, das man diese nicht haben oder sehen möchte.
Aber ich denke mal, dass ist auch die Taktik. Hauptsache eskalieren wollen. Man veranstaltet eine Demo und weiß vorher, was da die Gegenseite veranstalten wird und geht voll auf Kontra und provoziert wo es nur geht, nur um sich danach hinzustellen und zu behaupten: Wir waren doch die Netten und Harmlosen. Da sollten sich einige Gegendemonstranten mal Gedanken drüber machen, warum sie darauf immer wieder reinfallen.
Aber wenn diese “nationalen Autonomen” wirklich sich solche Gewaltexzesse leisten, dann dürfte das für einige Kader insofern ein Problem bereiten, welche versuchen, sich in der bürgerlichen Mitte etablieren zu wollen. Das ist kontraproduktiv.
Der Staat sollte nun auch begreifen, dass diese rechtradikale Szene nicht “ohne” ist, nach solchen Ausschreitungen, wenn sie so abgelaufen sind.
Warum die Polizei aber so “überfordert” war (so wie es da steht), kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die müssen doch im Vorfeld mitbekommen haben, was da sie zukommen wird oder etwa nicht?
Mit freundlichen Grüßen
Olli
Kommentar von NochEinNickname — 1. Mai 2008 @ 19:06
Hallo Schakal, wir haben deinen Beitrag gelöscht, weil er gegen die Blogregeln verstoßen hat. Wir veröffentlichen hier keine Beleidigungen und wollen Rechten kein Forum bieten. // Mod. JT
Kommentar von Schakal — 1. Mai 2008 @ 19:09
schöner artikel, und erst die nazikommentare.
vielleicht hätten Sie noch sagen können, dass die polizei komplet planlos wirkt.
so wurde beispielsweise versucht mit einem Wasserwerfer brennende Papiersammelbehälter zu löschen was natürlich fehlschlug.
Wieso wird hier so ernsthaft auf Kommentare, offensichtlich Rechts(extremer) [Nazis] reagiert?
Kommentar von dein geheimer name — 1. Mai 2008 @ 19:19
Übrigens zur Klarstellung - da bei Altermedia ja schon gefeixt wird, ich hätte “Kloppe” bezogen: Mir ist überhaupt nichts passiert. Dennoch waren wir erstaunt, dass Journalisten attackiert werden, obwohl Worch dem Interview zugestimmt hatte.
Grüße
Patrick Gensing
Kommentar von Patrick Gensing — 1. Mai 2008 @ 19:27
Danke für die Infos, auch an Patrick Gensing - und auch für den Link.
Hab nebenbei auch den bericht auf der “Zeit”:
und auf Spiegel-Online gelesen:
und mir persönlich kam es so vor beim lesen der berichte, dass der Großteil der gewalt - gerade auch gegen die Polizei von Linksradikalen ausging und nicht von den Rechtsradikalen - auch was so Brände legen und Bussen die Scheibe einschlagen bis hin zu Körperverletzungen von Polizisten beim Versuch die (Trenn-)Absperrungen mit Gewalt zu überwinden.
Es ist gut und richtig gegen die Nazis gegendemonstrationen zu veranstalten - aber die existenz von Nazis dazu zu missbrauchen anderen menschen ihr hab und gut einschließlich ihrer gesundheit zu zerstören kann ich persönlich nur auf schärfste Ablehnen. Zudem ist das in meinen Augen die allerbeste Methode Leute den Rechtsradikalen gewogen zu machen.
Kommentar von Zagreus — 1. Mai 2008 @ 19:42
ich weiß nicht, irgendwie finde ich verprügelte journalisten schlimmer als entglaste busse. von schlachten mit der polizei mal abgesehen.
Kommentar von Johannes Wedekamp — 1. Mai 2008 @ 21:04
Hallo Er, wir haben deinen Beitrag gelöscht, weil er gegen die Blogregeln verstoßen hat.// Mod. JT
Kommentar von ER — 1. Mai 2008 @ 21:56
Und? Was ist so sensationell an der Meldung?
Ihr Seltenheitscharakter vermutlich.
Die Regel ist ja wohl, daß linke (ich finde es müßig und umständlich, nun auch noch “linksextreme” auszuschreiben) Demonstranten sich solche Schlachten mit Polizisten weitaus häufiger leisten. Als Berlin-Kreuzberger kann ich das wohl bezeugen.
Ebenso habe ich mehrfach von unpolitischen und unbelasten Menschen aus Dresden und anderen Oststädten berichtet bekommen, daß im Falle zB einer (in der Regel friedlich verlaufenden) NPD-Demo Sach- und Körperschäden sowie Übergriffe gegen die Polizei meistens von den linken Gegendemonstranten verursacht werden, die ihre Courage auch noch dadurch unter Beweis stellen, daß sie gewöhnlich in xfacher Überzahl aufmarschieren.
Kommentar von Pannonicus — 1. Mai 2008 @ 23:27
Wie MB ja schreibt, 700-900 gegen 8000, das wäre sogar die zehnfache Zahl.
Kommentar von Pannonicus — 1. Mai 2008 @ 23:29
Für mehr Kritik im Handgemenge!
Kommentar von toben — 2. Mai 2008 @ 00:25
@Brodkorb: Ja, die sind gut, das stimmt :)
Kommentar von Patrick Gensing — 2. Mai 2008 @ 06:28
Wenn wir schon über den ersten Mai un den Kampf gegen “rechts” schreiben: Nicht nur Hamburg, es wurde ja wieder mal auch in Städten wie Berlin massiv und gewalttätig gegen “rechts” gekämpft wo gar keine “Rechten” aufmarschiert waren. Die Autonomen, die dort prügelten, sind zwar keine Nationalisten aber trotzdem genau so gewaltberauschtes (…).
Dass das schon jahrelang so geht, macht die Sache nicht besser.
Hallo Paule, bitte keine Diffamierungen. // Mod. JT
Kommentar von paule — 2. Mai 2008 @ 08:43
Es ist schon traurig, wie es der unvermeidliche Chaotenhaufen geschafft hat, das Anliegen der erfreulich großen antifaschistsichen Gegendemonstration zu beschädigen. Leute, eure idiotische Gewalt schadet allen, die sich ernstahft gegen Rechtsextreme und ihre Ideologien engagieren.
Kommentar von Apeiron — 2. Mai 2008 @ 10:19
Zu #23
So wie es Antisemitismus ohne Juden gibt, gibt es eben auch Antifaschismus ohne Faschisten. Beide “Anti’s” brauchen halt Projektionsflächen für ihren angeblich so edelmütigen Kampf für das Gute.
—
Neben den üblichen linksextremen Krawallen und den rechtsextremen Hetzreden ist das eigentlich bemerkenswerte die sich verändernde Haltung eines Teils der rechtsextremen Szene. Langsam aber sicher nähern sie sich der vollständigen Adaption linker Protest- und Demonstrationsstrategien an. Konnte man bisher solche Ereignisse grob darunter fassen, daß Neo-Nazis friedlich und ordentlich für das Falsche auf die Straße gingen und Linke mit darauf mit Gewaltexzessen reagierten, so ist nach dem Kopieren der Kleidung (Schwarze Kapuzenpullis, Pali-schal), der Sprüche (Gegen Globalisierung, Kapitalismus), des Layouts der Transparente und Netzseiten, der Bezeichnung “Autonome”, nun wohl der nächste Schritt “fällig”: Die Anwendung von Gewalt. Die gefühlte Ohnmacht bricht sich Bahn und man kan nur hoffen, daß die repressive und undifferenzierte Anti-Rechts-Haltung von Staat, Medien, steuerfinanzierten Gruppen und Antifa nicht irgenwann einmal zur Expolosion führt, denn der allerletzte Schritt dieses linken Vorbildes der “Autonamen Nationalisten” war die RAF….
@Gensing
Daher hat Brodkorb auch recht, der Abzug von V-Leuten - so sehr mir das als libertär geprägtem Konservativen auch eigentlich zuwider ist - wäre kontraproduktiv.
Und zu Ihrer Verwunderung über die Gewalt gegen Journalisten: Was erwarten Sie, Sie sind Establishment. Natürlich werden sich die Ausgeschlossenen und Ausgegrenzten eines Tages (z.B. gestern) dagegen wehren und aufbegehren. So ist der Lauf der Welt. Es war doch Ihre Seite die damit begonnen hat “Autoritäten in Frage zustellen”, die Polizisten “Bullen” nannte, die vom “Schweinesystem” sprach. Nun plötzlich rufen Sie nach Repression und Verbot. Tja, Herr Gensing, hätte Ihre Seite nicht versucht alles abzuräumen, was Konservative und Klassisch-Liberale bis 68 aufgebaut haben, es wäre Ihnen manches erspart geblieben, auch die Ohrfeigen die sie möglicherweise noch von ein paar Neo-Nazi-Idioten kassieren werden.
Kommentar von Gram — 2. Mai 2008 @ 10:44
Es ist doch gut, dass Patric Gensing nicht verletzt, ja noch nicht einmal angegriffen wurde. Zuerst wurde ja anderes geschrieben.
Wichtig erscheint mir aber vor allem, dass diese linksradikalen Randalierer ausgegrenzt werden, die berechtigten Protest immer weider kriminalisieren.
Diese Typen führen sich so auf, wie man das nicht von Demokraten erwarten sollte.
Kommentar von Charly — 2. Mai 2008 @ 11:00
es war ja irgendwie absehbar: jetzt stürzen sich wieder alle auf die randale, die es am rande des nazi-aufmarsches in hamburg gegeben hat. deswegen sei hier noch einmal gesagt:
1.) es hat in hh eine riesige friedliche gegendemo gegeben, die aus mindestens 7000 menschen bestand. die nazis waren höchsten 1000. das allein ist schon ein riesen erfolg. aber es geht noch weiter:
2.) an diesem 1. mai war in barmbek nicht nur die gegendemo unterwegs- überall im stadtteil zeigten anwohner ihren protest gegen die npd-demo mit transparenten, schildern und plakaten. auch das ist ein großer erfolg. und weiter:
3.) der nazi-aufmarsch wurde unter anderem durch die gegendemo erfolgreich blockiert und verzögert. die npd-demo konnte erst nach langer verzögerung losziehen und mußte ihre route ändern. wieder ein erfolg. und das war noch nicht alles:
4.) schon zwei tage vor dem 1. mai gab es in barmbek ein kostenloses konzert unter anderem mit samy deluxe, jan delay und deichkind zu dem sehr viele menschen gekommen sind. die stimmung war großartig und extrem friedlich. noch ein erfolg.
wollte ja nur mal angemerkt haben
euer ich nu wieder
Kommentar von ich nu wieder — 2. Mai 2008 @ 11:52
Bericht zum Thema: hier
Offenbar gab es noch einige Übergriffe auf Journalisten. Zudem ist bei Bild.de in einem Video zu sehen, wie Neonazis aus der Demonstration ausbrechen, um Gegendemonstranten anzugreifen.
Kommentar von Patrick Gensing — 2. Mai 2008 @ 12:51
…und noch ein recht interessanter und treffender bericht über die ereignisse am 1. mai:
Kommentar von ich nu wieder — 2. Mai 2008 @ 13:23
Ich möchte auch nochmal betonen, dass die friedliche Gegendemo ein großer Erfolg (neben so vielem Anderen) war.
Die Polizei verfolgte eine so starke Vermeidungstaktik, dass man laut werden musste, damit der Protest bei den Nazis überhaupt ankam. Das rechtfertigt keine Randale, zeigt aber vielleicht auf, warum es soweit kam. Man hatte zunächst nicht das Gefüh laut genug sein können, deshalb suchte man sich Nebenstraßen in denen man besser gehört wird. Sinn und Zweck war es, schon bei der Demonstration zu zeigen, dass der Widerstand gegen Rechts groß ist, sogar zehnmal größer und dass man icht erst in der Tagesschau von zwei parallel verlaufenden Demonstrationen erfährt sondern die Nazis schon während ihrers Aufmaschres gezeigt bekommt, dass sie nicht erwünscht sind.
Kommentar von merjem — 2. Mai 2008 @ 13:31
Hallo Steuerzahler, wir haben deinen Beitrag gelöscht, weil er off-topic war. Wir sind hier an einer Diskussion über Rechtsextremismus interessiert. // Mod. JT
Kommentar von Steuerzahler — 2. Mai 2008 @ 14:05
Am besten gefiel mir auf dem linken “liveticker” zur Hamburger Demo
http://twitter.com/fsk
der folgende Eintrag (gegen 17 Uhr):
> Nazis werfen Steine zurück, Cops greifen nicht ein
Ich würde sagen: Klarer Fall von “Deutsche Polizisten, schützen die Faschisten” :)))
Kommentar von Alfons — 2. Mai 2008 @ 15:55
krass: spiegel-online zitiert den hamburger einsatzleiter in zusammenhang mit den auseinandersetzungten zwischen rechten und linken unter anderem mit dem satz “Wenn sich die Polizei nicht dazwischengeworfen hätte, dann hätte es Tote gegeben”. hier der ganze artikel:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,551088,00.html
Kommentar von ich nu wieder — 2. Mai 2008 @ 16:18
Ich würde schreiben, klarer Fall von Verleumdung.
Das darfst Du anderswo wiederholen.
Kommentar von Steuerzahler — 2. Mai 2008 @ 16:34
Ach, der Spiegel, sonst eher weniger kämpferisch in letzter Zeit.
Man sucht sich eben immer die Quelle aus, welche in das eigene Weltbild passt.
Wie langweilig.
Kommentar von Steuerzahler — 2. Mai 2008 @ 17:02
Hier ein paar Videos und jedemenge Fotos, die ich gemacht habe: http://de.youtube.com/user/tiffmasterundich http://www.flickr.com/photos/26213035@N03/ Gruss
Kommentar von mibu — 2. Mai 2008 @ 17:09
“3.) der nazi-aufmarsch wurde unter anderem durch die gegendemo erfolgreich blockiert und verzögert. die npd-demo konnte erst nach langer verzögerung losziehen und mußte ihre route ändern. wieder ein erfolg. und das war noch nicht alles:”
Nein, Nu, das ist kein Erfolg, das ist bruch der rechtsstaatlichkeit und der beginn eines faschismus, der sich nicht wesentlich von dem der neonazis unterscheidet.
Deine anderen drei punkte sind ein erfolg und richtig - dieser nicht.
Die NPD & Co. haben das Recht per gesetz eine Demonastration durchzuführen, sofern es genehmigt wurde - was man ihr prinzipiell nicht verbieten kann, solange sie als politische partei nicht verboten ist.
Bestreitest du dieses Recht, dann kann mit der selben Argumentation und demselben Rechtsverständnis auch dein Recht bzw. jeder anderen Partei auf die Durchführung einer Demonstration verweigert werden.
Das ist eine prinzipielle Sache und hier wird dezitiert eines der Grundrechte unserer Demokratie Bürgern - denn das sind leider die Nazis auch - verweigert.
Kommentar von Zagreus — 2. Mai 2008 @ 17:53
Hallo Schnauz, wir haben deinen Beitrag gelöscht, weil er gegen die Blogregeln verstoßen hat. Bite keine Beleidigungen!. // Mod. JT
Kommentar von Schnauz — 2. Mai 2008 @ 21:37
[...] Störungsmelder: “Chaos in Hamburg - Autonome Nationalisten verprügeln Polizisten und Journalisten” [...]
Pingback von zeitrafferin » Julia Seeliger » Die Gewaltfrage: Debatten aus Hamburg — 3. Mai 2008 @ 06:21
@ Gram
Ihren Beitrag unterschreib ich der Einfachheit halber mal im Ganzen.
Kommentar von Peter — 3. Mai 2008 @ 08:34
Die moderne Medienkultur mit ihren Gewalt- und Psychosedarstellungen bringt doch genau diese Klientel heraus, die sich als entwurzelte Masse in Szenen zusammenschließt. Wenn dann finanzielle Nutznießer obszön-provokativer Nachrichtenbilder von den Objekten ihrer Begierde gewalttätig behandelt werden, so ist das zu verurteilen, aber es verwundert sicherlich niemanden. Sensationsjournalismus birgt eben auch Gefahren.
Kommentar von Joe Narlist — 5. Mai 2008 @ 08:23
Es ist ja immer recht leicht über das Kriterium der “Gewalt” links und rechts gleichzusetzen.
Fakt ist, dass durch den entschlossenen Einsatz von linksradikaler Seite die Nazis nach nur kurzer Strecke abbrechen musste, weil ihre Sicherheit nicht mehr von der Polizei gewährleistet werden konnte.
Von den 6 Autos, die in Brand gesteckt wurden, waren 4 eindeutig den Nazis zuzuordnen. Linksautonome wieder als unpolitische Krawallmacher abzutun, zeigt wieder die Doppeldeutigkeit des deutschen Antifaschismus.
Jeder Aufmarsch, der durch die deutsche Justiz genehmigt wird, gehört zum Desaster gemacht.
Kommentar von karl — 5. Mai 2008 @ 10:12
Gewalt von links ist “entschlossener Einsatz”? Das sehen doch die von der anderen Seite für sich bestimmt genau so. Hier scheint man Gewalt zu bejahen, solange die Richtung passt. Dann brauch man sich eigentlich auch nicht wundern, wenns zurückschlägt oder auch zuerst einschlägt.
Kommentar von Nele — 5. Mai 2008 @ 11:52
@ Nele
Ja, linke und rechte Extremisten sind sich wenigstens in einer Frage einig: Gewalt ist eine wunderbare Sache, wenn sie nur den/die Richtigen trifft.
Der “Karl” hat hier gleich ein schönes Beispiel linker “entschlossenen Einsätze” geliefert: Fraglos dürfen Autos von “Nazis” in Brand gesteckt werden; und wer ein Nazi ist, bestimmt die Antifa.
Karl: “Jeder Aufmarsch, der durch die deutsche Justiz genehmigt wird, gehört zum Desaster gemacht.”
Zum Glück haben die meisten Menschen in diesem Land noch ein anderes Demokratieverständnis und die Mehrheit will glücklicherweise weder von Ex-SED noch NPD regiert werden.
Kommentar von Alfons — 5. Mai 2008 @ 14:51
@ alfons
Unter gesundem Demokratieverständnis gehört für dich, dass Nazis ungestört marschieren können oder wie soll ich deine Auffassung verstehen?
Das Problem ist doch, dass Neofaschismus nicht aus einem Vakuum entsteht, sondern ein extremer Auswuchs gesellschaftlicher Umstände ist.
Was verstehst du unter einem Nazi? Ich will hier keine Definitionsmacht erheben, aber wenn man im Auto Cds von Goebbels’ größten Reden findet, scheint die Lage eindeutig.
Gewalt an sich ist (und da geh ich mit dir konform) keine erfreuliche Option. Doch weiß ich wirklich nich, inwieweit Trillerpfeifen und Bratwurststände bei der Blockade eines Naziaufmarschs helfen können.
Deinen Abschiedssatz kannst du dir klemmen! Aufgrund der Negation des staatlichen Gewaltmonopols kann ich weder mit NPD noch mit der Linken- diese gleichzusetzen reiht sich auch wieder schön in deine Argumentationsweise ein- was anfangen.
Ich muss das nochmal mit aller Deutlichkeit sagen: Mit der Gleichsetzung von rechter Gewalt und linker Militanz begibt man sich auf ein Level, das den Nazis Rückenwind gibt und einem seriösen Antifaschismus von bürgerlicher Seite jegliche Grundlage nimmt.
Kommentar von karl — 5. Mai 2008 @ 19:51
Zur allseits verurteilten, linken Gewalt:
(…) Ihr setzt mit friedlichem Demonstrieren vielleicht ein Zeichen an die Öffentlichkeit, aber keins an die Nazis. (…)
Es geht um die Nazis, nicht um die Polizei. Übermäßige Sachbeschädigung ist auch zu verurteilen, lediglich der direkte Einsatz gegen die Nazidemo ist zulässig - beispielsweise in Form verschiedener Barrikaden. Ebenso das Erschweren des Reisewegs der Nazis - (…) Das ist die einzige Möglichkeit Nazi Aufmärsche zu verhindern, alles andere ist Quark.
In HH waren die Aktionen größtenteils vorbildlich, auch wenn mal wieder ein paar Hooligan Kiddies es nicht lassen konnten sich mit der Polizei rumzukloppen.
Hallo AntifascistAction, wir haben einen Teil deines Beitrags gelöscht, weil er gegen die Blogregeln verstoßen hat und wir keine Gewaltverherrlichung welcher Art auch immer, veröffentlichen. // Mod. JT
Kommentar von Antifascist Action — 5. Mai 2008 @ 21:01
Wenn hier vom Gewaltrausch der Nazis die Rede ist, so liegt das vermutlich daran, daß diese nicht nur während ihrer Demonstration sondern auch bei der An- und Abreise gezielt, in großen Horden und äußerst brutal Andersdenkende und -wirkende in der Stadt, in Zügen, an Haltestellen und Bahnhöfen überfallen haben. Dies geschah nicht nur in Hamburg, sondern z.B. auch am Bremer Bahnhof, wo die Polizei nicht verhindern konnte, daß ca. 200 Nazis Hetzjagden auf alle machten, die nicht in ihr enges Weltbild passen. Als die Polizei schließlich doch versuchte, einzelne Gewalttäter festzunehmen, wurde sie von den restlichen Nazis so massiv angegriffen, so daß sie es schließlich vorzog, sich zurückzuziehen und die Festgenommenen wieder freizulassen. Oder am Bahnhof in Bad Kleinen, wo militante Neonazis von der Polizei weitgehend unbehelligt und offenbar gezielt und gut organisiert Gegendemonstranten zusammenpferchten und -schlugen. Die Polizei beliess es dabei, die Täter abzudrängen und den Zug fortan zu begleiten, ohne sich an einer Strafverfolgung zu versuchen.
Tatsächlich war von einem solchen gegen Menschen und Menschenleben gerichteten Gewaltrausch unter den Gegendemonstranten wenig zu spüren oder zu sehen. Daß sie für einen größeren Teil der Sachbeschädigungen verantwortlich waren, steht dazu nicht im Widerspruch. Es macht eben einen Unterschied, ob auf brutalste Weise auf Menschen eingeprügelt wird oder ob Barrikaden errichtet und angezündet werden, ohne daß dabei Menschen Verletzungen davon tragen, auch wenn ich diese Sachbeschädigungen ablehne. Jeder, der diesen Unterschied nicht erkennt, sollte sich in meinen Augen ehrlich befragen, wie verroht er selbst eigentlich schon ist. Dass Sachbeschädigungen ebenfalls zu einem Klima der Gewalt beitragen, bestreite ich dabei nicht - nur jene bei Nazis (nicht nur) am 1. Mai sehr verbreitet anzutreffende Menschenverachtung und das Fehlen jeglicher Agressionshemmung gegenüber anderen Menschen habe ich eben selbst unter den Gegendemonstranten, die sich an Sachbeschädigungen beteiligt haben, kaum wahrgenommen; es gab sie, aber in einem ganz anderen Ausmaß und dort wo sie auftrat, wurde von anderen Gegendemonstranten (teilweise auch von Leuten, die Sachbeschädigungen vornahmen) oft dagegen eingeschritten. Das war bei den Nazis definitiv nicht der Fall.
Kommentar von Beobachter GegenGewalt — 5. Mai 2008 @ 23:31
Die Neonazis aus Hamburg reisten mit dem Zug wieder nach Hause, da ihre Reisebusse entglast wurden.
In Dortmund angekommen attackierte eine ca. 200 Köpfige Gruppe “Autonomer Nationalisten” (” AN “)gegen 03:00Uhr morgens ca. 30 AntifaschistenInnen. Zwei von ihnen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Rest konnte unverletzt, aber mit einer Todesangst flüchten. Die Polizei kam mit 2 (!!!) Streifenwagen.
KEIN FUß BREIT DEN FASCHISTEN!
Kommentar von Dortmunder — 20. Mai 2008 @ 13:48
Ah, faschistische Busse “entglast” - welch Heldentat im Kampf gegen rechts.
Entglas doch mal Vaters Auto und warte was er tut, wenn er dich erwischt.
Warum wundert sich eigentlich jemand, wie sich das über schon einige Zeit so hochschaukelt wo doch links UND rechts bei verschiedenen Gelegenheiten kräftig mitspielen und abwechselnd gemeinschaftlich verschiedene zivilisatorische Grenzen (z.b. Gewaltmonopol des Staates) zrschlagen.
Kommentar von peter — 20. Mai 2008 @ 21:17
Hallo No BRD; wir haben deinen Beitrag gelöscht, weil er gegen die Blogregen verstoßen hat. // Mod. JT
Kommentar von No BRD — 4. Juni 2008 @ 21:15
Hallo Bürger 123, dies ist ein Forum, das sich ausschließlich mit Rechtsextremismus befasst. Um das Thema Linksextremismus zu diskutieren musst du dir ein anderes Forum suchen. // Mod. JT
Kommentar von Bürger123 — 19. Juni 2008 @ 13:31