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In der „Sesamstraße“ wohnt jetzt die autistische Julia

 

Schon immer steht die Sesamstraße für Integration. Da leben echte Menschen friedlich mit Vögeln, Krümelmonstern, Schnecken und Schafen in der gleichen Nachbarschaft. Nun stellen die Macher der Serie ihre erste autistische Puppe vor.

In der buntesten Straße der Welt wohnen seit jeher die Chaoten, die Andersartigen und die Außenseiter. Vom frechen Ernie bis hin zum neurotischen Graf Zahl wird den Kindern vor allem eins vermittelt: Jeder Mensch ist anders – und das ist gut so. Und manche sind eben autistisch, wie Julia.

Sie ist das Gesicht der neuen Initiative #SeeAmazing, die in den USA über Autismus aufklärt. Mit einer Hymne, dem "Amazing Song", sollen die betroffenen Kleinen lernen, dass jedes Kind auf seine Art "amazing" ist, sie sollen an Mut und Selbstbewusstsein gewinnen.

In weiteren Videos zur Kampagne erzählen autistische Kinder von ihrer Sicht auf die Welt, und Eltern berichten über die Herausforderungen im Alltag. Denn beide Seiten fühlen sich wie Außenstehende, denen der Zutritt zur Gedankenwelt des jeweils anderen manchmal verwehrt bleibt. Das geht sogar einigen Eltern nach Jahren des Zusammenlebens so. In den USA gibt es eine umstrittene Verhaltenstherapie, bei der autistische Kinder durch klare Befehle und hartes Training gesteuert werden sollen. Hierzulande setzen Therapeuten eher auf Empathie und Verständnis – so, wie es die Sesamstraße nun tut.

Julia wird allerdings nicht in der TV-Serie zu sehen sein, sondern nur in digitalen und gedruckten Geschichten auftauchen.

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