Alisha Mendgen

400 Jahre Unfreiheit

Am Eingang des Nationalen Denkmals für Frieden und Gerechtigkeit steht eine Skulptur zum Gedenken an den Sklavenhandel  © Bob Miller/Getty Images

Es begann mit einer vergleichsweise kleinen Zahl: 20. Und es sollten noch viele Hunderttausende mehr werden, die aus Afrika nach Nordamerika entführt wurden.

Im August des Jahres 1619 legte ein englisches Schiff an einem Stück Küste mit dem Namen Point Comfort an. Der Küstenabschnitt befindet sich im heutigen Bundesstaat Virginia und war damals noch britisches Gebiet. Das Schiff brachte 20 Afrikanerinnen und Afrikaner aus dem heutigen Angola gegen ihren Willen auf das nordamerikanische Festland. Sie betraten die damals noch englische Kolonie, wurden verkauft und versklavt.

Die New York Times widmet diesem besonderen US-amerikanischen Jahrestag einen Schwerpunkt mit dem Titel The 1619 Project. Verschiedene Essays, Reportagen, aber auch Gedichte machen es sich darin zur Aufgabe, die Geschichte des Land neu zu framen und die Konsequenzen der Sklaverei in den USA aufzuzeigen. Stets mit dem Fokus auf den Ort Point Comfort, welcher durch das Ereignis vor 400 Jahren zu einem Symbol für Ungerechtigkeit und Schrecken wurde. Die afrikanischen Sklavinnen und Sklaven trafen in Nordamerika ein, bevor die Mayflower im Jahr 1620 mit englischen Siedlern eintraf. Sie waren da, bevor Nordamerika zu den Vereinigten Staaten wurde. Und somit sind sie ein essenzieller Teil der US-amerikanischen Entstehungsgeschichte.
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Alisha Mendgen

Die wahre Geschichte hinter einem unglaublichen Foto

Fotografie: Das ist doch Fake, oder nicht? - Teilchen

Auf den ersten Blick sieht man einen Jungen mit blonden lockigen Haaren, der in einem weißen T-Shirt an einer Promenade steht. Er wirkt gelassen. Als ob nichts wäre. Auch die vielen Fußgänger, die im Hintergrund am Ufer entlangschlendern, fallen nicht besonders auf. Die gesamte Szenerie wirkt fast schon alltäglich, wären da nicht die beiden Türme im Hintergrund, aus denen graue Rauchwolken und extremer Qualm emporsteigt – es handelt sich um das World Trade Center, welches in wenigen Minuten zusammenstürzen wird. Die rätselhafte Fotografie, die am 11. September 2001 entstanden sein soll, tauchte 2015 auf reddit auf und ist Mittelpunkt verschiedener Verschwörungstheorien.
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Dennis Schmees

Spritzpistolen im Wilden Westen

Drei Absolventen einer Universität in Richmond in den USA nutzen die heißen Sommerwochen, um Passanten auf der Straße zu spontanen Wasserpistolen-Battles herauszufordern. Das entstandene Video ist besser als jeder Sommerhit.

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Tobias Dorfer

Glück ist … mit 97 Jahren Sirtaki tanzen

Vielleicht wäre der unbekannte Anrufer, der am vergangenen Sonntagnachmittag in der Düsseldorfer Altstadt die Polizei alarmierte, weil er sich durch die Musik einer Seniorendisco störte, besser kurz auf die Straße gegangen. Er hätte durch die Ratinger Straße geschaut, wo im Brauhaus "Füchschen" Altbier ausgeschenkt und der "Rheinische Tapasteller" für 8,60 Euro serviert wird. Er hätte Touristen gesehen, vielleicht einen Junggesellenabschied, und sich gefragt, ob Freude tatsächlich nur mit bedruckten T-Shirts ausgedrückt werden kann. Und wenn er dann ins Quartier Bohème geschaut hätte, der Quelle seines Ärgers, hätte er den Blick durch die geöffneten Türen in den Tanzsaal schweifen lassen können und sich gedacht: Lieber Gott, bitte lass mich bitte auch so glücklich altern!

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Tim Kröplin

Urlaubsfoto oder Totalschaden?

Schaumige Wellen, die sich langsam über einen Sandstrand legen und darüber der Nachthimmel mit vereinzelten Sternen. Das Bild, das der Twitter-User nayem Anfang Juli gepostet hat, könnte ein schönes Urlaubsfoto sein. Ist es aber nicht. Unser Gehirn spielt uns einfach nur einen Streich. Weiter"Urlaubsfoto oder Totalschaden?"

 
Oliver Fritsch

Kapitänin Megan Rapinoe spricht – und Trump muss zuhören

Megan Rapinoe spricht – und die Welt hört zu. Die Co-Kapitänin des US-Fußballteams und Ikone des Frauenfußballs hat am Mittwoch in New York, wo die US-Amerikanerinnen ihren WM-Titel feierten, eine Rede gehalten, die der Sport noch nicht erlebt hat. Und die ob ihrer Substanz und Rhetorik sowie Rapinoes Charme und Überzeugung beinahe an den Bürgerrechtler Martin Luther King erinnerte.
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Tim Kröplin

Pay them ladies, man!

Rapper Snoop Dogg hat ein Video auf Instagram veröffentlicht, in dem er sich zu den unfairen Bonuszahlungen an die amerikanischen Nationalspielerinnen äußert. Und das zu Recht. Weiter"Pay them ladies, man!"