Mona Wetzel

Und täglich snackt das Murmeltier

Und täglich snackt das Murmeltier. © Screenshot Instagram.com/ Chunk the Groundhog

Wo Mensch und Tier zusammenleben, kann es zu ungewöhnlichen Begegnungen kommen. Eine davon machte ein US-amerikanischer Gartenbesitzer, als er seine Gemüsebeete und Obststauden geplündert und durchwühlt vorfand. Welcher Eindringling hatte sich hier zu schaffen gemacht? Um dem Mysterium auf den Grund zu gehen, installierte der Gartenbesitzer Jeff eine Kamera mit Bewegungssensor. Bei jeder Regung in seinem Garten wird er auf seinem Smartphone benachrichtigt. Und siehe da: Ein Murmeltier tauchte vor der Linse auf und snackte genüsslich an einer aus dem Beet stibitzten Zucchini.

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Mona Wetzel

„Hi, wir sind’s. Die Risikogruppe“

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Hi, wir sind’s. Die #Risikogruppe. Du hast gedacht wir wären kettenrauchende Todkranke oder zumindest alt? Weit gefehlt. Keiner von uns ist Rentner und wir gehen genauso gerne wie du in Clubs, Bars und auf Konzerte. Worauf wir keinen Bock haben, ist sterben. Genau das ist aber gar nicht so unwahrscheinlich, wenn du nicht einfach die nächsten Wochen zuhause bleibst und deinen sozialen Aktionsradius für ein paar Wochen einschränkst. Je nachdem, was der Gesundheitsminister vorschlägt. In Italien ist es schon zu spät: Ärzte müssen entscheiden, wen sie beatmen - und wer stirbt. Warum? Unter anderem, weil sich die Menschen zu lange gegenseitig angesteckt haben. Aber wir wollten uns ja vorstellen. @disabletonlive, @amelieebner und @wheel.pics sind das #TetraPack: Sie sind unterhalb der Halswirbelsäule gelähmt und können richtig schlecht abhusten - das Virus könnte sie töten. @kati.gaensebluemchen hat Spina Bifida und ein Lungenvolumen von einem halben Liter - ihr könnt euch vorstellen, wie praktisch das bei einer heftigen Infektion ist. @raulkrauthausen und @typitus haben Glasknochen - same story. @fraugehlhaar hat eine Muskelerkrankung, für die das Virus eine genauso tödliche Gefahr ist - so wie für die Lungen des querschnittgelähmten @realjkrolling. Doch das ist alles noch kein Grund zu sterben - finden wir. Ich hoffe du auch. Also halte dich an die Empfehlungen und rette Menschenleben - das von uns, aber auch von vielen anderen #Risikogruppen: Vorerkrankte, Menschen mit anderen chronischen Krankheiten. Du bist auch noch lange keine 60 und in der #Risikogruppe? Gib ihr ein Gesicht. Poste, rede drüber, lass dir helfen. Nutze diesen Hashtag. Join the band. Denn: Gestorben wird später. Viel später. Rock and roll, eure #Risikogruppe.

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Junge Menschen mit intaktem Immunsystem müssen bei einer Infektion mit dem Coronavirus nicht viel befürchten: Die Krankheit verläuft meist glimpflich, mit milden Symptomen, die einer Erkältung ähneln. Doch jeder Einzelne kann das Virus weiter übertragen. Auch auf diejenigen, für die eine Infektion eine tödliche Bedrohung darstellt: die Risikogruppen. Dass dazu nicht nur ältere Menschen zählen, zeigt der Aktivist Raul Krauthausen.

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Carly Laurence

Be a lady: So sollst du sein!

 

"Look sexy. Look hot. Don't be so provactive. You're asking for it. (...) You look like you've let yourself go. Don't be too fat. Don't be too thin."
Sätze, die Frauen auf der ganzen Welt mitunter tagtäglich hören. Diese und so viele andere Sätze, die Anforderungen der Gesellschaft, die an uns, uns Frauen, gerichtet werden. Vorgetragen von der Schauspielerin und Politikerin Cynthia Nixon in einem Video des Girls.Girls.Girls Magazine, welches sich derzeit auf den sozialen Plattformen verbreitet.
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Simon Koenigsdorff

Ein Emoji für Vergebung

Emojis sind längst eine digitale Universalsprache geworden, mehr als 3.000 der bunten Smileys und Symbole gibt es bereits. Zu den jüngsten Neuzugängen gehören unter anderem ein Eisbär, ein Fondueset und die Transgender-Flagge. Einer christlichen Initiative aus Finnland fehlt jedoch ein Symbol, das sie für essenziell in der Onlinekommunikation hält: Keines der Emojis steht bislang explizit für Vergebung. Jüngst gab nun die Kampagne #forgivemoji, gestartet von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Finnlands, den Siegerentwurf eines Wettbewerbs für das Vergebungsemoji bekannt: zwei Hände in Daumen-hoch-Geste vor einem roten Herz.

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Mona Wetzel

Haben Sie schon Amazon Prime für Ihr Liebesleben?

Single zu sein ist im digitalen Zeitalter eine besondere Herausforderung. Für den Swipe nach rechts muss bei Tinder, Bumble oder Grindr alles stimmen: Die Fotos sollten von einem abenteuerlustigen Leben erzählen, harte Fakten wie Körpergröße und Essverhalten dem modischen Zeitgeist entsprechen und aus einem knackigen Zweizeiler sollte durchsickern, dass sich eine eloquente Person hinter diesem Datingprofil verbirgt. Der Mensch wird zur Ware auf dem digitalen Singlemarktplatz. Wäre es da nicht konsequenter, sich das Traumdate direkt beim größten Onlineversandhändler Amazon zu bestellen?
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Simon Koenigsdorff

Der Ein-Personen-Stau

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Google Maps es schafft, Staus zuverlässig anzuzeigen? Nun, nach diesem Video werden Sie dem Allwissen der populären Karten-App vielleicht nicht mehr so viel Vertrauen entgegenbringen. Schließlich könnte der Stau auf der Straße vor Ihnen auch einfach nur aus einem Menschen bestehen, der einen Haufen Smartphones mit eingeschalteter GPS-Ortung bei sich hat und den Maps-Algorithmus glauben lässt, es sei eine Blechlawine, die sich quälend langsam die Straße hinunterwälzt – und nicht ein einzelner Mensch mit einem Bollerwagen voller Gebrauchthandys.

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Simon Koenigsdorff

Abschiedsgrüße an den Klippen von Dover

Am Morgen des Austritts Großbritanniens aus der EU, noch vor Sonnenaufgang, sind auf den felsigen Klippen von Dover die Gesichter zweier Männer zu sehen. In einer Videobotschaft richten die beiden britischen Weltkriegsveteranen ihre Worte an das europäische Festland, das an der schmalsten Stelle des Ärmelkanals nur einige Kilometer entfernt ist. Der 95-jährige Sid und der 98-jährige Stephen Goodall sind bestürzt über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.

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Simon Koenigsdorff

Das Öl des 21. Jahrhunderts

Große Digitalkonzerne wie Google, Amazon und Microsoft arbeiten daran, die Zukunft der Wirtschaft zu gestalten, doch ihre Dienstleistungen erweisen sich auch in alten Geschäftsfeldern als nützlich. Seit einigen Jahren steigt die Zahl der Kooperationen ausgerechnet mit Ölfirmen, die symbolisch wie kaum eine andere Industrie für das vergangene Jahrhundert stehen. Wie Big Oil und Big Tech gemeinsam daran arbeiten, das Bohren nach fossilen Rohstoffen um jeden Preis profitabel zu halten, zeigt dieses YouTube-Video.

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Simon Koenigsdorff

Auf der anderen Seite von YouTube

Youtube: Auf der anderen Seite die linken Influencer
Im Subreddit BreadTube werden Videos von linken Influencern gesammelt. © Screenshot Reddit

Beim Stichwort "Politik auf YouTube" denken die meisten – abgesehen von Rezo – wohl als Erstes an Verschwörungsvideos und den Empfehlungsalgorithmus der Plattform, der im Verdacht steht, Menschen nach rechts zu radikalisieren. Bisher weniger bekannt ist hingegen, dass sich auf YouTube seit einigen Jahren auch dezidiert linke politische Influencer mit zunehmendem Erfolg etablieren.

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