Andreas Loos

Dieser Stand-up-Mathematiker bringt Ordnung in die Primzahlen

Auf den ersten Blick ist es verblüffend: Quadriert man eine Primzahl, dann ist das Ergebnis immer mit Rest 1 durch 24 teilbar. Einzige Voraussetzung: Die Zahl muss größer oder gleich 5 sein – und natürlich muss sie prim sein, man darf sie also ohne Rest nur durch sich selbst und 1 teilen können. Matt Parker, australischer Stand-up-Mathematiker und einer der eifrigsten Köpfe des YouTube-Channels Numberphile, zeigt in diesem Video, wie das funktioniert.

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Andreas Loos

Wer möchte Polytope taufen?

Das sind 2.907 Polyeder. Noch sind 2.721 frei zum Adoptieren. © Screenshot/polytopia.eu

Der Würfel, zu Englisch "cube", hat bereits eine Patin: Polyeder Nummer 800.206 trägt den Namen "Cuby McCubeface". Auch die klassische ägyptische Pyramide mit quadratischem Boden ist schon vergeben: Polyeder 500.001 heißt neuerdings "Sophie Will". Für etwa 2.700 Polyeder werden aber in einem Spaßprojekt einer Geometrie-Forschungsgruppe unter Leitung der Berliner TU und der Deutschen Mathematiker-Vereinigung noch "Abonnenten" gesucht.
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Andreas Loos

π in den Dielenritzen


Throwing 1000 needles to estimate pi [OC] from dataisbeautiful

Wenn Nähnadeln auf einen Dielenboden fallen, dann ist es besonders fies, wenn sie in die Rillen zwischen den Dielen rutschen. Genauso ging es wohl irgendwann im 18. Jahrhundert dem französischen Privatforscher und Mathematiker Comte de Buffon. 1733 kanalisierte er seine Wut über die entfleuchten Nadeln in eine mathematische Betrachtung: Er berechnete, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Nadel zufällig auf einer Rille landet, abhängig von der Länge der Nadel und der Breite der Dielen. Ist die Länge der Nadel l und der Abstand der Dielen d, dann tendiert der Anteil der Nadeln auf den Rillen gegen 2⋅l geteilt durch d⋅π. In Buffons Formel steckt also die Kreiszahl Pi (π).

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Andreas Loos

Algorithmen à la Ikea

Das ist nicht die Bauanleitung für einen PAX-Schrank, sondern für einen Algorithmus © Screenshot/ IDEA

Ein Algorithmus ist eigentlich eine mathematische Anleitung, um etwas auszurechnen. Manche Mathematiker sehen das mit dem Ausrechnen aber nicht so eng: Für sie sind Algorithmen regelrechte Mathe-Bastelanleitungen, für Rechenergebnisse oder andere Objekte aus der Mathematik. Da liegt es nahe, an Handwerk zu denken, an den Bau von Möbeln – und an Ikea-Bauanleitungen für Pax, Billy oder Metod.

Sebastian Morr und Sándor P. Fekete sind offenbar genau solche Mathe-Bastler. Fekete ist Professor an der TU Braunschweig, Morr freischaffender Informatiker und ehemaliger Student Feketes. Zu zweit hatten sie die Idee, einige mathematische Algorithmen in die Bildersprache von Ikea-Bauanleitungen zu übersetzen. Das Ganze nennt sich dann IDEA. So entstanden Anleitungen zu "Kwick Sört" oder "Merge Sört", Sortieralgorithmen, die Fachleute bisher als "Quicksort" und "Merge Sort" kannten.

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Copy and Paste mal drei

Üblicherweise kritzelt sie in ihren YouTube-Clips seitenweise Mathematik in Collegebooks, klebt, bastelt, schnippelt, singt und redet dabei so schnell, dass die Bildspur immer im Zeitraffer läuft. Die YouTuberin Vi Hart rast gleichsam durch die Mathematik. In ihrem neuesten Film, einem 360-Grad-Video, hat sie das Tempo zwar etwas zurückgefahren, dafür aber noch mehr Ideen und Detailarbeit hineingesteckt. Das Ergebnis ist eine Choreografie, an der M. C. Escher seine wahre Freude gehabt hätte.

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Wahlkampf

NPD-Politiker sagt arabischen Hausnummern den Kampf an

Wahlkampf im saarländischen Völklingen – eigentlich ein lokales Ereignis. Wäre da nicht ein Lokalpolitiker der NPD und die Frage: Wann werden die Hausnummern in der 40.000-Seelen-Gemeinde endlich nicht mehr arabisch sein? Auf einer Wahlkampfveranstaltung führte Uwe Faust, Kreisvorsitzender der satirischen "Die Partei", mit dieser Frage den NPD-Oberbürgermeisterkandidaten Otfried Best aufs Glatteis. Der NPDler begann zu schäumen, er werde diesem Missstand ein Ende bereiten: "Da warten Sie ab, Herr Faust, bis ich Oberbürgermeister bin, da werde ich das ändern, da werden doch mal normale Zahlen drankommen."

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Andreas Loos

Das gefällt Pegida-Fans

Das gefällt Pegida-Fans
Unter den Fans von Pegida Nürnberg folgen mehr als 40 Prozent der AfD-Anhänger auch einer NPD-Seite. © Screenshot web.br.de

Der Bayerische Rundfunk (BR) hat ausgewertet, was Anhänger von Pegida Nürnberg bei Facebook so alles liken. Ergebnis: Der Rechtsradikalismus gärt hinter den Bildschirmen. Pegida-Fans in rechten Organisationen und Wohnzimmern sharen Seiten mit rechten Inhalten aus ganz Europa. "Der real vollzogene Schulterschluss von Rechtspopulisten in Europa spiegelt sich somit auch auf Facebook wider", heißt es in dem Artikel.

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Die rundesten Länder der Welt

Runde Länder, runde Sache
Screenshot aus dem Blog Richtig Falsh ©Gonzalo Ciruelos

Rund ist super. Das kann man bei Bienen lernen: Die bauen ihre Waben statt aus Quadraten oder Dreiecken aus möglichst "runden" Vielecken, nämlich sechseckig – wenig Wachs rund um viel Raum. Dido, von Beruf Königstochter, wusste das offenbar auch. Laut Mythos gestanden ihr nordafrikanische Stammesfürsten so viel Siedlungsfläche zu, wie sich mit einer Ochsenhaut umspannen lässt. Dido ließ die Ochsenhaut in eine lange Lederschnur zerschnippeln, legte diese in einem Kreis aus und ließ auf der Fläche Karthago bauen. Schlau gedacht, weiß man heute: Zwei Jahrtausende nach Dido, im 19. Jahrhundert, wurde mathematisch bewiesen, dass tatsächlich ein kreisrundes Land die größte Fläche einschließt. Wie sieht es aber mit heutigen Ländern aus? Gibt es eigentlich runde Länder? Und welches Land ist "am rundesten"?

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Andreas Loos

Reinrassig asiatisch?

Wie deutsch ist der deutsche Schäferhund? Das ist eine Frage, die unter Biologen seit Langem diskutiert wird. Grundsätzlich gibt es drei Lager: Die einen behaupten, Hunde seien zuerst in Europa domestiziert worden, die anderen glauben, der Hund in Europa gehe ausschließlich auf asiatische Import-Hunde zurück – und die Dritten halten es schließlich für möglich, dass Menschen in mehr als einer Gegend der Erde die Idee hatten, Hunde zu züchten. So was ließe sich natürlich mit Gentests untersuchen. Problem: Wir reden über eine Zeit vor 10.000 und mehr Jahren. Da werden die DNA-Proben rar. Weiter"Reinrassig asiatisch?"