‹ Alle Einträge

Die First Lady of Social Media

 

Politik wäre heute nicht denkbar ohne die Vermarktung über Soziale Netzwerke, das gilt natürlich auch für einen US-Präsidenten. Doch nicht etwa Barack, sondern Michelle Obama ist der Star bei Facebook, Twitter und Co. Deshalb traf das Magazin The Verge die Präsidentengattin zu einem interaktiven 360-Grad-Videointerview, um darüber zu reden, wie sehr Social Media die US-Politik verändert hat.

Während der Unterhaltung haben die Zuschauer die Möglichkeit, den Raum zu erkunden – und sehen: Kameraleute, Beleuchter, Tonmischer sowie Obamas Berater und Sicherheitsleute. Je nach Thema werden im 360-Grad-Radius immer wieder weitere Elemente eingeblendet, um Zusammenhänge zum Gesagten herzustellen: Vines, GIFs und Animationen. Was wäre schließlich ein Interview über Social Media ohne Social Media?

moopt
Michelle Obama im 360-Grad-Modus. Screenshot aus dem Interactive von The Verge

Barack Obama gilt allgemein als der erste Staatsmann, der Wähler vor allem über Internetplattformen mobilisieren konnte. Das Wahlkampf-Team von Obama erkannte sehr früh das Potenzial von Social Media, heißt es im Interview. Als das Weiße Haus vor nicht einmal einem Jahr den offiziellen Twitter-Account für den amtierenden Präsidenten aufsetzte, hatte dieser nach einem halben Tag mehr als eine Million Follower. Das Social-Media-Team hinter @POTUS, was für den "President of the United States" steht, bespielt das Profil seitdem sehr versiert.

Michelle Obama zog bald mit einer eigenen Strategie nach – doch sie nutzt ihre Accounts nicht nur, um bildungspolitische Initiativen möglichst effektiv zu vermarkten, sondern auch, um einen Einblick in den Alltag der Familie zu gewähren. Die Grenzen zwischen Privatleben und PR sind dadurch fließend geworden. Michelle Obama ist sich dessen durchaus bewusst. Im Verge-Interview sagt sie: "Wir hatten verstanden: Die junge Generation sucht nach Authentizität. Ich wusste, dass sich die Interessen, die ich über die Netzwerke verbreiten will, echt und natürlich anfühlen müssen – damit sie auch die entsprechende Zielgruppe erreichen." Und so gibt es auf Instagram Selfies und Hundefotos, auf Vine lustige Gesangseinlagen, und auf YouTube ein von Celebrity-Freunden eingesprochenes Video zu ihrer Initiative #LetGirlsLearn.

Weitere Netzfundstücke von ZEIT ONLINE finden Sie hier.