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785 AfD-Fragen und noch mehr

 
785 AfD-Fragen und noch mehr
Frauke Petry hat da ein paar Fragen. © Fredrik von Erichsen/dpa

Die AfD sieht den öffentlich-rechtlichen Rundfunk kritisch, und das ist ihr gutes Recht. Jetzt will sie etwas gegen ARD und ZDF und die vielen anderen Sender tun, aber was? Da scheint sich die Parteivorsitzende Frauke Petry noch in einer, sagen wir, Findungsphase zu befinden.

Um diese zu überbrücken, trollt sie die Landesregierung von Sachsen mit einer Großen Anfrage. Über diese Anfragen können sich Abgeordnete im Detail über ein Thema informieren lassen, die Regierungen sind zur Auskunft verpflichtet. Darum kann eine kluge, geschickt formulierte Frage eine Regierung unter Druck setzen und unliebsame Informationen zutage fördern.

Viele der Fragen Petrys zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk machen eher nicht den Eindruck, als wären sie besonders klug durchdacht. Zum Beispiel fragt sie, welche Quellen die Journalisten benutzen – was sich hoffentlich der Kenntnis der Landesregierung entzieht. Und sie fragt suggestiv: "Sagen die reinen Einschaltquoten bereits etwas über die Interessen der Zuschauer aus?"

Andere Fragen sind berechtigt, allerdings: Das Dokument enthält ganze 785 Fragen, wenn man alle Unterpunkte mitzählt. Es wirkt wie das unbereinigte Ergebnis eines Brainstormings oder wie ein Versuch, die Verwaltung der Landesregierung lahmzulegen.

Das Portal Übermedien hat einige der sinnlosesten Fragen gesammelt und süffisant kommentiert. Allerdings hat Frauke Petry trotz der 41 Seiten voller Fragen wichtige Punkte vergessen. Twitter-Nutzer sind ihr behilflich:

Und schließlich meldet sich auch das ZDF selbst zu Wort:

Weitere Teilchen finden Sie hier.

Einige Autoren dieses Blogs

68 Kommentare

  1.   Internetunterwasserendkabelverbindungstester

    Köstlich. :-))

  2.   AGB akzeptiert

    und die AfD-Bots trollen das Forum hier. Scheint System dahinter zu sein.

  3.   orksilla

    Ich habe nur eine Frage.
    Wen muß ich wählen, damit ich keine GEZ mehr bezahlen muß?

  4.   Dagobert_ohne_Gold

    Man sollte einigen bei der AfD einen Job bei den Medien besorgen, die toppen so manche Satiresendung.

  5.   ErnstZündler

    Stellt euch vor, morgen würden 20 Millionen Menschen keine GEZ mehr zahlen.
    Wie schnell wäre diese Zwangsgebühr Geschichte. Und wie schnell würdden sich die öffentlich- rechtlichen endlich aus Steuergeldern finanzieren.
    Für jeden den das Thema interessiert (weil er jden Monat zahlt!!!!!) sollte sich bitte über Pensionen der öffentlich- rechtlichen Mitarbeiter informieren.
    Pensionen und Gehälter der Intendaten dieser Insitutionen sind wirklich erstaunlich und werden viel zu selten kommuniziert.

  6.   Korrekturleser

    Ich finde die Aktion von der AFD ja auch bescheuert, aber es sollte wenigstens korrekt berichtet werden. Bei dem Artikel bei Übermedien steht „Tageszeiten“ und nicht „Tageszeitungen“.

  7.   Dagobert_ohne_Gold

    Weshalb ist im Tagesschaustudio soviel blau? Damit wird die AfD Farbe misbraucht.

  8.   wurdege

    im anderen Artikel wird noch beklagt, dass die AfD-Abgeordneten faul seien.
    hier wird der Fleiss beklagt.

    mir egal, was ihr an der AfD kritisiert – aber ihr solltet bei einer Linie bleiben.

  9.   Shu-Tzu

    Presse vom Parteitag ausschließen, gegen den ÖRR hetzen – Die ideale Medienlandschaft aus Sicht der AfD bestünde nur aus Facebook und ein paar parteinahen Printmagazinen.

  10.   quarague

    Das der Fragenkatalog mehr wie ein ‚unbereinigtes Brainstorming‘ wirkt, glaube ich ja gerne. Aber dass dann gleich als ‚trollen‘ zu bezeichnen, sehe ich als unnoetig wertend an. Es ist das Recht der Parteien grosse und kleine Anfragen zu stellen, die AfD darf das genauso wie die anderen. Natuerlich kann man das mehr oder weniger gut machen und das ist kein gutes Beispiel. Aber es finden sich bestimmt auch Anfragen von anderen Parteien, die mehr der Provokation als der Informationsfindung dienen.
    Also liebe ZON-Redaktion, im Sinne einer objektiven Berichterstattung ist die Anfrage durchaus kritikwuerdig, aber ‚trollen‘ muss nicht sein.