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Wie wir die Demokratie unter Trump verteidigen können

 

Leistet keinen vorauseilenden Gehorsam. Seid auf das Undenkbare vorbereitet. Entfernt Hakenkreuze und andere Hasssymbole. Und redet miteinander, viel. Das sind einige der Grundsätze, die Timothy Snyder eine Woche nach der Wahl Donald Trumps aufgestellt und auf Facebook veröffentlicht hat. Snyder ist allerdings nicht irgendwer, sondern Buchautor und Professor an der US-Universität Yale, seine Fachgebiete sind der Holocaust und die Geschichte Osteuropas. Mit Autoritarismus kennt er sich also bestens aus – und der Leitfaden mit insgesamt 20 Punkten zeigt, wie wir die Demokratie unter Trump verteidigen können. Sein Facebook-Eintrag wurde bis jetzt dreizehn Tausend mal geteilt.

In seiner Einleitung schreibt Snyder, die US-Bürger seien nicht schlauer als ehemals Europäer, die über die Demokratie den Faschismus hervorgebracht hätten. Jetzt sei die richtige Zeit, um aus der Vergangenheit zu lernen.

Die 20 Punkte auf Deutsch:

  1. Leistet keinen vorauseilenden Gehorsam
  2. Verteidigt Einrichtungen
  3. Ruft euch die Morallehre wieder ins Gedächtnis
  4. Wenn ihr Politikern zuhört, achtet auf die Wortwahl
  5. Bewahrt Ruhe, wenn das Undenkbare geschieht
  6. Geht nett mit der Sprache um
  7. Hebt euch hervor, folgt nicht allen Anderen
  8. Glaubt an die Wahrheit
  9. Recherchiert, überprüft
  10. Engagiert euch in der Politik
  11. Macht Augenkontakt und Small Talk
  12. Übernehmt Verantwortung für die Welt
  13. Verhindert den Einparteienstaat
  14. Spendet regelmäßig für den guten Zweck
  15. Habt ein Privatleben
  16. Lernt von Menschen aus anderen Ländern
  17. Seid auf der Hut vor paramilitärischen Vereinigungen
  18. Wenn ihr eine Waffe besitzt, reflektiert
  19. Seid so couragiert, wie ihr nur sein könnt
  20. Seid Patrioten

Eine ausführlichere Erklärung der Punkte finden Sie im Facebook-Posting am Anfang des Artikels, indem Sie auf Mehr anzeigen klicken.

  • Timothy Snyder will verhindern, dass sich die nationalsozialistische Vernichtung der Juden wiederholt. Aber warum warnt er vor Putin und dem Klimawandel? Lesen Sie hier die Rezension zum Buch "Black Earth"
  • Am Schicksal der Ukraine entscheidet sich das Schicksal Europas. Wir trafen Snyder vor zwei Jahren zum Interview.

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43 Kommentare

  1.   Klarer Kopf

    hysterisch

  2.   Daedalus.

    Was soll das alles?

    „Timothy Snyder will verhindern, dass sich die nationalsozialistische Vernichtung der Juden wiederholt“

    Wie bitte? Durch Trump?
    Es gab ein paar Idioten die dumme Sachen an Wände geschmiert haben etc. – die gab es mit und ohne Trump. Er hat sehr eindeutig sein Verständnis dafür entzogen und dazu aufgerufen das zu unterlassen – im Gegensatz zu H. Clinton bei den gewaltsamen Aufständen gegen Trump!

    Komplett daneben alles: „die Demokratie unter Trump verteidigen“.
    Kaum jemand verhält sich gerade undemokratischer als diejenigen die solche Texte verfassen, denn zu einer guten Demokratie gehört auch gut verlieren zu können, schlechte Verlierer sind schlechte Demokraten!

  3.   Tengri

    Trump selber hat als erster die Regeln der Demokratie mit Füßen getreten.
    Das was daraufhin konsequenterweise folgt ist nur eine Anleitung zum achtsamen verhalten.

  4.   deutscherinparis

    @Daedalus: „„Timothy Snyder will verhindern, dass sich die nationalsozialistische Vernichtung der Juden wiederholt“

    Wie bitte? Durch Trump?“

    Wenn Sie genau gelesen hätten, hätten Sie gemerkt, dass sich der von Ihnen zitierte Satz auf einen Artikel von 2015 bezieht, der nichts mit Trump zu tun hat.

    „Kaum jemand verhält sich gerade undemokratischer als diejenigen die solche Texte verfassen“

    Was genau an den 20 Ratschlägen finden Sie den bitte undemokratisch?

  5.   chagall1985

    Trinkt Kaffee immer mit Milch und der linken Hand.
    Würde auch noch passen…..

  6.   haenschen.klein

    unter diesen ratschlaegen sind einige die auch die deutschen unter merkel
    beachten sollten.
    auch hier musss aufgepasst werden wie die demokratie geschuetzt werden kann.

  7.   frank.lammers@gmx.de

    Herzlichen Dank an Tymothy Snider !!! Die unsäglich historische Inkomptenz plus Mangel an Reflektionsvermögen diverser Kommentaren wird zunehmend unerträglicher. Hat DIE ZEIT inzwischen die Möglichkeit bzgl realer Kommentatoren und Social Bots zu separieren ? Damit würde zumindest erkennbar wer den Mut hat sich klar zu seiner Unkenntnis zu bekennen bzw. einer Propagadamaschine dient. Leute, habt Ihr sie nicht mehr alle ?

  8.   Daedalus.

    @deutscherinparis
    „Wenn Sie genau gelesen hätten, hätten Sie gemerkt, dass sich der von Ihnen zitierte Satz auf einen Artikel von 2015 bezieht, der nichts mit Trump zu tun hat“

    Äh Entschuldigung, aber es ist obiger Beitrag der die Dinge so miteinander verknüpft, die Verteidigung der Freiheit unter Trump, die 20 Punkte und letztlich direkt darunter der Verweis was Snyder verhindern wolle, es ist so oder so keine ordentliche Art Trump, Faschismus und den Holocaust so in einem Beitrag zu verweben, was für eine Art Stimmungsmache soll das bitte sein?

    „Was genau an den 20 Ratschlägen finden Sie den bitte undemokratisch?“

    Nochmal: zu einer Demokratie gehört auch verlieren zu können.
    So wie Clinton es wohl für unmöglich hielt zu verlieren und deshalb nicht einmal mehr zu ihren Leuten sprechen konnte ging es wohl hier auch einigen und nun reden sie hier auf hysterischste Art und Weise den drohenden Untergang der Demokratie herbei und versuchen durch absurdeste Verknüpfungen bis zum Holocaust zu überdecken worum es wohl eigentlich nur geht: man ist kindlich trotzig und kann schlecht verlieren. Und ein reifer Demokrat sollte das eben meiner Meinung nach können.

  9.   heined

    Das Problem von Demagogen ist, dass sich ihre Provokationen abnützen und schliesslich Lügen und Gemeinheiten Normalität werden. Darum sind die Punkte 5 und 8 besonders wichtig.

  10.   deutscherinparis

    @ daedalus
    Die Frage „Was genau an den 20 Ratschlägen finden Sie den bitte undemokratisch?“ lassen Sie unbeantwortet, stattdessen werfen Sie Snyder, Clinton und der Welt im allgemeinen Ihren Lesefehler, mit dem Sie Trump und den Holocaust in Verbindung gebracht haben, vor.

    Und dann reden Sie von Stimmungsmache?