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Hat Nordrhein-Westfalen an Kraft verloren?

 
Hat Nordrhein-Westfalen an Kraft verloren?
Seit 2010 ist Hannelore Kraft Ministerpräsidentin von NRW. (© Lukas Schulze/Getty Images)

Seit sieben Jahren ist Hannelore Kraft Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen. Ob sie weiter im Amt bleibt oder trotz guter Umfragewerte abgewählt wird, entscheidet sich am 14. Mai. Der WDR hat schon einmal Bilanz gezogen und fragt: Wie hat sich das Bundesland unter der rot-grünen Landesregierung seit 2010 verändert?

In einem interaktiven Tool haben die Nutzer die Möglichkeit, die Entwicklungen des Landes in Bereichen wie Kriminalität, Wirtschaftswachstum oder Arbeitslosenquote einzuschätzen. Mit einem Klick zeichnet sich eine Linie ab, die der Leser für realistisch erachtet. Ein weiterer Klick auf den Button unter der Grafik verrät, ob das mit der Realität übereinstimmt.

Fünf Wochen vor der Wahl plagt sich Kraft mit vielen Problemen herum. Immer mehr Menschen sind von Armut bedroht, in der Schulpolitik regt sich Widerstand gegen das Abitur in acht Jahren und die Zahl der schweren Verbrechen ist laut Kriminalstatistik zuletzt gestiegen. Und dann ist da noch der Fall des Berlin-Attentäters Anis Amri, für den auch die Behörden in NRW zuständig waren. Auch deshalb wurde zuletzt Kritik an Krafts Innenminister Ralf Jäger laut. Klar, ist ja schließlich auch Wahlkampf. Ob die Fakten die Kritik der Opposition bestätigen, erfahren Sie im interaktiven Tool des WDR.

Weitere Informationen zu Hannelore Kraft und der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen finden Sie auf dieser Themenseite.

Weitere Netzfundstücke gibt's im Teilchen-Blog.

Einige Autoren dieses Blogs

22 Kommentare

  1.   walter123

    Nicht nur Herr Jäger hat in NRW versagt. Dieses Land ist fast bei allen wichtigen Parametern auf den hinteren Rängen.

  2.   Ministerium für Überfülle

    „Nicht nur Herr Jäger hat in NRW versagt. Dieses Land ist fast bei allen wichtigen Parametern auf den hinteren Rängen.“

    Das ist Unsinn. NRW hat bzgl. seines Images einen Klotz am Bein und das ist das Ruhrgebiet. Ich möchte gern mal Statistiken bezüglich Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Wirtschaftswachstum sehen, wenn man das Ruhrgebiet rausrechnet.

    Das die Landesregierung allerdings dazu beiträgt diese Image zu kultivieren, darunter leidet der Rest NRWs immens. Diese ganze Bergmannsfolklore kann niemand mehr hören.

  3.   Wüstenfux

    Frau Kraft ist die Kümmerin. Nicht sehr kreativ, aber für ihre Schäfchen da.

  4.   Hammaburger

    Gibt es denn was Gutes was die SPD in NRW getan hat? In welchen Rankings auch immer ist das Bundesland fast immer Schlusslicht.

  5.   Pluto 100

    Als Bewohner NRWs war nach bewusster Kenntnisnahme des kommenden Wahltermins (durch aussagefreie Plakate) meine erste Reaktion: Warum nehme ich Politik in NRW so gut wie gar nicht wahr?

    Ich kann es nicht besser beschreiben – es plätschert einfach so dahin. Herr Jäger fällt gelegentlich negativ als „Ich bin es nicht schuld“-Sager auf, Frau Löhrmann macht irgendwann mit Schulen, und Frau Kraft – nun ja, sie ist irgendwie da. Berührt mich irgendwie alles nicht.

  6.   jaakobus12

    NRW leidet auch unter dem, was Giovanni di Lorenzo als „grüne Hegemonie“ bezeichnet hat. Der Respekt vor den arbeitenden Menschen ist verloren gegangen. Zielgruppe der Politik scheinen nur noch Kreative zu sein, deren Nischenexistenzen von EU oder sonstigen staatlichen Transfermitteln gezahlt werden. In den Regionen werden kreativ- Bürokratien aufgebaut, die als Regionalbüros, den Fluss der Subventionen an grüne Netzwerke organisieren.
    Industrielle Arbeitsplätze gelten als Merkmale der Bergangenheit. Wichtig sind die Probleme sexueller Minderheiten, der Zuwanderer und von alleinerziehenden Müttern. Alles legitim, aber nicht das Zentrum der Probleme bzw. der Aufgaben. Frau Kraft hat nur Glück, dass Herr Laschet auch so ein Modegrüner ist.

  7.   einervonvieren

    Das Problem in NRW ist, dass sie Alternative zu Rot/Grün hier auch keine ist. Die letzte Periode Schwarz/Gelb war hier sehr durchwachsen. Gerade in den heutigen Problemfeldern „Bildung“ und „Innere Sicherheit“, waren die eine Vollkatastrophe.

    Der Zeitgeist in SPD und CDU waren in der Zeit vor Kraft auch schlicht gleich, nämlich (umgangssprachlich) „Neoliberal“.

    Um Münster oder Düsseldorf muss man sich keine Sorgen machen, aber das „Revier“ ist abgehängt und hat zum historisch gewachsenen Problempotential noch einen Zuwachs von aussen, von zum Teil ungelernten Glücksrittern aus sozialschwachen Ländern.

    Wer die Bürger des Ruhrgebiets, mit den heutigen Voraussetzungen, auf absehbarer Zeit ins Deutsche „Wohlstandsmittelfeld“ führt, wird von mir persönlich für den Wirtschaftsnobelpreis vorgeschlagen.

    Da ist mir die Partei egal.

  8.   die Wolkenpumpe

    Ich denke vor allem Löhrmannist eine ganz große Enttäuschung. Sie hat das Thema Inklusion vor die Wand gefahren, was, wie es scheint, jede/r außer ihr so sieht.
    Wenn Kraft gewählt wird, dann nur, weil Laschet noch viel schlechter ist.

  9.   Baum2k

    „In einem interaktiven Tool haben die Nutzer die Möglichkeit, die Entwicklungen des Landes in Bereichen wie Kriminalität, Wirtschaftswachstum oder Arbeitslosenquote einzuschätzen.“

    Solange es solche Vorkommnisse gibt kann kein interaktives Tool den Bürger vorm Gegenteil überzeugen:

    „Mehrere bislang unbekannte Täter sollen am Samstagnachmittag einen Familienvater und seinen Sohn in einem Regionalzug niedergeschlagen haben. […]

    Nach Aussage des Familienvaters sollen die Unbekannten versucht haben sich seine beiden kleinen Töchter auf den Schoß zu setzen. Der 39-Jährige aus Schwerte stellte die Männer zur Rede, worauf diese unvermittelt auf ihn einschlugen.

    Wie die Polizei mitteilt, sollen die Schläger sogar den Mann getreten haben, als er schon am Boden lag. Als sein 13-jähriger Sohn und seine Frau sich schützend vor ihn stellten, wurden auch diese verletzt.“

    http://www.focus.de/regional/dortmund/attacke-in-dortmund-mehrere-taeter-greifen-familie-im-zug-an-bundespolizei-ermittelt_id_6929239.html

  10.   Sandsack

    Gut, dass ich nicht mehr in NRW wohnen muss. Unter Kraft, die das Image der „Kümmerin“ pflegt, in Wirklichkeit aber eine „Verdrückerin“ ist, geht das Land zunehmend bergab. Nur Laschet, der „Mann ohne Eigenschaften“, sichert Kraft den Job. Dass man bei der CDU nach Roettgen noch einmal einen kongenialen Versager finden konnte, ist kaum zu glauben. Hat Laschet eigentlich die verschwundenen Arbeiten seiner Studenten, die er dann „aus dem Gedächtnis“ benotete, inzwischen wiedergefunden? Dumm war ja, dass er auch Arbeiten von Studenten benotete, die gar nicht mitgeschrieben hatten.