Damit Kunden des DIY-Portals mal analog mit Produkt und Verkäufer in Kontakt kommen, gibt’s den Onlinemarktplatz im Betahaus zum Anfassen.
Etsy ist eine internationale Onlineplattform für Selbstgemachtes, DIY und Raritäten. Nirgendwo sonst im Netz findet man so originelle Kleinode, Möbel- oder Kleidungsstücke, angeboten von Etsy-Shop-Besitzern, die ihre Kleinserien oft in Handarbeit anfertigen. Und das schon seit 2005, als der Onlinemarktplatz in New York gegründet wurde. Beim Gemeinschaftsprojekt Etsy – Zuhause in deiner Stadtsprießen an diesem Samstag landesweit Pop-up-Märkte aus dem Boden, damit Händler und Käufer aus Deutschland und Österreich auch offline in Kontakt treten können. In Hamburg eröffnet im Betahaus auf 250 Quadratmetern der Etsy-Flagshipstore. Dort werden neben lokalen Verkäufern in einem Showroom auch die neuesten Herbst-Winter-Trends zu sehen sein. Eine aufregende Inspirationsfläche.
Explosives Technoset: Kaum ein DJ steht heute so sehr für euphorisches Raven wie dieser. Seine Beats lassen im Uebel & Gefährlich kein Tanzbein ruhen.
Als einer der ersten Residents im Berliner Berghain, sorgte Len Faki mit seinen typischen Long-Sets für ungezählte Glücksmomente. Die ballernden Beats gehen direkt in die Beine und schieben, von der Tanzfläche wiederhallend, die Mundwinkel nach oben. Spätestens seit seiner Post-Rave-Nummer Rainbow Delta ist er jedem geneigten Technojünger ein Begriff. Neben dem Auflegen produziert er auf seinen Labels Figure und Podium eigene Tracks, supportet Künstler wie A.Mochi und Mikael Jonasson, arbeitete mit Größen wie Adam Beyer zusammen und ist so bald 20 Jahre im Geschäft. In Bunkers Ballsaal wird Len Faki von PunktPunkt und Clark Davis unterstützt.
Text: Ole Masch
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Zuschlagen beim Straßenmampf: Rollende Gourmetküchen aus der ganzen Republik parken auf dem Spielbudenplatz und brutzeln im Rudel.
Jeden Donnerstag steigt Rauch vom Spielbudenplatz aus in die Höhe. Drum liest es sich irgendwie komisch, dass dieses Food Truck Festival erst zum zweiten Mal auf der Reeperbahn steigt. Doch tatsächlich – am Wochenende kam es bisher nur im Mai zur Rudelbildung der Futterkutschen. Einheimische seien gewarnt – es wird voll werden. Parallel finden die Hamburg Cruise Days statt – bedeutet, das besonders viele Hamburg-Besucher unterwegs sind. Mitorganisator des großen Fressens ist übrigens die Lunchkarawane. Auf deren Onlineportal kann man checken, wo Foodtrucks auch wochentags in der Stadt unterwegs sind. Dann steht man wahrscheinlich weniger lange an, um in seinen Burger und Burrito zu beißen.
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Nicht wundern, wenn Skater, BMXer und Tätowierte zum Museum der Arbeit pilgern. Da dreht sich drei Tage lang alles um Streetart, Tinte und urbane Sportarten.
Lässig, bunt und akrobatisch: 45 Tätowierer, 20 Aussteller und über 30 Urban-Art-Künstler treffen auf 5.000 Gäste, die sich ein Bild fürs Leben unter die Haut stechen lassen. Ober sie gestalten die Wände mit urbaner Kunst. Oder sie nehmen an diversen Bike- und Board-Workshops teil. Oder sie feuern Skater und BMX-Fahrer bei Wettkämpfen an. Ganz schön was los, beim Ink & Ride in Barmbek-Nord.
Am Samstagabend macht das Festival einen kurzen Abstecher ins Molotow auf die Reeperbahn. Wobei es im gechillten Duktus eigentlich side trip heißen muss. Letztes Jahr war es schon totally crowded, dieses Mal wird es surely noch crazier. Und während die Wandgemälde bald ein paar Eimern Dispersionsfarbe zum Opfer fallen, werden die Hautverzierungen halten, halten und halten.
Gibt es das, ehrbare Kaufleute mit einem fairen Geschäftsmodell? Vier Unternehmen berichten von ihrem Weg „Mit Fairantwortung zum Erfolg“.
Warum fairer Handel? Wie reagiert der Kunde? Welche Hindernisse müssen überwunden werden? Hamburger Läden erzählen zum Auftakt der Fairen Woche von ihren Erfahrungen, anschließend ist Zeit für Fragen und Diskussion.
Fairer Handel umfasst viele Aspekte – unter anderem, Menschen in der dritten Welt eine Lebensgrundlage zu schaffen, damit sie überleben können und nicht vor Armut fliehen müssen. So reift langsam die Erkenntnis, dass korrekte Handelsbeziehungen zum „Globalen Süden“ auch gut zum wirtschaftlichen Erfolg Europas passen – wenn das kein Argument ist.
Hamburg, die Umwelt-, Olympia- und Hansestadt ist auch Fairtradestadt. Wenn es zu besseren Arbeitsbedingungen anderswo und wachsendem Bewusstsein hier beiträgt, dann doch gerne. Gastgeber der Diskussion sind die Initiatoren des Hamburger Modelabels recolution. Sie diskutieren unter anderem mit dem Goldschmied Jan Spille und Vertretern des WeltladenCityHamburg eG.
Die sechsköpfige Truppe mischt Punk, Pop und Psychedelic in herrlich furchtloser Manier. Das neue Album „Las Vegas“ im Rücken, wird sich fröhlich dem Glücksspiel gewidmet.
Geht ab: die Gitarre zerrt, das Becken scheppert, „Hullahulla-Taliban“ singt der Backround. Sogar ein Posaunist ziert Bühne sowie Sound und wir lernen: „Auch das Tote Meer hat Gefühle.“ Die Frontfrau erinnert mit ihrem Schneid an beste Humpe-Ideal-Zeiten und auch der Spaß kommt nicht zu kurz: „Darling, mach dich hübsch! Wir essen Hack!“ Das Femmes-Cover Add It Up kommt da nicht von ungefähr.
Ein Boot ist genau der richtige Ort für dieses urgewaltige Ereignis, „kein Entrinnen, wie von Sinnen“, es schaukelt das Schiff und die Suppe läuft das Bullauge runter. „Bingo Star, Bingo Star, you think, you are a Bingo Star!“ Auf der MS Claudia frönt man gemeinsam dem verwegnen aller Glücksspiele. Denn der Mann mit dem Glitzerzylinder ruft tatsächlich die Zahlen in die Runde und die Meute kreuzt fleißig an. Es gibt sogar Gewinne, die man angeblich nicht mehr vergessen wird.
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Sonja Glass und Valeska Steiner gehen mit ihrem Album „We Were Here“ den nächsten Schritt, vom Tagtraum in die Dämmerung – des Mojo Club.
Boy haben eine musterhafte Erfolgsgeschichte: Erst tapferes Tingeln durch die Clubs, dann das große Los in Form eines Plattenvertrags bei Herbert Grönemeyers Grönland-Label, schließlich das niedliche Album Mutual Friends, auf das sich unfassbar viele Menschen einigen konnten. Vier Jahre später melden sich Sonja Glass und Valeska Steiner nun mit einem neuen Album zurück. We Were Here. Viele der Songs darauf drehen sich um Bewegungen und Begegnungen. Rund anderthalb Jahre haben die beiden daran gearbeitet, probierten vieles, verwarfen einige Ideen wieder – und entdeckten so mehr oder weniger zufällig einen Sound, der den sorglosen Tagtraum des Debüts in die Dämmerung entführt. Glass: „Es gab kein Konzept. Wir wollten einfach den nächsten Schritt gehen.“ In der Tat: Bei Instrumentierung und Songwriting bleiben Boy zwar vertrauten Wegen weitestgehend treu, gestalten ihre Songs aber doch weiträumiger, ruhiger. Eine spannende zweite Etappe.
Text: Friedrich Reip
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Saisoneröffnung in den Galerien der Neustadt – im Doppelpack mit dem Kontorhausviertel. Es gilt: Sehen und gesehen werden und dabei sogar Kunst besichtigen.
Der große Rundumschlag: Während in der Admiralitätstraße die Galerie Conradi postinformelle Malerei von Sven Neygenfind zeigt, Dorothea Schlüter die Einzelausstellung Color Fields der Berliner Künstlerin Gabi Steinhauser und das Westwerk einer Manège à Trois (Abb.: Inge Pries) eine Plattform bietet, öffnen an diesem Abend ebenso Galerien im Kontorhausviertel und am Klosterwall – Robert Morat, Flo Peters oder Mikiko Sato starten in die neue Saison.
Ganz arge Kunstfetischisten widmen sich lieber an ruhigeren Tagen den Arbeiten, wenn der Trubel sich gelegt hat. Zur Eröffnung läuft ja doch immer jemand durchs Bild, getrieben von der Unruhe, anderswo könnte die noch wichtigere Veranstaltung sein. Für alle anderen gilt: Sehen und gesehen werden zum kollektiven Auftakt.
Aus einer Aktion von Hippie-Journalisten, Wissenschaftlern und Co. ging Greenpeace hervor. Diese Dokumentation erzählt die Gründungsgeschichte der NGO.
Greenpeace sind ja so etwas wie die alten Hasen des Umweltschutzes – kennt jeder und findet jeder unterstützenswert (außer man leitet einen Ölkonzern oder jagt Delfine). Aber wie war das früher, in den wilden Anfängen der Organisation? Die Dokumentation How To Change The World von Jerry Rothwell erzählt die Gründungsgeschichte der Non-Profit-Organisation, als kanadische Hippie-Journalisten, Fotografen, Musiker, Wissenschaftler und amerikanische Wehrdienstverweigerer 1971 mit ihrem Fischkutter in eine Testzone vor der Küste Alaskas schipperten, um den Abwurf einer Atombombe zu verhindern. Wie sie von der Küstenwache in den Hafen zurückgedrängt wurden. Wie sich aus der Keimzelle eine weltweite Bewegung formierte und mit halsbrecherischen Aktionen, bejubelt und verteufelt, für eine bessere Welt einsetzten. Gezeigt wird die Dokumentation im Studio Kino – wunderschöne Bilder und hassfördernde Episoden wechseln sich ab, nicht die Fiktion, sondern die Realität ist es, die uns im Kino nachhaltig bewegt.
Text: Lena Frommeyer
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Im Mojo Jazzcafé wird es ganz still am Mittwoch und so soll es auch sein, denn die Musik der Folksängerin raubt sicher allen den Atem.
Stille, von jetzt auf gleich. Das kann passieren, wenn Rachel Sermanni auf die Bühne kommt, ihre Folksongs auf der Gitarre spielt und dazu singt. Die Schottin schafft es, ihr Publikum mit offenen Mündern dastehen und staunen zu lassen, eben sofort zu berühren. Zuletzt geschehen beim australischen Woodford Folk Festival – und da waren nicht weniger als 10.000 Menschen vor Sermanni, die sich vielleicht fragten: Was muss eine erlebt haben, um solch umwerfend wunderbare Lieder zu kreieren? Und die Schottin mit den italienischen Wurzeln ist mit 23 Jahren wahrhaftig noch jung, betrachtet man die Tiefe und Reife ihrer Lieder. Wer selbst einmal ins Schweigen und Schwärmen geraten möchte, dem sei das Mojo Jazzcafé mit ihr am Mittwoch ans Herz gelegt.
Text: Erik Brandt-Höge
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