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Bling-Bling zum Überleben

 

National Geographic_biolumineszenz

Das Meer ist eine fantastische Welt aus Farben, Formen und Lichtern – ja richtig, Lichtern. Nicht nur die Sonne erhellt die Ozeane unter der Wasseroberfläche, auch einige Meeresbewohner selbst schwimmen als kleine Lichtquellen umher. So spenden sie sogar in der Tiefsee Licht, die kein Sonnenstrahl mehr erreicht.

Biolumineszenz nennt man den Effekt, der ihre Körper leuchten lässt. Das sieht nicht nur schön aus, sondern ist nützlich zum Überleben. Eine animierte, interaktive Grafik des Onlinemagazins National Geographic zeigt, wie Beutetiere mit ihrem Glanz Feinde verwirren oder Raubfische geduldig blinkend Beute anlocken. Mit einem Klick entwickelt sich das Schauspiel auf dem Bildschirm zum Leben.

Das Prinzip der Biolumineszenz ist, dass Lebewesen in ihren Zellen Licht erzeugen. Es ist ein Nebeneffekt einer chemischen Reaktion, bei der das Enzym Luciferase den Stoff Luciferin umsetzt. Nicht nur Meerestiere leuchten auf diese Weise, sondern auch Pilze oder Insekten, zum Beispiel Glühwürmchen. Auch sie finden einen Platz in der Grafik mit dem Titel Why Do Some Living Things Glow?.

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3 Kommentare


  1. Dass Lebewesen Licht und Elektrizität erzeugen können, ist ja kein Geheimnis.
    Das Interessante ist doch die Frage, in welchem Frequenzbereich die Natur das machen kann.
    Könnte ein Lebewesen auch Radiowellen erzeugen?
    Knochen die wie Richtantennen funktionieren, Proteine die Schwingkreise erzeugen.
    Wäre sowas denkbar?
    Könnten Lebewesen telepatisch über Radio oder Wlan-Frequenzen kommunizieren, kostenlos Hitradio Antenne1 hören, etc.?
    Der menschliche Funkverkehr wäre für diese Lebewesen wohl nicht störender als Hochhäuser oder Lichtverschmutzung in den Städten.


  2. Da ich selbst mehrere Jahre an marinen biolumineszenten Organismen geforscht habe, erlaube ich mir einige Anmerkungen:
    Es gibt zwei verschiedene Arten von Biolumineszenz. Einmal die im Text oben erwähnte Luciferas-Luciferin-Reaktion, die von den Tieren selbst gesteuert werden können (bei Insekten z.B. über die Regulation der Sauerstoffversorgung der Photozyten). Andere Arten, v.a. marine Fische, beherbergen Kolonien von biolumineszenten Bakterien. Diese leuchten ständig, und die Regulation des Lichtaustritts kann man sich vorstellen wie einen dauerleuchtenden Fernscheinwerfer mit den Lichtaustritt verhindernder Blende oder Abdeckklappe.
    Ausserdem möchte ich davor warnen, die ganzen Hypothesen der v.a. amerikanischen Kollegen zu ernst zu nehmen. Es gibt zwar diverse Ideen, wofür die Organismen das Licht verwenden könnten. Aber die wenigsten davon bisher vernünftig untersucht, und auch diese Untersuchungen waren immer sehr, na ja, sagen wir mal zweideutig. So dachte man z.B., dass (stationär sitzende) Leuchtkäferweibchen mit ihrem Licht herumfliegende Männchen anlocken. Aber warum sitzen dann z.B. die Larvenstadien meist auch da rum und leuchten vor sich hin? Und warum orientieren sich die Männchen olfaktorisch und finden die Weibchen genauso gut, wenn diese abgedeckt sind und die Männchen das Licht gar nicht sehen können? Vermutlich, um z.B. vorbeikommende Fraßfeinde wie Kröten zu erschrecken.
    Und bei den Tiefseeorganismen ist das noch viel schlechter untersucht. Ausser schönen BBC-Animationen, die rein spekulativ sind und wie gesagt vielen Hypothesen ist die Datenlage da sehr dünn. Countershading und burglar alarm und auch innerartliche Kommunikation mögen schon richtig sein, es fehlen bisher aber überzeugende Experimente.
    Und zu Kommentar Nr. 1: nö, glaub ich eher nicht. Wäre den Neurophysiologen sicherlich aufgefallen, da die sowieso ständig mit Störsignalen zu kämpfen haben. Aber Elefanten können mittels niederfrequenter Substrat- und Schallwellen kilometerweit kommunizieren.

  3.   Kramer

    Frage/Vermutung zu Telepathie oder „Verständigungswellen“:
    Zwischen einem neugeborenen Baby und seiner Mutter gibt es m.E. telepathische Verbindungen, die sich in vielfältiger Weise zeigen. Leider gehen diese Verbindungen nach einigen Wochen verloren, aber es gibt sie!

 

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