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Voyeurismus im Zeitraffer

 

Wenn sich zwei Menschen, die aneinander Interesse haben, zu einem "DVD-Abend" verabreden, wissen sie in der Regel, wo sie am nächsten Morgen aufwachen werden. Das ist auch der klassische Ausgangsmoment des Kurzfilms Me & You von Jack Tew, bei dem wir in einem Schlafzimmer heimlich Voyeur spielen und im Zeitraffer zusehen dürfen, wie eine Beziehung entsteht – und wieder endet. Der Clou: Alle Szenen wurden aus der Perspektive einer einzigen Überwachungskamera gedreht.

Zwei Menschen, ein Raum, auf sieben Minuten gestaucht. Im Bett wird geliebt, gegessen, getanzt. Doch mit der Zeit verwahrlost das Zimmer immer mehr, dreckige Kleidungsstücke stapeln sich genauso wie dreckige Teller, von der Decke tropft es bei Gewitter hinein – die Vorboten des Endes.

Weitere Teilchen finden Sie hier. Dort werden Sie auch schnell bemerken, dass wir der Liebe einen tiefen Blick einräumen – auch wenn es manchmal etwas länger dauert.

6 Kommentare

  1. Avatar  Niko

    Wo bekommt man dieses Plüschtier her und was sagt es die ganze Zeit?


  2. Ich höre „I come in peace“ ;)

  3. Avatar  Tobias

    Es sagt „I come in peace“, zu Deutsch also „Ich komme in Frieden“.

  4. Avatar  Rob

    wir sind doch alle ein bisschen gleich

  5. Avatar  nightmary

    schade, dass er die bettwäsche erst nach ende der beziehung wechselt und nie zuvor währenddessen. klar, ist hier als stilmittel gebraucht, aber beim film „Like Crazy“ (2011) wurde es geschickter gelöst:

  6. Avatar  Christoph S.

    Die Halbwertszeit einer Beziehung ist dann erreicht, wenn man ungeniert voreinander furzt.

 

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