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Geisteraustreibung in 8K

 

Ob in Geisterstädten tatsächlich Geister wohnen? Je mehr Pixel, desto mehr sieht man, dachten sich vielleicht Luke und Marika Neumann, als sie sich auf den Weg machten, um eine Geisterstadt in 8K zu filmen. Damit holten sie sich den Ruhm, das erste 8K-Video auf YouTube online gestellt zu haben.

8K, das sind 7.680×4.320 Pixel. Zum Vergleich: Wenn Sie sich im nächstgelegenen Multiplex einen Blockbuster ansehen, wird der in der Regel mit einer Auflösung von 4K projiziert. Wo nun all diese Pixel auf einem Bildschirm auftauchen sollen, weiß bisher keiner so recht. Denn, es gibt eigentlich kaum Geräte, die diese Auflösung wiedergeben können. Und wenn, könnte man sich ja auch erst mal fragen, was dort eigentlich zu sehen ist. Die Eier, die für die elegischen 8K-Schwenks in einem der Geisterhäuser drapiert wurden, sind zwar wirklich gestochen scharf. Es ist aber nicht wahrscheinlich, dass man so den Geistern der Stadt näher kommt. Für die Wissenschaft sind hochauflösende Bilder mit Sicherheit ein Segen. Aber für Kulturtechniken, die sich auf die Suche machen, nach dem „Mehr“ zwischen Himmel und Erde zu suchen, können sie durchaus ein Graus sein. Man kann zuweilen sogar das Gefühl bekommen, dass die immer hochauflösenderen Digitalbilder den Dingen ihren Zauber und somit auch ihre Geister nehmen. Und so kann man vielleicht auf YouTube nicht nur das erste 8K-Video sehen, sondern auch eine veritable Geisteraustreibung in High End verfolgen.

Wenn Sie denn über den entsprechenden Bildschirm verfügen.

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