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Er foltert gerne, aber…

 

 

Ramsay Bolton ist ein zutiefst missverstandener Mensch. Fans von Game of Thrones lieben es, ihn zu hassen. Dabei hat er durchaus seine Qualitäten. Der Ruf eines Mannes ist eben eine Frage der Perspektive. (Spoilerwarnung an alle, die nicht auf dem aktuellen Stand der Serie sind.)

Eine Erkenntnis, mit dem so mancher PR-Berater seine Brötchen verdient. In Westeros wäre auch locker Kuchen drin. Bei dem Bedarf an Imagepflege ließe sich leicht eine goldene Nase (oder goldene Hand) verdienen. Jaime Lannister würde bereitwillig tief ins Portemonnaie greifen, um seinen Spitznamen Kingslayer loszuwerden. "Unüberbrückbare Differenzen" hätten Robb genauso elegant aus seiner arrangierten Ehe gelöst wie Katie Holmes und niemand könnte mit dem Begriff Red Wedding etwas anfangen. Stannis würde in Winterfell die Füße hochlegen, nachdem jemand seinen Männern professionell kommuniziert hat, dass man halt manchmal seine kleine Tochter verbrennen muss.

Ramsay wäre ein höflicher, pflichtbewusster Mann, der aufgrund seiner schwierigen Kindheit ein paar harmlose Marotten hat. Wer würde nicht anfangen, Gefangene zu kastrieren, wenn Papa nie Zeit hat? Eben. Erst mal an die eigene Nase greifen, bevor man mit dem Finger auf andere zeigt. Wovon bei Bolton Jr. sowieso abzuraten ist, solange sich spitze und/oder scharfe Gegenstände in greifbarer Nähe befinden.

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1 Kommentar

  1. Avatar  Siri W.

    Nun er war ein armer Junge halt, Papa hatte keine Zeit, Mama auch nicht.

    Das nennt man dann Trauma! Die innere Leer ausfüllen.

    Aber ist es nicht viel perfider wenn man die Kastration vornimmt, an den noch kleinen Kindern damit die später ein berühmter „Divos“ wird?

    Hach die hochgelobte europäische Kunst und Kultur, die Klassik des 17. und 18. Jahrhunderts!

    „Evviva il coltellino“ entfesselt jubelte das Publikum im 18.Jahrhunder, wenn der Sänger mit Falstt Stimme die allerhöchsten Töne in den Sall verströmte! Große Komponisten schieben nicht nur Opern für die „Divos“ nein ganze Messen, und mit ihrem Gesang machten sie dem Publikum klar das es das „dritte Geschlecht“ gab. Bejubelt, gefeiert. Der Vatikan hielt sich eine ganzen Chor diversers „Divos“ für seine langen Chorgesänge. Und die armen der Italienischen Bevölkerung liessen ihren Knaben kastrieren in der Hoffnung, das diese später in einer der Chöre der Kirche unterkamen. Denn dort waren sie versorgt.

    Das diese zum allergrößten Teil überhaupt nicht musikalisch waren, das, ja nun dieses „konnte man ja vorher nicht wissen!“

    Und selbst Mozart pflegt seinen Kontakt zu „Divos“. Ich sage ja , das 18.Jahrhundert, der Aufbruch, die Aufklärung, hach wie schön!

    PSl ich finde Arya Stark, ( Maisie Williams) einfach klasse! Sie ist ein Satansbraten und wäre es in der heutigen zeit auch! Nicht bequem, und so mancher würde sie auch heute am liebsten dann , nun ja.. ich mag diese Figur!

    j

 

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