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DJ Witzbold gegen seine eigene Crowd

 

Gleich kommt er. Genau an dieser Stelle. Jetzt noch einmal in sich gehen. In ein paar Sekunden reißen wir den Laden ab. 3, 2, 1, Drop! Moment. Was?

Eigentlich weiß es jeder, manche wollen es sich nur nicht eingestehen: Clubs sind blöd. Irgendwann hat einer der ganz großen Schurken der Weltgeschichte beschlossen, dass Clubs cool sind. Dass es cool ist, ein paar Gorillas darüber entscheiden zu lassen, ob jemand würdig ist, einen stickigen, dunklen Raum zu betreten. Einen Raum, in dem Bier fünf Euro kostet, der Wert eines Menschen nur durch sein Aussehen bestimmt wird und man schon mal einen Faustschlag von einem 16-Jährigen kassiert, der nur da ist, weil er der Cousin eines Gorillas ist.

Sogar auf die Musik kann man sich heutzutage nicht mehr verlassen. Und das ist es doch, warum man sich all das gefallen lässt. Wenn man all die Strapazen auf sich genommen hat, der Vodka-O in die Blutbahn übergeht, kann man den Alltag endlich loslassen und mit der Musik tanzen, statt nur dazu. Es sei denn, der DJ hat andere Pläne. So wie der Plattenwender im Video von Blogrebellen. Eigentlich sagt man ja Chirurgen einen Gottkomplex nach. In Wahrheit sind wir dem Ego machttrunkener Knöpfchendrücker ausgeliefert, die sich als Musiker verstehen. Aus großer Soundcloud folgt große Verantwortung.

Weitere Teilchen finden Sie hier.

1 Kommentar

  1.   Smash

    Wenn Leute wie der Autor Clubs nicht cool finden, werden sie vielleicht bald wieder cool

 

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