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Kundendienst: Ein ernst gemeintes „Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen“ – aber nur das

 

Intriganten schleichen sich unentdeckt an ihre Opfer und spielen ihnen glaubwürdig falsche Tatsachen vor. Dazu braucht es keine Theaterbühne oder Fernsehserie, das gelingt auch einer Seite auf Facebook. Ihr Trick: Ein Seitenname, der so gut wie allem zugeordnet werden kann und an dem die meisten nicht vorbei kommen – der "Kundendienst".

Im Netz wird der Tonfall schnell rau – besonders dann, wenn unzufriedene Kunden ihrem Ärger Luft machen. Kundendienste sind dann um Deeskalation bemüht, aber bei Facebook treibt sich ein Gegenspieler rum. Während offizielle Kundendienste mit offiziellen Profilen versuchen, Fragen zu beantworten und Beschwerden zu klären, schiebt sich der "Kundendienst" zwischen die Dialoge und reagiert wenig neutral: mit humorvollen und nicht immer sachlichen Antworten auf Fragen an Unternehmen und Beschwerden über Dienstleistungen. Immerhin schließt der allumfassende "Kundendienst" immer mit der – vielleicht nicht mal unernst gemeinten – Formel "Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen."

Erkennt der meckernde Kunde die Satire nicht, fühlt er sich nicht ernst genommen. Mit Recht zwar, allerdings nicht von einem realen Kundenservice. Er kam in die Dienste einer Seite, die sich zur Aufgabe gemacht hat, auf alle Fragen und Beschwerden zu reagieren, die sie auf Facebook entdeckt. Ein Robin Hood für verprellte Kunden sozusagen – nur nicht mit der Absicht zu helfen, sondern zu unterhalten.

So lustig der "Kundendienst" auch ist – er ist ein Abklatsch. Der erste, der Facebook im großen Stil für solche Streiche benutzte, war der amerikanische Stand-up-Comedian Ben Palmers. Unter dem Namen "Customer Service" versichert er Kunden, die sich nicht ernst genommen fühlen, dass man sie wirklich nicht ernst nehmen wolle. All seinen "Customer Service"-Antworten fügt Plamers eine gut gemeinte Verabschiedung hinzu: "Hope this helps!"

 

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17 Kommentare

  1.   Klaus M

    @jabba: „Erklärt doch mal, warum in Eurem schmierigen Propagandablättchen nur noch die Kommentarfunktionen von solch albernen Sommerloch-Beiträgen wie diesem hier aktiv sind.“

    Damit Schmierfinken wie Sie Ihren Hass irgendwo los werden können – immer noch besser als Flüchtlingsunterkünfte anzuzünden, wie das diejenigen tun, die ihre dürftigen Ansichten nicht einmal mehr in aggressives Vokabular umsetzen können. Was Ihnen immerhin gelingt. Viel ist das allerdings nicht. Aber das, was man bei einer Schabracke eben erwartet.

  2.   ich

    Es gibt einen Fake Account auf Facebook. Na sowas. Und daraus machen sie:

    1. eine Pseudo Story

    2. Werbung dafür

    Das ist schon bemitleidenswert.

  3.   ich

    noch eine Anmerkung:
    Dieser Facebook Account und dessen Posts sind weder intelligent noch kreativ. Worin bestand dann der Grund, dafür einen Artikle zu schreiben? Selbst Schülerzeitungen bringen da mehr Sinn mit

  4.   Herr B. Rochlitz

    An jabba – man sollte Sie teeren+federn und dann in die weite Welt schicken…)

  5.   dr.morawetz

    … Mir wurde heute geholfen, … selten so amüsiert die satzgewordene Gehirnleistung der Kommentare gelesen.

  6.   Veräntergung

    Sie haben eine Beschwerde?
    Wir sind entsetzt, und lösen sofort unseren Betrieb auf.

  7.   TeSolycMandalor

    @jabba

    Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr!

    Ihre Meinung ist uns wichtig!

    Wir bedanken uns für Ihren konstruktiven Kommentar zur Online-Ausgabe unserer Zeitung!

    Weitere Anregungen zur Zeitungskritik und viele gleichgeschaltete Köpfe finden Sie unter

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    Wir hoffen, geholfen zu haben!

    Ihr ServiceTeam

 

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