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Die Toten von Paris

 

 

Die Opfer von Paris
Das Bild zweier Opfer der Anschläge in Paris am Place de la République. Bei einer Serie von Terrorattentaten wurden 129 Menschen getötet. Foto: Uwe Anspach/dpa

Nach den Anschlägen in Paris konzentrieren sich die Medien vor allem auf die Attentäter und das Thema Sicherheit. Doch welche Menschen sind dem Terror zum Opfer gefallen? Der Guardian ist dieser Frage nachgegangen und gibt einen Überblick. Dabei wird deutlich: Herkunft, Hautfarbe und Glaube spielte für die Attentäter keine Rolle.

Mehr als 100 der 129 Terroropfer von Paris sind inzwischen identifiziert. Der Guardian hat bislang die Namen von Menschen aus zwölf verschiedenen Ländern zusammengetragen. Darunter:

Amine Ibnolmobarak aus Marokko: Der 28-jährige Architekt wurde auf der Terrasse des Restaurants Le Carillon erschossen, seine Frau liegt schwerverletzt im Krankenhaus.

Nick Alexander aus Großbritannien: Der 36-Jährige verkaufte Merchandise für die Eagles of Death Metal um Kyuss-Mitgründer Josh Homme. Die Stoner-Rock-Band trat in der Bataclan-Konzerthalle auf, in der die meisten Menschen starben. Alexanders Freundin Polina Buckley setzte auf Twitter einen Hilferuf ab – vergeblich.

Elodie Breuil aus Frankreich: Die 23-Jährige war mit Freunden nach Paris gekommen, um sich den Auftritt der Band anzuschauen. Einer aus der Gruppe habe Schüsse gehört und sei nach draußen gerannt, sagte er dem US-Magazin Time. Als sich die meisten der Freunde draußen wiedertrafen, bemerkten sie, dass unter anderem Elodie Breuil fehlte.

 


4 Kommentare

  1. Avatar  Welch friedliche Welt

    Wer schuf die Attentäter? Wer verkauft dem IS seit Jahren Panzer, Raketen, Maschinengewehre, Sprengstoff, modernste Fahrzeuge? Warum drücken sich unsere Medien um diese Fragen und instrumentalisieren die Toten? Anderes ist es nicht. 21 Banken nennt der IS sein eigen; gestern bei Günter Jauch versuchte Ulrich Wickert mal so ganz vorsichtig auf die Historie der Kriege der Franzosen, die sie seit 1916 im Nahen Osten führen, hinzuweisen. Darauf wurde nicht eingegangen, Frau vdL lamentierte was von Zusammenhalt …Ursachen sucht jeder Arzt beim Patienten, wenn der schwer erkrankt ist. Europa ist schwer erkrankt, der Nahe Osten. Wohin führt uns dieses Vertuschen und Verschweigen? Keine Gedenkminute für die ermordeten Ärzte, Pfleger der Klinik von Ärzte ohne Grenzen in Afghanistan, keine Gedenkminuten für die täglichen Toten Syrer, Iraker …Frauen, Kinder. Diese Barbaren sind keine Außerirdischen, die angeflogen kamen – es sind vor allem die ehemaligen Offiziere, Generäle u. Armeeangehörigen von Hussein, die nach dessen Ermordung als Suniten untertauchen mussten. Wie formulierte es der Vorsitzende der Arabisch Deutschen Gesellschaft: Ohne die USA gäbe es gar keinen IS. Ich möchte ergänzen: Ohne die Waffengeschäfte mit dem IS gäbe es keine Menschen, die zu Hunderttausenden ihre Heimat verlassen müssen und hier als Last empfunden werden. Unsere Opfer, schaut hin. Und, es werden immer mehr werden, das ist doch nur der Anfang. Hollande will Krieg führen, den führt Frankreich seit 1916 im Nahen Osten …

  2. Avatar  365-international

    Ich kann einem Vorschreiber nur zustimmen. Die Ermordung von Unschuldigen in Paris, ist für uns in Europa NOCH etwas Außergewöhnliches. In den Herkunftsländern unserer Flüchtlinge sind diese Attentate und schlimmeres alltäglich.

    Nchts wird die Ermordeten von Paris wieder zurückbringen aber ich hoffe, dass ihr sinnloser Tod dazu beiträgt, Menschen und Politiker in ganz Europa dazu bewegt, ernsthaft Lösungen und Strategien zu erarbeiten, die aus dem „Flüchtlings-Thema“ einen gemeinsamen Weg werden lässt, der:

    – den Flüchtenden ein würdevolles Leben und Integrationsmöglichkeiten in ganz Europa ermöglicht

    – den internationalen Waffenhandel unterbindet

    – dazu führt, dass eine gemeinsame Außenpolitik betrieben wird, bei der Menschenrechte und Ausbildungshilfe im Vordergrund stehen und nicht wirtschaftliche Interessen

    – erkannt wird, dass es keine Trennung zwischen Innen- und Außenpolitik gibt weil beides unentwirrbar miteinander verwoben ist

    – nationale Politik und nationale Interessen in die Geschichtsbücher verbannt, als ein Kuriosum aus der Vergangenheit

    – bewirkt, dass die USA mit ihrer Kolonialpolitik und ihren Konzentrations-/Folterlagern endlich an die europäische Kette genommen werden

    – deutlich macht, wie sinnlos die Vorratsdatenspeicherung im Kampf gegen solche Anschläge/im Kampf gegen den Terrorismus ist

    – die Zahl an Anschlägen in anderen europäischen Städten und weitere in Frankreich so gering wie möglich ausfallen lässt (kommen werden sie auf jeden Fall)

    – Politiker erkennen lässt, dass Deals, wie der mit der Türkei, der es der türkischen Regierung ermöglicht, ohne internationale Ächtung ethische/politische Minderheiten zu ermorden und oder zu unterdrücken absolut inakzeptabel sind

    – die selben Politiker erkennen lässt, dass eine Abschottung Europas keine funktioierende Lösung ist

    Zugegeben – dass sind ziemlich viele Punkte. Und es wird vermutlich noch viele weitere Tote in und außerhalb Europas kosten, bevor die wesentlichsten Punkte berücksichtigt werden. Aber es wird kein Weg daran vorbei führen.

    Darüber hinaus gibt es ja noch ein bis zwei weitere Probleme, denen Europa ebenfalls nur dann begenen kann, wenn es ernstahft beginnt, zusammen zu rücken.

  3. Avatar  Uxmal

    Danke für die Worte meiner Vorkommentatoren – ich dachte schon, ich bin mit solchen Gedanken alleine (gerade wenn man die hoch-gevoteten Kommentare unter den anderen Artikeln liest)…

  4. Avatar  andreas73

    wenn man überlegt, dass die Waffen mit denen die vielen unschuldigen Menschen in Paris gestorben sind aus den europäischen, amerikanischen oder russischen Waffenschmieden entstammen……..
    Es ist für mich nicht nachvollziehbar warum mit Waffen so frei und bedenkenlos gehandelt werden kann. Eine Firma die z.B. 1.000.000 Kalaschnikow hergestellt hat, sollte doch genau sagen können, wo sich diese Waffen befinden.

    Wer kann eigentlich solche Waffen kaufen? Wird da nicht kontrolliert? Kann jeder der entsprechend das Geld hat Waffen kaufen???

    Wenn hochwertige Autos geklaut werden, kann man diese auch über GPS auffinden. Warum wird das nicht bei Waffen gemacht?
    Zudem gibt bestimmt technische Möglichkeiten, dass Waffen nur funktionieren wenn diese vom rechtmäßigen und dokumentierten Besitzern getragen werden.

    Aber die weltweite Waffenlobby ist Mächtig, viel zu Mächtig. Die produzieren Waffen zum töten ohne Rücksicht darauf wer schließlich getötet wird.

    Jeder der in einer Waffenfabrik arbeitet oder irgendwie mit Waffenhandel / Produktion o.ä. zu tun hat, sollte seine Arbeit einstellen und auf eine staatliche Regelung bzgl. des geordneten und kontrollierten Waffenhandels einwirken.

    Man muss dem Terror das Werkzeug nehmen.

 

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