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„Yanny“ oder „Laurel“ – was hören Sie?

 

Seit der Debatte um #TheDress, ein blau-schwarzes oder doch weiß-goldenes Kleid, war das Internet nicht mehr so gespalten. Dieses Mal geht es um Vokabeln.

Diskutiert wird über einen kurzen Audioclip: Auf der Website vocabulary.com werden Begriffe erklärt und von einer computergenerierten Stimme vorgelesen. Ein Schüler aus dem US-Bundesstaat Georgia nahm die Datei für die Vokabel "laurel", auf Deutsch "Lorbeeren" oder "Lorbeerkranz", auf und spielte sie seinen Freunden vor. Die waren geteilter Meinung: Sagt die Stimme "Laurel" – oder nicht doch den Namen "Yanny"?

Der Clip wurde zunächst auf Reddit gepostet, verbreitete sich rasant über die sozialen Netzwerke und inzwischen verzeichnet die kleine Audiodatei knapp 20 Millionen Aufrufe.

Seitdem wird im Netz diskutiert – unter prominenter Beteiligung: Für die Sängerin Katy Perry ist es eindeutig, die Stimme sagt "Laurel".

Zu diesem Ergebnis kommt auch die Moderatorin Ellen DeGeneres.

Die US-amerikanische Schauspielerin und Produzentin der Serie Girls, Lena Dunham, dagegen vertritt das "Yanny-Lager" und schreibt, jeder, der "Laurel" hört, würde zum Spaß Menschen umbringen.

Auch der Bestsellerautor Stephen King beteiligt sich an der Diskussion. Und weiß selbst nicht mehr, was er hört:

Eine Erklärung für das akustische Phänomen liefert die New York Times: Mit einem Spektogramm, das die Frequenzen akustischer Signale im zeitlichen Verlauf darstellt, zeigen die Autoren eine Möglichkeit, wie es zur Laurel-Yanny-Verwirrung kommen konnte: Beim Aufnehmen des Clips für das Wort "Laurel", der über Lautsprecher abgespielt wurde, wurden Umgebungsgeräusche und höhere Frequenzen mitaufgezeichnet, die – wieder abgespielt – in manchen Ohren wie "Yanny" klingen. Diese Interpretation stützt auch Brad Story, Professor an der University of Arizona.

Für Skeptiker hat die New York Times sogar ein Tool gebastelt, mit dem sich die Frequenzen regeln lassen.

So kann, ganz versöhnlich, jeder hören, was er will.

Weitere Netzfundstücke gibt's im Teilchen-Blog.

25 Kommentare

  1. Avatar  meierzwo

    Ich höre sowas wie „Je-a-ry“. Nix anderes. Bin wohl zu blöd.

  2. Avatar  Flugboot

    Ich höre sowohl Laurel als auch Yanny. Laurel hat eine tiefere, Yanny eine höhere Tonlage. Dementsprechend kann der Höreindruck eben variieren, je nach Hörempfinden des Einzelnen, aber noch viel mehr je nach Wiedergabegerät. Auf einem Handylautsprecher klingt das Tonstück ganz anders als auf einem Wohnzimmerlautsprecher.

  3. Avatar  Frank_G

    Ich höre „hear me“ und würde mich (im übertragenen Sinne) „dafür totschlagen lassen“. My 50 cts.

  4. Avatar  dackel im sturm

    nothing ? is that what he said ?? nothing ???

  5. Avatar  MehowSri

    Ich habe im Equalizer meines Mediaplayers herumgespielt, bis ich statt Yanny Laurel gehört habe und jetzt höre ich auch bei Standardeinstellungen nur noch Laurel.

    Im Gegensatz zur unterschiedlichen Farbwahrnehmung durch unbekannte Belichtungssituation finde ich dieses Phänomen sehr interessant.

  6. Avatar  Schublade7

    Yeanny. Ich höre da kein Laurel.

  7. Avatar  Åkerlund

    Yearring?

  8. Avatar  Mr.X at OWL

    „Yanny“ oder „Laurel“? Weder noch. Ich höre da ein „Jerry“ wie es wohl klingt nachdem man sie durch eine Soundkompressor geschickt hat.

  9. Avatar  cardiac

    Also ich höre recht eindeutig „Yerry“, oder im Sinne der beiden Optionen sowas wie „Yaraul“, also am Anfang eindeutig ein Y statt L und ein a/e statt au/o, am Ende aber garantiert kein n. Verrückt.

  10. Avatar  Lutzewald

    Wenn man es auf dem Handy hört, unterscheidet es sich stark, je nachdem, wie nah man am Lautsprecher ist. Mag dran klingt nach laurel, weiter weg nach yearry

 

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