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Hören Sie mal, wie schön das Grundgesetz klingt

 

 

Heute feiert die deutsche Verfassung ihren 70. Geburtstag. Doch kennen Sie das Grundgesetz eigentlich im Detail? Deutschland ist dank seiner Verfassung in den vergangenen Jahrzehnten für viele Menschen zu einem Vorbild für Demokratie und Respekt, für Recht und Wohlstand geworden. Das Hamburger Abendblatt hat deshalb gemeinsam mit der ZEIT-Stiftung einen Film produziert, in dem 20 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ausgewählte Artikel vortragen. Denn die Initiatoren des Projekts waren sich einig, dass, wer die Einzigartigkeit des Grundgesetzes verstehen will, dieses sehen und hören müsse.

"Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt", sagt Hamburgs Altbürgermeister Klaus von Dohnanyi und leitet den Film mit Artikel 1 des Deutschen Grundgesetzes ein. Aber auch andere Hamburger Persönlichkeiten aus Musik, Gesellschaft und Kultur, wie Sängerin Nena, Sänger Udo Lindenberg, Moderator Reinhold Beckmann oder die Bischöfin Kirsten Fehrs tragen einen der 146 Artikel der Verfassung vor.

"Wir wollen mit diesem Film das Grundgesetz erlebbar machen und den wichtigsten Artikeln ein Gesicht geben", sagen Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider und Michael Göring, Chef der ZEIT-Stiftung. Und das Gesicht der Freizügigkeit ist Olivia Jones. "Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet", ruft die Entertainerin vor ihrer Bar in der Großen Freiheit – meint damit aber natürlich eine andere Freizügigkeit als die, mit der man auf der Reeperbahn gemeinhin konfrontiert wird. Denn Freizügigkeit im juristischen Sinne bedeutet unter anderem, dass Menschen das Recht haben, ihren Wohnort frei zu wählen.

Auch ZEIT-Chefredakteur Giovanni Di Lorenzo ist in dem Film zu sehen. Er liest Artikel 5 vor, der die Meinungs- und Pressefreiheit garantiert:

"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu informieren. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."

Der Film nimmt Sie mit auf eine siebenminütige Reise durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Kommen Sie mit!


13 Kommentare

  1. Avatar  LinuxSchurke

    Warum sollten Vertretern und Vertreterinnen aller drei monotheistischen Religionen sprechen ? Erst mal gibt es noch andere Religionen die nicht monotheistisch sind, und zum Zweiten, der Staat an sich ist im Grunde religionsfrei, er garantiert nur die freie Religionsausübung (solange andere nicht von Religionen „vergewaltigt“ werden).

  2. Avatar  matius2

    Schön und gut .
    Aber letztlich ist es doch nur ein Leitfaden den man biegen kann wenn man an den richtigen Hebeln sitzt.
    Nichts gegen die Substanz des GG (so wie die meisten es hier verstehen) aber die Interpretation ist dehnbar wie das Gesetzbuch .
    Man muss nur gut begründen können.

 

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