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Erst Haie, dann Robben und nun eine Riesenqualle

 

Für die Biologin Lizzie Daly ist es eine einzigartige Erfahrung: Sie schwamm mit einer rund 1,5 Meter langen Lungenqualle vor der britischen Küste. Mit dem Video dazu liefert sie nicht nur eindrucksvolle Bilder, sondern auch ein wichtiges Statement.

Um zu zeigen, wie vielfältig die Tiere vor der eigenen Haustür sein können, rief Lizzie Daly die Wild Ocean Week ins Leben. Vom 7. bis zum 14 Juli suchte sie zusammen mit ihrem Kollegen und Kameramann Dan Abott an der Küste von Falmouth, Cornwall, nach Meerestieren, um sie mit ihrer Kamera festzuhalten.

"In Großbritannien kannst du Haie direkt vor der Haustür sehen", schrieb sie auf Instagram. Laut ihren Angaben wurden in britischen Gewässern bisher rund 30 verschiedene Haiarten entdeckt. Der Blauhai auf ihrem Bild ist zwar keine Neuentdeckung, aber dennoch beeindruckend.

Am zweiten Tag erwischte sie eine Kegelrobbe. "Sie konnte einfach nicht genug von uns bekommen", schrieb Daly. Zum Abschluss ihrer Kampagne entdeckte sie jedoch etwas, mit dem sie zu diesem Zeitpunkt wohl nicht rechnete: die Riesenqualle.

"Was für ein unvergessliches Erlebnis. Ich weiß, dass Lungenquallen wirklich groß werden, aber so etwas habe ich noch nie zuvor gesehen!", schrieb sie dazu auf Instagram. Verständlich, denn mit einem Schirmdurchmesser von 90 Zentimetern zählen die Tiere zur größten Quallenart im Mittelmeer und im britischen Küstenraum.

Hauptsächlich ernähren sich die in der Wissenschaft als Medusen bezeichneten Tiere von Plankton. Und davon gibt es gerade in den Sommermonaten an der südenglischen Küste genügend. Zu Hause sind die Tiere übrigens an den Gewässern entlang aller europäischen Atlantikküsten und im Mittel- sowie Schwarzen Meer. Sie können aber auch in der Nord- und Ostsee vorkommen.

Im Gegensatz zu den Quallen, mit denen so mancher eine negative Urlaubserfahrung verbindet, sind die Stiche der Lungenqualle nicht gefährlich. Ihre Nesselzellen lösen höchstens ein Unwohlsein beim Menschen aus. Wer also beim nächsten Badeurlaub auf eine trifft, braucht sich nicht zu fürchten.


22 Kommentare

  1. Avatar  DanniehsMeinung

    Das Statement? Es gibt so wunderbare, tolle und faszinierende Tiere direkt vor unserer Haustüre – es lohnt sich, die Umwelt zu schützen und die Diversität der Tierwelt schätzen zu lernen. Der Mensch ist nicht Mittelpunkt der Welt. Auch wenn er sich leider dazu macht.

  2. Avatar  Redukteur

    Und wieder einer (david.s.), der sich ach so erhaben dünkt.

  3. Avatar  Bunsen

    Beeindruckend war auch die Begegnung von Tauchern mit einem verletzten Manta-Rochen, der scheinbar gezielt die Hilfe von diesen forderte.
    Einen Angelhaken an seinem Augen zu entfernen. Faszinierend.

    So was kommt sicher öfters vor, wurde nur erstmals gefilmt.

  4. Avatar  david.s.

    was für kommentare… wow… fast jeder sagt mehr über die kommentarschreibenden aus als ihnen sicherlich lieb ist.
    ist ja eigentlich klar was lizzie daly und der schreibende tim kröplin uns damit sagen will. SCHÖN ich bedanke mich für neues wissen

  5. Avatar  Bernhard.Riemann

    Alles nur Links auf Instagram? Konnte weder Bilder noch Video sehen. Na ja, dann eben nicht ^^

  6. Avatar  Kumin

    Eine Qualle die 1,50 Meter lang ist IST ziemlich groß. Auch wenn sie auf dem Bild noch größer wirkt -zumindest für jemanden, der nicht so oft im Atlantik tauchen geht.

  7. Avatar  Shibboleth

    Kein Tier ist häßlich. Häßlichkeit liegt im Auge des Betrachters und ist rein subjektiv. Die obige Qualle sieht für eine Qualle wunderschön und gesund aus.

    Es wundert mich, daß Daly dieses Treffen überlebt hat. Gut, diese Qualle ist nicht so gefährlich wie die supergiftige und winzige Irukandji [*], aber immerhin!

    [*] https://de.wikipedia.org/wiki/Carukia_barnesi

  8. Avatar  Adameck

    Einfach beeindruckend, wie von einem anderen Planeten.

  9. Avatar  Schnel

    „… Bei 0:44 kann man erkennen, dass die Qualle nicht so riesig ist …“

    Und wenn sie sich bei 1:13 auf den Kopf stellen un d laut ogottogott rufen sehen sie das es bloß der Stöpsel eiens Waschbeckens ist. Echt!

    Der Biologin geht es im übrigen um biologische Vielfalt vor der eigenen Haustür und das es sich lohnt, mal genauer hinzu schauen, also nur schauen, nicht jagen und essen oder mit dem Kreuzfahrschiff drüber rollen. Einfach nur gucken und Aufnehmen …

 

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