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Italienische Oma vs. Coronavirus

 

Gepostet von Alice Brignani am Mittwoch, 4. März 2020

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Eine italienische Oma weiß Rat, wenn es um das Coronavirus geht. In einem Video gibt sie humorvolle Hygienetipps und findet zugleich klare Worte gegen Rassismus.

"Wie oft hab ich euch gesagt, wascht eure Hände?", fragt die ältere Frau. Oft genug, findet sie und betont: Regelmäßiges Händewaschen ist nicht erst seit der Ausbreitung des Coronavirus wichtig.

Wenn es ums richtige Niesen geht, muss jedoch auch diese kluge Frau ihre bewährten Floskeln überdenken. "Ich hab immer gesagt: Hand vor den Mund! Jetzt sage ich: Ellbogen vor den Mund."
Noch lässiger wird es erst, wenn die Oma das Ganze als Dab vormacht. "Cool, oder?" fragt sie. Allerdings.

Um Infektionen zu vermeiden, schlägt sie vor, Küsschen und Umarmungen erst mal sein zu lassen. Doch sie hat einen Alternativvorschlag: Bei minimalem Körperkontakt biete es sich an einfach zu zwinkern. Ein zugedrücktes Auge zu einem freundlichen Hallo – das macht jede Begrüßung fast so herzlich wie eine Umarmung.

Doch die italienische Nonna findet auch ernste Worte: "Lasst uns keine ethnischen Gruppen diskriminieren", fordert sie in Punkt vier. Wer die Schuld am Corona-Ausbruch trage, sei dabei irrelevant. Und sie ruft noch mal ins Gedächtnis: "Das Coronavirus wird vorbeigehen. Diskriminierung bleibt. Dagegen gibt es keine Impfung."

Zum Schluss wendet sie sich noch mal an Menschen in Versorgungsnotlagen und bietet in großmütterlicher Manier ihre Hilfe an: "Wenn es im Supermarkt nichts mehr zu Essen gibt: Wir sind für euch da und schicken euch ein Paket."

Mehr als 400.000 mal ist das Video der neapolitanischen Produktionsfirma Casa Surace bereits geteilt worden. Inzwischen gibt es die Ansprache auch mit englischen Untertiteln.

Im Kampf der italienischen Oma gegen das Coronavirus steht es zum Ende des Videos 8:0. Was sie erklärt, ist vielleicht nicht neu, doch manches wird nun mal erst dann relevant, wenn es uns eine Oma sagt.

Alle Informationen rund um das Thema "Coronavirus" finden Sie auf unserer Themenseite.

Weitere Netzfundstücke finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20 Kommentare

  1. Avatar  müde Hauptstädterin

    „wenn es uns eine Oma sagt. “ Den Ausdruck gewöhnen Sie sich doch bitte zügig wieder ab. Oma ist die familiäre Benennung der Großmutter, „meine Oma“ oder „deine Oma“ wäre also korrekt. „Eine Oma“ hingegen ist eine großkotzige und unangemessene kolonialistische Diskriminierung. Ja ich weiß schon, der Kommentar geht nicht durch. Ich versuchs trotzdem.

  2. Avatar  Dante834

    Yo, Artikel-Bitch! Was geht? Klingt respektlos, beleidigend? Tja, dann mal einfach ältere Menschen nicht mehr als „Oma“ und „Opa“ bezeichnen.

  3. Avatar  Zeitabzuhauen

    Also ich finde „Oma“ cool. Und den Ausdruck „Oma“ auch. In Hesse hieß es Omma. So, und gut is. Aber Augenzwinkern, ob das hier klarginge? Ist ne‘ Anmache, Omma :)

  4. Avatar  Struktur.

    „Oma“ ist jetzt auch schon auf der Blacklist?

    Gestört.

  5. Avatar  moinzen

    Kommse mit nach ‚e Omma?
    Heißt es auch im Kohlenpott. Allora, tante Grazie, Nonna!

  6. Avatar  Wie_Toll

    Ist halt mal was anderes…

  7. Avatar  keinelustaufnicknames

    Kolonialistisch? Ich checks nicht. Warum darf man ältere Damen nicht Oma nennen? Zumal in einem Kontext wie diesem hier, indem sie sich quasi selbst so bezeichnen?

  8. Avatar  mangelerscheinung

    Liebenswürdig gemacht, und so eine schräge Oma hätte ich gerne!

  9. Avatar  unkraut4ever

    Bei Zuwiderhandlungen schmeißt die Omma bestimmt mit ihren porösen Coronagefäßen in der Küche rum.

  10. Avatar  Contucara

    Ich gehe damit komplett, dass es sich um Altersdiskriminierung handelt, wenn ältere Menschen als Oma bezeichnet werden, ohne dass sie es sind. Was ich jedoch nicht verstehe, ist, wo auf einmal der Aspekt der kolonialistischen Diskriminierung herkommt. Das würde mich tatsächlich sehr interessieren. @müde Hauptstaedterin

 

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