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Gut gepost, Tiger!

 
Bereit zum Spielen: zwei der entdeckten Tiger-Jungen in Thailand © DNP-Freeland Handout/EPA

Was für Schnappschüsse! In Thailand ist Naturschützern eine Indochina-Tiger-Familie in die Kamerafalle getappt. Exemplare der seltenen Großkatzen vor die Linse zu bekommen, ist an sich schon spektakulär. Was diese Aufnahmen aber besonders macht, ist der Ort: Panthera tigris corbetti war bislang nicht im östlichen Dschungel Thailands bekannt. Und die Fotos belegen, dass es mehr Jungtiere gibt als gedacht. Naturschützer hoffen nun, dass der vom Aussterben bedrohte Tiger noch zu retten ist.

Indochina-Tiger fühlen sich vor allem in den Bergwäldern der Grenzgebiete von Thailand, Myanmar, Südchina, Kambodscha, Laos und Vietnam wohl. Im Wildschutzgebiet Huai Kha Khaeng im Westen Thailands, das 1991 in die Liste der Weltnaturerbe der Unesco aufgenommen wurde, leben die meisten. Über ihr Verhalten, ihre Verbreitung und Bestände aber haben Biologen nur sehr wenige Informationen. Entsprechend überrascht waren sie über die aktuellen Fotos von Thailands Nationalparkbehörde DNP.

Jedes Jungtier zählt

Der Bestand des Indochinesischen Tigers war binnen wenigen Jahren drastisch zurückgegangen. Durchstreiften noch vor knapp zehn Jahren mehr als 1.000 den Forst, sind heute laut WWF nur noch 196 Tiere in Thailand übrig. Andere Naturschutzorganisationen wie Freeland oder Panthera sprechen von insgesamt 221 dieser Großkatzen, die in Thailand und Myanmar leben. Jedes Jungtier zählt also, um den Bestand zu erhalten und fortzuführen.

Rund 200 Indochinesische Tiger gibt es noch laut Naturschützern. © Dnp-Freeland Handout/EPA

Doch nicht nur um Panthera tigris corbetti ist zu fürchten. Wilderei, illegale Abholzung und schwindende Wälder haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass immer weniger Großkatzen über den Planeten streifen. Von den neun bisher angenommenen Unterarten gelten drei bereits als ausgestorben.

Was Tierschützer zuletzt freute: Gab es 2009 weltweit noch 3.200 Tiger, waren es letzten Zählungen zufolge bereits mehr als 3.800. In fünf Jahren sollen es 6.000 sein, darauf hatten sich die Länder, die Tiger beheimaten, auf einem Treffen in St. Petersburg geeinigt. Vor allem Thailands Aktionsplan scheint zu funktionieren, wie die aktuellen Fotos nahelegen.

Sie wollen mehr Tiger sehen? Hier gibt es eine Fotostrecke. Zudem möchten Sie wissen, welche Tiere und Pflanzen noch bedroht sind und wie sich die Arten retten lassen? Auf diesen Seiten finden Sie umfassende Informationen zum Thema Artenschutz.

Weitere Fundstücke aus dem Netz wiederum lesen Sie in unserem Teilchen-Blog.

1 Kommentar

  1.   Departure

    Hoffentlich lesen das nicht die perversen Chinesen die sich von den Bestandteilen dieser wunderschoenen Tiere ein laengeres Leben oder laengere Errektion versprechen.