Ein Blog mit Ihren Notizen, Gedichten und Bildern für die gedruckte ZEIT
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Zeitsprung

Zeitsprung: Småland

Von 29. Juni 2015 um 12:00 Uhr

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Vor einigen Jahren verbrachten wir mit unseren Enkelinnen die Ferien im schwedischen Småland. Wir wohnten in einer alten Bauernhütte und angelten bei schönem Wetter im benachbarten See. Inzwischen entdeckte ich in einem Buch dieses Aquarell. Es heißt »Lisbeth angelt« und hängt im Nationalmuseum in Stockholm. Der berühmte schwedische Künstler Carl Larsson hat es 1898 gemalt. Man sieht: Abseits der großen Touristenströme hat sich die Welt in Schweden sehr wenig verändert.

Dieter Jensen, Flensburg

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Zeitsprung: Seegras

Von 22. Juni 2015 um 15:00 Uhr

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Auf der Postkarte aus dem Jahr 1954 sieht man Seegras-Sammler am Strand von Eckernförde. Die von der Ostsee angespülten Wasserpflanzen schätzte man damals nicht nur als Füllstoff für Matratzen, sondern auch als Dünger zur Bodenverbesserung. Heute gilt der sogenannte Strandanwurf als Bioabfall und wird regelmäßig maschinell entsorgt. Im Wettstreit um den attraktivsten Kurstrand lässt sich das die Eckernförder Touristik GmbH bis zu 80.000 Euro pro Saison kosten. Und kaum einer denkt mehr daran, dass die Stadt auf einer Nehrung gegründet ist, die das Meer in vielen Tausend Jahren aus Sand – und Seegras – schuf.

Claus Müller, Fleckeby, Schleswig-Holstein

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Zeitsprung: Kommunikation

Von 16. Juni 2015 um 15:00 Uhr

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Für Ihren Zeitsprung schicke ich Ihnen eine Fotomontage, die den gewaltigen Sprung zeigen soll, den die Kommunikation in der jüngsten Vergangenheit gemacht hat. Die Idee kam mir, als ich sah, wie meine Kinder ein altes Telefon, das ich aus Sentimentalität bei uns aufgestellt hatte, ihren Freunden als Attraktion vorführten und ihnen erklärten, was man damit tut und wie die Wählscheibe funktioniert.
Für mich ist der Apparat aus dem Jahr 1977 ein Alltagsgegenstand aus meiner Kindheit, für meine Kinder dagegen ein kurioses Museumsstück. Sie benutzen auch unser normales Festnetztelefon kaum noch. Ihre Botschaften verlassen unser Haus zumeist via Smartphone und als WhatsApp-Nachricht.

Claudia Schellmann, Pliezhausen, Baden-Württemberg

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Zeitsprung: Chaos… und eine Theorie

Von 6. Juni 2015 um 12:00 Uhr

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Im Physikunterricht lernt man, dass bewegliche Teilchen in einem geschlossenen System nach maximaler Entropie (Unordnung) und minimaler Enthalpie (Energie) streben (Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik). Daran muss ich gelegentlich denken, seit es meine kleine Tochter gibt. Sie schafft es nämlich im Handumdrehen, Legosteine, Bauklötze und anderes Spielzeug großflächig im Raum zu verteilen. Den Aufräum-Modus dagegen haben wir bei ihr noch nicht gefunden, das wäre dann aber auch schon wieder Physik...

Mareike Wilms, Hötzum, Niedersachsen

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Zeitsprung: Die Jubiläumstour

Von 30. Mai 2015 um 15:00 Uhr

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Vor einem halben Jahrhundert unternahmen zwei 16-jährige Gymnasiasten aus Stuttgart mit ihren Fahrrädern eine weite Reise durch ganz Deutschland. Der Wendepunkt war in Kiel. Fahrradwege gab es noch kaum, die Alternative auf der Straße war gefährlich und holprig. Das linke Bild zeigt meinen Freund Eberhard beim Bekämpfen einer der gar nicht seltenen Reifenpannen. Nach dem Abitur verloren wir uns leider etwas aus den Augen. Aber dann, nach 50 Jahren, fand die Jubiläumstour statt, in abgespeckter Form zwar, aber erneut als eine uns in jeder Hinsicht bewegende Unternehmung. Eberhards Panne freilich – das wird unser Fahrradvermieter gern hören – war diesmal inszeniert.

Christoph Hanselmann, Bolanden, Rheinland-Pfalz

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Zeitsprung: Apfelbaum

Von 21. Mai 2015 um 12:00 Uhr

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Unser Apfelbaum hat uns in den vergangenen zwölf Monaten emotional (und auch was das Pensum an Gartenarbeit betrifft) ziemlich beschäftigt. Im April 2014 blühte er üppig, die Aussicht auf die gute Ernte regte uns zu obigem Foto an. Nach dem großen Regen vom 28. Juli 2014 standen weite Teile der Stadt Münster unter Wasser – so auch unser Garten. Im aufgeweichten Boden fanden die Wurzeln dann nicht mehr ausreichend Halt, weshalb der schwer mit Äpfeln beladene Stamm umkippte. Wir ließen den noch einseitig verwurzelten Baum liegen, um wenigstens einen Teil der Früchte zu retten. Im September nach der Ernte schnitten wir die Krone radikal zurück, um den Baum aufrichten zu können – und nun, siehe da, hat er tatsächlich wieder ausgetrieben!

Hildegard und Hugo Bußmann, Münster, Westfalen

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Zeitsprung: Mütter

Von 14. Mai 2015 um 12:00 Uhr

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Es kommt ja selten vor, dass gleich drei Frauen einer Familie synchron schwanger sind. Diese Situation trat bei uns 1999 ein und wurde von mir auf dem linken Foto dokumentiert. Das rechte Bild zeigt die Beteiligten (und die Insassen der Bäuche) 16 Jahre später.

Günter Pfützenreuter, Nordwalde, Nordrhein-Westfalen

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Zeitsprung: An der Nordseeküste

Von 6. Mai 2015 um 12:00 Uhr

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Kürzlich haben wir wieder einmal eine Ferienwoche auf Spiekeroog verbracht und dort wie immer fleißig fotografiert. Das erste Bild entstand an einem Vor­mittag. Es war gerade Hochwasser, sonnig und nur leicht windig. Drei Tage später entstand am Nachmittag im Sonnenschein bei starkem Wind das zweite Bild. Man sieht hier, dass die Sandbank, welche die Insel vor den anbrandenden Wellen schützt, völlig überspült worden ist. Wegen der Stürme war der Fährverkehr zum Festland eingestellt. Ein Unterschied zwischen Hoch­- und Niedrigwasser war kaum noch zu erkennen. Doch trotz der Stürme haben wir den Aufenthalt auf der schönsten der ostfriesischen Inseln sehr genossen.

Simone Néné, Frankfurt am Main

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Zeitsprung: Wieder bei Frau Yuhara

Von 27. April 2015 um 15:00 Uhr

Ich bin in Japan geboren und habe dort mein erstes Lebensjahr verbracht. Meine Eltern reisten damals häufig nach Kyoto, dort wohnten wir immer in einem Ryokan, einem traditionellen Gasthaus. Die Besitzerin, Frau Yuhara, war, so erzählten meine Eltern, ganz vernarrt in das ausländische Baby. Im vergangenen Jahr hatte ich nach einer Konferenz in Japan die Gelegenheit, noch ein wenig durch mein Geburtsland zu reisen – selbstverständlich auch nach Kyoto. Tatsächlich fand ich das Ryokan Yuhara im Internet wieder, konnte gleich für einige Tage dort buchen und entdeckte, dass Frau Yuhara mit fast 80 Jahren immer noch aktiv ihr Gasthaus führt. Da war die Freude und Rührung auf beiden Seiten groß, als ich ihr die Bilder von damals zeigte. In der Zwischenzeit ist das Ryokan zwar modernisiert worden, und ich bin über Yuhara-San hinausgewachsen, sonst hat sich nicht viel verändert. Vor allem nicht die Gastlichkeit. Sogar im selben Zimmer von damals habe ich übernachtet!

Judith Offerhaus, Köln

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Zeitsprung: Kirchweih

Von 21. April 2015 um 18:00 Uhr

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Seit vielen Hundert Jahren findet bei uns in der Fränkischen Schweiz am ersten Maiwochenende das Walberla-Fest statt. Der Name leitet sich von der heiligen Walburga ab, der man hier im 17. Jahrhundert eine Kapelle baute. Entsprechend wird der Berg, auf dem diese Kapelle steht, im Volksmund Walberla genannt. Offiziell heißt die Erhebung Ehrenbürg.
Mitten im Städtedreieck Nürnberg–Bamberg–Bayreuth gelegen, fällt sie dem Besucher schon von Weitem ins Auge.
Dass sich am Festverlauf so gut wie nichts verändert hat, zeigt der Vergleich der Ansichtskarte von 1908 mit dem Foto aus dem vorigen Jahr. Nach wie vor steht die Geselligkeit im Vordergrund, die Freude am Bier und am leiblichen Genuss. Große Festzelte und spektakuläre Fahrgeschäfte sind verpönt. Wir freuen uns heute schon auf den Aufstieg zum Walberla und auf die blühenden Kirschgärten an den Hängen des Berges.

Manfred Franze, Ebermannstadt, Oberfranken

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